André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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Wikipedia und überhaupt: Lasst die Sozis in ihrem Elend alleine!

von André F. Lichtschlag

Plädoyer für den Streik der Guten – frei nach Ayn Rand

Unnachahmlich hinterfragt heute Ausnahme-Stilist Michael Klonovsky im „Focus“ mal wieder das Treiben der Gesinnungs-Paparazzi im Denunziantenstadl Wikipedia. Er lässt uns einblicken in die Friteusen der Linksextremistensüppchenkochclubs mit festangestellten Köchen und ihren anonymen Küchenhelfern der Wikipedia-Kombüse. Diese, so Klonovsky, „werkeln unter Pseudonymen wie Fiona, San-Fran Farmer und Bürgerlicher Humanist“. Letzterer brachte ihn „kurzzeitig auf die Idee, sich als ‚Proletarischer Humorist’ einzuloggen“. Die Vermutung liege nahe, „dass sie in ihrem analogen Leben nichts Gescheites zu tun haben“. Im Grunde aber sei „es fast schade, dass sich andere Autoren parallel um eine ausgewogene Darstellung bemühen und der Artikel so eine partiell seriöse Anmutung bekommt. Sonst würde sich schneller herumsprechen, dass in gewissen politischen Fragen die deutsche Wikipedia“ sich als ernstzunehmende Enzyklopädie gerade selbst abschafft.

Fast schade? Oder tragisch? In allen drei Fällen der Wiki-Einträge über diese Zeitschrift, die Person des Autors dieser Zeilen und den ef-Kolumnisten Michael Klonovsky (von dem der geneigte eigentümlich-frei-Leser in diesem Monat ein wunderbares Portrait Peter Sloterdijks das große Vergnügen hat lesen zu dürfen) treiben nicht nur dieselben Denunzianten ihr Unwesen, es sind vielmehr auch hier wie dort immer wieder dieselben Freunde, die auf verlorenem Posten innerhalb der Wikipedia versuchen dagegenzuhalten. Diese einsamen Stimmen der Vernunft werden von den Ideologen regelmäßig beschimpft, selbst verleumdet oder im Zweifel gesperrt, unterstützt von willfährigen Administratoren. Es bleibt, was in den Augen der Destrukteure eben stehen bleiben muss, nämlich die hinterfotzige Behauptung, das Denunziationsopfer würde einem „völkischen Nationalismus“ nahestehen.

Allerdings helfen die anderen Autoren durch kleinere und oft formale Korrekturen den Ideologen in ihrem perfiden Tun noch, indem sie das Bild der Wikipedia als „neutrale Enzyklopädie“ wenigstens dem flüchtigen Anschein nach aufrecht erhalten. Gar nicht auszudenken, wie die ohnehin leicht absurden Beiträge erst aussehen würden, wenn man die Wikipedia mit ihren politisierenden Besatzern alleine lassen würde.

Eine grundsätzliche Frage übrigens, die weit über die Lappalie Wikipedia hinausreicht, die ohnehin nur ein Abbild der herrschenden Cliquen auch in anderen Bereichen ist: Wäre es nicht eigentlich besser, Liberale, Konservative und Libertäre würden sich auch aus allen anderen Gremien der untergehenden Sozialkleptokratie zurückziehen? Oder anders gefragt: Was haben sie innerhalb der Strukturen in den letzten 20 oder 30 Jahren mehr erreicht, als den Schein von Ausgeglichenheit, Liberalität und Demokratie zu wahren? Klar, Margaret Thatcher zum Beispiel schob den damals unmittelbar bevorstehenden Bankrott des Sozialismus um ein paar Jahrzehnte auf – und ermöglichte den Sozis damit erst den Mega-Bailout unserer Tage.

Schließlich: Willy Brandt hatte es zurecht am Ende leichter als Hans Globke. Ein Neuanfang nach dem Zusammenbruch ist erfolgversprechender für jene, die sich nicht selbst am Durchgewurschtel auf der abschüssigen Bahn beteiligt haben. Konkursverschleppung ist nicht ehren-, sondern verhängnisvoll!

Internet

Klonovsky heute im „Focus

26. November 2012

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