06. April 2013

Alternative für Deutschland Aufstellung einer Partei in Echtzeit erleben

Die Kandidaten zum Bundesvorstand stellen sich vor

Nächsten Sonntag wird die bereits im Vorfeld vielbeachtete Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) ihren Gründungsparteitag in Berlin abhalten. Stand heute hat die junge Partei bereits ca. 6.000 Mitglieder – täglich kommen neue hinzu. Mehr als 1.000 von ihnen werden in Berlin erwartet (zuzüglich einer Armada von Journalisten), und bereits mehr als 200 haben ihre Kandidatur für einen der Vorstandsposten inklusive Beisitzer erklärt. Die Bewerbungsschreiben per pdf-Format werden derzeit gesichtet und nach und nach auf der Homepage der Partei hochgeladen. Knapp die Hälfte ist dort (Link unten) bereits jetzt einzusehen.

Der interessierte Beobachter ist also quasi live und in Echtzeit dabei, sich ein Bild von den Gesichtern und Lebensläufen der neuen farbenfrohen Truppe zu machen. Denn kunterbunt und bürgerlich, das ist tatsächlich der überwiegende erste Eindruck. Nur wenige der Kandidaten waren zuvor parteipolitisch aktiv. Beamte und andere Nettostaatsprofiteure sind, anders als bei den heutigen Bundestagsparteien, kaum darunter. Es dominiert der gebeutelte Mittelstand. Viele haben lange ihre zunehmende Wut aufgestaut – und jetzt: „Die Zeit ist reif!“, wie es der Partei-Mitgründer und Journalist Konrad Adam in schon heute beinahe legendären Worten bei der Auftaktveranstaltung in Oberursel in den vollbesetzten Saal rief.

Die deutsche Tea Party wurde lange und schmerzlich vermisst. Jetzt ist sie plötzlich da. Und, typisch deutsch: Der Bürgerprotest nimmt gleich die Form einer ordentlichen Partei an. Bislang dominieren die „Namenlosen“ – Bürger wie Du und ich eben. Das ist kein schlechtes Zeichen. Wird noch die eine oder andere Prominenz hinzutreten? Wir werden weiter genau hinschauen – und (wohlwollend bis kritisch) berichten.

Internet

Die Kandidatenliste mit den Bewerbungsschreiben


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