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Gunnar Heinsohn prophezeit die Staatspleite: Bald ist auch Deutschland an der Reihe

von Redaktion eigentümlich frei

Dequalifizierungsspirale, Euro-Zusammenbruch und andere verdrängte Perspektiven

(ef-AFL) In einem Gstkommentar für den Berliner „Tagesspiegel“ unter dem Titel „Heute Athen, morgen Berlin“ schreibt der Bremer Zivilisationsforscher Gunnar Heinsohn heute: „Die Probleme Griechenlands könnten bald auch auf Deutschland zukommen. Denn die deutsche Bevölkerung wird immer älter, kleiner, unqualifizierter und schuldenreicher.“

Egal wir groß das europäische Hilfspaket geschnürt werde, so Heinsohn, bankrott blieben die Griechen so oder so: „Und auch in Zukunft rechnet niemand auf Innovationen aus Griechenland. Es gibt schlichtweg keine Kameras, Computer oder Autos aus Griechenland, die wir umgehend kaufen würden, wenn nur ihre Preise endlich fielen.“

Die griechische Bevölkerung schrumpfe, dazu geselle „sich beim Pisa-Mathetest ein eisern verteidigter europäischer Schlussrang“.

Und die Situation in Deutschland? Heinsohn erklärt: „Unter 40 Millionen Erwerbstätigen hat der EU-Riese 25 Millionen voll versicherte Nettosteuerzahler. Auf die fallen offizielle 1.800 Milliarden Euro Staatsschulden an. Pro Nase sind das 72.000 Euro oder zwei unversteuerte Jahresgehälter. Hinzu kommen unausgewiesene Verpflichtungen, zum Beispiel für Renten- und Pensionsverpflichtungen.“ Auf „jeden unserer Nettoleister“ fielen alles in allem bereits „240.000 Euro Schulden oder sieben unversteuerte Jahresgehälter an.“ Und dieses Deutschland, der „Einäugige unter Blinden“, so Heinsohn, gelte „als bester Schuldner der Menschheit“.

Auch Deutschland wird seine Schulden nicht begleichen können. Denn: Bis 2060 soll Deutschland von jetzt 80 auf 65 Millionen Einwohner schrumpfen, wenn 100.000 Hochqualifizierte jährlich kommen und 170.000 Hochqualifizierte nicht mehr auswandern. Für diesen noch optimistischen Fall wird das Durchschnittsalter von jetzt 44 auf nur 54 Jahre ansteigen. 100 Versorger zwischen 25 und 65 Jahren werden nur 180 Versorgten gegenüberstehen.“ Eine etwas pessimistischere Sicht mag Heinsohn gar nicht erst errechnen.

„Nach Optik, Telekommunikation und Computern verabschiedet sich momentan das Bio-Engineering. Und wenn man die chinesischen Nobelkarossen auf der Auto-Show in Peking anschaut, will man die Unantastbarkeit deutscher Autos auch nicht mehr beschwören.“

Deutschland hat also auch fertig. Und „überraschen kann das nicht, weil Deutschland sich als erstes OECD-Land in der Dequalifizierungsspirale befindet.“

Niemand, so Heinsohn, bringe „deshalb überzeugende Gründe dafür vor, dass die Deutschen auch nur ihren eigenen Verpflichtungen nachkommen werden. Von einer dreißigjährigen Bundesanleihe über drei Milliarden Euro wurde Deutschland in der vergangenen Woche nur noch 2,75 Milliarden los. Auch das kriegen die Ratingagenturen bald heraus.“ Heinsohn schließt: „Wer spätestens dann nicht gegen den Euro wettet, ist selbst schuld.“

Internet

Heute Athen, morgen Berlin

28. April 2010

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Kommentare

Bolkonskij, am 28. April 2010 um 15:02 ( Link )

Ich wünschte die Mehrheit der Bundesbürger würde zumindest mal mit diesem Artikel konfrontiert werden, um die ökonomischen Realitäten zu realisieren. Aber kaum geht es mal ein paar Jahrzehnte aus Sicht des kleinen Mannes gut, versteift man sich auf die Einschätzung, man sei jetzt viel schlauer und es werde nie mehr so dick wie in der Vergangenheit kommen. Pustekuchen. (Gerade am WE diesbezüglich eine erstaunliche Diskussion gehabt)

Zwar weiß niemand was geschehen wird, aber die Lage ist ernst. Wer auch noch eine irgendwie geartete Hoffnung für Deutschland pflegt - Hand aufs Herz: Die deutschen Schulden sind so enorm, sie werden nie mehr zurückgezahlt werden können. Und auch noch jedes Jahr mehr. Also wird man diese Schulden irgendwann "streichen" (höhö..) oder neu verhandeln müssen. Das wird definitiv passieren. Die Frage, die sich dazu stellt, ist also nicht OB, sondern WANN es kommt. Jemand hier bei EF mit hellseherischen Fähigkeiten?

Noack, am 28. April 2010 um 15:05 ( Link )

Wer wird nur wieder für dieses Fiasko verantwortlich gemacht werden? Und wer soll was gegen diese bösen Schuldigen unternehmen? Aber aus dem Geschichtsunterricht sollten sich hierfür einige Anregungen finden lassen.

Stefan Miller, am 28. April 2010 um 15:16 ( Link )

"Jemand hier bei EF mit hellseherischen Fähigkeiten?"
ja, ich. Es wird nie dazu kommen, denn es ist keine normale Schuldner-Gläubiger Konstellation. Es ist ein Zahlenspiel mit einem noch nicht erzeugten Wohlstand auf Staatesebene. Alle Staaten sind verschuldet. Man fragt sich nur bei wem? Zukünftigen Generationen? Diese Schulden sind genauso virtuell wie das Geld mit dem sie erzeugt wurden. Sie lassen sich problemlos wegstreichen. Aber das wird man nicht machen, denn sie werden dringend gebraucht, damit sich manche Leute gegenseitig "bescheissen" können und der Rest in Schreckstarre verfällt. Und der Unterschied zwischen Beschiss und Betrug liegt darin, daß der erstere nicht explizit illegal ist.

Adolescent, am 28. April 2010 um 15:17 ( Link )

Da fällt mir ein:

„In 50 Jahren wird es in ganz Europa keine industrielle Produktion mehr geben. In 50 Jahren wird Europa statt dessen ein einziges Disneyland sein, in dem wir in Lederhosen für reiche Inder und Chinesen jodeln werden.“
(Erste-Bank CEO Andreas Treichl, 2010)

Lesezeichen, am 28. April 2010 um 15:50 ( Link )

Recht hat der Mann.

Wenn eine Gesellschaft Kinderlosigkeit so belohnt wie Deutschland und gleichzeitig die Familien durch immer höher werdende - vorzugsweise personenbezogene - Abgaben ins Elend knüppelt, MUSS sie eingehen und das ist dann auch richtig so.

Das perverse an der Situation ist ja, dass die Pro-Kopf-Verschuldung durch den Bevölkerungsrückgang von ganz alleine steigt, ganz ohne fremdes Zutun.

Also kann sich die deutsche Gesellschaft schon mal so langsam darauf einstellen, dass man in Germanien demnächst Kopftuch trägt - innerlich und äußerlich.

Ich kann nur jedem qualifizierten Menschen raten, das Land zu verlassen. Mit dem Wahlzettel abstimmen hat in Kürze sowieso keinen Zweck mehr, weil die Zahl der Leistungsempfänger die der Leistungsgeber übersteigt. Aber mit den Füßen kann man ja auch abstimmen. Es lohnt sich, wie ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann.

Thorsten Eckau, am 28. April 2010 um 16:19 ( Link )

@Stefan Miller:
"Diese Schulden sind genauso virtuell wie das Geld mit dem sie erzeugt wurden. Sie lassen sich problemlos wegstreichen. Aber das wird man nicht machen,..."

