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Aktuelle Nachricht – Griechenland: Aufstockung des Rettungspakets auf 60 Mrd. Euro

von Redaktion eigentümlich frei

Das Ende der Fahnenstange liegt bei der Summe der gesamten Staatsverschuldung Griechenlands

(ef-DF) Die Bundesrepublik hatte sich verpflichtet, einen Anteil in Höhe von 28 Prozent an den Hilfen für Griechenland zu übernehmen. Bei einem ursprünglichen Umfang des Rettungspakets von 30 Milliarden Euro hätte das ungefähr 8,4 Milliarden Euro entsprochen. Bereits letzte Woche hatte das "Handelsblatt" berichtet, in Wahrheit ginge es um einen Umfang des Pakets in Höhe von rund 90 Milliarden Euro.

Die "Frankfurter Allgemeine" berichtet, dass in der Bundesregierung ein Szenario kursiere, nach dem Griechenland in den nächsten drei Jahren zwar insgesamt 150 Milliarden Euro refinanzieren müsse, die Aufbringung der Summe aber nur etwa zur Hälfte am Markt möglich sei. Da die Beteiligung des IWF nicht größer als die bislang kalkulierten 10 bis 15 Milliarden Euro werden könne, sei die Finanzierungslücke von etwa 60 Milliarden Euro allein durch die Euro-Länder aufzubringen. Der Anteil Deutschlands daran betrage nach dem bekannten prozentualen Schlüssel 16,8 Milliarden Euro.

Gedeckelt wird der Umfang des Rettungspakets nur durch die Höhe der Staatsverschuldung Griechenlands. Der Schuldenstand Griechenlands lag 2009 bei 115,1 Prozent des BIP oder 273 Milliarden Euro. Athen liegt damit weit über dem von der EU erlaubten Gesamtschuldenstand von 60 Prozent. Das Defizit liegt nicht bei den bisher genannten 12,7 Prozent, sondern bei 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie Eurostat verlaubart hat. Unter Fortschreibung von Defizit und Verschuldung betragen die Schulden Griechenlands mehr als 300 Milliarden Euro. Die griechische Wirtschaft stagniert.

Quellen:

24. April 2010

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Kommentare

Carl, am 24. April 2010 um 9:03 ( Link )

Ach was... Solange wir noch Kredit haben wollen wir eine große Völkersolidaritätsparty feiern \o/

Reiner Vogels Fördermitglied, am 24. April 2010 um 9:21 ( Link )

Dass die geplante Griechenlandhilfe nicht nur ein gemeinschaftlich verabredeter Bruch völkerrechtlich bindender Verträge durch die europäischen Regierungen (die sich damit in die Nähe von kriminellen Vereinigungen stellen, sondern auch der helle wirtschafts- und finanzpolitische Wahnsinn ist, dürfte außer Frage stehen.

Ich gebe allerdings zu bedenken, ob die Sache nicht am Ende gut ist: Die Griechenlandhilfe ist ja das sicherste Mittel, den Euro auf Dauer zu ruinieren. Was man Griechenland gewährt, wird man Portugal, Irland und Spanien nicht verweigern können. Es ist eine absolute Traumtänzerei unserer Politiker zu meinen, sie könnten die bestehenden Unterschiede zwischen den einzelnen Euro-Volkswirtschaften auf Dauer durch von den paar - relativ ! - starken Staaten finanzierten Transferleistungen ausgleichen. So wird der Euro zwangläufig auseinanderbrechen. Und das ist doch gut so.

Rosenstein, am 24. April 2010 um 9:23 ( Link )

Tschö TEURO. War schön mit Dir! ;-)

Karl Röckl, am 24. April 2010 um 9:45 ( Link )

@Reiner Vogels:
Richtig! Um unseren Schulden-Wohlfahrtsstaat gegen die Wand zu fahren brauchen wir keine Griechen. Selbst wenn irgendwo nach ein paar Milliarden versteckt sein sollten, würde die herrschende Politiker- und Medienkaste schon einen Grund finden das Geld sinnlos rauszuschmeißen. Die griechischen Staatsschulden helfen nur die Geschwindigkeit zu erhöhen mit der wir auf die Wand zusteuern. Der Bruch geltenden Rechts im Zusammenhang mit der Hilfe für Griechenland hilft ferner die Politikerkaste zu demaskieren. Drittens können wir das Geld, das wir den Griechen geben, nicht für Fehlsteuerungen im eigenen Land verwenden.

