André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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Loveparade II: Hooligans sind gefährlich, Raver sind heilig

von André F. Lichtschlag

Über die eigenartigen Unterschiede in der Berichterstattung über zwei Katastrophen

Am 29. Mai 1985 starben 39 Menschen beim Europapokalendspiel im Brüsseler Heysel-Stadion. Schlägereien zwischen Fußball-Hooligans hatten eine Massenpanik ausgelöst. In den folgenden Wochen wurde umfangreich über das Wesen fanatischer Fußballfans und ihre Mitverantwortung an der Katastrophe diskutiert. Stadien wurden am Ende umgebaut, Alkoholausschank eingeschränkt, Stehplätze weitgehend abgeschafft, Eintrittskarten personalisiert und vieles mehr.

25 Jahre später sterben 19 Menschen bei einer vergleichbaren Katastrophe in Duisburg anlässlich der Loveparade. Eigenartigerweise findet eine Diskussion über eine mögliche Mitverantwortung der Teilnehmer auch im Ansatz nicht statt. Wer es dennoch wagt, wird bezichtigt, die Opfer zu verhöhnen. Schuld mögen die Veranstalter, die Polizei, die Stadt haben, so hören wir hier und dort. Nur die „Raver“, die wollten nichts als ein „friedliches Fest fröhlicher junger Menschen feiern“, wie es der Bundespräsident höchst persönlich formuliert.

Es ist die Einheitlichkeit der immer gleichen Meinung, die hier irritiert, wo das Verhalten der Teilnehmer doch ganz offenbar fragwürdig ist, wenn Absperrzäune aggressiv niedergerissen werden. Warum wird gerade über diese Mitschuld so laut geschwiegen, dass es dröhnt? Sind die „Raver“ so etwas wie die letzten Heiligen unserer Tage, die anders als Polizisten und Hooligans auch beim Wort zum Sonntag noch als unantastbar zu gelten haben?

Damit wir uns richtig verstehen: Jeder soll die Feste feiern, die er mag. Und jeder soll die Substanzen zu sich nehmen, die ihm belieben. Der Autor dieser Zeilen gilt nicht als Kind von Traurigkeit. Er feiert einmal im Jahr bei einem Volksfest mit – und das dann auch alles andere als nüchtern. Klar, Schützenfeste und Karneval haben anders als die Loveparade auch eine familiäre Komponente, Karussels und Zuckerwatte hier, Kinderverkleidung und Kamelle dort. Doch wichtiger ist: Karneval und Schützenfeste haben Liebhaber. Und zahlreiche Kritiker. Im Falle des Karnevals gibt es sogar eine institutionalisierte Gegenveranstaltung, die Stunksitzung.

Dergleichen ist bei der Loveparade selbst im Anschluss an die ganz große Katastrophe nicht denkbar. Und das ist der Punkt. Jeder mag feiern wie und was er will und am liebsten noch mit was und wem immer er will, solange es freiwillig geschieht. Wir leben in einem Staat, der anders als nach der hier vertretenen Überzeugung Drogen verbietet und Drogenkonsum scharf verfolgt. In diesem totalitarismuserfahrenen Land muss irritieren, wenn plötzlich Millionen zugedröhnter Menschen verzückt zucken, gesponsert von Städten und Ländern, live übertragen und angeheizt vom staatlichen Rundfunk – ohne Gegenstimme.

Small is beautifull. Als kleine Veranstaltung von Liebhabern besonderer Musik hatte die Loveparade – damals viel kritisiert – begonnen. Damals war sie liebenswert – wie jede Nische. Ein Beispiel: Immer schon hat es vielleicht fünf Prozent unter den Frauen gegeben, die keine Kinder haben wollten. Es waren nicht die schlechtesten – Künstlernaturen, Freigeister. Wie die ersten Raver. Wenn aber heute weit mehr als 50 Prozent der deutschen Frauen keine Kinder haben möchten, dann ist irgend etwas faul im Land. Die Heiligkeit der Mega-Loveparade mag ein anderer Aspekt desselben Phänomens sein. 

26. Juli 2010

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Kommentare

wolfswurt, am 26. Juli 2010 um 16:27 ( Link )

Eine Diskussion erübrigt sich, denn die "Loveparade" wird nicht mehr stattfinden im Gegensatz zu Fußballspielen die wöchentlich zur Belustigung der Massen benötigt werden.

Keine Flugschau wurde aufgrund der Unfälle mit mehr Todesopfern als in Duisburg abgesagt!

Heuchelei vom feinsten!

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 16:43 ( Link )

Sehr richtig, Herr Lichtschlag!

Das von wegen friedlichen, fröhlichen jungen Menschen ist ein Mumpitz.

Allerdings hätten die Veranstalter damit rechnen müssen, dass es da nicht unbedingt ruhig und gesittet bleiben würde.

Es wurden schwere Fehler gemacht.

Und in der Tat: Auch ich halte "Raver" nicht per se für bessere Menschen oder irgendwie vernünftiger als Fußballfans, zumal letztere in der Regel "nur" saufen.

Sehr gut, dass Sie in dieser Weise den Finger in die Wunde legen.

Bundespräsident Wulff hat meines Erachtens schon bei seiner ersten Bewährungsprobe versagt.

Er hätte wenigstens irgendetwas in der Richtung sagen müssen, dass es nicht gut sei, wenn Emotionen in großen Menschenmassen allzusehr überkochen, die Gier nach Spaß, der Rausch, ob mit oder ohne Drogen, überhand nimmt.

Aber vermutlich hätten ihn die Schafsmedien dafür gesteinigt.

So wird er "nur" hier und an ein paar anderen Stellen kritisiert.

Das wird er verkraften.

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 16:46 ( Link )

@ Kalwies

Sie haben natürlich recht, dass man es so niemals hätte organisieren dürfen.

Ich schrieb in diesem Sinne dazu einen Artikel mit der Überschrift "Deathparade: Schande für Deutschland"

Tanja Krienen, am 26. Juli 2010 um 16:49 ( Link )

Weder dort, noch hier, hatten die verstorbenen Teilnehmer wohl eine persönliche Schuld an dem Desaster, sowenig, wie ein Autofahrer, der in eine Massenkarambolage gerät. Die kulturelle Bewertung - also eine quasi philosophische Frage - weist uns hier den richtigen Weg.

Ja, sagt da der eine oder auch die andere, der Musikgeschmack ist doch unpolitisch. Nun gut, erwidere ich, in gewisser Weise stimmt dies, der eine hat einen guten, die andere einen schlechten.

Sphairon, am 26. Juli 2010 um 16:55 ( Link )

Als bei ef noch mehr über Sachthemen berichtet und weniger kulturelle Kaffeesatzleserei betrieben wurde, konnte man der Lektüre mehr abgewinnen ...

Dashino, am 26. Juli 2010 um 16:59 ( Link )

Oh nein schon wieder schwingt hier mit, dass aus Opfern Tätern werden (die waren doch selbst schuld, drücken die einfach die Zäune weg tststs).

So eine menschenverachtende Meinung gestehe ich jedem zu, allerdings muss man dann auch konsequent sein und sagen dass ein Herr Brunner auch schuld ist an seinem eigenen Tod. Er wußte schließlich, dass er einen Herzfehler hat, warum ging er trotzdem dazwischen, um anderen Menschen zu helfen. Tststs, so was macht man doch nicht. Er war selbst schuld an seinem Tod, nicht wahr Herr Lichtschlag?

chrisv, am 26. Juli 2010 um 17:01 ( Link )

Man hätte natürlich beim ICE-Unglück von Eschede auch einfach die Schuld bei den Fahrgästen suchen können - was müssen die Leute auch so entwurzelt in der Weltgeschichte rumsausen, anstatt gottgefällig auf ihrer Scholle zu bleiben, wie das Generationen zuvor gemacht haben.

Damit hätte man sich nicht nur einen Haufen Arbeit bei der Untersuchung von Radreifen, schlampigen Wartungspraktiken und fehlerhaften Konstruktionen gemacht, sondern auch einigen Leuten, die direkt mit letzterem zu tun hatten, einen riesigen Gefallen getan. Christliche Nächstenliebe, praktisch angewandt.

Man möchte wetten, dass in Duisburg ein paar Verantwortliche diesem Gedanken einiges abgewinnen können. Zum Beispiel die Organisatoren, der Polizeichef und nicht zuletzt OB Sauerland. Denn nicht etwa Behörden- oder Organisationsversagen kommt in Frage, nein, nicht weniger als ein echtes Gottesurteil war's! Soll der doch zurücktreten, wenn's denn sein muß, wir bleiben jedenfalls auf unserem Posten.

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 17:04 ( Link )

@ Tanja Krienen

Ich sehe auch keine persönliche Schuld.

Das ist eben das, was im Amerikanischen "stampede" genannt wird: Die Rindviechherde gerät in panische Bewegung und trampelt alles nieder.

Wer überleben will, flüchtet nach oben oder zur Seite, wenn das geht, ansonsten versucht er, möglichst erfolgreich in der obersten Schicht darüber und heraus mitzutrampeln.

Dass so eine Situation in beengten Räumen, in klaustrophobisch wirkender Umgebung (Tunnel), leichter entsteht, liegt auf der Hand; die kollektive psychische Verfasstheit der Dortseienden kann indes auch nicht vernachlässigt werden.

Emotionale Aufgeladenheit plus Alkohol plus Drogen spielen da mit Sicherheit eine große Rolle; am Punkt kann dies das Zünglein an der Waage sein, entscheidend.

Martin Meyer, am 26. Juli 2010 um 17:09 ( Link )

@zelot

Hehe :D. Seh ich genauso. Man muss der Hermann eines lassen. Selbst vor dem Hintergrund einer blutigen Tragödie muss man lachen, wenn sie den Mund aufmacht. Die hat mit dem Kopp-Verlag schon die richtige politische Heimat für sich gefunden.

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 17:16 ( Link )

Das ganze mit den "höheren Mächten" ist natürlich Unfug: außer man sieht eine entstehende Kollektivpanikpsyche zutreffenderweise als eine Art höhere Macht an, eher vielleicht als eine niedrige höhere (diese contadictio in adjecto mag hier einmal passen).

Eine beherzte Konservative wie Eva Herman tut ihrer Sache selbstverständlich keinen Gefallen, wenn sie so etwas sagt, ohne es in diesem Sinne zu präzisieren.

Numinose Andeutungen sind in solchen Fällen wenig hilfreich, wenn nicht einfältig.

Sie hätte z.B. einfach sagen können: "Bei so vielen Enthemmten verwundert es letztendlich nicht, dass so etwas geschieht."

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 17:28 ( Link )

@ zelot

Gut möglich, dass sie sagte, was sie meinte.

Seien wir immerhin froh, dass alle Nichtobskuranten ("Illuminaten" wäre jetzt dafür wohl eine Fehlbesetzung, da gemeinhin anders verstanden...) sich bei ef und bei mir einfinden.

Tanja Krienen, am 26. Juli 2010 um 17:33 ( Link )

"Eine beherzte Konservative wie Eva Herman tut ihrer Sache selbstverständlich keinen Gefallen"

Prinzipiell hat sie ins Schwarze getroffen - was das Medienecho beweist. Ihre Thesen vertrete ich seit 15 Jahren (nur ohne religiösen Bezug). Wer Techno "gut" heißt, kann kein überzeugender und überzeugter Konservativer sein. Das gilt auch für "Fans" des "Deathmetal" oder anderer Formen, die, Musik zu nennen, in der Tat ein vehementer Verstoß gegen "göttliche Prinzipien" wäre.

Dashino, am 26. Juli 2010 um 17:34 ( Link )

Wir sind hier auch keine verspießten Konservative, sondern Libertäre.

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 17:37 ( Link )

@ Tanja Krienen

Dein Hinweis auf die Musik spricht m.E. in der Tat auch einen wichtigen Aspekt an, ein Quasi-Tabu (die Dinger sind ja Dein Spezialgebiet).

Techno ist vom Grunde her nicht nur veridiotisierend, sondern macht auch latent aggressiv, behaupte ich einfach mal so.

Jedenfalls nicht gesund, sachichma'.

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 17:44 ( Link )

Wenn es da irgendwo einen Gott geben sollte, zu dem ich sinnvollerweise beten wollte, so wäre es derjenige, der meine beiden Buben vom Techno-Hören abhielte (bisher hören sie den Mist gottlob nicht).