Genau so ist es. Das Problem, und das haben leider immer noch zu wenig Leute verstanden, ist viel tiefgehender als nur "Staatsverschuldung". Unser dauerhaft etabliertes, nicht werthaltiges Geld welches von Schulden in die Welt gesetzt wird und bei Rückzahlung der Schuld auch wieder verschwinden würde, DARF einfach nicht verschwinden (denn dieses "Geld" ist ja Teil des Wohlstands und Reichtums in den Bilanzen und auf den nicht realisierten Aktienportfolios, den Rentenmitteilungen unserer Riesterverträge, etc pp.
Der Crash von 2008 war im Grunde ein sich anbahnender Prozess der deflationären Geldvernichtung virtuellen Geldes (hier nicht durch Rückzahlung, sondern durch Abschreibung oder vielmehr durch nicht vorgenommene aber notwendig gewesene Abschreibungen). Um den daraus resultierenden Depressionscrash zu vermeiden, wurde an der letztmöglichen Stelle das Kreditgeld per Schuldverprechen der Staaten auf einem Niveau gehalten, welches die eigentlich notwendige rezessive Rückführung zu normaleren Zuständen nicht eintreten ließ.
Fazit: Weil unser Geld "Schuldgeld" ist und nur durch ein Schuldversprechen aus dem Nichts erschaffen wird, müssen wir auf allen möglichen Ebenen (Personen, Kommunen, Länder, Staaten, Haushalte, Firmen, etc pp) dauerhafte Schuldverhältnisse habe, da sonst unser "Papierreichtum" sich als das entpuppt was es ist: Ein Schein, ohne materielle Grundlage.

Wie sagte Henry Ford so schön: "Es ist gut, dass die Menschen des Landes unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn sonst, so glaube ich, hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution."

Und damit sind wir bei den ersten Sätzen des ersten Postings von Bolkonskij. WÜRDEN mehr Menschen das lesen, verstehen und begreifen (wollen), dann wäre dies Teil des Problems und Teil der Lösung zugleich. Des Problems, weil damit die rezessive Kraft sich frei entfalten würde, Teil der Lösung weil es kaum andere Möglichkeiten z. Z. gibt. Alle "basteln" nur an "Lösungen" die das jeweils tagesaktuelle Symptom bekämpfen, jeder der halbwegs über den Tellerrand schaut und mehr begreift, dessen Hose ist ihm aber selbst auch näher als das Hemd, denn WENN wir zur "finalen Bereinigung" übergehen würde, dann wäre das eine derart gigantische Umverteilung die da in kürzester Zeit stattfinden würde, dass keiner von uns nachher unbeschadet bleiben würde. Und daher gibt es auch keine Menschen die ernsthaft im Moment mit irgend einer Idee um die Ecke kommen zwecks Lösung: Entweder können oder wollen die Menschen nicht begreifen, oder sie finden keine Lösung die es auch ihnen erlauben würde ohne Blessuren aus der Sache raus zu kommen. Und so läuft alles auf das große Finale zu, welches Dekade um Dekade schon verschoben wurde und auch jetzt noch lange nicht stattfinden wird. Wir haben sicherlich noch 5-10 Jahre vor uns, vielleicht auch noch mehr wenn wir wieder einen neuen Hütchenspielertrick finden...

Rüdiger Märzen, am 28. April 2010 um 16:28 ( Link )

Lösung: Nichtkonfizierbares Privat-Familienvermögen anhäufen und Päße rechtzeitig verlängern/beantragen.

quer, am 28. April 2010 um 16:47 ( Link )

"Lösung: Nichtkonfizierbares Privat-Familienvermögen...."

@Rüdiger Märzen,

genial! Erklären Sie doch mal, was das ist. Offenbar meinen Sie daß, was man gewöhnlich im Kopfe hat. Das kann keiner klauen. Möglicherweise aber beziehen Sie sich auf Art. 14 GG? Aber Hallo! Das ist ein Freifahrtschein für jegliches Konfizieren von "Privat-Familienvermögen". Wozu fühlen Sie sich mit/wegen Eigentum verpflichtet?

Mit dem Paß liegen Sie schon instinktiv richtiger. Wohin bloß? Und mit welchem Paß?

Vorschlag: Gehen Sie in ein Land, dessen Eigentumsartikel wie folgt lautet:

"Das Eigentum ist gewährleistet. Enteignungen und Eigentumsbeschränkungen, die einer Enteignung gleichkommen, werden voll (Anm.: zum realen Wert!) entschädigt."

Friedrich Dominicus, am 28. April 2010 um 16:59 ( Link )

Schuld? Ist doch klar die "Spekulanten" wer sonst?

Ich fragte ja schon öfter,wieviel schlechter muß es noch werden. Ist es wirklich notwendig wieder ins Elend zu stürzen, bevor den Politikern mal der Garaus gemacht wird?

Es ist auch abzusehen, die Besten und Fleissigsten Deutschen werden die ersten sein die weg sind. Was bleibt dann?

Noch gibt es bei uns ca 3,8 Millionen Selbständige. Was wird wohl passieren wenn es "nur" noch weniger als die Hälfter sind? Was wird passieren wenn:
Ich zitieren von:
http://www.geldpro.de/verteilung-des-steueraufkommens/id/231/

Ganze 10 Prozent der Steuerzahler bringen mehr als die Hälfte (55 Prozent, um genau zu sein) der Einkommenssteuer auf. Und wenn man die Verteilung unter den Spitzenverdienern betracht so fällt auf, dass gerade einmal 1 Prozent der Steuerzahler ganze 22,2 Prozent der Einkommensteuer entrichten.

Nur diese Top 10% weg wären?

Arme Arbeiter.....

SPV, am 28. April 2010 um 17:22 ( Link )

Der interlektuelle Minderleister aus Bremen meldet sich also wieder zu Wort. Seine Prophezeiung: die demographische Entwicklung reißt uns alle in den (staatsschuldenbedingten) Untergang. Aus Bremen und seit Malthus nichts wesentlich Neues also. Seit Jahr und Tag hat Heinsohn auf alle Fragen immer die gleiche Antwort - warum also muss der Steuerzahler einen solchen Möchtegern-Forscher weiterhin finanzieren?

Singaporean, am 28. April 2010 um 18:00 ( Link )

Seit Jahr und Tag hat Heinsohn auf alle Fragen immer die gleiche Antwort - warum also muss der Steuerzahler einen solchen Möchtegern-Forscher weiterhin finanzieren?

Hier musste ich glatt schmunzeln. Der Staat fördert und produziert kontinuierlich Millionen an Parasiten und Schmarotzern. Seine Systemforscher kommen dann auch regelmäßig in den Systemmedien zu Wort, um dort ihre Systemmeinung zu verbreiten. Heinsohn ist eine erfrischende Ausnahme. Er wagt es Dinge auszusprechen, die so gar nicht dem Mainstream entsprechen und eine bestechende Klarheit aufweisen. Genau über diesen Forscher regen sie sich auf... Chapeau! Welcher "Forscher" gefällt ihnen denn?

Uwe Böttjer, am 28. April 2010 um 18:20 ( Link )

@ Lesezeichen
bitte nennen Sie noch ein Ihrer Meinung nach geeignetes Auswanderungsland und skizzieren Sie Ihre Erfahrungen. Dieses Wissen dürfen Sie in heutiger Zeit nicht für sich behalten! Ich habe schon die Liste der in Frage kommenden Länder durchgesehen...

Lesezeichen, am 28. April 2010 um 18:50 ( Link )

@ Uwe Böttjer,

die Frage müssen Sie anders herum formulieren. Es geht nicht darum, welches Auswanderungsland prinzipiell geeignet wäre, denn dann würden sich alle dorthin aufmachen, was der beste Weg dazu wäre, dass dieses Land ganz schnell nicht mehr geeignet wäre. Wegen Überfüllung geschlossen :-)) quasi.

