16. Dezember 2009

Klimaerwärmung, Teil 1 Katastrophenszenarien

Ehrlichkeit der Wirksamkeit opfern

„(Der Aufbau einer breiten Unterstützung) bedingt jede Menge Berichterstattung in den Medien. Also müssen wir Angst einflößende Szenarien liefern, vereinfachte, dramatische Darstellungen, und jegliche Zweifel die wir haben mögen, kaum erwähnen. (…) Jeder von uns muss entscheiden, welches das richtige Gleichgewicht ist zwischen Wirksamkeit und Ehrlichkeit”, so Stephen H. Schneider, Mitbegründer der Hypothese menschengemachter Klimaerwärmung und führender Autor des dritten IPCC-Berichts.

Klimapolitik hat ihren Preis. Bereits jetzt werden den deutschen Energieverbrauchern jedes Jahr 18 Milliarden Euro über die „Öko”steuer genommen.

Weil die Kosten durch Zwangs-Solarförderung und Energieeinspeisegesetz explodieren, erhöhten die Stromkonzerne ihre Preise jüngst um 14 Prozent. Weil die Politik durch ihr „Erneuerbaren-Energien”-Gesetz (EEG) die Subventionen für Solarstrom auf zwanzig Jahre festsetzt, kommen auf die Stromverbraucher Öko-Kosten in Milliardenhöhe zu: Inzwischen belaufen sich diese „Solarschulden” laut dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung auf 35 Milliarden Euro – das sind pro Haushalt etwa 875 Euro. Diese Masche, Subventionen über erhöhte Verbraucherpreise zu verteilen, entspricht übrigens jener des Kohlepfennigs. Dort hatte das Bundesverfassungsgericht sie für verfassungswidrig erklärt.

Union und FDP legten im Koalitionsvertrag fest, unsere „Treibhausgasemissionen” bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Auf der Uno-Weltklimakonferenz in Kopenhagen werden sie uns offiziell dazu verpflichten. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte berechnete für das „Manager Magazin“ (Kröher und Müller 2009), dass dies die Wirtschaft – und somit uns – 310 Milliarden Euro kosten wird.

Dies sind keine unbeträchtlichen Lasten, die wir für die Politik tragen müssen, zumal inmitten der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Sind diese Lasten auch gut begründet? Wer sich seine Meinung von den Journalisten des Mainstreams und insbesondere der per Zwang finanzierten Sender bilden lässt, wird diese Frage bejahen. Wird es etwa nicht überall immer wärmer? Erleben wir etwa kein Massenaussterben, etwa der Eisbären? Und sind sich etwa nicht alle Wissenschaftler – bis auf einige, von den Energiekonzernen bezahlte Ausnahmen – einig, dass wir durch unseren Kohlendioxidausstoß daran Schuld sind? „Natürlich!” ruft jeder, der sich bei Mainstream-Journalisten versorgt, „das ist doch Konsens!”

Für die folgende Artikelserie wurde versucht, dem Leser Hintergründe zu den Eindrücken zu liefern, die die Debatte um die Klimaerwärmung kennzeichnen. Viele Informationen werden ihm neu sein und sich gerade zu unglaubwürdig anhören: Schrumpfen die Wüsten tatsächlich? Begann die Erwärmung wirklich vor der menschlichen Kohlendioxid-Erzeugung? Sind die Modelle, denen die Voraussagen des IPCC zugrunde liegen, tatsächlich zur Rekonstruktion vergleichbarer, historischer Warmperioden nicht in der Lage? Werden Fachleute, die politisch erwünschten Meinungen widersprechen, wirklich von Gremien ausgeschlossen, an Publikationen gehindert und öffentlich diffamiert? Verschweigt die Mainstream-Presse tatsächlich solche politisch unwillkommenen Tatsachen? Im Text und am Schluss jedes Artikels werden daher zahlreiche Quellenverweise angeboten und der Leser wird gebeten, seine eigenen Recherchen durchzuführen und sein eigenes Urteil zu bilden.

In diesem, dem ersten Teil, werden einige der häufigsten Schreckensbehauptungen den Tatsachen gegenübergestellt. Kurz vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen schwoll dieser schrille Ton wieder an. Da Alarmisten mit solchen Schreckensbehauptungen sehr großzügig umgehen, musste notgedrungen eine Auswahl getroffen werden. Der Leser möge nachsehen, dass auf Warnungen wie Klimaerwärmung führe zu Prostitution, der Golfstrom würde versiegen oder der Großteil des grönländischen Inlandeises würde ins Meer rutschen, nicht eingegangen wird.

Das Grönland-Eis schmilzt!

