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![]() Robert Grözinger, Jahrgang 1965, Diplom-Ökonom, ist freier Journalist und Übersetzer. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Zeitgeistwende: Den Sozialismus in seinem Lauf ...von Robert Grözinger ... hält nur seine vollständige Entlarvung auf „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Mit diesem Spruch schleuderte Erich Honecker im Herbst 1989 dem politischen Gezeitenwechsel, der dabei war, ihn und seine Genossen hinwegzufegen, seine ganze Verachtung entgegen. Doch man würde die kreativen Fähigkeiten des damaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden überschätzen, ordnete man ihm die Urheberschaft dieses etwas holprigen Reims zu. Der Vers stammt nämlich aus der Gründerzeit der Sozialdemokratischen Partei und brachte die damalige Siegeszuversicht und den Optimismus der Arbeiterbewegung zum Ausdruck. Der Glaube, der Sozialismus sei eine „Naturnotwendigkeit“ und daher gar nicht aufzuhalten, war damals weit verbreitet. Obwohl der Spruch jetzt wegen seiner Verwendung durch Honecker nur noch karnevalistischen Wert hat, ist der ihm zugrunde liegende Glaube heute immer noch sehr verbreitet – und das nicht nur unter den Anhängern der dem Namen nach sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien. Nur die Bezeichnung des teleologischen Ziels hat sich geändert. Statt Sozialismus heißt es nun „soziale Gerechtigkeit“, hilfsweise auch mal „ökologisches Gleichgewicht“. Keiner kann genau definieren, was mit diesen Begriffen gemeint ist. Aber das stört die Gläubigen nicht. Ein solcher Glaube wäre kein Problem, wenn es sich bei dieser Religion um einen jenseitigen Glauben handeln würde. Das Problem ist der unter dem Banner dieser Begriffe versteckte Versuch, das Himmelreich im Diesseits zu errichten. Der Brutal- und Betonsozialismus ist gescheitert, wie es Ludwig von Mises bereits 1920 voraussagte. Als alternative gesellschaftsordnende Leitidee hat sich aber nicht etwa sein Gegenteil, die freie Marktwirtschaft in einer Gesellschaft freier Individuen, etabliert, sondern sein Bruder, der schleichende Sozialismus, wie es Roland Baader in seinem Buch „Kreide für den Wolf“ bereits 1991 voraussagte. Die Gläubigen haben ihren Glauben nicht aufgegeben, sondern lediglich die Taktik zur Erreichung ihres messianischen Ziels geändert. Überzeugte Sozialisten sind lernende Systeme – im Gegensatz zu Ochs und Esel, insofern ist der anfänglich zitierte Spruch zutreffend. Sie haben gelernt, dass sie vorsichtiger, langsamer, leiser und umfassender voranschreiten müssen, um zu verhindern, dass ihnen die Leute nochmals entkommen. Die Schlaueren unter ihnen haben das übrigens schon 1961 begriffen, angesichts des Baus der Berliner Mauer, und nicht erst 1989 bei ihrem Abriss. Als lernende Systeme haben überzeugte Sozialisten außerdem begriffen, dass sie die Verantwortung für die von ihnen verursachten moralischen und materiellen Verwüstungen leugnen und mittels Propaganda in Schulen und Medien auf andere abwälzen müssen. Was wie eine Verschwörungstheorie klingt, wird dann plausibel, wenn man die religiöse Dimension beachtet. Wer den schleichenden Sozialismus fördert, wird ihn zu seinen Lebzeiten möglicherweise nicht verwirklicht sehen. Doch er arbeitet für das große Ziel – und das gibt ihm innere Befriedigung, gibt seinem Leben einen Sinn, der über seinen Tod hinausreicht. Dieses Ziel mag noch weit in der Zukunft liegen. Aber es ist ein Ziel, wofür es sich für den Gläubigen zu leben, zu sterben, zu lügen, zu betrügen – auch sich selbst –, zu stehlen, zu zerstören und, wenn es darauf ankommt, auch zu töten lohnt. Hilfsweise reicht es ihm auch, wenn er einfach zulässt, dass sich diese