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Angela Merkel in der Krise: Das sitzt sie ausvon Petr Bystron Die Kanzlerin ist noch lange nicht am Ende Dem Medienbild nach zu urteilen, müsste Angela Merkel längst tot sein – politisch versteht sich. Die mit so vielen Hoffnungen ihrer Wähler beladene konservativ-liberale Koalition hat bisher keines ihrer Wahlversprechen eingelöst. Stattdessen eilt sie von einem Krisengipfel zum anderen. Und selbst diese werden immer schäbiger. Am Anfang ging’s noch nobel: Auf Schloss Meseberg tagte die ganze Regierung zwei Tage lang. Ein echtes „Team-Building“ sollte es werden, neuer „Spirit“ sollte hergestellt werden, ein Teamgeist sollte die Akteure durchströmen und für die kommenden Herausforderungen stärken. Das war im November letzten Jahres. Half nichts, denn schon Mitte Januar mussten Guido Westerwelle und Horst Seehofer am Sonntag ins Kanzleramt zum Krisengipfel Nr. 2 antanzen. Nach zwei Stunden wollte man vor der Presse noch immer Teamgeist demonstrieren und ist gemeinsam zum Abendessen ins Restaurant aufgebrochen. Die drei Parteichefs verbringen den Sonntagabend miteinander – ach wie kuschelig! Noch mal zwei Monate später, im März, da verzichtete man sogar auf das gemeinsame Essen nach dem Krisengipfel im Kanzleramt. So mies war die Stimmung mittlerweile. Es folgte der härteste Abgang eines Bundespräsidenten in der Geschichte der Republik. Von einem Tag auf den anderen nahm Köhler seinen Hut. Er teilte seine Entscheidung der Kanzlerin nur Stunden vor der entscheidenden Pressekonferenz mit – und zwar telefonisch. Das lässt ja auf eine sehr gute Beziehung zwischen den beiden „Spitzenkräften“ des Landes schließen. Die folgende Wahl des Bundespräsidenten und die Stimmen-Verweigerung für Merkels Kandidaten Wulff im ersten und zweiten Wahlgang waren natürlich eine Ohrfeige für Merkel. Na und? Sie findet das Ergebnis „zufriedenstellend“, ließ die Kanzlerin die verdutzten Presseleute gleich nach der Wahl wissen. Warum auch nicht? Wichtig ist doch, was hinten rauskommt. Und hinten kam raus: Der letzte stellvertretende Parteivorsitzende, der ihr noch hätte gefährlich werden können, wurde eben nach oben hinauskomplimentiert. Die anderen beiden längst entmachtet – Rüttgers durch die Wahlschlappe bei den Landtagswahlen und Koch durch seinen Abschied aus der Politik. Natürlich brodelt es in der Partei. Und die Störenfriede aus Bayern werden auch keine Ruhe geben. Seehofer und Söder werden weiterhin intrigieren, was das Zeug hält. Doch reicht es, um die Koalition zu sprengen? Die FDP wird nach elf Jahren Opposition alles dafür tun, um an der Macht zu bleiben. Darin ist sie der zuverlässigste Verbündete der Kanzlerin. Und Merkel selbst? Sie wird weiter das tun, was ihr bisher den Machterhalt gesichert hat: Den anderen dabei zusehen, wie sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen und warten. Und bei Gelegenheit, zum Beispiel wenn das Finanzministerium den Konjunkturaufschwung vermeldet, oder die Bundesagentur für Arbeit niedrigere Arbeitslosenzahlen, dann stellt sie sich vor die hellblaue Wand der Bundespressekonferenz, wird sich zufrieden die Hände reiben und aller Welt mit einem Lächeln verkünden: „Na sehen Sie, das haben wir doch prima hinbekommen!“ 06. Juli 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. 