Carlos A. Gebauer

Jg. 1964, Rechtsanwalt und regelmäßiger Kolumnist der Zeitschrift eigentümlich frei.

ef-Einkaufspartner

Wenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button:

Rezension: Das Tagebuch der Eva H.: Die Wahrheit und ihr Preis

von Carlos A. Gebauer

Pflichtlektüre für Qualitätsjournalisten

Als ich vor gut 25 Jahren Wolf Schneiders Buch über „unsere tägliche Desinformation“ las, wollte ich glauben, es handele sich um die Kritik an einem Randphänomen in Presse und Rundfunk. Fehlinformationen, Falschmeldungen und Unrichtigkeiten, so war ich überzeugt, schlichen sich eben unvermeidlich immer wieder ein und würden dann, sobald entdeckt, gleich sorgfältig berichtigt. Dass ein haltloses Gerücht, eine von Beginn an unzutreffende Darstellung und die Behauptung unrichtiger Zusammenhänge in meiner bundesrepublikanischen Presse auch nur eine Woche würden überleben können, schien mir schlicht unvorstellbar. Qualitätsjournalismus in Leitmedien und aus öffentlich-rechtlichen Anstalten, so meinte ich, garantierten getreue Abbildungen der tatsächlichen Vorgänge, insbesondere im Unterschied zur Presse der DDR, die Wolf Scheider damals, 1984, kontrastierend thematisierte.

Inzwischen bin ich ein Vierteljahrhundert älter und habe ich viel über Medien gelernt. Damit einher ging die Erkenntnis, dass der Aktualitätsgott dem Berichtigungsgott in medialen Welten machthierarchisch übergeordnet ist. Klatsch & Tratsch von gestern bedürfen in dieser Denkungsart wohl jedenfalls dann keiner heutigen Richtigstellung, wenn es gilt, eine andere, morgen hochbrisante Neuigkeit zu jagen. So weit, so schlecht. Man mag es hinnehmen, vielleicht im Sinne der Grönemeyerschen Weltsicht: Der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst; heute schreiben sie dies, morgen das – wen kümmert es?

Dann aber brach der „Fall“ Eva Herman über uns Zeitungsleser und Fernseher herein. Es hätte wohl kaum weniger Aufregung geherrscht, wäre offenbar geworden, dass die leibhaftige Enkelin des Satans jahrzehntelang die Tagesschau gelesen hatte. Kein Wort war mehr zu scharf, kein Vergleich zu heftig, um sie, die gerade noch Deutschlands beliebteste Moderatorin gewesen war, zu kritisieren, zu beschimpfen, zu ächten. Arne Hoffmann nannte es eine Hexenjagd, und wahrscheinlich wäre Eva Herman tatsächlich auf einem Scheiterhaufen gelandet, hätte nicht der Geist unserer europäischen Aufklärung dieses mittelalterliche Ritual schon überwunden gehabt. Doch, an genau diesem Geist der Aufklärung, der uns gelehrt hat, die Welt nüchtern, rational und mit wissenschaftlichem Anspruch zu betrachten, musste jeder sorgfältige Mediennutzer zweifeln, wenn er die veröffentlichte Diskussion um Eva Hermans – wie es stets hieß – „umstrittene Thesen“ sah, las und hörte. Wer ihre Kernaussagen kannte (oder sich gezielt diese Kenntnis verschaffte, was durch einfache Blicke in verfügbare Literatur möglich war), der konnte den Aufschrei schon zügig nicht mehr nachvollziehen. Wurde da nicht ganz offenkundig ein Phantom gejagt?

Zum Frühlingsanfang 2010 hat Eva Herman nun selbst einen detaillierten Bericht über die schrecklichen Ereignisse seit ihrer vieldiskutierten Pressekonferenz vom 6. September 2007 vorgelegt; jene Pressekonferenz, die sie praktisch ihre gesamten Jobs und beinahe auch ihre ganze bürgerliche Existenz gekostet hätte. Mit mustergültiger journalistischer Akribie öffnet sie ihr Tagebuch und zeichnet sie nach, wann sie wo genau was gesagt und geschrieben hatte, was exakt sie nicht gesagt und wovon sie sich expressis verbis im Vorhinein bereits mehrfach deutlich distanziert hatte.