Kurt_G Fördermitglied, am 24. April 2010 um 10:09 ( Link )

gestern abend war auf einen Nebenkanal des ZDF oder wars einer der ARD - egal, ein langer Bericht zum Euro und seinen Gafhren zu sehen. Die Tendenz zeigte ein dramatisches Bild vom Euro der sich für mich in der Abschaffung des Euro in nächster Zeit und die Rückkehr der Nationen zur eigenen Währung darstellte. Denn in der Tat ist das eingetreten was immer als abwegig hingestellt wurde. Der Stabilitätspakt ist hin und ein EU Land pleite. So ich verstanden habe sind einige Finanzritter schon in den Startlöchern um gegen den Euro erneut zu klagen. Und das mit Recht.

Es wäre zu begrüßen wenn endlich die dreisten Lügen von der gefühlten Geldentwertung, dem sichern Euro, und der Aussagen, der Euro habe mehr Vorteile als Nachteile gebracht, auf den öffentlichen Tisch gepackt werden.

Niemand will den Euro. Nicht wirklich!

Soslan Khan Aliatasi, am 24. April 2010 um 10:33 ( Link )

@ Kurt_G:

Nicht nur, daß niemand den Teuro will – niemand, der selbst denkt und daher auch nicht zum System gehört, will die EU!

EU = Europas Unglück

Jochen Trebmann, am 24. April 2010 um 10:44 ( Link )

Deutsches Bürokratengesindel und deren Anhängsel, deutsche Politiker, sind allesamt zu dumm, das Rülpsen eines unaussprechlichen Minivulkans auf Island richtig einzuschätzen. Kosten: mehrere Milliarden.

Wer glaubt da noch ernsthaft, dieselben Leute könnten die Folgen eines astrein hingelegten Staatsbankrotts tatsächlich besser einschätzen, als die Auswirkungen der Ausscheidungen des Eyjafjalla auf den Flugverkehr?

Fazit: wer in diesem sozialstaatlich-ökologistischen vollkommen verblödeten Land tatsächlich noch über eine gewisse Menge Restverstand verfügen sollte, der erkennt: das wird kein gutes Ende nehmen. Garantiert nicht!

Satanas, am 24. April 2010 um 11:07 ( Link )

Nachdem die Schamfrist der Politiker, ihre Versprechen zu brechen, auf ein paar Tage gesunken ist (siehe Höhe der Griechenlandhilfe), wenn der Euro auseinanderbricht während die Presse immer noch H.Kohl abfeiert, ist es an der Zeit, dem Staat endlich sein Geldmonopol zu entreissen.

barthel_berand, am 24. April 2010 um 11:15 ( Link )

Das Thema "Griechenlandhilfe" weist neben dem juristisch zu klärenden Sachverhalt ´Vertragsbruch´ noch eine weitere Merkwürdigkeit auf.

Griechenland ist eindeutig ein Sanierungsfall. Dies wird wohl niemand bestreiten. Bei Sanierungen ist es durchaus üblich - und vor allem angemessen - dass sich die Gläubiger an der Sanierung beteiligen. Niemand, der bei Verstand ist, wird in bei einer Sanierung die Gläubiger ungeschoren lassen; denn in erster Linie sind es die Gläubiger, die durch eine Sanierung vor einem Totalverlust ihrer Forderungen bewahrt werden. Gäubiger von Griechenland sind u.a. Banken; auch deutsche Banken. Das Volumen der Forderungen dieser dt. Banken wird mit 35 - 43 Mrd. EUR angegeben. Die Franzosen hängen noch tiefer drin.

Mir ist bislang nicht bekannt, dass die Gläubiger im Rahmen der Sanierung auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, was völlig normal wäre. Stattdessen wird dem deutschen Steuerzahler ungeniert und natürlich ungefragt in die Tasche gegriffen, um ein Land zu retten, dessen Führung nachweislich keine Ahnung davon hat, wie die Welt funktioniert. Und diese Führung wird im Rahmen der Sanierung nicht einmal ausgetauscht.