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Wenn im nächsten Jahr eine Landtagswahl nach der anderen in die Hose zu gehen droht, werden viele Nachwuchspoltiker um ihre Karrieerechancen fürchten. Warum sollten sie nicht den Aufstand planen? bernd_lessing, am 06. Juli 2010 um 16:04 ( Link ) Nicht auszuschließen, dass Angela Merkel sich mit der "Methode Aussitzen" noch eine Weile durchwurstelt. Nicht auszuschließen, dass es zu einem innerparteilichen Putsch kommt. Viel spannender als die Spekulation darüber finde ich aber die Frage, WARUM sich unsere Regierung in diesem Zustand befindet. Das alles einer Person anzulasten, ist ein wenig banal. Ich habe zunehmend den Eindruck, dass es zu dieser Lähmung kommt, weil es keine wirklichen Handlungsoptionen mehr gibt. Bestimmte Sachzwänge (z.B. die "Verhaftung" Deutschlands im Euro, die bestehende Staatsverschuldung, komplett kaputte Sozialsysteme ...) lassen normale Maßnahmen der Politik praktisch witzlos erscheinen. Bestenfalls kann man durch kleine Entscheidungen (wie heute die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge) noch ein wenig Zeit kaufen. Doch die Maßnahmen, die es wirklich brauchte, um die anstehenden Probleme zu lösen, sind derzeit schlicht nicht durchsetzbar - weil die Bevölkerung den Ernst der Lage nicht begriffen hat, die Schuldigen am falschen Ort (Spekulanten ...) sucht und letztlich die Politik zunächst einmal selbst massive Fehler eingestehen müsste. Will sagen: Das "Prinzip Merkel" spiegelt weniger die Verfasstheit der Bundeskanzlerin als vielmehr den Zustand unserer Repulik wider. Olaf Janowski, am 06. Juli 2010 um 16:40 ( Link ) Wenn im nächsten Jahr eine Landtagswahl nach der anderen in die Hose zu gehen droht, werden viele Nachwuchspoltiker um ihre Karrieerechancen fürchten. Warum sollten sie nicht den Aufstand planen? Solange die Erinnerung vielleicht bei dem einen oder anderen von uns noch einigermassen frisch ist: Wie lange hat es bei Gasgerd und Mister Benzinkanisterminister gedauert, bis sie weg vom Fenster waren? Wir kamen dann vom rotgrünen Regen in die schwarzrote Jauche mit Merkel. Den jetzigen Zustand von schwarz gelb kann man mit Fug und Recht als einen Fall für die Pathologie bezeichnen: halb bis dreivierteltot, aber eben nie ganz tot. Das Siechtum wird in der Tat noch ein ganzes Stückchen weit dauern, notwendig sind radikalchirurgische Schnitte gegen mannigfaltig wuchernde Metastasen in der gesamten Republik auf eigentlich allen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ebenen. Wenn das nicht kommt, hilft nur noch die aktive Sterbehilfe oder - eventuell, aber dafür fehlt mir der Glaube - eine Chemotherapie in Form eines 1848 2.0 ... Unangenehm und schmerzhaft wie jede Revolution, aber eventuell erfolgversprechend. Wenn es nicht jetzt schon zu spät ist und wir gerade unfreiwillige Gäste im Hospiz BRD sind. Olaf Janowski, am 06. Juli 2010 um 16:43 ( Link ) Will sagen: Das "Prinzip Merkel" spiegelt weniger die Verfasstheit der Bundeskanzlerin als vielmehr den Zustand unserer Repulik wider. @ Bernd Lessing: 100% Zustimmung. Pedro, am 06. Juli 2010 um 16:44 ( Link ) Will sagen: Das "Prinzip Merkel" spiegelt weniger die Verfasstheit der Bundeskanzlerin als vielmehr den Zustand unserer Republik wider. Diesen Satz kann ich blind unterschreiben. Frau Merkel ist doch nur das Gesicht der deutschen Gesellschaft, die man als faul und wesensschwach bezeichnen könnte. Das Volk macht es sich in solchen Angelegenheiten meist zu leicht. Wie Hitler wurden auch Kanzler wie Schröder oder Merkel gewählt. Dies zeugt bestenfalls von schlechtem Geschmack der Wähler, schlimmstenfalls von deren Dummheit. Forderungen an diese unfähige Regierung gibt es genug. Nur gehen die meisten Forderungen in die genau falsche Richtung (z.B. mehr