Obwohl sie selbst fast durchgängig das subjektiv erzählende Zentrum ihres Buches bleibt, tritt sie mit ihrem gesellschaftlichen Schicksal für den Leser doch schon bald in den Hintergrund des eigentlichen Geschehens. Ihre Rolle reduziert sich im Verlauf gleichsam auf die eines Thermometers inmitten des brodelnden Skandals, wenn auch immer wieder sehr persönlich und wiederholt äußerst anrührend. Das wahre Thema ihres Buches ist ein ganz anderes: Es geht um die von Wolf Schneider dereinst auf den Namen „Desinformation“ getaufte Frage, was wir Mediennutzer von unserer Presse und unserem Rundfunk, von unseren Qualitätsjournalisten und Leitmedien, aus unseren privaten und öffentlich-rechtlichen Quellen in Wahrheit zu erwarten haben.

Denn Fehler passieren zwar überall. Das Gegenteil zu erwarten, wäre anmaßend. Wie aber gehen mediale Profis mit ihren eigenen Fehlleistungen um, wenn eben nicht nur Marginalien von gestern, belangloser Klatsch und liederlicher Tratsch in Rede stehen? Folgen verantwortungsbewusste Journalisten und Redakteure dann herdentriebhaft dem Gerüchteschwarm? Oder recherchieren sie noch einmal sorgsam, bevor sie zur millionenfach gedruckten und gesendeten Botschaft schreiten? Forschen sie nach, oder schreiben sie blind ab von dem, der ihnen Leitmedium scheint? Stehen sie souverän in der eigenen Redaktion, oder unterwerfen sie sich einem diffus gefühlten Gruppenzwang? Ist argumentativer Diskurs ihr Geschäft oder das manipulative Schüren von tagespolitisch modischen Emotionen?

Eva Herman belegt nicht nur zum wiederholten Male ihre seit jeher ununterbrochene, unverbrüchliche und tatsächlich stets klare Distanz zu politischen Extremisten. Sie tritt darüber hinaus jetzt den bemerkenswerten Beweis dafür an, dass ihre zentralen Gegenspieler jener Jahre sie greifbar gezielt und bewusst haben missverstehen wollen. Mit anderen, juristischen Worten: Ihre Gegner waren „bösgläubig“. Denn sie hatten durch die rechtzeitige Zurverfügungstellung allen notwendigen Materials unausweichlich Kenntnis davon, dass Eva Herman das, was ihr gerüchteweise in den Mund gelegt worden war, niemals wirklich selbst geäußert hatte. Selbst wenn sie die ihnen unterbreiteten Fakten aber pflichtwidrig nicht zur Kenntnis genommen haben sollten, so hätten sie die maßgebenden Tatsachen doch ohne weiteres kennen müssen.

In einer minutiösen Chronologie schildert Eva Herman also nun, was genau wo und wie geschah. Wann sie was schrieb und wem sie wann was sagte. Paradoxerweise erledigt sie damit genau diejenige Arbeit, die – sorgfältige mediale Arbeit vorausgesetzt – ein jeder publizierender Qualitätsjournalist seinerseits schon vor Jahren selbst hätte erledigen müssen. Über die Gründe dieses Unterlassens mag man noch spekulieren; über seine Auswirkungen ist man auf Hypothesen aber nicht angewiesen. In den Köpfen vieler Menschen wird Eva Herman seither mit zwei Kernbotschaften in Verbindung gebracht, die beide definitiv nicht von ihr stammen: Weder hat sie je erklärt, Mütter gehörten in die Küche, noch hat sie je faschistische Politik gutgeheißen. Beides ist nur und ausschließlich eine inhaltlich unrichtige, fiktive massenmediale Zuschreibung.

Zwar kann niemand ernsthaft erwarten, dass ihre politischen GegenspielerInnen den hochemotionalisierten, inhaltlichen Streit und die geistige Auseinandersetzung um die Rolle der Frau in einer Weise führen, wie sie beispielsweise das Bundesverfassungsgericht versteht, als offenes und der Wahrheit verpflichtetes, gesellschaftliches Suchen in einer unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung schlechthin konstituierenden Ehrenhaftigkeit. Und mögen Streiterinnen wie die von Eva Herman nun detailliert vorgestellten und zitierten Protagonisten Alice Schwarzer, Thea Dorn oder Barbara Möller auch klassenkämpferische Grundeinstellungen haben – die Habermas’schen Mahnungen zu einem fairen, herrschaftsfreien Diskurs scheinen deren Attitüde nicht zu sein. Zu brisant ist es wohl, eine politische Gegnerin mit 97-prozentigem Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung bezwingen zu sollen. Je aussichtsloser die Gefechtssituation, desto rücksichtsloser die Methoden?