„Es ist so, als ob da jemand seit anderthalb Jahren die Vorspul-Taste drückt“, so Umweltjournalist Volker Mrasek am 11. August 2006 im Deutschlandfunk. „Klimaforscher fürchten sogar, dass die Insel ihren Eispanzer vollständig verlieren könnte.“

Szenarien des verschwindenden Grönland-Eises werden häufig nicht besser begründet als durch beschleunigte Gletscherbewegungen an den Küsten. Für allgemeine Aussagen über die gesamte Insel sind diese nicht brauchbar. Sucht man nach belastbareren Quellen, so gerät man meist an Sattelitenmessungen, die das Schwerefeld der Erde über dem betrachteten Gebiet messen (Chen et al 2006) – und Computermodelle (z.B. van den Broeke et al 2009). Solche Computermodelle sind es, die das IPCC beispielsweise zu solchen Prophezeiungen bewegen: „Es wird projiziert, dass der Rückgang des grönländischen Eisschilds nach 2100 fortgesetzt zum Meeresspiegelanstieg beiträgt. Aktuelle Modelle legen ein praktisch vollständiges Abschmelzen des grönländischen Eisschilds und einen daraus folgenden Meeresspiegelanstieg von etwa sieben Meter nahe, falls die weltweite durchschnittliche Erwärmung über Jahrtausende hinweg mehr als 1.9 bis 4.6 °C über den vorindustriellen Werten betrüge.” (IPCC 2007)

Radar-Höhenmessungen zeigen, dass während einige Teile Grönlands, hauptsächlich an den Küsten, tatsächlich seit den 1990ern Eis verloren, sich im Landesinneren das Eis aufbaut. Die Änderungen der grönländischen Eisbedeckung sind im Übrigen an die Nordatlantische Oszillation gekoppelt (Johannessen et al 2005) – und nicht an eine wie auch immer definierte „globale Temperatur”. Und Computermodelle können genauso gut ein Bild wachsender Eismassen abgeben (Ettema et al 2009).

Die Temperaturen Grönlands folgen auch nicht dem Anstieg des Kohlendioxids. Die Erwärmung begann mit der globalen Erwärmung seit dem Beginn des Holozäns vor 10000 Jahren. Für die Zeit vor 5000 bis 8000 Jahren wurden um 2,5 °C höhere Temperaturen als heute ermittelt, im mittelalterlichen Optimum war es dort um ca. 1 °C wärmer. Grönland kühlte sich in der nächsten Periode wieder ab, der kleinen Eiszeit (Dahl-Jensen et al 1998). Die Insel erwärmt sich seit dessen Ende in den 1810ern und die wärmsten Jahrzehnte seit Beginn der Messungen waren die 1930er und 1940er (Box 2002, Vinther et al 2006). Auch die Temperaturen folgen der Nordatlantischen Oszillation und nicht dem Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre.

Selbst der Eisverlust durch Gletscherbewegung an den Küsten scheint inzwischen zu einem Ende gekommen zu sein (Tavi Murray in Kerr 2009).

Die Antarktis schmilzt!

Jahrelang war nur bei der Antarktischen Halbinsel eine Erwärmung bekannt. Vom übrigen Kontinent und besonders von der wesentlich größeren Ostantarktis nahm man aufgrund von Bodenmessungen an, diese bliebe in etwa gleich kalt. Das Problem ist, dass bemannte Messstationen im Inneren des Kontinents spärlich verteilt sind und die unbemannten Geräte nur wenig zuverlässige Werte liefern. Sattelitenmessungen haben mit ihren eigenen Problemen zu tun wie Wolkenbedeckung usw. Außerdem stehen diese erst seit 1982 zur Verfügung und zeigen seitdem keine nennenswerte Erwärmung.

Dann erschienen Anfang des Jahres Meldungen in der Presse, begleitet von Karten des Kontinents mit viel Rot auch im inneren des Kontinents, die gesamte Antarktis erwärme sich seit den späten 1950ern. Diese Meldungen gingen zurück auf einen Artikel mit entsprechender Pressemitteilung Eric Steigs von der University of Washington. Dieser verwendete dazu die Messungen von Satelliten seit 1982, die mit den Werten der Bodenmessungen kalibriert wurden. Aus dem Vergleich zwischen den Erwärmungsmustern der Bodenstationen mit den Karten der Satelliten versuchte Steig einen Zusammenhang zu finden und die fehlenden Karten vor 1982 zurückzurechnen (Steig et al 2009).