Sozialleistungen, höhere Renten, Zuzug von nicht auf Intelligenz getesteten Menschen). Ein Volk, das derartige Forderungen an seine Regierung stellt, muss sich nicht wundern, wenn die Regierung ihre Aktivitäten einstellt. Das Problem löst sich in 3 Jahren ganz von selbst. Der kommende Bundeskanzler Gabriel gibt dem schwer angeschlagenen Deutschland den Rest. EEkat, am 06. Juli 2010 um 17:01 ( Link ) @Volksgenossen! Der Untertitel Die Kanzlerin ist noch lange nicht am Ende ist sowohl richtig, als auch unvollständig. Die gesamte Dressurelite, unsere Parteien also, sind samt und sonders ohne jede Figur, der man noch das Kanzleramt zutrauen würde. Das ist ein ganz starkes Pfund, mit dem Frau Merkel wuchern kann. Wer sollte ihr nachfolgen? Unvollständig ist der Untertitel also dahingehend, wer oder was der Frau Merkel folgen soll wird. Die Antwort lautet: Wenn Frau Merkel am Ende ist, ist auch die BRD am Ende. Wir bewegen uns darauf zu. Glaubt ihr nicht? Resümieren wir, was unter der Frau Merkel inzwischen geschehen ist. Klimapolitik mit der Forderung, einen Umbau unserer Gesellschaft und Wirtschaft in Gang zu setzen Lissabon- Vertrag, mit dem unsäglichen Vorgang der Begleitgesetze, welche unsere Bürgerrechte aus der Hand gaben bis hin zur Stützung Griechenlands, der dabei über die Planke gegangenen EZB. Rückzug von Köhler, ohne richtige Begründung bis hin zur Art der Intronisierung von Wulff. Fraktionsübergreifende Verurteilung von Israel, auf deren Selbstverteidigung nicht verzichten zu wollen. Unsere politische Klasse ist am Ende. Welches Profil aus diesen Reihen sollte einer Merkel nachfolgen? Abwarten ab, bis der Euro wieder gestiegen sein wird, er ist dazu bereits im Begriff. Dann verlöscht auch das Strohfeuer unserer verhaßten Automobil-Exporte. Das stupide Bankenbashing unter Merkel, die lachhaften Blamagen, den weltweiten Geldverfkehr unter mecklenburg-vorpiommersche Vorstellungen zu zwingen, all das ist nicht mehr zu toppen. Wir leben über unsere Verhältnisse, so Merkel in ihrer Silvester- Ansprache 2008. Mit solch einem Programm hält die Frau sich seitdem auf den Füßen. Das sagt etwas über unser Land. Und über sein Ende. EEkat Olaf Janowski, am 06. Juli 2010 um 17:06 ( Link ) Der kommende Bundeskanzler Gabriel gibt dem schwer angeschlagenen Deutschland den Rest. Ach, Frau Merkel lässt sich scheiden und heiratet den Sigmar? Sie haben eine prophetische Weitsicht, Pedro. Olaf Janowski, am 06. Juli 2010 um 17:28 ( Link ) Natürlich brodelt es in der Partei. Und die Störenfriede aus Bayern werden auch keine Ruhe geben. Seehofer und Söder werden weiterhin intrigieren, was das Zeug hält. Doch reicht es, um die Koalition zu sprengen? Mittlerweile kommt fundamentale Kritik auch aus Hessen: Giovanni, am 06. Juli 2010 um 17:39 ( Link ) Die Merkel-Kritiker der CDU/CSU-Fraktion sollten ihre Chefin, die ihre Entscheidungen nicht begründet, sondern autoritär als "alternativlos" bezeichnet, zwingen, Farbe zu bekennen. Vor allem auch in der skandalösen Sache der "Euro-Rettung", bei der sich Merkel unter Mißachtung der Verfassung einem Diktat unterworfen hat. EEkat, am 06. Juli 2010 um 17:43 ( Link ) Wenn das alternativlos sein soll, muß man sich eine Alternative zu der einstigen FDJ-Sekretärin suchen und den Wulff kann sie auch gleich wieder mitnehmen. Olaf Janowski, am 06. Juli 2010 um 17:53 ( Link ) Man muss halt mit Chuzpe die Gunst der Stunde nutzen, wie das Lafontaine damals mit Scharping gemacht hat ... wir erinnern uns noch? Ist schon bisschen her, ich weiss ... Nur wen könnte man heute als Lafontaine