Andreas Tögel

Jg. 1957, Kaufmann in Wien.

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Waffenbesitz: Der Wilde Westen und die linke Journaille

von Andreas Tögel

USA vor dem „Kulturkrieg“?

Ein Urteil des höchsten US-Bundesgerichts sorgt für helles Entsetzen in den Reihen der Berufsbetroffenen. Die veröffentlichte Meinung beidseits des Atlantiks ist empört. Es geht – wieder einmal – um den privaten Waffenbesitz, dem in den USA erheblich höherer Stellenwert zukommt als in der Alten Welt. Das Vertrauen der Amerikaner in die Unfehlbarkeit staatlicher Behörden im allgemeinen und in die der hoheitlichen Sicherheitsproduzenten im besonderen hält sich, mehr als 200 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung und ganz anders als im bedingungslos obrigkeitsgläubigen Europa – immer noch in überschaubaren Grenzen. Privater Waffenbesitz gilt daher für viele US-Bürger als Gradmesser für Freiheit, Selbstbestimmung und -Verantwortung. „Nur aus meinen kalten, toten Fingern“, meinte der verstorbene Chef der „National Rifle Association“ (NRA) Charlton Heston einst, würde man ihm seine Waffe nehmen können, und er sprach damit vielen Amerikanern aus der Seele.

Das höchste Bundesgericht hat mit seiner jüngsten Entscheidung kommunale Einschränkungen des im Zweiten Verfassungszusatz („Second Amendment“) garantierten Rechts auf privaten Waffenbesitz – namentlich einen einschlägigen Waffenbann in Chicago – für illegal erklärt. Schon vor zwei Jahren hat ein ähnliches Urteil – damals ging es um den Waffenbesitz in Washington D. C. – einigen Staub aufgewirbelt.

Gegner privaten Waffenbesitzes – wie der amtierende US-Präsident durch die Bank Linke und nahezu allesamt in einem Naheverhältnis zum Staat stehend – zeigen sich alarmiert. Nicht wenige von ihnen malen den Teufel der dem Urteil zur Folge dräuender Anarchie, von Chaos und „Wildwest-Zuständen“ an die Wand. Von Fakten lassen sie sich bei ihrer unermüdlichen Agitation für ein staatliches Waffenmonopol nicht irritieren, denn die sprechen eindeutig für liberale Waffengesetze, wie John Lott in seinem Buch „More Guns, Less Crime“ aus dem Jahre 1998 bereits vor Jahren nachwies.

Was geeichte „Staatsis“ umtreibt, ist ihre grundsätzliche Ablehnung jeder Form privater Verantwortung, die ziviles Eigentum an wirkungsvollen Selbstverteidigungsmitteln selbstverständlich einschließt. Dass Waffen in den Händen Privater – verglichen mit jenen in der Hand von staatlichen Akteuren – kaum Schaden anrichten, wird konsequent ignoriert. 170 Millionen Ziviltote, die nach der Erhebung des Historikers Rudolph Rummel („Death by Government“) allein im 20. Jahrhundert auf das Konto bewaffneter Staatsschergen gingen (die ihre Waffen gegen die jeweils eigenen Bürger – nicht etwa im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen gegen äußere Feinde, einsetzten!), werden ausgeblendet. Stattdessen werden die wenigen – wenn auch tatsächlich schrecklichen – Zwischenfälle mit Privatwaffen (Stichwort „Schulmassaker“ à la Dunblane oder Winnenden) dazu instrumentalisiert, privaten Waffenbesitz als gefährlich und überflüssig und alle Waffenbesitzer pauschal als gewaltbereite, potenziell gefährliche und/oder „rechtradikale“ Narren zu denunzieren.

Der Tenor in den Massenmedien erinnert in seiner öden Einförmigkeit an längst vergangene Tage der – damals immerhin offiziell unbestrittenen – Gleichschaltung der Presse. Demnach also würden die US-„Waffennarren“, „Rednecks“ und Hillbillies“ nun jubeln, während gehirnbewehrte Bürger kollektiv entsetzt wären.

Sogar der „Wilde Westen“ würde landesweit wiederauferstehen. Dass weiland im „Wilden Westen“ erheblich mehr Sicherheit herrschte als heutzutage in irgendeiner Großstadt der USA, ist eine für die meisten Journalisten hinter dem Schleier der Ignoranz verborgene Tatsache. Selbst die „Welt“ – ein im Vergleich zu Machwerken wie dem „Spiegel“, der im Gefolge des zitierten Urteilsspruchs sogar schon einen landesweiten „Kulturkampf“ heraufziehen sieht, geradezu hochseriöses Medium – kann es nicht lassen, Stimmung gegen privates Eigentum und individuelle Verantwortung zu machen. Auch sie apostrophiert rechtmäßige und verantwortungsvolle Besitzer von Feuerwaffen in einem einschlägigen Beitrag kollektiv als „Waffennarren“.