Unser Fragenkatalog war in etwa so - die Reihenfolge beinhaltet keine Wertung, ist nur eine Sammlung:

Wo würde es uns gefallen?
Wo können wir mit unseren Berufen etwas anfangen, wo sind unsere Qualifikationen gefragt?
Wo können wir unseren Kindern die bestmögliche Ausbildung zukommen lassen, die wir stemmen können?
Wo gibt es eine berufliche Zukunft und damit ein Leben nach 45?
Sind wir bereit, ganz von vorn anzufangen, uns in eine neue Kultur einzugliedern, ggf. eine neue Sprache komplett zu lernen?
Wieviel Unternehmergeist habe ich tatsächlich? Auswandern heißt nicht Urlaub machen. In anderen Ländern gibt es deutlich weniger Sozialleistungen bzw. das soziale Netz sieht anders aus und wird von jedem persönlich gestrickt, ist also nur so haltbar wie man sich selber einbringt. Wie wichtig ist mir also das deutsche soziale Netz? Es gibt Leute, die können ohne das nicht existieren.

Da mag es noch die eine oder andere wichtige persönliche Frage geben, z.B. die nach Verwandten, Eltern, Geschwistern, Familie. Wenn man auswandert, sieht man sich seltener, aber internet und skype sei dank rückt man mehr zusammen. Ich habe z.B. ein prepaid handy, mit dem ich kostenlos skypen kann. Ich telefoniere zu jeder Tageszeit aus und nach Übersee. Kein Problem :-)).

Dann ist da noch die Frage danach, wie heimwehresistent man ist. Bei manchen kann das neue Land noch so toll sein, ES zieht einfach wieder zurück. Da kann man dann nichts machen.

Für uns steht fest, wir wollen auf keinen Fall nach Deutschland zurück und die täglichen Meldungen bestätigen das immer wieder. Klingt nach Deutschlandbashing, ist es aber nicht. Seit dem wir weg sind, können wir wieder atmen, haben eine gute Perspektive und können uns etwas aufbauen. Noch wichtiger ist, dass unsere Kinder sich auch freigeschwommen haben und sich vorstellen können, überall auf der Welt zu leben und zu arbeiten. Alles, was man dazu braucht, ist ein Ticket :-))).

Der deutsche Sozialstaat hat auf der Rückseite, dort wo das, was so großzügig verteilt wird, bei anderen teilweise ziemlich brutal eingetrieben wird, eine ziemlich hässliche Fratze. Ich bin froh, dass unsere Kinder dort nicht hineinsehen müssen.

Uwe Böttjer, am 28. April 2010 um 19:33 ( Link )

@Lesezeichen
Vielen Dank für Ihre ausführliche Beantwortung. Nun noch eine letzte Frage: Wohin sind Sie ausgewandert?

SPV, am 28. April 2010 um 19:41 ( Link )

Der Staat fördert und produziert kontinuierlich Millionen an Parasiten und Schmarotzern.

Nun gehen Sie mal mit den Unternehmensberatern, Börsen- und Immobilienmaklern, Versicherungsdrückern, PR-Profis und Investmentbankern nicht zu hart ins Gericht, ein paar davon können wir schon gebrauchen...

Seine Systemforscher kommen dann auch regelmäßig in den Systemmedien zu Wort...

Seine? Sie meinen die Hüthers, Sinns, Raffelhüschens und anderen Leihmäuler der Arbeitgeberverbände? Auf welche "Systemmeinung" beziehen Sie sich? In letzter Zeit mal die MSM konsumiert?

Heinsohn ist eine erfrischende Ausnahme. Er wagt es Dinge auszusprechen, die so gar nicht dem Mainstream entsprechen und eine bestechende Klarheit aufweisen.

Heinsohn IST mainstream. Wie auch Sarrazin, Sloterdijk und wie sie alle heißen. Die gepielte Berufsentrüstung vieler Politclowns ändert daran nichts. Und weltbewegendes Neues tröten die auch nicht gerade heraus. Hatten wir doch alles schon mal...

Bestechende Klarheit? Gestatten Sie das ich lache? Nach Heinsohn dürfte das Phänomenen Japan gar nicht existierten. Heinsohn forscht nicht, er passt bestimmte Problematiken durch selektive Verwendung von Datenmaterial lediglich seiner vorgefertigten Antwort (demographische Entwicklung) an. Richtig ist diese damit noch lange nicht.

Welcher "Forscher" gefällt ihnen denn?

Welche Rolle spielt das? Die Frage könnte auch heißen: Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Lesezeichen, am 28. April 2010 um 20:18 ( Link )

@ Uwe Böttjer

Wir befinden uns noch mitten im Prozess :-)), was bedeutet, dass unser Einwanderungsantrag nach Kanada noch läuft, wir aber zur Zeit in England und Schottland leben, arbeiten bzw. zur Schule gehen und unsere Tochter an der University of British Columbia studiert. Kurzum, wir verteilen uns auf dem Globus, was erstaunlich gut funktioniert - Technik sein dank.

Wir hätten aber auch keine Probleme damit, uns in den Flieger nach Brasilien oder Neuseeland zu setzen. Wenn man einmal den Sprung aus dem Land getan hat, spielt das Zielland nicht mehr so die Hauptrolle. Wichtig sind die Perspektiven und dass man etwas bewegen kann, dass man mit seinen Qualifikationen willkommen ist und sich Chancen eröffnen. Den Rest wuppt man dann allein.

Singaporean, am 28. April 2010 um 20:49 ( Link )

Nun gehen Sie mal mit den Unternehmensberatern, Börsen- und Immobilienmaklern, Versicherungsdrückern, PR-Profis und Investmentbankern nicht zu hart ins Gericht, ein paar davon können wir schon gebrauchen...

Niemand wird gezwungen diesen Leuten Geld zu geben. Steht es mir auch frei Steuern zu zahlen?

Heinsohn IST mainstream. Wie auch Sarrazin, Sloterdijk und wie sie alle heißen.

Falls diese drei Personen Mainstream wären, gäbe es nicht jedes mal so ein Geplärre, wenn einer von ihnen etwas sagt.

Welche Rolle spielt das? Die Frage könnte auch heißen: Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Warum sollte ich diese Frage stellen? Mich interessiert wirklich nicht, was sie gerne essen. Sind sie Beamter? Die Frage nach von ihnen präferierten Autoren, Forschern, Meinungsführern würde Aufschluß darüber geben, ob sie sich wirklich Gedanken zum Thema machen oder einfach nur linkstypisch daherreden, ohne sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Heinsohn prophezeit den Niedergang Europas. Eine realistische Vorstellung, finden sie nicht?

Dr. Spiele, am 28. April 2010 um 20:56 ( Link )

Niemand wird gezwungen diesen Leuten Geld zu geben.

bruharrhhaaaarrrr.

Heinsohn prophezeit den Niedergang Europas.

Heinsohn meint auch, daß die europäische Geschichte ein Märchen ist, Karl der Grosse eine Erfindung, usw...

vonclausewitz, am 28. April 2010 um 21:01 ( Link )

Nun, zumindest die Geschichte Europas der letzten hundert Jahre ist ein Märchen. Allerdings ohne Moral.

df, am 28. April 2010 um 21:38 ( Link )

Alle Staaten sind verschuldet. Man fragt sich nur bei wem? Zukünftigen Generationen? Diese Schulden sind genauso virtuell wie das Geld mit dem sie erzeugt wurden.
Das stimmt so nicht ganz. Die Schuldenpolitik der vergangenen Jahrzehnte war ein Kapitalabbau, weil dadurch Werte nicht gewinnorientiert investiert wurden, sondern von politischen Steckenpferden verzehrt wurden. Das virtuelle Geld war ein Mittel, dies zu verschleiern, indem die Zinsen künstlich niedrig gehalten werden. Die heutigen Zinsen für griechische Staatsanleihen sind für deutsche längst ebenfalls gerechtfertigt.

Jetzt haben wir einen Kapitalstock, mit dem wir künftig nicht mehr das Sozialprodukt erwirtschaften können, an das wir gewöhnt sind. Die angesprochene Dequalifizierung ist ein Symptom davon: Neues Humankapital wird weniger gebildet, als durch "Abschreibungen" (=Pensionierungen oder Tod der Fachkraft) verlorengeht.