Es ist wie immer, wenn die große Politik die Dinge regelt. Die Verantwortlichen und diejenigen, die sich verzockt haben, bleiben ungeschoren; diejenigen, die sich nicht wehren können, werden geschröpft. Das nennt man wohl Korporatismus.

Mehr Skandal geht nicht.

BB

Thorsten Eckau, am 24. April 2010 um 12:59 ( Link )

@barthel_berand:
Da bin ich ganz bei Ihnen, aber was macht es am Ende denn für einen Unterschied in unserem komplexen Ausbeutungs- und Selbstbedienungssystem ob erst der Staat die Banken aus der Verpfichtung holt und damit die Bevölkerung verpflichtet (lies: auf Zeit enteignet) oder ob man die Banken und Versicherungen durch eine "Sanierung" an den Kosten beteiligt und diese dann quasi von hinten durch die kalte Küche sich das wieder zurück holen von eben den gleichen Menschen? Am Ende ist das alles ein Problem, welches m. E. viel globaler ist: Egal was man von wem auch immer immer wieder liest befasst sich i. d. R. nur mit einem Teilausschnitt des Gesamtbildes und Gesamtwirkmechanismus und führt zu einem linke Tasche rechte Tasche Bild. Tritt man mal figurativ 3m zurück und schaut sich das Gesamtbild an (und denkt mal nicht in speziellen Personengruppen oder ergibt sich in Verschwörungstheorien, sondern betrachtet "Schichten" der (Welt-)Bevölkerung, dann ist leicht zu erkennen wie über etliche gleich gerichtete Mechanismen immer wieder von den unteren Schichten in die oberen Schichten umverteilt wird. Es ist dabei auch egal ob man "Schichten" dabei wörtlich nimmt oder ob man in "Gruppen" denkt: Die normalen Menschen leihen sich von Banken gegen physische Sicherheiten Geld bei Banken, die dieses Geld "bereitstellen" (erzeugen, Fiatmoney) und dies a. G. der politischen Legitimierung seitens der Regierungen. Am Ende profitieren alle, die Banken und die Regierung immer, die Menschen wenn sie eine echte Investition getätigt haben, sich diese ausgezahlt hat und der Kredit abbezahlt wurde. In jedem Falle eines Scheiterns verlieren die Menschen, aber die beiden anderen "Gruppen" gewinnen (nämlich die Sicherheiten). So ähnlich verhält es sich dann auch hier wieder bei Griechenland und den anderen GIPSI Staaten (und schlußendlich auch bei UK, Japan und den USA und natürlich auch uns am Ende), nur dass die "Beteiligungsverhältnisse" an den Vorgängen mehrstufiger sind. Aber das Scheitern führt auch hier systemimmanent nur dazu, dass weder die politische Gruppe noch die Gruppe aus der "Hochfinanz" das Problem hat, es bleibt wie gewollt nachher eine Rechnung offen die "uns allen" präsentiert wird. Und dabei spielt es keine Rolle ob die in Form einer allgemeinen Steuererhöhung kommt oder ob das bei Allianz und Co versicherte Untergrüppchen a. G. von Fehlinvestitionen in griechischen Staatsanleihen nachher vom Versicherer und seinem Fond eine Mitteilung bekommt dass die erwarteten Rentenzahlungen niedriger ausfallen werden als bisher jährlich hochgerechnet wurde. Das Verfahren ist stets das gleiche, die Gewinner und Verlierer sind immer aus den gleichen "Schichten".
Insofern frage auch ich mich: Was muss in Deutschland passieren, damit eine kritische Masse an Menschen dies erkennt und die Energie aufbringt dagegen "aufzustehen"? Die Antwort ist - anders als in Griechenland, wo die Leute aufstehen aber am Ende aus Hoffnungslosigkeit der Aktion auch irgendwann wieder aufhören, s. Frankreich und Arbeitsmarkt o. ä. - dass wir in D vermutlich noch extrem lange darauf warten können, denn die Kunst besteht darin das Spiel so fein dosiert zu betreiben, dass es möglichst lange hält und die kleinen Einschnitte "dosiert" passieren. Und hier sehe ich den Grund dafür dass seit Ausbruch der Kredit-, Finanz-, Staats-, Währungs- und nachher Systemkrise so viele Leute meinen dass es "bald" passieren könnte: Die Kontrolle über die Dosierung ist verloren gegangen, es erscheint als wenn die Dosen unkontrolliert immer größer werden. Aber wenn man sich mal vor Augen führt wie schnell die Leute den Sprung von Millionen auf Milliarden und Billionen in den Nachrichten mitgemacht haben, dann unterstelle ich mal dass die über Jahrzehnte aufgebaute Lethargie der Massen auch noch einige Jahre halten wird, es bedarf vermutlich des Eintritts des Ereignisses dass der Bundeshaushalt schuldbedingt keine Spielräume mehr lässt (der Anstieg der Leitzinsen um 1% entspricht einer Zinszusatzbelastung von 17Mrd EUR, ca. 50 Mrd sind im Bundeshaushalt noch "frei" verteilbar und nicht "fest" wie 46,5% Arbeit und Soziales). Wenn wir 3% mehr Zinsen haben und damit der das Staatsbudget keine Freiräume mehr lässt, DANN denke ich werden wir hier erst anfangen das Problem zu spüren: Dann werden wir Einschnitte bei den 46,5% vornehmen müssen und DAS wird dann in D der Stein des Anstoßes werden. Alles andere vorher ist Vorgeplänkel...

