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![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Loveparade, Eva Herman und Wiglaf Droste: Reichsparteitag der geilen RaverKritik an der Hofberichterstattung vom unglücklich gestörten kulturellen Höhepunkt des Jahres in Duisburg Die „Bild“-Zeitung („Ist sie braun oder nur doof?“) hetzt heute mal wieder gegen Eva Herman. „Die Skandal-Moderatorin“, so das Blatt mit dem Großgedruckten, verglich nämlich „auf der Internet-Seite ihres Verlages das Loveparade-Drama mit Sodom und Gomorrha“. Gemeint ist ein Artikel Eva Hermans für den Kopp-Verlag. „Bild“ titelt: „Eva Herman verhöhnt Opfer der Loveparade“. Nun ist es tröstlich, dass Deutschlands geilste Zeitung seit zwei Tagen mit unzähligen höchst pietätvollen Berichten wenigstens nicht auch noch die Opfer in jeder ihrer Zeilen verhöhnt. Doch was hatte Eva Herman geschrieben? Tatsächlich war es in erster Linie eine Medien- und Politik-Kritik. Daran nämlich, dass diese vorbehaltlos und übermäßig eine Veranstaltung subventionierten, an deren kulturellen Wert Zweifel durchaus zulässig sind. Oder eben mit Eva Herman, die sich auf die Worte des neuen Bundespräsidenten bezieht: „Dieses ‚friedliche Fest fröhlicher junger Menschen’ ist in Wahrheit eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und NRW. Als handele es sich um eine Kultur-Veranstaltung auf höchstem Niveau, waren Politik und Medien, allen voran der öffentlich-rechtliche WDR, schon im Vorfeld um eine lückenlose Berichterstattung bemüht.“ Wer sich, so Herman, „die Bilder der Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansieht, glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden. Viele der Partygäste wirken auch in diesem Jahr bereits lange vor dem Unglück wie ferngesteuert. Betrunken oder vollgekifft, mit glasigen Blicken, wiegen sich die dünn bekleideten Körper in rhythmischem Zucken wie in Trance.“ Viele Mädchen, hat Herman gesichtet, „haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung im ohrenbetäubenden Lärm, Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand haben sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst.“ Die „Bild“, so die ehemalige Tagesschau-Moderatorin, „hatte im Internet schon lange zuvor getrommelt für die ‚geilste Party der Welt’! Und überträgt im Internet die Veranstaltung mit prominenten Moderatoren: Oliver Pocher und Lebensgefährtin Sandy Meyer-Wölden melden sich immer wieder aus dem ‚geilen Getümmel’, sie interviewen Promis wie die Klitschko-Brüder oder DSDS-‚Stars’, und wollen diesem Sodom und Gomorrha damit das Flair einer normalen Veranstaltung verleihen.“ Die diesjährige „Loveparade“ stand unter dem Motto „The Art of Love“. Liebe? Fragt Herman: „Oder Triebe? Man muss nicht ausgesprochen prüde sein, um sich hier nach kurzer Zeit mit Grausen abzuwenden. Riesige dunkle Wolken der Enthemmung und Entfesselung treiben über dem Geschehen, die jungen Menschen wirken, als hätten sie jegliche Selbstkontrolle abgegeben, ekstatisch und wie im Sog folgen sie dem finsteren Meister der sichtbaren Verführung. Zudem, das wird auch schnell deutlich, birgt das ‚friedliche Fest fröhlicher, junger Menschen’ in Wirklichkeit eine Menge Aggressionspotential. Der Alkohol und die Drogen wirken schnell, viele kommen bereits am Nachmittag in völlig verglastem Zustand an. Unkalkulierbar reagieren sie teilweise, als die Sicherheitskräfte eingreifen.“ Was Herman nicht erwähnt: Die Party wurde gleich neben den 19 Toten in unveränderter Lautstärke einfach stundenlang weitergefeiert. Die Veranstalter wollten „keine erneute Massenpanik“ mit einem Abbruch riskieren, heißt es offiziell. Könnte es nicht auch sein, dass man vielmehr eine Massenaggression der aufgeputschten „geilen Raver“ befürchtete? Aufschlussreich war die Live-Übertragung des WDR mit Moderatoren, die angetreten waren zu feiern, und die dann immer wieder traurig ins Mikrofon grienten: „Die Party ist hier vorbei“ – während die Tonspur anderes verriet, auch im Bildhintergrund die Massen ekstatisch zuckten und die Herumstehenden bedröhnt grinsten. War das Unglück nicht dadurch entstanden, dass Teilnehmer übermütig und wie man hört „wütend“ Wände und Absperrzäune emporkletterten? Aufgeputscht durch einiges mehr als eine Dose Red Bull? Eva Herman hat sich erlaubt, genau darauf hinzuweisen. Niemand, fügt sie hinzu, „wird jetzt natürlich, angesichts der Zahl von nahezu zwanzig Toten und den weiteren zahlreichen, zum Teil schwerverletzten jungen Leuten, über die entfesselten Auswüchse der ‚geilsten Party der Welt’ berichten, die symbolisch doch nur für den kulturellen und geistigen Absturz einer ganzen Gesellschaft steht. Kritik an dieser Veranstaltung war schließlich auch schon in den letzten Jahren politisch unkorrekt. Denn wir alle, die Jungen wie die Alten, sind doch ‚total cool’, oder?“ Selten, so die 51-Jährige, „wurde ein Begriff mehr durch den Dreck gezogen als bei der Loveparade. Man fragt sich verzweifelt, welche Definition von Liebe die jungen Menschen durch derartige und leider selbstverständlich gewordene Falschbezeichnungen für das eigentlich Schönste und Höchste in dieser Schöpfung erhalten müssen?“ Schließlich aber schießt Eva Herman weit über das Ziel hinaus: „Das amtliche Ende der Loveparade dürfte besiegelt worden sein! Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen! Grauenhaft allerdings, dass es erst zu einem solchen Unglück kommen musste.“ Diesen höchst zweifelhaften Wink Gottes auszurichten hätte Eva Herman besser einem amerikanischen Fernsehprediger überlassen. Der hat wenigstens Routine darin. Es ist allerdings auch irgendwie bezeichnend, dass selbst der zuständige deutsche Pfarrer im zufällig am Abend des Unglücks gesendeten ARD-„Wort zum Sonntag“ kein einziges Wort der Mahnung an der Veranstaltung verliert. Ganz im Stile des mitravenden Bundespräsidenten outet auch er sich als ein kritikloser Freund der Loveparade: „Loveparade heißt wörtlich übersetzt: Liebesparade. Hunderttausende kommen zusammen, um miteinander Musik zu hören, zu feiern und zu tanzen.“ Amen. Wer solche Kirchen hat, braucht sich auch über Politik und Medien nicht zu wundern. Einmal mehr gilt: Lesenswertes findet man nur noch ganz am Rande, bei Herman und dem Kopp-Verlag vielleicht. Oder bei der Linksaußenpostille „Junge Welt“, wo Wiglaf Droste heute unter „Friedlich, fröhlich, tot – ein deutsches Sommermärchen“ die Sache so kommentiert: „Die Verlautbarungen der Kondolenzkamarilla ließen nicht lange auf sich warten: Merkel, Wulff et cetera versicherten sich selbst ihrer Fähigkeit, Schmerz, Trauer, Entsetzen und ähnliche Mediengefühle auszustellen. Wider solch routinierte Ausscheidungen hilft das antidotische Reimen: Mensch, bleibe heiter, du kennst es ja schon: Je hohler, je pleiter, desto mehr Inflation.