Walter K. Eichelburg

Ist Betreiber der meistgelesenen deutschsprachigen Gold- und Krisenwebsite hartgeld.com. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel im Finanz- und IT-Sektor und kann unter info@hartgeld.com erreicht werden. Alle Artikel von Walter K. Eichelburg sind als völlig unverbindliche Information anzusehen und stellen keine Anlageempfehlung dar. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen.

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Marktkommentar: Nach dem Euro

von Walter K. Eichelburg

Die Sparer-Schafe werden geschoren

Mitte Dezember 2009 ist das „Griechenland-Virus“ in der Finanzwelt aufgetaucht. Nach einem zuerst vertuschten Horror-Budgetdefizit von 12,7 Prozent vom BIP und einem beinahe „Downgrading auf Junk“ durch die Rating-Agenturen begann der Abverkauf der griechischen Staatsanleihen so richtig im Januar 2010. Zeitweise stieg der Spread (die Zinsdifferenz) zwischen jeweils 10-jähigen Staatsanleihen von Griechenland und Deutschland (der Benchmark im Euroraum) auf  über vier Prozent. Die Zeitungen waren voll mit Artikeln über den Euro-Untergang und der Frage nach dem „was tun“ mit diesem Defizit-Sünder.

Die EU-Hühner gackern

Anfang Februar 2010 wurde eilig ein EU-Gipfel nach Brüssel einberufen, um die „griechische Situation“ zu beraten. Dabei wurden den Griechen „strenge Sparauflagen“ sowie eine permanente Überwachung durch die EU auferlegt, daneben den Märkten versteckt ein Bailout, primär durch Deutschland in Aussicht gestellt. Inzwischen ist zu sehen, dass das griechische „Sparen“ ein Lippenbekenntnis bleiben wird. Man will dort keine wirklich radikalen Schritte gegen die Korruption und den riesigen öffentlichen Dienst sowie gegen die vielen Frührentner ergreifen. Stattdessen fordert man frech von der EU einen ausgearbeiteten Hilfsplan. Einen Generalstreik im öffentlichen Dienst Griechenlands hat es auch schon gegeben – ist dort bei geringsten Sparankündigungen durchaus üblich.

Ein richtiger Sparplan würde etwa 40 Prozent der Beamten entlassen, beim Rest die Gehälter um 40 Prozent kürzen, alle Rentner unter 65 ebenfalls in die Arbeit „entlassen“, beim Rest die Rente auch um 40 Prozent kürzen. Die wirtschaftliche Realität würde so eigentlich so verlangen. Aber eine Revolution wäre die Folge.

PIGS-Ansteckung

Inzwischen wird auch in deutschsprachigen Medien die Bezeichnung PIGS für die Schweine im Euroraum – Portugal, Italien, Griechenland, Spanien – populär. Nicht dass es sonst keine Budgetschweine gäbe, wie die massiv gelddruckenden Briten und Amerikaner. Aber die Finanzmärkte haben sich inzwischen auf die PIGS eingeschossen, also geht die Angst vor der „Ansteckung“ um. In der Tat geben portugiesische und spanische Staatsanleihen auch schon nach. Griechenland oder Portugal könnten gerettet werden, Spanien aber nicht, weil es zu groß ist. Teilweise wird auch schon Frankreich mit einem Budgetdefizit von zehn Prozent vom BIP dazugerechnet. Finanzkrisen laufen so ab.

Deutschland – PIGS-Bailout oder Euro-Ausstieg

In Euro-Staaten wie Finnland oder den Niederlanden gilt inzwischen schon die harte Linie: keinen Cent für Griechenland. Die deutsche Regierung unter Merkel windet sich noch. In der Tat ist es so, dass dem deutschen Steuerzahler nicht begreiflich gemacht werden kann, warum er höhere Steuern zahlen oder erst mit 69 in den Rente gehen soll, damit Griechenland gerettet wird und seinen Korruptions-Sumpf fortsetzen kann. Und damit die Griechen nicht einmal ein Rentenalter von 63 akzeptieren müssen. Die Stimmung in Deutschland ist entsprechend böse.

Inzwischen mehren sich die Informationen, dass Deutschland einen Euro-Ausstieg vorbereitet und bereits eine „D-Mark II“ druckt. Wer von den anderen Eurostaaten ähnliches im Sinn hat, ist unbekannt, aber es scheint, dass man solche Informationen jetzt gezielt streut.

Wie üblich geht der größte Nettozahler voran. Vermutlich gibt es eine Exit-Option durch Deutschland, die gezogen werden kann, wenn der Euro crasht und daher die Inflation explodiert.

Eine neue Währung würde mit einer Währungsreform kommen, bei der die Vermögen der kleinen Leute „zurückgesetzt“ werden. Dabei ist mit einem Verlust von 90 Prozent bei Spareinlagen und Lebensversicherungen zu rechnen. Das Geld ist ohnehin schon weg, versenkt von unfähigen Bankern. Aber welchen besseren Weg als eine Währungsreform gibt es, um es den Sparer-Schafen mitzuteilen? Die Banken müssten dabei gar nicht offiziell Konkurs anmelden.

Es ist also Zeit für den persönlichen Ausstieg aus dem Euro. Der Euro-Goldpreis geht inzwischen von einem Allzeithoch zum nächsten, kein Wunder. Jetzt brauchen wir die goldenen Rettungsboote wirklich. Oder wollen Sie ein geschorenes Euro-Sparer-Schaf werden?

20. Februar 2010

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Kommentare

Karl Heinz, am 20. Februar 2010 um 2:13 ( Link )

Was ist denn jetzt offiziell noch als kriminell anzusehen? Nach positivem Recht natürlich all das, was gegen Gesetze verstößt. Diese Euro-Sauerei ist aber, dank Kohl für Deutschland, im Einklang mit den Gesetzen.
Nach praktischem Recht gehören unsere Macher alle an den Galgen.

NBC, am 20. Februar 2010 um 3:25 ( Link )

Inzwischen mehren sich die Informationen, dass Deutschland einen Euro-Ausstieg vorbereitet und bereits eine „D-Mark II“ druckt.

Quellen bitte, und zwar seriöse, ansonsten kann ich diesen apokalyptischen Quatsch nicht ernstnehmen.

fidoncq, am 20. Februar 2010 um 4:24 ( Link )

Herrn Eichelburg ist wohl sein Name zu Kopf gestiegen?

Kurt_G Fördermitglied, am 20. Februar 2010 um 9:20 ( Link )

Walter Eichelburg hat recht. Geplant ist der EUro austieg streng geheim.

Man hat wohl gemerkt dass die Euroeinführung allen - aber auch allen geschadet hat und als ntliche Geldentwertung daherkam.

Maverick, am 20. Februar 2010 um 10:19 ( Link )

Sind wohl bestenfalls Gerüchte und nicht zu belegen.

Aber auch nicht so einfach von der Hand zu weisen.
http://info.kopp-verlag.de/news/deutschland-vorbereitungen-auf-die-hyperinflation-gelddruckmaschinen-bestellt.html

Konservativer, am 20. Februar 2010 um 10:58 ( Link )

Ich wette einen Goldbarren, dass Merkel & Co. zigmal eher für Griechenland bürgen bzw. "Hilfsaktionen" leisten als dass sie zu so einer patriotischen Tat wie der DM-Reaktivierung greifen.

Aber was schreibe ich hier eigentlich? Phantastereien wie diese verdienen eigentlich nur eine Entgegnung: Don't feed the troll.

Jürgen Clasen, am 20. Februar 2010 um 11:08 ( Link )

Fakten, Fakten, Fakten...
Griechenland ist keine Fata Morgana. Ebenso die
riesigen Defizite der genannten Staaten von England bis sonstwem. Die Frage ist, wie sehr können die Schuldenstrapse gedehnt werden? Es hat
in der Zeit vor dem WK 2 schon ähnliches gegeben.
Über dem heutigen Tellerrand hinaus, kann man nicht erkennen wie diese Schulden zurückgeführt werden könnten. Im Gegenteil, die sozialen Nöte & weitere Konjunkturstützungen fordern weitere immer
höhere Defizite. Hinzu kommt eine beispielslose
Deindustriealisierung, bei der die Arbeit in den
Fernen Osten verlagert wurde und ein handaufhaltendes Prekariat immer mehr Mittel
einfordert. Was also tun ? Ein Goldstock ist bestimmt nicht das Schlechteste. Aber auch hier, wie bei allen offenen Notierungen gibt es gewaltige Marktschwankungen. Also nicht zuviel.
Bei den börsennotierten Unternehmen ist es genauso. Die Anlegerherde scheint ja alle paar
Jahre in Panik zu geraten und es gibt Rückgänge
von ebenmal 60-70%.Darauf kann man mit Cash
warten. Man ist auf dem Hochstand und das Wild
kommt nicht auf die Minute.

CrisisMaven, am 20. Februar 2010 um 11:11 ( Link )

Die Aufregung wegen Griechenland mit seinen unter 3% GDP-Anteil an der Eurozone waere unnoetig gewesen. Man haette von Anfang an klarstellen koennen, dass man sich darum nicht kuemmern und die Zentralbank auch weiterhin nur AAA-Papiere ankaufen werde etc. Das haette zwar schneller zum OHNEHIN unvermeidlichen Staatsbankrott Griechenlands gefuehrt, aber den Konkurs der restlichen EU-Staaten wenigstens noch etwas aufgeschoben. Nun werden wir in Schueben einerseits eine Flucht in den Dollar erleben, aus Verzweiflung, aber dennoch eine relative Abwertung des Dollar gegenueber dem Gold als einzigem verbliebenen werthaltigen "Anker". Eine sprunghafte und schwer planbare Aufwertung des Dollar ist aber ebenfalls ein zweischneidiges Schwert, denn sie trifft gerade die exportabhaengigen US-Bundesstaaten, die ohnehin schon bankrott sind und deren Staedte heillos ueberschuldet immer weitere oeffentliche Dienstleistungen einschraenken muessen. Dann werden die Risikopraemien aller oeffentlichen Anleihen ins Astronomische schiessen und die Refinanzierung endgueltig verleiden. Da dann auch China nichts mehr verkauft, schliesst es sich dem Reigen der Staatsbankrotte um so schneller an. Finis Germaniae und aller anderen auch. War Schwerstarbeit, aber Physiker(innen) schaffen alles zu spalten.