moralischen Verfehlungen in der Gesellschaft ausbreiten, denn ihre Zunahme ebnet seiner Sache den Weg. Machtgeile, skrupellose Menschen finden sich in jedem Glaubenssystem, doch je sozialistischer, diesseitsorientierter ihr Umfeld ist, desto ungehemmter können sie sich austoben. Hin und wieder gibt es ob dieser Entwicklungen empörte Reaktionen, gespeist von Überresten einer vagen Ahnung einer jenseitigen, transzendenten Fundierung von Moral, Anstand und der Einzigartigkeit des Individuums; aber auch darauf hat sich das lernende System bereits eingestellt. Die aktuelle Zeitgeistwende weg vom Sozialismus und hin zu mehr liberaler Selbstverantwortung und konservativer Traditionspflege, die ef-Herausgeber André Lichtschlag beobachtet, und die im übrigen nicht nur in Deutschland zu spüren ist, wird den Glauben an den Sozialismus nicht brechen. Sie wird die Gefahr, die von ihm ausgeht, nicht bannen. Dazu ist sie viel zu oberflächlich – sie ist lediglich eine ungerichtete Reaktion auf die aktuellen Übertreibungen des schleichenden Sozialismus. Ihr fehlt Klarheit, ein positiver Impetus sowie eine feste Grundlage. Auch die Zeitgeistwende der unmittelbaren Nachkriegszeit in Deutschland war oberflächlich, getragen von einem Putsch Ludwig Erhards, dem der Erfolg recht gab. Aber nach zwanzig Jahren war der Ofen wieder aus; die verbeamteten Lehrer und die öffentlich-rechtlichen Medien hatten gründliche Arbeit geleistet. Eine ähnlich drastische Wende fand 1979 in Großbritannien statt, wofür die Engländer zwanzig Jahre später mit New Labour bestraft wurden, die mit einer Politik der expandierenden, schuldenfinanzierten staatlichen Wohlfahrt, der Untergrabung jahrhundertealter Institutionen, der Ersetzung der letzten echten Bildungsinhalte mit Indoktrination, der Bürokratisierung, der diskriminierungslosen Einwanderung, der flächendeckenden Überwachung und, last but not least, der inquisitorischten politischen Korrektheit Europas dafür sorgten, dass ein neuerlicher Thatcherismus für mindestens eine Generation im wahrsten Sinne des Wortes undenkbar geworden ist, egal, wer im Parlament die Mehrheit hat. Überzeugte Sozialisten sind getriebene, durchtriebene, gerissene und skrupellose Menschen. Sie lassen sich durch eine Eintagsfliegen-Zeitgeistwende von ein oder zwei Jahrzehnten nicht von ihrem Jahrtausendprojekt abbringen. Weil es sich um ein Glaubenssystem handelt, wird dem Sozialismus weder der Elan noch das menschliche Kanonenfutter ausgehen – wenn ihm nicht auch auf der religiösen Ebene Widerstand entgegengebracht wird. Solange der Machbarkeitswahn eines diesseitigen Paradieses in den Köpfen der Menschen herumgeistert, wird der Trend zum Totalitarismus ungebrochen bleiben. Literatur: Ludwig von Mises: Die Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Gemeinwesen (1920) Ludwig von Mises: Die Gemeinwirtschaft (1932 [1922]) Roland Baader: Kreide für den Wolf (1991) Internet: André F. Lichtschlag: Zeitgeistwechsel kurz vor dem Zusammenbruch 03. November 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareStefan Miller, am 03. November 2009 um 12:03 ( Link ) es ist nicht mehr der Machbarkeitswahn eines Paradieses. Der Sozialismus II verspricht keine Vision mehr. Es wird nicht mehr eine bessere Welt angestrebt. Die Bäuche sind voll und für Unterhaltung wird auch gesorgt. Wenn dann der Mensch vor der Alternative "Friss oder Stirbt" gestellt wird, dann wird kaum jemand sich erheben. Der schleichende Sozialismus breitet sich wie der Schweinegrippevirus aus, der die normale Grippe zu verdrängen scheint. Robert Grözinger, am 03. November 2009 um 12:16 ( Link ) @Tobias: Das hier (PDF) könnte weiterhelfen. TrebMelsa @ Robert Grözinger Lieber Herr Grözinger, ein