Welchen Beitrag zur Sicherheit restriktive Waffengesetze nach Meinung der brav auf Untertanenmentalität konditionierten Damen und Herren leisten sollen, kann von diesen indessen weder theoretisch noch empirisch erklärt werden. Theoretisch deshalb nicht, weil Gewaltbereitschaft keine Frage der Verfügbarkeit bestimmter Tatmittel ist. Ein zum Handeln entschlossener Täter lässt sich durch administrative Hindernisse nicht von der Durchführung seines Plans abhalten. Und auch empirisch ist kein Beleg für eine die Sicherheit fördernde Wirkung von Enteignungsmaßnahmen nachzuweisen. Manche Waffengegner mag es überraschen: Auch psychotrop wirksame Drogen sind – so verboten ihr Erwerb und Besitz auch immer sein mag – an jeder Ecke problemlos zu haben. Mit Schusswaffen verhält es sich nicht viel anders, wie etwa das Beispiel Großbritanniens zeigt, wo die Gewaltkriminalität nach dem durch das Blair-Regime verhängten Totalwaffenverbot geradezu explodiert ist. Würde der leichte Zugang zu legalen Waffen tatsächlich positiv mit der Gewalt in einer Gesellschaft korrelieren, dann wäre die Schweiz – mit hunderttausenden militärischen Sturmgewehren in den Händen von Reservisten – bereits hoffnungslos im Bürgerkrieg versunken, während man sich in Russland – mit seinem restriktiven Waffengesetz – im Sicherheitsparadies wähnen dürfte. Beides ist nicht der Fall.

Weshalb die unermüdlichen Bedenkenträger rechtschaffenen Bürgern den legalen Zugang zu Waffen um jeden Preis verunmöglichen wollen, während selbst ihnen klar sein muss, dass Kriminelle – wie einst etwa die Aktivisten der RAF – sich jederzeit all das auf dem Schwarzmarkt besorgen, was der Innenminister verboten hat, liegt im Dunkeln.

Ein weiterer, in den einschlägigen Betrachtungen völlig untergehender Aspekt ist jener der durch private Waffen vereitelter Straftaten. Man stelle sich vor, Schul- oder Universitätsgelände wären nicht von Staats wegen zu „waffenfreien Zonen“ erklärte Areale. Jeder Lehrer und jeder Schüler (oberhalb einer bestimmten Altersgrenze) wäre berechtigt, eine Waffe zu tragen. Man braucht zu diesem Behufe seine Phantasie gar nicht allzu sehr zu strapazieren! Es reicht ein Blick nach Israel, wo exakt das der Fall ist und wo nicht zuletzt deshalb noch niemals ein „Schulmassaker“ stattgefunden hat. Einem Amokläufer würde dort nicht allzu viel Zeit bleiben, ehe er selbst zum Ziel privater Gegenwehr würde.

Besonders merkwürdige Form von Doppeldenk: Staatsapologeten aller Kaliber werden nicht müde, den angeblich friedenssichernden Effekt kostspieliger staatlicher (Atom-) Waffenarsenale zu betonen, leugnen zugleich aber die sicherheitsfördernde Wirkung von Waffen in der Hand ihrer Bürger.

Fassen wir zusammen:
– Restriktive Waffengesetze sind nicht dazu geeignet, Untaten zu verhindern, da potentielle Täter ihre Tatmittel abseits legaler Distributionskanäle besorgen.
– Restriktive Waffengesetze begünstigen die Täter, weil sie deren Opfer entwaffnen und ihnen damit wehrlos ausliefern.
– Wer restriktive Waffengesetze fordert, dem geht es in Wahrheit nicht um Waffen sondern um (staatliche) Kontrolle.
– Restriktive Waffengesetze leisten dem Anspruch des Leviathans auf sein Gewaltmonopol Vorschub, mit allen daraus folgenden, negativen Konsequenzen.

Liberale Waffengesetze dagegen verpflichten niemanden, sich zu bewaffnen. Wer nicht will, soll und darf es lassen. Die von vielen Waffengegnern gezeigte Haltung, allen anderen hemmungslos zu verbieten, was sie für sich selbst ablehnen. Der anmaßende Anspruch, fremden Menschen die eigenen Vorstellungen von einer mutmaßlich politisch korrekten Lebensführung aufzwingen zu wollen, sind typisch für totalitäre Geister und haben im liberalen Rechtstaat (in dem wir angeblich leben), nichts verloren.