Steig stellte sich der Herausgabe seiner Rohdaten und statistischen Methoden in den Weg, so dass das Nachvollziehen seiner Ergebnisse Monate dauerte. Doch dann stellte sich heraus: Erstens war die statistische Methode sehr empfindlich gegenüber den Anfangsparametern, mit denen die Messwerte „verwurstet“ wurden; Steig et al hatten sich jenen Wert herausgenommen, der eine gleichmäßige Erwärmung lieferte. Zweitens: Um zu ihrem Ergebnis eines deutlich steigenden Trends zu gelangen, mussten sie den statistischen Beitrag einiger Messstationen mit negativem Vorzeichen versehen. Mit anderen Worten, wenn solche Stationen eine Abkühlung maßen, interpretierte die Statistik dies als Erwärmung und umgekehrt – was offensichtlich unsinnig ist. Doch es kam noch schlimmer: Steig et al hatten die Messstationen der Antarktischen Halbinsel, die sich erwärmte, aber nur ein Drittel der Landmasse ausmacht, mit drei Vierteln gewichtet.

Kurz: Um von gleichbleibenden Messwerten zum Ergebnis einer wärmer werdenden Antarktis zu gelangen müssen die Alarmisten zu wackeligen statistischen Methoden greifen, die vernünftig nicht zu interpretieren sind.

Dies zu den Temperaturen. Was die Änderung der Eismasse angeht: Das immer wieder gern gewählte Beispiel der Antarktischen Halbinsel, die tatsächlich Eis verliert, ist nicht repräsentativ. Der Kontinent baut insgesamt Eis auf (Davis et al 2005, Wingham et al 2006).

Die Gletscher schmelzen!

„Argentinischer Gletscher bricht weg!” ruft die „Bild“-Zeitung vom 10.07.2008. „Damit, dass der Perito Moreno bereits im Winter bricht, hatte die Fachwelt nicht gerechnet. Experten vermuten einen Zusammenhang mit dem Klimawandel”. Bilder in das Meer abbrechender Gletscherstücke sollen die Dramatik der Situation unterstreichen.

Tatsächlich gehen weltweit die Gletscher zurück, besonders die Alpengletscher. Das allein beweist aber noch keine menschengemachte globale Erwärmung: Der Gletscherrückzug in den Alpen begann mit dem Ende der kleinen Eiszeit ca. 1850 (Oerlemans 2005) – lange vor der Zunahme menschlich produzierten Kohlendioxids. In römischen Zeiten waren die Alpengletscher noch kleiner als heute, ebenso während des bronzezeitlichen Optimums (Holzhauser et al 2005). Wie will man das noch mit dem Einfluss menschlich erzeugten Kohlendioxids erklären? Tatsächlich beobachtet man einen Zusammenhang zwischen Gletscherlängen und Sonnenaktivität (Holzhauser et al 2005).

Die Arktis schmilzt, in 30 Jahren wird der Nordpol eisfrei sein!

„Eisfreie Zukunft für die Arktis”, verkündete beispielsweise der „Focus“ vom 21.08.2006. Das IPCC erklärt, „in einigen Projektionen von SRES-Szenarien verschwindet in der Arktis im letzten Teil des 21. Jahrhunderts das Meereis im Spätsommer fast vollständig” (IPCC 2007). Ex-US-Vizepräsident und Emisionszertifikate-Händler Al Gore prophezeite im Dezember 2008 dem deutschen Fernsehpublikum, der Nordpol würde in fünf Jahren eisfrei sein. Die besonnenen Alarmisten stützen sich auf die Ergebnisse der – hauptsächlich vom WWF gesponserten – Catlin-Expedition, die zwischen Februar und Mai dieses Jahres Bohrungen zur Feststellung der Eisdicke in der Arktis durchführte.

Zu „Modernen Helden des Weltklimas” erklärte das „Focus“-Magazin die Expeditionsmitglieder. „Keine andere Information über Eisdicken wie diese wird für die wissenschaftliche Gemeinschaft in 2009 erwartet”, so Professor Wieslaw Maslowski, wissenschaftlicher Berater der Catlin-Expedition. Das ist ein wenig ungenau: Statt medienwirksam drei Menschen zu Fuß übers Eis zu schicken, um sie frühzeitig und 500 Kilometer vor ihrem Ziel aufsammeln zu müssen, flogen Forscher des Afred-Wegener-Instituts in einem Flugzeug die Arktis ab. Mit einem Schleppradar maßen sie die Eisdicken. Ihr Ergebnis: Die Eisdicken verringern sich nicht wie behauptet, sie erholen sich von ihrem Minimum vor wenigen Jahren (AWI 2009). Dazu passen Daten des NODC, die zeigen, dass der Wärmegehalt des Arktischen Ozeans fällt (Levitus et al 2009).