sehr guter Artikel! stereotyp Um es auf den Punkt zu bringen: der Kampf "Rechts" vs. "Links" bewirkt, dass sich die Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zugunsten des Sozialismus/Kommunismus wenden, und die Regierungsform zu einer totalitären Macht avanciert. Die Frage ist, wie das in der EU zum Ausdruck kommen wird. Meine These: Schöne neue Welt(ordnung) :/ MfG Tobias , am 03. November 2009 um 13:34 ( Link ) @ Robert Grözinger Danke für den Link. Nun erinnere ich mich wieder an Ihren Artikel. ISBN3451322005, am 03. November 2009 um 14:11 ( Link ) @ Robert Grözinger Ihr Beitrag besticht durch seine flexible Universalität. Ich kann in dem Artikel „Sozialisten“ durch „Liberale“ - „Sozialismus“ durch „Liberalismus“ und „liberale Selbstverantwortung“ durch „soziale Selbstverantwortung“ ersetzen ohne das sich an der inhaltlichen Aussage groß was ändert. Als alternative gesellschaftsordnende Leitidee hat sich aber nicht etwa sein Gegenteil, die freie Marktwirtschaft in einer Gesellschaft freier Individuen, etabliert Da der freie Markt, als gesellschaftsordnende Leitidee, nach 250 Jahren immer noch nicht aus den Puschen kommt, scheint mit dieser dollen Idee irgendwas nicht ganz in Ordnung zu sein. Oder kann mir einer mal einen Zeithorizont nennen, wann sich die Tür zu Alices Wunderland endlich auf tut? Für die Praktiker dazu noch ein sachdienlicher Hinweis. Die gesellschaftsordnende Leitidee des freien Marktes kann sich erst entfalten, wenn alle gesellschaftlichen Subjekte, die sich dem Absolutheitsanspruch des freien Marktes widersetzen von selbigem eliminiert worden sind. Um diese notwendige Markträumung sollte sich mal schleunigst einer kümmern. Während dieser knackigen gesellschaftsordnenden liberalen Marktbereinigung drücke ich bezüglich Ihrer vagen Ahnung einer jenseitigen, transzendenten Fundierung von Moral, Anstand und der Einzigartigkeit des Individuums, im Gegensatz zu Kardinal Joachim Meisner aus der "Nachbardiskussion", auch gerne mal beide Augen zu und verbleibe in gespannter Erwartung. P.S. noch nie war es so einfach wie heute, im Kreise irgendwelcher Geistesakrobaten, verbale Knallkörper zu zünden. Ist dann der Rauch verzogen sieht man sich mit hilflos schreckhaften Kommentaren wie „Blödsinn“ oder „lies mal dies und jenes“ konfrontiert. Stefan Miller, am 03. November 2009 um 14:37 ( Link ) @ISBN In diesem Forum wird der freie Markt als eine Idee verstanden, die zwar stets von der Politik bedroht und eingeschränkt wird, zu der es jedoch, besonders in Krisenzeiten, keine Alternative gibt. Den freien Markt gab es auch schon seit der Mensch angefangen hat zu tauschen und nicht erst seit 250 Jahren. Da kam erst der politische Staat als Umverteiler ins Spiel. Den Unterschied zwischen dem (ex definitione freiwilligen) Tausch und einer Umverteilung muß ich wohl nicht nochmal erläutern. P.S. ISBN3451322005, am 03. November 2009 um 15:22 ( Link ) Ach mensch Miller... Den freien Markt gab es auch schon seit der Mensch angefangen hat zu tauschen und nicht erst seit 250 Jahren. Kann ich auch...: Sozialismus gibt es seitdem der Homo-Dingsda um's Feuer rum sitzt..., umverteilt wurde da auch wie wild, war vermutlich sogar eine absolut überlebenswichtige Notwendigkeit. In diesem Forum wird der freie Markt als eine Idee verstanden bin verwirrt..., was nu? Ist der freie Markt nur eine Idee oder ein Faktum a priori? Argumenten nicht folgen welche Argumenten? Ich sehe nur irgendwelche Thesen Stefan Miller, am 03. November 2009 um 15:49 ( Link ) ISBN, Den Sozialismus gibt es etwa seit Marx. Wenn Sie keine Argumente erkennen können, dann könnten Sie jede These doch leicht widerlegen. Minarchist, am 03. November 2009 um 16:10 ( Link ) @ ISBN "Da