Selten in jüngster Zeit war daher ein Urteil des US Supreme Court aus freisinniger Sicht positiver zu bewerten als das eben ergangene. Der kollektive Aufschrei der linken Journaille kann als eindrucksvoller Beleg dafür gewertet werden.

30. Juni 2010

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Kommentare

Olaf Janowski, am 30. Juni 2010 um 16:58 ( Link )

Weshalb die unermüdlichen Bedenkenträger rechtschaffenen Bürgern den legalen Zugang zu Waffen um jeden Preis verunmöglichen wollen, während selbst ihnen klar sein muss, dass Kriminelle – wie einst etwa die Aktivisten der RAF – sich jederzeit all das auf dem Schwarzmarkt besorgen, was der Innenminister verboten hat, liegt im Dunkeln.

Nein, da liegt garnix im Dunkeln.

Die haben Angst (berechtigte Angst) vor dem eigenen Volk.

Die 1848er Forderungen waren:

Freiheit
Gleichheit
Versammlungsfreiheit
Gewerbefreiheit
Volksbewaffnung.

Letzteres hat mit Einschränkung (Taschenmunition - "Fall Anna Bella") nur noch die Schweiz in Kontinentaleuropa.

Olaf Janowski, am 30. Juni 2010 um 17:06 ( Link )

Ich habe bei den 1848er Forderungen die Pressefreiheit vergessen, sorry.

Hans Meier, am 30. Juni 2010 um 17:36 ( Link )

Von wegen "liberaler" Rechtsstaat und Selbstverantwortung, dieser Staat bewaffnet zwar noch seine Polizei, aber wehe die wehren sich mit Schüssen im Dienst gegen Angreifer. In diesem von den Linken bejubelten Vakuum an Staatsgewalt der quasi "kastrierten" Polizisten, werden diese ganz offensichtlich zu Opfern.

Andererseits kann sich ja jeder, wenn er seine privaten Sicherheitsgefühle verbessern will wappnen, um seine Freiräume zu schützen.
Die Sympathie der Linken mit den Messerstechern, Schlägern und Steinewerfern offenbart sie als völlig amoralische Mittäter, die eigene Minderwertigkeitsaspekte mit Gewaltakten kompensieren.

Klaus Wulf, am 30. Juni 2010 um 18:24 ( Link )

Legal, illegal, scheißegal.

Bewaffnen wir uns eben illegal. Mein Leben und Gesundheit und das meiner Angehörigen haben höhere Priorät als staatliche Anweisungen.

Oder löst ihr auch die berühmte Bahnsteigkarte vor der Revolution?

Nelson Holzapfel, am 30. Juni 2010 um 20:26 ( Link )

Das ist ein ganz hervorragend geschriebener Artikel. Danke.

Betrachten wir es doch einmal so: Wenn man Waffenbesitz kriminalisiert, dann werden nur noch Kriminelle Waffen besitzen. Kriminelle Scheren sich bekanntlich einen Dreck um Gesetze, folglich werden repressive Waffengesetze deren Verhalten kaum tangieren. Der gesetzestreue Bürger hingegen wird sich davor scheuen, sich illegal eine Waffe zu besorgen, denn er möchte schliesslich nicht als Krimineller dastehen, weder vor dem Gesetzgeber, noch vor sich selbst.

Sagen wir es so, wenn ich ein Krimineller wäre, dann würde ich repressive Waffengesetze sehr befürworten, weil ich dann beruhigt in fremder Leute Häuser einbrechen könnte, wohlwissend, dass der Staat die braven Bürger entwaffnet hat, und ich folglich nicht auf bewaffneten Widerstand stossen werde.

Das Einzige, was mich etwas nervös machen würde, wäre die Tatsache, dass mancher Self-made Millionär ein libertärer Freidenker ist, und sich einen Dreck um Gesetze scheren wird. In Villen libertärer Charakterköpfe würde ich dann vermutlich eher nicht eindringen. Die bevorzugte Zielgruppe wäre dann eher der angepasste Mittelschicht-Spiesser, der über zu wenig Selbstachtung verfügt, sich über ein Gesetz hinwegzusetzen.