Nicht nur die Eisdicken, auch die eisbedeckte Fläche in der Arktis ging in den letzten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts zurück – nachdem sie zuvor trotz CO2-Anstiegs gewachsen war. Seit zwei Jahren wächst auch die Eisfläche wieder, wie Sattelitenmessungen des NSIDC zeigen. Ein Zusammenhang mit arktischen Lufttemperaturen ist nicht zu beobachten – die stiegen bis zu den 1940ern, fielen bis zu den 1980ern und stiegen bis ca. 2006 – und erst recht nicht mit atmosphärischer CO2-Konzentration – die immer noch steigt. Zu beobachten ist dafür ein Zusammenhang mit der Nordatlantischen Oszillation (Parkinson 2008).

Die Eisbären sterben aus!

2007 machte ein herzzerreißendes Foto des Canadian Ice Service weltweit die Runde: Eine Eisbärenmutter und ihr Junges schauen den Betrachter von einem schmelzenden Eisbergrest an, auf dem sie gefangen sind: „Ihr Lebensraum schmilzt. Diese wunderschönen Tiere, die wörtlich vom Planeten verdrängt werden,” so beschrieb Gore das Bild, „sie sind in Not, können nirgendwo hin.”

Im gleichen Jahr war Eisbär Knut Dauergast auf den Titelbildern und Fernsehschirmen des deutschen Sprachraums. Nicht lange, und die Politik entdeckte ihn: „Kaum ein Tier symbolisiert die Folgen des Klimawandels so deutlich wie der Eisbär,” so der damalige deutsche Umweltminister Gabriel, der sogleich die „Patenschaft” für das neue Maskottchen der Öko-Lobbyisten übernahm. Schon in gut 70 Jahren gäbe es vielleicht keine Eisbären mehr in freier Natur

Was die Tatsachen angeht: Die letzte Zwischeneiszeit, als es wesentlich wärmer war als heute, überlebte der Eisbär unbeschadet. Ebenso überstand er die jüngste, mittelalterliche Warmzeit, als das Nordmeer ebenfalls weniger Eis als heute trug. Auch ernährt sich der Eisbär nicht, wie von Alarmisten behauptet, ausschließlich von Robben. Er vertilgt unter anderem auch Walrosse, die er am Strand angreift, Lachse und sogar Aas.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schätzte man die Eisbärenpopulation auf etwa 5.000. Nach Beschränkung der Bejagung stieg diese in den 1960ern auf zwischen 8.000 und 10.000. Heute sind es um die 24.000.

Alarmisten stützen sich für ihre Behauptung aussterbender Eisbären auf Computermodelle, die eine direkte Abhängigkeit der Eisbärenzahl mit der Eisbedeckung voraussetzen und die wiederum mit den Ergebnisse von Computermodellen zur Klimaentwicklung gefüttert werden (Amstrup et al 2007). Das Ergebnis dieser Spekulationen: Ein Rückgang um zwei Drittel bis Mitte des Jahrhunderts.

Tatsächlich kann selbst ein solcher Rückgang nicht beobachtet werden. Von den sechs Populationen, die in der jüngsten Zeit geschätzt wurden, gehen zwei zurück und eine vergrößerte sich. Von den schrumpfenden Populationen bewohnt eine ein sich abkühlendes Gebiet, die Baffin Bucht; im Revier der sich vergrößernden wird es wärmer. Selbst wenn man die IPCC-Modelle für die Eisbedeckung und den linearen Zusammenhang mit der Eisbärenpopulation ernst nimmt, dann liefert der Mittelwert nur einen Rückgang um 17 Prozent auf ca. 17.000 (Taylor und Dowsley 2008).

Die Inuit, die mit Eisbären in ihrem Land leben, können ebenfalls keinen Rückgang der Eisbären feststellen. Ihre Versuche, gehör etwa bei US-Umweltbeamten zu finden, scheitern am Unverständnis Letzterer.

Und das Foto der auf dem schmelzenden Eisberg gefangenen Eisbären? Die Eisbären waren nicht gefangen, die Küste war in Schwimmnähe. Das Bild wurde im August gemacht, wenn in der Beaufortsee schmelzende Eisstücke normal sind – globale Erwärmung oder nicht. Noch nicht einmal der Autor stimmte: Der Fotograf des Canadian Ice Service hatte das Bild ohne Erlaubnis der tatsächlichen Fotografin vom gemeinsam genutzten Server heruntergeladen und unter seinem eigenen Namen weitergegeben.

Es wird zu einem beispiellosen Artensterben kommen!

„Klimawandel ist ein akuter Artenkiller”, so die Aussage in der Sendung Nano auf 3Sat vom 8.01.2004. „Klimawandel wird Artensterben beschleunigen”, überschreibt die „Welt“ einen Artikel vom 22.05.2007. „Die Geschwindigkeit des Artenrückgangs unter den bekannten Arten hat sich dramatisch erhöht. Die EU-Kommission sagt, dass der Mensch das Tempo auf das Tausendfache bis Zehntausendfache der natürlichen Evolutionsrate beschleunigt”, so der Leiter des Bundesumweltamts Andreas Troge (Ehrenstein 2007).

