André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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„Der Spiegel“ wie er leibt und schreibt: Hilfe, die Schweinepest an US-Schulen!

von André F. Lichtschlag

Wie deutsche Journalisten eine gefährliche Krankheit in Übersee bekämpfen

Der „Spiegel“ wittert mal wieder die Schweinepest. Die neue Vogelgrippe grassiere „an US-Schulen“ und diese Krankheit heißt diesmal „Homophobie“, was in der Gefahrenstufe irgendwo zwischen Klaustrophobie und Arachnophobie liegen muss. Zusammengerechnet ergibt das nach dem journalistischen Katastrophen-Einmaleins im Hause des Müllers von Blumencron den entsetzten Aufschrei: „Homophobie an US-Schulen!“

Was aber war geschehen? Des „Spiegels“ Antwort: „Der Abschlussball an einer Schule wurde wegen eines lesbischen Paares abgesagt.“ Tatsächlich wurde die Veranstaltung in Fulton im südlichen Bundesstaat Mississippi storniert, weil Constance McMillen, 18 Jahre jung, wohl im Wortsinne verlautbaren ließ, entgegen der traditionell dort leise vorgeschriebenen Regel – Jungs im Anzug oder Smoking, Mädels im Abendkleid – im Smoking erscheinen zu wollen. Weil die Schule bei der altbewährten Etikette auch für Constance keine Ausnahme machen wollte, sind nun gemeinsam mit dem „Spiegel“ gleich auch alle „Bürgerrechtler entsetzt“. Tatsächlich sind es auch die Mitschüler, die nun wegen des uneinsichtigen Mannweibs auf den „bedeutendsten Abend im Leben eines US-Schülers“ verzichten müssen. Nachdem, so der „Spiegel“, die „Schulbehörde homophob“ auf die Trotzköpfigkeit des Teenagers reagierte, sind auch die „homophoben Reaktionen“ der Mitschüler im fernen Hamburg äußerst kritikwürdig. Aus der Sicht der 18-jährigen Spielverderberin erläutern die mitfühlenden „Spiegel“-Fechter: Weil die Absage des Balls auf ihre persönliche Haltung zurückgehe, „werden mich eine Reihe Leute an der Schule wirklich hassen.“ Ach!

Mitschülerin Anna Watson, 17 Jahre jung, sagt, sie sei „etwas genervt“. Und fügt hinzu: „Einer wäre doch immer enttäuscht gewesen, entweder Constance oder wir.“ Ein anderer High-School-Comrade wird deutlicher: „Danke, dass du meinen Abschlussball ruiniert hast.“

Das erinnert den Autor dieser Zeilen an eigene übermütige Jugendjahre. Damals ist er aus dem örtlichen Schützenzug geflogen, weil er statt in grüner Jägeruniform partout im schwarzen Anzug zuzüglich Hut und Sonnenbrille durch die geschmückten Dorfstraßen flanieren wollte. Keiner mochte sich dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit damals annehmen. Es müssen dunkle Zeiten gewesen sein, als der „Spiegel“ statt vom Schützenfest in Wevelinghoven oder von der High School in Fulten zu berichten tatsächlich die Erfolge Ronald Reagans und Helmut Kohls nacherzählen musste und Antidiskriminierungsvorgaben der EU noch unbekannt waren. Ein älterer Schützenkollege löste das Problem Lichtschlag damals kurzentschlossen mit einer Pechfackel in der Hand, er wollte sich seine Festivität auch nicht ruinieren lassen.

Solche Vorfälle scheinen Lichtjahre entfernt, denn zurück in Fulton 2010 greift die ACLU-Vertreterin die Schulbehörde scharf an. Und auch McMillen selbst ist als Unschuld vom Lande ganz „fassungslos“ und meint: „Die Botschaft ist doch: Bevor wir Homosexuelle auf unseren Abschlussball lassen, machen wir lieber gar keinen.“

Seltsam nur, dass in den Vorgaben der Schule zum Abschlussball Homosexualität überhaupt nicht erwähnt wird. „Spiegel“ und Bürgerrechtsunion haben McMillen dennoch „ermutigt, den nächsten Schritt zu gehen“: Sie hat nämlich nun „ihre High School verklagt“, sie „will erzwingen, dass der Ball stattfindet“, samt ihrer Anwesenheit im Smoking selbstverfreilich.

Als wenn die zum weltweiten Skandal hochgejubelte Provinzposse einer übermütigen jugendlichen Querulantin nicht genug wäre, setzt Jared Polis, schwuler demokratischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus in Washington, noch eins drauf. Er hat – und das befriedigt den „Spiegel“ am Ende doch sehr – „einen Gesetzentwurf in den Kongress eingebracht, der die Diskriminierung homosexueller Schüler verbietet“. Der „Fall McMillen“ zeige nämlich, „dass Schüler gegen Diskriminierung geschützt werden müssen.“ Denn, so Polis und die Pressewart von der Waterkant: „In diesem Fall ist es ein Ball. In einem anderen geht es darum, getötet zu werden.“

Und morgen verklagen wir die örtliche Feuerwehr, weil sie sich gegen das rosa Tutu anstelle des bislang vorgeschriebenen Schutzanzugs gewehrt hat, und die Schornsteinfegerinnung, die den Lederdress mit dezentem Gesäßausschnitt noch nicht im Programm hatte. Denn, na klar, „in dem Fall ist es nur der Schlot, morgen geht es darum, getötet zu werden.“ Und das Hamburger Organ für politische Korrektheit in Deutschland meldet dann: „Homophobie in deutschen Feuerwehren: Löscheinsatz wegen schwulem Brandmeister abgesagt“.

Internet

„Der Spiegel“: „Homophobie an US-Schulen: Abschlussball wegen lesbischen Paares abgesagt“

13. März 2010

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Kommentare

nepo77, am 13. März 2010 um 21:22 ( Link )

Ich kann die Logik des Authors hier nachvollziehen, es gibt aber auch eine andere Seite -in den USA ist Homophobie in der Tat extrem im kommen. Davon mal abgesehen das 2008 323 Mordfälle wegen Homophobie stattgefunden hat (bei uns 0) so ist es bei den Jugendlichen inzwischen absolut normal alles was sie als schlecht empfinden als "Gay" zu beschimpfen. Man stelle sich vor man würde alles was man nicht mag als "jewish" bezeichnen um die diskrimierende Kultur mal zur Kenntnis zu nehmen.

EEkat, am 14. März 2010 um 0:07 ( Link )

Die Anschläge von 9/11 gegen die USA waren dann womöglich doch nicht völlig unnachvollziehbar?

Schon möglich, dass dies heutzutage zwischen den Zeilen des Spiegel bereits herauszulesen ist. Ich lese dieses Blatt schon lange nicht mehr.

Es dürfte dann wohl nicht mehr lange dauern können, bis der Spiegel selbst zur Waffe gegen die USA rufen muß, um für verspiegeltes Recht und Ordnung sorgen zu können.

Aus einem Nachrichtenmagazin ist erst ein Käseblatt, und mittlerweile ein Hetzblatt geworden, nicht nur um ein paar Groschen machen zu können.

Man muß Meinungen kontrollieren,
um die Massen lenken zu können.
Heydrich
Ron Hubbard

Was ist - in Abwandlung von Brecht - dagegen schon eine Bank?

EEkat

Sunny_Bastard, am 14. März 2010 um 1:21 ( Link )

Offenbar habe ich mich in dem liberalen Charakter dieses Magazins geirrt, wenn sich hier schon gegen eine freie Kleidungswahl (und das bei einem Smoking, also keine Gossenkleidung) geäußert wird, doch es scheint wohl mehr Konservatives vorzuherrschen.

Marc, am 14. März 2010 um 2:00 ( Link )

Offenbar habe ich mich in dem liberalen Charakter dieses Magazins geirrt, wenn sich hier schon gegen eine freie Kleidungswahl (und das bei einem Smoking, also keine Gossenkleidung) geäußert wird, doch es scheint wohl mehr Konservatives vorzuherrschen.

Wieso? Man kann doch unter Liberalismus auch verstehen, eine Schule selber bestimmen zu lassen, welche Kleidervorschriften gelten. Was soll daran liberal sein, private Konventionen per Gesetz und Staat zerstören zu lassen und durch gleichmacherische Volkspädagogik zu ersetzen?

Von mir aus sollen die AutorInnen des Spiegels ihre Kinder auf eine Schule schicken, in der Burschen -zwecks Dekonstruierung patriarchaler Geschlechternormen- im Tutu auftauchen müssen, Mädchen hingegen im Blaumann.

freiheitistunteilbar, am 14. März 2010 um 3:24 ( Link )

Ich kann die Logik des Authors hier nachvollziehen, es gibt aber auch eine andere Seite -in den USA ist Homophobie in der Tat extrem im kommen. Davon mal abgesehen das 2008 323 Mordfälle wegen Homophobie stattgefunden hat (bei uns 0) so ist es bei den Jugendlichen inzwischen absolut normal alles was sie als schlecht empfinden als "Gay" zu beschimpfen. Man stelle sich vor man würde alles was man nicht mag als "jewish" bezeichnen um die diskrimierende Kultur mal zur Kenntnis zu nehmen.

Nein, wer Lesben und Schwule hasst, der ist nicht krank, weder Homo- noch Arachnophob.

Nicht die Diskriminierung ist das Problem, sondern die US-Antidiskriminierungsgesetze. Diese greifen in das Eigentum der Menschen ein und gießen so Öl ins Feuer. Wer bspw. an keine Schwulen vermieten möchte, sieht sich mit einer kostspieligen Klage konfrontiert. Die Abneigungen und das Missfallen verschwinden nicht, sie suchen sich nur ein anderes Ventil.

323 Morde wegen Schwulenhass? Der Artikel zeigt auf, dass hier Skepsis angesagt ist. Mal abgesehen davon, dass die USA über 200 Mio. Einwohner misst.

Diskriminieren bedeutet nichts anderes, als unterscheiden oder trennen. Jede Form von Diskriminierung bringt Kosten mit sich. Dem Vermieter, der nicht an die Kinderreiche Negerfamilie vermieten möchte, entgeht u. U. ein gutes Geschäft.

