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Aktuelle Nachricht – Moschee am „Ground Zero“: Debatte ist „demagogisch und heuchlerisch“

von Redaktion eigentümlich frei

Ex-Präsidentschaftskandidat Ron Paul kritisiert Rechte und Linke

(ef-RG) US-Kongressabgeordneter und ex-Präsidentschaftskandidat Ron Paul verurteilt die „Demagogie“ in der Debatte um den Bau einer Moschee in der Nähe des „Ground Zero“-Geländes des ehemaligen World-Tade-Centers in New York. Die Auseinandersetzung erinnere den Texaner an den Spruch „Nero fiedelt während Rom brennt“. Heute „fiedeln die Politiker, während die Wirtschaft brennt.“

Die Debatte hätte konservativen Verteidigern der Eigentumsrechte ein perfektes Beispiel dafür geliefert, wie das Recht auf Privateigentum gleichzeitig ein Schutz der Versammlungs- und Religionsfreiheit ist, meint der Republikaner. Statt dessen äußerten sie nur „Lippenbekenntnisse für das Privateigentum“, während sie eine mehrere Häuserblocks vom Ground Zero entfernte Moschee mit allen Mitteln verhindern wollen, mit der Begründung, dass „Sensibilitäten“ beachtet werden sollten.

Paul ist sicher, dass diese Debatte von den „Neokonservativen“ angetrieben wird, „die einen endlosen Krieg im Nahen Osten und in Zentralasien fordern und gezwungen sind, ihn ständig zu rechtfertigen.“ Diese Gruppe lasse keine Chance verstreichen, „um Hass gegen Muslime zu nutzen, um für ihre schlecht durchdachten Präventivkriege Unterstützung zu sammeln.“

Viele Konservative sagten, führt Paul weiter aus, dass sie den Hinweis auf das Eigentumsrecht verstehen. Trotzdem wollten sie „mit dem Schlagwort ‚Sensibilität‘ über den Druck der Öffentlichkeit den Moscheebau verhindern.“ Diese Stimmung scheine zu bestätigen, dass der Islam selbst thematisiert werden soll und dass radikal-religiöse islamische Ansichten als einzige Gründe für die Anschläge vom 11. September herhalten sollen. Wenn bekannt würde, erläuterte Paul, dass die Anschläge zum Teil aus dem Verlangen erwuchsen, Vergeltung zu üben für etwas, das viele Muslime als amerikanische Aggression und Besatzung betrachten, wäre es schwierig bis unmöglich, den Islam zu dämonisieren.

Konservative versagen nicht nur wieder einmal darin, das von ihnen angeblich geschätzte Eigentumsrecht zu verteidigen, kritisiert Paul. „Sie verpassen darüber hinaus die Chance, die Heuchelei der Linken zu hinterfragen, die jetzt behaupten, die Eigentumsrechte der Muslime zu verteidigen, jedoch selten, wenn überhaupt, die Eigentumsrechte amerikanischer Privatunternehmen schützen.“

„Wir haben nun eine epidemische Vermehrung von ‚Schönwetterpatrioten‘, sowohl auf der Rechten wie auf der Linken, die immer dann für Freiheit einstehen, so lange es keine Kontroverse gibt und keiner beleidigt ist,“ schloss Paul sein Statement.

Quelle:

Demagoguing the Mosque

23. August 2010

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