22. Mai 2013

Frank Schäffler Wahlkampfcamp 2013

Liberalismus ist eine Sache des Herzens

Im Editorial des aktuellen Hefts Nummer 133 können Sie exklusiv bei eigentümlich frei von den Plänen unseres Kolumnisten Frank Schäffler für seinen Wahlkampf lesen. Er plant ein Sommercamp für junge Liberale, die er in seinen Wahlkreis einladen will. Wir haben nachgehakt und Frank Schäffler kurzerhand zum Interview gebeten:

ef: Sehr geehrter Herr Schäffler, Sie haben Ihre Wahlkampagne eingeläutet. Was haben Sie geplant?

Schäffler: Ich kämpfe um das Direktmandat in meinem Wahlkreis Herford in Ostwestfalen. Ich werde im Wahlkampf einstehen für ein besseres Geld statt Inflation, für die Verteidigung von Freiheit und Recht statt kollektiven Rechtsbruchs und für eine marktwirtschaftliche Reform des Finanzsystems statt Rettungspolitik für Staaten und Banken.  Das beste wird das Wahlkampfcamp, das wir in der heißen Wahlkampfphase zusammen mit vielen jungen Leuten organisieren werden.

ef: Was hat es mit dem Wahlkampfcamp auf sich?

Schäffler: Für das Wahlkampfcamp laden wir alle jungen und liberalen Gegner der Rettungspolitik und Anhänger einer freien Gesellschaft nach Ostwestfalen-Lippe ein. Liberale aus dem ganzen Land werden zusammenkommen, um sich für die Idee von Recht und Freiheit einzusetzen. Der Mitgliederentscheid hat gezeigt, dass es an der Basis andere Mehrheitsverhältnisse gibt. Das gilt auch und besonders für junge Liberale. An die wollen wir Stipendien vergeben. Viele sind frustriert, wollen aber die FDP nicht verlassen. Für andere außerhalb der FDP ist der Eurokurs der FDP-Spitze wie ein rotes Tuch, das sie von ihrem Einsatz für politischen Liberalismus abhält.  Ich setze darauf, dass  sich der Liberalismus verjüngt und wir neue aktive Unterstützer gewinnen. Mein Aufruf beim Wahlkampfcamp mit zu machen richtet sich an alle, die unsere liberalen Überzeugungen teilen und mich unterstützen wollen.

ef: Wie soll das konkret aussehen?

Schäffler: Für 50 Teilnehmer haben wir ein Rahmenprogramm aus Vorträgen und Seminaren organisiert. Wir wollen Kernfragen des Liberalismus direkt mit profilierten Köpfen, zum Beispiel Gerd Habermann, Carlos Gebauer, Thorsten Polleit oder Michael von Prollius diskutieren. Die Kosten für die Anreise übernehmen die Teilnehmer, wir übernehmen die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung. Im Gegenzug bringen sich die Beteiligten aktiv in den Wahlkampf ein. Wir wollen gemeinsam möglichst viele Bürger motivieren, meinen Kurs bei der Wahl zu unterstützen.

ef: Das hört sich nach einem tollen Projekt an …

Schäffler: Ja, klar! Ich glaube, wir werden gemeinsam viel Spaß haben und noch lange Zeit danach über das Camp reden. Das wird eine fantastische Erfahrung für alle Beteiligten. Und ich wünsche mir, dass die Teilnehmer lernen, wie man Bürger für die liberale Sache gewinnt, ihre Kenntnisse über den Liberalismus vertiefen. Viele Freundschaften und dauerhafte Bindungen werden entstehen.

ef: Wer kann an dem Wahlkampcamp teilnehmen?

Schäffler: Wer zwischen 18-29 Jahren ist und meine Politik durch sein Engagement unterstützen will, der kann sich auf der Internetseite um ein Stipendium für das Unterstützercamp bewerben. Wir melden uns dann und stellen fest, ob wir zusammen passen. Wichtig ist uns eine liberale Überzeugung, Teamfähigkeit und die Bereitschaft Neues zu lernen und sich aktiv an meinem Wahlkampf im Wahlkreis zu beteiligen. 

ef: Welche Chancen rechnen sie sich aus, den Wahlkreis tatsächlich zu holen?

Schäffler: In meinem Wahlkreis Herford in Ostwestfalen sind die Menschen noch bodenständig und wissen, dass man aus dem Nichts keinen Wohlstand schaffen kann, wie es die Politik des leichten Geldes vortäuscht. Die Region ist mittelständisch geprägt und die Leute sind deshalb näher an der Wirklichkeit als die Akteure im politischen Berlin. Nach meiner Erfahrung wächst man mit seinen Aufgaben und mit den Zielen die man sich setzt.  Wenn wir Liberalen in diesem Land wirklich etwas bewegen wollen, dann müssen wir uns große Ziele setzten.  Darum werbe ich für die Erst- und die Zweitstimme.

ef: Welche Bedeutung kann so ein regionaler Erfolg haben?

Schäffler: Ich will für eine Politik des Rechts und der Freiheit werben.  Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur gute Ergebnisse in der FDP erzielen können, sondern breite Schichten der Bevölkerung mit unseren Themen erreichen können. Wenn wir auf diesem Weg erfolgreich sind, dann strahlt dies auch ins übrige Land und die FDP aus. Ich möchte ein Beispiel dafür geben, dass Liberalismus nicht nur eine Sache des Kopfes ist, sondern auch eine der Herzen. Ich will ihn aus den Büchern in das Land zu den Menschen tragen. Dafür bietet der Wahlkampf eine Chance, die wir gemeinsam nutzen wollen. Es gibt keine bessere Gelegenheit, den Liberalismus unter die Leute zu bringen.

ef: Vielen Dank für das Interview, Frank Schäffler. Wir hoffen, Sie haben Recht und wünschen Ihnen gutes Gelingen!

Internet

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