eierlegendewolfmilchsau, am 24. April 2010 um 13:17 ( Link )

Also, eins verstehe ich nicht. Was ist denn so schlimm am Rettungspaket? Wenn Griechen irgendwann gar nix mehr abdrücken können, dann haben wir in einen deutschen Mittelmeerzugang. Und dann noch die vielen deutschen Inseln in dort unten. Oh man, ich seh's nur positiv! =D

eierlegendewolfmilchsau, am 24. April 2010 um 14:35 ( Link )

Ach, hätten wir doch lieber Eulen nach Athen

getragen...

eierlegendewolfmilchsau, am 24. April 2010 um 14:39 ( Link )

Eines fällt mir auf: Die ganze Schulden sind doch im Sinne der EU-Apparatschiks. Schon rufen sie nach europaweiter Finanzregulierung, noch zentralistischerer Wirtschaftsplanung und fordern die Lufthohheit über die einzelnen nationalen Finanzministerien. Denn ihre Begründung ist wenig erstaunlich: "es brauche mehr europäische Koordination und verbesserte (sprich: zentralisiertere) Finanz- und Aufsichtsmechanismen.

Ohne Verschwörungen zu folgen; die ganze Sauerei scheint mir dem Brüsseler Politbüro so ungelegen nicht zu kommen.

Thorsten Eckau, am 24. April 2010 um 15:26 ( Link )

Ein schönes Beispiel für die Absurdität der Situation ist folgender Ausschnitt, Quelle sollen die Leipziger Nachrichten sein, genommen aus dem unten stehenden Link:

"Der Bund der Steuerzahler hat verbittert auf die von Griechenland eingeforderte EU-Finanzhilfe reagiert. "Das ist eine bittere Pille für den deutschen Steuerzahler. Doch wie in der Bankenkrise haben wir die Wahl zwischen Pest und Cholera: Ein Staatsbankrott von Griechenland hätte weitaus schlimmere Folgen auch für den kleinen Steuerzahler", sagte Geschäftsführer Reiner Holznagel der "Leipziger Volkszeitung".

Allerdings gebe es aus der Finanzkrise auch eine wichtige Lehre für die Griechenland-Hilfe. "Es kann nur Hilfe zur Selbsthilfe sein. Wenn Griechenland diese Selbsthilfe verweigert, dann können sie auch nicht länger auf Unterstützung hoffen.""

Ne ist klar: Wir können uns nicht leisten zu helfen, weil nicht helfen schlimmer wäre. Daher helfen wir, aber wenn die Hilfe nichts verbessert, dann drohen wir damit nicht mehr zu helfen... Ob den Leuten eigentlich auffällt wie unglaublich dämlich solche Aussagen sind? Es treibt einem die Tränen in die Augen bei sowas, nur weiß ich nicht ob das Lachen, Weinen oder Wahnsinn ist.