Donata, am 20. Februar 2010 um 11:21 ( Link )

Lieber Verfasser, ich lese - immer mal mehr, mal weniger mit etwas lindem Erstaunen - Ihre Texte, wie sie halt erscheinen. Der hier nun, bewegt selbst mich einmal an die Tastatur: Könnten Sie bitte für die "on dit", die Sie hier ausgeben, eine valide - belastbare Quelle nennen. Etwa für diese "DM II". Oder raunen Sie da allein und sprechen von sich als "man"? Nichts für ungut, es "klingt" geschrieben, etwas harsch - das sei Ferne. Allerdings: es täte not, von Ihnen - ohne Wenn und Aber - evidenzbasierte Information zu erhalten.

Wo ist eigentlich Ihre Prozentzahl zu England, wenn wir schon das gute Hellas als den Gipfel der Miserablen hier behandelt bekommen?

peppi, am 20. Februar 2010 um 12:13 ( Link )

@CrisisMaven:

:-)

Im Grunde können die halt nicht gegen die Naturgesetze - und da gibt es eben auch ökonomische - an. Deren "Finanztechnik" ist ebenso wie die papiernen "Verfassungen" gut gemeint, aber am Thema vorbei. Das Papierzeitalter geht zu Ende, noch bevor das Informationszeitalter richtig angefangen hat. Das ist gut so. Denn sonst würde die Information mit der Realität verwechselt. Womit wir wieder beim Thema der Medien wären. (Früher hielt man Medien für etwas Metaphysisches, mithin zu Hinterfragendes. Heute glaubt man Medien mehr als der eigenen Wirklichkeit, die man ohnehin kaum noch wahrnimmt.) Eine wahrlich verrückte Welt. Die aber wieder auf den Boden geworfen wird.

CrisisMaven, am 20. Februar 2010 um 13:06 ( Link )

Hallo peppi: es gab ja vor Jahrzehnten einen Journalisten, der hat seinen Chefredakteur mit einer ungewoehnlichen Nachricht konfrontiert, der aber lehnte die Veroeffentlichung ab. Da ging der in den Nebenraum, schickte ein Telex (das war'n noch Zeiten ...) das aussah als kaeme es von dpa, da kam der Redakteur wieder in sein Buero gestuermt mit der Telexfahne in der Hand und sagte: "jetzt kannst Du's bringen, die Agenturen berichten es auch schon." So ist das mit der Realitaet, wie schon bei "war of the worlds" - wenn's im Radio oder Fernsehen kommt, ist es wahrer als wenn man aus dem Fenster schaut, siehe der schoene Marjah/Afghanistan-Artikel. Leider fuehrt das dazu, dass die Masse der Bevoelkerung zu lange den Heilsversprechen glaubt, etwa, dass gerade WEGEN 1929 die Zentralbanken nun dazugelernt haetten und dieselbe Katastrophe nicht noch mal passieren koenne. Und es kommt noch schlimmer: wenn es dann doch passiert ist, wird sich die Mehrheit davon ueberzeugen lassen, "irgendwas" noch ganz anderes als 1929 muesse passiert sein und DARUM habe man die Katastrophe nicht verhindernn koennen. Und dann werden wieder Myriaden schwachsinniger "mathematischer" Volkswirtschaftler mit Forschungsgeldern gemaestet, um -ein Analogon aus der Geometrie- hunderttausendfach nachzumessen, ob denn die Winkelsumme im Dreieck wirklich 180 Grad betraegt. Dann stellen sie fest, dass die Geometrie keine exakte Wissenschaft sein kann, weil WIRKLICHE Dreiecke ja tatsaechlich nie genau 180 Grad haben. Und mit dieser grandiosen Erkenntnis werden sie dann die naechste Krise vorbereiten helfen. Da muss man dann die Regulierung verschaerfen, um zu verhindern, dass allzu abweichende Dreiecke auf den Markt kommen usw. Die Dummheit stirbt eben nie aus.

Reiner Vogels Fördermitglied, am 20. Februar 2010 um 13:50 ( Link )

Einen einseitigen Ausstieg Deutschlands aus dem Euro wird es nicht geben. Das werden die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs nicht zulassen. Zur Erinnnerung: Der Euro war der Preis, den Kohl für die Wiedervereinigung bezahlen musste und, wie ich finde mit Recht, bezahlt hat. Die Wiedervereinigung war es wert.

Es wird nicht dazu kommen, dass die Siegermächte auf diesen Preis nachträglich einen Rabatt gewähren.

Heinz Möller, am 20. Februar 2010 um 14:07 ( Link )

Was passiert 2013 wenn Deutschland wie vereinbart den kompletten EU Beitrag zahlt, momentan sind wir nur auf 50%. sprich 0,15% d.h. dann steigt unser Absoluter EU Anteil auf 0,3%, absolut weit über 35% ? - Siehe EU Budget sheet 4 http://eur-lex.europa.eu/budget/data/P2010_VOL1/EN/nmc-grseq42960935830-3/index.html

Wann ist endlich Schluss mit diesem EU Unsinn ?

Wie kann Deutschland aussteigen um den Schaden endlich zu begrenzen ?

Wer sagt es der Kazlerin ? Volksbegehren ?

Olaf Janowski, am 20. Februar 2010 um 15:09 ( Link )

Herr Eichelburg, was machen wir und Sie, wenn die Währungsreform (egal ob Deutschlandnational oder international) kommt. Vielleicht mit einem praktischen "RFID-Bezahlchip", unter der rechten Hand wie in der Offenbarung des Neuen Testaments in Kapitel 13 beschrieben?

Und das ganze einhergehen wird mit einem (nationalen oder internationalen) Edelmetallhandels- wie auch Besitzverbot? Mit drakonischten Strafen (u.U. Todesstrafe) bewehrt?

Man wird doch mal fragen dürfen ...

Johannesoffenbarung, Kapitel 13 Vers 16:
"Und es macht, daß die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens."

NBC, am 20. Februar 2010 um 15:24 ( Link )

Und das ganze einhergehen wird mit einem (nationalen oder internationalen) Edelmetallhandels- wie auch Besitzverbot?

Das gab's ja schon (Gold Reserve Act in den USA), deswegen ist es denkbar, dass etwas ähnliches auch wieder passieren würde. Den Leuten also zum Goldkauf zu raten, geht (rein statistisch) zu 75% nach hinten los. (Mein Gold habe ich jedenfalls schon verkauft.)

Aber eine hypothetische Währungsreform und irgendwelche Mikrochips mit Off. 13.16 in Verbindung zu bringen, ist kompletter Bullshit. Diese theotardierten Christenpsychosen à la US-Evangelikalismus haben in einer faktenbasierten Diskussion nichts zu suchen. Aber was rege ich mich auf? Eichelburgs Originalartikel war ja schon "märchenhaft". ;)

Olaf Janowski, am 20. Februar 2010 um 15:35 ( Link )

@NBC:

Warten wir´s ab. Am Ende sind wir alle miteinander schlauer ...

NBC, am 20. Februar 2010 um 16:20 ( Link )

@Olaf Janowski: Was die globale Schuldenkrise angeht, sind wir jetzt eigentlich schon schlau genug, da etwas zu ändern. Die Lösungen sind sogar recht einfach:

(1) Einführung einer GCU (global currency unit) unter Beibehaltung der nationalen Währungen und des Euro. Diese GCU wir von einer neu zu schaffenden Zentralbank eingeführt, die nicht die Zinssätze und die Werte der Nationalwährungen kontrolliert. Die GCU wird ausschließlich zwischen den Nationen für internationale Geldtransfers benutzt. Als Konstante werden GCU-Emissionen an die summierten globalen BIP gekoppelt. Internationale Finanztransaktionen in GCU werden mit mind. 4% besteuert. Dieses System wird die nationalen Währungen stabilisieren und den Devisenmarkt enorm beruhigen. Somit gibt es Planungssicherheit: stabile internationale Währungsbonds in GCU und nachhaltige Marktentwicklung für Investitionen in nationalen Wirtschaftssektoren.
(2) Sofortiger Stop, Schulden zu machen, um Geld in den Markt zur Stabilisierung zu pumpen. Monetarisierung aller Schulden. Je nach Sektor sind die Zinszahlungen höher als Ausgaben in der Wirtschaftspolitik.
(3) Verabschiedung von Gesetzen, die (Zins-)Wucher eliminieren: Deckelung für Kreditkarten, Zinsen, Kredite usw. bei maximal 8%. Alles über 8% nützt nur dem Finanzsektor und würgt wirtschaftliche Entwicklung und Binnenkonsum ab. Darüberhinaus retroaktive Zinssenkung als versteckter partieller Schuldenerlass, d.h. Schuldwertfestschreibung zu einem Zeitpunkt vor der ggw. Krise, rückwirkende Deckelung aller Zinsen auf 8%, Gegenrechnung bereits bezahlter Schuldzinsen. Letzeres muss supranational laufen, mindestens auf EU-Ebene, idealerweise weltweit.
(4) Zerschlagung und Vermeidung von Hybridbanken. Es ist grotesk dass diese Hybridmonster heutzutage Geld durch Einlagen ihrer Kunden bekommen, Einlagenversicherung zahlen, das Geld ihrer Kunden für den Finanzhandel benutzen und alle Profite selbst einstreichen, nichts davon an den Kunden weiterreichen und ihm auch noch nicht mal alle Risiken mitteilen, die mit seinen Einlagen verbunden sind. Deswegen: Banken müssen Banken sein, und Finanzhändler müssen Finanzhändler sein. Keine Verschmelzung mehr.
(5) Nationales Gesundheitssystem für alle, ohne private Zusatzversicherungen zu unterbinden.
(6) EU-weites System der indirekten Besteuerung einführen. Abschaffung aller direkten Steuern, einschließlich der Einkommenssteuer. Das entlastet nicht zuletzt den Gesundheitssektor, in Deutschland mindestens um 3,5% des BIP.