Singaporean, am 14. März 2010 um 9:21 ( Link )

Ein heikles und schwieriges Thema. Diskriminierung ist unter normalen Umständen eine gute Sache. Die Welt ist viel zu komplex, um nicht mit Vereinfachungen, Verallgemeinerungen oder Vorurteilen zu handeln. Diese erhöhen in den meisten Fällen zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass man trotz Informationsasymmetrie richtig entscheidet.

Entscheidendes Kriterium für eine brauchbare Diskriminierung ist jedoch deren Ursprung. Basiert sie auf echten Erfahrungen anderer Menschen und der eigenen Person ODER handelt es sich um LÜGEN, die, wenn sie nur oft genug wiederholt werden, ebenso als Grundlage dienen? Ich bin mir sicher, dass man viele Menschen zu schweren Straftaten aufhetzen kann, indem eine Lüge nur oft genug wiederholt wird. Der Großteil der Menschen ist davor nicht gefeiht. Viele Menschen haben es nie wirklich gelernt, ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.

Lösungsansätze wären meiner Meinung nach hohe Haftstrafen für die mediale Verbreitung von Lügen (wer definiert aber was Lüge ist?), sowie die Anwendung von äußerster Gewalt gegen jeden der das Eigentum und die körperliche, sowie geistige Unversehrtheit anderer nicht achtet. An einen Menschen nicht zu vermieten weil er eine in den Augen des Vermieters "unpassende" Herkunft hat, ist dabei völlig in Ordnung. Würde aber irgendjemand das Leben eines anderen Menschen aus selbigem Grund bedrohen, sollte die Wahrscheinlichkeit für schweren Schaden bis Tod des Aggressors, sei es durch private Schusswaffenanwendung auf dem Grundstück des Opfers oder durch die in solchen Fällen rabiat durchgreifende Polizei gewährleistet sein.

Kurt_G Fördermitglied, am 14. März 2010 um 11:28 ( Link )

Der Spiegel ist Ausdruck der "ewig-68er". Diese Blättchen muß man nicht ernst nehmen. Die wirklich guten Zeiten des Spiegel sind lange, lange vorbei und ich vermute mal, dass es dem Spiegel finanztechnisch gar nicht gut geht. Die Verkaufzahlen sind nämlich deutlich zurückgegangen. Trotzdem gibts das deutsche Schmierblatt der 68er Intellektuellen noch.

Wer sponsert den Spiegel?

Waldmeister, am 14. März 2010 um 12:03 ( Link )

Wieso schließt die Schulleitung die betreffende Schülerin nicht einfach vom Abschlußball aus, falls sie sich nicht an die vorgeschriebene Kleiderordnung halten will?

Goldelse, am 14. März 2010 um 13:00 ( Link )

Früher waren die Homos mir egal, seit sie immer wieder Sonderwünsche aussprechen, sich Familien gleichstellen wollen und sich in widerlichster Weise beim CSD zeigen, beginne ich sie allmählich zu hassen, ist das jetzt schlimm?

Der_Michael, am 14. März 2010 um 13:04 ( Link )

Marc: Natürlich darf nach den Prinzipien der Freiheit die Schule frei entscheiden und auch intolerant sein. Aber der Spiegel darf selbstverständlich auch frei berichten und diese Intoleranz als das bezeichnen, was sie ist: Intoleranz.

Andre Lichtschlags Artikel schießt sich auf den Spiegel ein, aber bei der hier diskutierten Geschichte ist nicht der Spiegel das Problem, sondern die Antidiskriminierungs-Gesetzgebung in den USA.

Kritik am Verhalten der Schule ist absolut legitim und in meinen Augen auch angebracht. Diese Kritik muss aber nicht in gleich in Gesetze gegossen werden, bei diesem Punkt sollten Liberale ansetzen.

Singaporean, am 14. März 2010 um 13:31 ( Link )

Man hätte die Schülerin vom Abschlussball ausschließen sollen und die Sache wäre erledigt gewesen.

Niemand muss sich an bestimmte Gepflogenheiten anpassen, wenn er nicht will. Gleichzeitig muss er natürlich damit rechnen, von derartigen Veranstaltungen eben ausgeschlossen zu werden.

Da die Antidiskriminierungsgesetze in den USA aber schon völlig aus dem Ruder gelaufen sind, wäre es nicht verwunderlich, wenn die Schülerin jede Menge Schadensersatz erhält.

Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 13:48 ( Link )

Wieso schließt die Schulleitung die betreffende Schülerin nicht einfach vom Abschlußball aus, falls sie sich nicht an die vorgeschriebene Kleiderordnung halten will?

Dies, werter Waldmeister, wäre natürlich naheliegend. Allerdings wäre dann wohl zu befürchten, daß dieser Abschlußball von militanten Homoideologen ganz gezielt angegangen wird. Die latente Gewaltbereitschaft dieser Zeitgenossen ist ja auch hinlänglich bekannt und so gehört das gezielte Stören von unliebsamen Veranstaltungen auch zum guten Ton. Beispielgebend sei hier nur an die skandalösen Vorgänge in Marburg erinnert, wo eine christliche Seelsorgeveranstaltung nur Dank eines immensen Polizeiaufgebotes stattfinden konnte. Dabei kann es natürlich kaum überraschen, daß die Homochaoten unter anderem auch ganz gezielt vom zutiefst antichristlichen Demokratenclub FDP aufgestachelt wurden. Oder man werfe einen Blick auf die Ungeheuerlichkeiten im niederländischen Den Bosch. Hier wurde von Homochaoten ganz gezielt eine Heilige Messe gestört, nachdem der dortige Priester einem bekennenden Homoideologen im Karnevalskostümchen natürlich völlig zu recht die Heilige Kommunion verwehrte. Nun ließe sich diese Liste nach Belieben fortsetzen und es ist natürlich kaum zu erwarten, daß es sich in den Vereinigten Staaten anders verhält. Vor diesem Hintergrund ist es ja auch sehr wohl verständlich, wenn die Schulleitung in Fulton diesen Abschlußball ganz einfach absagt. Eine akute Gefahr für Leib und Leben der anwesenden Schüler ist freilich nicht von der Hand zuweisen.

Allerdings sehe ich dies auch mit einem lachenden Auge. Diese Absage wird die betroffenen Schüler gerade im Hinblick auf die homosexuelle Unzucht mehr und mehr sensibilisieren, so daß diese gegenüber den tumben Parolen linksradikaler Rattenfänger sowohl im homo- als auch im genderideologischen Gewande eine gewisse Immunität entwickeln werden. Das sittliche Empfinden sitzt dann doch wesentlich tiefer, als es die demokratische Gutmenschenoligarchie wahrhaben will. So will es auch nicht überraschen, wenn vor einiger Zeit ein us-amerikanischer Homoideologe eigentlich ganz treffend sein – Schluchz! – Leid klagte (ich meine, ich hätte den betreffenden Artikel auf der Plattform kath.net gelesen). Da wird dann geradezu herzerweichend geklagt, daß man nun schon seit vielen Jahren unzählige Milliarden in entsprechende „Aufklärungskampagnen“ investierte und es geschieht doch nichts. Man wird zwar bisweilen mehr schlecht als recht toleriert, aber als „Gleicher“ wird der Homosexuelle bis zum heutigen Tage nicht akzeptiert. So soll es ja auch sein! Nur so läßt sich die Homosexualität wieder dahin zurückdrängen, wo sie auch hingehört: Ins heimische Schlafgemach.

Anna Luehse, am 14. März 2010 um 14:16 ( Link )

# Der_Michael
Die bewußte Schülerin hat offenbar bis zum Abschlußball keinerlei Probleme der von Ihnen genannten Intoleranz erfahren. Erst als sie verlangte, daß der bisherige Brauch ihren eigenen Wünschen angepaßt wird, gab es Ärger. Wer ist wo intolerant? Wenn es der Dame nicht paßte, warum ist sie an der Schule geblieben? Warum ist sie nicht dem Ball ferngeblieben? Nein,die Gruppe hat sich einer Einzelnen unterzuordnen - das nennen Sie Toleranz?

Was den Spiegel angeht, so greift Herr Lichtschlag die idiotische und falsch pointierte Berichterstattung an. Und das hat nichts mit US-Gesetzen zu tun, sondern mit den Journalisten, die derart schräge Berichte schreiben.

Zu der hier von anderen Kommentatoren mehrfach angesprochene Abneigung: diese richtet sich im Grunde nicht gegen Homosexualität, sondern gegen die Forderung aus diesen Kreisen auf allen Ebenen Sonderrechte für sich zu verbuchen. Auch hier sind es meist Funktionäre, die ihr Süppchen zu Lasten der anderen kochen. Warum soll/muß ich das gut finden? Aber in unserem Land ist es üblich geworden Meinungen, die nicht dem glatten Strom folgen, in Mißkredit zu bringen oder doch zumindest pauschal zu verdächtigen.

Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 14:19 ( Link )

Früher waren die Homos mir egal, seit sie immer wieder Sonderwünsche aussprechen, sich Familien gleichstellen wollen und sich in widerlichster Weise beim CSD zeigen, beginne ich sie allmählich zu hassen, ist das jetzt schlimm?

Hasset die Sünde, aber liebet den Sünder! Ihre Wortwahl, werte Goldelse, ist dennoch verständlich. Wer jemals an einer CSD-Gegendemo teilgenommen hat, der weiß ein Lied von den dortigen Zuständen zu singen. Kein Mensch, der noch halbwegs bei Verstand ist, würde sich in aller Öffentlichkeit derart vulgär präsentieren. Da darf dann auch durchaus gesagt werden, daß sich in diesem Treiben das eigentliche Wesen der Perversion zeigt. Diese Leute degradieren sich im richtigen Licht betrachtet zu bloßen Lachnummern. Wenngleich freilich hinzugefügt werden muß, daß eben dieses vulgäre Treiben von vielen Homosexuellen gar mehr als argwöhnisch beäugt wird. Man scheint wohl zu ahnen, daß das regenbogenfarbene Sodom und Gomorrha die gewünschte "Integration" über kurz oder lang wohl ins genaue Gegenteil verkehren könnte.

Waldmeister, am 14. März 2010 um 14:47 ( Link )

Werter Herr Hodler, schön nach etwas Abwesenheit wieder von Ihnen lesen zu dürfen! Ich hoffe, die von der Moderne servierten Happerln munden Ihnen noch - an Zutaten mangelt's ja nach wie vor nicht...