Was aber bleibt, ist der Blick auf die Nonkombattanten des eigentlichen Disputes: Was kann einen nach seinem Berufsethos zu Neutralität verpflichteten Journalisten geritten haben, wenn er wider besseres Wissen, zumindest wider besseres Wissenkönnen, Eva Herman in politisch fragwürdige Kontexte rückte? Die mannigfaltigen Zitate bekannter und berühmter Figuren aus der deutschen Medienszene lassen erschaudern ob deren leichtfüßiger Bereitschaft zur gnadenlosen Niederwalkung der Verfehmten. Selbst der immer so freundlich blickende Friedrich Nowottny muss nun von ihr mit wenig erbaulichen Worten zitiert werden; und er ist beileibe nicht der einzige. Hanns-Dieter Hüsch würde wohl zu manch‘ bekanntem Gesicht formuliert haben: Du kommst auch ‘drin vor!

Die bis auf weiteres wohl schlechteste Figur macht aber insbesondere Johannes B. Kerner, dessen legendäre Sendung vom 9. Oktober 2007 Eva Herman einer geradezu mikroskopischen Analyse unterzieht, nicht nur im Hinblick auf die personellen Konstellationen in deren Hintergrund. Kein Zuschauer konnte an jenem Tage wissen, dass sie bis zur Aufzeichnung von allen übrigen Talkgästen getrennt empfangen und gehalten worden war. Niemand konnte ahnen, dass der als Historik-Experte präsentierte Studiogast Wippermann ihr mit blankem Überraschungseffekt entgegengesetzt wurde; Kerner hatte ihr gegenüber nichts von dessen Gegenwart erwähnt – bis er ihn plötzlich hervorbat.

Was weder das Studiopublikum, noch auch die Fernsehzuschauer wissen konnten, ja, was die breitere Öffentlichkeit erst jetzt erfährt, ist zu alledem auch noch dies: Johannes B. Kerner war von Eva Herman schon vor der Sendung mit einem detaillierten sprachwissenschaftlichen Gutachten darauf hingewiesen worden, dass sie selbst niemals – auch nicht anlässlich der wieder und wieder zitierten Pressekonferenz vom 6. September 2007 – objektiv etwas ansatzweise politisch Unkorrektes gesagt hatte. Kerner aber ignorierte dies. Die linguistische Analyse liegt nun auch für alle Leser vor. Zusammen mit vielen Auszügen aus anwaltlichen Schriftsätzen und gerichtlichen Pressemitteilungen lässt sich ein konturenscharfes Bild der in Rede stehenden Ereignisse zeichnen. Mag die Schilderung der Kerner-Sendung bisweilen auch quälend detailliert erscheinen, das ganze intellektuelle Elend jenes Tribunals erschließt sich auf diesem Wege ohne verbleibende Zweifel.

Sie wolle keine Rache und sie habe allen ihren Angreifern inzwischen vergeben, stellt Eva Herman zu Beginn ihres Buches klar. Doch ebenso sicher ist, dass sie mit der jetzigen Offenlegung ihrer Tagebuch-Chronologien wenigstens einen moralischen Anspruch auf endlich rationale Befassung der Medien mit dem Fall hat. Denn an der Richtigkeit ihrer Darstellungen lässt sich ernsthaft nicht zweifeln. Im Gegenteil: Die aus Schaden klug Gewordene hat jeden einzelnen ihrer Sätze justiziabel formuliert und ein jeder wird aller seriösen gerichtlichen Überprüfung standhalten. Immerhin war es – von einer einzigen, gleichwohl umso bemerkenswerteren arbeitsrechtlichen Ausnahme abgesehen – die funktionierende deutsche Justiz, die Eva Herman inzwischen vielfach Schutz bot gegen das stattgefundene Medienversagen.

Die offenliegenden Fehlleistungen eben jener Qualitätsmedien nötigen nach dieser minutiösen Klageerwiderung nun jeden Journalisten, der sich des Themas in den letzten Jahren angenommen hatte, zu einer berufsethisch einwandfreien Revision seiner eigenen Leistungen. Nun kann niemand mehr behaupten, er kenne nicht alle Fakten. Nun ist aller Recherche der Weg bereitet. Die verurteilt haben, müssen wieder reden, wollen sie seriöse Journalisten sein. Wer über das Offenliegende schweigt, disqualifiziert sich selbst und entzieht sich damit den Achtungsanspruch, sorgfältig zu arbeiten; vielleicht am langen Ende sogar den privilegierten Existenzanspruch, gebührenfinanziert arbeiten und eine norddeutsche Tagesschau produzieren zu dürfen. Wer sich berühmt, die „vierte Gewalt“ sein zu wollen, der muss wenigstens die Standards der dritten erreichen. Und wer glaubt, noch immer Vorwürfe erheben zu dürfen, der steht nun also in schwerer Darlegungs- und Beweislast. Der Ball jedenfalls liegt wieder im Feld.