Hätte ich die Absicht eine totalitäre Weltregierung, also eine globale vom CFR-Bilderberger-Klub kontrollierte UNdSSR zu erschaffen, dann allerdings würden mir wehrbereite, libertär gesinnte und verfassungstreue Waffenbesitzer schlaflose Nächte bereiten.

Mancher Amerikaner behauptet ja, dass Einzige, was in den USA bisher noch die Verhängung des Kriegsrechtes verhindert hat, sei der private Waffenbesitz.

Da die BRD als souveräner Nationalstaat faktisch nie existiert hat, also de facto den status einer DDR unter den Sovjets innehat, befürchte ich für Deutschland das Allerschlimmste, falls in den USA das Kriegsrecht verhängt werden wird. Die BRD wird solange eine verfassungstreue Demokratie bleiben, solange die USA ihr dies zugesteht. Mancher mag darüber lachen, aber er sollte dann auch bedenken, wie er in der Vergangenheit Warnungen bezüglich des bald kollabierenden Bankensystems in den Wind geschlagen hat.

Es mag bizarr klingen, aber möglicherweise hängt das Überleben der freiheitlich demokratischen Grundordnung der BRD am seidenen Faden des US-amerikanischen Rechts auf Waffenbesitz. Wer dies für absurd hält, der denke doch noch einmal darüber nach. Nicht reagieren, sondern sinnieren lautet die Devise.

Als überzeugter Eidgenosse möchte ich darauf hinweisen, dass im Land des Enzians der Besitz von Munition selbstverständlich erlaubt ist. Die Abgabe bezieht sich lediglich auf die beim Militär erhaltene Munition. Ich möchte es so sagen: Es gibt einfach zu viele Waffen im Privatbesitz, als dass es die Regierung wagen würde die Eidgenossen zu entwaffnen. In einer direkten Demokratie käme eine solche Entwaffnung übrigens einem politischen Selbstmord gleich.

Fairerweise muss gesagt werden, es gibt tatsächlich einen Grund der für ein Waffenverbot spricht: Erwischt man einen Kriminellen mit einer Waffe, dann hat man zumindest die Möglichkeit ihn wegen des verbotenen Besitzes einer Waffe zu verhaften. Man bedenke, dass Al Capone seinerzeit wegen Steuerhinterziehung zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden war.

Ich gestehe es, ich verabscheue Waffen, und an dem Tag, an dem die Regierungen dieser Erde ihre Waffen abgelegt haben werden, an dem Tag, an dem es keine Militärs und Armeen, keine Kriege und auch keine bewaffnete Polizei mehr geben wird, keine CIA und auch keine kriminellen Banden, keine Mafia und auch keine Killer-Kommandos, an dem Tag wird auch für verfassungstreue Bürger die Zeit gekommen sein, ihre Waffen niederzulegen. Aber in einer Epoche der Aufrüstung und der völkerrechtswidrigen Angriffskriege, liegt die Zeit dazu leider noch in weiter Ferne.

Politiker und deren Hintermänner haben nämlich nichts gegen Waffen, solange nur sie die Kontrolle darüber haben, und nicht Andere.

SEMPER FIDELIS

nehring, am 30. Juni 2010 um 21:32 ( Link )

der friede muss bewaffnet sein...

charlton heston in "der omega-mann" - auch so ein beispiel...

wir brauchen waffen...

zur not tut es auch eine armbrust...

JMW, am 30. Juni 2010 um 21:32 ( Link )

Waffenlosigkeit und kurzgeschorenes Haar sind die Zeichen der Unfreien und Sklaven. ;-)

hutzlibu, am 30. Juni 2010 um 22:36 ( Link )

Schöner Artikel.

Aber noch ein paar Anmerkungen:

Wer restriktive Waffengesetze fordert, dem geht es in Wahrheit nicht um Waffen sondern um (staatliche) Kontrolle.

Das stimmt so nicht ganz. Viele wollen lediglich deshalb restriktive Waffengesetze, weil sie schlicht Angst vor Waffen haben und in Frieden leben wollen.
Das der Staat damit praktisch unbesiegbar wird, nehmen sie als notwendig in Kauf und die Möglichkeit des Waffenmisbrauchs durch den Staat wird schlicht ausgeblendet, bzw. als "in der heutigen liberalen Gesellschaft unvorstellbar" abgetan.
Tja, manchmal wünscht man sich, die Menschen würden mehr aus ihrer Geschichte lernen ...

kfa, am 30. Juni 2010 um 23:16 ( Link )

Ich muß mich hutzlibu anschließen. Die zitierte Schlußfolgerung erscheint auch mir zu hastig und zuwenig durchdacht. Ansonsten volle Zustimmung, Herr Tögel, und wie immer vielen Dank für Ihre klaren Worte.

magtec, am 30. Juni 2010 um 23:39 ( Link )

Die 1848er Forderungen waren:
Freiheit
Gleichheit
Versammlungsfreiheit
Gewerbefreiheit
Volksbewaffnung.