Aber mit Bibelsprüchen kommt man nicht weit. Außerdem wird man damit nicht schlauer.

NBC, am 20. Februar 2010 um 17:01 ( Link )

Hinzufügung: Es gibt bereits einen Vorschlag zu einer GCU, genannt WCU – en.wikipedia.org/wiki/World_Currency_Unit –, und darin geht es v.a. auch um globale Bonds. Korrektur: Bei GCU-Transaktionen meinte ich nicht eine spezifische Versteuerung, sondern generell eine Verzinsung bei (internationalen) Darlehen usw., die in GCU gerechnet werden. Auch hier könnte man ein Maximum von 8% ansetzen.

NBC, am 20. Februar 2010 um 17:09 ( Link )

Und auch sehr wichtig: Der Staat kann dann im Anschluss auch seine aktive Arbeitsmarktpolitik zurückschrauben, Arbeitsplatzsubventionen usw. Jeder vom Staat geschaffene Arbeitsplatz geht einher mit einem Verlust von zwei Arbeitsplätzen in der freien Wirtschaft. Das ist ein grundlegendes makroökonomisches Prinzip.

Maverick, am 20. Februar 2010 um 18:51 ( Link )

foreign_correspondent,
ich gebe Ihnen größtenteils recht, was Eichelburg und den Kopp-Verlag angehen. Leider habe ich keinen besseren Link zu den bestellten Gelddruckmaschinen, um die es mir hauptsächlich ging, gefunden. Als Indiz für WK Eichelburgs Gedankengänge kann der Umstand dieser Bestellung indes allerdings dienen. Über die Richtigkeit selbst sagt das natürlich nichts aus.

Paoyue, am 20. Februar 2010 um 19:05 ( Link )

Manche Kommentare geben mehr Information, als der eigentliche Artikel^^

CrisisMaven, am 20. Februar 2010 um 19:26 ( Link )

Reiner Vogels: "Die Wiedervereinigung war es wert." - Nur haetten wir das bei der Stalin-Note billiger und um Jahrzehnte frueher haben koennen, aber Adenauer fuerchtete den Machtverlust. Oesterreich hat genau denselben Deal gemacht und sich zur Neutralitaet verpflichtet. Vermutlich waere dann auch der restliche Ostblock viel frueher zusammengebrochen, ohne "rote Preussen".

Al_Bore, am 20. Februar 2010 um 21:20 ( Link )

@Olaf Janowski

"was machen wir und Sie, wenn die Währungsreform (egal ob Deutschlandnational oder international) kommt. Vielleicht mit einem praktischen ''RFID-Bezahlchip''..."

So langsam vergeht einem bei solchen Prognosen das Grinsen. Griechenland (ausgerechnet) weist uns den Weg, indem es ab 2011 Bargeschäfte über 1500 Euro verbieten will. Ich wundere mich, daß darüber noch kein aufgeregtes Geschnatter losgebrochen ist, diese üble Meldung ist schon drei Tage alt.

ThePhoenix, am 20. Februar 2010 um 21:43 ( Link )

>>>(1) Einführung einer GCU (global currency unit) unter Beibehaltung der nationalen Währungen und des Euro.<<<

GCU loest das Problem nicht. GCU war als Alternative vorgesehen VOR der Einfuehrung von Quantitative Easing durch die globalen Zentralbanken im Oktober 2008.

Die Geldmengen die seitdem von den globalen Zentralbanken in das globale FIAT System gepumpt worden sind uebersteigt jede Vorstellungskraft.

Diese Geldmengen kann man nicht mehr dem System entziehen ohne einen sofortigen Zusammenbruch zu erzeugen.

Bundesbank Chef Axel Weber hat folgenden Kommentar in Davos vor ein paar Wochen abgegen...

"Der globale Zudammenbruch des FIAT Systems ist nur noch eine Frage der Zeit. Alle Re-Finanzierungsloesungen fuer die PIGS
sind nichts weiter als ein Pflaster."

Die globalen Zentralbanken versuchen eine globale Refinanzierung der groessten Schuldenlaender in dem Verbund FED-Bank of Englan-ECB-Bank of Japan zu organisieren.

Diese vier Zentralbanken organisieren einen globalen Bailout der Schulden von den sogenannten Zweitlaendern wie die PIGS & andere.

Das ist nichts weiter als der Bailout von den Banken Ende 2009. Das laeuft jetzt nur auf Staatenebene.

Der Grund ist die Herauszoegerung einer akuten Schuldenkrise der sogenannten Erstlaender wie Deutschland, Australien, Kanada, Japan, USA & England.

Die Erstlaender sind die letzte Station. Danach kann man KEINEN Bailout mehr organisieren weil NIEMAND mehr da ist der die Bailouts bezahlt durch neue Schulden.

Was angestrebt wird von der IMF, ECB, BoJ & FED in Zusammenarbeit mit der chinesischen Zentralbank ist die Wiedereinfuehrung von Gold in ein globales bi-polares Geldsystem mit sogenannten Gold Zertifikaten.

Also KEINE goldgedeckte Waehrung per se eher eine teilgedeckte bi-polare Goldwaehrung.

Also was da geplant wird ist die "Aufloesng" der globalen Schuldenberge durch Gold.

Mit dem Hintergrund sollte man die Aussage von Bundesbank Chef Axel Weber in Davos betrachten.

peppi, am 20. Februar 2010 um 22:35 ( Link )

@CrisisMaven

Bin mir doch ziemlich sicher, daß Adenauer nicht durfte. Und Stalin letztendlich auch nicht. DAS Experiment mußte durchgesetzt werden: Teile und herrsche, lachender Dritter, Systemvergleichstests etc.
Österreich paßt, das war sozusagen ein Sonderexperiment, das in Wien ja auch eindrucksvoll mit dem Hochstrahldenkmal am Schwarzenbergdenkmal dokumentiert ist (hier halt Befreiung durch die Russen).

Und die Währung? Die machen eine neue anstatt das endlich freizugeben.

CrisisMaven, am 20. Februar 2010 um 22:44 ( Link )

Ja, peppi, das wird immer behauptet - aber ich bin der Meinung, dass Adenauer ihn haette beim Wort nehmen oder zuruecktreten muessen. Ich bin gegen Kompromisse in der Politik und schon ganz und gar gegen den vorauseilenden Gehorsam!

peppi, am 20. Februar 2010 um 22:48 ( Link )

Ist schon recht, hat aber im Grunde nichts damit zu tun. Ich gehe davon aus, daß jedenfalls Adenauer und wwahrscheinlich selbst Stalin nicht die letztendlichen Machthaber waren. Diese Leute kannte man damals nicht - und kennt man heute nicht. Das ist doch auch logisch.

CrisisMaven, am 20. Februar 2010 um 23:00 ( Link )

Die Machthaber haetten es schon deutlich schwerer, wenn sich nicht immer willige Werkzeuge faenden. Indirekt ist es wahrscheinlich sogar dasselbe Thema wie beim Euro. Der wurde vermutlich so halbherzig eingefuehrt (zentralistischer waere ja im ersten Schritt nicht gegangen), um damit Zwaenge zu schaffen, die danach ein grossere politische Zwangs-Vereinigung herbeifuehren. Dasselbe ja bei der LKW-Maut. Jedem war klar, wenn die Bruecken erstmal stehen, kommt der erste Staatsanwalt mit der Aussage, einen bestimmten Mord nur mit den Mautdaten aufklaeren zu koennen. Dann folgt die PKW-Maut. Auch Panama-Kanal, Bundesregierungs-Viertel in Berlin oder der Channel-Tunnel (oder die Kernkraft, die Kernfusion ... oder, oder) waeren nie in Angriff genommen worden, wenn nicht ZUVOR zu niedrige Haushaltsansaetze verkuendet worden waeren. Auch das Galileo-Projekt soll ja nicht mehr kosten als "sechs Kilometer Autobahn". Matthoefer hat mal gesagt, man muesse das alles"mal Pi" nehmen. Der Euro hat jedenfalls jetzt vermutlich schon mehr Schaden angerichtet, als er an Wechselkosten je haette sparen koennen. Aber auch werden uns Zahlenmagier was anderes vorrechnen koennen.

Dieter Zakel, am 21. Februar 2010 um 8:38 ( Link )

Schaut so aus als ob Herr Eichelburg den Goldpreis treiben will.

