23. Oktober 2012

Aufruf an aufrechte Wikipedianer Stoppen Sie die Zerstörer der Wikipedia!

Mit der Bitte um Verbreitung

Seit etwa zwei Wochen werden die Wikipedia-Einträge über die Zeitschrift eigentümlich frei und über deren Herausgeber André F. Lichtschlag massiv manipuliert – und immer wieder gegen die eigenen Wikipedia-Regeln verstoßen.

Schon in der ersten Zeile werden gegen den Neutral Point of View verstoßende Wertungen eingeschoben, die zudem nicht der Wahrheit entsprechen. Selbst die unten aufgeführten Zitate aus einer bestimmten Richtung belegen gerade nicht, dass die Zeitschrift  so ohne weiteres „der Neuen Rechten“ oder irgendwelchen „Querfront-Strategien“ zuzuordnen sei.

Eine inhaltliche Darstellung des Magazins unter dem vergleichsweise (gegenüber Rezeption) mickrigen Punkt „Selbstdarstellung“ wird immer wieder gelöscht. Übrig bleiben nichtssagende Versatzstücke wie „dieses Land zu verändern“, obwohl die libertäre Richtung, in der das angestrebt wird, in der Quelle klar benannt wird.

Im Punkt Rezeption wurden jüngere Zitate aus der „Welt“, der „Süddeutschen“ und dem „Focus“ gelöscht oder unterbunden, die eigentümlich frei eindeutig als „radikal liberal“ und „libertär“, wenn auch als „politisch unkorrekt“ verorten.

Dagegen werden sich gegenseitig belegende politisch links außen positionierte „Wissenschaftler“ (wir erarbeiten über diese Leute ein Dossier) aus Kleinstpublikationen überproportional zitiert.

Die „Soziologin  Karin Priester“ wird mit dem absurden Vorwurf zitiert, ef würde „seit 2007 auch die Nähe zum Rechtsextremismus suchen“. Belegt wird dies mit einem einmaligen sehr kritischen Interview mit dem NPD-Vorsitzenden im Jahr 2004 (den auch ARD und ZDF mehrfach interviewten, ohne Nähe zu ihm zu suchen, ef interviewte auch schon die heutige Linken-Vorsitzende Katja Kipping, ohne sich des Kommunismus verdächtig zu machen) sowie mit der Autorin „Angelika Willig, bis 2009 Chefredakteurin von Hier & Jetzt, der Theoriezeitschrift der sächsischen NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten“. Verschwiegen wird, dass Willig, die 2003 und 2004 insgesamt zwei Artikel in ef (über Gentechnik und Sterbehilfe) publizierte, damals eine völlig unbekannte „Philosophin und freie Journalistin aus Berlin“ war und erst von 2008 bis 2009 die NPD-Zeitschrift leitete. Gegen Frau Priester prüfen wir derzeit rechtliche Schritte. Unabhängig davon haben solche abstrusen Anschuldigungen, selbst die hier genannten Relativierungen wurden gelöscht, sicher nichts in einem auf Seriosität achtenden Internetlexikon zu suchen.

Im Eintrag über den Herausgeber wird natürlich ebenfalls „irgendwas mit Nazi“ eingebaut (etwas muss ja hängenbleiben) - eine völlig unerhebliche Aktion aus dem Jahr 2004. Dabei wird ein FDP-Sprecher zitiert, der behauptet, André Lichtschlag tue „gern so, als sei er FDP-nah. Wir haben bisher jede Zusammenarbeit mit ihm abgelehnt und werden das auch weiterhin tun“.

Der folgende stark relativierende Abschnitt (mit Belegen) wurde dagegen umgehend wieder gelöscht: „Dagegen spricht, dass Christian Lindner bereits 2002 für ef schrieb und Lichtschlag im Dezember desselben Jahres zu einem ausführlichen Interview im Landtag empfing. So wie Dirk Niebel, der Lichtschlag 2007 in der FDP-Parteizentrale in Berlin als Generalsekretär zum ef-Interview empfing. Und der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler schreibt seit März 2009 eine regelmäßige Kolumne in ef.“

An der massiven Manipulation haben sich nach unserer Kenntnis insbesondere die folgenden Wikipedianer beteiligt: JosFritz, SanFran Farmer, YourEyesOnly und 188.192.23.17. Wir rufen alle um die Wikipedia bemühten aufrichtigen Autoren auf, im Interesse der Wikipedia Einhalt zu gebieten.

Uns geht es um Wahrheit und nicht Schönung. Tatsächlich hat die libertäre Zeitschrift eigentümlich frei auch Kontakte zum Beispiel zu Christen und Konservativen. Und natürlich sind nach 14 Jahren unter den ca. 1.000 Autoren und Interviewpartnern auch solche, die manche kritisch bewerten können. Politisch korrekte Kontaktsperre war unsere Sache tatsächlich nie. Das kann ja gerne thematisiert werden. Aber eine grundsätzliche Einordnung des Magazins eigentümlich frei in der „Neuen Rechten“, die laut Wikipedia  einen „völkischen Nationalismus erneuern will“, ist falsch und geht an dem betont am Individualismus und der liberalen Österreichischen Schule orientierten Magazin eigentümlich frei vollkommen vorbei.

Ein solcher Rufmord werden wir uns nicht bieten lassen. Und er kann nicht im Interesse von Wikipedia sein!

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Aktualisiert: Jetzt Informationen über Karin Priester


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