Was ich in einem etwas weiter gefaßten Zusammenhang und unter Bezug auf die von Ihnen genannten Anekdoten generell nicht verstehe, ist die Penetranz, mit der jene Regenbogen-Sturmtrupps immer wieder die Absolution Ihres Tuns durch die Kirche einfordern - das ist ja zwingend unmöglich. Liegt dem eine eigene innere Logik zugrunde oder geht's hier nur um infantiles Imponiergehabe ("Gratismut" gegenüber einer Institution zeigen, die sowieso schon lange zum Gewohnheitsziel gworden ist)?

alexanderG, am 14. März 2010 um 15:11 ( Link )

Mir scheint dass einige hier die hysterischen CSD-Karnevalisten mit der Gesamtheit der Homosexuellen gleich setzen. Dem ist aber nicht so. Aus meiner Arbeit (ich bin niedergelassener Arzt) sind mir sehr viele Homosexuelle bekannt, die einfach nur in Ruhe und nach ihrer Fasson ihr Leben leben wollen, so wie wir unseres. Sie möchten sich nicht exponieren, aber auch nicht verstecken. Und dagegen ist aus Sicht eines Liberalen meines Erachtens überhaupt nichts einzuwenden. Ich halte es durchaus für eine große zivilisatorische Errungenschaft, dass Homosexuelle sich nicht mehr verstecken müssen, auch wenn es für uns zum Teil nicht schön anzusehen ist. Aber ganz ehrlich: Vieles was ich täglich auf der Strasse sehe gefällt mir nicht. Trotzdem halte ich es für richtig es zu tolerieren. Schwule Arroganz fängt für mich aber da an, wo ich meine Meinung nicht mehr frei sagen kann. Und wenn ich zungenküssende Männer eklig finde, gibt es für mich auch keinen Grund das nicht zu sagen. Aber wie gesagt, es gibt genug Homosexuelle die das respektieren und die gilt es vor Fanatikern zu schützen.

Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 15:14 ( Link )

Was ich in einem etwas weiter gefaßten Zusammenhang und unter Bezug auf die von Ihnen genannten Anekdoten generell nicht verstehe, ist die Penetranz, mit der jene Regenbogen-Sturmtrupps immer wieder die Absolution Ihres Tuns durch die Kirche einfordern - das ist ja zwingend unmöglich.

Werter Waldmeister, dieses Streben nach Absolution ist ja nicht allein eine homoideologische Domäne. Danach streben alle neuzeitlichen Ideologen. Gleichgültig ob christlich angehauchte Altliberale, Neolibertäre, Sozialisten, Kommunisten etc. pp. Da wird dann auch freilich im jeweiligen ideologischen Kontext munter drauflosexegiert. So findet sich dann mit aller Selbstverständlichkeit auch eine homoideologische, feministische, liberalkatholizistische oder wie auch immer geartete Exegese. Soll heißen: Die heilige Schrift wird solange umgedeutet und umgeschrieben (oder besser: entstellt), bis die eigenen ideologischen Präferenzen ihre biblische Rechtfertigung finden.

Nun wäre dieses Thema in der Tat mit sehr viel Schreibarbeit verbunden. Daher möchte ich Sie auf diesen Beitrag verweisen, der schon vor längerer Zeit bei kath.net zu lesen war. Da wird dann alles gesagt, was zu diesem Thema auch tatsächlich zu sagen ist.

Waldmeister, am 14. März 2010 um 15:20 ( Link )

Vergelt's Gott, Herr Hodler (wer auch sonst, ich bin ja schließlich -soweit Sie's betrifft- lediglich eine Ansammlung von Buchstaben auf Ihrem Bildschirm :) )! Ich werde mir den von Ihnen verlinkten Artikel zu Gemüte führen.

Kurt_G Fördermitglied, am 14. März 2010 um 15:54 ( Link )

Ich komme mir richtig ungezogen, schmutzig, nicht angepasst, politisch völlig unkorrekt vor weil ich nicht sagen kann: "ich bin schwul und das ist auch gut so!"

Ich bin bestimmt krank oder so. Mir ist auch schon ganz schlecht und komisch. Komisch deshalb - weil ich einfach keinen Bedarf wünsche, sehne, möchte, geil finde, Bärte zu kraulen und meinen After nicht als Geschlechtsorgan bnetrachte. Mit mir stimmt etwas nicht. Wie soll das noch enden? Halb Deutschland ist schwul. Nur ich spüre keine schwulen Bedürfnisse. Das kann doch nicht normal sein.

Wer "in" sein will muß schwul sein. Sonst gibt es keine Aufstiegschancen. Ich kenne 2 schwule Staatsanwaälte, 3 schule Richter, eine lesbische Anwältin und jede Menge schwule Kids. Irgendwie - so glaube ich - habe ich da etwas verschlafen.

Jürgen Hodler, am 14. März 2010 um 16:02 ( Link )

Werter Waldmeister, segne’s Gott! Nebenbei darf ich Ihnen noch versichern, daß Sie wesentlich mehr sind als eine bloße Ansammlung von Buchstaben auf meinem Bildschirm.:))

Übrigens: Die „von der Moderne servierten Happerln“ munden freilich nach wie vor. Frei nach dem Motto:

„Das 19. Jahrhundert war für den Reaktionär unheilvoll, weil ihm das Los zufiel, inmitten der Mittagsstunde dümmlicher Hoffnungen zu leben. Heute hingegen tröstet uns das Schauspiel der Abenddämmerung der Katastrophe.“

Nicolás Gómez Dávila (Scholien zu einem inbegriffenen Text)

Goldelse, am 14. März 2010 um 16:31 ( Link )

Wer "in" sein will muß schwul sein. Sonst gibt es keine Aufstiegschancen. Ich kenne 2 schwule Staatsanwaälte, 3 schule Richter, eine lesbische Anwältin und jede Menge schwule Kids.

Man siehts im Fernsehen, zunehmend wird man durch knutschende Gleichgeschlechtliche im Alltag belästigt, aber da schreit kein Kinderschutzbund auf, nein, Schwulsein gehört neuerdings zum Leben dazu. Und in dem Maße, wie diese Kampftruppen in den Medien, der Politik und im Alltag umherziehen, in dem Maße steigert sich meine Abneigung und die meines Umfeldes. Es ist ein ideologischer Kampfplatz geworden, den ich nicht mehr verlassen werde, bis mein Leben wieder eine gesunde Normalität angenommen hat. Es wird damit enden, dass sie sich wieder verstecken müssen, und das wäre auch gut so. Die eigentlichen Intoleranten sind die einzelnen Grüppchen, die von der Masse ständig Toleranz einfordern, bei vielen Themen, und das Tragische dabei ist, dass diese Grüppchen von Politik und Medien hofiert werden.

Al_Bore, am 14. März 2010 um 17:17 ( Link )

Der Begriff "Homophobie" ist an sich schon völlig daneben. Wenn ich aus freien Stücken Homosexualität oder was auch sonst immer ablehne, hat das nicht die Bohne mit Angst zu tun. Ich habe eher den Verdacht, daß seine Verfechter in irgendeiner geistigen Analphase hängengeblieben sind.

Bezweckt wird mit dieser Begriffsnebelkerze vor allem die Diffamierung und Pathologisierung freier Meinungsäußerung, und in letzter Konsequenz das Denkverbot.

EEkat, am 14. März 2010 um 17:55 ( Link )

@LeftLibertarian,

Aus Herrn Lichtschlags Anti-Homo-Neurose ist inzwischen eine ausgewachsene Psychose geworden. Womöglich Verdrängung? Es fällt inzwischen schwer, an andere, weniger peinliche Beweggründe beim Herausgeber dieses Magazins zu glauben. Die Intervalle zwischen den eigentümlich verklemmten Haßausbrüchen gegen Schwule werden ja immer kürzer.

Ich werde Ihrem Glauben neue Stärke einhauchen.

Lichtschlag schreibt halt, was er denkt. Mal paßt mir das, ein andermal wieder nicht.

Diemal paßte es mir.

Ohne daß man deswegen jedoch über sexuelle Präferenzen eines Autors spekulieren sollte.

Vielleicht treiben Sie es ja mit Ziegen.

Oder doch Meerschweinschen?

Ihre Sache.

Geht niemanden etwas an. Normalerweise.

So wie es nicht nur mir lieber wäre, daß man ganz generell mit seiner sexuellen Neigung nicht seine Umgebung belästigt, dieser eine Kenntnisnahme aufnötig.

Davon als Schwuler abweichen, und dies dann als normal ausgeben zu wollen: davon handelt der Lichtschlag-Artikel mit seiner Spiegel-Berichterstattung über diverse Möglichkeiten körperlicher, aber auch geistiger Penetrierung.

Schwule müssen ihre Abnormalität für sich behalten, wenn sie als ansonsten wertvolle Mitglieder einer Gemeinschaft empfunden werden wollen. So kann Zusammenleben funktionieren. Anders nicht.

Nicht ihr schwulsein, sondern daß Schwule sich selber offenbar mit Ihrer Abweichung nicht abfinden, diese daher als Normalität umdeuten, und diese Umdeutung der Gesellschaft "reinschieben" wollen ist die eigentliche Schwäche solcher Schwulen.

Derartiger Exibitionismus wird als Belästigung empfunden, der dahinter organisierte gesellschaftliche Zwang wird als Bedrängung empfunden und kann sich definitiv nicht durchsetzen.

Ich hoffe also, er hält Abstand zu den Grenzen, wo dies alles in Gewalt umschlagen muß.

Diese Grenzen sind fließend.

In den USA verläuft diese Grenzverlauf anders als bei uns. In einigen Vororten von Köln anders als in anderen Vororten von Köln.

Ich bin sicher, für die USA ließen sich einschlägige Gewaltdelikte geographisch differenzieren. Wyoming sollte andere Ergebnisse bringen als bestimmte Vororte von San Franzisko.

In denen sich viele Schwule jedoch ebenfalls nicht heimisch fühlen.

Nicht jedem ist jederzeit nach Puff zumute. Und nicht jeder möchte jederzeit angetänzelt werden.

EEkat

Neutrino, am 14. März 2010 um 23:00 ( Link )

Ich stimme dem Artikel zu.