“ Droste, einmal in Fahrt, gibt Gas: „Politikerhafte Pietätsheuchelei muss man den meisten der verbliebenen Love-Parade-Teilnehmern immerhin nicht vorwerfen; sie feierten einfach weiter.“ Während Droste sich „noch fragte, warum immer die dümmsten Nüsse überleben und das auch noch allen erzählen müssen, hörte“ er „weiter WDR – die Moderatorin im Studio sprach mit den Ich-bin-hier-draußen-schwer-professionell-vor-Ort-Reportern über Menschen, die tatsächlich gestorben waren, und alles war mit lockeren Beats unterlegt. Das Inhumane hat viele Gesichter – eins davon ist die plaudernde Partyvisage samt Plapperzunge, die alles in die Breite schwatzt und, sei es nur aus Furcht vor Entdeckung der eigenen Flachheit, jede potentielle Tiefe unterbindet. Es winden sich die Hirne, es singt der Rundfunkchor: Je weicher die Birne, desto härter ’s Brett davor.“ Am „erstaunlichsten“ empfindet Droste, „dass niemand abließ zu jammern, ‚friedliche und fröhliche junge Menschen hätten doch nur feiern und ihren Spaß haben wollen’ – obwohl die sich den von ein paar Abgängen doch gar nicht verderben ließen. Die unnz!-unnz!-stumpfe Technomasse leugnet ja nicht, dass es Kollateralschäden gibt – und überlässt das händeringende Bedauern darüber den professionellen Glitsch- und Glibberkomödianten aus Politik und Medien. Die ihrerseits dann große Gefühle entdecken für Leute, denen nur eine Rolle zugedacht ist: die von Brot-und-Spiele-Empfängern.“ Auch Droste benennt den Medienhype, auf seine Art: „Unterstützt von seiner Lebensgefährtin Sandy Meyer-Wölden, McFit und Bild.de war Oliver Pocher aufgeboten, bei der Love Parade zu moderieren. ‚Ein Traum wird wahr: Ich werde aus dem Auge des Hurrikans der wummernden Bässe die größte Party der Welt in die Wohnzimmer bringen.’ Verkündete Pocher, Kretin aus Herkunft, Neigung und Profession. In dieser Kreatur ist die Gemeinheit und Niederträchtigkeit einer ganzen WM-Fanmeile gebündelt. Soviel zu fröhlich und friedlich – aber so ist das mit den deutschen Sommermärchen: Sie sind eben keine Volkserzählungen mit wahrem Kern, sondern im Gegenteil kalkulierte, glatte Lügen.“ Herman übrigens rudert heute schon ein wenig zurück: „Sollten sich vor allem Familienangehörige, Freunde und Solidargemeinschaften in ihrem Pietätsgefühl verletzt sehen, so tut mir dies aufrichtig leid.“ Peinliche politikerhafte Pietätsheuchelei, die sie nicht nötig hat, und die flüssiger als flüssig daherkömmt. Sicher, man kann es ohnehin auch ganz anders sehen als Herman oder Droste – und einfach mitfeiern bei der nächsten Loveparade oder, da diese nun ausfällt, ersatzweise eben beim übernächsten Gay Pride. Oder man stellt korrekt liberal fest, dass abgesehen von der Subventionierung streng genommen kein Problem vorliegt, schließlich feiert jeder freiwillig das Fest, das ihm gefällt. Nicht mal Herman oder Droste wollen das allerdings irgendwem verbieten. Vielleicht irrt sich ja Herman auch, und eine Gesellschaft, die eine vermeintliche Loveparade als ersatzreligiöses Hochamt zelebriert, ist am Ende doch überlebensfähig. Es käme auf den Versuch an. Womöglich lassen sich irgendwann den Pillendöschen auch Reagenzgläschen für alle nackerten Teilnehmerinnen beigeben und so doch der Raver-Nachwuchs züchten, der gleich nach der Geburt dann bequem in der Krippe für alle entsorgt wird. Womöglich werden ob dieser wunderbaren Zukunftsaussichten auf eine schöne neue Liebeswelt auch die noch resistenten Pinguin-Damen der Moslems mit wehenden Fahnen zur „westlichen Kultur“ überlaufen. Nichts ist schließlich unmöglich. Aber Zweifel wird man noch äußern dürfen. Beim Kopp-Verlag, so hört man, fiel ob des großen Zulaufs am Wochenende mehrmals der Server aus. 26. Juli 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareLesezeichen, am 26. Juli 2010 um 12:24 ( Link ) Also der Teil mit den "höheren Mächten" ist mir auch aufgestoßen. Den hätte sie sich sparen können. Ansonsten kann man sicherlich geteilter Meinung sein über solche Events. Wer ist nicht gern zu Rock am Ring gegangen und wie viele schwärmen heute noch von Woodstock? Dashino, am 26. Juli 2010 um 12:59 ( Link ) Naja diese schwache Kritik Lichtschlags an der Moderne schießt schon weit über das Ziel hinaus und hätte ich von einem Liberalen nicht erwartet. Aus der LP ein Politikum zu machen - dazu ist es noch zu früh. Es ist einfach nur tragisch wieviel junge Menschen dort ihr Leben verloren haben. Wer mal schauen möchte, was da (ungefiltert) hinter den Kulissen lief, dem empfehle ich den Beitrag von Siegel-TV letzte Nacht, der müsste auch auf youtube zu finden sein. Diese Reportage liefert einen grandiosen Beitrag und ist Aufklärungsjournalismus pur, schade, dass sich ef - in diesem Fall nur im Klappern gefällt. Tellerwaescher, am 26. Juli 2010 um 13:00 ( Link ) Wie hoch sind denn die Subventionen für Bayreuth - aber dort wird ja auch Hochkultur für die Eliten geboten, und nicht nur Bespassung für die Massen. Im Übrigen war es eine sehr kluge Entscheidung, die Party weiter laufen zu lassen. Man stelle sich vor, wenn plötzlich verkündet worden wäre: "Leute, es gab Tote, jetzt ist die Party aus und geht nach Hause!". Dann hätte es sicher noch mehr Tote gegeben. Kalwies, am 26. Juli 2010 um 13:17 ( Link ) Kurzes googeln nach dem Begriff "Massenpanik" ergibt haufenweise Panikphänomene in der Geschichte, die alle praktisch identisch zu denen der Loveparade sind. Ob bei einer Gedenkfeier anlässlich des zweiten Weltkriegs in Amsterdam, bei einer Pilgerfahrt friedlicher Gläubiger in Indien oder bei einem Fußballspiel im christlichen und zivilisierten England. Ja, sogar bei Veranstaltungen von christlichen Gruppen mit lauter gottesfürchtigen Christen ist es schon zu Massenpaniken mit vielen Toten gekommen. Weder die trauernden in Amsterdam, noch die Pilger in Indien oder Kenia, noch die Fußballfans in England, waren durchgedrehte, drogenvernebelte Raver, die Sodom und Gomorrha verbreiten wollten. Keiner von denen hat blanke Busen gezeigt, Ecstasy genommen, oder der Teufelsanbetung gefrönt. Trotzdem sind zahlreiche Menschen zu Tode gekommen. Eine Massenpanik hat nichts, aber auch gar nichts mit der Einstellung der Menschen, ihren Werten und Moralvorstellungen zu tun. Eine Massenpanik ist ein rein wissenschaftliches und systemisches Phänomen. Den unschuldigen Opfern einer schlechten Organisation jetzt auch noch die Schuld