Ich werde aber den Teufel tun und die Racker überhaupt darauf hinweisen, dass man den Papa sogar noch zum Beten bringen könnte: dann machen sie es womöglich grade erst recht.

Zum Glück lesen sie des Alten Invektiven noch nicht auf der ef-Seite...

Tanja Krienen, am 26. Juli 2010 um 17:48 ( Link )

Sie grölen "Die Mauer muss weg" und meinen die Sicherheitsabgrenzungen. Sie wollen überall keine Grenzen und diese Freiheit ist dann eine, die nur sein kann, in dem der nackte Hintern präsentiert wird. Sie sind auch mehrheitlich keine "Raver", die übrigens seit zehn Jahren zum Ausschuss gehören, doch den Schuss und manches mehr, ist ihr eigentliches Ziel. Die ganze Unauthentizität der Masse lässt sich in bewegten Bildern prima anschauen - http://www.spiegel.de/flash/0,,23952,00.html

Ich habe bis jetzt einen Artikel von Rainer Zunder aus der Westfälischen Rundschau vom 13.7. 1997 aufbewahrt. Zitat:

“Wenn das Ausdruck des postmodernen Zeitgefühl ist…es ist natürlich ganz im Sinne der derzeitigen Politik, eine weitestgehend entpolitisierte Jugend zu haben, die sich zudröhnen lässt von phantasielosen Rhythmen aus der Retorte, bei denen man sich fragen mag, ob es jemals die Beatles oder Stones gegeben hat…Einfallslose Stampfmusik..man nimmt das alles staatlicherseits in Kauf, weil die Frage schreckt, was denn wäre, wenn diese politfernen Jugendlichen ihre in Tanzbewegung gesteckte Energie nutzen würde….Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, wenn…man untätig zuschaut, obwohl die Loveparade auch ein riesiger Drogenumschlagsplatz war….Vor der nächsten Loveparade sollten einige Fragen, die jetzt ausgeblendet wurden, frühzeitig geklärt werden.

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 17:54 ( Link )

@ Tanja Krienen

Du lasest schon vor 13 Jahren solche rechtsradikalen Kampfblätter wie die Westfälische Rundschau und hebst dir auch noch deren Hetzartikel auf?

Pfui!

Ich bin schwer enttäuscht.

Ob ich mit Dir nochmal rede, werde ich mir gut überlegen...

Ansonsten: prima Zitat.

Dashino, am 26. Juli 2010 um 17:55 ( Link )

Olle Kammelle, das hat man früher über RocknRoll auch gesagt (was für ein Teufelszeug). Andere Generationen, andere Musik, das war schon immer so. Traurig, dass sich einige nicht damit abfinden können *lol*

Fraggel, am 26. Juli 2010 um 18:00 ( Link )

Das unsere Bundeseva eine deratige Spaßbremse wäre, hätte ich nicht gedacht. Sei es drum.
Sich im Sommerloch mit der Bild zu hakeln ist ein wenig ungeschickt, aaaaaber ok.
Waren eben alle hacke, und?
Was ich viel daramatischer finde ist die Selbstverständlichkeit mit der eine Sause, die nie etwas anderes war als sich abzudröhnen und rumzuzappeln, so plötzlich im Mainstream angekommen ist, und mit welcher Selbstverständlichkeit dem OB ein Strick aus der Geschichte gedreht werden soll.
Wer auf eine Party geht wo absehbar ist dass es hoch hergeht muss bei über 1 Mio mit Toten rechnen. 19/1500000 ist ein verdammt guter Schnitt muss ich sagen.
Das schlimmste ist wenn Vollkaskoärsche Party feiern.

JohnGalt, am 26. Juli 2010 um 18:03 ( Link )

Wer Techno "gut" heißt, kann kein überzeugender und überzeugter Konservativer sein. Das gilt auch für "Fans" des "Deathmetal" oder anderer Formen, die, Musik zu nennen, in der Tat ein vehementer Verstoß gegen "göttliche Prinzipien" wäre.

Du willst aber jetzt nicht ernsthaft Heavy Metal mit dieser akustischen Umweltverschmutzung namens Techno vergleichen?

Wie sagte schon mein Vater:
Es gibt richtige Musiiiiek und es gibt Mosick.
Das elektronische Techno-Gedöhns ist eindeutig Mosick und offentlich nur zugedröhnt (sic!) zu ertragen!

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 18:08 ( Link )

@ Dashino

Rockstücke, gute zumal, weisen nicht nur variierende, g e s p i e l t e Rhythmen, menschlichen Gesang und Gitarre auf, gar noch - horribile dictu - eine M e l o d i e.

Da bin ich in der Tat Methusalem, denn Melodien gab's schon vor 32000 Jahren in den Höhlen der Schwäbischen Alb, später bei Bach, Beethoven und Chopin.

Der Spott eines souveränen Modernen an den verstaubten Erzkonservativen wird gerne mitgenommen.

Singaporean, am 26. Juli 2010 um 18:13 ( Link )

Die Kommentare reißen es bei EF zwar wieder raus aber warum muss man hier über dieses Ereignis berichten und die Qualität von EF weiter sinken lassen?

Der Vorfall hat absolut nichts mit Liberalismus oder sonstwas zu tun. Man muss hier nur eins und eins zusammenzählen, 1,4 Mio Menschen besuchen eine Veranstaltung die für 250.000 gedacht war, es gibt Tote, fertig! Es war nicht anders zu erwarten!

Magnus Goeller, am 26. Juli 2010 um 18:19 ( Link )

@ Tanja Krienen

Mangelnde Melodik: mangelnde Harmonie.

Da kommen wir durchaus auf den Punkt.

@ Fraggel

Ich habe schon vielen das Bruchrechnen beigebracht, Sie beherrschen das Metier.

Trotzdem traurig, dass es die Toten gab.

Und ich bleibe dabei: eine Schande für Deutschland.

Friedr.-W.H. Rahe Fördermitglied, am 26. Juli 2010 um 18:20 ( Link )

Betr. Alle (oder die meisten) Kommentare
Typisch DEUTSCH. Es gibt nur ein "entweder-Oder", oder "schwarz-weiß" o.ä. "Sowohl-als auch" ist nicht in den Köpfen drin. Natürlich sind Raver keine Engel, natgürlich geht jeder ein Risiko ein, der derartige Massenveranstaltungen besucht (welche Mengen Verdauungsprodukte die in der Gegend verteilen) Aber auch die Veranstalter trifft eine große Mitschuld. Erstens, daß sie eine derartige Veranstaltung organisieren, und dann, daß die Planung mehr als miserabel war und daß sie keine Vorsorge, weder für einen Ausbruch einer Panik, noch für den Fall, daß einer der Teilnehmer inmitten der Menge eine Herzattacke oder ähnliches erleiden würde.

Fraggel, am 26. Juli 2010 um 18:30 ( Link )

Herr Goeller, ich habe nicht gesagt dass es nicht traurig ist. Die Loveparade war allerdings nie ein Kindergeburtstag. Nun wird so getan als wenn Ronald McDonald die versprochene Sicherheit nicht gewährleistet hätte - und das ist wahrlich eine Schande.

Ulrich Möller, am 26. Juli 2010 um 18:40 ( Link )


Die Loveparade hat seit ihrem Entstehen mehrere Gegenveranstaltungen, die explizit das kommerzialisierte Gefeiere kritisieren und entschieden ablehnen: die Hateparade und die Fuckparade.
Aber das kann der ressentimentgetriebene Schützenfestfanatiker Lichtschlag ja nicht wissen.

Das passiert wenn man sich trotz besseren Wissens nur im musikalischen und medialen Mainstream bewegt. Zumal die klar politische und (links) alternative Ausrichtung der Fuckparade bei ähnlichem Sündenfaktor wohl noch weniger schmecken wird.

wolfswurt, am 26. Juli 2010 um 18:42 ( Link )

Zugedröhnt und entpolitisiert waren die Musikverliebten des Rock´n Rolls, der Beatles, der Rolling Stones, der Led Zeplins, des Hard Rock, der Ilia Richter Discos, des Musikanten Stadel ebenso wie die Parteianhänger jeder Choleur, welche auf Wahlveranstaltungen ihre Verblödung durch Eröffnungslieder wie z.B. von den Stones durch frenetischen Beifall offenbarten.

Immer schön auf dem Boden bleiben!

wolfswurt, am 26. Juli 2010 um 18:48 ( Link )

"...obwohl die Loveparade auch ein riesiger Drogenumschlagsplatz war..."
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Jede Schule in diesem unseren Lande ist ein Drogenumschlagsplatz!

Fragen sie mal den Bund deutscher Kriminalbeamten. Der bestätigt dies allerdings nur hinter vorgehaltener Hand.

Dümmer gehts immer...

Jörg Haerter, am 26. Juli 2010 um 19:00 ( Link )

>Reutlinger General-Anzeiger<
An der Spitze der Kritik am Sicherheitskonzept der Techno-Parade steht die Deutsche Polizeigewerkschaft. «Ich habe vor einem Jahr Duisburg als ungeeignet für die Loveparade abgelehnt und bin dafür als Spaßverderber und Sicherheitsfanatiker beschimpft worden», sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Rainer Wendt. «Aber die Verantwortlichen waren besessen von der Idee, etwas für diese gebeutelte Stadt zu tun. Ich bin alles andere als glücklich darüber, nun leider auf diese Weise bestätigt worden zu sein.»
Ts Ts Ts, Spassbremsen wollen wir doch nun wirklich nicht! - Mt 24:37 -

Jan-Matthis Weng, am 26. Juli 2010 um 19:38 ( Link )

wolfswurt schrieb am 26. Juli 2010 um 18:48

Jede Schule in diesem unseren Lande ist ein Drogenumschlagsplatz!

Drogenhandel an Schulen (und ausserhalb von Fachgeschäften) ist eine Folge der Prohibition.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist für Prohibition.
Conclusio: Die Mehrheit der Bevölkerung ist für Drogenhandel an Schulen.

Kurt_G Fördermitglied, am 26. Juli 2010 um 19:47 ( Link )

Stadien wurden am Ende umgebaut, Alkoholausschank eingeschränkt, Stehplätze weitgehend abgeschafft, Eintrittskarten personalisiert und vieles mehr.

Genau darum gehts. Um die Abschaffung der letzten Freiheitsevents in der DDR II. Am besten mit Alkoholgutscheinen pro Kopf nicht mehr als ein halber Liter, personalisierte Eintrittskarten für Besucher die wie Stasi so erzogen sind, dass alle Eventbesucher propagandistisch links oktroyiert werden können. Es geht einzig um die Abschaffung an Freiheit @EF

Und genau da hat Staat wieder ganze Arbeit geleistet. Man kann über den Sinn "loveparade und ihren "Sinn und Kosten, Finanzierung und Ausrichtungsorte" - streiten lang und schmutzig. Aber das Thema ist Freiheitsabschaffung. Und Polizei hat alles getan damit es zum Drama kommt. So beschreiben es User die dicht dabei waren.

Dazu:

Die staatlichen Schließer haben ganze Arbeit geleistet. Die "loveparade", die alljährliche Alko-drugs & Sexfree Fete wurde ganz im Sinne des Staates beendet. Mit einen Ende aus - hier gehts nicht weiter, war das das Ende der Massenpleite.

Es waren staatliche Beamte die den Riegel vorschoben und den Zugang dicht machten. Es gab Anweisungen im Zweifel von der Schußwaffe Gebrauch zu machen falls den staatlichen Anordnungen den Tunnel zu verlassen nicht gefolgt würde. Jeder Beamte mußte wissen dass es bedeutet die Masse die vor den Toren steht fühlt sich ausgegrenzt und will, koste was es wolle noch rein und jeder Beamte wusste, die, die auf Anordnung zurück müssen würden sich an denen reiben die bleiben oder noch nachströmen. Eine Panik war also gewollt und es wurde staatlicherseits alles getan dass diese stattfindet.
Die private Security tat nur das was die Polizei verhängt hatte. Die Schließung des Geländes womit die Massen eingekesselt waren. Die Panik war gewollt und trat ein. Freiheitsberaubung sollte das Ende von der jederzeit genehmigbaren Massenveranstaltungen in Deutschland sein. Wie kann man nur eine solche Veranstaltung einzäunen oder einkesseln?
Seit ewigen Zeiten drängt die Polizeigewerkschaft darauf an solchen „Open Airs“ die Planung übereignet und in die Hände zu bekommen. Bis dato war es so, dass nur der Veranstalter und die Ordnungsbehörden planen konnten und nur wenns um Sicherheit ging, die Feuerwehr und Polizei mitsprechen und bestenfalls mit einbezogen wurde. Demnächst wird es so wie in Fußballstadien sein, Abteilungen/Etagen bei jeder Großveranstaltung nur für Polizei mit Zellen und Verhörräumen. Mit voller Ausrüstung wie eine Komplett-Kampfwache. Jetzt wird es leichter zu verlangen auch das Militär für Großveranstaltungen mit einzubinden wenn es jenseits des Millionen Publikums geht. Keine Großdemo mehr ohne Polizeiplanung.