Das IPCC sagt besonders für Lateinamerika voraus: „Infolge des Aussterbens von Arten besteht für viele tropische Gebiete Lateinamerikas das Risiko eines signifikanten Verlusts an biologischer Vielfalt.” Solche Aussagen beruhen – der Leser wird es erraten haben – auf Computermodellen. Darin werden aktuelle Artenverbreitungen und die Klimabedingungen, unter denen sie auftreten, eingegeben. Dann lässt man darüber die Klimamodelle laufen und veröffentlicht die errechneten Änderungen der Artenverbreitungen.

Diese Modellrechnungen wurden vor wenigen Jahren einem Test unterworfen: Nicht heutige Daten wurden für Vorhersagen der Zukunft genutzt, sondern Daten aus den 1970ern, um mit den Modellen die Gegenwart „nachherzusagen” (Araújo et al 2005). Das ernüchternde Ergebnis aller geprüften 16 Modelle: „Es wäre ebenso genau und wesentlich weniger anstrengend, würde man eine Münze werfen”, so einer der Mitautoren, Dr. Richard Ladle.

Die Meeresspiegel steigen immer weiter an, Millionen werden vom Wasser vertrieben!

In seinem Film „Eine unangenehme Wahrheit” spricht Al Gore von um sieben Meter steigende Meeresspiegel und „100 Millionen Flüchtlingen”.

James Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute for Space Studies sagte in ClimateChangeCorp sogar ein Versinken ganz Bangladeshs unter den Fluten bis Ende des Jahrhunderts voraus. In einem viel beachteten Artikel des „Independent“ wird der Leser mit Bengalischen Kindern konfrontiert, die wegen unserer Kohleverbrennung in ihrer zunehmend vom Meer überfluteten Heimat sterben: „‘Mein Junge Shupria war sieben und hatte sein ganzes Leben (Durchfall). Er war so schwach und bekam dauernd Husten und Fieber. Und dann eines morgens …’ Ihre Mutter unterbricht die folgende Stille ‘starb er,’ sagte sie. Nun ist Aritas überlebender Dreijähriger, Ashik, auch krank. Er liegt mit dem Rücken auf dem Boden ausgebreitet. Er bricht ständig zusammen; seine Augen sind wässrig und entfernt. Sein gedehnter Bauch fühlt sich an wie ein Wassergefüllter Ballon. ‘Warum ist das passiert?’ fragte Arita. Es passiert wegen uns. Jeder Flug, jeder Hamburger, jedes Kohlekraftwerk endet hier, damit” (Hari 2008).

Diesen Horrorszenarien stellt der Leiter des Centre for Environment and Geographic Information Services (CEGIS) in Dhaka Tatsachen entgegen. Die Fläche des angeblich dem Untergang geweihten Bangladesh geht nicht zurück. Sie nimmt durch Sedimentablagerungen sogar zu: „Satellitenbilder im Vergleich mit Landkarten zeigen seit 1973, dass rund 1000 Quadratkilometer Land aus dem Meer entstanden sind. Der Landverlust Bangladeshs wurde bislang durch Flusserosion verursacht, was in diesem Land immer schon geschah. Natürliche Ablagerung ebenso wie Dämme hat dies mehr als ausgeglichen.” Bangladesh hat ganz andere Probleme: Überbevölkerung bei restriktiven Einwanderungsbestimmungen entwickelter Länder.

Der IPCC-Bericht erwähnt besonders die Malediven und die Tuvalu-Inseln. Doch auch hier ist kein Anstieg messbar (Mörner et al 2004a, Mörner 2004b) – ungeschadet medienwirksamer Veranstaltungen wie Unterwasser-Sitzungen des Maledivischen Kabinetts.

Tatsache ist, dass die Meeresspiegel im 20. Jahrhundert stiegen, und zwar ziemlich gleichmäßig um ca. 1,5 Millimeter pro Jahr (Church et al 2001). Dieser Anstieg begann bereits Ende des Neunzehnten Jahrhunderts, ein Zusammenhang mit atmosphärischem Kohlendioxid ist nicht zu beobachten. Die vielbeschworene Beschleunigung dieses Anstiegs ist nicht messbar (Unnikrishnan und Shankar 2007, Berge-Nguyen 2008 et al). Ursache dieses gleichbleibenden Anstiegs der Pegel sind vermutlich nicht menschengemachtes Kohlendioxid, sondern Änderungen des Wärmegehalts der Ozeane, besonders in der Tiefsee (Johnson et al 2007).