SPV, am 28. April 2010 um 22:15 ( Link )

Das stimmt so nicht ganz. Die Schuldenpolitik der vergangenen Jahrzehnte war ein Kapitalabbau, weil dadurch Werte nicht gewinnorientiert investiert wurden, sondern von politischen Steckenpferden verzehrt wurden. Das virtuelle Geld war ein Mittel, dies zu verschleiern, indem die Zinsen künstlich niedrig gehalten werden.

Es ist schwer verständlich, was Sie hier genau meinen. Können Sie das elaborieren?

Die heutigen Zinsen für griechische Staatsanleihen sind für deutsche längst ebenfalls gerechtfertigt.

Das Deutschland in naher Zukunft nicht mehr in der Lage seien wird, seinen Schuldnerdienst zu leisten, sehe ich nicht...

Jetzt haben wir einen Kapitalstock, mit dem wir künftig nicht mehr das Sozialprodukt erwirtschaften können, an das wir gewöhnt sind. Die angesprochene Dequalifizierung ist ein Symptom davon: Neues Humankapital wird weniger gebildet, als durch "Abschreibungen" (=Pensionierungen oder Tod der Fachkraft) verlorengeht.

Humankapital wird nicht gebildet, es wird AUSGEBILDET. Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Solange wir uns 6 Mio. Arbeitssuchende und aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen scharenweise ins Ausland abwandernde hier ausgebildete Akademiker leisten können kann sich Heinsohn mit seiner 2060er (SIC!!!) Prognose sonstwo hin verkrümmeln. Diese Rahmenbedingungen sind nämlich gut beeinflussbar.
Was den deutschen Kapitalstock betrifft - dessen Schrumpfen ist nicht der deutschen Schuldenpolitik zuzuordnen, sondern vornehmlich dilettantischer Lobbygesetzgebung geschuldet - Hartz IV läßt grüßen.

SPV, am 28. April 2010 um 22:31 ( Link )

Niemand wird gezwungen diesen Leuten Geld zu geben. Steht es mir auch frei Steuern zu zahlen?

Sie erwarten nicht ernsthaft das ich das kommentiere?

Falls diese drei Personen Mainstream wären, gäbe es nicht jedes mal so ein Geplärre, wenn einer von ihnen etwas sagt.

Das meiste Feedback auf deren Äußerungen was ich erfahren habe war diesen Herren durchaus gewogen.

Warum sollte ich diese Frage stellen? Mich interessiert wirklich nicht, was sie gerne essen. Sind sie Beamter? Die Frage nach von ihnen präferierten Autoren, Forschern, Meinungsführern würde Aufschluß darüber geben, ob sie sich wirklich Gedanken zum Thema machen oder einfach nur linkstypisch daherreden, ohne sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Heinsohn prophezeit den Niedergang Europas. Eine realistische Vorstellung, finden sie nicht?

Was Sie interessieren sollte ist allein die Tatsache, ob meine Argumentation auf Logik und belastbaren Fakten aufbaut. Der Rest ist ideologisch verbrähmtes Trallalla.
Zu Ihrer letzten frage: Prophezeit wird vieles, ich beteilige mich nicht an Kaffeesatzlesereien. Heinsohns Argumente kommen jedenfalls sehr schwachbrüstig daher.

Noack, am 28. April 2010 um 23:45 ( Link )

@SVP: Ihre WAS? Argumentation? Darf ich Ihre hiesigen Statements mal ganz kurz revue passieren lassen: "Der interlektuelle Minderleister aus Bremen...", "Seit Jahr und Tag hat Heinsohn auf alle Fragen immer die gleiche Antwort - warum also muss der Steuerzahler einen solchen Möchtegern-Forscher weiterhin finanzieren?", "Heinsohn IST mainstream. Wie auch Sarrazin, Sloterdijk und wie sie alle heißen. Die gepielte Berufsentrüstung vieler Politclowns ändert daran nichts.", "Heinsohn forscht nicht, er passt bestimmte Problematiken durch selektive Verwendung von Datenmaterial lediglich seiner vorgefertigten Antwort (demographische Entwicklung) an.", "Das Deutschland in naher Zukunft nicht mehr in der Lage seien wird, seinen Schuldnerdienst zu leisten, sehe ich nicht...", "Diese Rahmenbedingungen sind nämlich gut beeinflussbar." - und wo genau steckt jetzt Ihre Argumentation? Sie sind hier der intellektuelle Minderleister, weil Sie herumposaunen, ohne auch nur irgendeinen Ihrer Kritikpunkte zu untermauern. Sie machen nicht mal den Versuch dazu. Im Übrigen: Über die Art Ihres Lebensunterhalts brauchen Sie mir nichts zu verraten - ich habe da eine ganz starke Vermutung.

Noack, am 28. April 2010 um 23:47 ( Link )

tausche: SVP <-> SPV :-)

Nein, behalten Sie für sich, was diese Buchstaben bedeuten.

SPV, am 29. April 2010 um 0:19 ( Link )

Ihre WAS? Argumentation?

Kritik angenommen. Hier ein paar Argumente bezüglich der elendigen Demographie-Panikmache in diesem Land, an welcher Heinsohn sich fleißig beteiligt:

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/gbosbach_demogr.pdf

SPV, am 29. April 2010 um 0:30 ( Link )

tausche: SVP <-> SPV :-)

Kann mal vorkommen...

TrebMelsa Fördermitglied, am 29. April 2010 um 7:31 ( Link )

@ Thorsten Eckau und Stefan Miller:

Ihre Ausführungen ließen sich noch außerordentlich ergänzen! Trefflich formuliert wird dies von Roland Baader in der Schrift „Geldsozialismus“ (Nummer 1930, Vontobel-Stiftung in Zürich), welche Dr. Michael von Prollius wie folgt besprochen hat:

„Unser Geld ist Schulden- und Kreditgeld: >Der Turboantrieb< bei der Kreditschöpfung kommt durch das Tandem von Fractional Reserve Banking und Zentralbanken zustande, wobei der Staat als Kolossal-Schuldner noch die abschüssige Rennbahn beisteuert.“ urteilt Roland Baader, der zudem einen bisher zu wenig thematisierten Aspekt hervorhebt: „Wenn eine grosse Zahl von Leuten – oder sogar die Mehrheit – von anderer Leute Geld lebt, und wenn den Empfängern sogar noch eingeredet wird, dass sie darauf einen Anspruch hätten, dann ergibt sich daraus nicht nur eine andere Auffassung von Wirtschaft, Arbeit, Eigentum, Staat und Politik, sondern auch eine Änderung der Persönlichkeits- und Charakter-Struktur der Bürger.“ Das ist des Pudels Kern: Unser marodes Geld ist kein rein wirtschaftliches Problem, sondern wirkt längst gesellschaftlich destabilisierend! Die Frage, wie unser Geld produziert werden soll, ist gleichbedeutend mit der Frage nach der Art und Weise wie wir leben (wollen). Von diesem Blickwinkel aus wird klar, wie die Dinge zusammenhängen, wenn von geistig-moralischem Verfall, spätrömischen Verhältnissen und dem Niedergang des Westens die Rede ist. Und eine weitere Mahnung liegt in der von Roland Baader zitierten Beobachtung Stefan Zweigs, nichts habe das deutsche Volk so erbittert, hasswütig und hitlerreif gemacht, wie die Inflation.

Ich glaube, dem ist nichts hinzuzufügen: dem Morgen graute, als er dies sah!

hoeppe, am 29. April 2010 um 9:20 ( Link )

@SPV

Niemand wird gezwungen diesen Leuten Geld zu geben. Steht es mir auch frei Steuern zu zahlen?

Sie erwarten nicht ernsthaft das ich das kommentiere?