für ihren eigenen Tod zu geben und dieses schreckliche Ereignis dafür zu nutzen, die eigene Moralkeule hervorzuholen und kräftig schwingen zu können, ist an Pietät- und Anstandslosigkeit kaum zu überbieten. Respekt vor dem Leben sucht man in diesem und Hermans Arikel vergeblich. Respekt vor dem Leben anderer, so wie es Jesus Christus gepredigt hat, findet man am seltensten bei den "wahren Christen". Manchmal kann man gar nicht so viel fressen, wie man kotzen will. Sirko, am 26. Juli 2010 um 13:26 ( Link ) Für mich ist überraschend wie schnell man die Loveparade beerdigt. Wahrscheinlich wird dem Veranstalter klar geworden sein, das es ohne Subventionen nicht geht und diese jetzt ausbleiben werden. Ansonsten sehe ich kein Problem damit das Menschen so feiern. Jedem seine Jugendsünden. Onkeldago, am 26. Juli 2010 um 13:45 ( Link ) Bei Abhaltung einer bedröhnten Party mit 1 Mio Leuten kann kein Mensch garantieren, daß nichts passiert. Das nachträgliche Suchen nach Verantwortlichen ist ekelerregend. Es ist schlimm genug, daß es Tote gegeben hat. Nun sollte man für sie beten und die Überlebenden in Ruhe lassen. Boris, am 26. Juli 2010 um 13:45 ( Link ) Woher wissen eigentlich alle, dass die Loveparade subventioniert wurde? Von der letzten Parade in Berlin (2006) kann ich sicher sagen, dass der Veranstalter alles bezahlt hat - inklusive der lange umstrittenen Müllbeseitigung. chrisv, am 26. Juli 2010 um 13:55 ( Link ) @Tellerwäscher: Nach dem, was ich auf die Schnelle recherchieren konnte, sollte die Love Parade sich mehr oder weniger selbst tragen. In einem Artikel ist die Rede von Kosten von 840.000 Euro für die Stadt Duisburg, die von Sponsoren übernommen werden sollten (Quelle). Selbst wenn dem nicht so sein sollte, sind das Subventionen von ca. 0,50-1 Euro pro Teilnehmer, während eine einzelne Theaterkarte in Berlin mit 186,10 Euro subventioniert wird. @Kalwies: Den unschuldigen Opfern einer schlechten Organisation jetzt auch noch die Schuld für ihren eigenen Tod zu geben und dieses schreckliche Ereignis dafür zu nutzen, die eigene Moralkeule hervorzuholen und kräftig schwingen zu können, ist an Pietät- und Anstandslosigkeit kaum zu überbieten. Volle Zustimmung. SchelmVomElm, am 26. Juli 2010 um 14:11 ( Link ) Warum haben die Verantwortlichen die Loveparade nicht verboten? Weil die Veranstalter über die Medien Druck gemacht hätten und als Spaßbremse will der demokratische Politiker nicht dastehen. trendyrandy @Boris Auf Grund der Kostenverteilung war die LP immer als politische Veranstaltung organisiert worden. Damit ist der Veranstalter von den Kosten der Sicherheit, medizinischen Bereitschaftsdiensten etc. weitgehend befreit. Zu einer politischen Demonstration gehört natürlich auch eine zünftige Abschlusskundgebung; welche allerdings nicht aus Ansprachen, sondern 15minütigen DJ-Sets besteht. Boris, am 26. Juli 2010 um 14:30 ( Link ) @trendyrandy Martin Meyer, am 26. Juli 2010 um 14:35 ( Link ) Den unschuldigen Opfern einer schlechten Organisation jetzt auch noch die Schuld für ihren eigenen Tod zu geben und dieses schreckliche Ereignis dafür zu nutzen, die eigene Moralkeule hervorzuholen und kräftig schwingen zu können, ist an Pietät- und Anstandslosigkeit kaum zu überbieten. Wieso? Sehen Sie denn nicht, dass die alle dem finsteren Meister der sichtbaren Verführung hintergetanzt sind? Außerdem haben vielleicht ganz andere Mächte dem schamlosen Treiben ein derartiges Ende gesetzt. Das ist sonnenklar und ein Beispiel dafür, dass man Lesenswertes nur noch ganz am Rande findet. trendyrandy @AFL Gerade bei EF moniert man (zu Recht) den medialen Einheitsbrei; mangelnde Ausgewogenheit oder parolenhafte Berichterstattung. Jeder kann zur LP stehen wie er will, aber wer Zeit findet, den Splitter aus dem Auge zu ziehen, wird anderes feststellen müssen! Ich - als wiederholter Teilnehmer in den Jahren 1992-1999 - stelle fest: 1. Wir tanzten am Ku´damm herum und provozierten eher den Samstags-Shopper als dass irgend jemand "blank" gezogen hätte. 2. Ja, wir waren alle Hedonisten. Ja, wir haben die Musik geliebt. Kein gemütliches Mitgeschunkel, kein bierseliges Mitklatschen oder Mitgegröle wie bei anderen Veranstaltungen. Drogen? Anfang der 90er Jahre war XTC in all seinen Arten nahezu unbekannt und vor allem unerschwinglich: 70 - 80 Mark pro Pille. 3. Dann kam der Kommerz. Mit dem Kommerz immer mehr Menschen: Und mit den Menschen noch mehr Kommerz. Geile Raver? Fehlanzeige! Das Publikum wurde immer jünger und suchte lediglich nach einer Umgebung für den kollektiven Drogenrausch. Nachdem ich 1998 gefehlt habe, beschloss ich nach der 1999er Veranstaltung, lieber in guten Erinnerungen zu schwelgen als mir das Ganze noch einmal anzutun. 75% der Leute komplett pillenbreit, der Rest besoffen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Letztere sind jene, die einfach nur mal herumglotzen wollen; also überhaupt keinen Bezug zur Musik haben: Sexualisiert kann die Stimmung sein - das ist sie aber am Freibad genau so. Nur gibt es dort nicht so viele Looser, die aus Frust anderen in die Fresse hauen wollen. Anfügen möchte ich außerdem, dass in vielen Teilen unserer Welt, vor allem Südamerika und Asian, elektronische Musik als Unterhaltung der Oberschicht zu sehen ist. Nur in Westeuropa sind wir seit vielen Jahren auf der Gegenspur. Hier findet sich die Unterschicht. trendyrandy @ Boris Da sind wir doch d àccord!Ich schrieb ja auch - war - immer so. Letztendlich blieb auch in den letzten Jahren die jeweiligen Stadt Hauptlastenträger dieser Veranstaltung. In einem m.E. sehr treffenden Leserkommentar in der FAZ heißt es sinngemäß: In den letzten Jahren haben sich kleinere Städte jenseits jeglicher Vernunft um die Ausrichtung gerissen nur um Großstädten wie Berlin oder Hamburg zu zeigen: Wir sind auch wer. Wir sind auch Weltstadt. Gerd Friederich, am 26. Juli 2010 um 15:02 ( Link ) Und nicht "die Stadt Duisburg" (oder der Staat) finanziert irgendwas, sondern letztlich der Steuerzahler. Und die LP hat ja wohl im Laufe der Jahre nicht unwesentlich Steuereinnahmen generiert. Tanja Krienen, am 26. Juli 2010 um 15:08 ( Link ) Aufatmen, dass wenigstens ef die Sache angemessen sieht. Kritik an diesen Massenevents ist nicht neu - Boris, am 26. Juli 2010 um 15:12 ( Link ) Ich kann mich noch an eine Erhebung von Berlin-Tourismus erinnern, nach der die Loveparade in Berlin über 10 Mio. Euro Steuereinnahmen generiert haben soll. Kann ich allerdings nicht belegen. Ich weiß aber noch, wie sich Berlin-Tourismus gegen den Senat für den Verbleib der Parade in Berlin ausgesprochen