CrisisMaven, am 21. Februar 2010 um 10:36 ( Link )

foreign-correspondent: Das ist ganz einfach, wenn auch nicht einfach zu quantifizieren:
a) ein Wechselskurs und die mit dem Umtausch einhergehenden "Verluste" sind in Wahrheit keine. Sie dienen dem natuerlichen Ausgleich binnenwirtschaftlicher gegenueber aussenwirtschaftlichen (Un-)Gleichgewichten. So, wie man keine Nahrungsmittelverteilung sicherstellen koennte, wenn man alle Kassen abschaffte, bloss weil doch die Kassiererinnen den Brotpreis voellig unnoetig verteuern, so sind die Wechselkursauf- und –abschlaege ("Geld"- und "Brief"-Kurs) der Tatsache geschuldet, dass die mit den jeweiligen Wirtschaftsraeumen verbundenen Waehrungen Wertschwankungen unterliegen und man fuer diese Arbitragetaetigkeit jemanden bezahlen muss. Denn die Banken gingen dabei (bei freien Wechselkursen) regelmaessig das Risiko ein, dass sie das am Tag 1 hereingenommene "Notenbuendel" am Tag 2 wegen Marktbewegungen nur noch mit Verlust wuerden verkaufen koennen.
b) Den Euro hat man aber willkuerlich als synthetische Waehrung aus z.B. D-Mark und italienischer Lira "verordnet". Somit war ich gezwungen, der ich D-Mark oder Franc eintauschen wollte, nun Lira mitzutauschen, so etwa, als wollte ich im Media-Markt einen LCD-Bildschirm kaufen, werde aber gezwungen, eine Gurke und Zahnpasta sowie ein Headset mitzuerstehen. Das hat m.E. auch dazu gefuehrt, dass der Euro erstmal kraeftig absackte, und das sind enorme Kosten gewesen, fuer den, der mit seinem Export anders kalkuliert hatte. Entweder schlug sich das in direkten Verlusten oder eben in Hedging-Kosten nieder. Dass der Euro gegenueber dem Dollar spaeter aufgewertet hat, ist m.E. umgekehrt verlaufen: der Dollar hat danach abgewertet, denn dann begann Bush das Abenteuer Irak, und die Maerkte wissen noch genau, was damals in Vietnam passiert ist und dass es zur damaligen Entkoppelung des Dollar vom Gold fuehrte (Nixon 1971). Es war also eine Dollar-Abwertung, keine Wertaufholung des Euro. Dieser hat seit Einfuehrung schaetzungsweise 50% an Wert verloren.
c) Wie man nun nach Ausbruch der Krise und Aufdeckung der Betruegereien sieht, haetten die Peseta, die Drachme und die Lira, auch das irische Pfund etc. aufgrund der Unvernunft ihrer Waehrungsgaranten weiter gegenueber z.B. der D-Mark abgewertet. Das britische Pfund macht es ja vor, dort stehen ja aehnliche "Kloepse" in den Buechern wie in Griechenland. Stattdessen hat es dann den gesamten Euroraum getroffen. Wenn man auch nur wenige Prozent vermeidbare Arbitrageverluste gemessen am Handelsvolumen annimmt, geht das in die Milliarden bis Billionen. Dabei ist eine Exportverbilligung ein zweischneidiges Schwert, denn sie geht mit einer Importverteuerung in gleichem Aussmasse einher, bringt also in einer handelsverflochtenen Welt nicht wirklich etwas, richtet aber regelmaessig verheerende strukturelle Flurschaeden an (vgl. Harmful Currency Undervaluation?).
Kurz und gut: der Schaden wird langsam transparent, ist im Nachhinein nicht mehr aufzuholen und ist hoeher als die frueheren Wechseltausch"verluste", so stellt sich mir die Sache dar. Man haette stattdessen KEINE synthetische Waehrung verordnen duerfen, sondern einen Zentralbank-Euro einfuehren muessen, der sich am Markt ganz natuerlich gegenueber den weiterhin im Umlauf befindlichen nationalen Waehrungen haette durchsetzen muessen und vielleicht koennen. Das ist doch eigentlich fuer jeden Marktwirtschaftler ganz logisch und die EINZIGE Moeglichkeit der Einfuehrung einer neuen Waehrung, der Rest ist PLANWIRTSCHAFT –EUdSSR eben – der Schmaehbegriff existiert voellig zurecht. Die jeweiligen Wechselkurse waeren dann organisch entstanden. Auch die DDR-Mark waere dann nicht 1:1 sondern, was auch immer der Markt dazu gesagt haette, vielleicht 1:10 "umgestellt" worden. Allein dieses BILLIONEN-teure Wahlgeschenk des Herrn verfassungseidbruechigen Kohl hat der Euro und unsere Wirtschaft ja bis HEUTE nicht verdaut!

Olaf Janowski, am 21. Februar 2010 um 10:36 ( Link )

Ich habe mal verzweifelt den sog. "Goldautomaten" im Frankfurter Hauptbahnhof gesucht und nicht gefunden. Hatte halt nicht viel Zeit ....
Verkauft der eigentlich auch mehr als die 1g-Barren im Schmucketui mit "Echtheitszertifikat" und zu realistischen Bedingungen?

Weiss da jemand was genaueres?

ThePhoenix, am 21. Februar 2010 um 10:43 ( Link )

>>>Der Euro hat jedenfalls jetzt vermutlich schon mehr Schaden angerichtet, als er an Wechselkosten je haette sparen koennen.<<<

Der EURO ist eine "synthetische" Waehrung & wurde eingefuehrt als Spiegelbild des USD mit der Konsequenz, dass die USA Europa mit USD ueberschwemmen konnte durch EURUSD Futures & USD SWAPS seit Oktober 2008.

Der EURO ist restlos mit USD unterlegt. Das Gleiche gilt fuer GBP,CHF&YEN.

Der neueste Report von der BIS zeigt das eindeutig.

Die FED ist bereits die de-facto globale Zentralbank.

Die verbreitete Annahme, dass der EURO ein "Preis" fuer die Wiedervereinigung war ist Populismus.

Ob der EURO nun restlos aufgerieben wird liegt einzig & allein an dem Verhalten der Spekulaten am globalen Devisenmarkt.

Falls die konzentrierten USD Shorts an der FOREX in echte Schwierigkeiten geraten sollten, dann werden diese USD Shorts den EURO gegen die Wand fahren lassen um ihre eigenen Positionen zu "retten".

Die globalen Zentralbanken sind da hilflos und koennen durch Interventionen beim EURO vielleicht ein paar Tage den Verfall aufhalten.

Der EURO/USD Wechselkurs war in der Vergangenheit bereits bei 0.95:1. Das kann ganz schnell zu einer Wiederholung kommen & dann stehen die Exporteure aus Deutschland vor einem ganz grossen Problem wo ihnen auch die ECB nicht mehr helfen kann.

Mal abwarten wie sich das entwickelt.

CrisisMaven, am 21. Februar 2010 um 10:51 ( Link )

Diese boesen Spekulanten ... so einfach ist das nicht - zum Spekulieren gehoeren immer zwei - der, der Anlass gibt und der, der daraufhin spekuliert ... Das GROESSERE Risiko liegt dabei regelmaessig beim Spekulanten! (Economic Fallacy II: Speculation is Harmful?)

CrisisMaven, am 21. Februar 2010 um 10:55 ( Link )

Dieter Zakel: "Schaut so aus als ob Herr Eichelburg den Goldpreis treiben will." - das setzte voraus, dass Herr Eichelburg riesige Mengen hat und sie ABSTOSSEN will. Ich schaetze ihn eher so aus, dass er am liebsten zukaufen moechte und da nuetzt ihm ein steigender Goldpreis wenig. Im uebrigen haben wir alle nicht genuegend Marktmacht, um den Preis zu beeinflussen, und die Nische, die Herr Eichelburg publizistisch bedient, sind NICHT die Marktmacher.

ThePhoenix, am 21. Februar 2010 um 11:06 ( Link )

>>>Diese boesen Spekulanten ...<<<

Wer hat hier eine Bewertung abgegeben?

Reiner Populismus Ihrerseits.

>>>so einfach ist das nicht - zum Spekulieren gehoeren immer zwei -
der, der Anlass gibt und der, der daraufhin spekuliert ...<<<

Zum Spekulieren gehoert ein LONG & ein SHORT.

Mehr brauche ich nicht. Wenn ich meine Position EURO SHORT ist dann benoetige ich JEMANDEN der auf der Gegenseite die Position EURO LONG ist.

So einfach ist das. :)

>>>Das GROESSERE Risiko liegt dabei regelmaessig beim Spekulanten!<<<

500.000 EURO Short Positionen mit einem Wert von 500.000.000.000 EURO faehrt jede Zentralbank gegen die Wand.

Das ist die momentane Summe der EURO SHORTS & steigt taeglich.

Treten Sie Ihre volkwirtschaftlichen Erguesse in die Tonne.

Am FX werden pro Tag 3.3 Billionen USD umgesetzt & steigend aufgrund von QE. Das ist doppelt soviel wie das jaehrliche BIP von Deutschland.

Der FX Markt entscheidet ueber EURO, USD, GBP & den Rest.

CrisisMaven, am 21. Februar 2010 um 11:09 ( Link )

"faehrt jede Zentralbank gegen die Wand" Koennen Sie mir bitte erklaeren, wie? Per Schweissbrenner?

ThePhoenix, am 21. Februar 2010 um 11:32 ( Link )

>>>"faehrt jede Zentralbank gegen die Wand" Koennen Sie mir bitte erklaeren, wie?<<<

Die Zentralbanken intervenieren am globalen Devisenmarkt in regelmaessigen Abstaenden aus folgenden Gruenden---

1. eine Steigung der jeweiligen Waehrung zu bremsen

2. ein Verfall der jeweiligen Waehrung zu bremsen

Die Emphasis liegt bei "bremsen". VERHINDERN koennen die jeweiligen Zentralbanken es nicht, da die jeweilige Zentalbank nur ein begrenztes Balance Sheet hat.

Die FED hat ein momentanes Balance Sheet von 1.4 Billionen & die ECB hat ein momentanes Balance Sheet von knapp 1 Billion.

Das sind die Mittel, die z.B. der ECB zur Verfuegung stehen um eine EURO Verfall durch Interventionen zu bremsen.

Diese ECB Mittel reichen nicht aus um einen Spekulantenangriff auf den EURO abzuwehren.

