09. Januar 2012

Roland Baader verstorben Wir trauern um einen Freund

RIP Roland Baader (14.02.1940-08.01.2012)

Keiner in Deutschland hat mehr für die Ideenwelt getan, der auch diese Zeitschrift verpflichtet ist. Roland Baader war der wichtigste Freiheitsautor in Deutschland. Gestern Mittag, am 8. Januar, ist Roland Baader mit 71 Jahren nach langer, schwerer Krankheit von uns gegangen.

Zehntausenden Menschen hat Roland Baader die Augen geöffnet, hat lange und unermüdlich vor der Wirtschafts- und Finanzkrise gewarnt, die gerade erst richtig begonnen hat. Sein Vermächtnis lautet ungeschönt: „Was wir in den letzten Jahrzehnten im Kreditrausch vorausgefressen haben, werden wir in den nächsten Jahrzehnten nachhungern müssen. Es wird furchtbar werden.“

Nur wenigen seiner oft begeisterten Leser war es vergönnt, Roland Baader auch persönlich kennenzulernen. Die, die das Glück hatten, waren sich immer einig in ihrem Urteil, dass man diesen bescheidenen, nachdenklichen und doch lebensfrohen Menschen nur lieben kann.

Nicht zuletzt war Roland Baader von Beginn an ein besonderer Freund und Förderer dieser Zeitschrift. Keinen Hinweis über die vielen, oft verschlungenen Wege zu ef haben wir mehr als ein Jahrzehnt lang häufiger gehört als: „Ich bin durch Roland Baaders Bücher auf Sie aufmerksam geworden.“

Baader war selbst Student bei Friedrich August von Hayek in Freiburg, um danach für viele Jahre ein Familienunternehmen in der Textilbranche zu führen. Seit den frühen 90er Jahren widmete er sich als Privatgelehrter in seinem Heimatort Kirrlach, Stadt Waghäusel, wieder ganz den Wirtschafts-Studien in der Tradition der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Ihre Wiederentdeckung im deutschsprachigen Raum wird für immer mit dem Namen Roland Baader eng verbunden sein.

Roland Baader folgt nach vielen Jahren seiner geliebten Frau Uta, die ebenfalls an einem Krebsleiden starb. Er hinterlässt die beiden Söhne Daniel und Rio sowie die Tochter Miriam, die sich in den letzten schweren Monaten sehr um ihn gekümmert haben.

Das nächste Heft widmen wir diesem großen Denker der Freiheit, unserem unvergesslichen Freund. Wir sind traurig.


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