Und die klassischen Merkmale des Totalitarismus nach Arendt und Friedrich usw. sind
Quasi-religiöse "Weltanschauung"/Ideologie
Einheitspartei
Planwirtschaft
terroristische Geheimpolizei
Nachrichtenmonopol
WAFFENMONOPOL

In der DDR durfte man als Staatsferner nicht mal Judo lernen, zum Luftgewehrschießen mußte man in die GST - Gesellschaft für Sport und Technik, SED-Aufsicht inklusive.

Wo leben wir? DDR-light? Und Gauck hat verloren.

Petra Wegs, am 01. Juli 2010 um 0:48 ( Link )

Klasse Artikel. Augen öffnend. Spende kommt. Danke!

vonclausewitz, am 01. Juli 2010 um 10:26 ( Link )

Ich habe den Artikel im SPIEGEL auch gelesen.

Hier der Link:

Grundrecht auf Wildwest-Verteidigung

Die übliche Litanei. Fundis, Rednecks und die böse "Waffenlobby" haben sich gegen die urbane Vernunft durchgesetzt. Friedliche Idyllen wie Chicago und Washington D.C. werden sich über Nacht in triefende Blutbäder verwandeln.

vonclausewitz, am 01. Juli 2010 um 10:31 ( Link )

@ hutzlibu

In diesen Diskussionen sei an die häufigste unnatürliche Todesursache des 20. Jahrhunderts erinnert:

Ermordung durch den eigenen Staatsapparat, durch hochanständige uniformierte Waffenträger.

Rado, am 01. Juli 2010 um 10:50 ( Link )

Sehr treffender Kommentar!
Das bezughabende Urteil des US-Gerichts selbst:

http://www.supremecourt.gov/opinions/09pdf/08-1521.pdf

Sehr bemerkenswert sind darin die historischen Betrachtungen über die Geschichte des US-Amerikanischen Rechts auf Waffenbesitz, der den befreiten Sklaven noch lange nach der Befreiung vorenthalten wurde, während sie von den Banden des Ku-Klux Klan drangsaliert wurden.
Wenig bekannt ist übrigends, dass der erwähnte Carlton Heston einer der ersten prominenten Aktivisten der schwarzen Bürgerrechtsbewegung war und bereits Jahre vor Martin Luther Kings "Marsch auf Washington", an dem er mit einer Gruppe Hollywoodprominenz teilnahm, für die Bürgerrechte der Schwarzen gekämpft hat.

Olaf Janowski, am 01. Juli 2010 um 11:18 ( Link )

Friedliche Idyllen wie Chicago und Washington D.C. werden sich über Nacht in triefende Blutbäder verwandeln.

lol

Nein. Dracula wird demnächst in diesen Städten verdursten.

Olaf Janowski, am 01. Juli 2010 um 11:23 ( Link )

Aber hoffentlich kommen die PC´s in den o.g. Städten und in Wisconsin NICHT auf den Gedanken, den guten alten Deutschen "Bedürfnisnachweis" unseres Waffenrechts annähernd 1:1 zu implementieren ... dann gehts mal locker in die nächste Runde des juristischen Tauziehens.

conceiled carriage permit usa

Fritz the cat, am 05. Juli 2010 um 10:52 ( Link )

der private Waffenbesitz wird in der brd früher oder später komplett verboten .

Wir kommen zu spät ; können 68 nicht mehr verhindern ; scheibchenweise werden Grundrechte verhandelt und dann beseitigt ; diskursiv ist das Problem nicht lösbar .

wer - wen ?

ungerne möchte ich mit "gesellschaftlich relevanten Gruppen " über meine Rechte verhandeln .

Im Fahrwasser der "Zeit" die antifanten , die Religionslehrer , die Bespitzler und Bedenkenträger , jeder hat ein "wichtiges" Anliegen und findet Gehör bei Funk und Fernsehen .

Liebes Bürgertum : Ihr seid gar keine Bürger sondern Untertanen ,schade für Euch .

Natürlich legt man sich nicht mit roten Gymnasiallehrern an , immerhin steht das Abitur der lieben Kleinen auf dem Spiel ; man privatisiert und hofft auf den bürgerlichen Messias der die Freiheit bringt .

Narrenrepublik .


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