Die ECB koennte jetzt ihr Balance Sheet erweitern um mehr Mittel fuer Interventionen zur Verfuegung zu haben um den EURO Verfall weiter zu bremsen jedoch wuerde das einen Schneeballeffekt ausloesen, da diese ECB Mittel den FX Umsatz steigen lassen wuerden & somit noch mehr spekulatives FIAT in den EURO anzieht.

So hat z.B. George Soros den britischen Pfund angegriffen vor knapp zehn Jahren. Die Bank of England gelang an die Grenzen von ihrem Balance Sheet und musste die Stuetzungen einstellen.

Spekulanten koennen jeden Zentralbank gegen die Wand fahren lassen frueher oder spaeter.

CrisisMaven, am 21. Februar 2010 um 11:46 ( Link )

Dann sollen sie dise Interventuionen lassen, ICH rede von MARKTwirtschaft!!!

CrisisMaven, am 21. Februar 2010 um 12:09 ( Link )

Also, hier geht einiges durcheinander. Das sind keine volkswirtschaftlichen Erguesse, sondern halt Naturgesetze. Ich bin ja nicht erst seit gestern mit Waehrungsproblemen befasst. Diese Interventionen sind derselbe Keynesianiasche Bloedsinn wie Zentralbanken ueberhaupt. In Rahmen dessen macht man sicht fuer Spekulanten natuerlich angreifbar, WENN man deren Spiel erst mischt, dann die Karten verteilt und dann erst merkt, dass man wieder mal das schlechtere Blatt erwischt hat. Dass die Herren Weber, Trichet und Bernanke HUNDSmiserable Pokerspieler sind, das hat ja selbst der letzte Kongressabgeornete schon gemerkt. Wer eine Blase nicht kommen sieht, die er selbst verursacht, gehoert geschlagen.
Also zum Waehrungsmechanismus: WENN eine Zentralbank zur "Stuetzung" ihrer eigenen Waehrung andere Waehrungen VERKAUFT, kann das nur solange gut gehen, wie sie noch welche hat. IRGENDWANN sind diese Vorraete zuende, JEDER, auch ein normaler Mensch ohne MBA, kann das ausrechnen und daher relativ gefahrlos dagegen spekulieren. Das hat Soros gemacht und er wurde damit reich und wird nun fuer diese Banalitaet hofiert; es ist ihm auch zu Kopf gestiegen, seitdem erteilt er bloedsinnige Ratschlaege. Diese damalige Pfundwette haette aber jeder, der hier kommentiert, theoretisch auch gekonnt.
UMGEKEHRT, wenn eine Zentralbank ihre Waehrung ABWERTEN will, dann VERKAUFT sie ihre eigene Waehrung, indem sie andere AUFkauft. Das kann sie aber UNBEGRENZT tun, da sie dieses Geld ja selbst "DRUCKT" (WENN es keine Goldbindung gibt – das ist naemlich der springende Punkt – MIT GOLDBINDUNG KEINE SPEKULATION!). DAS ist der Knackpunkt des Ganzen und kaeme eben in einem Goldsystem nie vor. Und kommt deshalb auch erst SEIT 1971 so ungestuem vor!!!
Nun kauft sie also andere Waehrungen auf. Toll, mit NIX, d.h. ohne Gegenwert. Was passiert? Eine weltweite Aufblaehung der Geldmenge oder eben Inflation. Was ist damit gewonnen? Nix, denn diese anderen wertlosen Waehrungen lagern nun da und muessen irgendwann ja wieder verkauft werden, dann hat sie das Problem nur verlagert. UND WIEDER kommen die Spekulanten, machen sich Gedanken, wann und wieviel das wohl sein wird und spekulieren erneut – und werden reich an der Arbitrage, WEIL die Zentralbanken hundsgemein ERZDUMM sind. Dafuer kann ich nix - den Spekulanten muesste man aber diese Angriffsflaechen nicht bieten, und DAVON REDETE ICH. ES LIEGT ALSO NICHT ANB DENVSPEKULANTEN, die koennten als normale Menschen sowenig ausrchten wie Sie und ich. Es liegt am Boxer, der immer nur rechte Haken hinhaut und jedesmal links eine reingesemmelt bekommt, bis er Parkinson hat. Finis Germaniae.

peppi, am 21. Februar 2010 um 15:57 ( Link )

Finis Germaniae, off topic:
http://www.stattweb.de/baseportal/Buecher&zeigen=97

ThePhoenix, am 21. Februar 2010 um 16:50 ( Link )

>>>Also zum Waehrungsmechanismus: WENN eine Zentralbank zur "Stuetzung" ihrer eigenen Waehrung andere Waehrungen VERKAUFT, kann das nur solange gut gehen, wie sie noch welche hat.<<<

Unsinn!

Die eigene Waehrung wird nicht gekauft/verkauft. Das laeuft ueber SWAPS & EURODOLLAR Kontrakte.

China hat vor vier Monaten Milliarden von USD gegen EURO getauscht [SWAPS] und VERKAUFEN diese EURO momentan. China ist ein Spekulant und wettet gegen den EURO von der SHORT Seite.

>>>Diese damalige Pfundwette haette aber jeder, der hier kommentiert<<<

Wieviele haben es getan?

Wieviele die hier hier kommentieren wetten gegen den EURO zur Zeit?

Halten Sie Kontrakte an der FOREX?

Oder schwafeln Sie hier nur theoretisch?

>>>Das kann sie aber UNBEGRENZT tun, da sie dieses Geld ja selbst "DRUCKT"<<<<

Das is nicht moeglich. KEINE Geldmenge kann UNBEGRENZT vermehrt werden.

Bundesbank Chef Weber ist sich dem bewusst daher auch sein Kommentar in Davos.

>>>WENN es keine Goldbindung gibt – das ist naemlich der springende Punkt – MIT GOLDBINDUNG KEINE SPEKULATION!)<<<

So ein Unsinn!

Ich kann sehr wohl bei einer Goldbindung spekulieren. Ich spekuliere gegen den festgesetzten Goldpreis. Oder ich spekuliere gegen den Zinssatz. Oder ichspekuliere gegen die vorhandene Goldmenge.

Ende der 60er Jahre haben die Franzosen genau das getan. Eine der Gruende warum die Goldbindung aufgehoben wurde. Es gab da noch weitere Gruende.

>>>WEIL die Zentralbanken hundsgemein ERZDUMM sind<<<

Die obige Behauptung is einfach absurd!

Das zeugt von einer Ueberheblichkeit & einem Realitaetsverlust ohnesgleichen.

Wenn die Zentralbanken nicht das getan haetten was sie getan haben bis heute dann wuerden Sie nicht solche Kommentare verfassen.

Dann waeren Sie naemlich damit beschaftigt ihren Arsch ueber Wasser zu halten & damit beschaeftigt wie Sie den naechsten Tag ueber die Runden kommen.

Manche Leute brauchen wirklich einen Realitaetscheck.

CrisisMaven, am 21. Februar 2010 um 17:00 ( Link )

Lieber ThePhoenix natuerlich kann man, wenn Geld goldgedeckt ist, mit was anderem spekulieren, aber NICHT wie Sie es unterstellen. Zinsspekulationen, wenn NICHT eine Zentralbank dazwischensteckt, sind Spekulationen auf den MARKT-Zins. Die Gegenseite ist dann jemand, der ein Absicherungsgeschaeft will. Das ist beidseits legitim. Anlass zu abgehobenen Spekulationen bietet dies nicht. NUR DURCH die Geldschoepfung und damit Kreditschoepfung, der keine Fesseln angelegt sind, geschehen Dinge wie beim Long Term Capital Management Fund LTCM. Mit einem Goldstandard ist NUR EINES moeglich: gegen ihn zu verstossen, d.h. dennoch mehr Anteilscheine auszugeben, als Gegenwert im Tresor ist. Nun und? Ich habe nicht gesagt, dass der Goldstandard die MOEGLICHKEIT eines Betruges abschafft, aber mit ungedecktem Geld ist es eben noch nicht mal Betrug, sondern die Geldmengenausweitung ist gewollt. Nur weil ich dabei jeglichen Kredit "pyramidieren" kann, entstehen diese astronomischen Summen. Irgendwann destabilisiert sich das System und es wird mit Riesenhebeln gewettet – das ist aber alles kein Mysterium. Nochmal: ich verteidige nicht das bisherige System und auch keinen einzelnen Spekulanten, ich sage, dass diese Leute nur einen Systemfehler ausnutzen, der geradezu dazu einlaedt, und der unwirtschaftlich im mehrfachen Sinne ist. Ob die Zentralbanken mitmischen, ob sie statt frueher direkte Stuetzungskaeufe zu taetigen nun Swaps einsetzen nimmt meiner Argumentation kein Jota.

Singaporean, am 21. Februar 2010 um 17:24 ( Link )

Der EURO/USD Wechselkurs war in der Vergangenheit bereits bei 0.95:1. Das kann ganz schnell zu einer Wiederholung kommen & dann stehen die Exporteure aus Deutschland vor einem ganz grossen Problem wo ihnen auch die ECB nicht mehr helfen kann.

@ThePhoenix: Ich verstehe nicht, was daran schlecht sein sollte, die Exporte müssten ja dann stark ansteigen? Wie wahrscheinlich ist eine derartige Abwertung?

SystemSturz, am 21. Februar 2010 um 18:07 ( Link )

@phoenix

"Der EURO/USD Wechselkurs war in der Vergangenheit bereits bei 0.95:1. Das kann ganz schnell zu einer Wiederholung kommen & dann stehen die Exporteure aus Deutschland vor einem ganz grossen Problem wo ihnen auch die ECB nicht mehr helfen kann."