und Schröder in der "C"DU/"C"SU bezeichnen? Da haben dann der Artikelschreiber als auch EEkat wieder recht, sie haben keine Männer von Format (nach Koch & Merz wirklich keine mehr!). Singaporean, am 06. Juli 2010 um 18:07 ( Link ) Die FDP wird nach elf Jahren Opposition alles dafür tun, um an der Macht zu bleiben Falsch! Die FDP unternimmt momentan alles, um bei der nächsten Bundestagswahl an der 5% Hürde zu scheitern. Olaf Janowski, am 06. Juli 2010 um 18:14 ( Link ) Bleibt es bei dem "Angebot" an politischen Parteien (der Markt funktioniert hier einfach nicht mehr!) ist auch die Frage nach der Wahlbeteiligung zu stellen... 50% ? Oder wie vor 2 1/2 Jahren in Frankfurt 29% ? Oder gar noch weniger, also nur noch die offensichtlichsten Nutzniesser des Systems? EEkat, am 06. Juli 2010 um 18:25 ( Link ) @Volksgenossen vielleicht sollten wir eine Art Allianz der nationalen Erneuerung ins Leben rufen. Meta-Ziel: ausmisten. Für jedes neue Gesetz müssen 2 Gesetze außer Kraft gesetzt werden. Ein Behörden-Programm mit dem Ziel, den Wirkungsgrad einer Behörde zum Kriterium seiner Existenzberechtigung zu machen. Beispiel. muß der Deutsche wetterdienst wirklich 2800 Bedienstete haben, oder würde es nicht langen, einfach den Kachelmann freizulassen? Sämtliche NGOs von der Subventionsliste streichen. Die EU- Anbindung auf das subsidaritäts-Prinzip umstellen. Was vor Ort gemacht + entschieden werden kann, wird ausschließlich vor Ort gemacht + entschieden. Vor Ort sitzen die Fachleute. Das EU- Parlament wird auf ein Kreuzfahrtschiff ausgelagert, das zukünftig nirgendwo mehr anlegen darf. Dann haben unsere EU- Parlamentarier das, was sie schon immer wollten. Die Funktionäre unserer Parteien dürfen sie dort besuchen. Mallorca wird 17. Bundesland, mit direkter Tunnelanbindung ans Ruhrgebiet. Im Ernst. Es sieht mau aus. Dies ist kein Land, dessen Bewohner jemals begreifen werden, daß Freiheit einen ungeheuren Aktiv-Posten darstellt, der uns sämtliche Mittel zur Verfügung stellen würde, alle unsere Probleme zu lösen. Der Nachteil ist zu groß, daß es dann ungerecht zugehen dürfte, weil jemand einen größeren Wagen fährt (neuerdings: mehr CO2 ausstößt) als der normale Zampano. Nee, Volksgenossen: das läuft schon alles seinen sozialitischen Gang. Die Führer-Option haben wir bereits hinter uns, die haben wir bekanntlich vergeigt. Außerdem wäre der führer mittlerweile wohl tot, und Merkel wäre Nachfolger. Kismet, wie unsere neudeutschen Anatolier sagen, wenn sie ihre Hatz IV-Beiträge vom Antirauchergesetz unbehelligt in ihren Wasserpfeifen verschmauchen. 1. Hauptsache, Holland fliegt heute abend raus. 2. Vielleicht fällt ein Komet auf das Regierungsviertel oder die Bayernpartei kommt an die Macht kommt, um Bayern abzuspalten. Im Moment ringen die noch mit dem Problem, wie sie die 1 %- Hürde überwinden können. Sie setzen dabei auf den Gang durch die Nikotinvergiftung wird sie jedenfalls nicht hindern. EEkat Idiosynkrasie, am 06. Juli 2010 um 18:47 ( Link ) Die FDP wird nach elf Jahren Opposition alles dafür tun, um an der Macht zu bleiben. Die FDP ist ein Konglomerat von inkompetenten und jämmerlichen Versagern. Die Republik erstickt am sozialistischen Einheitsbrei. Goldelse, am 06. Juli 2010 um 18:51 ( Link ) Das bürgerliche Lager ist zu unorganisiert, das linke dagegen sehr, von Steuergeldern. Man sieht es an der Volksabstimmung in Bayern, das führt ein fast minderjähriger (gesteuerter) Schnösel eine Antiraucherbewegung an und gewinnt. Keiner macht sich Gedanken um die Freiheit, die Wähler rennen diesem Milchbubi