Nee, aber ich bin da Fachmann…

Der Machthaber wird immer und überall versuchen seinen Tribut einzufordern. Aber Steuern zahlen steht in sofern in weiter Teilen auf freiwilliger Basis, als das ich ja (noch!?) nicht gezwungen bin steuerpflichtigen Tätigkeiten nach zu gehen. Mit der Mehrwertsteuer beim Einkauf wird es natürlich haarig, da sind dann die Freaks für’s Leben ohne Geld, Subsistenzwirtschaftler und Tauschringprotagonisten gefragt.

Um irgendwelchen hilflosen Anfeindung vor zu greifen…, meine Seele ist von der österreichischen Heilslehre der liberalen Wohlstandsmehrung ebenfalls total indoktriniert und ich muss deshalb Steuern zahlen. Ich bin leider im Geiste viel zu schwächlich mich dem zu entziehen.... selber schuld.

@Friedrich Dominicus

Ganze 10 Prozent der Steuerzahler bringen mehr als die Hälfte (55 Prozent, um genau zu sein) der Einkommenssteuer auf.

Ich begrüße es außerordentlich, wenn diese 10% Leviatanfütterer das Land verlassen!!

Ich kann leider nur helfen, indem ich z.B. durch wüste Beschimpfungen die grauenhaften Umstände der Leviatanfütterer hier noch einen Tick lebensunwerter gestalte.

Singaporean, am 29. April 2010 um 10:32 ( Link )

Kritik angenommen. Hier ein paar Argumente bezüglich der elendigen Demographie-Panikmache in diesem Land, an welcher Heinsohn sich fleißig beteiligt:
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/gbosbach_demogr.pdf

Das war keine Kritik. Man wollte sie lediglich hinterlistig dazu bewegen, sich selbst zu entblößen. Danke!

Ich habe den Fehler gemacht und den Link geöffnet. Trotzdem bin ich ihnen dankbar, ich wusste von Anfang an, was für ein linkssozialistischer Querkopf sie sind. Die kompletten zehn Seiten ihrer Empfehlung enthalten neben viel Wischwasch eine Kernthese:

"Es ist nicht möglich für einen Zeitraum von 50 Jahren Prognosen abzugeben."

-> Die ersten 20% dieser 50 Jahre sind bereits vorüber und genau so eingetreten, wie von Heinsohn vorhergesagt. Der Autor ihres Artikels versteift sich gerade nur so darauf, dass die Annahmen zu pessimistisch seien. In Wirklichkeit wird alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wer Augen im Kopf hat, der kann das jeden Tag sehen.
Er gibt uns dann zum Glück auch zwei Vorschläge. Genau diese Vorschläge sind an Dümmlichkeit und Ignoranz nicht zu übertreffen und entsprechen wohl genau deswegen ihren Vorstellungen.


1. Kinderanzahl pro Frau
Mit familien- und kinderfreundlicher Politik, mit Berufschancen für Mütter lässt sich einiges
machen. Das zeigt z.B. Frankreich, das mit entsprechender Politik die Anzahl der
Kinder pro Frau von 1993 mit 1,65 im Jahr 2000 auf 1,88 (plus 14%) steigern konnte.
2. Wanderungsüberschuss
Der Zuzug von Ausländern nach Deutschland ist ganz offensichtlich eine Frage der Ausländer-,
Europa- und Integrationspolitik.
So hängt der Zuzug von EU-Bürgern aus den neuen Beitrittsländern, vor allem nach der
vollständigen Freizügigkeit für Arbeitnehmer, stark von der Attraktivität Deutschlands
ab. Und allein die politische Entscheidung, die Türkei in die EU aufzunehmen, hätte
immensen Einfluss auf den Bevölkerungsstand.

ad 1.
Die Kinderanzahl in Frankreich ist nur deswegen höher weil seine Migrantinnen das Geburtendefizit der autochthonen Bevölkerung ausgleichen. Deren Kinder sind leider großteils ausbildungsresistent, wie also, sollen sie zum Staatswesen beitragen? Deswegen wachsen die Banlieues so schnell. Banlieues sind übrigens Orte, an die man Menschen wie Gerd Bosbach, sie und Dr. Spiele verfrachten sollte, sofern sie nicht alle drei ein und dieselbe Person sind, für den Blödsinn, den sie uns tagtäglich weismachen wollen. Mehr Sozialismus braucht das Land...

ad 2.
Eigentlich reichts mir. Ich will meine Zeit nicht noch mehr mit ihnen verschwenden...
Zusammengefasst: Mehr unqualifizierte Einwanderung braucht Deutschland, dann klappts auch mit der Demographie. Wie erreichen wir dies? Durch mehr Sozialtransfers. Man kann ja in Berlin, Hamburg usw. deutlich erkennen, wie blendend das funktioniert.

Diese Vorschläge sind an Einfältigkeit und Naivität nicht zu übertreffen, man sollte diesen und ähnliche "Forscher" umgehend rausschmeißen und ihnen die gezahlten Gehälter bis zu ihrem Lebensende wieder abknöpfen.

Thorsten Eckau, am 29. April 2010 um 11:08 ( Link )

@TrebMelsa:

Herzlichen Dank für diese Zeilen! Ich habe selten so komprimiert mein Bauchgefühl zusammengefasst gesehen wie in diesen Worten. Die empfohlene Lektüre werde ich mir sofort besorgen und freue mich darauf.
Es ist in der Tat weit mehr als "nur" ein Finanzproblem. Jeder klar denkende Mensch regt sich doch seit 10-20 Jahren an etlichen Stellen des Lebens über die offensichtlich dümmlichen Probleme und Lösungen auf, sei es Klimawandel oder -schutz, sei es die straffreiheit von egal welchen moralisch unterirdischen Taten, das immer dreistere Lügen sogenannter Führungspersönlichkeiten, das als Hamsterrad empfundene private Leben, bei dem alles immer teuerer zu werden scheint und man dem Geld immer mehr huldigen und ihm hinterher laufen muss und und und. Dies alles ist in meinen Augen Symptome einer einzigen Krankheit und diese entsteht aus dem Schuldgeldvirus (ebenfals fraction banking und Zentralbankturbo)...
Herzlichen Dank wie gesagt!

hoeppe, am 29. April 2010 um 12:39 ( Link )

@TrebMelsa:

Unser Geld ist Schulden- und Kreditgeld

Ich bekomme auf den Hexenkessel „Geld“ nie den Deckel drauf.

Wenn ich recht verstanden habe, darf es laut Gunnar Heinsohn nicht heißen „Unser Geld ist Schulden- und Kreditgeld“ sondern “Geld ist Schuld und Kredit“.

Dabei bekomme ich nur in der Goldfrage die Kurve nicht zu 100%. Gold ist erst mal nur Gold und kein Geld und wie wird Gold zu Geld? Mit “is einfach so“ oder “der Mensch hat sich dafür entschieden“, ein paar physikalischen Eigenarten und Wertspeicher lässt sich meine „kritische Intelligenz“ dabei nicht abspeisen.

Ich habe zwei noch keine meiner Unzen angebohrt, bin mir aber sicher, dass ich darin keinen Wert finde, nur wieder Gold. Mal ganz davon abgesehen, dass der geschulte Ökonom es ja sowieso tunlichst vermeiden sollte sich im Wertbegriff zu verirren…, es gibt nur Preise die in Geld ausgedrückt werden, was die Angelegenheit nicht unbedingt einfacher macht.

Gold wird erst zu Geld, wenn es mir der Bäcker gegen ein Brötchen tauscht und der Bäcker nimmt es nur an, weil er weiß, dass er damit irgendwo auf der Welt eine (seine) Schuld begleichen kann. Schuldet keiner keinem was ist Geld sinnlos…, nicht vorhanden?!

Ich werde nie drüber hinwegkommen!

Ein Anderer vollkommen verzweifelter mittelmäßiger Denker ist soweit heruntergekommen, dass er mir nur noch erklärt… „Geld ist Kommunikationsmittel“

TrebMelsa Fördermitglied, am 29. April 2010 um 13:28 ( Link )

@ Thorsten Eckau

Die Bestelladresse für der Schriftenreihe der Stiftung ist:

schriftenreihe@vontobel.ch

@ hoeppe

Lieber hoeppe, ich darf doch etwas fragen - oder?
Was wollten Sie mir mit Ihrem Kommentar sagen oder vielleicht wollten Sie auch nur etwas fragen?