Verstehe ich auch nicht. Als ich das letzte Mal in den USA gearbeitet habe, hatten wir sogar einen EU/Dollar Kurs von 0,85/1. Unsere deutsche Firma konnte in den amerikanischen Markt exportieren wie das Wilde. Warum? ganz einfach, Euro war billig -> Maschinen u. Produkte aus D waren billig -> Nachfrage nach deutschen Produkten hoch ->Produktionskapazitäten/Arbeitsplätze wurden in Dtl geschaffen. Ich sehe da auf den ersten Blick kein Problem.

Was dem natürlich entgegensteht sind die Importpreise von Rohstoffen, die meist in USD gehandelt werden - aber das haben ja die meisten langfristig abgesichert

SystemSturz, am 21. Februar 2010 um 18:16 ( Link )

@ all

auch eine nette Info:

Das Ganze hat mit Astrologie nichts zu tun. Ist zwar teilweise grenzwertig übersetzt – aber der Inhalt ist klar: Die EU hat einen Konstruktionsfehler und der Kollege hat das als "Miterbauer" bereits 1995 publiziert. Dafür haben sie ihn dann auch gleich in die Wüste geschickt (Quelle 2). Man kann davon ausgehen, dass diese Krise provoziert und gewollt war.

http://astrologieklassisch.wordpress.com/2010/02/20/insider-packt-aus-uber-euro-das-verrottete-herz-europas/

http://books.google.com/books?id=_dxjGf-zfxsC&pg=PA431&lpg=PA431&dq=Rotten+Heart+of+Europe:+The+Dirty+War+for+Europe's+Money&source=bl&ots=KtQQlIfvpC&sig=cgMHs4hqqDKDH3FGLL3OiV6R9a8&hl=de&ei=bTuAS7vnKqfbsAbN8aHFBA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=10&ved=0CC8Q6AEwCTgK#v=onepage&q=Rotten%20Heart%20of%20Europe%3A%20The%20Dirty%20War%20for%20Europe's%20Money&f=false

SystemSturz, am 21. Februar 2010 um 18:18 ( Link )

Sorry, wollte das Layout nicht crashen... kann den Kommentar aber nicht mehr löschen...

peppi, am 21. Februar 2010 um 18:24 ( Link )

Nur eins ist sicher: Die Zukunft ist es nicht.

Kurz: die Regierung bricht die Marktregeln des Kapitalismus, um die Rücksichtslosesten unter den Kapitalisten zu belohnen.

Q.E.D. Was lassen sich die Menschen auch regieren?

@ThePhoenix + CrisiMaven:
Hier stossen ja vermeintlich Welten aufeinander. ist aber bloß eine verschiedene Sichtweise: Techniker und Theoretiker.
Erlaube mir einige Anmerkungen:
SWAPS und EURODOLLAR Kontrakte sind doch nichts anderes als modus technicus für Käufe und Verkäufe.
"KEINE Geldmenge kann UNBEGRENZT vermehrt werden." ist schon semantisch unstimmig, denn die Geldmenge ist das Produkt einer Vermehrung. Und Papiergeld, erst recht die Nullen auf irgendwelchen digitalen Kontoauszügen, können theoretisch und technisch unbegrenzt vermehrt werden. Beschränkt ist dies nur durch die Aufnahmefähigkeit der "Märkte".
Und natürlich haben die Zentralbanken getan, was sie tun konnten. Und sie haben damit auch erst einmal eine scharfe Krise verhindert. Das ist aber wie beim Poker, wenn mangels präsentem Werthaltigem Schuldverschreibungen ins Spiel kommen. Irgendwann wird eingelöst: Und dann kracht es eben.

Entscheidend ist, daß die staatlichen Eingriffe in Zinsen (die auch Preise sind und damit - bei freier Preis-/Zinshöhe-Findung - Informationscharakter haben könnten) aufhören, daß das staatliche Geldmonopol aufhört und wir damit den unmoralischen und schädlichen Pfad der Schuldenwirtschaft verlassen und zu einer Wertewirtschaft finden.
Warum ist eine Schuldenwirtschaft unmoralisch und schädlich? Weil niemand diese Glaskugeln besitzt, mit denen man angeblich in die Zukunft zu schauen vermag. Damit ist SCHULDENwirtschaft SPEKULATIONSwirtschaft, während die Zukunftsplanung einer Wertwirtschaft zumindest auf bereits geschaffenen Werten beruht, die Zukunft allein unternehmerisch und verantwortlich antizipiert wird, wobei eigenes Eigentum eingesetzt wird und keine imaginären Versprechen. Womit wir auf meinem Eingangssatz zurückkommen.

peppi, am 21. Februar 2010 um 18:26 ( Link )

@SystemSturz:

Diese "Absicherungen" sind natürlich abhängig von Kursverhältnis, das nutzt natürlich nichts. Die Logik bemühend: Warum sollte dies auch bei Importen anders sein als bei Exporten?

peppi, am 21. Februar 2010 um 18:32 ( Link )

@foreign_correspondent:

Axel Weber hat ganz sicher nicht vom "FIAT System" gesprochen. Das dürfte in der Tat kein Zitat sein.

Google News Suche: Axel Weber Davos

SystemSturz, am 21. Februar 2010 um 18:59 ( Link )

@ foreign_correspondent

Vielen Dank, dass Sie meine Entschuldigung angenommen haben :-)

@ peppi

Die Herkunft des Zitats würde mich auch interessieren, habe danach sofort ergebnislos gesucht...

@ nahum

Wo wir schon mal bei Zahlen sind:

Um diesen Bericht abzukürzen, zitieren wir noch mal das Leibblatt des Finanzmanagers, das Wall Street Journal:
„… 2009 – im Jahr der größten Krise seit 1930 – haben die US-Banken und Finanzfirmen ihren … Chefs and Besitzern
140 MILLIARDEN (nicht Millionen) US$ (nicht Namibische Dollars) allein an Bonuszahlungen ausgeschüttet!
Zusätzlich zu ihren Millionen-Gehältern, versteht sich.

Da könnten ja unsere Bankmanager ein Marschallprogramm aus eigener Tasche starten und das nur mit einem Jahresgehalt!

SystemSturz, am 21. Februar 2010 um 20:34 ( Link )

@ foreign_correspondent

Vielen Dank, das ist doch die Information, die man braucht. Wenn Sie mir jetzt noch einen Hinweis geben, wie man zitiert, schließe ich Sie in mein Nachtgebet ein :-).

@ nahum

"Spielen" ist exakt die Vokabel, die ich hören will, wenn ein paar 28jährige mit Beträgen hantieren, die dem BSP einer großen Volkswirtschaft entsprechen.
Im übrigen rege ich mich nie künstlich auf - das ist echt.

Können Sie mir bitte noch den Zshg erklären, warum die Zionisten die Juden aus Europa entfernen wollten (bzw. eine Quelle zum Selbststudium)?

Anton B. Caesar, am 21. Februar 2010 um 20:36 ( Link )

Wieder andere regen sich über läppische
25 Mrd. für die Grundsicherung auf.

SystemSturz, am 21. Februar 2010 um 23:29 ( Link )

@ all: bitte ignorieren

@ foreign_correspondent

Ich habe meinen Goodwill fast komplett beim Biathlon aufgebraucht... da wenigstens erfolgreich...

Aber probieren wir es gleich mal:

Ich erwarte Vollzugs- und Erfolgsmeldung ...

Ich erwarte Vollzugs- und Erfolgsmeldung ...

und jetzt nochmal die Links:

Quelle 1:

The Rotten Heart of Europe: Dirty War for Europe's Money

Quelle 2:

Verfahren gegen Conolly

Wenn es klappt, können Sie das als "Gute Tat" des Tages notieren (neben den Kommentaren)...

Nochmal Entschuldigung an alle, dass ich das Layout so zerhauen habe...

Horst Böttcher, am 22. Februar 2010 um 13:53 ( Link )

"Inzwischen wird auch in deutschsprachigen Medien die Bezeichnung PIGS für die Schweine im Euroraum – Portugal, Italien, Griechenland, Spanien – populär. "

Es wundert mich, dass noch niemand daran Anstoss genommen hat. Die
Ländergruppe wird nicht "PIGS", sondern "PIIGS" bezeichnet;
Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien. Mit Schweinen
hat das nichts zu tun, eine reine Abkürzung wie z.B. "BRIC"
Ich habe das Gefühl, der Autor hat bewusst diesen Fehler gemacht.

NBC, am 22. Februar 2010 um 14:06 ( Link )

@Horst Böttcher: Ein falscher und völlig naiver Kommentar.
(1) Es gibt auch PIGS mit einem I, dann wenn man Irland rauslässt.
Es ist sogar weiter verbreitet als PIIGS. Warum verbreiteter? S.u.
(2) Natürlich hat es was mit Schweinen zu tun, denn normalerweise
wäre die Abkürzung von West nach Ost oder umgekehrt gewesen:
PSIG oder GISP. Oder warum hat man sie nicht GIPS genannt? Nein, man
hat sich für PIGS entschieden. Warum wohl? Doch nur weil sie
Finanzschweine sind. Das war eine ganz bewusste Entscheidung:
"Ihr seid Schweine, und jetzt nehmen wir euch an die Leine."

Horst Böttcher, am 22. Februar 2010 um 17:49 ( Link )

@NBC

"(1) Es gibt auch PIGS mit einem I, dann wenn man Irland rauslässt.
Es ist sogar weiter verbreitet als PIIGS. Warum verbreiteter? S.u."

Ich lese den Begridd "PIGS" in diesem Zusammenhang zum ersten Mal!
Offiziell kenne ich nur "PIIGS". Aber jeder kann natürlich seine
eigenen Begriffe kreieren, ich spreche z.B. von "UKUSA" (United
Kingdom-United States) für die Staatengruppe mit den habgierigsen
Bankern!