Die Wahl des Verlages für ihr Buch hat Eva Herman jedenfalls mit großer strategischer Finesse getroffen. Jochen Kopp ist nämlich der wohl derzeit erfolgreichste Verleger Deutschlands. Mag sein unternehmerisches Ziel, Schwächeren und Minderheiten Gehör zu verschaffen, auch bisweilen belächelt worden sein; der überwältigende Erfolg gibt ihm auf geradezu basisdemokratische Weise Recht. Auf die Frage, ob das Buch Eva Hermans wohlmöglich von der erschrocken-betroffenen Medienszene totgeschwiegen werden könne, lächelt er mild und blickt entspannt in die Frühlingssonne. In weniger als 24 Stunden, sagt er, wird mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland das Titelbild des Buches aus dem eigenen Briefkasten gefischt haben. Da gibt es journalistischen Erklärungsbedarf. Wie immer bei vorangegangenen Desinformationen.

Eva Herman: „Die Wahrheit und ihr Preis – Meinung, Macht und Medien“, Rottenburg, 2010

28. März 2010

Unterstützen Sie ef-online

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien.
Klicken Sie hier für Informationen zur Fördermitgliedschaft.

Testen Sie eigentümlich frei

Prominente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht.

Social Bookmarks

Anzeigen

Kommentare

Lion Edler, am 28. März 2010 um 17:33 ( Link )

Hm, werde das Buch sicher demnächst lesen, aber ob da so viel Neues drinsteht? Arne Hoffmann hat die Ereignisse ja schon in seinem Buch ,,Der Fall Eva Herman" gut beschrieben. Dort findet sich auch eine sehr gute Zusammenfassung und Bewertung des TV-Tribunals bei Kerner. Herman scheint dieses Hoffmann-Buch ja auch zu kennen, denn es wird auf ihrer Internetseite ausdrücklich empfohlen. Ich weiß nicht, ob das so geschickt, über 2 Jahre danach noch diese alte Geschichte nochmal aufzuwärmen, auch wenn es in der Tat natürlich so ist, daß die Geschädigte noch immer die Folgen dieser Vernichtungskampagne tragen muß.

FriedrichHerberg, am 28. März 2010 um 17:34 ( Link )

Nach der hier wiedergegebenen Vorgeschichte der berüchtigten Kerner-Sendung muss ich sagen, dass dieser Kerl - Johannes-Baptist Kerner - ein noch größerer Drecksack ist als ich bisher angenommen habe.

Noack, am 28. März 2010 um 19:42 ( Link )

Eine feine Wahl dieser Kopp-Verlag? Für mich ein Grund, das Buch nicht zu kaufen. Und ihrem Anliegen hat sie damit keinen Gefallen getan.

Lion Edler, am 28. März 2010 um 20:13 ( Link )

@ Noack, 19:42 Uhr:
Das wird möglicherweise seine Gründe haben, daß sie dort publiziert. Vielleicht hat sie keinen besseren Verlag gefunden. Nicht Alles, was beim Kopp-Verlag erscheint, ist Müll.

EEkat, am 28. März 2010 um 20:23 ( Link )

Ich habe die öffentliche Hinrichtung der Eva Herman damals gesehen. Mir fehlen immer noch die Worte.

Über die damals an der Sendung Beteiligten, aber auch über ihre Kollegin Tiedjen, und dann dieser unsägliche NDR.

Man ahnt, wie einfach es die Nazis tatsächlich gehabt haben mögen, andere Menschen einfach aus ihrer Existenz zu kegeln. Städte teilweise zu entvölkern, ohne daß jemand eine Stimme erhob.

Ganz im Gegenteil.

Die Nazis mußten fest davon ausgegangen sein, im Einverständnis aller zu handeln, gemessen an dem Verhalten und Schulterschluß, den die Meute einnahm.

Damals von dejenigen, die feixend sich an der Jagd beteiligten, dann aber anschließend von nichts gewußt zu haben vorgaben.