hat. Der wollte sie loswerden. Die "hedonistischen Raver" waren rot, tiefrot und grün schon immer suspekt, anders als KARNEVAL DER KULTUREN oder CSD. 2007 wurde McFit seitens des Senats eine Entscheidung für eine Genehmigung in Aussicht gestellt - allerdings erst für einen Termin wenige Wochen vor der Parade. Das musste McFit ablehnen, weil die Organisation (z.B. Sonderzüge) nicht ad hoc durchgeführt werden kann. Kein Veranstalter investiert knapp 2 Mio. Euro, um drei Wochen vor der Veranstaltung eine Absage zu bekommen. So kam es im übrigen am 22.2.07 zum Angebot an alle Städte, sich als Austragungsort zu bewerben - das Ruhrgebiet machte das Rennen. VincentVeritas, am 26. Juli 2010 um 15:16 ( Link ) Ganz ehrlich, die 19 Verunglückten WAREN selber schuld! Es war ganz allein ihre Entscheidung, auf so eine Massenveranstaltung zu gehen. Massenveranstaltungen bergen IMMER das Risiko einer ausbrechenden Panik (oder auch eines Anschlages, möglich ists). Kalwies, am 26. Juli 2010 um 15:31 ( Link ) @VincentVeritas: Sie haben Recht. So wie Sie, der mit gutem Beispiel vorangeht. P.S.: Sind Sie sicher, dass Sie die Menschenmassen meiden und nicht eher die Menschenmassen Sie? JS, am 26. Juli 2010 um 15:40 ( Link ) "Respekt vor dem Leben anderer, so wie es Jesus Christus gepredigt hat, findet man am seltensten bei den "wahren Christen"." Na, dann können ja wahre Pietätleistende wie Sie beruhigt sein, dass die Mehrheit der Christen nicht zu den gefürchteten "wahren Christen" gehören, sondern den gleichen Schleim wie der von Herrn Lichtschlag erwähnte Fernsehpfarrer absondern und zur breiten Masse kompatibel sind. Der "wahre Respekt vor dem Leben anderer" zeigt sich eben doch in den glasigen Augen, der "Party ohne Ende" keuchenden und zum Beat weiterzuckenden Ravern neben den Rettungskräften, die die Überreste des ehemaligen Lebens andererer aufkratzen. "Manchmal kann man gar nicht so viel fressen, wie man kotzen will", dachte ich spontan bei Aussagen wie "...eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern.." und ähnlich absurden Verklärungen dieser Veranstaltung. Anna Luehse, am 26. Juli 2010 um 15:49 ( Link ) Diesen höchst zweifelhaften Wink Gottes auszurichten hätte Eva Herman besser einem amerikanischen Fernsehprediger überlassen. „Natürlich spreche ich hin und wieder über den Glauben, das gehört zur Religionsfreiheit in unserem Land ebenso wie die Meinungsfreiheit“, so Eva Herrman heute in einer weiteren Stellungnahme. Es ist in Deutschland offenbar nicht opportun, sich zum christlichen Glauben zu bekennen. Als es um die „inakzeptable“ Wahl von Jörg Haider ging druckte die „taz" am 8. Februar 2000 einen Kommentar von Wiglaf Droste mit dem Satz: „Der einzige Tisch, an dem man sich mit Haider sehen lassen kann, ist der Obduktionstisch, auf dem er liegt." Proteste darüber sind mir nicht bekannt. Die Bilder der tanzenden und jubelnden Jugendlichen machen auf mich eher den Eindruck einer massenhysterischen Gleichschaltung. Boris, am 26. Juli 2010 um 16:20 ( Link ) "Bilder der tanzenden und jubelnden Jugendlichen machen auf mich eher den Eindruck einer massenhysterischen Gleichschaltung" Frau Lühse, ich verrate Ihnen gern mal, wo bei solchen Veranstaltung das Männchen sitzt, das die Besucher fernsteuert. Das nennt sich DJ und alle bewegen sich gleich, das ist beim Tanzen nun mal so. Ob Walzer oder Techno... Die Bilder der tanzenden und jubelnden Jugendlichen zeigen mir, dass da Jugendliche (im übrigen eigentlich weit überwiegend 20- bis 40-Jährige) Spaß haben. Es tritt auch kein "gleichschaltender" Führer auf und im Anschluss gehen alle zufrieden nach Hause. Diesmal leider nicht, was bedauerlich genug ist. Aber auch kein Anlass, in eine große Party Dinge hineinzugeheimnissen, die da nicht reingehören. Haiduk, am 26. Juli 2010 um 16:45 ( Link ) Ich finde diesen Satz von Eva Herman nicht unbedingt falsch: Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Freilich sind wir es heute gewohnt, uns solche Katastrophen von irgendwelchen Wissenschaftlern "erklären" zu lassen. Bereits jetzt zeigt die öffentliche Debatte zur Schuldfrage aber ja, daß jeder irgendwie der Auffassung ist, nichts falsch gemacht zu haben: Die Stadt und die Veranstalter meinen es wäre persönliches Verschulden der Teilnehmer und die Teilnehmer verweisen wiederum auf den Veranstalter und die Stadt. Es gab hier also offenbar eine sich der Vernunft entziehende Grauzone, die durch allseitige Bereitschaft für das Ungewisse entstanden war. Da ist es nicht gewagt, sondern eher naheligend, hier dämonische Kräfte am Werk zu sehen, wenn dann so eine Konstellation im Verbund mit Geltungssucht, Profitgier, Drogenmißbrauch und 100.000-fachem Sehnen nach massenhafter Ekstase zu solch einem Ergebnis führt. Es genügt ein einziger, der von bösen Geistern in die Raserei getrieben wird, um so eine Massenpanik auszulösen. Ansonsten erinnert mich diese Katastrophe an das Ereignis, von dem u.a. im Lukas-Evangelium berichtet wird. Statt neunzehn waren es dort achzehn Tote: Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen sind als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen?" (Lk. 13, 4) Christus warnte die Besserwisser damals davor sich frei von der Sünde zu wähnen, wegen derer diese Achzehn damals starben. Kristof, am 26. Juli 2010 um 16:52 ( Link ) Den unschuldigen Opfern einer schlechten Organisation jetzt auch noch die Schuld für ihren eigenen Tod zu geben... Ganz ehrlich, die 19 Verunglückten WAREN selber schuld! Ob diese Menschen selbst (direkt) schuld waren, bezweifle ich. Aber noch unpassender finde ich es, so zu tun als hätte eine beliebige Menschenmenge einer beliebigen Mischung unter diesen Umständen immer die gleichen Auswirkungen. Die Zustände auf der LP waren auch durch die Art und Wesen der Besucher bestimmt. Was auf den Bildern dieses Unglückstages auffällt ist, dass bereits 10 Meter hinter dem unmittelbaren Unglücksort kein übermässiges Gedränge herrschte. Die Menschen flüchteten auch nicht vor einer Gefahr oder Bedrohung für Leib und Leben. Hätte die Teilnehmer aus Rücksicht vor dem Nächsten jeder einen Schritt nach hinten gemacht, wäre es nicht zum Tod so vieler Menschen gekommen. Aber genau hier hats gehappert. Kein Anstand, keine Rücksichtnahme, völliges Desinteresse für die anderen. Muss man ja nicht. Im Unglücksfalle sind alle ja Krankenversichert und für die Krüppel wird gesorgt. So kann man der Gefahr lachend ins Gesicht spucken. Martin Meyer, am 26. Juli 2010 um 16:55 ( Link ) @Vincent Die 19 Verunglückten WAREN selber schuld! Es war ganz allein ihre