Aber vielleicht finden Sie die Antwort in der von mir angezeigten Publikation, Bestelladresse - siehe oben.

SPV, am 29. April 2010 um 14:09 ( Link )

Das war keine Kritik. Man wollte sie lediglich hinterlistig dazu bewegen, sich selbst zu entblößen. Danke!

Wenn Sie meinen... passen Sie aber auf, dass Sie nicht am Schaum vorm Mund ersticken...

Deren Kinder sind leider großteils ausbildungsresistent...

Genetisch bedingt? Durch Umweltschäden verusacht? Belegen Sie das bitte mal KAUSAL...

Banlieues sind übrigens Orte, an die man Menschen wie Gerd Bosbach, sie und Dr. Spiele verfrachten sollte, sofern sie nicht alle drei ein und dieselbe Person sind, für den Blödsinn, den sie uns tagtäglich weismachen wollen.

Banlieues? Nun mal nicht so zimperlich! Für Sozialisten wie mich und Bosbach gab´s früher schließlich auch Lager...

Eigentlich reichts mir. Ich will meine Zeit nicht noch mehr mit ihnen verschwenden...

Tolles Argument. Damit haben Sie´s Bosbach aber gezeigt. Intellektuelle Glanzleistung!

Mehr unqualifizierte Einwanderung braucht Deutschland,...

Tun Sie sich einen Gefallen - LESEN Sie die pdf noch mal ganz in Ruhe. DENKEN Sie über die genannten Punkte, von denen Sie hier KEINEN einzigen widerlegen konnten, nach - und probieren Sie´s dann nochmal...

SPV, am 29. April 2010 um 14:16 ( Link )

Schuldet keiner keinem was ist Geld sinnlos…, nicht vorhanden?!
Ich werde nie drüber hinwegkommen!

Exakt so ist es. Schön veranschaulicht in der Tatsache, dass sich das gesamte Geldvermögen geschlossener Volkswirtschaften immer zu 0 saldiert...

hoeppe, am 29. April 2010 um 14:23 ( Link )

@TrebMelsa

Was wollten Sie mir mit Ihrem Kommentar sagen

Geld = Schuld

TrebMelsa Fördermitglied, am 29. April 2010 um 14:32 ( Link )

@ hoeppe

Ich wollte damit nur sagen, dass ich auch der Meinung bin, dass das staatliche Zwangsgeld durch nichts gedeckt ist und den Charkter verdirbt. Oder wie der Privatbankier Ferdinand Lips dies formuliert hat:

„Zum ersten Mal in der Geschichte ist alles Geld der Welt von nichts gedeckt. Das ist das übelste System, das je von Menschenhand erfunden wurde.“

Herr Lips hat mir hier voll aus dem Herzen gesprochen!

Dr. Spiele, am 29. April 2010 um 14:44 ( Link )

Geld = Schuld

FIAT Geld = Falsche Schuld = Steuersklaverei

SPV, am 29. April 2010 um 14:57 ( Link )

FIAT Geld = Falsche Schuld = Steuersklaverei

Ich würde nicht soweit gehen das Problem im Fiat money selbst zu sehen...

SPV, am 29. April 2010 um 15:01 ( Link )

Ich wollte damit nur sagen, dass ich auch der Meinung bin, dass das staatliche Zwangsgeld durch nichts gedeckt ist und den Charkter verdirbt.

Staatlich? Ein Großteil der Geldschöpfung heutzutage läuft doch wohl über das Giralgeld der Privatbanken.

Thorsten Eckau, am 29. April 2010 um 15:12 ( Link )

@SPV:
Jepp, zumindest die absolut größte Menge davon. Am Ende sieht es meiner Meinung nach so aus: Der Staat ist der Schuldner Nr.1 (auch zeitlich gesehen), sein Schuldversprechen wird in Form von Bond bei der Zentralbank monetisiert, hier findet die erste (Zentralbank-)Geldschöpfung statt. Das Zentralbangeld wird dann mit gigantischem Multiplikator von den Geschäftsbanken vermehrt. Das einzige "gesetzliche Zahlungsmittel", also Bargeld, ist mir diesbezüglich aber auch noch nicht klar (hinsichtlich seiner Einordnung in den o. g. Gedanken), auch wenn klar zu sein scheint dass auch dieses der Natur nach identisch "in die Welt" kommt.

Was das FIAT-Money angeht, so ist sicherlich wie folgt zu differenzieren: Fiat-Money ist quasi unbesichertes Kreditgeld, diese muss der Natur nach nicht schlecht sein. Erst die Verbindung aus immerwährendem Kreditgeld aus dem Nichts PLUS Multiplikator brachte und bringt uns in Teufels Küche. Würde das Kredit- oder Schuldgeld als temporäres Phänomen mit Haltbarkeitsdatum verwendet, so sehe ich hier alleine nicht ansatzweise die Probleme wie durch den Umstand des Schuldgeldes mit Multiplikator und ohne absehbares Ende UND ohne Zweckbindung in der Realwirtschaft.

Dr. Spiele, am 29. April 2010 um 15:28 ( Link )

Das einzige "gesetzliche Zahlungsmittel", also Bargeld

sind EC-Karten kein gesetzliches Zahlungsmittel?
Ist die Gehaltüberweisung illegal?

Dieses libertäre Märchen vom Staat als pöhsem Bargeldinflationeur gehört mal langsam auf den Müllhaufen der Finanzgeschichte.

hoeppe, am 29. April 2010 um 15:43 ( Link )

Auch noch mal mein Senf…

@TrebMelsa

„Zum ersten Mal in der Geschichte ist alles Geld der Welt von nichts gedeckt. Das ist das übelste System, das je von Menschenhand erfunden wurde.“

FIAT Geld ist durch Waren, Eigentum und Schaffenskraft für Private und Steuerzwecke gedeckt. Das Geld der Notenbanken wird (bisher noch) erst wirksam, wenn es über Geschäftsbanken per Kredite in den Umlauf kommt, also Eigentum, Produktionsmittel, Schaffenskraft oder was weiß ich belastet. Dieser Bogen scheint überspannt (Kreditklemme).

Erst wenn Geld mit dem Heli abgeworfen wird oder die Banken zur Kreditvergabe gezwungen werden geht es richtig los. So weit sind wir aber noch nicht.

Bei Gold wird es dann unweigerlich metaphysisch. Ich kann aber keinen prinzipiellen Unterschied zu FIAT erkennen. "Nur" der Rahmen für Schuldverhältnisse und kreditierung ist begrenzt.

An dieser Stelle greift dann meine Hypothese, dass uns FIAT irrsinnigen Wohlstand vorfinanziert hat und unter dem Goldstandard alles etwas gemächlicher von statten geht.


@Dr. Spiele

FIAT Geld = Falsche Schuld

Wird die Schuld ausgebucht werden wir merken, dass diese Schuld weder virtuell noch falsch ist, sondern sehr real.

Thorsten Eckau, am 29. April 2010 um 15:44 ( Link )

@Dr. Spiele:

Richtig, EC-Karten sind KEIN gesetzliches Zahlungsmittel, ebenso wenig wie das Sichtguthaben auf dem Konto "Geld" ist.

Ich beziehe mich da auf folgende Aussagen (Link unten):
"In Deutschland und den übrigen teilnehmenden Mitgliedsstaaten der EWU ist seit dem 1. Januar 2002 das Euro-Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel: gemäß Artikel 128 Absatz 1 Satz 3 EUAV (inhaltsgleich im deutschen Recht § 14 Absatz 1 Satz 2 Bundesbankgesetz) sind hierbei die von der EZB ausgegebenen Euro-Scheine das einzige unbegrenzte gesetzliche Zahlungsmittel.
...
Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen gesetzlichem Zahlungsmittel und Giroguthaben - letztere sind lediglich ein Zahlungsanspruch des Kunden gegenüber der jeweiligen Bank. Giroguthaben kann das Geschäftsbankensystem in einem Vielfachen des reell existierenden echten Geldes per Kredit schaffen - die Schaffung des echten Geldes ist allein der Zentralbank (die zB. in den USA, GB und dem EUR-Raum nicht Bestandteil des Staates ist) vorbehalten."