(http://www.extremnews.com/berichte/weltgeschehen/76eb12f4b7d897b)

Satanas, am 24. April 2010 um 17:40 ( Link )

Ob den Leuten eigentlich auffällt wie unglaublich dämlich solche Aussagen sind?

Ja. Deshalb hassen unsere Politiker ja auch das Plebiszit.

Ludwig, am 24. April 2010 um 23:24 ( Link )

"Wünschen wir uns die Krise !
Sie bedrängt, sie bedroht unser krankes Vaterland zwar, aber gerade dies weckt vielleicht seinen Mut, ins Unvorhersehbare abzuspringen und das zu wagen, was den Namen verdiente: Nur kein Rückfall ins Siechtum, ins Latente ins Erdulden!
Wünschen wir uns die Krise ! Sie beseitigt die . Dann ist kein Halten mehr, dann . (K.H.Weißmann)
Wünschen wir uns die Krise! Das Unmögliche muß möglich werden, und wenn wir unserer Nation noch etwas zutrauen, dann sollte es nicht weniger sein als das Unvorstellbare: Die Rettung ihrer Substanz, die Bewahrung ihrer Möglichkeit zu sich selbst zu gelangen und wieder als die Mitte Europas aufzuscheinen.
Lob der Krise, dem Zustand des Möglichen ! Lob der Epidemie des Mutes, die um sich greifen soll ! Lob jedem Fluchtversuch aus dem Kerker der Verzagtheit!"
(G. Kubitschek, Provokation)

Ludwig, am 24. April 2010 um 23:39 ( Link )

"Wünschen wir uns die Krise !
Sie bedrängt, sie bedroht unser krankes Vaterland zwar, aber gerade dies weckt vielleicht seinen Mut, ins Unvorhersehbare abzuspringen und das zu wagen, was den Namen "Politik" verdiente: Nur kein Rückfall ins Siechtum, ins Latente, ins Erdulden!
Wünschen wir uns die Krise ! Sie beseitigt die ""ganz unverhältnismäßig angewachsene Scheu vor Störung und frische und mächtige Individuen hervor"". Dann ist kein Halten mehr, dann ""pflanzen sich die aufrührerischen Ideen wie im Funkenflug fort, finden sich überall Mutige, die den Angriff auf die eben noch uneinnehmbaren Bastionen wagen, bricht sich ein Enthusiasmus des Anfangs Bahn und wird die Beseitigung des allgemein noch Anerkannten ohne Zögern ins Werk gesetzt"" (K.H.Weißmann)
Wünschen wir uns die Krise! Das Unmögliche muß möglich werden, und wenn wir unserer Nation noch etwas zutrauen, dann sollte es nicht weniger sein als das Unvorstellbare: Die Rettung ihrer Substanz, die Bewahrung ihrer Möglichkeit zu sich selbst zu gelangen und wieder als die Mitte Europas aufzuscheinen.
Lob der Krise, dem Zustand des Möglichen ! Lob der Epidemie des Mutes, die um sich greifen soll ! Lob jedem Fluchtversuch aus dem Kerker der Verzagtheit!"
(G. Kubitschek, Provokation)

Dr. Spiele, am 25. April 2010 um 1:15 ( Link )

Und ist es auch Wahnsinn...

Sura Al-Baqara, 275-289: „Diejenigen, die Wucher verschlingen, sollen nicht anders dastehen als wie einer, der vom Satan erfasst und zum Wahnsinn getrieben wird. Dies (soll so sein,) weil sie sagen: ‘Handel ist dasselbe wie Wucher.’ Doch Allah hat den Handel erlaubt und den Wucher verboten. Und wenn zu jemandem eine Ermahnung von seinem Herrn kommt und er dann aufhört - dem soll verbleiben, was bereits geschehen ist. Und seine Sache ist bei Allah. Wer es aber von neuem tut - die werden Bewohner des Feuers sein, darin werden sie ewig bleiben. / Allah wird den Wucher dahinschwinden lassen und die Mildtätigkeit vermehren. Und Allah liebt keinen, der ein hartnäckiger Ungläubiger und Übeltäter ist. / Wahrlich, denjenigen, die gläubig sind und gute Werke tun und das Gebet verrichten und die Zakat entrichten, ist ihr Lohn von ihrem Herrn (gewiss,) und sie brauchen keine Angst haben noch werden sie traurig sein. / O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und verzichtet auf das, was noch übrig ist an Wucher, wenn ihr Gläubige seid. / Und wenn ihr dies nicht tut, dann ist euch Krieg angesagt von Allah und Seinem Gesandten. Doch wenn ihr bereut, dann soll euch euer Kapital zustehen, sodass weder ihr Unrecht tut, noch euch Unrecht zugefügt wird."