Entscheidung, auf so eine Massenveranstaltung zu gehen. Soso. Jemand ist also prinzipiell selbst schuld, wenn er eine potenziell riskante Entscheidung trifft. Was für eine Argumentation. Nach der Logik sind auch Absturzopfer schuld für ihr Ableben, denn sie hätten ja den Zug nehmen können. Opfer einer Zugentgleisung sind selbst schuld, denn sie hätten einen Flug buchen können. Jemand, der auf der Straße angefahren wird, ist definitiv selbst schuld - denn er hätte ja zu Hause bleiben können. Ich selber meide so gut es nur geht große Menschenmassen, vor allem wegen dem Aggressionspotential. Ist wahrscheinlich besser für alle, wenn Sie zu Hause hocken bleiben und weiter Ihren Oberrat Brack lesen. EmilS, am 26. Juli 2010 um 17:04 ( Link ) Scheiß Wetter! freiheitistunteilbar, am 26. Juli 2010 um 17:08 ( Link ) Sie haben Recht. Alberne Rabulistik! Es war die Rede von dem stetig zunemenden Risiko einer Massenpanik, proportional zur Masse der Menschen. Der Vergleich mit Basejumping würde da nicht zu kurz greifen. Wer sich in Gefahr begibt, der soll die Schuld hinterher nicht beim Nachbarn suchen. eo, am 26. Juli 2010 um 17:21 ( Link ) Also, Boris, am 26. Juli 2010 um 17:24 ( Link ) Ich geb's auf, hier werden nur noch Mythen gestrickt...der Herr sei mit Euch. Tanja Krienen, am 26. Juli 2010 um 17:25 ( Link ) "Soso. Jemand ist also prinzipiell selbst schuld, wenn er eine potenziell riskante Entscheidung trifft." Natürlich, wer sonst (zunächst)? Haben Sie aber schon einmal die Formel "sein Schicksal herausfordern" gehört? Richtig ist, es waren NICHT "die höheren Mächte", wie es EH anklingen lässt, die dennoch sehr treffend analysiert. Zuerst fehlte das Glück, dann noch "Pech" dazu. Es geht aber hier um Kulturkritik, um die sich hier fast jeder drückt. Wer den Technomüll adaptiert, hat nichts, rein gar nichts zu einer Revitalisierung des Landes beizutragen. trendyrandy @Tanja Krienen "Wer den Technomüll adaptiert, hat nichts, rein gar nichts zu einer Revitalisierung des Landes beizutragen." Wenn die Revitalisierung des Landes darin besteht, alles und alle ständig durch den Dreck zu ziehen haben wir bald blühende Landschaften mit Ihnen als Königin. Realname, am 26. Juli 2010 um 17:39 ( Link ) Wer sagst denn, ef-online hat gemessen an der Themenauswahl das Niveau von der Bild-Zeitung erreicht. Jetzt muss nur noch Eva Hermann den Ex-Bischof Mixa heiraten, dann wird alles gut! Kurt_G Das Ende der Freiheit für Massen Die staatlichen Schließer haben ganze Arbeit geleistet. Die "loveparade", die alljährliche Alko-drugs & Sexfree Fete wurde ganz im Sinne des Staates beendet. Mit einen Ende aus - hier gehts nicht weiter, war das das Ende der Massenpleite. Es waren staatliche Beamte die den Riegel vorschoben und den Zugang dicht machten. Es gab Anweisungen im Zweifel von der Schußwaffe Gebrauch zu machen falls den staatlichen Anordnungen den Tunnel zu verlassen nicht gefolgt würde. Jeder Beamte mußte wissen dass es bedeutet die Masse die vor den Toren steht fühlt sich ausgegrenzt und will, koste was es wolle noch rein und jeder Beamte wusste, die, die auf Anordnung zurück müssen würden sich an denen reiben die bleiben oder noch nachströmen. Eine Panik war also gewollt und es wurde staatlicherseits alles getan dass diese stattfindet. Tanja Krienen, am 26. Juli 2010 um 19:49 ( Link ) "Wenn die Revitalisierung des Landes darin besteht, alles und alle ständig durch den Dreck zu ziehen haben wir bald blühende Landschaften mit Ihnen als Königin." Haben Sie auch nachvollziehbare Argumente? ef_leser, am 26. Juli 2010 um 20:12 ( Link ) Ich halte nichts davon, solche Ereignisse als Reaktion Gottes auf sündiges Treiben zu deklarieren. Natürlich mag das so sein. Aber wir alle, auch Frau Hermann, sind Sünder. Bin ich sündloser, nur weil ich nicht auf die Loveparade gehe und keine Drogen nehme, dafür aber meine Frau betrüge, lüge oder die Bibel nur als Regalobjekt betrachte? Solche Ereignisse können den Gläubigen (und Ungläubigen) immer als Erinnerung an seine Sündhaftigkeit und Endlichkeit dienen. Keine Frage. Aber die Art und Weise, wie Frau Hermann dies kundtan, mag ich persönlich nicht. Genauso wenig mag ich allerdings, und da hat Frau Hermann meine vollste Zustimmung, das Betroffenheitsgetue von Politikern und Medien. Natürlich war das ein schlimmes Unglück. Aber es war kein "Jahrhundert"unglück noch etwas Singuläres. Und es gar als schlimmstes Unglück in der Geschichte Duisburgs, wie dessen OB das Ereignis nannte. Die Überlebenden des Zweiten Weltkrieges und der Angriffe auf Duisburg werden da vielleicht anderer Meinung sein. Minarchist, am 26. Juli 2010 um 20:59 ( Link ) Herr Lichtschlag schreibt: "War das Unglück nicht dadurch entstanden, dass Teilnehmer übermütig und wie man hört „wütend“ Wände und Absperrzäune emporkletterten?" Das ist absurd. Sie verwechseln Ursache und Symptom. Das von Ihnen beschriebene Verhalten war dem Umstand geschuldet, daß die Menschen durch die Enge und dadurch hervorgerufene Todesangst begannen, nach Fluchtwegen zu suchen. Das ist völlig legitim und es ist indiskutabel, diesen Menschen, die zuvor anderthalb Stunden bei Atemnot zusammengepresst wie in einer Sardinenbüchse bei Todesangst zwangsläufig auf der Stelle verharren mussten, dies nun vorzuwerfen. Im übrigen merkt man Ihnen und auch vielen anderen Kommentatoren hier leider an, daß sie allesamt leider überhaupt nicht wissen, wovon sie reden. Sie haben keinen blassen Schimmer von der Bandbreite und Qualität elektronischer Musik. Auch kennen Sie nicht die dahinterstehende Szene. Bedenken Sie bitte auch, daß die "Loveparade" immer nur (außer ganz am Anfang) das war, was für Leute wie Sie als angeblich die Szene beschreibend dargestellt wurde. In Wahrheit jedoch definiert sich diese jedoch über viele Kleinveranstaltungen und Clubs, in denen ein Programm höchster Güte geboten wird, von Top-DJs und keineswegs von einem Unterschichtenpublikum wahrgenommen - ganz im Gegenteil. Horst E. Böttcher, am 26. Juli 2010 um 21:15 ( Link ) Eine besondere Sympathie konnte ich für Frau Hermann nie entwickeln. Nun hat sie sich mit ihrem Sodom und Ghomorra Gewäsch als eine fanatische Klerikale geoutet. Traurig nur, dass ef ihr Spiel mitmacht und ihr noch mehr Publizität verschafft. Man sollte diese Frau möglichst bald vergessen. Ich habe die Love-Parde einmal in Berlin erlebt; ein Fest der Lebensfreude junger Menschen. Trotz Hitze sah man weniger nackte Busen als an jedem Ostseestrand. (Was ist daran übrigens so böses? Das sollte doch inzwischen völlig normal sein!) Die Ereignisse von Duisburg sind eine