Wir sind inzwischen soweit gekommen, dass eine Minderheit der Mehrheit ihre Regeln vollumfänglich aufzwingen kann.

Also meine Frage an alle Schwulen und Lesben und Verteidiger ihrer Rechte hier lautet: Was ist mit dem Freiheitsrecht der Mehrheit einen Abschlussball ohne Frau im Anzug feiern zu können? Und was ist mit dem Recht der Mehrheit, diesen ggf. auch nicht stattfinden zu lassen?

Es ist natürlich politisch korrekt nun von Minderheitenschutz zu reden. Aber man muss sich auch ernstlich fragen, ob Minderheitenschutz nicht auch Grenzen.
Er muss dort seine Grenzen haben, wo letztlich die Durchsetzung von Minderheitenrechten nur dazu dient, die Intoleranz der Minderheit gegenüber der Mehrheit zu verschaffen.
Denn wenn das Mädchen ihren Auftritt im Anzug so wichtig nimmt, dann zeigt es dadurch letztlich nur genau jene Arroganz und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, welche sie hier gerade der Mehrheit vorwirft.

Also mal einen Gang runterschalten in der Antidiskriminierung. Nur weil jemand eine Minderheit ist oder ihr angehört, kann sie noch lange nicht bestimmen, was die Mehrheit zu tun hat und wie sie zu sein hat.

Viscount, am 15. März 2010 um 1:59 ( Link )

@alexanderG

Mir scheint dass einige hier die hysterischen CSD-Karnevalisten mit der Gesamtheit der Homosexuellen gleich setzen. Dem ist aber nicht so.

Das scheint nicht nur Ihnen so, Herr Medizinalrat, aber was wollen Sie machen? Wir leben nun einmal in kollektivistischen Zeiten, in denen der allfällige Bezugspunkt, um den alles kreiselt, eben "die Gesellschaft" ist: Ist einer so, sind's alle.

Ist ein Schwuler eklig, sind's alle.
Wenn einer Lesben nicht mag, sind alle lesbenfeindlich.
Ist ein Jesuit ein prügelnder Päderast, sind's alle.
Ist ein Millionär Steuerhinterzieher, sind's alle.
Rechnet ein Mediziner bei der Gesetzlichen falsch ab, sind alle Mediziner Verbrecher ...

Diese Art Holismus ist zwingend notwendig in einer Gesellschaft, die sich auf Basis dieser Scheinerkenntnisse Regeln zulegen will, die das Verhalten großer Zahlen von Menschen regulieren; wo eben alle xy sind und es schon immer waren, da muß ein Gesetz her: Gegen Diskriminierung, gegen katholische Internate, gegen Steuer"sünder" (man beachte die groteske Verwendung eines metaphysischen Begriffs für eine durch und durch weltliche Sache!), gegen Honorarbetrug usw. usf.

Mit der überwiegenden Mehrzahl der Schwulen, die mir bekannt sind, verhält es sich genau so, wie Sie in Ihrem Kommentar schreiben. Selbstverständlich gibt es auch dort die Fraktion der moralinsauren Panzerlurche, die überall verletze "Rechte" wittern — damit befinden sie sich aber in guter (diesmal Mehrheits-) Gesellschaft, denn diese Gruppen gibt's auch bei Ökos, Religiösen, Veganern, Solarstromanbietern etc.pp.

Bin ich eigentlich ein Diskriminierungsssünder, weil ich an meiner Haustüre ein Schild habe mit der Aufschrift "Dienstboten und Briefadel zur Hintertür"?

Klaus Wulf, am 15. März 2010 um 13:11 ( Link )

Wenn man sich die Inthaltsübersicht des SPARGELs anschaut, wird man ohne Brille festellen dass dort nur noch auf unterbelichteten Nebenkriegsschauplätzen gekämpft wird, nach dem Motto Rechts blinken, Links abbiegen.

Tanja Krienen, am 15. März 2010 um 13:15 ( Link )

Nun versucht hier die Schwulenfraktion wieder den Bagatelliserungstrick: "Die Schwulen, die ich kenne, sind nicht so." Ach nee? Warum bitte sind aber ALLE schwulen Äußerungs - bzw. Protestformen so, wie sie die Mehrheit hier wahrnimmt, nämlich: penetrant und in der Wirkung kontraproduktiv!?

Doch im Kern findet der Eingangsartikel nicht meine Zustimmung. Bitte: Wenn die beiden Frauen keine "Lesbenshow" abziehen, kann es doch nicht ernsthaft so sein, dass ihre Anwesenheit ein Problem darstellt. Das fiele auf den Empörer zurück - und zwar tonnenschwer. Selbstverständlich müssten sich die Beiden auch Fragen stellen, so sie jemand äußert, und dürften nicht beleidigt sein. Menschlich, moralisch und angemessen wäre also die Akzeptanz der Anwesenheit der Personen (das dürfte eigentlich gar nicht zur Debatte stehen), aber darüber hinaus ist jede Propaganga für Homosexualität, jeglicher Sonderwunsch, sowie Sonderbehandlung abzulehnen.

Goldelse, am 15. März 2010 um 13:36 ( Link )

Nun versucht hier die Schwulenfraktion wieder den Bagatelliserungstrick: "Die Schwulen, die ich kenne, sind nicht so."

Diese Masse der harmlosen und lautlosen Schwulen sollten ihre Protagonisten, auch ihre Vertreter in den Medien, zurückpfeifen, genau wie die Moslems und die Juden ihre Zentralräte, dann gibts auch keine Verallgemeinerungen.

Jürgen Hodler, am 15. März 2010 um 14:10 ( Link )

@Tanja Krienen

Nun versucht hier die Schwulenfraktion wieder den Bagatelliserungstrick: "Die Schwulen, die ich kenne, sind nicht so." Ach nee? Warum bitte sind aber ALLE schwulen Äußerungs - bzw. Protestformen so, wie sie die Mehrheit hier wahrnimmt, nämlich: penetrant und in der Wirkung kontraproduktiv!?

Das Hervorkehren der typisch liberalen Weinerlichkeit durch ganz bestimmte Mitdiskutanten ist ja obligatorisch. Diese Leute - die Schizophrenie des Verstandes läßt wieder grüßen - wollen sich halt alle Optionen offenhalten. Man will - vielleicht gar aus Furcht vor der "neolibertären Inquisition" - nirgends anecken. Zumal man in der ersten Liberalismuslehrstunde ja auch ganz brav gelernt hat, daß der Individualismus - so ein Schmarren - als die eigentliche Antithese des Kollektivismus zu gelten hat. Dabei ist der Kollektivismus nichts anderes als die logische Folge des Individualismus. Aber hier werden dann schiere Glaubenssätze tangiert, aus denen sich freilich das liberalistische Selbstverständnis speist.

Wobei hier freilich noch zu klären wäre, warum nun ausgerechnet knutschende Mannsbilder der Kategorie "zivilisatorische Errungenschaft" zuzuordnen sind. Dann darf wohl auch hier die Zivilisation als ein kulturelles Verfallsstadium gelten.

Menschlich, moralisch und angemessen wäre also die Akzeptanz der Anwesenheit der Personen (das dürfte eigentlich gar nicht zur Debatte stehen), aber darüber hinaus ist jede Propaganga für Homosexualität, jeglicher Sonderwunsch, sowie Sonderbehandlung abzulehnen.

Hier wäre natürlich zu fragen, welchen "moralischen" Angriffspunkt eine Kleiderordnung an sich bietet? Also ich finde es zugegenermaßen auch schicklich, wenn Mannsbilder im Smoking und Weibsbilder im Ballkleid erscheinen. Zwei Weibsbilder im Smoking kann im richtigen Licht betrachtet ja nur als eine gezielte Lesbenprovokation verstanden werden. Also vor diesem Hintergrund, werte Frau Krienen, widersprechen Sie sich selbst.

Jürgen Hodler, am 15. März 2010 um 14:19 ( Link )

Werte Frau Krienen, ich sehe gerade, daß ich mich doch ein wenig mißverständlich ausgedrückt habe. Die liberale Weinerlichkeit bezieht sich natürlich nicht auf Sie, sondern auf die Herren Bagatellisierer.

Tanja Krienen, am 15. März 2010 um 14:41 ( Link )

Ich hatte Sie schon richtig verstanden, Herr Hodler. Stimme Ihnen auch prinzipiell zu, nur die Bekleidungsfrage ist eine offene. Sie ist schwer zu lösen, aber ich würde sie liberal handhaben. Ob beide klassisch weiblich, oder die andere den Anzug wählend tendenziell männlich auftritt, ist aber nach meinem Dafürhalten nicht so sehr von Bedeutung. Wichtig ist das Verhalten! Und wenn sie sich gesittet verhalten, so ist die Analogie, die Andre Lichtschlag zog (Lederdress mit Gesäßausschnitt) bei Weitem nicht gegeben. Wäre es so, müsste man sie einsperren.

Anknüpfend daran würde ich übrigens vorschlagen, dass sich das oppositionelle Milieu gegen diese Unsitten einmal darauf verständigen sollte, Anzeigen zu stellen, wenn der nächste CSD in der Stadt geplant ist. Es gäbe dafür eine Reihe von Gründen, Zitat "Rechtslexikon": "Die Belästigung anderer durch exhibitionistische Handlungen (§183 StGB);o) die Erregung eines öffentlichen Ärgernisses durch öffentliche Vornahme sexueller Handlungen (§ 183a StGB); p) die Verbreitung von Pornographie an Minderjährige, öffentlich oder im Versandhandel (§ 184 StGB); q) die Ausübung der Prostitution an verbotenen Orten, zu nicht zugelassenen Zeiten oder in jugendgefährdender Weise (§§ 184a und b StGB). Da es sich bei den Tätern oft um seelisch kranke, mindestens aber abartig veranlagte Personen handelt, ist oft neben oder statt der Strafe eine psychiatrische Behandlung erforderlich, die vom Gericht angeordnet werden kann.

Jürgen Hodler, am 15. März 2010 um 15:31 ( Link )

Ob beide klassisch weiblich, oder die andere den Anzug wählend tendenziell männlich auftritt, ist aber nach meinem Dafürhalten nicht so sehr von Bedeutung. Wichtig ist das Verhalten!