Die Wüsten dehnen sich aus, Dürren werden häufiger!

„Kaum eine Zone blieb unberührt, wobei sich einzelne Klimatypen ausdehnen, andere wiederum an Fläche verloren”, zitiert das „Focus“-Magazin vom 21.08.2006 Wissenschaftler des Potsdamer Instituts für Klimaforschung (PIK). Die Wüsten wüchsen um eine Million Quadratkilometer. „Solche Veränderungen prognostizierten unsere Modelle für 2050. Sie traten aber 50 Jahre früher ein, das ist erschreckend.”

„Die von Dürre bedrohte Fläche hat wahrscheinlich weltweit seit den 1970er Jahren zugenommen”, so das IPCC. „Bis 2080 wird in einer Reihe von Klimaszenarien eine Ausdehnung der ariden und semi-ariden Flächen in Afrika um 5 bis 8 Prozent projiziert” (IPCC 2007).

Bereits 1986 wurde begründet, warum vom steigendem atmosphärischen Kohlendioxidgehalt eine Umkehrung der Wüstenbildung zu erwarten sei (Idso 1986): Kohlendioxid, das ja als Pflanzennährstoff für die Photosynthese unerlässlich ist, lässt Pflanzen das knappe Wasser effizienter ausnutzen. Satellitenmessungen in den letzten Jahren bestätigten dies: Die Wüsten schrumpfen, vermutlich durch die Verfügbarkeit von mehr Kohlendioxid (Feng 1999, Eklundh und Olsson 2003, Grunzweig et al 2003, Owen et al 2009).

Tropenstürme werden häufiger und intensiver!

„Der Klimawandel hat inzwischen auch Einfluss auf die Hurrikans, wenn auch nicht auf ihre Zahl. Aber wenn man sich die Zerstörungskraft der Hurrikans anschaut, ihre Lebensdauer und ihre Intensität, dann sieht man einen ganz deutlichen Anstieg seit den 30er Jahren. Dieser Anstieg korreliert mit dem Anstieg der Meerestemperatur, also mit der globalen Erwärmung”, so Mojib Latif vom Leibnizinstitut für Meereswissenschaften der Universität Kiel in Frontal21 vom ZDF am 30.08.2005.

Nachdem er auch am zweiten und dritten IPCC-Zustandsbericht mitgearbeitet hatte, wurde durch den leitenden Autor des entsprechenden Kapitels auch diesmal kein geringerer herangezogen als Christopher Landsea – der wohl führende Experte in der Wirbelsturm-Forschung. In einer vielbeachteten Pressekonferenz Ende 2004 stellte leitender IPCC-Autor Kevin Trenberth den Zwischenstand dar: Die vergangene heftige Wirbelsturm-Saison sei durch die menschengemachte, globale Erwärmung verursacht worden (HMS 2004).

„Menschliche Einflüsse haben wahrscheinlich zu Änderungen der Windmuster beigetragen, welche die außertropischen Zugbahnen der Stürme und Temperaturmuster beeinflussen. Änderungen auf regionaler Ebene sind unter anderem (…) wahrscheinlicher Anstieg der Intensität tropischer Wirbelstürme”, verkündet das IPCC in seinem letzten Zustandsbericht (IPCC 2007).

In der Wirklichkeit ist ein solcher Trend nicht zu beobachten (Briggs 2008). Selbst Computermodelle können ihn nicht erzeugen, im Gegenteil nähme nach ihnen die Häufigkeit solcher Stürme ab (Emmanuel et al 2008, Knutson et al 2008)

Nun könnte man einwenden, dass diese Erkenntnisse doch gegen das Wort Christopher Landseas stünden. Der ist doch immerhin führender Wirbelsturm-Forscher mit Dutzenden von Veröffentlichungen. Kann man ihm nicht genauso gut glauben? Man kann: Als er von der Pressekonferenz hörte, auf der das Urteil des IPCC verkündet wurde, widersprach Landsea heftig: „Alle vorangehende und aktuelle Forschung auf dem Gebiet der Veränderlichkeit von Wirbelstürmen zeigte keinen verlässlichen Langzeittrend in der Häufigkeit oder Intensität tropischer Wirbelstürme, gleichgültig ob im Atlantik oder in sonst einem Becken.” Nachdem das IPCC kein Problem darin fand, dass in seinem Namen alarmistische Erklärungen ohne Basis in der Forschung abgegeben würden, trat Landsea von seiner Rolle als IPCC-Autor zurück: „Ich betrachte den Teil des IPCC, in welchem meine Kenntnisse relevant sind, inzwischen als politisiert.“

Sensationelle Katastrophenmeldungen erzeugen Aufmerksamkeit. Selten haben wir Zeit, sie auf Sinnhaftigkeit zu prüfen, geschweige denn auf Wahrheit. Die bloße Menge solcher Meldungen über die angeblichen, katastrophalen Folgen unseres Energieverbrauchs verleitet uns, ihnen fraglos zu folgen. War es nicht Aufgabe der Journalisten, diese Prüfung für uns vorzunehmen? Doch Journalisten schreiben, was sich verkauft. Sensationen verkaufen sich. Das ist auch den Alarmisten bewusst. In diesem Beitrag sollte versucht werden, den Leser mit Informationen zu versorgen, um die sensationellen Katastrophenmeldungen der Alarmisten selber zu beurteilen.