Tragödie, Frau Hermanns Kommentar einfach geschmacklos und nicht wert darauf einzugehen, ebensowenig wie auf die Rechtfertigungsversuche der ef-Redaktion, die schon lage dafür bekannt ist, das christliche Süppchen zu kochen. beccon, am 26. Juli 2010 um 21:16 ( Link ) Naja, die größte Drogenparty der Welt findet immer noch jedes Jahr im Herbst in München statt. Nach ein paar Maß geht dann auch der Griff nach den Klößen im Dirndel. Auch der Rheinische Karneval ist nach den oben beschriebenen Maßstäben eine Veranstaltung von "Sodom und Gomorra" Allerdings gab es diese "Events" auch schon zu Zeiten, die rückblickend als "Hort von Moral und Anstand" beschrieben werden können - Die Jugend heutzutage hihi, ach nein! Die Loveparade gehörte früher in Berlin natürlich zum "Pflichtprogramm", allerdings wurde sie mit der Zeit immer langweiliger und monotoner. Jeder Besuch einer Latinodisko an einem beliebigen Wochenende ist erotischer :-) Der Stumpfsinn lag vielleicht daran, daß ich nie irgendwas hereingeworfen hatte. Jedenfalls tauchten aber Jahr für Jahr mehr Familienausflügler auf der Parade auf. Jetzt aber zum Artikel: Ich halte zu Frau Herman wegen der Medienhetze auf sie. Allerdings kann ich mich nicht mit ihr identifizieren. Mit dem Artikel auch nicht. Was mich bei allen Katastrophen - sei es nun ein Erdbeben, Tsunami oder das hier - zutiefst abstößt, ist die Heuchelei und gespielte Betroffenheit, wie sie aus Richtung der Politik oder- um so mehr- der Kirche kommt. Das ist zynisch,unerträglich und zutiefst verkommen. Wie gesagt, zur Loveparade kann man stehen, wie man will - ich hatte mich gewundert, daß es sie überhaupt noch gab. Hier sind Menschen auf tragische Weise ums Leben gekommen. Ein wenig mehr Anstand und Pietät aber etwas weniger Sensationshascherei und Profilierungssucht ("fordert die lückenlose Aufklärung") wäre hier angebracht. Auch bei eifrei, das ich sonst sehr schätze. Winfried Klemm, am 26. Juli 2010 um 21:29 ( Link ) Sollen sie doch feiern aber das Setting für gewisse Drogen ist dabei gar nicht gut, gerade LSD sollte man erst ab über 25 nehmen und etwas mehr darüber wissen. Wer eine Million durch ein Loch drücken will wo nur 250 000 hinein passen, der legt es genau darauf an. Darüber sollte man nachdenken! max webmax, am 27. Juli 2010 um 3:41 ( Link ) Herrliche Ansichten hier, deshalb auch mein Senf dazu: - sondern Dauerparty einer im Wortsinn halt- und perspektivlosen Generation, als logische Folge der zinseszinsgeilen Finanzsystem-Gesellschaft, die schon lange auf Familie und Moral scheißt. Wie es ihr die "Elite" eben schon lange vormacht: Beim Kopf beginnt der Fisch zu stinken. Die Loser werden wir alle sein, wenn intelektuelle Warner stets sofort mit brauner Soße übergossen werden. Deshalb nochmals: Danke, Frau Hermann! Und auch dem wichtigen Kopp-Verlag. Cosmopolit, am 27. Juli 2010 um 11:18 ( Link ) In dem Artikel will man allseits die Worte "Höhere Mächte"gelesen haben. Wortlaut ist jedoch : Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen,[...] Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Mechthild, am 27. Juli 2010 um 13:51 ( Link ) Der beste Artikel, den ich zu diesem Thema gelesen habe. Danke. Dr. Spiele, am 27. Juli 2010 um 14:54 ( Link ) Ist der Kopp Verlag gar die Strafe für viermal heiraten und ein Kind? DonCarlos, am 27. Juli 2010 um 16:27 ( Link ) Zitat Anna Luehse: Ich dachte, über den Weltjugendtag der kath. Kirche wäre alles gesagt. Ist ja auch schon etwas her. Axel Krauss, am 27. Juli 2010 um 18:57 ( Link ) "Den unschuldigen Opfern einer schlechten Organisation jetzt auch noch die Schuld für ihren eigenen Tod zu geben und dieses schreckliche Ereignis dafür zu nutzen, die eigene Moralkeule hervorzuholen und kräftig schwingen zu können, ist an Pietät- und Anstandslosigkeit kaum zu überbieten." Ob sie alle wirklich sooo "unschuldig" sind, lasse ich mal dahingestellt sein. Schließlich treffen sich auf der von monotonem, primitiven Gestampfe beschallten Drogenexzess- und Ichmachgagawasmachstdu-Parade keine 3-5jährigen. Kalwies, am 28. Juli 2010 um 0:47 ( Link ) Sehr geehrter Herr Krause, auch in Deutschland gilt - immer noch - die Unschuldsvermutung. Die Beteiligten sind, solange ihre Schuld nicht eindeutig erwiesen ist, rein unschuldig. Die Faktenlage ist absolut klar und deckt sich mit allen Augenzeugenberichten. Das Gelände war völlig ungeeignet für solche Menschenmassen und der Tunnel eine Todesfalle. Das Gelände war zugelassen für 250.000 Besucher, es kamen 1.400.000 und der Tunnel hatte eine Kapazität von 20.000 Personen/Stunde. Und jetzt dividieren Sie mal 1.400.000 durch 20.000. Richtig: 70 Stunden - eigentlich. Tatsächlich waren es nur 4 -5. Wie man da von Mitschuld der Gäste sprechen kann, bleibt mir ein Rätsel. Und zu dem "hochgefährlichen" Ecstasy: Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie selbiges noch nie genommen und auch sonst keine fachliche Ahnung haben? Waren Sie eigentlich schon einmal auf der Loveparade? Ich habe ein paar Links zu anderen Massenpaniken gepostet. Haben Sie die gelesen? Falls ja, wüsste ich gerne, welche Drogen die kenianischen Christen im Juni dieses Jahres konsumiert hatten, als 80 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben kamen und auf welchem Stoff eigentlich die 16 umgekommenen Grundschüler beim Barnsley Public Hall Disaster waren. Kalwies, am 28. Juli 2010 um 0:48 ( Link ) Pardon: Herr Krauss. karen m., am 28. Juli 2010 um 10:06 ( Link ) Während die hämische Kritik Wiglaf Drostes in den Medien ohne empörten Widerhall blieb, war für die Boulevardpresse der Bösewicht sofort ausgemacht: „Versündigt hat sich Eva Herman. An der Pietät. An der Menschlichkeit. Am Verstand. Eva Herman ist eine durch und durch schamlose Person.“ Der Schreiber des Boulevardblattes hält „ihre intellektuellen Fähigkeiten für stark ausbaubedürftig“ – damit meint er nicht die Intelligenz seiner Leser – und heult Rotz und Wasser: „Es sind 20 Menschen ums Leben gekommen! Elendigst! Zerquetscht! Niedergetrampelt! Es waren Menschen, die vorher fröhlich waren, die feiern wollten. Tot!