Also keine Moral, sondern bloße Geschmacksnuancen. Was soll man dagegen schon sagen? Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Ich wage aber zu bezweifeln, daß das Lesbenduo zu Fulton der Sittlichkeit eine besondere Bedeutung beimessen wird. Ansonsten wäre das penetrante Krawallschlagen in aller Öffentlichkeit wohl kaum vonnöten. Die suchen ja die gezielte Unterstützung der Homoideologen. Zumal diese Leute ja darauf erpicht sind, ihre Abartigkeit vor anderen zu präsentieren. Die betrachten diese sonderbare Zurschaustellung ja auch als "Menschenrecht".

alexanderG, am 15. März 2010 um 16:16 ( Link )

@Tanja Krienen und Jürgen Hodler:

Es geht hier weder um Bagatellisierung noch um Weinerlichkeit sondern lediglich um Differenzierung. Wozu diese unsouveräne verbale Gereiztheit?

Tanja Krienen, am 15. März 2010 um 18:18 ( Link )

Herr Hodler, wenn niemand in einer subjektiv existenziellen Situation beisteht, schaut man sich halt um, welche Bündnispartner es gibt. Die haben oft einen unangehmen Leumund, weil sie sich immer etwas "außerhalb" befinden (andere "sexuelle Minderheiten", "Antisemiten" *g* usw.), doch das Problem sind manchmal auch die äußerst sperrig agierenden Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft.

Alexander, nun habe ich wirklich die große Bitte, dass Sie mir nicht entfleuchen, weil ich das gern ausdiskutieren würde: Was meinen Sie mit "unsouveräner verbaler Gereiztheit"? Ich hoffe doch nicht, dies ist wieder so ein Trick, um sämtliche ANGEMESSENEN Widersprüche in der Frage der penetrant auftreten Homosexualität, in den "indiskutablen Bereich" zu verschieben. Weder sind Herr Hodler und ich undifferenziert an das Thema herangegangen, noch agieren wir verbal-gereizt. Fakt ist doch, dass die Homo-Lobby - die DURCH ALLE PARTEIEN HINWEG VÖLLIG GLEICH AGIERT - seit ewiger Zeit dieselben Feindbilder UNDIFFERENZIERT pflegt, keinerlei Selbstkritik bezüglich der URSACHEN für Homosexualität und anderen Erscheinungen äußert (was für mich erkennbar ein Zeichen für Sektiererei darstellt) und eine Darstellungsform pflegt, die jeder unabhängige Zuschauer als ekelerregend und geradezu als eine OPTISCHE NÖTIGUNG empfinden muss!

Es ist so, als wollte man mir, die ich angemessen-gelassen, aber doch deutlich, auf Spinnen reagiere, eine Arachnophobie unterstellen, da ich angesichts des phantasierten Faktes, falls man mir Spinnen direkt auf die Nase zu setzen gedenkt und ich diese zügig wegwische, ins Gesicht schreit: Also doch! Ich wusste es! Du hast diese armen kleinen achtbeinigen putzigen Lebewesen schon immer gehasst! Schäm dich, Faschistin!

Bitte gehen Sie doch einmal auf meine zuvor geäußerten, konkreten Argumente ein.

alexanderG, am 15. März 2010 um 18:42 ( Link )

@ Tanja Krienen: Ich kann Ihren Standpunkt nachvollziehen und teile auch uneingeschränkt Ihre Ansicht, dass die Homolobby penetrant agiert. Auch halte ich den Begriff "Homophobie" für reinste Agitprop Rhetorik und damit für indiskutabel. Ich persönlich sehe Homosexualität nicht als eine Frage der Moral an. Meines Erachtens handelt es sich schlichtweg um eine Normvariante (im streng biologischen Sinne!) der sexuellen Orientierung, die derjenige auch ausleben sollte, weil alles andere zu nichts führt. Und dieses Ausleben gelingt manchen gut und würdevoll, anderen weniger gut und andere führen sich schlichtweg ekelerregend auf.
Den Vorwurf der Bagatellisierung und/oder Weinerlichkeit wollte ich nicht auf mir sitzen lassen, da dies wirklich nicht mein Ansatz ist. Niemals würde ich einen Menschen der sich vor Homosexualität ekelt des "Schwulenhasses" bezichtigen. Ich persönlich finde küssende Männer auch ekelhaft und stehe unumwunden dazu. Trotzdem toleriere ich es (tolerare=ertragen), da ich keine sinnnvolle Alternative sehe.
Gerne können wir das noch weiter ausdiskutieren, ich hege ganz sicher keine Tricks in dieser debatte.

Tanja Krienen, am 15. März 2010 um 18:52 ( Link )

Sie machen mir einen redlichen Eindruck, danke für die offenen Worte. Wo aber sind nun unsere Differenzen, welche Kritik äußern sie konkret an meinen Ausführungen, die zudem NICHT aus dem unbedarften Milieu scheinbar "neutraler" Personen stammt?! Meine Erfahrung ist einfach die, dass die Homo - uind Genderideologen alles schlimmer machen, als es - sagen wir mal- in der 8oer Jahren war.

alexanderG, am 15. März 2010 um 19:21 ( Link )

Ich habe an Ihren konkreten Positionen welche Sie hier äußern nichts auszusetzen. Ich fühlte mich lediglich durch diesen passus angeriffen und habe darauf reagiert:

"Das Hervorkehren der typisch liberalen Weinerlichkeit durch ganz bestimmte Mitdiskutanten ist ja obligatorisch. Diese Leute - die Schizophrenie des Verstandes läßt wieder grüßen - wollen sich halt alle Optionen offenhalten."

Ansonsten scheinen wir zu diesem Thema inhaltlich keine relevanten Differenzen zu haben.

Tanja Krienen, am 15. März 2010 um 19:39 ( Link )

Das sind die Schwächen des Internets! Man würde in der realen Debatte Herrn Hodler sofort freundlich aber bestimmt in die Parade fahren, er würde freudlich-fahrig, aber deutlich, klarstellen wie es gemeint war, wir würden alle drei freundlich nicken und sowohl engagiert, als auch parodistisch, die von uns ähnlich festgestellten Dummheiten der betreffenden Gruppe auf das Spitzfindigste herausarbeiten - und die nächste Runde ordern.

alexanderG, am 15. März 2010 um 19:53 ( Link )

Treffend formuliert! Aber ohne das internet würde uns doch auch viel fehlen. Wahrscheinlich hätten wir dann gar nicht diskutiert. Und das wäre doch wirklich schade!

Viscount, am 15. März 2010 um 20:10 ( Link )

@Jürgen Hodler

Wobei hier freilich noch zu klären wäre, warum nun ausgerechnet knutschende Mannsbilder der Kategorie "zivilisatorische Errungenschaft" zuzuordnen sind. Dann darf wohl auch hier die Zivilisation als ein kulturelles Verfallsstadium gelten.

Nun, was mich anbetrifft, so halte ich sowohl in der Öffentlichkeit ungeniert poussierende oder gar kopulierende Menschen für eine Zumutung, aber gleichfalls ist mir nicht wohl bei dem Gedanken, daß in Seville bei den Osterprozessionen massenhaft Menschen durch die Straßen ziehen, die sich öffentlich und vermutlich nicht weniger jugendgefährdend geißeln und auspeitschen.

Um aber zum Thema zurückzukehren:
Ich verstehe in gar keiner Weise den Bohei, der um einen an sich völlig trivialen Vorgang veranstaltet wird. Da wird jemand vom Besuch einer Tanzveranstaltung ausgeschlossen, weil er sich nicht an die Garderobenordnung hält — wo um Himmel willen ist da eigentlich das Problem? Natürlich wird der oder in diesem Fall: die Betreffende Gründe dafür suchen, weshalb ihm Unrecht geschah, umso schlechter ist es, wenn man ihr durch solcherlei positivistische Gesetzgebung auch noch Rechtsgründe an die Hand gibt.

Aus meiner Sicht wird hier etwas zu einem sagenhaften Problem aufgebauscht, das gar keines ist. Soll die Dame eben auf eigene Rechnung eine Gegenveranstaltung anberaumen, wenn sie denn unbedingt wünscht.

@alexanderG

Wen, wenn nicht Sie, sollte man das fragen: Ist Homosexualität nun aus medizinischer Sicht eine (behandlungsbedürftige) Krankheit oder nicht?

Viscount, am 15. März 2010 um 20:14 ( Link )

Pardonnez-moi:
Es heißt selbstverständlich Sevilla. Bloß gut, daß das e nicht weit vom a weg liegt — ich kann es also einen Vertipper nennen.

alexanderG, am 15. März 2010 um 20:59 ( Link )

@Viscount: Homosexualität ist bereits vor vielen Jahren aus dem ICD-10 (also der internationalen Codierung von Krankheiten) herausgenommen worden und somit gemäß der medizinischen Konvention keine Krankheit.

Jürgen Hodler, am 15. März 2010 um 23:41 ( Link )

Nun, was mich anbetrifft, so halte ich sowohl in der Öffentlichkeit ungeniert poussierende oder gar kopulierende Menschen für eine Zumutung, aber gleichfalls ist mir nicht wohl bei dem Gedanken, daß in Seville bei den Osterprozessionen massenhaft Menschen durch die Straßen ziehen, die sich öffentlich und vermutlich nicht weniger jugendgefährdend geißeln und auspeitschen.

Von „massenhaft“ kann im Hinblick auf die andalusischen Bußbruderschaften keine Rede sein. Aber es überrascht mich eigentlich herzlich wenig, wenn eine jahrhundertealte Tradition, welche in gewisser Weise in der Tat das Zentrum des religiösen Lebens in Andalusien darstellt, und ein Umzug psychisch und seelisch schwer gestörter Abartiger, welcher im richtigen Licht betrachtet ja nur als eine Werbung für die himmelschreiende Sünde verstanden werden kann, von einem Liberalkatholizisten in eins gesetzt wird. Es ist klar, daß von diesen Zeitgenossen ein Gespür für die Passion Christi nicht mehr zu erwarten ist. Da ist man dann doch zu sehr mit jenen irdischen Selbsterlösungsehnsüchten beschäftigt, welche schlußendlich in die Weltenflucht und somit in einen abstrusen Neolibertarismus münden.