Olaf Janowski, am 26. Juli 2010 um 19:53 ( Link )

uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp

[tatü ... tata]

A long, long time ago...
I can still remember
How that music used to make me smile.
And I knew if I had my chance
That I could make those people dance
And, maybe, they’d be happy for a while.
[...]
And in the streets: the children screamed,
The lovers cried, and the poets dreamed.
But not a word was spoken;
The church bells all were broken.
And the three men I admire most:
The father, son, and the holy ghost,
They caught the last train for the coast
The day the music died.

And they were singing,
"bye-bye, miss american pie."
Drove my chevy to the levee,
But the levee was dry.
And them good old boys were drinkin’ whiskey and rye
Singin’, "this’ll be the day that I die.
"this’ll be the day that I die."

(Don McLean, American pie)

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 20:02 ( Link )

@ Kalwies, am 26. Juli 2010 um 16:39: Wer sich die Videos mal etwas genauer anschaut, der sieht, wie eine wildgewordene Masse von Menschen auf diese Nottreppe drängt, um ja irgendwie schneller zu der Abschlußveranstaltung zu kommen. Hirn aus und mal schön von hinten geschoben. Ist ja lustig, macht Spaß usw. Ich sehe die Verantwortung für dieses Desaster zum großen Teil bei diesen Leuten, die ob irgendwelcher Drogen anscheinend den gesunden Menschenverstand verloren hatten. Wie gesagt, achten Sie mal auf die Strömungsrichtung.

Tanja Krienen, am 26. Juli 2010 um 20:17 ( Link )

Sehr gut Olaf! Ja, die Musik ist gestorben...worden!

Wolfwurt: ""...obwohl die Loveparade auch ein riesiger Drogenumschlagsplatz war..."
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Jede Schule in diesem unseren Lande ist ein Drogenumschlagsplatz!

Fragen sie mal den Bund deutscher Kriminalbeamten. Der bestätigt dies allerdings nur hinter vorgehaltener Hand.

Dümmer gehts immer..."

Ach so, und deshalb wollen sie jetzt den "Drogenumschlagplatz Schule" gleich für alle frei zugänglich organisieren? Wie sagten Sie doch treffend: Dümmer gehts...immer...

Tanja_Klaeft, am 26. Juli 2010 um 20:21 ( Link )

Klare Sache:

Die Typen, die die Party in dieser Form organisiert und abgesegnet haben, gehören in den Knast, egal ob Veranstalter, Politiker oder Polizist (Schreibtischtätercop). Und volle Entschädigung aus deren Privatschatulle.

Frank_H, am 26. Juli 2010 um 20:43 ( Link )

Zitat: "Eigenartigerweise findet eine Diskussion über eine mögliche Mitverantwortung der Teilnehmer auch im Ansatz nicht statt."

Weil das völlig absurd wäre und nur von Leuten diskutiert werden könnte, die von den räumlichen Gegebenheiten keinerlei Ahnung haben. Ich selber wohne seit gut einem Jahr in Duisburg und dieser Tunnel ist von hier aus gerade mal 10 Minuten Fußmarsch entfernt. Der ganze Bereich ist eine absolute Falle bei einer Menschenmasse solcher Größenordnung.

SchelmVomElm, am 26. Juli 2010 um 21:02 ( Link )

Interessant am Rande:

Jürgen Elsässer stellt sich auf Hermanns Seite

Weiter kommentiert er:

Ein langer schwül-heißer Sommer hat sich in einem blutigen Gewitter entladen. Nach Lena, Christopher Street Day und den endlosen WM-Nächten im tropischen Deutschland stampften die partywütigen Eskapisten in einem letzten Ausbruchsversuch über Ihresgleichen hinweg. Durch den Tunnel wollten sie hinaus aus einer Welt, die sie nur noch unter massivem Einsatz von Betäubungsmitteln ertragen können. Der Tod ist ein Meister aus Schland – aus einem Nicht-Staat, einer zerfallenden Fun-Gesellschaft, regiert von Big Mama, Angie in the Sky with Diamonds … Dieses Land ist „arm, aber sexy“ (Wowereit) und sucht den finalen Kick im kollektiven Suizid, der Selbstauflösung. 19 Leute totgetrampelt? Egal, die Love Parade geht weiter. So wie der Afghanistan-Krieg.

Natürlich muss man die Veranstalter anklagen, denen das Sicherheitskonzept der Polizei zu teuer war. Und die Stadtväter, die die Veranstalter feige gewähren ließen. Aber niemals hätte die Katastrophe einen so hohen Blutzoll gefordert, wäre die Horde nicht besoffen, bekifft, zugekokst, vollgedröhnt und sonstwie chemisch vergiftet gewesen. Der in allen westlichen Ländern zu beobachtende Drang der Jugend, die Raub- und Gewaltpolitik der Globalisten mit Drogen zu verdrängen statt politisch zu bekämpfen, fordert immer mehr Opfer. Aus den Haschrebellen der 68er sind die postmodernen Kokser und die Ecstasy-Ravoluzzer geworden.

Höchste Zeit, dass der Wahn ein Ende hat! Die Love-Parade und alle anderen Massenveranstaltungen der Rauschgift-Mafia sind nach dieser Katastrophe zu verbieten! Keine Macht den Drogen!

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 21:14 ( Link )

@ Kalwies, am 26. Juli 2010 um 20:28: Nein, genau diese Videos meine ich nicht. Sehen Sie sich die an, als noch keine Toten zu beklagen waren. Ob da nun Drogen eine Rolle gespielt haben ist auch zweitrangig. Sie sehen Menschen, die lustig grölend andere Leute vor sich her zur Treppe schieben, weil sie sehen, dass man über diese den Tunnel umgehen kann. Ich meine also nicht die gefilterten Videos der MSM.

Kurt_G Fördermitglied, am 26. Juli 2010 um 21:25 ( Link )

Natürlich muss man die Veranstalter anklagen, denen das Sicherheitskonzept der Polizei zu teuer war ...

Das hier sollte eigentlich ein Freiheitsforum sein und zwar ein eigentümliches und kein Hinterwelterforum wie SPD Vorwärts oder das CDU Forum. Dann kann man ja gleich bei der FDP mit diskutieren. So langsam nevet es.

Es geht hier um die Freiheit die mal wieder abgeschafft wurde. Mit Knall und Trompeten. Was hat eine Einkesselung, eine Polizeiarmada, eine Käfig um die Loveparade, eine Kontrolle mittels GPS, eine polizeilich angeordnete Videokontrolle auf einem Großevent zu suchen?

Was man erreichen wollte ist jetzt klar. Man braucht nur hie rzu lesen. Die Desinformation der Massen - was wieder einmal super funktioniert hat - und eine anschließende Gesetzesänderung demnach nur noch Polizei solche Events genehmigen und durchführen darf, wird das ergebnis sein. Darauf verwette ich meinen Arsch.

Nichts anderes als das versucht die Staatsmacht seit Jahren durchzudrücken. Diese Diktatur des nicht mehr vor und zurück ist das Ende vom Lied.

So mußte es zum Unheil kommen. Und wie ich schon schrieb. Das Unglück war gewollt und geplant. Es war Mord. Wer Flugzeuge in Hochhäuser schickt, soetwas unterstützt und absegnet, Kriege inszeniert und führt dem traue ich so etwas banales wie das Herbeiführen einer Panik zu. Zur Erinnerung. Es war die Polizei die die Fetentore schließen ließ.

Wer wie die meisten hier, diktaturideeen toll findet, Freiheit abschaffen will, und wer den kollektivistischen Stasi 2.o Apparat favorisiert oder dessen Ideologie vertritt hat bei Ef m.E. nicht zu suchen.

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 21:28 ( Link )

@: Kalwies, am 26. Juli 2010 um 21:25: Da Sie ja Meister im Googeln sind, schaffen Sie das gewiss selbst.

Minarchist, am 26. Juli 2010 um 21:32 ( Link )

@ Magnus Goeller:

"Techno ist vom Grunde her nicht nur veridiotisierend, sondern macht auch latent aggressiv, behaupte ich einfach mal so."

Eine Behauptung - bar jeder Kenntnis oder Erfahrung. Sie haben keine Ahnung, das ist es. Ich besuche schon seit Anfang der 90er Jahre regelmäßig Techno-Veranstaltungen und kann Ihnen sagen, daß dort Aggressivität praktisch nicht vorhanden ist. Die Techno-Szene gilt nicht umsonst (und ist es auch) als äußerst angenehm und friedliebend.

Auch zeigen Sie, daß Sie von der Bandbreite und Qualität elektronischer Musik nicht die geringste Ahnung haben. Ihr pauschale Abwertung dieser Musik ist borniert und provinziell.

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 21:35 ( Link )

@ Kurt_G , am 26. Juli 2010 um 21:25 : "...hat bei Ef m.E. nicht zu suchen." So so...

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 21:40 ( Link )

@ Kalwies, am 26. Juli 2010 um 21:32: Was weiß ich, wie der Link zu dem Video lautet, welches ich zufällig gesehen habe. Wenn Sie das sehen wollen, suchen Sie selbst. Sie werden fündig werden. Inzwischen dürfte die Anzahl der Videos erheblich größer sein. Daher darf ich Sie bitten, Ihre eigene Lebenszeit zu verbrauchen.

SchelmVomElm, am 26. Juli 2010 um 21:47 ( Link )

@Kurt

Ich halte nichts von Herrn Elsässer (der aber übrigens auch schon für eifrei geschrieben hat). Interessant ist aber für den Altlinken, die Art der Kritik die er übt und dass er Frau Hermann verteidigt.

So langsam nevet es.

Nervig ist, wenn man nicht mal irgendwen zitieren kann, ohne sich zu solch sinnfreien Kommentaren genötigt zu sehen.

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 22:03 ( Link )

@ zelot, am 26. Juli 2010 um 21:55: Welches persönliche Interesse sollte ich an einer solchen haben? Es ist aber auch ohne Video (welches sicherlich auffindbar ist) plausibel. Tunneldurchgang wird gesperrt, in wenigen Minuten beginnt die Abschlussveranstaltung, alle wollen dort hin. Ausweg? Treppe! Juhu! Schneller! Genau das sehen Sie auf dem Video, wenn Sie es sehen wollen.

Selbstverständlich halte ich die Art und Weise der Zuführung usw. auch für völlig inakzeptabel. Das alleine hätte aber nicht zu den Toten führen müssen.

Wie gesagt, die die hinten gedrückt haben, fanden es lustig. Kein Anzeichen von Panik bei den Schiebenden. Es gab auch nicht wirklich einen Grund für Panik. Panik hatten nur die, die vorne zusammengedrückt wurden.

Kurt_G Fördermitglied, am 26. Juli 2010 um 22:05 ( Link )

von Schelm

gerade bestätigt die Reportage zum Thema Loveparade i.d. Sendung Report dass Polizei mit Schlagstöcken gegen die Massen vorgegangen ist. Gestern wurd schon auf der PK die These von Waffeneinsatz kleingehalten. Lt. youtube User wurde von der Polizei Waffengewalt angekündigt. Die Massen wurden in und aus dem Tunnel geprügelt. Sie wurden von der Treppe und aus den Paralleschächten (Fluchtschacht) getrieben. Das wurde biher schamlos verschwiegen.

Im übrigen ist meine These kein VT sondern einschlägige Meinung vieler User auf youtube. Den Rest an Idioten und ihren sozialistischen ideologien kann man nicht ernst nehmen. Der sozialistische Pöbel entleert sich auf ef.