hinterher, der heute in allen Medien prangt. Sascha_Mueller, am 06. Juli 2010 um 19:37 ( Link ) Der Hauptfeind ist die ihre Wähler an diese Schickse verratende FDP mit Westerwelle, Niebel, Rösler, Brüderle und Schnarre!!! Diese Partei blaugelb lackierter Sozialisten muss zerschlagen werden, damit neues entstehen kann!!! Goldelse, am 06. Juli 2010 um 20:10 ( Link ) Diese Partei blaugelb lackierter Sozialisten muss zerschlagen werden, damit neues entstehen kann!!! Richtig! Es muss Neues entstehen. JMW, am 06. Juli 2010 um 20:12 ( Link ) Olaf Janowski schrieb am 06. Juli 2010 um 16:40 Wenn das nicht kommt, hilft nur noch die aktive Sterbehilfe oder - eventuell, aber dafür fehlt mir der Glaube - eine Chemotherapie in Form eines 1848 2.0 ... Märzforderungen u.a. - volle Pressefreiheit; - Schwurgerichte; - Volksbewaffnung; - gesamtdeutsches Parlament. Sollten wir uns dann in FaM treffen, geb ich einen aus. :-) JMW, am 06. Juli 2010 um 20:19 ( Link ) Der Hauptfeind ist die [...] FDP Stimmt schon. "Liberal" ist für den BRDler die FDP, die FDP aber mag er nicht, also mag er Liberale nicht - und also müssen Liberale die FDP wegmachen, damit der BRDler sie mögen lernen kann. Eine Orientierung an den 48ern mag da kein Fehler sein... Tanja Krienen, am 06. Juli 2010 um 21:25 ( Link ) "Keiner macht sich Gedanken um die Freiheit, die Wähler rennen diesem Milchbubi hinterher, der heute in allen Medien prangt." ÖPD - das ursprüngliche ökofaschistische Milieu der Esoteriker und Spinner aller Art, oder, wie jemand auf der "Achse des Blutes" richtig bemerkte: "Wenn das Überleben der Menschheit und Passivraucher auf dem Spiel steht und eine liberal-demokratische Regierungsform nicht zur Schonung der Betroffenen beitragen könne, müssten halt andere Maßnahmen greifen. Dann müsse der Staat „wegnehmen, entziehen, rationieren – und das nicht nur einer Gruppe, sondern allen! Er müsste eine Überlebensstrategie nicht nur konzipieren, sondern auch rücksichtslos durchsetzen“, schreibt Gruhl in seiner biblischen Schrift „Ein Planet wird geplündert“ auf Seite 307 in der Ausgabe von 1992. JMW, am 06. Juli 2010 um 22:32 ( Link ) "Wenn das Überleben der Menschheit auf dem Spiel steht" Och, naja, dann schon. Tanja Krienen, am 06. Juli 2010 um 23:02 ( Link ) ÖDP musste es natürlich heißen. Apropos heiß: Die listige Frau Heisig und was sie wirklich umbrachte - Tanja Krienen, am 06. Juli 2010 um 23:54 ( Link ) Die listige Frau Heisig und was sie wirklich umbrachte - Hanna Thiele, am 06. Juli 2010 um 23:59 ( Link ) Merkel wird weiterleben und so weitermachen, solange sie – einer Giftschlange gleich – mithilfe einiger weniger Satrapen jeden vernünftigen Ansatz einzelner Regierungsmitglieder lähmen kann, siehe z.B. Röttgen gegen Brüderles Ansätze. Es ist nicht „die FDP“, die an der Regierungsbeteiligung klebt bis zur Selbstaufgabe, es ist Westerwelle mit seinen ihm hörigen Satrapen. Die Stunde wäre günstig für Westerwelle, erhobenen Hauptes abzutreten, die Schuld auf sich zu nehmen, dass die FDP zu Merkels Fußabtreter werden konnte. Verpaßt er diese Stunde, wird er doch abtreten müssen, ruhmlos, mit eingezogenem Schwanz, wie ein geprügelter Hund. Und er riskiert, die FDP damit in die völlige Bedeutungslosigkeit zu bugsieren. Dr. Spiele, am 07. Juli 2010 um 0:43 ( Link ) Die listige Frau Heisig und was sie wirklich umbrachte - Als ich gestern davon las kam es mir auch sehr spanisch vor... Da stimmt was nicht! Fraggel, am 07. Juli 2010 um 0:58 ( Link ) Der kommende Bundeskanzler Gabriel gibt dem schwer angeschlagenen Deutschland den