Aus Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlungsmittel).

Illegal ist hier sicherlich nur provokativ gemeint, aber in der Tat nicht "gesetzlich" im Sinne des alleinigen Zahlungsmittels (oder auch Geld mit eingebautem Polizeiknüppel). Dies ist per Definition ausschließlich das umlaufende Bargeld, der Rest ist nicht von der gesetzlichen Pflicht "gedeckt".
Ich weiße an dieser Stelle auf die lustigen Kontoauszüge der Citibank in den USA rund um den 1.4. hin (mit dem Hinweis, man behalte sich vor Auszahlungen 7 Tage zu verschieben und nur auf Antrag durchzuführen, was sehr zu Verwirrungen geführt hat damals).

Dr. Spiele, am 29. April 2010 um 17:44 ( Link )

Giroguthaben kann das Geschäftsbankensystem in einem Vielfachen des reell existierenden echten Geldes per Kredit schaffen

So ist es. Und wenn dieser Kredit zb. an die
"Heisse Luft Immobilienhandels-GmbH", die wiederum damit ihre tollen Drückerkolonnen per Gehaltsüberweisung bezahlt, die dann beim Aldi ihres Vertrauens damit Fertigpizza per EC-Karte kaufen, so hat der Staat mit dieser Geldschöpfung genau NULL zu tun. Abgesehn vom
noch historisch bedingten Zwang zu einer Bargeldreserve von nominell 2,5 und effektiv sowas um die 0,1%.

Lesezeichen, am 29. April 2010 um 18:21 ( Link )

@DerBerliner

bei uns war der Hauptgrund der, dass wir uns Deutschland nicht mehr leisten können. Entweder wir hätten uns für eine Hartz-IV-Karriere entschieden und die Ausbildung unserer Kinder dem Staat überlassen, oder aber wir gehen.

Wir haben uns fürs Gehen entschieden. Gut so!!!

Ich glaube auch die ganzen Veröffentlichungen nicht mehr. Heute war zu lesen, wie sehr sich der Arbeitsmarkt erholt hat. Seit dem wir aus Deutschland weg sind (seit über einem Jahr) verfolge ich die Insolvenzzahlen auf insolvenzbekanntmachungen.de. In NRW liegen sie immer mindestens über 9000 im 2-Wochenrhythmus oder aber - wie jetzt wieder - über 10000.

Ich frage mich, wo die in den Zahlen bleiben. Angeblich ist doch alles so stabil und der Arbeitsmarkt doch so erstaunlich gut. In meinen Augen wird hier mit gefälschten Zahlen agiert, um immer schön Beruhigungstropfen zu verteilen, damit bloß keiner aufsteht und protestiert. Nichts anderes war die Rentengarantie. Ohne Leistungsempfänger keine politische Mehrheit.

Des weiteren ist mir bekannt, dass zunehmend mehr Gemeinden Insolvenzabgaben in nicht unbeträchtlicher Höhe von den noch lebenden Unternehmen verlangen, um die vielen Pleiten und damit verbundene Steuerausfälle auszugleichen. Gleiches gilt für steigende Krankenkassenabgaben.

Eigentlich bleibt zu hoffen, dass das Ganze so schnell wie möglich implodiert, damit man endlich von vorne anfangen kann. Leid tun mir nur die, die noch in dieser Presse stecken und ausgequetscht werden, wie die Zitronen.

Ich weiß noch, wie das ist. Wir waren auch selbstständig, haben horrende Beiträge gezahlt und als wir krank wurden, hatten wir nicht mal die 10 Euro Eintrittsgeld für den Arzt, geschweigedenn für Medikamente.

Ist glücklicherweise Vergangenheit. Vorne liegt die Zukunft. :-)))

SPV, am 29. April 2010 um 19:19 ( Link )

FIAT Geld ist durch Waren, Eigentum und Schaffenskraft für Private und Steuerzwecke gedeckt.

So ähnlích. Die Gelddeckung erfolgt letztendlich IMMER durch Arbeit. Anschaulich wurde dies bereits von Adam Smith in "Wealth of Nations" beschrieben.
Es ist relativ egal, ob es sich um besichertes oder unbesichertes Geld handelt (in Smith´Fall lag eine Metallbesicherung vor) - in seiner eigentlichen Funktion stellt Geld lediglich Äquivalente zum Tausch von Arbeitsleistung her. Die Besicherung von Geld gewährleistet also nur das physische Vorhandensein einer bestimmten Geldmenge und nicht per se die Funktion des Geldes als solches - darum hat die Golddeckung wenns drauf ankam ja auch immer versagt...

SPV, am 29. April 2010 um 19:23 ( Link )

Verbindung aus immerwährendem Kreditgeld aus dem Nichts...

Es währt ja nicht immer. Irgendwann muss immer abgeschrieben werden. Die Frage lautet nur WO. Und hier tritt momentan das Problem auf...

SystemSturz, am 29. April 2010 um 22:39 ( Link )

@ Lesezeichen & DerBerliner

Wenn Sie auswandern (ausgewandert sind) mag das aus Ihrer persönlichen Sicht durchaus Sinn machen. Das als glänzendes Beispiel zu propagieren halte ich aber für daneben.
Sicher wird es Ihnen besser als uns ergehen. Aber davonzulaufen, wenn es Probleme gibt, ist keine Lösung - läßt maximal auf einen bestimmten Charakterzug schließen.
Bleiben Sie doch und ändern Sie mit uns dieses Land. Ja, wir haben gigantische Probleme. Ja, wir haben eine komplett unfähige Führung. ABER: Wir sind Deutsche, rund 80 Millionen (D/A/CH) gibt es noch von uns. Wir sind immer wieder aufgestanden, wenn wir am Boden lagen. Wir haben Verantwortung gegenüber unseren Eltern und unseren Kindern und wir stellen uns dieser Verantwortung. Weglaufen gehört nicht zu meinem Vokabular.
Wir haben eine Aufgabe - stellen wir uns den Problemen.

VG SS

Lesezeichen, am 29. April 2010 um 23:09 ( Link )

@SystemSturz

Dazu fehlt mir das Geld. Ich kann mir Deutschland nicht leisten und außerdem habe ich eine andere Aufgabe.

Mein Job ist es, für eine gute Ausbildung meiner Kinder zu sorgen und damit sind wir die nächsten Jahre gut beschäftigt.

Deutschland ändern, das können andere besorgen, Leute, die sich das leisten können. Ein langsames Abwracken auf Hartz-IV-Basis ist für mich keine Lebensperspektive und dass ich spätestens ab 50 in Deutschland keinen Job mehr bekomme, weiß ich jetzt schon. Darauf muss ich nicht warten, denn meinem Vater ist es schließlich auch so gegangen.

Daddeldu, am 30. April 2010 um 11:18 ( Link )

Singaporean, am 29. April 2010 um 10:32:

Die Kinderanzahl in Frankreich ist nur deswegen höher weil seine Migrantinnen das Geburtendefizit der autochthonen Bevölkerung ausgleichen.

Das habe ich bezüglich der berühmten französischen Geburtenrate schon oft vermutet. Haben Sie dazu eine Quelle oder gar einen Quellenlink?

Mit Dank im Voraus

Daddeldu

hoeppe, am 30. April 2010 um 13:40 ( Link )

Wir haben eine Aufgabe

Welche denn??

Man glaubt immer irgendwelche großartigen Aufgaben zu haben und aus diesen gefühlten Aufgaben erwachsen dann die Probleme die dann wieder als Aufgabe verstanden werden usw….