Kurt_G Fördermitglied, am 26. Juli 2010 um 22:08 ( Link )

zelot

Gehts? Irgenwie eingeschleust vom Verfg.schutz? Mein Gott was schreiben sie für hier für einen Sermon. Versuchen Sie es doch im linken PDS-DieLinke-forum oder sind Sie dort geflogen?

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 22:19 ( Link )

@ Kalwies, am 26. Juli 2010 um 22:09: Ähnlicher Effekt übrigens an den Gittermasten: http://www.youtube.com/watch?v=-2onoJLq2-8

Von Panik keine Spur...

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 22:32 ( Link )

@ zelot, am 26. Juli 2010 um 22:19: Ich schrieb auch nichts von "lächelnden Menschen, die besagte Treppe hinaufschlenderten, obwohl unten easy livin war." Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Die, die hinten gedrückt haben, waren sich der Problematik vorne nicht bewusst. Natürlich hatten die Leute vorne an der Treppe Panik. Suchen Sie nach einem Video, welches von oben aufgenommen wurde. Ich habe gerade noch einmal gesucht, aber ich finde es auf die Schnelle nicht.

Kurt_G Fördermitglied, am 26. Juli 2010 um 22:33 ( Link )

zelot

Sie waren in Duisburg? Waren Augenzeuge?

Sie halten sich an Fakten? Welche Fakten? Die der Systempresse? Des Mainstreams?

Wissen Sie was, Sie sind ein Witzbold. Ein schlechter obendrein.

Schlenni, am 26. Juli 2010 um 22:40 ( Link )

OK, ist mir zu anstrengend - rege mich schon wieder auf... Ich weiß was ich gesehen habe. Möglicherweise interpretiere ich es auch falsch. Trotzdem werde ich das jetzt und hier nicht ausdiskutieren. Ich warte mal die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft ab.

Kurt_G Fördermitglied, am 26. Juli 2010 um 22:55 ( Link )

zelot

Schrieb ich nicht [...] "Sie sind ein Witzbold. Ein schlechter obendrein" ?

Sie mussten mich nicht extra noch bestätigen.

Fraggel, am 27. Juli 2010 um 0:15 ( Link )

Bei künftigen Großveranstaltungen müsse die Verantwortung beim Innenministerium liegen, erklärte Kraft.

Da geht die Reise hin.

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 8:19 ( Link )

Kalwies - hier - http://www.spiegel.de/flash/0,,23952,00.html Schau z.B. bei 6:35 und 7:55 genau hin, anstatt Phantastereien nachzuhängen.

Frank Martin, am 27. Juli 2010 um 8:46 ( Link )

Im Grunde ist die Musik in diesem Jahr an ihr Ende gekommen. Nachdem Techno und Trommlertum erfolgreich Melodien ausgeblendet haben, ist mit den Vuvuzelas nun auch der Rhythmus völlig von genau einem Ton überwältigt worden.

Nein, ich kenne keinen respektablen Menschen, der je auf der Loveparade sich herumgetrieben hat. Für die Opfer dieses Eventismus tut es mir leid, sie haben nun keine Chance mehr, sich von solchen Rudelbewegungen zu emanzipieren.

Sven Adam, am 27. Juli 2010 um 9:20 ( Link )

In Betrieben muß der Unternehmer ab 80 dB(A) Lärmpegel Gehörschutz anbieten. Ab 85 dB(A) muß dieser abmahnbar getragen werden. Eine von zig Vorschriften zu technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen, um die sich ein dennoch als Ausbeuter unter Generalverdacht stehender Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht zu kümmern hat.

Nach Feierabend besucht der so geschützte Arbeitnehmer dann ein Fest mit der größten Beschallungsanlage Europas (750.000 Watt Leistung), um sich dort Musik anzuhören, die sich von Industrielärm allenfalls im Tempo unterscheidet. Aluminiumdruckgußpressen laufen halt nicht mit 150 beats per minute.
Wer nicht totgetrampelt wird, bekommt seinen Hörschaden mit auf den Weg .... und wird Jahrzehnte später aus den zu 100% von Unternehmern zwangsabgezweigten Unfallversicherungsbeiträgen noch mit einer BK-Rente und Hörgeräten entschädigt, falls es am Arbeitsplatz "zufällig" auch Lärm gibt. Selbst wenn der Arbeitslärm den geringeren Beitrag gegenüber dem Freizeitverhalten zur Gehörschädigung geleistet hat.

Abgesehen davon fragt man sich, was es mit Spaß und Ausgelassenheit zu tun hat, wenn man in einer Masse von mehreren hunderttausend Menschen eingezwängt ist, die dollsten Körpergerüche aus nächster Nähe erlebt, rumgeschubst wird, der Blick auf den Veranstaltungsinhalt durch den Vordermann versperrt ist, der Veranstaltungsschall auf der häuslichen Infinity Kappa 9 viel besser klingen würde, man am Ende noch mit dem Mageninhalt des Nachbarn benetzt wird und der Weg nach Hause doppelt so lange dauert wie die Veranstaltung.
Das ist doch Streß pur.

Kurt_G Fördermitglied, am 27. Juli 2010 um 10:47 ( Link )

Es gab weder ausgezeichnete Not & Fluchtwege noch Hinweis dafür, noch Lautsprecher die zur Beruhigung hätten eingesetzt werden und sei es nur um Informationen zu streuen, es gab keine Weghinweispfeile wohin und woher es lang zu gehen hat. All das und noch mehr hat Staat nicht gewollt. Die Polizei mag sich freuen denn sie hat das was sie wollte. Den Skandal und die Ansage, dass ohne Polizei solche Events nie wieder durchgeführt und geplant werden. Soll heißen. Das war so gewollt. Man wollte die Panik und hat sie womöglich auch geschürt. Das werden die Ermittlungen noch ergeben oder auch nicht. Hier ermittelt ja wieder der Staat in eigener Sache.

Demnächst: Groß und Kleinevents nur noch nach vorheriger Planung durch Polizei die natürlich Auflagen machen kann - so dass Events jederzeit ganz "legal" - wegen der hohen Sicherheitskosten vernichtet werden können. Will man ein Event nicht - können Auflagen so teuer gemacht werden dass der Event nicht stattfinden kann. Siehe Fussballspiele, Autorennen etc. All das demnächst nicht mehr ohne Polizei. Dreckstaat dieser hier.

Und genau das wollte der Staat.

Dass das mal allen klar wird.

JS, am 27. Juli 2010 um 10:51 ( Link )

Wie wird die Nachwelt die LP beurteilen? Ähnlich verklärt wie das Woodstock-Festival heute gesehen wird? Wie schnell sind vierzig Jahre vergangen....

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 11:00 ( Link )

Kalwies - sind Internetexistenzen wie Sie nicht in der Lage ohne Pöbeleien auszukommen und ohne Versuch, doch nur einmal, ein einziges Mal, nachvollziebare Argumenationen vorzulegen?!

Wer sagt Ihnen, dass bei mir nichts "natürlich" ist? Wer sagt Ihnen, dass bei denen alles "natürlich" zuging? Wer sagt Ihnen überhaupt, dass ich die nicht selten ziemlich gesichtlosen offenen Münder dort - siehe auch hier - http://carnaval2010.org/wp-content/uploads/2009/12/172.jpg - fürchten muss? Ich lache über die, die ich, wenn sie 53 sind, in der Regel locker links liegen lassen kann. Aber darum geht es doch gar nicht, Sie Basstölpel. Hier geht es um Kulturkritik, die sowohl die redundanten Klänge, als auch das exhibitionistische Gehabe, untersuchen und sich fragen, ob die Gesamtgemengelage vielleicht auch etwas mit dem Zustand des Landes zu tun hat?

trendyrandy Fördermitglied, am 27. Juli 2010 um 11:17 ( Link )

Ja, so ist es mit der libertären Speerspitze. Bei jeder Gelegenheit wird auf die MSM eingedroschen - in diesem Falle aber wird frei von der Leber weg je nach gusto SpiegelTV, Focus etc. daher zitiert.

@Frank Martin

Ihre Ansichten von Respekt mal unberührt: Das Gleiche wurde auch schon über Leute gesagt, die an woodstock teilnahmen, zum Schlussverkauf gingen oder Geld gegen Zins ausgeliehen haben. Aber wie wollen Sie das verifizieren? A lá wo haben Sie denn gedient?

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 11:27 ( Link )

"Das Gleiche wurde auch schon über Leute gesagt, die an woodstock teilnahmen"

Zurecht, damit begann es, resp. es war ein erster Höhepunkt. Eine kommerzialisierte Drogenparty mit partiell ekelhaften Äußerungsformen zu einer Musik äußerst unterschiedlicher Qualität. Ein Mythos der Hippieära und wer weiß, was Hippies sind, wird auch den einen oder anderen Widerspruch formulieren können. Schon 1982 (!!!) schrieb ich über diese Gestalten "Es sind die gleichen Typen, die stinkende Räucherstäbchen schwingend, im bekifften Kopp „Was wollen wir trinken“ von den Bots, resp. Dieter Dehm gröhlen."

trendyrandy Fördermitglied, am 27. Juli 2010 um 11:38 ( Link )

@Tanja Krienen

Und vor allen Dingen gibt es einen Haufen Neider - Neid muss nicht grundsätzlich mit materiellen Dingen zu tun haben. Das kann unter hedonistischen Gesichtspunkten durchaus der Neid auf Spass sein.

Und damit Sie weiterhin etwas zu pöbeln haben; hier noch ein Text eines in die Jahre gekommenen "Rammstein" Titels:

Bin ich schöner
Zerschneid mir das Gesicht
Bin ich stärker
Brich feige mein Genick
Bin ich klüger
Töte mich und iss mein Hirn
.......

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 11:55 ( Link )

Neid auf Spass? Aber den kann doch jeder haben! Von morgens bis abends. Man muss nur den Verstand ausschalten.

Wo hätte denn ausgerechnet ich gepöbelt? Ich denke, Sie verwechseln da etwas? Vor allem aber Polemik mit Frontalbeleidigungen.

Ein ekelhafter Text zu ekelhafter Musik, den sie da zitieren, weil er Beispiele sucht, die er NUR FÜR SIE gefunden hat, auf dass Sie sich an diesen Pseudoweisheiten delektieren!

Kurt_G Fördermitglied, am 27. Juli 2010 um 11:56 ( Link )

nichts geht über Rammstein ... Wo sie recht singen haben sie recht.

trendyrandy Fördermitglied, am 27. Juli 2010 um 12:02 ( Link )

Danke, Beweisaufnahme beendet!

Frank Martin, am 27. Juli 2010 um 12:09 ( Link )

@trendyrandy

Ihre Ansichten von Respekt mal unberührt: Das Gleiche wurde auch schon über Leute gesagt, die an woodstock teilnahmen, zum Schlussverkauf gingen oder Geld gegen Zins ausgeliehen haben. Aber wie wollen Sie das verifizieren? A lá wo haben Sie denn gedient?

Es ist durchaus möglich, die Lemminge zu erkennen.
Freilich kann man sich nicht immer sicher sein.
Bisher hatte ich aber kein Problem, mich von solchen Massenaufläufen fernzuhalten.

Selbst in der NVA gab es Möglichkeiten, im Ernstfall das richtige zu tun. Ob man das aber erkennt, wenn man gewohnt ist, zuerst nach dem Spaßfaktor zu fragen, ist sicher zu bezweifeln.

Die aus Verantwortung resultierende Freiheit bekommt man nicht geschenkt. Sie würde mir fehlen, ließe ich sie in Menschenmassen untergehen.

Minarchist, am 27. Juli 2010 um 12:53 ( Link )

@ Tanja Krienen:

Welche Musik hören Sie denn so?

Magnus Goeller, am 27. Juli 2010 um 13:09 ( Link )

Nach dem, was ich gerade wieder gelesen habe, frage ich mich auch in diesem Forum wiederum vor allem eines: Wie kann ein unter Decknamen Schreibender sich erfrechen, jemanden, der stets selbst durchaus den Anstand wahrt, unter Klarnamen auftritt, auf das Übelste anzupöbeln und zu beleidigen trachten?

Mir ist das hier jetzt noch nicht selbst passiert, aber ich spreche aus Erfahrung, rechne jederzeit damit.

So ein Verhalten ist ehrlos, um das Mindeste zu sagen.

Zudem niederträchtig und feige, wenn nicht womöglich gar noch dafür bezahlt.