NBC, am 22. Februar 2010 um 18:02 ( Link )

Es war ursprünglich nur PIGS. Bereits in den 90er Jahren wurde es ausschließlich
für die südlichen EU-Länder benutzt: Portugal, Italien, Griechenland, Spanien.
Im Zuge der globalen Schuldenkrise ist Irland fast abgeschmiert, also haben sie
das Land hinzugezählt. Heraus kam PIIGS. Bitte beachten: Nicht PIGSI oder IPIGS
oder PIGIS, sondern PIIGS. Wichtig war, dass die Schwein-Konnotation erhalten blieb.
Das PIIGS war jedoch künstlich und nur von kurzer Dauer, und seit Irland sich
wieder erholt hat, redet man wieder nur von den PIGS und meint damit die Südschweine.

CrisisMaven, am 23. Februar 2010 um 1:44 ( Link )

foreign_correspondent: "Auf was beziehen Sie dann den Wert des €" - Ich beziehe mich auf den Anstieg u.a. der Geldmenge und die Lebenshaltungskosten. Leider gibt es hierfuer kein objektives Mass, der CPI wird "hedonisch" geschoent und ich behaupte auch nicht, dass die DM nicht in der gleichen Zeit einen aehnlichen Wertverlust erlitten haette; ich beziehe mich darauf, dass man was anderes BEHAUPTET. Als ungedeckte Waehrung hielt ich die DM auch nicht fuer besser und will nicht zu ihr zurueck sondern wo ganz anders hin: zu einer gedeckten Waehrung. Alles andere hilft wenig.
Die European Currency Unit war zwar da, aber nicht "am Markt", d.h. ich und Lieschen Mueller konnten nicht mit ihr einkaufen, sie konkurrierte daher nicht mit den nationalen Waehrungen sondern wurde ebenfalls verordnet. Haette man den Euro als zusaetzliche Waehrung eingefuehrt und IN ALLEN EU-Laendern neben der nationalen Waehrung als gesetzliches Zahlungsmittel eingefuehrt, haette man ja gesehen, ob er akzeptiert wird. Mehrkosten waeren dadurch nicht entstanden, da ja eine Doppelwaehrungsphase in beiden Faellen vorgesehen war. Er waere dann keine synthetische, sondern eine Waehrung sui generis gewesen. Aber schon wieder habe ich ein Problem: ich bin auch gegen gesetzliche Zahlungsmittel, der betruegerische Kunstgriff waere bei gedeckter Waehrung ja nicht noetig, bei gedeckter Waehrung gibt es aber auch keine Kursschwankungen (d.h. nur, wenn jemand "fraktioniert", d.h. betruegt) und diese ganze Diskussion ist Scheindiskussion.
"Nun ist der € da und es ist im Interesse der Europäer, daß er stabil bleibt." – genau DIESE Chance scheint verspielt.
"Warum soll eine neue Währung Vertrauen haben, die der € vorher verspielt hat?" Eine gedeckte Waehrung haette Vertrauen und eine jeweils wieder eingefuehrte nationale haette das (geringe) Vertrauen, was man der nationalen Waehrungspolitik entgegenbringt, und das scheint mir bin Einzelfaellen groesser als gegenueber dem Euro.
Ich denke, der Euro ist bereits im Selbstzerstoerungsmodus, ich kann mich jedenfalls noch nicht mal aus der Zeit, als 1971 Nixon die US-Dollar-Golddeckung abschaffte, an solch kritische Stimmen ueber eine "Welt"-Waehrung erinnern.

ErgrauendeHausfrau, am 23. Februar 2010 um 2:09 ( Link )

@ Foreign correspondent

Der Wert einer Währung wird immer an ihrer Kaufkraft gemessen! Und da wir mittlerweile DM-Preise haben, die mit Euro bezahlt werden müssen, ist ja wohl klar, daß 50 % auf der Strecke geblieben sind, da der Euro im Prinzip 2:1 (2 DM gegen 1 Euro) eingetauscht wurden.

Im Interesse der PIGS schien ja wohl zu sein, daß deren Währung mehr Kaufkraft erhält, also eine Bereicherung auf Kosten der harten DM, deshalb ist der Euro auch kurz nach der Einführung (war meiner Erinnerung nach Dollarparität oder ähnlich) auf 0,88 Euro gegenüber dem Dollar eingebrochen. Und wer hat's bezahlt? Die Deutschen! Die haben den Euro als Exportweltmeister dann wieder (teilweise) hochgetrieben, weil der Dollarverfall andererseits die Importpreise für Rohstoffe hochgetrieben hat. (Höchststand war 2008 - s,. Ölpreis). Andererseits hat mir das einen spottbilligen Urlaub in den USA verschafft - ein Finca-Urlaub in Spanien wäre bei weitem teurer gewesen.

Es wird hier viel zu sehr vergessen, daß Geld - sogar Fiat-Geld - letztendlich nichts anderes als ein Tauschmittel darstellt. Insbesondere die Preisbildung ist hier wichtig. Darüber wird hier viel zu selten gesprochen. Aber gerade die Preisbildung ist eigentlich das A und O. Vor allen Dingen, wie die Preisbildung an sich zustande kommt. Mises hat das hervorragend geschildert.

Ich weiß nicht, ob CrisisMaven dazu schon was in seinem Blog hat, aber damit sollte man sich wirklich mal beschäftigen. Wenn man das dann mal gemacht hat, dann wird einem schon klar, wie weit die Staatseingriffe (und die willigen Helfer wie Gewerkschaften, Sozialisten) und das Fiat-Money, das Spekulieren mit Zahlen (nicht Realwerten) die Wirtschaftswelt vollkommen von der eigentlichen Preisbildung entfernt haben.

Für die Sozialistenspackos: Genau die Preisbildung erklärt, warum Schumi mehr verdient, als die so gern zitierte Krankenschwester. Und insbesondere stellt die Preisbildung klar, warum Sozialismus und Kommunismus nicht funktionieren. Genauso wie Keynsianismus (Nachfragetheorie) und Marxismus (Preise entstehen durch den Einsatz von Produktionsmitteln).

Fuck auf den Idioten, der das Format gefickt hat! ;-)

CrisisMaven, am 23. Februar 2010 um 3:06 ( Link )

"Der Wert einer Währung wird immer an ihrer Kaufkraft gemessen!" – Aber diese laesst sich ja eben nicht "messen ", das ist ja unwissenschaftliche Scharlatanerie! Natuerlich gibt es Anhaltswerte, aber der Kaufkraftindex ist der groesste Schmarrn. Beispiel: das Oel steigt im Preis, weil es knapp wird, weil die Foerderkosten steigen, weil man "Peak Oil" fuerchtet etc. – das ist dann nach Herrn Bundesbank-Weber "Inflation". Das Oel steigt im Preis, weil die Geldmenge steigt – das ist auch Inflation – aber auseinanderhalten kann Herr Weber das nicht, drum sieht er auch keine Blase kommen. Der Oelpreis sinkt, weil die Weltwirtschaft stagniert, weil ein neuesVorkommen gefunden wurde, sich jemand verspekuliert hat, obwohl die Geldmenge sich ver-x-facht hat. Herr Weber und Herr Trichet schlagen sich auf die Schenkel, wie gut sie das wieder hhingekriegt haben mit der Inflation, aber, halt!, es koennte in Deflation kippen, schnell die Zinsen gesenkt und die Geldschleusen geoeffnet. Soviel Dummheit passt in keine Irrenanstalt! Aber ich bin mit Ihrer Argumentation des letzten Kommentars grds. einig.

FritzLiberal, am 23. Februar 2010 um 16:56 ( Link )

@foreign_correspondent:

In welche Währung wollen Sie fliehen?
Der $ ist ja auch keine Alternative.

Na, wohin wohl? In echtes Geld. Wird auch als "Gold" bezeichnet.
Und genau dorthin werden alle zu flüchten versuchen, wenn
der Aberglaube an das Papiergeld zusammenbricht.

Die Golddeckung war nicht mehr zu halten.
Die USA hatten ein großes Haushaltsdefizit, allerdings
nicht vergleichbar mit dem Defizit heute.

Genau das ist einer der größten Vorteile der Golddeckung.
Es zwingt den Staat zu vernünftigem Wirtschaften.
Politikern Zugriff auf die Papiergeldpresse zuzugestehen,
ist in etwa so, als würde man einem Teenager gleichzeitig die
Autoschlüssel und eine Flasche Wodka in die Hand drücken.

CrisisMaven, am 23. Februar 2010 um 17:10 ( Link )

foreign_correspondent:
"2 Währungen als gesetzliches Zahlungsmittel parallel laufen zu lassen die nicht durch festen Wechselkurs aneinander geknüpft sind, ist nicht möglich." Das ist eine unbewiesene Behauptung. Es ist genauso gut moeglich mit Muenzen und mit Scheinen zu zahlen und ebenso moeglich mit zwei verschiedenen Waehrungen zu zahlen. Das ist nicht wisssenschaftlich. Wenn Sie es begruenden koennen, diskutiere ich weiter.
"Die Golddeckung war nicht mehr zu halten. Die USA hatten ein großes Haushaltsdefizit, …" Das eine hat mit dem andern NICHTS zu tun. Die Fed gibt die Dollars aus, und wenn sie nicht mehr ausgegeben haette, als Dollars zu 35$/Feinunze ausgemacht haetten, waere nichts passiert. Der Rest sind Maerchen der Goldstandard-Hasser ("barbarous relic"). Wenn Sie es wissenschaftlich begruenden koennen, diskutiere ich weiter.
Der Bancor ist keine Loesung, weil, wie schon Mises begruendet hat, es MEHRERER frei konvertierbarer Waehrungen bedarf, um Geld als Recheneinheit aufrechtzuerhalten. Keynes ist wahrlich keine Referenz in wissenschaftlichen Wirtschafts-Diskussionen!