Alarmisten bemühen jedoch nicht nur Katastrophenszenarien, sie versuchen auch, diesen einen seriösen Anstrich zu geben. Im nächsten Artikel wird daher die Wissenschaftlichkeit behandelt, mit der das IPCC vorgeht, sowie jene Institute, die ihm zuarbeiten.

Internet

Klimaerwärmung führt angeblich zu Prostitution: Suneeta Mukherjee vom United Nations Food Population Fund (UNFPA) erklärt, die Frauen der Philippinen seien durch die globale Erwärmung von Prostituition bedroht.

Golfstrom kommt angeblich zum Stillstand: Großteil des grönländischen Inlandeises rutscht angeblich ins Meer: Greenpeace-“Expertin” Iris Menn behauptet, würde die Zunge eines bestimmten Gletschers „durch Schmelze instabil und bricht ab, wird das Eis des Gletschers und vermutlich ein Großteil des grönländischen Inlandeises nachrutschen”

Pressemeldung mit Steigs Karte der angeblich sich erwärmenden Antarktis

Rekonstruktion von Steigs statistischer Methode

Arktis angeblich in 30 Jahren Eisfrei auf Spiegel Online: Nordmeer im Sommer in zehn Jahren nahezu eisfrei

Homepage der Catlin-Expedition

Angeblich keine Daten zu arktischen Eisdicken außer Catlin-Expedition: Jonathan Amos (2009): Arctic team targets key ice data. In: BBC News (21.2.2009)

Langzeit-Verlauf der arktischen Temperaturen am Beispiel der Station Upernavik auf Grönland.

Grönland schmilzt auf Spiegel Online: Arktisches Monopoly

Inuit versuchen vergeblich, Gehör für Ihre Erfahrungen mit angeblich aussterbenden Eisbären zu finden

Hansen über das versinkende Bangladesh und andere Katastrophen bei ClimateChangeCorp

Maminul Haque Sarker über Tatsachen zum angeblich versinkenden Bangladesh bei AFP

Wirbelsturm-Forscher Christopher landsea erläuter seien Rücktritt vom IPCC.

Literatur

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Schleppradar-Messungen der arktischen Eisdicke durch das Alfred-Wegener-Institut (AWI) (2009): Forschungsflugzeug Polar 5 beendet Arktis-Expedition - Einzigartige Messflüge in der zentralen Arktis abgeschlossen. Alfred-Wegener-Institut, Pressemitteilung (29.4.2009). („Insgesamt war das Eis etwas dicker als in den vergangenen Jahren in den gleichen Regionen, was eine temporäre Erholung der arktischen Eisdecke vermuten lässt.“)

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H. Holzhauser, M. Magny, H.J. Zumbuhl (2005): Glacier and lake-level variations in west-central Europe over the last 3500 years. The Holocene 15: 789-801 („during the late Bronze Age Optimum from 1350 to 1250 BC, the Great Aletsch glacier was approximately 1000 m shorter than it is today“, „glacier maximums coincided with radiocarbon peaks, i.e., periods of weaker solar activity”)

Ola M. Johannessen, Kirill Khvorostovsky, Martin W. Miles, Leonid P. Bobylev (2005): Recent Ice-Sheet Growth in the Interior of Greenland: Science 310 (5750): 1013-1016 („Averaged over the study area, the increase is 5.4 ± 0.2 cm/year, or ˜60 cm over 11 years, or ˜54 cm when corrected for isostatic uplift. Winter elevation changes are shown to be linked to the North Atlantic Oscillation.”)

Johnson et al. (2007): Recent bottom water warming in the Pacific Ocean. Journal of Climate, 20 (2007): ?? („The data from these repeat sections suggest that abyssal variations may contribute significantly to global heat, and hence sea-level, budgets.”)

Richard A. Kerr: Fall Meeting of the American Geophysical Union: Galloping Glaciers of Greenland Have Reined Themselves In. Science 323 (5913): 458 („‘It has come to an end,’ glaciologist Tavi Murray of Swansea University in the United Kingdom said during a session at the meeting. ’There seems to have been a synchronous switch-off' of the speed-up, she said. Nearly everywhere around southeast Greenland, outlet glacier flows have returned to the levels of 2000.”)