Auch das gibt es: aber meist sind es Leute, die sich offen nichts trauen und lediglich neidgeplagt ihre niederen Instinkte ausleben.

Also schändlich wie ekelhaft.

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 13:16 ( Link )

Rock´n roll der 50er, Popmusik der 60er und 70er (bis 1975), alte Schlager von 1920 bis 1970, Liedermacher, Kabarett der 20er und 30er Jahre, Country, alten Jazz, Hollywood Songs von 1920 bis 1960 und Artverwandtes, etwas NDW und ausgesuchten Punk, US-Volksmusik.

Magnus Goeller, am 27. Juli 2010 um 13:21 ( Link )

@ Tanja Krienen

Ich alter Schwabenseckel höre sogar mal noch Bach.

Crisis Maven, am 27. Juli 2010 um 13:56 ( Link )

Alles waere zu vermeiden, wenn naechstes Jahr die Loveparade vom DFB veranstaltet wuerde.

Minarchist, am 27. Juli 2010 um 14:54 ( Link )

@ Tanja Krienen:

Erstaunlich, daß jemand mit so breiten musikalischen Interessen und Neigungen nicht (auch) Gefallen an elektronischer Musik finden kann. Ich füchte, Ihnen entgeht da etwas. Lassen Sie sich doch mal darauf ein. Die elektronische Musik bietet eine enorme Bandbreite und es gibt sehr wohl gefühlvollen und auch durchaus melodiösen Techno. Auch existiert als Spielart der elektronischen Musik "House" - mit Gesang.

Magnus Goeller, am 27. Juli 2010 um 14:54 ( Link )

@ Crisis Maven

Ich finde, der DFB ist zu vorbelastet dafür.

Fußball wurde schon in den Dreißiger Jahren gespielt.

Schirmherr sollte der Bundespäsident sein, die Kuratoriumsvorsitzende Frau Claudia Roth.

Sodann organisiert die Heilsarmee die Getränkeausgabe, Bushido macht mit seinen Mannen die Drogenkontrolle, die Polizei bekommt einen Tag frei, es werden von privat bezahlten Ordnern nur alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern eingelassen, Burka ist dabei Pflicht, und die Bundeskanzlerin eröffnet die Veranstaltung mit den folgenden Worten: "Liebe RaverInnen, ich freue mich, dass Sie in so großer, noch lebender Anzahl gekommen sind. Der Bundesgesundheitsminister hat mir persönlich versichert, dass genügend Krankenwagen bereitstehen; 250 Seelsorger stehen ebenfalls rundum bereit; Sie können in die zahllosen, durch Spenden finanzierten Toiletten urinieren und vomitieren; als Fluchtweg dient Ihnen allemal der Himmel; die Love Parade 2011 ist hiermit eröffnet."

Magnus Goeller, am 27. Juli 2010 um 15:12 ( Link )

@ Kalwies

Wie heißen Sie mit bürgerlichem Namen?

Es sollte auch Ihr Aussehen, vergangen wie heute, jeder ermitteln können.

Natürlich nur der sich dafür auch interessiert.

// Ist nicht mehr nötig, Kalwies und einige andere werden gelöscht wegen mangelnder Kinderstube (persönliche Beleidigungen von Autoren und aus der Anonymität erfolgte schwere persönliche Beleidigungen von Mitdiskutanten mit offenem Klarnamen.) Die Red. //

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 15:40 ( Link )

Kalwies - zeigen Sie sich doch mal, los! Dann sehen wir weiter!

"Erstaunlich, daß jemand mit so breiten musikalischen Interessen und Neigungen nicht (auch) Gefallen an elektronischer Musik finden kann. Ich füchte, Ihnen entgeht da etwas. Lassen Sie sich doch mal darauf ein."

Hm, aber auch die Beatles setzten schon die E-Gitarren ein, nicht wahr? Aber Sie meinen wahrscheinlich die rein künstlich erzeugten Töne, die dann in der Regel einen ewig gleichen, resp. wenig variierenden Ton produzieren.

Nun, es ist nicht so, dass ich das nicht an geeigneten Stellen (Großraumdisco), ab und an bis 2003 hörte und in der Tat gibt es Stücke, denen eine gewisse interssante Komposition zugrunde liegt. Mit den entsprechenden Lautstärken und wummernden Bässen, ergibt sich so eine Wirkung, die schon einmal etwas hergeben kann. Doch das betrifft eher den House - Bereich. Dennoch stellt diese "Musik" doch eher eine Notveranstaltung dar, die man wahrnimmt, weil nichts anderes angeboten wird.

Auch hörte ich in den 80er Jahren ein wenig Breakdance (sah ihn auch z.B. in New York auf den Straßen), freundete mich besonders mit experimentellen Produktionen des leider jüngst verstorbenen, recht genialen Malcolm McLaren an und kaufte auch ein paar Scheiben in den 90er Jahren, die zu Hits wurden (B.B.E - "Seven days one week" oder auch Marusha). Und, obwohl ich die Vorläufer der Szene wie Kraftwerk und Co echt hasste, fand ich die Schnittmengen zwischen der NDW und den Experimentellen zunächst interessant. Die "Deutsch-Amerikanische Freundschaft" kurz DAF, kann in Deutschland wohl als erste Band bezeichnet werden, die sich auf diesem Gebiet bereits 1979 hervortat. Es folgten dann solche Stücke wie "Tanz den Mussolini", deren Sound gut war, deren Sinn nicht klar ersichtlich wurde, deren Wirkung jedoch schon eine sprengende und hochgradig unkorrekte beinhaltete. Aber diese Stücke hatten immerhin einen Text - und dies ist nur ein wesentlicher Unterschied zu dem, was dann folgte.

Die reine Technomusik trägt nicht wirklich, besonders nicht den Alltag. Privat, zu Hause, fällt sie aus. Wenn die Rückkoppelung zu konkreten Vorgängen versiegt, bleibt eh nicht viel. Die Musik, die bei mir nur einen äußerst kleinen Raum einnahm, fällt unter dem Strich in die Kategorie D, die ich die vorletzte nenne. Darunter liegt nicht mehr viel.

Aber, schauen Sie, es geht doch hier um etwas anderes. Ich bin z.B. Fußballfan, aber ich blicke auf diese künstlich veranstalteten Events mit einem verachtenden Blick, weil auch sie nur Ersatz für das Eigentlich sind. Diese Massenveranstaltungen haben etwas Irrationales an sich und keinem Menschen ist deshalb eine Teilnahme zu empfehlen. Hinzu kommt die Drogenproblematik. In jedem Fußballstadion werden vor dem Eingang die Taschen kontrolliert, leider, denn früher brauchte man dies nicht, bis bestimmte Gruppen Verhaltensweisen etablierten, die diese Kontrollen nötig machten. Soweit.

Sphairon, am 27. Juli 2010 um 15:45 ( Link )

@LeftLibertarian:

AIDS ist die Strafe für die Homos, Erdbeben (Haiti) die für die Heiden und Zerquetschtwerden die für die Barbusigen: So hab ich mir Libertarianism immer vorgestellt!

Nehmen Sie's gelassen. Die Paläo-Allianz in den USA wurde Mitte der 90er aufgelöst. Seit Rockwell, Paul und Freunde nicht mehr versuchen, sich durch Bedienung konservativer Klischees ins rechte Milieu einzukaufen, zieht die Idee der Freiheit auch Interessierte außerhalb des klerikal-reaktionären Dunstkreises an. Und wie Ihr Name suggeriert, sind Sie ohnehin mit den alternativen Freiheits- und Marktkonzepten von Carson et al vertraut, die seitdem entstanden sind.

Insofern: Auch wenn die Achse Lichtschlag-Stein-Herman derzeit die Idee der Freiheit in ein zweifelhaftes Milieu zieht, ist nicht alle Hoffnung verloren. Schließlich konnte sich der Libertarismus auch nach den Ron Paul Survival Reports noch einmal neu etablieren.

Minarchist, am 27. Juli 2010 um 16:14 ( Link )

@ Tanja Krienen:

"Aber Sie meinen wahrscheinlich die rein künstlich erzeugten Töne, die dann in der Regel einen ewig gleichen, resp. wenig variierenden Ton produzieren."

Eigentlich ist das Gegenteil richtig, auch wenn Sie es aus Ihrer subjektiven (vorurteils- bzw. abneigungsgetriebenen) Perspektive umgekehrt wahrnehmen mögen. Kein anderes Tonerzeugungsinstrument kann nämlich MEHR Töne erzeugen als ein Synthesizer.

"Nun, es ist nicht so, dass ich das nicht an geeigneten Stellen (Großraumdisco), ab und an bis 2003 hörte und in der Tat gibt es Stücke, denen eine gewisse interssante Komposition zugrunde liegt."

Der "wahre", echte Techno läuft sicherlich nicht in Großraumdiscos. Das ist ja das große Mißverständnis: daß Großraumdissen "Techno" spielten. Dort wird i.d.R. nur ein tatsächlich billig-peinlicher Abklatsch des Genres gespielt. Der echte, gute Techno hingegen läuft in einschlägigen Szeneclubs. Das, was Sie in den Großraumdissen erlebten, ist keineswegs repräsentativ für den Techno, sondern ganz im Gegenteil. Es ist eine miserable Karikatur dieser Musik.

"und kaufte auch ein paar Scheiben in den 90er Jahren, die zu Hits wurden (B.B.E - "Seven days one week" oder auch Marusha)."

Die genannten Beispiele, insbesondere Marusha, gelten in der Techno-Szene als ultrapeinlich. Man lacht darüber.

"Die reine Technomusik trägt nicht wirklich, besonders nicht den Alltag. Privat, zu Hause, fällt sie aus."

Deshalb kann man dort ja dann auf House zurückgreifen ...

"Aber, schauen Sie, es geht doch hier um etwas anderes. Ich bin z.B. Fußballfan, aber ich blicke auf diese künstlich veranstalteten Events mit einem verachtenden Blick, weil auch sie nur Ersatz für das Eigentlich sind. Diese Massenveranstaltungen haben etwas Irrationales an sich und keinem Menschen ist deshalb eine Teilnahme zu empfehlen."

Ja, diese Affekte kann ich nachvollziehen und auch ich hasse Massen(aufläufe). Daher interessierte mich die Loveparade auch schon seit zig Jahren nicht mehr. Aber durch diesen verständlichen elitären Affekt gegen den tumben Feierpöbel sollte man sich dann nicht zu Pauschalurteilen gegenüber der Musik hinreißen lassen, auch weil dies letztlch eine Respektlosigkeit gegenüber den (guten) Künstlern und Produzenten bedeutet. Nur weil Fußball ein Proletensport ist und Proleten anzieht, muß das Spiel an sich ja nicht uninteressant sein. So ist es auch mit der elektronischen Musik.

Magnus Goeller, am 27. Juli 2010 um 16:27 ( Link )

@ Tanja Krienen

Die ef-Redaktion hat offensichtlich Maß und Verstand und daher die Herabsetzung Deiner Person geahndet, wie es anlag.

Ich freue mich darüber für Dich wie für diese Publikation.

Richtungsweisend.

(Der Zufall will es - oder war's ein morphisches Feld? - , dass ich grade darüber schrieb...)

Grüße und bis bald

Magnus

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 16:38 ( Link )

Ja, ich danke auch. Gut wäre es, man würde zu dem Prinzip des Schreibens unter realem Namen zurückkehren, so, wie es in der Regeln steht, wenn man sich hier anmeldet.

Magnus Goeller, am 27. Juli 2010 um 16:45 ( Link )

Noch zu Eva Herman.

Ich habe vorhin bei Kopp ihren neuen Artikel zu der Katastrophe gelesen.

Sie tritt leise auf, wie ich finde, und auch als "Ungläubiger" kann ich sie, so wie es dort kommt, nicht dafür rügen, dass sie ihren christlichen Glauben erwähnt.

Diese Frau hat "unglaublich" viel einstecken müssen, meinen grundsätzlichen Respekt.

Wenn sie dann - auch aus meiner Sicht, s.o. - mal einen Fehler macht, dann ist dieser, gemessen an den ganzen Schwätzern und Schmierfinken, die versucht haben und versuchen, sie fertigzumachen, jedenfalls wenigstens verzeihlich.

Ich bin froh, dass es diese mutige Frau gibt.

Und ich meine, dass Herr Lichtschlag gut daran tut, seine Unterstützung für Frau Herman öffentlich durchzuhalten.