Wir haben nun ein kleines, aber demaskierendes Remake erlebt, ein Kesseltreiben, exekutiert an Eva Herman.

Mein Fazit: es gab sie damals garnicht: die Nazis.
Die anschließende verbale Distanzierung gegenüber dem, was die Nazis angerichtet haben sollten: das ist wohl eine freche Lüge. Es waren praktische alle.

Und wir erleben heute, wie dies abgelaufen ist.

Damals die Juden. Heute die Nazis. Praktischerweise, darf man sagen.

Dies ist der psychologische Unterbau unserer heutigen Gesellschaft. Die sich vom Nazitum selber Freisprechenden, die heute einen jeden, der ihre Meinungen nicht teilt als Nazi diffamiert.

Das hat Eva Herman zu spüren bekommen.

Man muß daraus sehr viel lernen.

Unter anderem, daß unsere gesamte Elite ein einziges Desaster, einen katastrophalen Ausfall darstellt. Politiker. Medien, Personen des öffentlichen Lebens: alles Zombies.

Die wenigen Ausnahmen könnte man an dern Fingern einer Hand aufzählen. Wobei ich Schwierigkeiten hätte, bis auf fünf zu kommen.

Wir haben eine größtenteils freiwillige, teils herbeimanipulierte Gleichschaltung des Denkens, damit der gesamten Gesellschaft. Das ist definitiv nicht gut.

Deutschland ist nach wie vor Nazireich, das nun jedoch versuchen muß, völlig ohne Führer auskommen zu können, und dies Demokratie nennt.

EEkat

Giovanni, am 28. März 2010 um 20:32 ( Link )

Als der einer "Treibjagd" unterzogene Verfasser des Buches "'Jüdischer Bolschewismus'. Mythos und Realität" (Neuauflage. Graz: ARES 2010)habe ich mich nach Inszenierung der gnadenlosen Jagd auf Eva Herman mit einer mail an die CDU-Zentrale in Berlin gewandt. Ich sagte mit ihren antifeministischen Thesen spräche sie vielen CDU-Anhängern und Wählern aus der Seele. Und weiter: solch eine Kampagne könne doch wohl ohne die Unterstützung der in vielen Rundfunk-häusern einflußreichen CDU nicht ablaufen.Dazu ein Mitglied aus Merkel's girl's camp: Die CDU hätte hierzu eine andere Meinung, aber trotzdem: vielen Dank!
Fazit: Merkels CDU ist für die ekelhafte Kampagne, die von 80% der Bevölkerung abgelehnt wurde, mitverantwortlich und hat die "Anbräunung" von Eva Herman verteidigt.

Sven Adam, am 28. März 2010 um 20:37 ( Link )

@ EEkat

Dieses Psychogramm hat gesessen ...

eriat_lov, am 29. März 2010 um 0:09 ( Link )

Deutschland ist nach wie vor Nazireich, das nun jedoch versuchen muß, völlig ohne Führer auskommen zu können, und dies Demokratie nennt.

Außerordentlich treffend. Und so driftet es denn führungslos....

ErgrauendeHausfrau, am 29. März 2010 um 3:33 ( Link )

Der "Führer" ist heutzutage Lifestyle und In-and-Out-Listen und Political Correctness und natürlich der Sozialstaat (insbesondere die heilige "Kranken"-Versicherung). Sprich: die die Massen berauschende Verantwortungslosigkeit hat keinen Namen/Verantwortlichen mehr. Oder kann man sagen: Mehr Täter zum gemeinsamen Untergang als heute hat es sogar im 3. Reich nicht gegeben?

Zu Eva Herman: Ich muß mich leider als damalige Emma-Abonnentin outen. Aber der Umgang in der Kerner-"Show" mit Eva Herman hat mir wohl die Augen geöffnet. Dazu kam der Hype der Klimahysterie in demselben Jahr.

"Hier stehe ich und kann nicht anders!" Ich will ein echtes Leben im richtigen und kein falsches Wolkenkuckucksheim, ein Leben, in dem jedem klar wird, daß es ohne Arbeit kein besseres Leben geben kann, und vor allen Dingen nicht, indem man Idioten, die sich Politiker nennen, zu seinen (bösen) Stellvertretern macht, und sich davon ein besseres Leben verspricht, indem diese mit ihrer Macht/Gewalt stehlen und es an mich weiterleiten. Es macht mich fassungslos, wie die Leute einfach nicht verstehen wollen, wie sie dank der Politik zu Dieben und verantwortungslosen Kindern gemacht wurden.