Rest. Kohl war schon übel. Schröder anmaßend. Merkel eine Zumutung Aber DIE Prophezeiung schlägt so ziemlich alles bisherige. Olaf Janowski, am 07. Juli 2010 um 1:02 ( Link ) @ Tanja & Spiele: Nach diversen munteren Mossad-Passfälschungen, Hacker-Selbstmorden in Polizeizellen, Ankündigungen von empfindlichen Übeln, missglückten Fallschirmöffnungen und Badewannenunfällen in schweizer Hotels wundert mich nichts mehr. Ich glaube, man hat seine Leute an den entscheidenden Stellen des Systems schon vor vielen Jahren installiert. Olaf Janowski, am 07. Juli 2010 um 1:04 ( Link ) Kohl war schon übel. Ja Fraggell, da ist mir Claudia Fatima Roth fast noch lieber. Fraggel, am 07. Juli 2010 um 1:05 ( Link ) Herr Janowski, übertreiben Sie es nicht. Olaf Janowski, am 07. Juli 2010 um 1:19 ( Link ) Herr Janowski, übertreiben Sie es nicht.
Olaf Janowski, am 07. Juli 2010 um 1:30 ( Link ) Also in Frankfurt "klappt" die schwarzgrüne Koalition schon seit Jahren. Der letzte Widerstand in der CDU Frankfurts wird gerade weggebissen (Patrick Schenk, Wolff Holtz e.a.). Petra Roth Interview in der FR nach den Austritten von Holtz und Schenk Ich befürchte ohne Übertreibung das Schlimmste auf Bundesebene in knapp 3 Jahren. Olaf Janowski, am 07. Juli 2010 um 2:08 ( Link ) Man müsste eigentlich nur diese Kräfte sammeln und vernetzen (Merz, Holtz, Schenk, SPD-Seeheimer, Wolfgang Clement etc. pp). dickbrettbohrer, am 07. Juli 2010 um 7:17 ( Link ) @Frigga Warum müssen Autoren, die doch ach so frei sind, den von unfähigen Bürokraten ausgeheckten und wider alle Grammatik durchgepeitschten Rechtschreibschwachsinn eigentlich mitmachen? Auf die Frage, weshalb in eifrei die staatliche Rechtschreibung „gepflegt“ wird, werden Sie keine Antwort bekommen. Sogar die sonst so gallig anspringenden Kommentatoren enthalten sich und ignorieren jeden diesbezüglichen Eintrag. Als ob der Verfall der Rechtschreibung nicht eine deutliche Warnung wäre! Die Schrift gehört dem Volk. Der Staat hat die Finger davon zu lassen. Die Orthographie ist, wie die Marktwirtschaft, ein selbstregelndes System, das im Laufe der Jahrhunderte durch die Praxis der Mitwirkenden geformt worden ist und sich niemals durch Menschen konstruieren oder verbessern ließe! Wo immer man auch willkürlich eingreift, entsteht Schaden – genau wie in der Marktwirtschaft. Ist dies nicht augenfällig für jeden bewiesen? Inzwischen haben wir eine orthographische Planwirtschaft. Alle paar Jahre kommen neue Regeln heraus, ein (vermeintlich) lukratives Geschäft für die staatsnah agierenden Wörterbuchverlage des industriell-kulturellen Staatskomplexes. Im Grunde ist die Praxis des Herausgebers paradox; seine Zeitschrift hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen Unfreiheit, Etatismus und Dogmatik zu protestieren. „Mehr netto!“ ist der sympathische Schlachtruf. Um sein Anliegen zu verbreiten, benutzt der Herausgeber jedoch die verstümmelten Werkzeuge der Plan- und Nivellierungswirtschaft, die er doch gerade kritisieren will. Damit verhält er sich so paradox wie jener, der mit dem Auto zu einer Demonstration zur Abschaffung von Autos fährt. Wem ist schon bekannt, daß die lächerliche Idee einer „Rechtschreibreform“ im Dritten Reich wurzelt; die Verwirklichung scheiterte an den Kriegswirren. Nach 1945 köchelte der Orthographieerlösungswahn in der DDR weiter. Dann kam die Wiedervereinigung. Nun sahen die Träger der größenwahnsinnigen Idee, Rechtschreibung neu konstruieren zu können, endlich ihre große Chance gekommen. Und jetzt haben wir sie – Honeckers späte Rache. Diese