...so hat es doch Methode

"Life's but a walking shadow, a poor player // That struts and frets his hour upon the stage, // And then is heard no more. It is a tale // Told by an idiot, full of sound and fury, // Signifying nothing"

"Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild, // Ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht // Sein Stündchen auf der Bühn und dann nicht mehr // Vernommen wird; ein Märchen ist's, erzählt // Von einem Blöden, voller Klang und Wut, // Das nichts bedeutet." [5] - 5. Akt, 5. Szene / Macbeth

Jaa, Weiter, immer weiter, das "göttliche" Werk der Herren Blankfein verrichten :-)

hoeppe, am 25. April 2010 um 3:33 ( Link )

@Ludwig

Sie bedrängt, sie bedroht unser krankes Vaterland

Mein Vaterland hat z.Z so ca. 600 Quadratmeter. Alles frühlingsgemäß kerngesund - freue mich schon auf den Sommer!! Nur mein Aprikosenbaum scheint mir nach dem Neujahrsschnitt etwas schwachbrüstig.

Das mit Griechenland und dem Euro und allem was folgt ist so logisch konsequent - wie die Jahreszeiten. Eigentlich kaum der Rede wert. Staatspleiten ahoi!!

Thoringi, am 25. April 2010 um 21:30 ( Link )

1,95583 EUR für eine DM war der Wechselkurs hinzu. Rückzu gibt es natürlich weniger DM, wetten?

Thoringi, am 25. April 2010 um 21:33 ( Link )

Autsch, da hat mir die Sonne heut im Garten aber arg die Birne verhitzt. 1,95583 DM für einen Euro, so war es richtig. Sollte gleich mal meine Devisenarbitragegeschäfte auf Plausibilität prüfen, hahaha.

Thorsten Eckau, am 25. April 2010 um 21:38 ( Link )

@Thoringi:
Sicherlich ein "freundscher'" Verschreiber, schließlich werden wir auf dem Rückweg vermutlich bei 1,95583 EUR pro DM2 landen ;)
Zumindest kann man nur hoffen dass der Haircut nur Faktor 2 sein wird ;)

Konservativer, am 25. April 2010 um 22:22 ( Link )

Zwei Fragen:

1. Gibt es Möglichkeiten, vom €uro- und Ländercrash zu profitieren anstatt ihn nur auszusitzen?

2. Was ist zu tun, um die Katastrophe als Politikversagen und nicht als Marktversagen zu offenbaren? Ohne diese Aufklärungsarbeit geraten wir doch anschließend nur noch tiefer in die Tinte.

Thorsten Eckau, am 25. April 2010 um 22:41 ( Link )

@Konservativer:
Zu 2 kann ich nichts sagen, damit habe ich mich gedanklich noch nicht wirklich auseinandergesetzt. Mit 1 schon...

