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Dokumentation: Wikipedia für Fortgeschrittene: Gesinnungs-Paparazzi im Denunziantenstadl

von Redaktion eigentümlich frei

Zwei neue Wortmeldungen zum Selbstmord einer Internet-Enzyklopädie

26. November 2012

CDU-Politik.de am 21.11.2012

Im Blog „Wer hat Angst vor Fiona Baine?“ schreibt Thorsten unter anderem: „Mit diesem Artikel möchten wir gerne auf das verstärkte Bemühen bestimmter Kreise hinweisen, die Wikipedia in ihrem Sinne ideologisch auf Linie zu bringen. Das Thema ist nicht neu. Doch nun erreicht die genannte Schwarmintelligenz einen weiteren traurigen Höhepunkt. Die einschlägigen Benutzer tragen so unscheinbare Namen wie ‚Fiona Baine’, ‚SanFran Farmer’, ‚Bürgerlicher Humanist’ oder ‚Fröhlicher Türke’. Was sie sich und der Wikipedia – in unterschiedlicher Intensität – antun, wissen sie ganz genau. Aktuelle prägnante Ziele der Angriffe sind die konservativ-libertäre Zeitschrift eigentümlich frei, deren Verleger André F. Lichtschlag sowie der Publizist und Focus-Ressortleiter Michael Klonovsky. Es fing mit Attacken auf die ersten beiden Artikel an. Nicht allein, dass eine solche Zuordnung der Zeitschrift ziemlich abstrus ist: Die angegebenen wissenschaftlichen Fachartikel (von extrem(istisch) fachkundiger Seite) geben diese Einschätzung – mit einer Ausnahme – nicht einmal her. Im Gegenteil: Es konnte einerseits nachgewiesen werden, dass die Argumentation mancher Wissenschaftler invalide ist. Das hat für linke Wikipedianer keine Relevanz – bei einem solchen Wissenschaftsfetisch wird David Irving sich auf die Schenkel klopfen. Andererseits konnte auf der Diskussionsseite haarklein dargelegt werden, wie diese Argumentation im Artikel selektiv und fehlerhaft wiedergegeben wurde. Gleichzeitig wurden positive und neutrale Bewertungen in Focus, SZ und FAZ aus dem ef-Artikel gelöscht oder stark verkürzt. Sinnigerweise wurde die Bearbeitung des Artikels – zudem in der oben inkriminierten Version – gesperrt, bis die Diskussion der Quellen abgeschlossen sei. Also wahrscheinlich nie. Im Lichtschlag-Artikel sieht es derzeit auch nicht viel besser aus. Selbst mühsam erstrittene Kompromissformeln werden irgendwann wieder von den üblichen Verdächtigen über den Haufen geworfen. In beiden Fällen traut sich keiner der Administratoren, zumindest doch einen Neutralitätsbaustein (also den Hinweis, dass das Thema umstritten sei) einzufügen. Wenige Wochen später wurde der Artikel zu Michael Klonovsky – pünktlich zum Erscheinen seines Focus-Kommentars zu diesen Machenschaften – Ziel einer Attacke. Es dürfen – laut unseren linksfeministischen Freunden – nur noch möglichst viele Negativattribute zu Klonovsky in den Artikel. Primär- und Sekundärliteratur werden im Stile eines Erstsemesters durcheinandergewürfelt, um Namen von Genderforschern wie Andreas Kemper (der bereits hinter dem Pseudonym Fiona Baine vermutet wurde) in die Wikipedia zu pushen. Sämtliche Versuche, in den umstrittenen Artikeln neutrale Formeln zu verwenden, werden als Theoriefindung abgekanzelt.“ – „Wenn André F. Lichtschlag illustre Verteidiger wie Henkel, Lengsfeld, Schäffler oder Klonovsky aufbietet, zählt das in den Augen der linken Wikipedia-Blockwarte nicht. Es sind ja ef-Autoren. So als ob die vier genannten Publizisten und Politiker bei Lichtschlag in der Pflicht stehen und unter Strafe von Peitschenhieben zu diesen Artikeln gezwungen worden wären.“ Dabei: „Der Zeitschrift ef geht es keineswegs um inhaltliche Fragen, die ja gar nicht bestritten werden, sondern um fragwürdige Etikettierungen. Doch selbst vergleichsweise neutrale Benutzer bleiben in ihrer Parallelwelt gefangen, ohne sich mit den Vorwürfen wirklich inhaltlich befassen zu wollen.“

Focus vom 26.11.2012

Michael Klonovsky legt im Artikel „Anonyme Humanisten: Wie ich bei Wikipedia zum neurechten Kettenhund wurde“ nach: „Nachdem ich in einem Artikel die Umarbeitung des Eintrags über die libertäre Zeitschrift eigentümlich frei und deren fragwürdige Einsortierung bei der ‚Neuen Rechten’ thematisiert hatte, nahm sich der anonyme Autorenschwarm prompt jener Wikipedia-Seite an, über welcher mein Name steht. Das Resultat ist nicht nur der erwartbare Versuch, mich ebenfalls erkennungsdienstlich der bösen Rechten zuzuordnen, sondern obendrein einer Spezies als boshaft geltender Vierbeiner. Die ‚Rechtsextremismusforscher’ Martin Dietzsch und Anton Maegerle ‚verorten den von ihnen mit Kettenhund betitelten Klonovsky in der Neuen Rechten’, kann man in Wikipedia lesen. Der aparte Tiervergleich taucht auf der Seite mal auf, dann verschwindet er wieder, weil diese Gesinnungs-Paparazzi natürlich wissen, über wessen Geisteszustand er tatsächlich Auskunft gibt und ihn lieber weghaben wollen. Die Rubrizierung unter ‚Neue Rechte’ wiederum ist deswegen obligatorisch, weil man dort zum Sympathisanten des ‚völkischen Nationalismus’ wird – und einen Klick weiter der NPD. Der Eintrag wird abgerundet durch eine Beurteilung meiner Person durch Sozio- und Politologen, so namenlos wie links, deren wesentliche wissenschaftliche Leistung darin besteht, mich zu zitieren und das Zitierte dann ganz schlimm zu finden. Gleichwohl bleiben Fragen. Zum Beispiel, wer mich am anderen Kettenende hält. Helmut Markwort? Die Bankenmafia? Der NSU?“ – „Die Wikipedia-Schreiber werkeln unter Pseudonymen wie ‚Fiona’, ‚San-Fran Farmer’ und ‚Bürgerlicher Humanist’ (Letzterer brachte mich kurzzeitig auf die Idee, mich als ‚Proletarischer Humorist’ einzuloggen). Die Vermutung liegt nahe, dass sie in ihrem analogen Leben nichts Gescheites zu tun haben. Im Grunde ist es fast schade, dass sich andere Autoren parallel um eine ausgewogene Darstellung bemühen und der Artikel so eine partiell seriöse Anmutung bekommt. Sonst würde sich schneller herumsprechen, dass in gewissen politischen Fragen die deutsche Wikipedia nichts anderes ist als ein linker Denunziantenstadl.“

Internet

eigentümlich frei: Rettet Wikipedia!

Klonovsky heute im „Focus

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