SystemSturz, am 30. April 2010 um 21:48 ( Link )

@ Lesezeichen
Soetwas kann ich grundsätzlich nachvollziehen. In meinem Umfeld (Familie, Freunde, Verein) gibt es keine Arbeitslosen. Es sind nur viele irritiert, weil sich niemand vorstellen konnte, dass man so schlecht vertreten (regiert) werden kann.

@ DerBerliner
Das hört sich nach einem größeren Plan an :-). Ich hoffe, von Ihnen zu hören. Bei Auswanderern sehe ich immer nur diese armen Gestalten, die sich auf Vox verdingen. Keine Sprachkenntnisse, keinen Plan, 4 Kinder, zwei Hunde, einen 15 Jahre alten Passat, 1500 Eu Barreserven und dann geht es los.

@ hoeppe
Ok, für Sie etwas eindeutiger. Unsere Gesellschaft (in all ihren Facetten) ist krank. Unser größtes Problem sitzt im Reichstag und handelt dem Volkswillen zuwider. Diese "Vertretung" in all ihren Ausprägungen zu verjagen und eine Regierung zu installieren, die unsere Interessen wahrnimmt, ist unsere Aufgabe.
Und ja, kleine Zielsetzungen waren gestern. Aber: der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt...
Es gibt in meinen Augen nur zwei Alternativen: Auswandern - das hatte ich für mich persönlich bereits ausgeschlossen oder sich arrangieren - ebenfalls ausgeschlossen.

hoeppe, am 02. Mai 2010 um 1:29 ( Link )

Nachchtrag…

Problem sitzt im Reichstag und handelt dem Volkswillen zuwider.

Ich verstehe mich als Christ und scheiß ich auf den Volkswillen!

SystemSturz, am 02. Mai 2010 um 13:55 ( Link )

@hoeppe

Ich versteh mich als Christ und scheiß ich auf den Volkswillen

Ich würde Ihnen empfehlen, vor und während des Formulierens von Kommentaren auf den Genuß von Alkohol und Betäubungsmitteln zu verzichten. Vielleicht schaffen Sie es dann, einen vernünftigen deutschen Satz ohne Fäkalansatz zu erschaffen.

Rein inhaltlich befinden Sie sich mit Ihrer Meinung in guter Gesellschafft. Auch unsere Regierung nennt sich bürgerlich-christlich.

Das Volk will keinen Vertrag von Lissabon - egal
Das Volk will keine Bankenrettung um jeden Preis - egal
Das Volk will keine Auslandseinsätze der Bundeswehr - egal
Das Volk will keinen Euro - egal
Das Volk will keine Griechenlandsubventionierung - egal

Leute wie Sie werden gebraucht. In Parlament und Regierung werden Personen, die das Demokratieprinzip ala brD verinnerlicht haben, dringend gesucht.

Amen...

Thorsten Eckau, am 02. Mai 2010 um 14:18 ( Link )

Meine lieben Damen und Herren,
ich verfolge Ihre Diskussion in den letzten Tagen mit Schmunzeln und Schauer: Weder der einen noch der anderen Seite kann man ja grundsätzlich seine Symphatie absprechen. In manchen Situationen kann ich mir extrem leicht vorstellen dass Auswandern (wenn es eben nicht auf VOX-Niveau passiert, von den Erfolgreichen sieht man sicherlich in solchen Sendungen alleine deshalb nichts, weil diese Leute erfolgreich genug sind keine 500 EUR Hilfe für selbstzerstörrerische TV-Auftritte nötig zu haben).
Auf der anderen Seite kann und will sicherlich nicht jeder auswandern, entweder vom Herzen oder von den Optionen. Ich selbst besitze Sprachkenntnisse und belastbare Freundschaften in Südamerika, kann mir also für mich und mein Leben diese Option eigentlich vorstellen und sie als eine Verbesserung "ad hoc" erkennen. Auf der anderen Seite habe ich Familie in Form von Eltern, welche sicherlich nicht mehr einen solchen Schritt mitmachen können (und noch keine Kinder die in einer Abwägung das Zünglein an der Waage spielen könnten).
Sie sehen: Es ist durchaus für beide Seiten genug Raum für konträre Ansichten, die im jeweiligen Einzelfall vollkommen logisch und sinnvoll sein können.

Was unser System und unserer Regierung angeht, so hege ich nicht die geringste Hoffnung dass ohne eine systemeische Krise größten Ausmaßes in Deutschland zielführende Veränderungen in Gang kommen können. Dagegen spricht noch für viele Jahre die Ruhigstellung der zu alimentierenden Bevölkerung durch Transfers. Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, Inflation herrscht und der Bewegungs- und Gestaltungsspielraum der Politik (damit meine ich den Rest von "beweglichem Geld" im Haushalt für das Ruhigstellen der unterschiedlichen Interessengruppen) auf null sinkt, so dass jeder sehen würde dass die Politik vollständig und faktisch unabhängig von der jeweiligen Partei nur eine Verwaltung der Fixkosten/-verteilung vornimmt, erst dann kann und wird hier etwas passieren: Denn erst in diesem Fall werden die Politiker notgedrungen an 46,5% Arbeit und Soziales drehen müssen und damit Unmut griechischen Ausmaßes erzeugen. Aber bis dahin gehen noch ein paar Jahre ins Land und auch danach gilt der alte Satz von Lenin(?): In Deuzschland gibt es keine Revolution weil das Betreten des Rasens verboten ist. Die Mentalität der Deutschen ist nicht besonders revolutionär. Wenn es in diesem Fall zu einer Änderung kommt, dann durch Heilsversprechen von "Führungspersönlichkeiten" der alternativen oder extremen Seite des Spektrums. In Ansätzen erleben wir das schon mit der LINKEN, aber noch sind das in meinen Augen nur Ansätze und dafür schon erschreckend erfolgreich bei gleichzeitig nicht vorhandener Alternativlösung (ich würde sogar sage dass dort das Problem als solches sogar noch am wenigstens verstanden wurde).

Fazit: Da ich keine Revolution sehe und auch weder erwarte noch erhoffe, gleichzeitig aber mit Ihnen d'accord bin dass zwingend und schnell eigentlich Änderungen beginnen müssen: Was machen wir? Gibt es politische oder gesellschaftliche Gruppen oder Strömungen, die sich konstruktiv und mit einem Mindestmaß an Erfolgsaussichten des Problems annehmen? Ganz lustig ist die Zeitgeistbewegung, aber weder fällt diese in die Kategorie "Erfolgsaussicht" noch kann ich mich trotz aller Betonung dass diese "nicht politisch, nicht religiös und rein sozial" sein eines sektiererischen Eindrucks nicht erwehren. Vorschläge? Ich liebe die Diskussionen hier bei ef, aber mehr als für die eigene Bildung und Vorsorge kommt dabei gesamtgesellschaftlich auch nicht bei raus, wenn man keine Veränderungen versucht in der breiten Gesellschaft in irgendeiner Form zu erwirken.

SystemSturz, am 03. Mai 2010 um 1:56 ( Link )

@ Berichtigung (Gesellschaft)... schafft auch nur mit einem f...

@ Thorsten Eckau

Wieder einer mehr... Ich vermute, es gibt viele von unsereins. Wir wissen, dass wir ohne Gegensteuern auf Sicht von 30 Jahren viel von unserem Lebensstandard einbüßen werden. Gleichzeitig erkennen wir, dass unsere Regierung (soweit sie überhaupt uns vertritt?) nichts unternimmt, um die Probleme zu bekämpfen. Meine Hofnung begründet sich genau in dem Fakt, dass wir uns eine Subventionierung der Sozialleistungsempfänger und des Auslandes nicht mehr leisten können, mit allen daraus entstehenden Konflikten.

In meinen Augen gibt es keine alternative Bewegung, die etwas bewirken kann. Falls es die gäbe, würde sie bestimmt auch verboten. Aber das Ende der DDR gibt mir Hoffnung. Das ging dann auch sehr zügig - vermutlich zu zügig...


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