Zu 1: Jein. Die Antwort braucht aber ein paar Sätze. Zunächst müssen wir klar unterscheiden zwischen mittlerer und längerer Zeitschiene. Auf mittlerer Zeitschiene werden die etablierten Systeme versuchen - wie schon seit Dekaden - das System zu schützen und den Status Quo aufrecht zu erhalten. In dieser Zeit werden wir - wie in den letzten Jahren bei den Bubbles, diesmal halt nur vornehmlichen bei den Staaten - das hin- und herschieben des Problems sehen. Nichts wird gelöst, es werden nur die Problemquellen gegenseitig zeitweise stützend und verstärkend ausgepielt: Deutschland zahlt den Club Med aus bis es selbst in der Liga angekommen ist. Dabei werden die Staatshaushalte mittels Zentralbanken und deren Monetisierung der Schulden für Inflation sorgen, welcher der rezessionsbedingten Deflation und Bereinigung als Spiel auf Zeit die Kraft entzieht. Dabei werden die Problem natürlich wie gesagt nicht gelöst, sondern verschoben und vergrößert. Am Ende lässt sich die endgültige Lösung nicht verhindern, welche im Rückbau der unglaublichen Schuldversprechen über jedes Maß der tatsächlichen Wirtschaftsleistung der Weltwirtschaft hinaus besteht. Daran gibt es keinen Zweifel, die Frage hier ist nur: Kommt es zu einer gigantischen Entladung in den kommenden 3-5 Jahren oder zieht sich der Prozess noch 5-10 Jahre und gelingt es "dem System" oder "dem Establishment" das ganze "kontrolliert" implodieren zu lassen? Dabei glaube ich übrigens nicht daran dass es bestimmte Personen gezielt sind, es ist eine Art Massen- oder Schichtenphänomen.
So oder so ist die Kernaussage: Für einige Zeit ist sicherlich die richtige Einstellung sich auf eine stetig steigende und gewollte Inflation einzurichten. Mittel- bis Langfrstig ist aber das exakte Gegenteil zu erwarten, unschönerweise leider durch Kontrollverlust auch im gesamten Prozess als "plötzlicher Crash". Dabei werden wir dann eine Deflation gigantischen Ausmaßes erleben, welche die Depression von 1929 als laues Lüftchen deklassieren wird.

So, das ist meine Meinung, nicht mehr und nicht weniger. Ich hoffe mich hält keiner für einen Spinner mit dieser Meinung, aber ich bin offen für Kritik und Anregungen, nicht zuletzt lese und schreibe ich hier bei ef (mit) weil ich es schätze andere Meinungen (die reflektiert sind) zur Kenntnis zu nehmen und mit einzubeziehen.

Friedrich Dominicus, am 26. April 2010 um 8:16 ( Link )

Ich mag den Euro, ich fände es allerdings angebracht ihn 100 % mit Werten zu decken. Was ich nicht mag ist, daß er in einem Mindestreservesysstem eingebunden ist was noch nicht einmal den Papierwert auf dem es gedruckt wurde wert ist.

Ob sich der EUR für die Griechen als schlecht erweisen wird ist noch offen. Jedenfalls finde dieses Argument "dann sollen sie doch Ihre Drachmen abwerden" ziemlich fragwürdig. Selbst wenn Sie Ihre Drachmen abwerten, haben sie wohl Ihre Schulden in Euro also was nützt ihnen da eine Abwertung? Die Schulden müssen(?) sie ja wohl in Euro begleichen. Wenn sie es nicht wollen oder können, dann haben sie sicherlich ein Haufen mehr Probleme vor sich.

Eine Rieseninflation können sich die Griechen mit dem EUR auch nicht "leisten". Also könnte der EUR den "Normalogriechen" durchaus einen gewaltigen Schutz gegen Ihre Politkerbankster und deren Willkür bieten. Wenn Sie das anders sehen, dann sollen sie gehen und Ihre "Drachme" einführen. Bin mal gespannt wieviele Leute Drachmen zu "nur" 8.5 Prozent nehmen werden....

Obwohl es unseren Politkerstrategen ja einfallen könnte. Staatsanleihen sind sicher, also kaufen wir "griechische Qualitätsanleihen" ;-(

Friedrich Dominicus, am 27. April 2010 um 7:58 ( Link )

Ich bitte ausnahmsweise folgendes von mir zitiertes zu Lesen:
http://fdominicus.blogspot.com/2010/04/zitate-mit-kommentaren.html

Es wäre wirklich nett, wenn es dazu einige Leserbriefe an die BNN gäbe. Es paßt auch zu einem anderen Thread hier über Atlas shrugged. Oh ja es sind nicht die Ausbeuter und Schamrotzer die auf Kosten Andere leben. Nein es sind diejenigen die etwas schaffen die alle anderen ausnutzen und nur durch die "Gnade" der Politik kann es "besser werden".

Ich habe bisher noch selten einen Kommentar gelesen der Schmarotzertum und Betrug so verteidigt, wie den heutigen Kommmentar in den BNN.Leider ist dieser Artikel nicht frei zugänglich, was eine Schande ist....


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