Lion Edler, am 29. März 2010 um 3:50 ( Link )

An Giovanni:
Richtig, man vergesse außerdem nicht, daß es der Springer-Verlag war, der Eva Herman plattgemacht und verleumdet hat, und wer mit dem unter einer Decke steckt, das wissen wir ja. Außerdem muß die CDU diese Kampagne gar nicht mit öffentlichen Äußerungen unterstützt haben, denn:

WER SCHWEIGT, STIMMT ZU !

Zumal die CDU sich auch selbst immer wieder an Ausgrenzungen und Verleumdungshetze gegen Eva Herman beteiligte.
- die CDU Hannover sagte eine Veranstaltung ab
- der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel sagte die Teilnahme an einer Veranstaltung wegen Eva Hermans Beteiligung ab und legte seine Schirmherrschaft darüber nieder.
- Wulff verglich Eva Herman mit Müntefering mit den Worten: „Münteferings Verklärung der DDR unterscheidet sich nicht von Eva Hermans dümmlicher Verklärung der angeblich positiven Aspekte des Nationalsozialismus.“

KEIN FUßBREIT der LINKEN FEMINISTISCHEN CDU-BANDE und ihren HELFERN UND HELFERSHELFERN!

Tanja Krienen, am 29. März 2010 um 8:31 ( Link )

Wie alles begann - nämlich mit einer Kampagne des feministischen Extremismus, der gleichzeitig mit der Union liiert ist - kann man hier nachlesen -
http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/10/917.html Bitte um Beachtung der beiden Links am Anfang des Berichtes, da sie auf eine frühzeitige Einschätzung der Kampagne verweisen.

Sehr schön übrigens, hat überraschenderweise der Satiriker Max Goldt reagiert - bitte unbedingt ansehen/anhören - http://www.youtube.com/watch?v=Wfgif8uLvjA

Charlotte Stumm, am 29. März 2010 um 10:08 ( Link )

Ich habe das Buch schon und einiges gelesen.
Ich habe alles verfolgt was sich in unserem Land abgespielt hat.
Das Buch schildert sehr genau die Abfolge der Geschehnisse und wie die Menschen sich verhielten.
Man kann die Menschen noch mal gut beobachten wie sie gegen eine Meinung kämpften,
die sie nicht mal aufkommen lassen wollten.
Was hat die Menschen so sehr aufgebracht?
Warum lehnten sie sich nicht gelassen zurück und hörten einfach mal zu?
Oder versuchten zu diskutieren?
War es eine Wahrheit die sie nicht verstanden?
Oder hat die Wahrheit geschmerzt?
Getroffen?
Weil sie alle ihren Beruf an erster Stelle für wichtiger halten als ihre Kinder?
Ihre Eitelkeiten ihnen wichtiger sind als ihre Kinder?
Kinder kommen immer einige Stufen nach ihrem Beruf und ihren Eitelkeiten und der Gier nach Geld und Geltung!
Viele Kidner von Promis zeigen daher sehr viel Peinlichkeiten,weil sie verletzt worden sind in der Kindheit durch den Mangel der Mutter?
Journalisten waren Helfershelfer der Frauenbewegung und ihren eigenen berufstätigen Ehefrauen?
Geimpft und konditioniert worden durch Frauen
die mittlerweile in allen Medien ihren Platz gefunden haben?
Wer ein Kind zu Hause noch selber großzieht wurde verlacht und wenig geschätzt.
Wer nicht sein Geld selber verdient wurde als dumm beschimpft, als abhängige, unterwürfige,unselbständige Ehefrau belächelt?
Inzwischen haben sich die anderen Frauen lieber 2-4 mal scheiden lassen!"
Ihre Kinder allen Trennungen ausgeliefert,
woran sie als Erwachsene leiden und auch Partnerschaftskrüppel werden.
Man suchte die Fehler einseitig nur bei Eva Herman nicht bei sich selber.
Wer solche schlechte Nachrichten bringt wird geköpft und Mundtod gemacht.
Ein ganzes Land war zu beobachten wie sie beeinflußt werden von Menschen und Medien und nicht selber denken könnnen.
Es war zu sehen wir im Land es funktioniert wie Werte gemacht werden.
Es gab kaum Menschen im Land die sich rauskristallisierten ,dass sie selbständig denken können.
Was die Mehrheit im Land sagt muß doch die Wahrheit sein.
Das Thema wird ganz ausgeklammert.
Es soll nicht an die Öffentlichkeit kommen.
man will andere Frauen haben.
Die den ganzen Tag berufstätig sind und viel Geld verdienen und Kinder nur nebenher aufziehen.
Man will nicht sehen dass Bindung ein ganz wertvolles Gut ist und erarbeitet werden muß.
Familienministerinnen erstellen ein Frauenbild das nicht kindsgemäß richtig ist.
Dafür geben sich Menschen her um auszusagen was die Regierung und Feministinnen sich wünschen.
Die Ergebnisse was rauskommt sehen wir an den Jugendlichen heute schon.