CrisisMaven, am 23. Februar 2010 um 21:13 ( Link )

Das mit den gegenseitig floatenden Waehrungen gibt es in der Praxis weltweit in wahrscheinlich mehr Laendern als nicht - Dollar und Landeswaehrung. Technisch kein Problem und die einzige marktwirtschaftliche Art von einer auf die andere Waehrung umzustellen, ich halte also an meiner Meinung fest und erachte sie als bewiesen – praxeologisch wie in der Praxis. Zu den Muenzen: das Beispiel habe ich bewusst gewaehlt. Zwar ist wie von Ihnen geschrieben, das Verhaeltnis scheibar festgelegt, aber der Edelmetallgehalt spielt den "Festlegern" oft einen Streich. Nicht lange nach Einfuehrung des Euro hatten wir eine Verknappung der Euro-Kupfermuenzen – weil sie findige Leute zum Einschmelzen brachten. Aehnliches trug sich um die Zeit auch in Indien und anderswo zu. Hier wirkt sich Greshams Gesetz aus – das schlechtere Geld verdraengt das gute WENN man den Tauschkurs FESTLEGT. Ein weiteres Argument dafuer, den "Einfuehrungsprozess" so zu gestalten wie von mir wissenschaftlich begruendet.

CrisisMaven, am 23. Februar 2010 um 21:15 ( Link )

Dass die Chinesen und andere einen "Bancor" wollen, weiss ich, aber wir haben gerade am Euro gesehen, dass eine synthetische Wirkung wissenschaftlicher Humbug ist - warum also es nochmal versuchen?

SystemSturz, am 23. Februar 2010 um 22:54 ( Link )

@ ChrisisMaven

gedeckte Währung hört sich gut an.
Ich frage mich nur, wer den Goldberg wieder nach Deutschland holt - bei unserem Schwesterpaar an der Politikspitze
habe ich da so meine Zweifel...

@ foreign_correspondent

Die Chinesen ... weil sie auf zu vielen $ sitzen.

Den Chinesen sind ihre $-Bestände doch egal... die wandeln jetzt weltweit $ in Sachwerte um (Minen, Rohstoffe, Industrieanlagen).
Den Rest haben sie als Bedrohungspotential - intern bestimmt schon abgeschrieben. Die haben doch alles, was sie wollen:
Know How und Zugang zum Weltmarkt... da sind ihnen 2Bio $ im Ernstfall egal...

@ ErgrauendeHausfrau
Bitte gehen Sie vorher noch zum Friseur... :-)

Harald Henke, am 23. Februar 2010 um 23:16 ( Link )

Bancor, WCU, GCU... In den Tiefen des WWW habe ich irgendwo den Vorschlag gelesen, eine neue globale Währung "Gono" zu nennen. Das steht nicht nur für "Governments' New Order", sondern ehrt gleichzeitig einen der größten Zentralbanker unserer Zeit: Dr Gideon Gono, der Zentralbankchef Robert Mugabes in Zimbabwe. Und das würde auch ziemlich genau beschreiben, wohin sich ein globales Papiergeld entwickeln würde.

CrisisMaven, am 24. Februar 2010 um 0:16 ( Link )

SystemSturz: Um eine gedeckte Waehrung einzufuehren, bedarf es ja gar keiner Zentralbank, also auch keines "Heimholungswerkes" - man muss nur das Wort gesetzliches Zahlungsmittel streichen und schon sucht sich der Markt das ihm genehme Tauschmittel. Ich masse mir ueberhaupt nicht an, heute schon zu wissen, worin dieses morgen bestehen koennte, heisse ja nicht Schuman, Erhard oder Trichet :-)

CrisisMaven, am 24. Februar 2010 um 10:01 ( Link )

Je nun, ich habe meine Meinung etwas ausgebaut hier kundgetan. Das Problem ist argumentativ schwer zu behandeln. Eigentlich bedarf es einer Verordnung eines Zahlungsmittels als "gesetzliches" nur dann, wenn ein Staat in unlauterer Weise in den Geldverkehr eingreifen will (Geldmengeninflation). In allen andere Faellen kann er sich ja vorbehalten, seine Steuern z.B. nur in "seiner" Waehrung entgegenzunehmen und dann taeten ihm die Steuerzahler diesen Gefallen und ansonsten taeten sie, was sie den Rest des Tages fuer sinnvoll erachteten. Er kann auch seine Beamten damit entlohnen, nur um vielleicht mit anzusehen, wie die sofort am naechsten Tag das Geld in eine ihnen genehmere Waehrung umtauschten – praxeologisch keine Hindernisse erkennnbar. Es ist nur der Staat, der diesem Ansinnen im Wege steht. Zur Frage, ob und wo Doppelwaehrungsssysteme bestehen: ich kenne jemanden, der hat nach der Wende ganz Polen mit "Daddelautomaten" ueberschwemmt. Diese werden bei uns ja nach kurzer Zeit ausgemustert und erhalten dann keine neue Zulassung vom PTB – Physikalisch-Technischen Bundesamt (noch so eine ueberfluessige oeffentliche Stelle) mehr. Deshalb kann man sie billig fuer Partykeller erwerben. Er kaufte gleich die ganze Jahresmenge auf und installierte sie in jeder polnischen Kneipe, deren Wirt den Wert zu begreifen faehig war. Da sie fuer D-Mark eingerichtet waren und die dortigen Zloty nicht reinpassten, liess er "Spielgeld" praegen, das waren quasi D-Mark-Rohlinge. Der Wirt erhielt dann eine bestimmte Menge Rohlinge, und gab diese gegen Zloty an spielwillige Gaeste aus. Binnen kurzem, sagte dieser Vollblutunternehmer, "konnte ich in Danzig oder Warschau ins Taxi steigen und mit meinen 'D-Mark' bezahlen". Die Gaeste steckten sich naemlich mehr und mehr diese Spiel"chips" ein und nahmen sie mit, um in jeder Kneipe damit zu spielen und … Bedarfsgegenstaende zu bezahlen, da jeder Wirt mit deutschem Daddelautomat diese selbe Waehrung akzeptierte. Binnen kurzem konnte man damit auch andere Alltagsgeschaefte taetigen. Es GIBT also Parallelwaehrungen und sie entwickeln sich, wie das Tamagotchi, "ueber Nacht" zum Renner, WENN der Staat nicht mit unlauteren Mitteln eingreift, um unlautere Zwecke (Steuerung von Geldmenge und Zins – alles normalerweise MARKT-Phaenomene!) zu verfolgen und, wie man sieht, langfristig damit jede Waehrung zu ruinieren.
In der Schweiz kann man im Grenzgebiet zu Deutschland an den Autobahntankstellen mit Euro bezahlen (und frueher mit D-Mark), in Basel-Stadt auch in vielen Geschaeften. In vielen Touristenstaedten weltweit werden Dollar angenommen. Umgekehrt kann es einem heutzutage passieren, dass ein deutsches Geschaeft nur IN DEUTSCHLAND GEDRUCKTE Euro-Scheine annimmt (ist zwar uebertrieben, zeigt aber, dass selbst eine verordnete Waehrung eben nicht gegen den Markt an kann). Zur Frage, ob das verallgemeinerungsfaehig ist:
El Salvador, Zimbabwe, Georgien, "Panama (since 1904), Ecuador (since 2000), and El Salvador (since 2001). As of August 2005, the United States dollar, the euro, the New Zealand dollar, the Swiss franc, the Indian rupee, and the Australian dollar were the only currencies used by other countries for official dollarization. In addition, the Turkish lira, the Israeli shekel, and the Russian ruble are used by internationally unrecognised but de facto independent states." (In Wikipedia geht es nur um "offizielle" Mehrwaehrungssysteme – von denen rede ich uebrigens auch wieder nicht, da sie meist mit Zwangs-Umtauschraten einhergehen, genau das Gegenteil dessen, was ich propagiert habe. Warum protektionistische Staaten das nicht wollen: "The greater the extent
and variability of unofficial dollarization, the weaker is the central bank’s knowledge and
control over the effective money supply. Unofficial dollarization also reduces the monetary authority’s ability to earn seigniorage from its own currency issue. Finally, unofficial
dollarization reflects citizen’s perceptions of the stability of the domestic monetary regime,
the credibility of monetary policies and the perceived stability of the domestic banking
system. ... Unofficial dollarization will thwart government
efforts to employ inflationary finance to impose implicit taxes on domestic monetary assets. [Da kommen mir die Traenen ...]"
- sie werden dadurch ihrer Inflationsmoeglichkeiten beraubt, kriegen keinen Gewinn aus Herstellung wertloser Papierfetzen ("Seignorage") usw., das ist der einzige springende Punkt, warm sie den Leuten den Kopf verdrehen "es ginge aus praktischen Gruenden nicht" – geht genau so, wie Weissbrot neben Schwarzbrot gekauft wird, Silber neben Gold, Vorwerk neben Nilfisk usw. Und der Grund, warum die falsche Behauptung aufrechterhalten werden kann: "the importance of currency substitution is basically unobservable." (ebd. p. 3 unten). 40 bis 60 der US-Dollars werden auswaerts gehalten (p. 4 oben). Dieser Bericht Edgar L. Feige: The Dynamics of Currency Substitution, Asset Substitution and De facto Dollarization and Euroization in Transition Countries berichtet alleine von 25 Uebergangslaendern, in denen Dollar- oder Euro-Substitution empirisch nachweisbar ist. Ich hatte geschrieben, dass es in der Mehrzahl der ca. 190 UNO-Staaten Doppelwaehrungssysteme gibt und ich nehme an, dass das stimmt, nur will man es nicht so recht erforschen, weil es fuer die Zentralbanker, die, nach einenm irischen Sprichwort, "zu dumm sind, ihren Hintern mit der Hand zu finden", so entsetzlich peinlich ist.


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