Dann ist es mir freilich auch klar, daß man in keiner Weise den „Bohei versteht, der um einen an sich völlig trivialen Vorgang veranstaltet wird“. Man mag freilich „in der Öffentlichkeit ungeniert poussierende oder gar kopulierende Menschen“ nicht so recht, aber das Etikett „liberal“ erfordert dann doch eine gewisse Toleranz. Wobei hier Toleranz ganz gewiß nicht im Sinne eines Ertragens, sondern nur als die übliche liberalistische Beliebigkeit verstanden werden kann. Es ist halt so, wie ich unlängst im Muselmanenstrang bereits schrieb: Der Liberalist fürchtet nichts mehr als eine klare Positionierung. Außerdem wäre zu fragen, wie der Katholik Viscount die himmelschreiende Sünde – von einem bloßen Irrtum kann im Hinblick auf die Homosexualität nun wahrlich keine Rede sein – überhaupt in diesem verquasten Sinne „tolerieren“ kann? Zumal die heutzutage regierende Demokratenoligarchie mit den Hebeln Homo- und Genderideologie, Ausländer- und Asylpolitik und Familienpolitik - das obligatorische Menschenrechtsgetöse darf dabei freilich nicht fehlen - ein gewaltiges Umerziehungsprogramm losgetreten hat, welches über kurz oder lang wohl unweigerlich in der Auflösung jedweder politischen Ordnung enden wird. Wobei dies von den Demokraten natürlich billigend in Kauf genommen wird. Das eigentliche Ziel dieses zersetzenden Treibens ist klar: Eine „Weltrepublik“, in dem es nur noch mit gleichen „Grundrechten“ ausgestattete „Individuen“ gibt, also atomare Einzelne, für die Kultur, Volk und Tradition politisch restlos bedeutungslos geworden sind. Quasi eine „libertäre Gesellschaft“ auf demokratischem Umwege. Hier zeigt sich nur, daß sich die Linke – und der dem Libertarismus inherente Radikalindividualismus kann nur als Schlußstein im linken Weltanschauungspalast verstanden werden – im Hinblick auf das eigentliche Ziel ihres Treibens sehr wohl einig weiß. Man ist sich nur über den Weg nicht einig, welcher bis dahin zu beschreiten ist. Das alte Dilemma eben! Und vor diesem Hintergrund kann es auch nicht überraschen, wenn ein nicht unerheblicher Teil dieser sog. „libertären Szene“ die eigentliche Tragweite insbesondere des Hebels Homoideologie nicht zu deuten weiß oder – gar noch schlimmer – ganz bewußt negiert. Nun, wenn in diesem Sinne die nun seit vier Jahrzehnten betriebene gezielte Zersetzung aller kulturellen und moralischen Normen unter den Deckmäntelchen „liberal“ bzw. „libertär“ zu tolerieren ist, ja dann ist auf diesen Liberalismus in der Tat geschi….. Arthur Moeller van den Bruck hatte eben doch recht, wenn er diesen Liberalismus als eine zersetzende Anschauungswelt bezeichnet, welche nichts als Auflösung mit sich bringt. Also ein Liberalismus, der eine moralische Erkrankung der Völker verbreitet und in dem Grade, wie er seine Herrschaft in einer Nation antritt, den Charakter derselben verdirbt.

Fazit: Die hier bisweilen zur Schau gestellt Verharmlosung und falsche Tolerierung der Homosexualität - und sei dies auch nur im Hinblick auf öffentlich knutschende Mannsbilder - ergibt gerade im Hinblick auf die vorhergehend genannten Punkte in der Tat ein stimmiges Bild.

Jürgen Hodler, am 15. März 2010 um 23:54 ( Link )

@AlexanderG

Homosexualität ist bereits vor vielen Jahren aus dem ICD-10 (also der internationalen Codierung von Krankheiten) herausgenommen worden und somit gemäß der medizinischen Konvention keine Krankheit.

Was aber ausschließlich ideologischen Vorgaben geschuldet ist. M. W. existiert nicht eine Studie, welche biologische Faktoren als Hauptursache der Homosexualität schlüssig nachweisen kann. Man bewegt sich hier nicht mehr im wissenschaftlichen Bereich, sondern ausschließlich in der bloßen Spekulation. Zumal ein Großteil vorhandener Studien von Homosexuellen selbst durchgeführt wurden und so kann von einer gebotenen Objektivität freilich keine Rede sein.

Viscount, am 15. März 2010 um 23:56 ( Link )

@Jürgen Hodler

ein Umzug psychisch und seelisch schwer gestörter Abartiger

Nun, Herr Hodler, ich weiß nicht, wie's Ihnen geht, aber ich könnte ad hoc nicht so genau sagen, ob nun die Flagellanten oder die CSD-Paradeure "gestörter" seien. Für mich ist beides gleichermaßen abstoßend, daher bin ich froh, an beidem nicht teilnehmen zu müssen.

Daß dabei die einen ihr groteskes Treiben seit Jahrhunderten veranstalten, die andern erst seit drei Dekaden, ändert für mich nicht ein Gran daran.

Aber so ist das halt in unserer Zeit: Nichts ist interessanter als das, was der Nachbar im Bett treibt. Besonders, wenn man katholisch ist.

Viscount, am 16. März 2010 um 0:06 ( Link )

(Addendum)

Man bewegt sich hier nicht mehr im wissenschaftlichen Bereich, sondern ausschließlich in der bloßen Spekulation.

Selbstverständlich — und das auch noch im glatten Gegensatz zur christlichen Heilslehre, die bekanntlich über jeden wissenschaftlichen Zweifel erhaben ist, denn immerhin handelt es sich um Gottes höchsteigene Verfügungen, und die sind nun einmal per definitionem etwas völlig anderes als eine durch und durch weltliche Doppelblindstudie, nicht wahr?

Zumal ein Großteil vorhandener Studien von Homosexuellen selbst durchgeführt wurden und so kann von einer gebotenen Objektivität freilich keine Rede sein.

Vollkommen richtig. Die Bibel wurde zwar auch ausschließlich von Christen verfaßt und redigiert, im Gegensatz zu Medizinern wurden die allerdings beim Verfassen vom heiligen Geist inspiriert, womit eindeutigerweise die gegebene Objektivität ein für allemal auf der Hand liegt, Himmel Herrgott Sakrament nochmal!

Zwar weiß man heutzutage auch nicht so genau, was die Apostel eigentlich gemacht haben, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt waren, die Orientalen von der Arbeit abzuhalten, aber eines ist sicher: Sie schliefen in getrennten Schlafzimmern!

Jürgen Hodler, am 16. März 2010 um 0:11 ( Link )

Das ist natürlich wieder eine Antwort á la Viscount. Unverbindlich durch und durch. Halt gut liberalkatholizistisch. Und diese Leute wollen in der Tat im Namen der "Freiheit" die Welt auf den Kopf stellen. Wobei es mir freilich gleich ist, was der Nachbar in seinem Bett treibt. Ein derart kindischer Anwurf zündet bei mir ganz gewiß nicht. Da muß schon mehr kommen.

Jürgen Hodler, am 16. März 2010 um 0:20 ( Link )

Dann danke ich freilich noch für das Eingeständnis, daß die Streichung der Homosexualiät aus dem ICD-10 in der Tat ausschließlich ideologischen Vorgaben geschuldet ist. Da hat die von der sog. "Aufklärung" geforderte Wissenschaftlichkeit freilich außen vor zu sein. Wobei man hier freilich noch klären könnte, wie das Attribut "natürlich" im "aufgeklärten" Kontext überhaupt zu werten ist. Da hatte der liebe Descartes bereits seine liebe Mühe.

Jürgen Hodler, am 16. März 2010 um 0:52 ( Link )

@AlexanderD

Ich habe an Ihren konkreten Positionen welche Sie hier äußern nichts auszusetzen. Ich fühlte mich lediglich durch diesen passus angeriffen und habe darauf reagiert:

Sie waren eigentlich gar nicht angesprochen. Ich hatte / habe einen ganz anderen Kadett im Visier.:))

Viscount, am 16. März 2010 um 0:52 ( Link )

Lieber Herr Hodler,

genau deshalb richtete ich ja die Frage an einen Mediziner: Weil ich mir nicht einbilde, darüber auch nur annähernd qualifiziert Bescheid zu wissen. Ich bin Jurist und Ökonom, ich verfüge schlechterdings über keinerlei Kenntnisse auf medizinischem Gebiet.

Was ich nach wie vor nicht verstehe, ist der Vorwurf, den Sie an mich (und an den Liberalismus generell) richten: Nämlich den der "Standortlosigkeit", meistens auch noch verbunden mit dem Hinweis auf Gesinnungslosigkeit.

Was genau veranlaßt Sie eigentlich zu so schneidenden Urteilen, Herr Hodler?

Wenn Sie es genau wissen wollen, lieber Herr Hodler, dann habe ich fundamental gläubige Christen innerlich hin und wieder darum beneidet, für sich einen Standpunkt absoluter Gewißheit entdeckt zu haben. Das ist ein großer Vorteil, weil es Vieles, was unsereins mühsam sich abringen muß, schon in Form einer absoluten Antwort bereit hält.

Das ist mir insofern recht wohlbekannt, weil ich aus einem streng katholischen Haushalt stamme und auch eine derartige Erziehung genossen habe. Allerdings war es mir bislang stets versagt, dieses "Das ist die Wahrheit und nur das, alles andere ist falsch!" tatsächlich akzeptieren zu können.

Genau deshalb ist es mir tatsächlich vollkommen unverständlich, weshalb man — um zum Thema dieses Artikels zurückzukehren — in dieser Frage auch nur näherungsweise etwas anderes erkennen können soll als einen banalen Verstoß gegen eine Kleiderordnung. Die einen veranstalten um diesen Vorgang einen Tanz um das goldene Kalb namens "Diskriminierung", die andern erwidern mit einem andern goldenen Kalb namens "Sünde" — ja ist das nicht eigentlich eine Zumutung an jede Vernunft, Herr Hodler? Was muß man sich denn eigentlich alles aus dem Hirn schwitzen, um darin überhaupt etwas anderes als einen trivialen, technischen Verwaltungsvorgang zu erblicken? Mir ist das vollkommen schleierhaft.

Diesem Satz von Ihnen kann ich mich vollends anschließen:

Wobei es mir freilich gleich ist, was der Nachbar in seinem Bett treibt.

