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![]() Robert Grözinger, Jahrgang 1965, Diplom-Ökonom, ist freier Journalist und Übersetzer. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Climategate: Al Gore kommt nicht nach Kopenhagenvon Robert Grözinger Seine Hilfstruppen wollen heute eine Gegenveranstaltung in Berlin "blockieren" Al Gore hat seine Teilnahme an der kommenden Klimakonferenz in Kopenhagen abgesagt. Wie examiner.com berichtet, hätte der Superstar der Klimaverängstigten am 16. Dezember unter dem Titel „Klima-Schlussfolgerung“ vor 3000 Zuschauern reden sollen. Die Rede war im August angekündigt worden, die Eintrittskarten waren vergeben. Für den Nobelpreisträger ist es in letzter Zeit ohnehin ungemütlich geworden. Sein Film „An inconvenient truth“ enthält neun sachliche Fehler, hat ein britisches Gericht festgestellt. Die Regierung dort hatte geplant, den preisgekrönten Streifen in allen Schulen zu zeigen. Durch das Gerichtsurteil verkümmerte dieser Propagandafeldzug zu einer Ardennenoffensive. Auch auf dem computergenerierten Bild der Erde auf dem Deckel seines neuen Buches „Our Choice“ befinden sich mehrere Fehler, unter anderem die physikalische Unmöglichkeit eines Wirbelsturms am Äquator. Bei Autogrammstunden in Buchläden wird Gore verbal teilweise heftigst angegriffen – siehe verlinktes Video unten. Darin wird auch gezeigt, wie ein Exemplar seines neuen Buches licht- und wärmespendend in CO2 umgewandelt wird. Zwar weckt eine Bücherverbrennung ungute Erinnerungen. Der Kontext verdeutlicht jedoch, dass ohnmächtiger Zorn hier die Triebfeder ist. Auch auf der anderen Seite wird der Ton immer aggressiver. „Spiegel Online“ schreibt über „notorische Leugner des menschengemachten Klimawandels“. Vermutlich gehören die in die gleiche Schublade oder Zelle wie die „Holocaustleugner“. Einer der prominentesten Klimaforscher, James Hansen, wünscht sich, dass ein politischer Führer aufsteht, der im Klimawandel endlich den Todfeind sieht, den er selbst zu sehen meint. Als Beispiele gleichen Kalibers denkt er dabei öffentlich an Abraham Lincoln und Winston Churchill, was sehr gut zum Selbstverständnis der selbsternannten Weltenretter passt. Die Opfer des nicht zur Aufhebung der Sklaverei begonnenen US-Bürgerkrieges, der Hungerblockade von August 1914 bis zur Unterzeichnung des Versailler Vertrages 1919 sowie des Bombenterrors im Zweiten Weltkrieg mahnen uns, was der Menschheit droht, sollten Hansen und Genossen einmal ihren Führer finden. In Berlin üben die Fußtruppen schon mal. So meldet die Libertäre Plattform auf ihrer Webseite: „Bei der am Freitag erneut stattfindenden Klimakonferenz in Berlin, bei der im Unterschied zu anderen Klimakonferenzen Wissenschaftler zu Wort kommen, die die These vom menschgemachten Klimawandel als nicht belegbar oder widerlegt ansehen, rufen Greenpeace und weitere Organisationen dazu auf, die Veranstaltung zu ‚blockieren‘“. Später wurde dem Plattformsartikel zufolge die Aussage etwas abgewandelt in: "Wir wollen möglichst zahlreich sein, damit die Friedrichstraße gesperrt wird und niemand unsere Stimmen überhört". So sieht es aus, wenn sich die Politik in die Wissenschaft einmischt. Oder wenn sich Wissenschaft vom Staat bezahlen lässt. Wie sonst überall auch, wo der Staat in die friedlichen Interaktionen der Menschen eingreift: Nicht der Markt entscheidet mehr über die Verteilung der Ressourcen, sondern Macht. Nicht die beste Marktleistung gewinnt, sondern der lauteste Marktschreier mit den stärksten Lautsprechern und dem größten Personenschutz. Nicht derjenige mit der besten Problemlösung jeweils für jedes Individuum in seiner speziellen Lebenssituation, sondern derjenige mit der größten Propagandamaschine. Internet: Examiner.com: Climategate emails force Al Gore to cancel talk at Copenhagen Al Gore confronted on Climategate in Chicago (YouTube) Libertäre Plattform: Wir Klimaretter und Diktatoren 04. Dezember 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentarevonclausewitz, am 04. Dezember 2009 um 14:39 ( Link ) Derweil reagiert die American Psychologial Association (APA): http://www.apa.org/releases/climate-change.html Schwarz auf weiss. Klimaskeptiker haben einen an der Waffel. Genauer gesagt eine Wahrnehmungs-/ Verhaltensstörung. Im besten Fall zu beheben durch ein flankierendes Feedback. Die Klassifikation von Klimaskepsis (Leugnung) als psychiatrisches Leiden rückt in Griffweite. Nicht so lange her, wurden die Skeptiker des wissenschaftlichen Marxismus ähnlich diagnostiziert. Nachvollziehbar also, dass im Zuge dieser Renaissance des Kommunismus das konterrevolutionäre Element als solches pathologisiert werden muss. em , am 04. Dezember 2009 um 15:07 ( Link ) Ob die Umerziehungslager schon geplant werden? Zufällig blieb ich letzte Nacht bei Illner hängen: Zwei