17. Februar 2011

Aktuelle Nachricht – USA Empfängnisverhütung auf Rezept und gesundes Nutella

Bescheuertes aus der Welt der Staatsgesundheit

(ef-DF) Die Einführung von Obamacare führt zu ersten Gedankenspielen, dass Empfängnisverhütung zukünftig als Leistung der Krankenkassen zu bezahlen sei. Die Entwürfe zum Reformgesetz erwägen eine Klausel, nach der präventive Gesundheitsdienstleistungen für den Versicherten kostenlos angeboten werden müssen. Konservative und religöse Kreise wenden sich gegen eine solche Regelung. Die geplante Politisierung des US-Gesundheitssektors deckt auf, wie die Einflussnahme des Staats auf weitere Lebensbereiche immer auch zu dem Problem verodneter Moral führt.

In Deutschland werden empfängnisverhütende Mittel bis zum 20. Lebensjahr von den Krankenkassen bezahlt, wenn sie ärztlich verordnet werden und verordnungspflichtig sind. Ab dem 18. Lebensjahr muss eine Zuzahlung geleistet werden. Seit der Gesundheitsreform des Jahres 2004 werden die Kosten für empfängnisverhütende Mittel und Schwangerschaftsabbrüche als versicherungsfremde Leistungen angesehen nicht mehr aus den Versichertenbeiträgen, sondern aus Steuergeldern bezahlt. Um den Steuerzuschuss zu finanzieren, wurde die Tabaksteuer erhöht.

Unterdessen hat eine kalifornische Mutter den Lebensmittelkonzern Ferrero als Hersteller von Nutella wegen irreführender Werbung verklagt. Sie fühlt sich getäuscht über die gesundheitlichen Folgen des Brotaufstrichs, der entgegen ihrer Erwartung nicht  „gesund und nahrhaft“ sei, sondern viel Zucker und einen „gefährlich hohen Anteil gesättigten Fetts“ enthalte. Mit der Klage forderte sie von Ferrero Schadenersatz für alle US-Bürger, die seit dem Jahr 2000 einmal oder mehrfach Produkte von Nutella gekauft hätten. Nutella werbe damit, zu einer „ausgeglichenen Ernährung“ beizutragen. Das führe Verbraucher in die Irre.

Quellen


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