Sehen Sie, mir ist das auch vollkommen gleichgültig, genauso wie es mich vollkommen kalt läßt, ob sich eine Lesbe irgendwo in Amerika diskriminiert fühlt, weil man sie, mit Smoking, zur persona non grata auf einem Ball erklärt. Und genauso egal ist es mir, daß im Hause gegenüber seit fast zehn Jahren ein Herr und drei Damen in einer Wohnung zusammenleben und, wie man hört, der Grund dafür nicht nur Barmherzigkeit für etwaiges fehlendes Obdach, sondern freiwilliges Einvernehmen sein soll.

Worüber sich also aufregen? Wie bewerten Sie derlei? Und weshalb, glauben Sie, daß es dabei überhaupt etwas zu bewerten geben soll?

Eigentlich sind Diskussionen wie diese hier ja ein gutes Zeichen, auch in einem etwas weiteren Kontext: Solange solche Fragen nämlich mit Inbrunst diskutiert werden ist klar, daß die Menschheit keine existenziellen Probleme haben kann — ansonsten würde sie nämlich diesen Nebenkriegsschauplätzen den Rang zuwidmen, der ihnen gebührt: den letzten.

Jürgen Hodler, am 16. März 2010 um 1:21 ( Link )

Werter Viscount, entweder können Sie es nicht begreifen oder Sie wollen es ganz einfach nicht begreifen. Natürlich hat man es hier im Prinzip mit einer schieren Nichtigkeit zu tun. Da würde ich mit Ihnen in der Tat einig gehen, wenn man sich in einem halbwegs intakten kulturellen Umfeld bewegen würde. Da würde in der Tat kein Gockel danach krähen. Nun ist es aber so, daß dieses halbwegs intakte kulturelle Umfeld nach einer gezielten Zersetzungsarbeit nicht mehr gegeben ist und so ist auch davon auszugehen, daß eben diese Nichtigkeit Wellen schlagen wird, welche der von Ihnen unentwegt postulierten "Freiheit" keineswegs dienlich ist. Herr Lichtschlag hat diesen Punkt in seinem Artikel ja auch ganz konkret umrissen. Und genau vor diesem Hintergrund ist die von Ihnen zur Schau gestellte "Toleranz" und Verharmlosung gar mehr als kontraproduktiv. Und nochmals: Es geht hier nicht um Bettgeschichten (das hat in der Tat nicht zu interessieren), sondern um das öffentliche Auftreten. Es nützt eben rein gar nichts, wenn man den heutigen Problemen lediglich eine abstrakte neolibertäre Lösung entgegenstellt. Das interessiert mit Verlaub kein Schwein.

Jürgen Hodler, am 16. März 2010 um 1:55 ( Link )

Was genau veranlaßt Sie eigentlich zu so schneidenden Urteilen, Herr Hodler?

Also dazu, werter Viscount, habe ich in diesem Forum nun wahrlich genug geschrieben. Der ganze Muselmanstrang beispielsweise ist damit gefüllt. Das Problem ist nur, daß Sie die entsprechenden Passagen überhaupt nicht lesen wollen. Stimmt's oder habe ich recht?

Wenn Sie es genau wissen wollen, lieber Herr Hodler, dann habe ich fundamental gläubige Christen innerlich hin und wieder darum beneidet, für sich einen Standpunkt absoluter Gewißheit entdeckt zu haben. Das ist ein großer Vorteil, weil es Vieles, was unsereins mühsam sich abringen muß, schon in Form einer absoluten Antwort bereit hält.

Der Heilige Geist weht bekanntlich wo er will und so können auch Sie die Gnade jederzeit wieder erfahren. Allerdings werde ich einen Punkt wohl nie verstehen: Wie kann man seine transzendenten Bedürfnisse - und die hat jeder Mensch; ansonsten gäbe er sich nämlich der Selbstanimalisierung hin - in Gänze einer neuzeitlichen Ideologie widmen. Hier wird - wie schon öfters betont - doch lediglich ein Erlösungsbedürfnis ins Weltliche transferiert und so können am anderen Ende ja nur wieder Götzen emporsteigen. Der "Markt" wird's schon richten etc. pp. Dann wird der liberale Gottmensch aus dem irdischen Tal der Tränen mit Triumph emporsteigen. Dann ist der ewige Wohlstand und Fortschritt angesagt. Wobei hier bereits gesagt werden darf, daß eben dieser liberale Gottmensch wie alle anderen Welterlösungsphantasten mit einem Bums wieder herunterfallen wird. Für gewöhnlich hat ja alles Irdische einmal ein Ende, aber die moderne Welt soll sich der liberalistischen Lesart enstprechend nach der Hinwendung zum totalen Kapitalismus im ewigen Wohlstand und Fortschritt stets weiterentwickeln? Ja wohin soll sich die Moderne, also eine geldgeborene Monstrosität, in der heutigen entsinnlichten Form denn überhaupt noch hinentwickeln? Das wäre in der Tat zu klären. Also wenn man einem derartigen Erlösungsbedürfnis anhängt, werter Viscount, dann muß man - Sie werden's mir wohl nachsehen - sowohl geistig als auch seelisch in der Tat restlos ausgepowert sein. Also ich kann's bei Gott nicht nachvollziehen und so werde ich für Sie gerne beten. So daß Sie zum Glauben zurückfinden mögen.

Tanja Krienen, am 16. März 2010 um 8:22 ( Link )

Viscount - "Da wird jemand vom Besuch einer Tanzveranstaltung ausgeschlossen, weil er sich nicht an die Garderobenordnung hält — wo um Himmel willen ist da eigentlich das Problem?"

Ob gegen die Kleiderordnung verstoßen wurde, ist keinesfalls klar. Wenn wir aber glauben, das Anderssein an sich - ohne, dass es sich mit spektakulären, abstoßenden oder gar strafrechtrechtlich relevanten Vorgängen präsentiert - sei allein wegen seines Vorhandenseins zu eliminieren, wird eine Gesellschaft der Aggression befördert. Man stößt keine Menschen aus, nur weil sie anders sind.

Tatsächlich hat die Homolobby mit ihren extremistischen und verunglimpfenden Praktiken, die psychologischen Maßstäbe mit reiner politischer Willkür verschoben. Jeder Psychologe, jeder Pädagoge, weiß bis heute um die vielfältigen Auffälligkeiten des "Verwöhnten Kindes", das mit Patzigkeit und oberflächlichen Betrachtungsweisen, mit einem Hang zu Gesetzesübertretungen und Mitläufertum, oft depraviert und dekadent, nicht zufällig anderes lebt.

Man lese dazu Alfred Adler, den hier und da etwas angestaubten, aber manchmal auch treffsicheren Krafft-Ebing und natürlich Sigmund Freud. ALLE neueren "Weisheiten" über das Wesen der sexuellen Minderheiten, entstammt jener Schundliteratur, die im eigenen Milieu herangezüchtet ward und sich nur durch die mediale Präsentation - bis hin zu einem gewissen Günter Jauch, der dabei eine extrem unrühmliche Rolle spielt - etablieren konnte.

Im Übrigen glaube ich seit Neuestem, dass es gar nicht klar ist, ob diese Tendenzen überhaupt "links" zu nennen sind oder nicht doch eher "rechts". Alice Schwarzer behauptet ja seit kurzer Zeit, sie habe den Feminismus als GEGENSATZ zu den linken, traditionellen Männer hierzulande formuliert und tatsächlich: mit einer Margot Honecker als Bildungsbeauftragten wäre dieser Blödsinn NIEMALS in das Programm aufgenommen worden. Auch sonst kann man feststellen, dass das Genderprogramm erst siegte, als "Liberale", "Ökologen" und Konservative das Ruder übernahmen - klassische Marxisten hätten dies nie gemacht. Es ist der Sud der bürgerlichen Frauenvereine, des Ressentiments gegen die männliche Freiheit und das Freiheitsverständnis bewusst lebender Frauen, die Theorie - und Verständislosigkeit gegenüber den Lebens-Mechanismen und den Trieben (ein inzwischen fast eliminiertes Wort).

Viscount, am 16. März 2010 um 20:38 ( Link )

Guten Abend, Herr Hodler.

Das Problem ist nur, daß Sie die entsprechenden Passagen überhaupt nicht lesen wollen. Stimmt's oder habe ich recht?

Sie haben teilweise (nota bene!) recht, Herr Hodler, und ich kann Ihnen auch sehr gerne darlegen, weshalb das so ist. Sie haben nämlich weiter einen sehr guten Punkt angesprochen, den hier:

Allerdings werde ich einen Punkt wohl nie verstehen: Wie kann man seine transzendenten Bedürfnisse - und die hat jeder Mensch; ansonsten gäbe er sich nämlich der Selbstanimalisierung hin - in Gänze einer neuzeitlichen Ideologie widmen.

Jetzt wird's nämlich klarer: Indem Sie nämlich eben dieses geißeln, so fühle ich mich davon schlicht nicht betroffen. Weshalb? Weil ich Ihrer Ansicht bin, Herr Hodler.

Es gibt nämlich ohne jeden Zweifel Zeitgenossen, die den Liberalismus für etwas halten, was er nicht ist und auch nie sein kann: Ein Weltbild.

Bleiben wir bei dem von Ihnen angesprochenen Markt, der uns Liberalen nicht ohne Grund soviel wert ist: Der Markt ist nun wahrlich ganz und gar nichts Transzendentes, im glatten Gegenteil. Der Markt ist nicht, wie manche durchaus phantasieren, ein reiner Selbstzweck, sondern er ist ein schlichtes, taugliches Mittel zu anderen Zwecken, nämlicherweise friedlicher, produktiver Zusammenarbeit.

Solange der Mensch gezwungen ist, sein Dasein irdisch zu fristen, wird er gezwungen sein, die Früchte, derer es bedarf, durch tätiges Wirken herbeizuschaffen. Nun geht das auf dreierlei Weise: 1. Man kann seinen materiellen Bedürfnissen weitgehend entsagen (gebenedeit sei, wer dies vermag!), 2. man nimmt sie sich mit Gewalt oder 3. man sucht sie auf friedliche, zivilisierte, produktive Weise zu erreichen unter tunlichster Schonung seiner Mitmenschen wie der gesamten Schöpfung.