Sie ist nämlich nicht gegen Freiheit, irgendwie verbiestert, wendet sich lediglich gegen Verantwortungslosigkeit und allgemeine Dekadenz und Verwahrlosung.

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 16:58 ( Link )

Minarchist, ich habe auch nicht den Anspruch eine extrem gute Kennerin des House und des Techno zu sein, es hat mich nicht so sehr interessiert. Mag sein, dass Ihre Karte mit der elitären Clubszene hier sticht, aber sie reicht trotzdem nicht aus, um wirklich bei den Qualitätsvergleichen zu anderen Musikrichtungen zu triumphieren. Auch die "bessere" Technomusik wurde sicher in den Großraumdiscos gespielt und vielleicht war sie es, die ich wahrnahm, als ich oben von Stücken sprach denen "eine gewisse interessante Komposition" zugrunde liegt. Aber insgesamt habe ich die Richtung immer unter "ferner liefen" abgehakt.

Auch könnte ich diese Erscheinung, wie auch x andere, locker und unemotionell betrachten, wenn sie nicht diesen hohen Stellenwert erhalten hätte. Es ist so wie mit den Dokusoaps im Fernsehen oder den Migrantenstadl - Wettbewerben, die Herr Bohlen fabriziert. Würde das alles von einer kleinen und nichtssagenden Gruppe gesehen, bekäme dies seinen Platz nachts um 0.15 bis 2.00 Uhr, und würden diese Grotesken es nicht an die höchste Stelle ins Feuilleton schaffen (wo sie oft dummerweise auch noch gut besprochen werden) - dann wäre mir das alles komplett egal. Dass aber derartige Formate, wie auch Musik, die keine wirklich ist, sondern maximal ein Adrenalin erzeugenden Rhythmus - dies ist MEIN Problem. Die Penetration durch den Lärm, das Nichts der Inhalte und die Stärke der Propaganda sind es, die mich nicht kalt lassen.

Und noch ein letzter Satz zum Spaß: Schauen Sie in die Gesichter, Spaß sieht anders aus. Es ist eher so, wie es Guy Debord 1967(!) in der "Gesellschaft des Spektakels" beschrieb: "Das Spektakel ist die technische Verwirklichung der Verbannung der menschlichen Kräfte in ein Jenseits; die völlige Entzweiung im Inneren des Menschen… Das Spektakel will es zu nichts anderem bringen, als zu sich selbst….Das Spektakel zwingt die lebendigen Menschen unter sein Joch…. Das Spektakel…ist das Gegenteil des Dialogs. Überall, wo es unabhängige Vorstellungen gibt, baut sich das Spektakel wieder auf…Das Spektakel stellt sich als ungeheure, unbestreitbare Kraft dar. Es sagt nichts mehr als das: >Was erscheint, das ist gut; was gut ist, das erscheint.< Die durch das Spektakel prinzipiell geforderte Haltung ist die passive Hinnahme, die es schon durch seine Art, unwiderlegbar zu erscheinen, durch sein Monopol des Scheins faktisch erwirkt hat… Der zutiefst tautologische Charakter des Spektakels geht aus der bloßen Tatsache hervor, dass seine Mittel zugleich sein Zweck sind. Es ist die Sonne, die in dem Reich der modernen Passivität nie untergeht. Es bedeckt die ganze Oberfläche der Welt und badet endlos in seinem eigenen Ruhm.

Der Erfolg des wirtschaftlichen Systems der Trennung ist die Proletarisierung der Welt…Das auf die Vereinzelung gegründete Wirtschaftssystem ist eine zirkuläre Produktion der Vereinzelung. Die Vereinzelung begründet die Technik, und der technische Prozess vereinzelt wiederum. Alle durch das spektakuläre System ausgewählten Güter, vom Auto bis zum Fernsehen, sind auch seine Waffen, um beständig die Vereinzelungsbedingungen der >einsamen Menschen< zu verstärken. Das Spektakel findet immer konkreter seine eigenen Voraussetzungen wieder…Hinter den spektakulären Gegensätzen verbirgt sich die Einheit des Elends…ein von Trostlosigkeit und Grauen umgebenes Bild glücklicher Vereinigung im stillen Zentrum des Unglücks.

Kalwies, am 27. Juli 2010 um 17:26 ( Link )

Nur so zur Info, ich schreibe unter Klarnamen.

// Das haben wir gerade auch gesehen, weshalb nur Ihre letzten Beiträge gelöscht wurden, nicht aber Ihr Zugang und alle Beiträge. Wir möchten nochmal daran erinnern, in Zukunft BITTE persönliche Beleidigungen zu unterlassen. Die red. //

A. Lehmann, am 27. Juli 2010 um 17:28 ( Link )

Der Grund für die Tragödie ist in der schlechten Organisation, dem politischen und ökonomischen Druck auf die Polizei ("etwas tun für Duisburg...), und dem enthemmten Verhalten der Teilnehmer zu sehen. Herr Lichtschlag hat mit letzterem sicherlich nicht Unrecht. Ich lese aus seinem Beitrag auch nicht heraus das alles einseitig die Schuld der zugedröhnten Teilnehmer gewesen sein soll. Das sentimentale "Mitfühlen" in der deutschen Ver-Öffentlichkeit erinnert ein bisschen an den Selbstmord Robert Enkes. Es ist etwas bösartiges und niederträchtiges, etwas übel riechendes an diesem Heulen und Zähneklappern.

Ganz klar natürlich das sich die Linken im libertären Spektrum durch die Einbeziehung des letzteren Aspektes provoziert fühlen. Ich bin auch durchaus dem Leben zugeneigt, fühle mich aber durch so eine Aussage trotzdem nicht provoziert. Woran liegt das?

Davila schreibt dazu treffend:
"Die Katholiken haben selbst die sympathische Fähigkeit verloren, zu sündigen, ohne zu argumentieren, dass die Sünde nicht existiert."

Das ist der Stachel im Fleisch, noch mehr im Fleisch der Nichtkatholiken, die Erinnerung an die eigene Lasterhaftigkeit, an das Fehlen von lebensbejahenden, potenten, konkurrenzfähigen Maßstäben. Es sei daran erinnert das an der Dekadenz noch jede Gesellschaft zugrunde gegangen ist.

Was die Debatte zur Musik angeht:
Es gibt tatsächlich gute elektronische Musik. Da stimme ich Herrn Goellner zu. Im Umfeld der Sezession gab es mal eine interessante Debatte ob man nicht sogar Teile der elektronischen Musik als gewissermaßen "rechts" einordnen könnte. Sie ist in vielen Teilen hart, unsentimental, also beinahe anti-utopisch (selbstverständlich aber leider auch oft arg geistlos), auch irgendwie ekstatisch. Sympathisch am größten Teil der elektronischen Musik ist auf jeden Fall der Mangel an hirnlosem Text!

ABER gleichzeitig gibt es in der musikalischen Entwicklung der letzten hundert Jahre sicherlich eine stetige Abwärtsentwicklung, wenige Hochs, viele Tiefs. Und damit einhergehend die Inhalte der Musikclips, die Zerstörung der Tanzkultur. Wenn man alleine bedenkt wieviele Herzen durch die Texte im Rap verroht sein worden müssen...

Eva Herman ist in der deutschen Medienwelt eine herausragende, mutige Person. Sie schwingt gerne mit dem moralischen Zeigefinger? Das kann man von links-libertär-liberaler Seite gerne dann wieder kritisieren, wenn auf 1 konservative Stimme nicht mehr 1000 nihilistische Stimmen kommen. Würde man bei den Verächtlichmachern von Herman nicht von den kosmopolitischen, vorurteilsfreien Fortschrittsjüngern sprechen, könnte man sie fast als kleingeistig bezeichnen. Aber Gott bewahre...

Fraggel, am 27. Juli 2010 um 17:41 ( Link )

Ja, ich danke auch. Gut wäre es, man würde zu dem Prinzip des Schreibens unter realem Namen zurückkehren, so, wie es in der Regeln steht, wenn man sich hier anmeldet.

Oh, ich denke das Schreiben in der Anonymität muss nicht unbedingt in Unflätigkeit ausarten.
Wie gern würde ich unter Klarnamen schreiben, ich habe privat kein Problem damit entsprechende Meinungen zu äußern wie ich es hier tue.
Allerdings bin ich beim Broterwerb teilweise auf die Spezies Mensch angewiesen die ich hier verteufele, weil sie an den Drückern bei meinen Auftraggebern sitzt.
Eine Asympathie, die ich mir durch ein all zu offenes Wort in der Öffentlichkeit zuziehen würde hätte direkte existenzielle Folgen.
Wer von mir Satisfaktion fordern möchte möge mich jedoch kurz anmailen :)

Crisis Maven, am 27. Juli 2010 um 17:43 ( Link )

Magnus Goeller: exzellent! "noch lebender Anzahl" - ja, rhetorisch kommt auch gut: "wir gedenken auch derer, denen mitzuwirken versagt war".

Tanja Krienen, am 27. Juli 2010 um 18:43 ( Link )

"Nur so zur Info, ich schreibe unter Klarnamen."

Hätte Sie gleich gesagt, dass Sie aus St. Georg kommen, hätte sich niemand echauffiert, weil - - -

Martin Meyer, am 27. Juli 2010 um 18:55 ( Link )

Merkwürdig. Irgendwie kommt's mir so vor, als sei die Zahl der Kommentare seit meinem letzten Besuch dramatisch gesunken. Finde ich selbst im Fall typischer Internet-Pöbelei seltsam bei einer Zeitschrift, die sich für Liberalismus und Libertarismus stark machen will.
Darüber hinaus schienen die meisten Beiträge von Herrn Kalwies gar keine Unflätigkeiten, sondern Links zu irgendwelchen Youtube-Videos und Blogeinträgen zu beinhalten.
Natürlich kann ein Liberaler immer sagen: "Na und? Ist mein Blog, hier gilt was ich klicke". Aber wenn sich der gleiche dann kontinuierlich über "Zensur in den Mainstream-Medien" auslässt, seh ich irgendwie keine Konsistenz mehr in seiner Argumentation.

Kalwies, am 27. Juli 2010 um 19:38 ( Link )

Auch ich wundere mich über das Vorgehen sehr.

In den Kommentarspalten der Mainstreammedien, wie SPIEGEL ONLINE oder der Zeit, werden unpassende Kommentare bzw. einzelne unpassende Wörter einzeln gelöscht und der Verfasser höflich darauf hingewiesen, doch bitte der Netiquette zu entsprechen.

So dass man die Möglichkeit hat, sich zu erklären, die nicht zu beanstandenden Kommentare erhalten bleiben und insgesamt die Diskussion nicht zerstört wird.

Auf ef hat man sich offensichtlich für ein anderes Vorgehen entschlossen und löscht einfach alles.

Ob das ein liberaler Ansatz ist?

Magnus Goeller, am 27. Juli 2010 um 20:15 ( Link )

@ Kalwies

Dass Sie Kalwies heißen, war mir nicht klar, es sah nach einem Nick aus, ich bitte dahingehend um Verständnis.

Das Vorgehen der ef-Redaktion will ich jetzt nicht weiter kommentieren.

Mit SPIEGEL ONLINE habe ich keine Erfahrung, aber was ich bei einem Ausflug auf die Netzseite der ZEIT erlebt habe, war sofort derartig untragbar, dass ich nur deshalb nichts mehr dazu sage, weil ich es nicht mehr beweisen kann und keine Lust auf die Segnungen deren mir finanziell überlegenen Rechtsabteilung habe.

Selbst Hardcore-Linke habe ich bei freitag.de schon eifrig über deren Gebaren abkottern sehen.

Der Laden ist der absolute Bodensatz.

Kein Wunder, mit dem notorischen Bilderberger Joffe als Chef.

Ich sehe aber durchaus Ansätze, dass die Dinge hier anders laufen können.

Cosmopolit, am 27. Juli 2010 um 23:06 ( Link )


Die elektronische Musik bietet eine enorme Bandbreite und es gibt sehr wohl gefühlvollen und auch durchaus

Stimmt.Nur um mal eine Vorstellung zuverschaffen:
(Bitte nur mit vernünftigen Kopfhörern/Lautsprechern anhören.)

Reaggy/Dub

Drum and Bass
(commonly referred to as "Dram`n´Bäis)

House

Hard-House

Elektro Lore
(Dt.Schlager+Elektro). Eher ein Randprodukt ;)

Lässt sich wohl kaum alles in eine Schublade packen.