Stümmelrechtschreibung wird nicht nur das Schriftgut, sondern auch unser Denken zerstören, wenn nicht bald Halt geboten wird. Es macht keine Freude mehr zu lesen. Prof. Dr. Dr. Wachter, der an den Universitäten Basel und Lausanne lehrt, verglich gute Rechtschreibung mit einer blankgeputzten Fensterscheibe, durch die man das Landschaftspanorama anschaut. Eine blanke Fensterscheibe falle überhaupt nicht auf, erst Flecken darauf störten die Aussicht. So sei es auch mit der Rechtschreibung. Durch den zunehmenden Schmutz auf der „Scheibe“ verliert das Lesen seinen Reiz. Sprache ist eine Waffe, haltet sie scharf! Diese Warnung hat der unglückliche Tucholsky dem Volk hinterlassen. Es scheint eben schwer zu begreifen, welchen Bärendienst man den zukünftigen Generationen erweist, wenn man die Sprachpanscherei freiwillig mitmacht. Man muß sich leider damit abfinden, allenthalben mit legasthenisierten Texten konfrontiert zu werden. Man kann den Fehlern genausowenig ausweichen wie dem Zigarettenqualm in der Rauchkneipe. Es muß jedoch gesagt sein: jeder einzelne, der diesen staatlich oktroyierten Mist freiwillig – freiwillig!!! – mitmacht, trägt zur stückweisen Zerstörung der Sprachkultur einer einstmals hochstehenden Gemeinschaft bei. Diesen bitteren Vorwurf mache ich allen Verlegern libertärer Schriften, die sich ganz ohne Zwang unterworfen haben. Begreifen kann man das nicht. Frigga, Sie werden keine Antwort auf Ihre Frage bekommen. Ungefragt wird jeder Text von Autoren von der Redaktion in die Mängelrechtschreibung der intellektuellen Planwirtschaft übertragen; Folge: Kommas fehlen, daß und das werden verwechselt, Worttrümmer erschweren das Verständnis. Klaus Reichert, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, hat in einem Interview auf der Deutschen Welle am 21.2.2009 folgendes gesagt: „Die Politik soll um Gottes Willen die Finger von der Sprache lassen. Sie hat es ja auf katastrophale Weise getan im Zusammenhang mit dieser sogenannten »Rechtschreibreform«, die eine einzige Zerstörung der Ordnung der Rechtschreibung war, die wir einmal hatten. Kein Land der Welt würde sich trauen, per Regierung einzugreifen in die gewachsene Sprache. Schlimm ist auch, daß man die Absicht hatte, mit dieser Rechtschreibreform das Deutsche so zu versimpeln, daß es anscheinend nicht schwierig ist. Aber das ist der falsche Ansatz; man muß viel verlangen von den Kindern, wenn sie in den Kindergarten und in die Schule kommen, und die werden da schon mitkommen, wenn sie richtig angeleitet, gefordert und gefördert werden. Man darf die Latte nicht auf den Boden legen, man muß sie hoch hängen.“ Was für die Schule gilt, sollte auch für eifrei Geltung besitzen. EmilS, am 07. Juli 2010 um 9:46 ( Link ) @dickbrettbohrer Ich stimme Ihren Ausführungen durchaus zu. Nur eine Anmerkung: Die Rechtschreibreform "wurzelte" keineswegs im Dritten Reich; sie geht auf die "Orthographische Konferenz" von 1876 bzw. 1901 zurück, bei welcher die Rechtschreibung für alle deutschsprachigen Länder standartisiert wurde. dickbrettbohrer, am 07. Juli 2010 um 10:12 ( Link ) @EmilS Danke für den korrigierenden Hinweis! Olaf Janowski, am 07. Juli 2010 um 10:52 ( Link ) @ EmilS: Es sollte "standardisiert" statt wie von Ihnen geschrieben "standartisiert" heissen?! EmilS, am 07. Juli 2010 um 11:06 ( Link ) Ja, ich weiß. Ich habe nicht nachgedacht und es gibt leider keine Editierfunktion. Danke trotzdem für den Hinweis. Rado, am 07. Juli 2010 um 12:04 ( Link ) Als vormaliger FDJ Führungskader hat sich die aalglatte Merkel alias "IM Erika" schon aus ganz