Willi LIebke, am 29. März 2010 um 12:31 ( Link )

Die Ausführungen von Carlos A.Gebauer erfassen auf akribische Weise die Vorgänge um Eva Herman.

In dem Buch "Der Fall Eva Herman" hatte Arne Hoffmann schon die Hintergründe dieser medialen Tragödie einer präzisen Analyse unterzogen.

Nach Maßgabe des Urvaters des demokratischen Rundfunks, Sir Hugh Greene, sollte dieses schon von Goebbels zu Propandazwecken perfide missbrauchte Massenmedium für alle Zeiten frei von Fremdbestimmung bleiben.
Eine Voraussetzung dafür war die Finanzierung über eine von uns allen getragene Grundgebühr.
Diese zahlen wir heute noch. Allerdings für eine von politischen Interessen fremdbestimmte Klientel.
Das hat mit Demokratie schon lange nichts mehr zu tun.

Es wurde höchste Zeit, dass Eva Herman diese Machenschaften aus Sicht der Betroffenen genauestens dargestellt, und die unverschämten Lügen um ihre Person ins Licht der Wahrheit gerückt hat.

Den Verantwortlichen, die sich hinter dem Feigenblatt der Ethik verbergen, sei das Zitat von Bertolt Brecht ans Herz gelegt:

"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."

Al_Bore, am 29. März 2010 um 20:16 ( Link )

@Tanja Krienen

Danke für den Hinweis auf Max Goldt, sehr erfreulich und hörenswert.

Willi LIebke, am 29. März 2010 um 22:25 ( Link )

@Tanja Krienen
@Al_Bore

Al_Bores Dank man sich nur anschließen.

Theo, am 31. März 2010 um 3:29 ( Link )

@Tanja Krienen: Auch ich reihe mich ein in die Danksagungen für den Max-Goldt-Link.
Dies zu hören macht mich froh. Ich habe neulich wieder einmal seine 90er-Kolumnen aus der Titanic gelesen. Sie zeigen deutlich und unsterblich die Qualität des eigenen Denkens.

Allgemein: Ich habe heute das Eva-Herman-Buch in meiner Buchhandlung bestellt. Als das Buch im Computer gefunden worden war (mit Cover-Abbildung), befand die Angestellte, dass es doch um die gehe, die rausgeschmissen wurde, weil sie sich für die Mutterrolle im Nationalsozialismus einsetze. Ich erwiderte zuerst naiv, dass es um die Aufarbeitung des Hexenprozesses gehe, um festzustellen, dass ich ihre Einstellung missverstanden hatte.
Sie wies mich darauf hin, dass der Kopp-Verlag ein rechter Verlag sei, der es mit den Verschwörungstheoretikern halte. Ich sagte baff: Ach!
Ob ich das Buch trotzdem bestellen wolle. "Ja freilich. Deshalb bin ich ja gekommen und bestelle es nicht online."

Ich war wirklich sprachlos und nachher sehr aufgewühlt. Es war ein Beispiel dafür, was letztendlich an Meinung kleben bleibt. Zack!, war ich ein rechter Verschwörungsspinner.
Nachdem ich mich seit der Kerner-Sendung nachhaltig mit der aktuellen Inquisition beschäftigt hatte und bei jeder meiner Analysen des Hexenprozesses bei Kerner zum einen großes Mitleid mit und zum anderen große Bewunderung für Eva Herman und ihr Rückgrad empfand, war ich geschockt zu erleben, dass eine vorher geschätzte Verkäuferin doch auch im Sumpf einer Propaganda feststeckt. Vielleicht werde ich ihr morgen bei Abholung anbieten, ihr das Buch nach Lektüre auszuborgen.

Dass es bei alldem um Meinungsfreiheit, genauer gesagt um die freie Äußerung der eigenen Meinung geht, scheint wohl nur wenigen bewusst zu sein.

