24. November 2010

Aktuelle Nachricht – Nacktscanner-Protest in den USA Aufruf zur Flughafenblockade

Am 1. Dezember sollen die Abfertigungshallen lahmgelegt werden

(ef-RG) Der Konflikt zwischen der US-Regierung und ihrer Untertanen über die als zudringlich empfundenen Personenkontrollen an Flughäfen spitzt sich weiter zu. Jetzt ruft eine Bürgerinitiative dazu auf, am kommenden Mittwoch, den 1. Dezember, all jene Flughäfen zu blockieren, die bereits Nacktscanner einsetzen. Auf der Webseite „Shut down the airports“ wird dazu aufgefordert, sich den Tag freizunehmen, mit dem Auto zum nächstgelegenen Flughafen zu fahren und auf der Zufahrtsstraße zu parken. „Macht euch keine Sorgen, dass ihr abgeschleppt werdet“, heißt es in dem Aufruf. „Es würde Tage brauchen, um alle Autos zu entfernen, die dort sein werden. Parkt nicht in ordentlichen Reihen – macht es so schwer wie möglich, die Autos zu entfernen.“

Die Demonstranten sollen daraufhin zum Überprüfungsbereich des Flughafens gehen und den Mitarbeitern der Transportsicherungsbehörde TSA „unmissverständlich kundtun, dass wir weder Nacktbilder von uns noch sexuelle Belästigung zulassen werden.“ Leser werden aufgefordert, friedlich zu bleiben, aber sich nicht zu bewegen. „Lasst niemanden durch. Zeigt zivilen Ungehorsam, indem ihr euch hinlegt und die Maschinen/den Durchgang blockiert.“ Abschließend folgt die Aufforderung, Kameras und Handys mitzunehmen, um das ganze Geschehen aufzunehmen.

Unterdessen deutet eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Zogby an, dass 61 Prozent der Bevölkerung Nacktscanner und zudringliche Leibesvisitationen als Voraussetzung für einen Flug ablehnt und 43 Prozent nach alternativen Reisemöglichkeiten sucht, um das Fliegen ganz zu vermeiden.

Quellen:

Shut down the airports

Zogby Interactive: 61% Oppose Full Body Scans and TSA Pat Downs; 48% Will Seek Alternative to Flying


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