anderen Situationen herausgewunden. Olaf Janowski, am 07. Juli 2010 um 13:11 ( Link ) Mal aus der Wikipedia den entscheidenden Absatz über Merkels Vita hier rein: "Während der Wende in der DDR im Herbst 1989 zeichnete sich ab, dass sich einerseits im Osten Deutschlands neue, demokratische Parteistrukturen herausbilden würden und dass andererseits die Institute der Akademie der Wissenschaften in ihrer bisherigen Form nicht weiter bestehen würden (tatsächlich wurden sie später zum 31. Dezember 1991 aufgelöst). Die Macht der SED über den Staat bröckelte, am 4. November 1989 fand die Alexanderplatz-Demonstration „gegen Gewalt und für verfassungsmäßige Rechte, Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit“ statt. Etwa einen Monat später begann Merkel beim neu gegründeten Demokratischen Aufbruch (DA) zu arbeiten, zunächst im Dezember 1989 unentgeltlich als provisorische EDV-Administratorin, ab Februar 1990 dann hauptberuflich als Sachbearbeiterin in der persönlichen Arbeitsumgebung des Vorsitzenden Wolfgang Schnur in der Ost-Berliner Geschäftsstelle. Später folgten der Entwurf von Flugblättern, die Ernennung zur Pressesprecherin durch Schnur und die Mitgliedschaft im Vorstand des DA. Laut Merkels Biograf Gerd Langguth haben sich zahlreiche ihrer Freunden und Bekannten aus den 1970er und den 1980er-Jahren irritiert darüber geäußert, dass sie letztendlich CDU-Politikerin wurde, da sie eine weltanschauliche Nähe zu den Grünen vermuteten. Daraus ergibt sich der Gedanke, Merkel habe sich von ihrer Mutter (die nach der Wiedervereinigung der SPD beitrat) und von ihrem Vater emanzipieren wollen, der die Parteien-Demokratie grundsätzlich als „Klüngel-System“ abtat. Der Demokratische Aufbruch schwankte zunächst noch stark in den politischen Perspektiven und galt eine Zeitlang wie die anderen Vereinigungen der Bürgerbewegung (Neues Forum, Demokratie Jetzt) prinzipiell als links. Bald brach aber eine Haltung durch, aus der heraus man den Sozialismus grundsätzlich ablehnte. Dies verstärkte sich, als Anfang 1990 konservative westdeutsche Politiker auf die erste demokratische Volkskammerwahl am 18. März 1990 hinarbeiteten und Volker Rühe als Generalsekretär der westdeutschen CDU am 5. Februar 1990 das Wahlbündnis Allianz für Deutschland begründete. Der DA nahm darin als neu gegründete Bürgerbewegung eine Schlüsselstellung ein: Helmut Kohl, der damalige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende, wollte nicht allein auf die Ost-CDU (die als Blockpartei vorbelastet war) oder die der CSU nahestehende Deutsche Soziale Union (DSU) setzen. Das Ansehen des DA wurde allerdings erheblich geschädigt, als wenige Tage vor der Wahl Schnurs Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) bekannt wurde. Merkel leitete die Pressekonferenz, auf der der DA-Vorstand seine Betroffenheit über diese Tätigkeit äußerte." Hier wäre die Rolle von Wolfgang Schnur mal zu beleuchten - und die Tatsache, das sie damals den noch sehr offen sozialistisch agierenden Grünen nahegestanden hätte. Frigga, am 07. Juli 2010 um 16:39 ( Link ) @dickbrettbohrer: Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Frigga, am 06. Juli 2010 um 15:35 ( Link )
Im obigen Text fehlt ein entscheidendes Komma. "Den anderen dabei zusehen, wie sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen und warten." Wer wartet da wohl?
Und mein "Ceterum censeo": Warum müssen Autoren, die doch ach so frei sind, den von unfähigen Bürokraten ausgeheckten und wider alle Grammatik durchgepeitschten Rechtschreibschwachsinn eigentlich mitmachen?