der freie Markt, als gesellschaftsordnende Leitidee, nach 250 Jahren immer noch nicht aus den Puschen kommt, scheint mit dieser dollen Idee irgendwas nicht ganz in Ordnung zu sein. Oder kann mir einer mal einen Zeithorizont nennen, wann sich die Tür zu Alices Wunderland endlich auf tut?" Das Problem ist, daß Sie nicht begreifen, daß der freie Markt NICHT das Ziel verfolgt bzw. verfolgen soll, Ergebnisgleichheit herzustellen. Sie und Ihresgleichen scheinen dies aber irrtümlich anzunehmen und sitzen dann monoton "der freie Markt funktioniert nicht" blökend da. Das Problem liegt allerdings bei Ihnen und nicht dem freien Markt, denn Sie legen die Forderungen der sozialistischen Gleichheitsideologie als Erfolgsmaßstab an. Darum ging und geht es aber beim freien Markt nie. ISBN3451322005, am 03. November 2009 um 17:03 ( Link ) @Minarchist Das Problem ist, daß Sie nicht begreifen, daß der freie Markt NICHT das Ziel verfolgt bzw. verfolgen soll, Ergebnisgleichheit herzustellen. aus welcher meiner Aussagen schließen Sie, dass ich davon ausgehe, dass der freie Markt das Ziel verfolgt Ergebnisgleichheit her zu stellen? Wobei ich mit dem Ziel, das der freie Markt angeblich verfolgt in der Tat ein Problem habe. Kann es sein, dass der freie Markt an sich aus gesellschaftlicher Sicht gar kein sinnhaltiges Ziel verfolgt? Ich wüsste nicht wie „er“ das tun sollte. Welches Ziel verfolgt der freie Markt aus Ihrer Sicht? Würde mich nicht wunder wenn Sie mir auf diese Frage mit irgendeinem kollektivistischen Streben nach Freiheit und individueller Bedürfnisbefriedigung oder so was kommen. Das Problem liegt allerdings bei Ihnen und nicht dem freien Markt, denn Sie legen die Forderungen der sozialistischen Gleichheitsideologie als Erfolgsmaßstab an. Darum ging und geht es aber beim freien Markt nie. Und aus welcher meiner Aussagen schließen Sie, dass ich die Forderung der sozialen Gleichheitsideologie als Erfolgsmaßstab anlege? Gleichheitsideologie ist doch in Form von Gleichgewicht vor allem eine Sache der Marktfreunde. "der freie Markt funktioniert nicht" blökend Ich brauch gar nicht zu blöken, ich brauche nur zu Fragen wo, wann und wie Ihr freier Markt auf den Plan treten soll um mir Ihr und Ihresgleichen ratloses langes Gesicht vor zu stellen. Überzeugen Sie mich einfach indem Sie Ihre Bringschuld erfüllen und ich schweige für immer. Oceans911, am 03. November 2009 um 17:20 ( Link ) Was ist denn eigentlich der Sozialismus? Wodurch ist er gekennzeichnet? Kann es sein, dass weder seine Anhänger noch seine Gegner in der Lage sind, klar zu definieren, was Sozialismus genau ist, und wann er in vollendeter Form vorliegt? Und wie unterscheidet sich Sozialismus vom Kommunismus? Weitere Fragen: gibt es eine freie Marktwirtschaft mit sozialistischen Elementen? Oder schließt sich das begrifflich aus? Falls ja, wie sollte man die gegenwärtige Wirtschaftsordnung der BRD, die sich ja - wie man hier lernen kann - auf dem Weg in den Sozialismus befindet, nennen? Und ab welchem Stadium wäre der Übergang zum Sozialismus, den die einen anstreben, die anderen mit allen Mitteln verhindern wollen, erreicht? Dr. Spiele, am 03. November 2009 um 17:35 ( Link ) Wieso geht man hier eigentlich noch auf diesen Troll ISBNblablabla ein? Der hat doch nun schon x-mal bekundet, daß er nichts dazulernen will, keinerlei Argumentation liefern will, und ist dabei auch noch sehr stolz auf sein dämliches Gesülze. em , am 03. November 2009 um 17:41 ( Link ) Die "Argumente" führt er doch im Namen: Die sogenannte "Benedikt-"Bibel. Übrigens ein interessanter Versuch, mit einem alten Produkt auf einem freien Markt nochmal ein wenig Gewinn zu machen. Minarchist, am 03. November 2009 um 18:02 ( Link ) @ Dr. Spiele