16. September 2010

Aktuelle Nachricht – 1. Internationales Antifeminismus-Treffen Empörung über Absage des Austragungslokals

Hat der Wirt Angst vor feministischem Terror?

(ef-RG) Zum 30. Oktober 2010 lädt die „Interessengemeinschaft Antifeminismus (IGAF)“ zum „1. Internationalen Antifeminismus-Treffen“ in Zürich. In der entsprechenden Pressemitteilung vom 14. September 2010 heißt es:

„Die IGAF ist der festen Überzeugung, dass das Thema ‚Feminismus‘ in naher Zukunft für viel Gesprächsstoff sorgen wird. Nicht zuletzt, da es in kürzester Zeit diverse Ereignisse gegeben hat, wo Männer wegen Falschanschuldigungen gesellschaftlich und privat ruiniert werden und unsere Justiz, Teile der Gesellschaft und Medien immer davon ausgehen, die Männer sind die Täter, die Frauen sind die Opfer. Zahlreiche Männerorganisationen sind der Beweis dafür, dass ein großer Teil der Männer mit der heutigen Überbevorteilung der Frauen und Diskriminierung der Männer nicht mehr einverstanden sind. In Zukunft werden die Männer vermehrt wahrnehmen, dass die gesamte Geschlechterpolitik auf dem falschen Weg ist und massive Korrekturen angebracht werden müssen.“

Nach Bekanntgabe der Veranstaltung bekamen die Organisatoren, wie sie heute in einem Rundschreiben mitteilten, vom Wirt des Restaurant „Die Waid“ in Zürich ein Mail mit der Mitteilung, dass die Reservation vom 30. Oktober aufgelöst sei und sie das 1. Internationale Antifeminismus-Treffen nicht in seinem Hause durchführen dürfen. „In diesem Mail teilte uns der Wirt keine Gründe über die Vertragsauflösung mit“, heißt es weiter. „Der Wirt wusste Bescheid über unseren Anlass und es haben dazu in den letzten Wochen mehrere Gespräche stattgefunden.“

Die Verantstalter René Kuhn und Urs Bleiker stellen in ihrer Mitteilung folgende Fragen: „Was bewegte den Wirt, eine Vereinbarung die seit Monaten bestand, einfach so ohne Begründung aufzukündigen? Was ging in diesem Mann vor? Wurde er von Feministinnen eingeschüchtert? Hatte er Angst, dass sein Restaurant unter feministischem Terror hätte leiden müssen? Ebenso stellt sich die Frage, wieweit die Presse involviert ist. ‚Radio 24‘ erkundigte sich bei den Veranstaltern über die Absage, bevor die IGAF von einer Absage Kenntnis besaß. Warum erkundigen sich Journalisten beim Wirt des Restaurants ‚Die Waid‘ über das Antifeminismus-Treffen? Die Frauenorganisation ‚Alliance F‘ empörte sich in den Medien über das Antifeminismus-Treffen? Haben es diese Organisationen bereits nötig, Leute einzuschüchtern, damit sie weiterhin ohne Gegenwind ihre Wege gehen können?“

Weiter geben Kuhn und Bleiker zu bedenken: „Berichterstattungen über Veranstaltungen, welche an gewissen Orten nicht abgehalten werden können, waren bis anhin nur bei Treffen der rechtsradikalen Szene ein Thema. Es ist neu, dass nun auch unbescholtene Frauen und Männer, welche über aktuelle Probleme bei Scheidungs-, Unterhalts- und Sorgerechtsfragen diskutieren wollen, nicht mehr genehm sind. Die Teilnehmer des 1. Internationalen Antifeminismus-Treffen sind vorwiegend betroffene Männer, Mitglieder von Vorständen in Männerorganisationen und zahlreiche Anwälte, welche sich tagtäglich mit diesen Problemen befassen.“

Beim IGAF könne man sich nicht erinnern, dass „jemals eine Veranstaltung von Frauen- und Feministinnen-Organisationen nicht durchgeführt werden konnte oder diese in einem Lokal nicht mit offenen Armen empfangen wurden.“ Wenn sich hingegen Männer für ihre Rechte einsetzen, sei der Teufel los. „Man wird wie eine kriminelle Organisation behandelt, obwohl der Veranstaltungsort in der Schweiz ist, wo angeblich die Rede-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit gilt, und nicht etwa in einem kommunistischen oder diktatorischen Land.“

Das 1. Antifeminismus-Treffen werde dennoch wie angekündigt am 30. Oktober stattfinden, teilen die Veranstalter mit. „Wir lassen uns von den Feministinnen und verweichlichten Männern nicht unter Druck setzen. Die Organisatoren sind zur Zeit in Verhandlungen mit anderen Austragungsorten.“


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