“ Ja, tot, einfach so. Wie Milliarden andere Menschen, die einstmals fröhlich waren, aber nun tot sind. „Moral ist heute in Europa Herdentier-Moral“, meinte zwar bereits Nietzsche, aber natürlich müssen wir dennoch pflichtgemäß trauern, zusammen mit Wulff, Merkel und Dr. Motte. Nach der geilen WM-Party nun die coole Raver-Tragödie: Teelichter ins Fenster gestellt, die Bundesshorts an der Wäscheleine auf Halbmast gehißt, sich mit Cocktails besoffen und auf der Vuvuzela „Ich hatt einen Kameraden“ getrötet! Antonius Clausthal, am 28. Juli 2010 um 12:37 ( Link ) @max webmax Die Loser werden wir alle sein, wenn intelektuelle Warner stets sofort mit brauner Soße übergossen werden. Deshalb nochmals: Danke, Frau Hermann! Und auch dem wichtigen Kopp-Verlag. Eine (gott-)besessene, besser: völlig unterbelichtete wie rechtsextreme Eva Herman und ihren Verleger als "intellektuelle Warner(in)" zu apostrophieren bedarf es schon einer gewaltigen, jedwedem Intellekt diametral entgegengesetzten Anstrengung, lieber Max. Da kann man sich eigentlich nur noch an den Kopp fassen. Tanja Krienen, am 28. Juli 2010 um 14:40 ( Link ) Ich verstehe Verdorbenheit, man errät es bereits, im Sinne von decadence: meine Behauptung ist, dass alle Werte, in denen jetzt die Menschheit ihre oberste Wünschbarkeit zusammenfasst, decadence-Werte sind. Ich nenne ein Tier, eine Gattung, ein Individuum verdorben, wenn es seine Instinkte verliert, wenn es wählt, wenn es vorzieht, was ihm nachteilig ist. Eine Geschichte der »höheren Gefühle«, der »Ideale der Menschheit« -und es ist möglich, dass ich sie erzählen muss - wäre beinahe auch die Erklärung dafür, weshalb der Mensch so verdorben ist. Das Leben selbst gilt mir als Instinkt für Wachstum, für Dauer, für Häufung von Kräften, für Macht: wo der Wille zur Macht fehlt, gibt es Niedergang. Meine Behauptung ist, dass allen obersten Werten der Menschheit dieser Wille fehlt, - dass Niedergangs-Werte, nihilistische Werte unter den heiligsten Namen die Herrschaft führen. Friedrich Nietzsche someTHINK, am 29. Juli 2010 um 0:11 ( Link ) Diese verlogenen Betroffenheitsarien in den letzten Tagen ob des Unglücks bei der "Loveparade" kann ich nicht mehr hören. Jeder Depp gibt seinen überflüssigen Senf dazu und findet es gaaaaanz schrecklich, was Eva Herman geschrieben hat. Viel interessanter dagegen der Beitrag "Nach der Loveparade: Journalisten schmeißen Eva Herman mal wieder einen Stein hinterher" von Udo Ulfkotte auf Kopp-Online. Da ist dann u. a. zu lesen:
Ich habe damals für Eva Herman Partei ergriffen, und ich tu es auch jetzt. Denn es geht hier gar nicht um berechtigte Kritik an ihr, sondern um pure Rache - weil Herman die Verlogenheit der Medien thematisierte. Man verzeiht ihr dies nicht und hat einen willkommenen Angriffspunkt gefunden, dem sich auch Medienclown Stefan Niggemeier nicht entziehen konnte. someTHINK, am 29. Juli 2010 um 0:36 ( Link ) Jährlich gibt es schätzungsweise 2000 Selbstmorde in der BRD durch Mobbing. Wo bleiben da die empörten Reaktionen, Kerzen, Lichterketten etc.? Kalwies, am 29. Juli 2010 um 11:06 ( Link ) haben Sie die Live-Bilder gesehen, auf denen Teilnehmer der Loveparade neben den Rettungs- und Leichenwagen tanzten, in denen die Opfer des Unglücks abtransportiert wurden? Komisch, irgendwie nicht. Ich habe mir wirklich eine Menge Videos angesehen, aber auf keinem das genannte gesehen. Können Sie vielleicht mit einem Link weiterhelfen? someTHINK, am 29. Juli 2010 um 11:35 ( Link )
Nein, kann ich leider nicht. Antonius Clausthal, am 29. Juli 2010 um 13:38 ( Link ) @Kalwies, natürlich hat "@someTHINK" noch sonst irgendein einer der sich in solchen Fällen stets auffällig zu Wort meldenden Verschwörungsfetischisten im Dunstkreis einer durchgeknallten Eva Herman und ihrem esoterischen Kopp-Verlag weder einen solchen noch irgendwelche anderen "Beweise" für ihr zahllosen an den Haaren herbeigezogenen, kruden Behauptungen und Unterstellungen. Wie üblich bei solchen Endzeitfanatikern können keinerlei Belege für ihre Weltuntergangsszenarien geliefert werden, Wohlgleich laufen die Heils- wie Verschwörungsbotschaften dieser Taschenspieler grundsätzlich nahezu nach dem gleichen, durchsichtigen Schema ab: Zuerst einmal wird etwas "Unglaubliches" behauptet, das vorgeblich "von interessierter Seite unter allen Umständen unterdrückt bzw. verheimlicht" werden soll. Zum "Beweis" werden sämtliche Umstände angeführt, die auf den ersten Blick durchaus suspekt erscheinen und/oder aus unterschiedlichsten Gründen nicht sofort widerlegt werden können. Anschießend werden ausschließlich sog. "Beweise" und Umstände zugelassen, die diese Thesen stützen, wie ungeheuerlich, unglaublich oder verstiegen sie auch sei nmögen. Jegliche noch so eindeutige gegenteilige Argumente und Belege werden sofort ausschließlich als "üble Fälschungen enttarnt", ausschließlich von den "Verschwörern" benutzt, um die (selbsternannten) "Kritiker" über ihre eigentlichen wahren Interessen und Machenschaften "zu täuschen". In der Tat zeichnen sich einschlägige Verschwörungsfanatiker und pseudo- wie religiöse Eiferer fast immer dadurch aus, bei jedweder Gelegenheit stante pede mit den wüstesten Unterstellungen präsent zu sein, für die sie aus allen erdenklichen Ecken "unwiderlegbare Beweise" zu haben behaupten, die sich entweder sofort als grober Unfug, spätestens bei genauerer Prüfung als Scharlatanerie entpuppen. Dies wird nach einem solchen Riesen-Tamtam nicht nur von einem großen Teil solchermaßen Infizierter, sondern eben auch einer Vielzahl wirklich kritischer Menschen häufig kaum noch, zum Teil überhaupt nicht mehr bewusst wahrgenommen, so dass letztlich nicht die zwischenzeitlich längst erwiesenen Tatsachen, sondern die haltlosen, makaberen Unterstellungen der Verschwörungsspinner als "allgemeines Wissen" in den Köpfen vieler dauerhaft verbleiben. Mit der weitergehenden Publiktion solch flatulenten Schwachsinns "öffnet Ihnen die Augen" (Koop) und verdient sich dabei someTHINK, am 29. Juli 2010 um 15:13 ( Link ) Na, da scheint es sich bei "Antonius Clausthal" offenbar um einen der Aufgeklärten dieser Gesellschaft zu handeln, die kritiklos alles aufsaugen, was die etablierten Medien als Wahrheit verkaufen. So würden sie auch heute noch daran glauben, dass in Sebnitz ein kleiner Junge von einer Horde Neo-Nazis ertränkt worden sei, wie ja auch die BILD damals groß titelte. someTHINK, am 29. Juli 2010 um 15:22 ( Link ) Apropos wüsteste Unterstellungen: Es ist allgemein üblich, Meinungsvertreter im Verlauf einer Diskussion mit den üblichen NS-Beleidigungen mundtot machen zu wollen. Auch Sperren sind an der Tagesordnung (wie im Web- oder GMX-Forum), wenn sich genügend Denunzianten gefunden haben, um unliebsame Andersdenkende loszuwerden. Antonius Clausthal, am 29. Juli 2010 um 17:56 ( Link ) Werter @someTHINK, unerhört finde ich, dass gegen „Herman gewettert“ wird, weder gegen Hermann den Cherusker, noch gegen Hermann Göring. Da sei Eva Herrmann-Herman vor. Gegen das von Ihnen erwähnte „Mundtotmachen“ bin ich auch wie Sie, gegen jedes Totmachen und