Mehr ist es nicht, Herr Hodler, jedenfalls nicht nach meinem Verständnis — der Liberalismus (insbesondere seine ökonomischen Aspekte) sagt nur, welche Mittel wir verwenden sollen und können, er sagt aber rein gar nichts darüber aus, welchen Zwecke der Mensch damit dienen soll, genau deshalb verstehe ich wohl nie, weshalb Christen sich oft so vehement gegen den Markt und weshalb Liberalisten sich so häufig gegen Christen wenden: Man kann politisch, ökonomisch liberal und katholisch sein, denn auch da haben Sie recht: Ohne metaphysische Überlegung der einen oder anderen Art ist es schwer, dem Leben seinen Sinn zu entringen oder, anders formuliert, eine Auskunft über die Ziele zu erhalten, denen man sich in seinem Leben widmen soll. Weder der Markt noch der Liberalismus können diese Ziele liefern, auch wenn das gelegentlich (fälschlich) behauptet oder erhofft wird.

Exakt deshalb habe ich Ihnen nie widersprochen, wenn Sie den Liberalen jeden "Standpunkt" abgesprochen haben: Bei manchen trifft das zu, für mich nicht, denn ich weiß darum, daß der Standpunkt in einem Leben nicht vom Liberalismus und nicht vom Markte geliefert werden kann, sondern beispielsweise durch das Christentum — das eine ergänzt das andere, wenn Sie so wollen; das eine sagt etwas über die Weg, das andere etwas über das Ziel.

Wissen nicht die Christen, daß das Gute stets mit Anstrengung verbunden ist, mit Arbeiten, mit Wirken, mit Ringen, mitunter schrecklichen Zweifeln und höchster Gewissenspein? Dies, Herr Hodler, ist doch die tiefe Aufforderung, zunächst an sich selbst zu arbeiten und nicht beispielsweise als erstes immerfort die anderen in der Pflicht zu sehen für die eigene Wohlfahrt. Das heißt im Gegenzug unvermeidlich, sich um seinen Nächsten zu kümmern und sich nicht mit diversen Sophistereien aus der Verantwortung zu entlassen. Auf dieser Basis, nämlich honeste vivere, alterum non laedere, suum cuique tribuere sind Liberalismus und Katholizismus keine Gegensätze, sondern zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Da ich weiß, daß tief gläubige Christen das Gebet ernst nehmen, danke ich Ihnen übrigens dafür — ich bin erst Mitte 20, habe also aller Wahrscheinlichkeit noch ein paar Jahre vor mir, es kann also gut sein, daß Ihre Gebete fruchten.

hoeppe, am 17. März 2010 um 8:57 ( Link )

Hallo Meister Jürgen,

deine Beiträge sind nach wie vor ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn es an meiner eigenen klaren Positionierung noch etwas hapert.

Hin und wieder befällt mich auch ein schlechtes Gewissen, weil ich trotz guter Vorsätze immer wieder meine verlausten illegalen Giftgriffel in die Debatten reinstecken muss und bei „Markt“ verliere ich immer gänzlich die Nerven.

@Viscount

Eingange sprechen Sie dem Liberalismus die Stellung eines Weltbildes ab um abschließend Liberalismus und Katholizismus als zwei Seiten einer Medaille dar zu stellen – das ist echt starker Stoff.

Markttreiben ist also Gottesdienst? Sie unterstellen dem Markt die Fähigkeit den Menschen zum Wohlgefallen Gotte zu Formen, oder sagen wir profan, für ein gelungenes Zusammenleben der Menschen zu sorgen und den Menschen dahingehend zu erziehen. Damit Segeln Sie hart am Wind des Zeitgeistes. Ich tippe auf eine ¾ Mehrheit im BRD Reichstag.

Nach dem Markt habe ich mich mal ein wenig umgesehen, nicht wie er in irgendwelchen Lehrbüchern konstruiert wird, sondern nach dem Markt so wie er war und ist. Und mein vorläufiges unzulängliches Urteil lautet

Markt = Staatsräson

Eulalia, am 17. März 2010 um 22:20 ( Link )

Huch, wo bin ich denn da reingeraten?
Ohne auf den pseudowitzigen Text Lichtschlags oder die dumpfen Klatschkommentare darunter eingehen zu wollen, möchte ich Ihnen allen hier gerne kundtun, dass wir demnächst mit unserem schwulen Sohn, seinem Partner und weiteren Freunden und Freundinnen der beiden einen Abschlussball mitten in Deutschland besuchen werden. Keiner hat gefragt, ob Männlein oder Weiblein als Begleitung von Männleins und Weibleins vorgesehen sind und keiner wird sich drum scheren, wenn ein schwules Paar erscheint. Außer Herr Lichtschlag und seine Fans vielleicht. Aber die sind ja nicht geladen.
Viel Spaß noch beim Dumpfen hier! Wird das eigentlich nicht langweilig?

Tanja Krienen, am 18. März 2010 um 9:10 ( Link )

"Viel Spaß noch beim Dumpfen hier!"

Dumpf ist IHRE Gender-"Theorie", unbegründet und flach, nur durchgesetzt mit vielfacher Androhung von Gewalt, einst in den USA, später gegen Rutschky und Co, heute gegen Frau Kuby und andere. SIE sind es, der/die nichts kann außer "Huch" zu kreischen und dabei in Verhältnisse gerät, in denen "keiner fragt", denn: Antworten haben Sie ja nicht, antworten können Sie nicht, antworten hieße ja diesbezüglich, einen Sachverhalt zu erklären! Wie denn auch, ohne grundsätzliche Kenntnis der Materie.

Eulalia, am 18. März 2010 um 10:05 ( Link )

Sehr geehrte Frau Krienen,
ich weiß nicht, wen Sie als Adressaten von "IHRE (in Brüll-Buchstaben) Gender-"Theorie" vorsehen.
Ihre Formulierung auf meinen Eintrag sehe ich als Bestätigung meiner Befürchtung in ein Hornissennest geraten zu sein. Ich danke Ihnen für das Lehrbeispiel an Reaktions- und Verhaltensweisen, die ich nicht hätte besser umschreiben können.
Ach ja: Keiner hatte mich irgendetwas gefragt. Ihre diesbezüglichen Anwürfe kann ich leider auch nur mit einem dicken Fragezeichen versehen.

Tanja Krienen, am 18. März 2010 um 10:53 ( Link )

Hervorgehobenes bezeichnen Sie als "Brüll"-Buchstaben? Sie meinen, wer etwas schwarz unterlegt oder besonders kenntlich macht, würde brüllen? Warum? Wieso?

Tatsächlich versprüht ihre naiv vorgetragene Geschichte den fragwürdigen Charme der Gendertheorie, nach der es völlig gleich sei, wer mit wem und warum liiert ist und nach der es auch keine Motive, Gründe oder Ursache für was auch immer gibt, und niemand irgendwelche Fragen stellt, noch Schlüsse zieht. Diese Einstellung gebiert imer wieder auf das Neue Aggressionen, weil die Menschen drum herum wissen, dass alles nicht so klar und eindimensional ist, wie SIE tun, und es das Gegenstück zu der ebenfalls von mir krisierten Einstellung ist, anders tickende Menschen auszusondern. Doch an ihrer Reaktion merke ich wieder, dass Sie alles für völlig normal halten, keinen Deut selbstkritisch sind und sich beim Ball mit viel "Huchs" und "Juhuchs" nicht zu benehmen wissen. Oder haben Sie schon einmal mehrere Schwule auf einem Haufen gesehen, die sich nicht penetrant verhielten? Zugegeben, dieser Zug wächst auch im Rest der Gesellschaft - die schwule Community darf sich gern auch hier ihrer Vorreiterrolle rühmen.

Eulalia, am 18. März 2010 um 11:14 ( Link )

Großschreiben gilt im Internetsprachgebrauch als Schreien oder Brüllen.
Wenn Ihnen diese einfachsten Höflichkeitsregeln der Netzwelt nicht bekannt oder bisher entgangen sind, kann ich Ihnen leider auch nicht weiterhelfen. Ihre sonstigen Beschimpfungen und Drohungen dürfen Sie gerne bei sich behalten. Meine Konversationszeit für Antworten auf Dumpfigkeiten ist leider begrenzt.
Ich werde mich diesem Dumpf-Dunst nun entziehen.

Tanja Krienen, am 18. März 2010 um 11:35 ( Link )

Beschimpfungen? "Dumpfen Klatschkommentare, Dumpfen" - meinen Sie die? Ich habe Sie nicht beschimpft, sondern lediglich polemisiert. Doch ich weiß ja, wie ihr triefendes Betroffenheitsmilieu tickt.

Drohungen? Hilfe, wo bitte? Wären wir im realen Leben, hätten Sie mich jetzt ausgeschlossen, nicht wahr? Oder mit Gegenständen beworfen, oder meinen freien Gang blockiert, oder Mikrophone abgeschaltet oder im Vorhinein den Versammlungsort gesprengt. Ja, so sind sie, die meist "nur" "ganz normal" Szeneverhalten in die letzte Ecke transportieren wollen.

Ich werde mir von Ihnen dennoch normales Schreibverhalten mittels Hervorhebungen nicht verbieten lassen. Sie und ihr Milieu haben die Sprache schon auf so vielen Gebieten verkommen lassen und aus politischen Gründen maltraitiert...

Fraggel, am 20. März 2010 um 1:06 ( Link )

Liberalismus bedeutet auch sich einmal in einer selbstgewählten Gruppe unterordnen zu können.
Mir fällt zu dem Test ein Kommentar in irgendeiner Zeitung ein den ich letztens gelesen habe. Da beschwert sich eine Dame dass bei der letzten Weihnachtsfeier eine überwältigende Mehrheit den Besuch einer Wirtschaft beschlossen hätte und dass sie sich nun in ihren Rechten beschnitten fühlte und ernsthaft daran dachte dies in irgendeiner Weise juristisch zu unterbinden. Der Gedanke die Festivität schlicht nicht zu besuchen kam ihr nicht mal annährungsweise.

Fraggel, am 20. März 2010 um 1:09 ( Link )

sorry
.... den Besuch einer Wirtschaft in der man Rauchen konnte ....

sonst macht der Kommentar wenig Sinn ;)


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