06. September 2010

Aktuelle Nachricht – Gesundheitsminister Rösler Pflegeberuf durch Mindestlohn attraktiver machen

Aber will er das Lohndumping durch billige Zwangsdienstleistende abschaffen?

(ef-DF) Der freidemokratische Gesundheitsminister Phillip Rösler beabsichtigt, den Pflegeberuf durch Mindestlohn attraktiver zu machen. Es fehlten rund 300.000 Arbeitskräfte in dieser Branche. Um dem zu begegnen sollten die Mitarbeiter auch von bürokratischer und pflegefremder Tätigkeit befreit werden. Die Pflegeorganisationen sollten gute Gehälter zahlen. Die Vergabe von Pflege-Greencards für die unbesetzten Stellen sei indes eine fragwürdige Lösung. Entgegen mancher Überlegungen in seiner Partei sei er immer für den "Mindestlohn in der Pflege" gewesen.

Rösler äußerte sich in dem Interview für die Ärzte-Zeitung nicht dazu, ob er er bei der möglichen Aussetzung der Wehrpflicht für ein Ende aller Zwangsdienste eintreten würde. Die billigen, dem Wehrdienst ausweichenden Zivildienstleistenden stopfen einen Gutteil der Lücke beim Bedarf an Pflegekräften. Sie wirken als Heerschar von Billiglöhnern allerdings aber auch als zusätzliches Angebot von Arbeitskraft mit kostendämpfenden Auswirkungen auf den Preis für Arbeitskräfte in der Pflegebranche. Solange es Zivildienstleistende gibt, besteht ein geringerer Anreiz für die Pflegeanbieter, den Lohn ihrer Angestellten zu erhöhen.

Quelle

Interview mit der ÄZ


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