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Dokumentation: Berufsverbot wegen „Focus“-Artikel?von Redaktion eigentümlich frei Stellungnahme der geschlechterpolitischen Initiative AGENS Die Goslarer FDP fordert seit kurzem ein Berufsverbot wegen einer unliebsamen Meinungsäußerung, die Monika Ebeling, die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, in einem Artikel für die Zeitschrift „Focus“ äußerte. Die geschlechterpolitische Initiative AGENS protestiert dagegen mit folgender Stellungnahme: Im Mai diesen Jahres wurde AGENS-Mitglied Monika Ebeling auf Initiative der Linken ihres Amtes als Gleichstellungsbeauftragte enthoben, weil sie auch Anliegen und Probleme von Männern geschlechterpolitisch aufgriff. Nun hat die FDP Goslar unter ihrem Fraktionschef Christian Rehse einen Ratsantrag gestellt, Ebeling auch ihre berufliche Tätigkeit als Leiterin des städtischen Kindergartens „Löwenzahn“ zu entziehen. Begründet wurde dieser Antrag mit einem Artikel, den Monika Ebeling in der Zeitschrift „Focus“ veröffentlichte. Darin befand Ebeling, dass „der Geschlechterkampf der vergangenen Jahrzehnte zahllose geknechtete und paralysierte Männer als Kanonenfutter und Industriesklaven hinterlassen habe“ und „dass politisch Verantwortliche und pädagogische Fachkräfte ihre feindselige Haltung gegenüber männlichen Kindern nur unzureichend kaschieren“. Viele von denen, die sich an der Debatte zum Geschlechterverhältnis und zur „Jungenkrise“ beteiligen, teilen die von Monika Ebeling vertretenen Auffassungen – so auch AGENS. Zugleich haben wir den Eindruck, dass diese Sicht von Politik und Medien massiv tabuisiert wird. Ausgerechnet die FDP Goslar beteiligt sich nun an dieser Tabuisierung: Wer die geschilderten Ansichten vertritt, wird mit der Vernichtung seiner beruflichen Existenz bedroht. Es handelt sich mithin um genau jene Form von Berufsverbot wegen „falscher Gesinnung“, gegen die die FDP Ende der sechziger Jahre noch auf die Barrikaden gegangen ist, als damit für Standpunkte aus dem radikal linken Spektrum ein Maulkorb erteilt werden sollte. Dass die FDP Goslar heute das radikal linke Spektrum in ihrer Stadt darin überbietet, Auffassungen aus der Mitte der Gesellschaft tabuisieren zu wollen, ist eine Entwicklung, die fassungslos macht. AGENS verurteilt diesen Umgang mit missliebigen Meinungen in aller Schärfe. Dabei solidarisieren wir uns mit all jenen FDP-Mitgliedern, die das würdelose Nachtreten ihres Frontmannes Christian Rehse ebenso kritisieren wie dessen Umgang mit Monika Ebeling im Mai dieses Jahres. Eine abweichende Meinung auszuhalten und zumindest gelten zu lassen, gehört zur liberalen Tradition unserer Gesellschaft. Wenn Christian Rehse und seine Unterstützer aus dieser Tradition ausscheren, schaden sie damit der Meinungsfreiheit in diesem Land. Arne Hoffmann für den Vorstand von AGENS e.V. Internet Goslarsche Zeitung berichtet über den Ratsantrag der FDP 29. August 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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