Freiheit darf manchmal durchaus auch Sinnfreiheit bedeuten. Neben der ganzen Logik gibt es auch noch die Emotion.

Martin Meyer, am 28. Juli 2010 um 0:36 ( Link )

@Cosmopolit

Neben der ganzen Logik gibt es auch noch die Emotion.

Aber ich dachte wir sind die Roboter :D.

JS, am 28. Juli 2010 um 8:15 ( Link )

und der Umstand, dass solche Dinge Love Parade
Homo Umzüge
etc.
nicht mehr tabuisiert werden

Natürlich sind sie tabuisiert. Sie sind absolut unantastbar. Keine Zeitung der Systempresse erlaubt sich LP oder CSD zu kritisieren. Wer das versucht, wird zum Abschuß freigegeben. Das geht soweit, dass solche Veranstaltungen mit dem entsprechenden Motto (LP, CSD, Multikulti, Klima, Gegen Rechts, Love, bunt etc.) immer als voller Erfolg gefeiert werden, so grottenschlecht Organisation, Bands und Stimmung in Wahrheit auch sind. So nannte die Rheinpfalz vor 3 Jahren in ihrer Kulturbeilage die CSD in Mannheim einen "bunten Spaß für die ganze Familie". Zwei Jahre später war im Vorfeld die Rede davon, sie mangels Interesse der letzten Jahre ausfallen zu lassen. Mal abgesehen davon, dass es schon als fragwürdig bezeichnet werden kann, nur mit Kondomen bekleidete Männer als bunter Spaß für die ganze Familie zu bezeichnen. Insofern stimme ich Herrn Lichtschlags Kritik zu, dass die Staatsreligion der Political Correctness ihre Heiligen hat, hier die Raver.

JS, am 28. Juli 2010 um 8:22 ( Link )

Hier ein Teilnehmer der Münchner CSD von 1923.

Tanja Krienen, am 28. Juli 2010 um 12:11 ( Link )

Dr. Miseré + Hr. Meyer: Und Sie sind sicher, dass Sie auch wirklich wissen, worüber Sie sich jetzt echauffieren? Sie schreiben "Darüber hinaus schienen die meisten Beiträge" - eben, es scheint nur so. Herr Kalwies, ich hätte ja gern mit Ihnen mal die Ursachen besprochen, aber Ihr Telefon scheint nicht zu funktionieren.

andreas tietz, am 28. Juli 2010 um 13:29 ( Link )

@ Cosmopolit: so right!
...i just wanna know, how ist comes, that so many people don't like that kind of music!!!
so i ask: What's wrong with them???
(James Mason [the experience] on BBC Radio)

@Olaf Janowsky

dennoch musste ich mich beim kompletten(!) durchlesen beölen:

uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp

Herrlich!
damit hat der Gute sicherlich nur den miserblen Tekkno nachäffen wollen...!

in meinen Augen gibt es NUR gut gemachte und schlecht gemachte Musik quer durch alle Genres...
A.T. 45, Berlin, offen für alles.

Gerd Friederich, am 28. Juli 2010 um 14:34 ( Link )

Wobei beim Begriff "elektronische Musik", erstmal Namen wie Tangerine Dream, Klaus Schulze, J.-M. Jarre, Yello, Software, Kraftwerk, Schmoelling, Trentemoller etc. fallen sollten :).

http://www.youtube.com/watch?v=ioB4cNTFHbc

Martin Meyer, am 28. Juli 2010 um 16:16 ( Link )

Und Sie sind sicher, dass Sie auch wirklich wissen, worüber Sie sich jetzt echauffieren?

Eigentlich habe ich mich nicht "echauffiert". Ich habe festgestellt, dass sich jemand argumentativ ins Knie schießt, wenn er allgegenwärtige Zensur beklagt und selber kommentarlos rumlöscht.


Sie schreiben "Darüber hinaus schienen die meisten Beiträge" - eben, es scheint nur so.

Nehmen wir mal an, der Anschein habe tatsächlich getrügt und alles war mit versteckten Spitzen gegen Sie gespickt. Na und? Ist das ein Grund zu Mama Moderator zu laufen und zu sagen "der Mann hat böse Dinge über mich gesagt, bitte maßregele ihn"? Wie soll das denn von einer liberalen oder gar libertären Einstellung zeugen?
Selbst wenn die Löschung allein von Seiten der Redaktion geschehen ist, sollte ein Liberaler sich nicht darüber freuen, sondern sagen "war eigentlich nicht nötig. Der Typ hat zwar unrecht, soll aber doch erzählen, was er will".
Wenn Leute unverschämt werden, wie Herr Kalwies mit seiner Äußerung zu Ihrer Motivation und Ihrem Erscheinungsbild, spricht das schon für sich selbst.
Ein bisschen Polemik gehört zur Diskussion, aber ich persönlich habe nie verstanden, warum Leute ab einem bestimmten Punkt mit "du bist doch doof / hässlich / hast kein Leben / bist schlimmer als Hitler" anfangen. Das ist einfach nur Harakiri im Disput.

Herr Kalwies, ich hätte ja gern mit Ihnen mal die Ursachen besprochen, aber Ihr Telefon scheint nicht zu funktionieren.

Wundert mich zwar, dass Sie seine Telefonnummer haben, wenn Sie sich übers Internet ankeifen, aber das scheint mir die weit vernünftigere Lösung zu sein.
Ansonsten würde ich da nicht so viel drauf geben. Beleidigungen sind ärgerlich, aber den Schaden hat selten der Angegriffene. Von der daher verstehe ich den ständigen Drang zur Löschung nicht.

Tanja Krienen, am 28. Juli 2010 um 16:25 ( Link )

Ich bin nicht "liberal", wenn das, was Sie vertreten "liberal" sein soll. Ich beharre auf die Durchsetzung und Wertigkeit des Bürgerlichen Gesetzbuches, das nicht dadurch ausgesetzt wird, in dem ich meine "liberale Befindlichkeit" deklariere. Dazu gehören auch zwei. Sie können ihre Toleranz ja gern in ihrem Lebensbereich ausleben. Meine Erfahrungen gehen allerdings dahin, dass die meisten Menschen, die anderen empfehlen viel zu schlucken, schon bei Nichtigkeiten außer Rand und Band geraten. Wenn Sie z.B. wortreich beleidigende Löschungen beklagen, aber zunächst nichts zu den Beleidigungen selbst sagen, spricht das für sich.

Die Telefonnummer besorgte ich mir erst später. Inzwischen haben wir auch eine Stunde miteinander geredet, gestritten, aber auch zugehört und so ist die Angelegenheit erledigt. Ich bin z.B. kein nachtragender Mensch und bin immer zu einem Tabula rasa bereit.

Martin Meyer, am 28. Juli 2010 um 16:51 ( Link )

Ich bin nicht "liberal", wenn das, was Sie vertreten "liberal" sein soll. Ich beharre auf die Durchsetzung und Wertigkeit des Bürgerlichen Gesetzbuches

Hm, Sie sind konservativ? Das verwirrt mich tatsächlich etwas. Wenn ja, begreife ich nicht, wo Ihre Interessens-Schnittstellen mit einem Magazin liegen, dass sich selbst als "libertäre Gegenwehr" beschreibt. Im Libertarismus gehört der Mensch sich allein. Für allgemeingültige sittliche Normen ist da kein Platz - per Definition, denn unterläge er diesen kollektiven Regeln (oder würde sich aus Notwendigkeit fügen), dann wäre der erste Zustand wiederum aufgehoben.
Es ergibt auch relativ wenig Sinn, sich aus staatlicher Bevormundung zu befreien, um sich dann in eine gesellschaftliche zu begeben. Wie vereinbaren Sie diese Dinge? Oder haben Sie tatsächlich gar keinen Bezug zu Liberalismus oder Libertarismus?

Meine Erfahrungen gehen allerdings dahin, dass die meisten Menschen, die anderen empfehlen viel zu schlucken, schon bei Nichtigkeiten außer Rand und Band geraten.

Tja, da habe ich andere Erfahrungen. Aber jeder reagiert mal nicht so, wie man es sich vornimmt. Da kann man aber wohl kaum pauschal Allgemeingültiges von ableiten, außer dass es das Wort "Entschuldigung" nicht umsonst gibt.

Die Telefonnummer besorgte ich mir erst später. Inzwischen haben wir auch eine Stunde miteinander geredet, gestritten, aber auch zugehört und so ist die Angelegenheit erledigt.

Finde ich gut. Wären aller gleicher Meinung, bräuchte man gar nicht mehr den Mund aufzumachen.

Tanja Krienen, am 28. Juli 2010 um 16:58 ( Link )

Zwischen liberal und libertär gibt es ja wohl Unterschiede. Im Übrigen diskutieren auch hier Personen völlig anderer Auffassungen. Zuletzt: Sie wissen ja selbst, dass es auch bei der ef Neigungen gibt konservative Einstellungen mit liberalen zu verknüpfen. Ich möchte das jetzt hier aber abschließen und mit Ihnen keinen Streit um Kleinigkeiten austragen.

Martin Meyer, am 28. Juli 2010 um 17:10 ( Link )

Ich möchte das jetzt hier aber abschließen und mit Ihnen keinen Streit um Kleinigkeiten austragen.

Naja, ich will niemanden nötigen. Aber Provokation war auch gar nicht meine Intention. Die von Ihnen genannte Schnittstelle zwischen konservativ und libertär findet sich ja auch bei Herrn Lichtschlag. Darüber sollte es vielleicht mal ein Essay geben, falls nicht schon existent. Denn das ist für Außenstehende (oder zumindest für mich) schwer zu begreifen und nicht so selbsterklärend wie das aus Ihrer Sicht erscheinen mag.

Olaf Janowski, am 28. Juli 2010 um 17:44 ( Link )

dennoch musste ich mich beim kompletten(!) durchlesen beölen:

uffetschicke uffetschicke bumm bumm klack piep zirp

Herrlich!
damit hat der Gute sicherlich nur den miserblen Tekkno nachäffen wollen...!

in meinen Augen gibt es NUR gut gemachte und schlecht gemachte Musik quer durch alle Genres...
A.T. 45, Berlin, offen für alles.

@ Andreas and all:

Der "Gesangs"- und "Musik"-unterricht an deutschewn Schulen Ende 60er / durch die 70er Jahre hat mich nicht verzweifeln lassen.

Ansonsten habe ich die gleiche Einstellung wie Sie: Gute Musik gibt es überall quer durch alle Genres.

Autodidaktisch habe ich mich dann beizeiten aber lieber unabhängig vom "Geschmack" sowohl meiner MusiklehrerInnen als auch meiner Generation gemacht (vorzugsweise Heartland Rock), erst als 12 Jähriger mit einer 6-String Framus (Made in Germany), später Fender Precision Bass und Telecaster Mexico.

Hey good lookin

Tanja Krienen, am 28. Juli 2010 um 18:29 ( Link )

Christof Dr. Miseré - Ich hoffe, das dies mein letzter Beitrag zu diesem Thema sein kann. Sie schreiben: ""aber eine Löschung von Inhalten ist selbstverständlich unabhängig davon, wie diese Inhalte aussehen, nicht akzeptabel." Darf ich Sie daran erinnern, dass auch Sie mit ihrer Anmeldung Regeln akzeptiert haben!? Schauen Sie sich die doch bitte einmal an. Dies alles heißt auch nicht, man dürfe nicht scharf polemisieren, aber jeder sollte doch so schlau sein, dies in indirekter, bzw. umschreibender Form zu tun. Zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass Worte nachhaltiger als Schläge wirken können. Wollen wir wirklich eine Debattenkultur, in der wir uns alle persönlichen oder äußerlichen Fakten um die Ohren schlagen? Glauben Sie, es wäre schön, privateste Zustände lesen zu müssen, die nichts zur Sache beitragen und herabwürdigend sind? Führen wir hier persönliche Kriege oder wollen wir Gedanken und Argumente austauschen?

Magnus Goeller, am 28. Juli 2010 um 18:46 ( Link )

Einige Teilnehmer hier sind der Ansicht, dass man als Liberaler/Libertärer auch eindeutige Beleidigungen gegen eine mitkommentierende Person nicht löschen solle/dürfe.