gegen die Todesstrafe dafür oder dagegen natürlich auch. Nur gegen Kaputtlachen habe ich aus religiösen Gründen absolut nichts einzuwenden. Und Sie als Vertreter paranoider Grenzwissenschaften zu „denunzieren“ würde mir ebenfalls im Traum nicht einfallen, schließlich dürfen lt. Grundgesetz sogar paramilitärische Vertreter ungehindert ihrem Tagwerk nachgehen, leistet mir mein Parapluie seit Jahrzehnten wertvolle Dienste und Paracetamol ist unbestritten eine der preiswertesten, wirkungsvollsten Schmerzmittel, dabei frei von fast allen Nebenwirkungen sogar für Säuglinge verträglich. Und selbst unser paranormaler Erzbischof ....... ach, lassen wir das. Letztendlich bin ich natürlich überaus entzückt, dass Sie als fleißiger Adept des ehrenwerten, international renommierten Wissenschaftsverlages Kopp und somit Erleuchteter meine Dienstanweisung für Verschwörungsfanatiker überaus sorgfältig, Punkt für Punkt abgearbeitet, damit nicht nur sämtliche Klischees Ihrer weltumspannenden Allwissenheit nahezu meisterhaft brillierend zum Vortrage gebracht, sondern in unübertrefflicher Weise alle Vorurteile gegenüber Ihrer Disziplin vollauf bestätigt haben. Ich hab Sie auch lieb und danke Ihnen. Tanja Krienen, am 29. Juli 2010 um 17:59 ( Link ) Antonius Clausthal. Solche Trolle sollte man wirklich ignorieren. Es wäre besser, wenn alle unter Klarnamen schreiben würden, so, wie es in den Regeln nahegelegt wird. Antonius Clausthal, am 29. Juli 2010 um 18:05 ( Link ) @Tanja, da haben Sie völlig recht. Aber wir haben doch sonst nichts. ;-)) PS: Antonius Clausthal ist mein "Klarname", völlig alkoholfrei. Schönen Gruß Antonius someTHINK, am 29. Juli 2010 um 19:55 ( Link ) @Tanja Krienen: Sie bezeichnen mich als Troll? Sicherlich können Sie das auch näher begründen, oder darf ich Sie auch als Troll bezeichnen? @Antonius Clausthal: Sicherlich kommen Sie sich sehr witzig vor, und ich gehe auch davon aus, dass Sie in einer Kabarett-Sitzung gut aufgehoben wären. Haben Sie sonst noch irgendwelche sachlichen Argumente, oder belassen Sie es doch eher bei Ihren in Form, aber nicht Inhalt überzeugenden Aussagen? Wissen Sie, ich bevorzuge die einfache Sprache und muss fehlenden Inhalt nicht durch hochtrabenden Schreibstil ersetzen. Mag sein, dass Sie einfachere Naturen dadurch überzeugen können, aber die beißen schon an, wenn Buzzwords wie "rechtsextrem" in den Raum geworfen werden. someTHINK, am 29. Juli 2010 um 19:58 ( Link )
Sicher. Und mein "Klarname" ist Some Think. :D Antonius Clausthal, am 29. Juli 2010 um 23:50 ( Link ) Hallo @Tanja, als hätten Sie's geahnt: "Eva Herman und der Kopp-Verlag – die Könige der Trolle" http://www.indiskretionehrensache.de/2010/07/eva-herrman-und-der-kopp-verlag-die-herren-der-trolle/ Gruß Antonius Antonius Clausthal, am 29. Juli 2010 um 23:56 ( Link ) @someTHINK, Und mein "Klarname" ist Some Think. :D dabei hätte ich todsicher auf @noTHINK oder war es noTHING gettippt. But noBODY is perfuckt. someTHINK, am 30. Juli 2010 um 0:09 ( Link ) @Antonius Clausthal: Aus der von Ihnen verlinkten Site (ist das Ihre?):
Das passt ja wunderbar auf Sie. :D Antonius Clausthal, am 30. Juli 2010 um 0:38 ( Link ) Lieber @noSKINK, Sie sind ja ein richtig Origineller. Wenn Sie jetzt noch das nötige Selbstbewusstlossein in Ihrer Reki-Gruppe entwickeln, könnte aus Ihnen dereinst ein strammer Poster und Gesprächspartner werden. Nur noch ganz wenige Schritte und die Welt steht Ihnen so offen wie Ihre H... Vertrauen Sie mir, Sie sind ein wirkliches Latent, echt bemerkenslos. Ihr Froind und stets Vörderster A. Clausthaler someTHINK, am 30. Juli 2010 um 1:17 ( Link ) @Antonius Klothal: Leuten wie Ihnen kann man nur wiedersprechen. Tanja Krienen, am 30. Juli 2010 um 7:40 ( Link ) someTHINK - nein, nicht Sie, wahrscheinlich war mein Posting missverständlich. someTHINK, am 30. Juli 2010 um 9:56 ( Link ) @Tanja Krienen: Das dachte ich mir im Nachhinein auch. Entschuldigung. Tanja Krienen, am 30. Juli 2010 um 11:00 ( Link ) Ich hab mich zu entschuldigen. Beste Grüße cognos23, am 30. Juli 2010 um 18:12 ( Link ) Tanja Krienen, am 30. Juli 2010 um 19:04 ( Link ) Fazit: Eva Herman wird nur vordergründig wegen ihrer falschen Töne gehasst, in Wirklichkeit aber wegen der erdrückend richtigen, will sagen: die Kritik ist nur vorgeschoben, den Kritikern passt die ganze Richtung nicht. Eva Herman ist eine der wenigen Menschen - übrigens quer durch die politischen Richtungen - die sich eine öffentliche KULTURKRITIK an fragwürdigen Darbietungen erlaubt. So etwas wird bestraft. Noch ein Nachsatz: Seit wann wird das Milieu um Käsmann und Co wegen des religiösen Inhaltes angegriffen? Da ist doch jeder Satz, mit dem der gesellschaftliche Kulturrelativismus aus religiösen Mythen begründet wird, eine Offenbarung, Moses 2.0, Gebote 11 bis 20, sozusagen. cognos23, am 30. Juli 2010 um 19:50 ( Link )
Tanja Krienen, am 31. Juli 2010 um 9:15 ( Link ) Cognos, unfreiwillig haben Sie damit einen in der Sache völlig richtigen Hinweis gegeben: Eva Herman ist kein Nazi, im Gegenteil: die schwulen, resp. asexuellen Herren, stehen in scharfer Gegnerschaft zu ihr. cognos23, am 31. Juli 2010 um 13:27 ( Link ) Ja Tanja, ich bedaure, dass ich Ihnen -unfreiwillig- diese Interpretationsmöglichkeit zugespielt habe. In Richtung "Deutschland ist keine Viehzucht Monsantos" wäre eine andere -etwas weiter gedachte- Möglichkeit. Ich habe niemals behauptet, dass die Eva eine Braun wäre - nichtsdestotrotz ist sie ebenso fehlgeleitet wie unser eifreier Adi. Die gesamte moralisierende Entität "Eva Herman" ist einfach nur zum wegschmeißen - was nicht heißen soll, dass es bei ihren Mainstream-Kritikern anders wäre. Deshalb das Bild - das Lachen sollte niemals vergessen werden. Auch dann nicht, wenn im Großen und Ganzen die Eva-Diskussionen immer in verängstigte Grenzdebilitäten abdriften. Tanja Krienen, am 31. Juli 2010 um 14:32 ( Link ) Überhaupt aber tragen glänzende, rauschende Feste und Lustbarkeiten stets eine Leere, wohl gar einen Misston im Innern, schon weil sie dem Elend und der Dürftigkeit unseres Daseins laut widersprechen, und der Kontrast erhöht die Wahrheit. Aus „Paränesen und Maximen“ von Arthur Schopenhauer Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Hanserwin, am 26. Juli 2010 um 12:18 ( Link )
ich vermisse in den Worthülsen der nicht betroffenen aber betroffen dreinguckenden Berufs-Betroffenheitsheuchler die Betonung des multikulturellen und integrativen Charakters der Love-Parade. Ayshe lässt Kopftuch und Burka nach reichlichem XTC-Genuss fallen und kann somit als voll-integriert betrachtet werden.