Thomas R. Knutson, Joseph J. Sirutis, Stephen T. Garner, Gabriel A. Vecchi, Isaac M. Held (2008): Simulated reduction in Atlantic hurricane frequency under twenty-first-century warming conditions. Nature Geoscience 1 (2008): 359-364 („Our results do not support the notion of large increasing trends in either tropical storm or hurricane frequency driven by increases in atmospheric greenhouse-gas concentrations.”)

Michael O. R. Kröher, Eva Müller (2009): 300-Milliarden-Aufgabe für Deutschland. In: Manager Magazin (20.11.2009)

Nils-Axel Mörner, Michael Tooley, Göran Possnert (2004a): „New perspectives for the future of the Maldives“, Global and Planetary Change 40 (2004): 177-182 („Novel prospects for the Maldives do not include a condemnation to future flooding. The people of the Maldives have, in the past, survived a higher sea level of about 50-60 cm. The present trend lack signs of a sea level rise. On the contrary, there is firm morphological evidence of a significant sea level fall in the last 30 years.”)

Nils-Axel Mörner (2004b): Sea level change: Are low-lying islands and coastal areas under threat? In: The impacts of climate changes: An appraisal for the future: 29-35. International Policy Press.

J. Oerlemans (2005): Extracting a Climate Signal from 169 Glacier Records. Science 308(5722): 675-7 („Moderate global warming started in the middle of the 19th century.”)

Claire L. Parkinson (2008): Recent trend reversals in arctic sea ice extents: possible connections to the north Atlantic oscillation. Polar Geography, Vol 31 (2008): 3-14

J.W. Seaquist, T. Hickler, L. Eklundh, J. Ardö, B.W. Heumann (2009): Disentangling the effects of climate and people on Sahel vegetation dynamics. Biogeosciences 6 (2009): 469-477 („satellite sensors have recently shown that much of the region has experienced significant increases in photosynthetic activity since the early 1980s (…) Our findings suggest that demographic and agricultural pressures in the Sahel are unable to account for differences between simulated and observed vegetation dynamics (…) ”)

Eric J. Steig, David P. Schneider, Scott D. Rutherford, Michael E. Mann, Josefino C. Comiso, Drew T. Shindell (2009): Warming of the Antarctic ice-sheet surface since the 1957 International Geophysical Year. Nature 457 (2009): 459-462

Mitchell Taylor, Martha Dowsley (2008): Demographic and Ecological Perspectives on the Status of Polar Bears. Science & Public Policy Institute, 2008 („the assertion that polar bears will become extinct unless immediate measures are taken to curb greenhouse gas emissions is irrational because it is inconsistent with the long-term persistence of polar bears through previous periods of warming and cooling; and because the IPCC climate model predictions 50 and 100 years into the future do not suggest a future with insufficient sea ice to support polar bears as a viable species.”)

A.S. Unnikrishnan, D. Shankar (2007): Are sea-level-rise trends along the coasts of the north Indian Ocean consistent with global estimates? Global and Planetary Change, 57 (2007): 301-307

Michiel van den Broeke, Jonathan Bamber, Janneke Ettema, Eric Rignot, Ernst Schrama, Willem Jan van de Berg, Erik van Meijgaard, Isabella Velicogna, Bert Wouters (2009): Partitioning Recent Greenland Mass Loss. Science 326(5955): 984 -986

B. M. Vinther, K. K. Andersen, P. D. Jones, K. R. Briffa, J. Cappelen (2006): Extending Greenland temperature records into the late eighteenth century. J. Geophys Res, Vol. 111 (2006) („The warmest year in the extended Greenland temperature record is 1941, while the 1930s and 1940s are the warmest decades. Two distinct cold periods, following the 1809 ('unidentified' volcanic eruption and the eruption of Tambora in 1815 make the 1810s the coldest decade on record.”)

D.J. Wingham, A. Shepherd, A. Muir, G.J. Marshall (2006): Mass balance of the Antarctic ice sheet. Philosophical Transactions of the Royal Society A, 364 (2006): 1627-1635 („Here, we use satellite radar altimetry to measure the elevation change of 72% of the grounded ice sheet during the period 1992-2003.(…) We find that data from climate model reanalyses are not able to characterise the contemporary snowfall fluctuation with useful accuracy and our best estimate of the overall mass trend – growth of 27G ± 29 Gt yr-1 – is based on an assessment of the expected snowfall variability. Mass gains from accumulating snow, particularly on the Antarctic Peninsula and within East Antarctica, exceed the ice dynamic mass loss from West Antarctica.”)


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