07. Dezember 2010

Aktuelle Nachricht – Klima Messfehler täuschen Erwärmung vor

Heißestes Jahrzehnt aller Zeiten auf Flughäfen

(ef-DS) Trotz Rekordkälte zu Dezemberbeginn in Europa: Global gesehen haben wir gerade das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Temperaturmessungen im Jahre 1850 erlebt. So will es zumindest die Meteorologische Weltorganisation, eine UN-Institution mit Sitz in Genf. Eilfertig meldeten fast sämtliche Tageszeitungen und staatlichen Nachrichtensender in Deutschland die frohe Botschaft. Doch die weltweiten Messungen werden möglicherweise durch eine Reihe von Faktoren in erheblichem Umfang verwässert:

Neue Wetterstationen werden hauptsächlich in dicht besiedelten Gebieten errichtet, so dass sich die Messungen insgesamt gesehen immer stärker auf Stationen konzentrieren, die durch nicht-natürliche Wärmequellen beeinflusst werden, während Stationen in dünn besiedelten Gebieten sehr rar gesät sind. Ein Großteil der Wetterstationen befindet sich mittlerweile in sogenannten Wärmeinseln. Eine korrigierende Gewichtung bei der Ermittlung der „globalen Temperatur“ findet dagegen nicht statt.

Es findet in besonderem Maße auch eine Verlagerung der Stationen auf Flughäfen statt. Das „Europäische Institut für Klima und Energie“ (EIKE) schätzt die Verzerrung nach oben bei Flughafenmessungen auf bis zu 2,5°C, vor allem aufgrund von heißen Triebwerksabgasen. Aber auch die Wärmeabstrahlungen der Städte treibt die durchschnittlichen Messwerte nach oben. EIKE hat am Beispiel der alten Wetterstation auf dem oberbayerischen Hohenpeißenberg sogar nachgewiesen, dass selbst in unbewohnten Gegenden der Wärmeinseleffekt zum Tragen kommt, und zwar mit einer Abweichung von 1,2°C nach oben im Zeitraum von 1881 bis 2009. Grund dafür sind unter anderem neue Gebäudekomplexe und ein großer Parkplatz auf dem 988 Meter hohen Ausflugsberg.

EIKE hat die Temperaturkurve in Deutschland zwischen 1891 bis 2009 um den Wärmeinseleffekt bereinigt. Daraus ergibt sich, dass das Temperaturmaximum in den dreißiger Jahren lag. Zwischen 2000 und 2009 liegen die mittleren Temperaturen in Deutschland sogar unter dem Durchschnitt.

Das Institut weist auch darauf hin, dass seit dem ersten April 2001 die Datenerfassungsmethode geändert wurde: „Bis zu dem Datum wurde am Tag dreimal gemessen (um 7,30 Uhr, 14,30 Uhr und 21,30 Uhr – letzter Wert wurde doppelt gewertet, weil man sich den vierten Wert in der Nacht sparen wollte) und seither stündlich. Wegen der starken Asymmetrie des Temperaturtagesganges können beide Verfahren grundsätzlich keine gleichen Ergebnisse liefern. Durch das neue Verfahren werden die Mitteltemperaturen um mindestens 0,1°C automatisch angehoben, obwohl sich an den gemessenen Temperaturen überhaupt nichts ändert.“

Auch unterschiedliche Messtechniken können möglicherweise Verzerrungen mit sich bringen. So berichten Hobbymeteorologen, dass zwischen den modernen digitalen Berührungsthermometern und den althergebrachten Flüssigkeitsthermometern Diskrepanzen sichtbar werden, wenn an ein und derselben Stelle gemessen wird, wobei moderne Thermometer eine bis zu 3°C höhere Temperatur anzeigen. Bislang gibt es hierzu allerdings keine wissenschaftlichen Vergleichsstudien.


Internet:

EIKE: „Klimaerwärmung in Deutschland nicht nachweisbar


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