mehr oder weniger hilflos agierende Vertreter der Energiewirtschaft und Politik wurden nicht nur bildlich in die Zange genommen vom Klimagott und einem seiner Umweltengel. Dazwischen eine hyperaktiv umherzappelnde Moderatorin und ein phantasiebegabter Wissenschaftsjournalist als Verkünder der demnächst eintretenden paradiesischen Zustände. Der Verkünder musste von seinem Gott allerdings hier und da ein wenig gebremst werden und der Engel ließ die eine oder versteckte Drohung vernehmen - wie Engel halt so sind. Fazit: Wie immer das Klima sich wandelt - es wird kalt in Deutschland. Mir lief es jedenfalls kalt den Rücken runter ... barthel_berand, am 04. Dezember 2009 um 15:50 ( Link ) @ em Bei der Illner-Sendung gestern abend bin ich gottseidank nach 30 Minuten eingeschlafen. Wahrscheinlich aus Selbstschutz. @ all Auch schön: http://www.welt.de/die-welt/debatte/article5421025/Daten-ohne-Basis.html BB vonclausewitz, am 04. Dezember 2009 um 15:55 ( Link ) Die Umerziehungslager werden die Supermärkte und Tankstellen sein, die Parteizeitung kommt mit jeder Stromrechnnung. Die Illner-Show war gruselig. Ausschliesslich Profiteure der Klimapolitik (Eon inbegriffen) unterhalten sich über den unabwendbaren Untergang der Menschheit und die Konferenz von Kopenhagen, die nur noch mit dem Kirchenkonzil von Nikea vergleichbar ist. Und obwohl von soch eminenter Bedeutung habe ich noch in keiner (dt.) Zeitung und keinem Programm eine Behandlung des Vertragsinhalts angetroffen. Entwürf des UNFCCC: http://unfccc.int/resource/docs/2009/awglca6/eng/08.pdf Und während Al Gore mittlerweile bei allen öffentlichen Auftritten von Demonstranten ausgepfiffen wird und Australien den Emissionshandel beerdigt hat, bleibt die BRD (auch in Europa) von den Aufklärung des Klimabetrugs völlig isoliert. DDR 2.0 ist längst da. Kurt_G vonClausewitz Haben Sie noch etwas Geduld. Frau Merkel wird bestimmt bald Ihren DR.Physik verlieren :-) Man darf gespannt sein was Madame von Gnaden Bushs uns dann erzählen wird :-)) Kruschort, am 04. Dezember 2009 um 19:39 ( Link ) An H. Grözinger Martin Möller, am 04. Dezember 2009 um 20:22 ( Link ) "Ardennen-Offensive" ist gut ... Die war, gemessen an den Möglichkeiten ziemlich erfolgreich. Jedenfalls zog der Ami sofort den Schwanz ein und irrte erst einmal planlos in der Eifel herum ... Robert Grözinger, am 04. Dezember 2009 um 23:46 ( Link ) @ Kruschort: Konservativer, am 05. Dezember 2009 um 1:46 ( Link ) Über zwei Wochen nach Offenbarwerden des Klimagate findet sich auch auf ARD-online eine Mitteilung, dass da was war. Natürlich der zu erwartende Tenor: Kriminelle Hacker hätten finsteren Skeptikern zu einem geschickt gewählten Zeitpunkt Munition für böses Störfeuer geliefert. Eine sachliche Auseinandersetzung mit den Fakten? Fehlanzeige (war ja klar)! Vielleicht kommt man ja den Burschen auch bei, indem man die Hysterie noch weiter erhöht und damit der Lächerlichkeit preisgibt: Das Klima werde sich noch viel schneller erwärmen, um 10 Grad in den nächsten fünf Jahren, die Ozeane werden austrocknen, wenn wir nicht sofort alle Autos erschießen. Singaporean, am 05. Dezember 2009 um 10:27 ( Link ) Das Klima werde sich noch viel schneller erwärmen, um 10 Grad in den nächsten fünf Jahren, die Ozeane werden austrocknen, wenn wir nicht sofort alle Autos erschießen. Das bringt mich zum schmunzeln. Meine Auto werde ich dennoch nicht erschießen, niemals! em , am 05. Dezember 2009 um 15:47 ( Link ) Nachdem ich ein wenig über den in Kommentaren zu einem anderen Artikel angesprochenen Maurice Strong gelesen hatte fiel mir ein Vergleich von Schellnhuber in der Illner-Sendung wieder ein: Der Klimawandel sei vergleichbar mit der Fahrt der Titanic. Allerdings sei die Sicht klar bis zum Horizont (damit meinte er wohl die Erkenntnislage), das Problem wären lediglich die 192 Kapitäne auf der Brücke (die Lösung demzufolge wohl die Weltklimadiktatur). Max Wessenberg, am 08. Dezember 2009 um 1:12 ( Link ) Vielen Dank für die freundliche Verlinkung! Heute muss ich revidieren - Greenpeace verhielt sich völlig korrekt und innerhalb des zivilisatorischen Rahmens: Max Wessenberg, am 08. Dezember 2009 um 1:13 ( Link ) ...auch wenn es natürlich immer ein wenig absurd anmutet, gegen Meinungen zu demonstrieren. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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rolf degen, am 04. Dezember 2009 um 13:49 ( Link )
Aber ist es nicht unheimlich lustig, dass die Klimapäbste jetzt alle nach Kopenhagen reisen, wo Hans Christian Andersen 1837 seine göttliche Erzählung "Des Kaisers neue Kleider" herausgebracht hat? Sie wissen schon, wo alle die Dämel so tun, als wenn der nackte Kaiser tolle Kleider hat - nur weil alle anderen Dämel so tun? Am besten würden sie die Konferenz in Andersens Geburtshaus abhalten!