31. Oktober 2010

Aktuelle Nachricht – Rohrkrepierer-Partei Die Freiheit Aus ist’s schon mit der Freiheit

Aaron Koenig hat bereits wieder genug

(ef-AFL) So schnell kann es gehen. Jetzt wurde die Partei „Die Freiheit“ des ehemaligen Berliner CDU-Abgeordneten René Stadtkewitz auch offiziell von 50 ausgesuchten Gründern ins Leben gerufen. Und siehe da, einer aus der Gründungstroika, Aaron Koenig, ist nicht in den Vorstand gewählt worden. Ausgerechnet Koenig hatte im Interview mit der Monatszeitschrift „eigentümlich frei“ (Oktober-Ausgabe) noch erklärt, dass sich Die Freiheit stark an Hayek und ökonomische Thesen der Österreichischen Schule anlehnen würde. Im nun auch vorgestellten neuen Grundsatzprogramm aber ist nichts davon zu finden. Aaron Koenig kommentiert resigniert: „Ich habe mit diesem Programm nichts zu tun und kann es in keiner Weise vertreten. Von meinen umfangreichen, liberalen Vorschlägen findet sich nichts im Programm wieder – mit Ausnahme einiger allgemeiner Textbausteine.“ Diese stünden jedoch „im starken Widerspruch zu den dann vorgeschlagenen Maßnahmen wie Lohnsubventionen und der Einführung eines staatlichen Erziehungsgehalts“. Koenig wäre es in seinen Abschiedsworten vom Projekt „Die Freiheit“ deshalb lieber gewesen, „wenn auch diese letzten Reste liberalen Gedankenguts aus dem Programm gestrichen würden.“

Die nun doch eher etatistische Formation Die Freiheit wird unterstützt vom niederländischen Islamkritiker Geert Wilders. Die Berliner Truppe steht in Konkurrenz zur Pro-Bewegung, die in Nordrhein-Westfalen (Pro-NRW) ihren Schwerpunkt hat. Pro wird seit dieser Woche offiziell von der Österreichischen Erfolgspartei FPÖ unterstützt – die zwar auch die Freiheit im Namen führt, ebenfalls aber gerade nicht für konsequent marktliberale Positionen bekannt ist.


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