Das ist aus meiner Sicht eine merkwürdige Vorstellung von Liberalismus/Libertarismus: Ich habe jetzt gerade keine Gelegenheit, Ron Paul anzurufen, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass der z.B. das öffentliche Beleidigen guthieße, als stets zu tolerieren darlegte, denn er hält viel von Persönlichkeitsrechten.

Irgendwann sind wir dann so weit, dass vor lauter Liberalität nicht einmal mehr ein Mindestmaß an menschlichen Umgangsregeln eingefordert werden kann.

Das zerstörte dann zarter besaitete Seelen gnadenlos, schüfe noch mehr Chaos und Dekadenz, wie als ob es uns derzeit gerade daran gebräche.

Was machten wir, bzw. die Redaktion, z.B. dann, wenn hier einer Bilder seines eigenen Geschlechtsteils einstellte, mit der Bildunterschrift "Meiner ist größer" oder "Sowas hast du gar nicht" oder...?

Ich verstehe auch nicht recht, was das sonst inhaltslose, nicht erklärte Einstellen eines jungen Mannes mit Stahlhelm und Hakenkreuz weiter oben sollte.

Ich das "cool"?

Man sollte, gerade im Zusammenhang mit dem Grundthema des Fadens, daran denken, dass Enthemmung und Rücksichtslosikeit als Ursachen für die Tragödie von Duisburg ja mindestens mit in die Erwägungen gezogen werden müssen; und: Wenn schon die Beleidigung statthaft sein soll, wie wär's dann am besten gleich noch mit übler Nachrede und Verleumdung (die folgen als Nahverwandte auf dem Fuße)?

Im übrigen finde ich es beispielhaft, dass Herr Kalwies und Frau Krienen sich als erwachsene Menschen ausgesprochen haben.

Ein Recht auf öffentliche Beleidigung sehe ich gleichwohl nicht.

Darin bin ich ein absolut verstaubter Konservativer, wenn das hier die Diktion sein sollte, die man für solcherlei Illiberale ansetzt.

Magnus Goeller, am 28. Juli 2010 um 19:01 ( Link )

Nachtrag

Ich habe mich auf meiner Seite dem Thema Beleidigung im Netz gerade aktuell gewidmet und schrieb dort auch davon, dass man ja jeden Satz von mir darauf beziehen könne, dass ich ein paar derbe Narben im Gesicht habe - man findet ein Konterfei im Netz - und deswegen einen Hirn- und Sprachschaden, der sich in jedem Satz erkennen lasse.

Ist mir noch nicht passiert, aber es wunderte mich zu keiner Zeit.

Ich bin ein erklärter Gegner jeder Politischen Korrektheit und schreibe mitunter derbe Satiren; die Grenze ist immer wieder schwer zu definieren; man mag auch mal einen Fehler machen.

Wenn man einen solchen (ein-)sieht, dann wird sich gegebenenfalls entschuldigt, gelöscht und (fast) gut.

Tanja Krienen, am 28. Juli 2010 um 19:15 ( Link )

"Why - mein Gott - nicht."

Weil Frauen den nicht haben!

Tanja Krienen, am 28. Juli 2010 um 19:37 ( Link )

Gähn! Sollten Sie noch Zeit für ein Betthupfel haben, dann hupfen Sie doch noch bitte hierhin -
http://www.campodecriptana.de/blog/2007/04/09/726.html
Gute Nacht

Kalwies, am 29. Juli 2010 um 0:34 ( Link )

Wundert mich zwar, dass Sie seine Telefonnummer haben, wenn Sie sich übers Internet ankeifen, aber das scheint mir die weit vernünftigere Lösung zu sein.

Wie bereits gesagt, schreibe ich unter Klarnamen und jeder, der 0,28 Sekunden Zeit hat, kann mich im Telefonbuch und über die üblichen Stellen finden.
Ich kämpfe immer nur mit offenem Visier.

Als ich sah, dass Frau Krienen angerufen hatte, rief ich sie gleich zurück und wie sie ganz richtig schreibt, haben wir eine gute Stunde lang geredet, gestritten und zugehört.
Es war zwar sehr hart in der Sache, aber moderat im Ton. Dabei sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass wir uns niemals werden einigen können. Ich bin libertär und Frau Krienen ist es nicht (und ef leider immer weniger). Wir werden uns beispielsweise niemals dahingehend einigen können, dass auch Homosexuelle zur Kindesaufzucht fähig sind, oder dass auch Randgruppen das Recht haben, ihre Kultur öffentlich zu leben. Genauso wie ich jeden Samstag das Wort zum Sonntag ertragen muss, muss Frau Krienen einmal im Jahr einen Bericht von der Loveparade bei Spiegel TV ertragen. Aber wie gesagt, gehen unsere philosophischen Überzeugungen an diesen Stellen diametral auseinander.
Jedoch war das Gespräch mit Frau Krienen eines ganz sicher nicht: langweilig. Und es ist ja an sich auch ganz schön, wenn man seine Argumente einmal mehr im philosophischen Streite prüfen kann. Besonders wenn die andere Seite ein fairer Gegner ist.
Auf jeden Fall sind Frau Krienen und ich soweit im Reinen.

Wenn Leute unverschämt werden, wie Herr Kalwies mit seiner Äußerung zu Ihrer Motivation und Ihrem Erscheinungsbild, spricht das schon für sich selbst.

Frau Krienen behauptete, dass sie die Damen auf dem Bild wenn diese 53 wären, "locker links liegen lassen" könnte, was eine unverschämte und beliegende Äußerung gegenüber zwei überaus nett anzusehenden jungen Damen ist, deren Bekanntschaft sicherlich die reine Freude wäre. Deren Ehre galt es zu verteidigen.

Insofern habe ich Frau Krienen nur sanft ein wenig zur Bescheidenheit gemahnt. Solange sie keine Kristallkugel besitzt, welche zuverlässig die Welt in 33 Jahren vorhersagen kann, ist diese sicherlich angebracht.
Im Übrigen schloss Frau Krienen mit: "Sie Basstölpel", was meiner Replik zur entsprechenden Würze verholfen hat.

Zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass Worte nachhaltiger als Schläge wirken können. Wollen wir wirklich eine Debattenkultur, in der wir uns alle persönlichen oder äußerlichen Fakten um die Ohren schlagen? Glauben Sie, es wäre schön, privateste Zustände lesen zu müssen, die nichts zur Sache beitragen und herabwürdigend sind?

Wie gesagt, liebe Frau Krienen war es nicht meine Absicht, sie zu verletzen oder in Ihrer Ehre zu kränken. Es sollte nur eine kleine Stichelei sein und ich bedaure, Sie angegriffen zu haben.

someTHINK, am 29. Juli 2010 um 0:40 ( Link )

Schade eigentlich, dass man für dieses Unglück keine "Rechtsextremen" oder "Nazis" verantwortlich machen kann - werden sich so manche Antifa-Anhänger sicherlich denken. Schließlich gab es schon länger keine Angriffe von "rechts". Naja, Eva Herman kann man ja zur Not auch noch als "rechtsextrem" brandmarken.

someTHINK, am 29. Juli 2010 um 1:04 ( Link )

@Minarchist:

"Auch zeigen Sie, daß Sie von der Bandbreite und Qualität elektronischer Musik nicht die geringste Ahnung haben. Ihr pauschale Abwertung dieser Musik ist borniert und provinziell."

Absolut! Es gibt - wie in jeder Musikrichtung - guten und schlechten Techno, guten und schlechten Dancefloor. Was ich negativ bewerte in unserer heutigen Zeit, ist der Kampf um die Lautheit eines Musikstücks. Da wird bis zum gehtnichtmehr totkomprimiert, um die Musik so laut wie möglich zu machen. Viel wichtiger sind doch vielmehr eine schöne Melodie und ein Rhythmus, bei dem man mit muss.

Magnus Goeller, am 29. Juli 2010 um 1:08 ( Link )

@ Kalwies @ Krienen @ Alle

Es geht doch!

Nicht nur Libertäre und Konservative, Linke, was immer das jeweils sei, es müssen doch letztlich alle miteinander auskommen.

Ich persönlich sehe auch bei den Vernünftigen all dieser teilweise künstlichen Lager durchaus gemeinsame, übereinstimmende Ziele.

Streit gehört dazu: aber wir leben alle in einem immer noch schönen Land und lieben unsere Kinder.

Ich stehe sonst nicht so sehr auf Pathos, aber hier mag dieser mir einmal verziehen sein.

Tanja Krienen, am 29. Juli 2010 um 10:21 ( Link )

Hallo Herr Kalwies - danke für die vernünftigen Worte, so in etwa war es. Nur, dass ich nicht dagegen bin wenn "Randgruppen" feiern wollen: ich kritisiere den Charakter dieses Feierns und bestreite, sie sei eine verbindliche Form für alle "Betroffenen". Mitnichten ist sie das. Der andere Punkt ist ihr Satz "Frau Krienen behauptete, dass sie die Damen auf dem Bild wenn diese 53 wären, "locker links liegen lassen" könnte, was eine unverschämte und beliegende Äußerung gegenüber zwei überaus nett anzusehenden jungen Damen ist"

Da kehren Sie Ursache und Wirkung leider um, denn meine überspitzt geäußerte Hypothese, war die Replik auf bestimmte Äußerungen zuvor. Tatsächlich müssen Sie sich bitte einmal mit der Veränderung des menschlichen Gesichtes in der Alterspanne 20 bis 50 auseinandersetzen, um alles richtig einschätzen zu können. Als ich 20 wurde, standen Sie bei -5. Ansonsten: "Friede, Freude, Eierkuchen", um es mit Dr. Schamotte zusagen.

cognos23, am 30. Juli 2010 um 21:48 ( Link )

@Kurt_G
Ein Glück, dass ich - neben diesem Retorten-Artikel und den anderen Pseudo-libertären und stalinistischen Ausfällen hier - noch Ihre Zeilen lesen durfte. Diese würde ich auch in dieser Form unterschreiben.

Allerdings erbitte ich um die Streichung dieser Zeilen:


Es war Mord. Wer Flugzeuge in Hochhäuser schickt, soetwas unterstützt und absegnet, Kriege inszeniert und führt dem traue ich so etwas banales wie das Herbeiführen einer Panik zu.

Wie war noch gleich eine Stellungnahme der Feuerwehr? - "Es ist unverantwortlich die Raver in den Tunnel zu schicken". Man nehme diese Aussage plus den Gegenpol der anti-liberalen Bullen und ein jeder sollte in der Lage sein, die naheliegendste Schlußfolgerung herzuleiten. Das Kollektiv der Bullen sah es anscheinend gerne, dass es tote gibt - wenn auch nur unterbewusst, andernfalls hätte es sich anders verhalten. Bei den Bullen ist es doch immer das gleiche: - Dumm rumstehen, den Weg versperren, sich wichtig machen, Überschreiten Ihrer Kompetenzen, Missbrauch Ihrer Befugnisse, Stress machen und es dann nicht unter Kontrolle bekommen.

Jörg Middendorf, am 10. August 2010 um 13:38 ( Link )

Wer zu einer Veranstaltung geht, zu der 500.000 Leute auf einem Platz vor einer großen Bühne erwartet werden, sollte sich generell darüber im Klaren sein, dass es gefährlich werden kann. Z.B. direkt vor der Bühne, weil da die meisten hin wollen, trotz "Wellenbrecher" (was ist das eigentlich für eine naturalisierende Sprache? - als ob hier Materialmassen bewegt würden).
Absolute Sicherheit kann es hier nicht geben, das wäre illusionär. Wiegen wir uns eigentlich nicht alle zu sehr in Sicherheit in dieser Versorgungsgesellschaft, dass uns solche Ereignisse unrealistisch erscheinen?
Die Veranstalter und Städte solcher Massenveranstaltungen sollten für die Sicherheit viel stärker zur Kasse gebeten werden. Es kann nicht sein, dass Polizeigroßeinsätze nur auf dem Rücken des Steuerzahlers ausgetragen werden. Beim Fußball ist es genauso.
Raver sind nicht besser als Fußballfans. Unter ihnen gibt es genauso Täter und Opfer.
Der politische Skandal liegt auch darin, dass dieselben Politiker, die die Veranstaltung auf jeden Fall in ihrem Land/ihrer Stadt haben wollten, nun auch die Ersten sind, die nach Rücktritten von Politikern schreien, aber natürlich nach denen von anderen.


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