Willi LIebke, am 31. März 2010 um 13:59 ( Link )

@Theo

Ich war wirklich sprachlos und nachher sehr aufgewühlt. Es war ein Beispiel dafür, was letztendlich an Meinung kleben bleibt. Zack!, war ich ein rechter Verschwörungsspinner

Ja, mir ging es ganz genau so; selbst in meinem geschätzten Bekanntenkreis finde ich ganz aktuell noch zu viele Nachwirkungen des Giftes der Verleumdungskampagne.

Nun versucht man sogar den KOPP VERLAG in die rechte Ecke zu drängen, weil dort die WAHRHEIT einen ihr gebührenden Platz hat.

Ich kann allen durch Medienmanipulation GESCHÄDIGTEN nur ganz dringend empfehlen, die Rezension von Carlos A.Gebauer als probates Heilmittel empfehlen !!!(...dabei sollte man vorher nicht vergessen, das Gehirn einzuschalten !)

Die WAHRHEIT ist ein für sich stehender Begriff der menschlichen Ethik, mit »RECHTS« oder »LINKS« ist sie nicht zu definieren!

Uwe Böttjer, am 31. März 2010 um 18:52 ( Link )

"Die offenliegenden Fehlleistungen eben jener Qualitätsmedien nötigen nach dieser minutiösen Klageerwiderung nun jeden Journalisten, der sich des Themas in den letzten Jahren angenommen hatte, zu einer berufsethisch einwandfreien Revision seiner eigenen Leistungen".

Da wird der Autor lange warten müssen...
Journalisten sind in der Regel auch weisungsgebunde Angestellte und nur in Hollywood-Filmen unabhängige Menschen, die ihre persönlichen materielle und soziale Existenz zugunsten ihres beruflichen Ethos zurückstellen.
Im übrigen haben alle zur Warnung Hermans Schicksal (und das anderer) vor Augen.
Ich habe das Buch gekauft und einige Kapitel gelesen und muß nicht mehr auf "reuige" Qualitätsjournalisten warten. Im übrigen gibt es zu allen Themen Bücher und das Internet als mittlerweile fünfte Gewalt zur Kontrolle der vierten (Freie Presse)! Fazit: Gut, daß Eva Herman das Buch geschrieben hat! Warum wird nun gleich der Kopp-Verlag abgewertet? Der Verlag bietet ein buntes, einmaliges Programm. Alle Bücher würde ich nicht bestellen, aber einige schon...

EEkat, am 02. April 2010 um 11:48 ( Link )

Warum wird nun gleich der Kopp-Verlag abgewertet?

war diese Frage ernst gemeint?

EEkat

Lesezeichen, am 02. April 2010 um 21:19 ( Link )

Die Medien sind das eine.

Die Krönung war unsere Bundesfamilienministerin von der Leyen, die nach einer Frage zu Eva Herman's Ansichten antwortete mit "Eva - WER?"

Ich mochte sie vorher schon nicht, aber seit dem ist sie bei mir unten durch. Angeblich hat sie furchtbar viel bewegt als Familienministerin. Leider weiß keiner so richtig, was?

Ansonsten habe ich die ganze "Nazinummer" von Anfang an nicht geglaubt. Aber spätestens seit dem Eva Herman-Fall glaube ich gar nichts mehr, was in den Medien steht. Ich will erst das Original lesen und mir dann mein Urteil bilden.

Ansonsten empfinde ich es als fatal, wie sehr die deutschen Medien die Glaubwürdigkeit verloren haben. Information als Kontrollorgan der Demokratie gibt es nicht mehr, statt dessen haben wir in vielen Bereichen ein unausgesprochenes Redeverbot - auch wenn unsere Kanzlerin davon angeblich nichts weiß. Es ist definitiv so. Es gibt Themen, über die man sich nicht mehr zu sprechen traut. Da hatte Westerwelle absolut recht.

max webmax, am 03. April 2010 um 14:54 ( Link )

Danke für diesen Bericht - und danke allen Kommentatoren, die mir zeigen, daß noch nicht alles verloren ist im Kampf gegen das elitäre schmarotzende Zeitgeist-Gesindel und seine üblen Helferlein!

Dank aber auch an das große Medium Internet (die neue, wahre vierte Gewalt?), dessen freie Entwicklung es zu schützen und bewahren gilt.

Meine Hochachtung und mein Dank aber vor allem auch der Frau Herman, die hier einen Mut bewiesen hat, der allen Machos dieser Politmafia völlig abgeht....


Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können