08. Juli 2010

Atlas-Shrugged-Film Dreharbeiten haben begonnen

Alles eine Nummer kleiner als gedacht

(ef-AFL) Das 53 Jahre alte Hauptwerk der russisch-amerikanischen Kapitalismus-Ikone Ayn Rand, Atlas Shrugged (deutsch: „Wer ist John Galt?“) sieht viele jener Entwicklungen voraus, die nun in der Wirtschaftskrise offenbar werden. „eigentümlich frei“ berichtete im Mai anlässlich einer Schwerpunktausgabe über Ayn Rand: „Die Verkaufszahlen ihrer Bücher jenseits des Atlantiks brechen immer neue Rekorde. Im letzten Jahr (2009) wurden erstmals mehr als eine Million Exemplare ihrer vier Romane verkauft, 2008 waren es damals bereits aufsehenerregende 500.000 Stück der hochbetagten Bücher. Alleine das 53 Jahre alte Magnum opus Atlas Shrugged wurde in den USA alleine 2009 mehr als eine halbe Million Mal verkauft – macht von diesem Roman seit Erscheinen mehr als sieben Millionen verkaufte Exemplare, alleine in den USA. Mit mehr Herzblut als Ayn Rand hat niemand den Kapitalismus moralisch verteidigt.“

Dazu aus Atlas Shrugged eine kleine Kostprobe: „Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, dass Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, dass man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, dass das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, dass Menschen durch Korruption und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, dass die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

Nach jahrelangem Hin und Her, an dem neben der sprichwörtlichen Schwere des Werks (weit mehr als Tausend Seiten) auch die berüchtigten Nachlassverwalter vom Ayn Rand Institute nicht schuldlos sind, hat Mitte Juni der seit vielen Jahren erwartete Drehstart zur Verfilmung des Werks begonnen.

Dabei sind nun nicht mehr wie in einem anderen Projekt lange geplant Angelina Jolie, Russell Crowe und Brad Pitt, sondern unter Regisseur Paul Johansson, der selbst auch John Galt spielt, Taylor Schilling als Dagny Taggart und Grant Bowler als Hank Rearden. Der Film soll 2011 in den amerikanischen Kinos anlaufen.


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