Auch in Befolgung dieser Erkenntnis: "Arguing on the Internet is like running in the Special Olympics - even if you win, you're still retarded". Molot, am 03. November 2009 um 19:26 ( Link ) ich brauche nur zu Fragen wo, wann und wie Ihr freier Markt auf den Plan treten soll Sie verstehen da was "miss". Der Markt muß nicht auf den "Plan treten" und es gibt ihn auch nicht erst "seit der Mensch angefangen hat zu tauschen (Miller)" Der Markt ist ein Naturgesetz, geauso wie die Gravitation. Er ist immer vorhanden, ob Ihnen das passt oder nicht. Und genausowenig wie Sie mit einem Kran die Gravitation beseitigen, werden sie mit Sozialismus den Markt beseitigen. B.Ullmann bernd_lessing, am 03. November 2009 um 19:37 ( Link ) @Minarchist: Ich schließe mich Ihnen an und ignoriere den Kasper mit der ISBN-Nummer einfach. Seine """Argumente""" sind einfach nicht satisfaktionsfähig. Minarchist, am 03. November 2009 um 19:43 ( Link ) @ Molot Ihr Wort in Gottes Ohr. Sozialisten sind aber leider unverbesserliche Ignoranten. Die ökonomischen Gesetze kann man nicht folgenlos ignorieren oder einfach für ungültig erklären, dennoch tun und fordern Sozialisten dies - ungestraft und mit Applaus des ahnungslosen, verhetzten Pöbels bedacht. Solange sowohl die Masse als auch die herrschenden "Eliten" sich strikt weigern, sich auch nur einfachstes ökonomisches Grundwissen anzueignen und zu befolgen, wird die Welt nie zur Ruhe kommen und die Geißel Sozialismus in all ihren Erscheinungsformen die Menschheit weiterhin ohne Unterlaß peinigen. Molot, am 03. November 2009 um 20:50 ( Link ) @Minarchist Andreas Tögel, am 03. November 2009 um 21:46 ( Link ) Hervorragender Beitrag, Chapeau! vonclausewitz, am 03. November 2009 um 22:14 ( Link ) Wie sagte das Merkelchen jüngst vor dem US-Kongress: "Ohne eine weltweite Bindung durch Transparenz und Kontrolle kommt es nicht zu einem Gewinn an Freiheit, sondern vielmehr zu einem Missbrauch an Freiheit und damit zu Instabilität." - Dr. A. Merkel, 2009 Transparenz und Kontrolle waren ja schon immer Schwert und Schild der sog. "Demokratie", nun auch ausserhalb der Landesgrenzen. Ich könnt heulen. TrebMelsa @ Molot & Minarchist Lieber Molot, hier haben Sie glaube ich richtig angemerkt, mangelndes ökonomisches Wissen haben viele der Typen, die zur Elite des sozialistischen Feldes zählen, wohl nicht. Nur, als echte verräterische Intellektuelle (Julien Benda: Der Verrat der Intellektuellen) täuscht diese Gruppe das breite Publikum bewusst, erweckt den Anschein, dass eine ‚bessere Gesellschaft’ unter ihrer Führung konstruiert werden kann. Goldelse, am 04. November 2009 um 8:02 ( Link ) @vonclausewitz Ja, die neuen Sozialisten weltweit scheuen sich nicht, die Begriffe Kontrolle und Freiheit in einem Atemzug zu nennen. Die Masse ist für freie Marktwirtschaft, nur haben wir weltweit die falschen Leute in den Regierungen. Ein Anfang zur Besinnung wäre die Einstellung sämtlicher Entwicklungshilfen und Subventionen. Stefan Miller, am 04. November 2009 um 8:31 ( Link ) @Molot Stefan Miller, am 04. November 2009 um 8:33 ( Link ) @Oceans911 ISBN3451322005, am 04. November 2009 um 9:04 ( Link ) @Dr. Spiele Wieso geht man hier eigentlich noch auf diesen Troll ISBNblablabla ein? Der hat doch nun schon x-mal bekundet, daß er nichts dazulernen will, keinerlei Argumentation liefern will, und ist dabei auch noch sehr stolz auf sein dämliches Gesülze. Ja, Troll find ich gut. Troll ich man immer da wo sie sich die ganzen Pfeifen nicht hintrauen, die sich mit Ihren Positionen und Ihresgleichen lieber zwischen Baum und Borke verkriechen. Wieso will ich nichts dazu lernen? Ich will sehr wohl was lernen, geht hier nur scheinbar nicht. Nehmen Sie sich einfach mal meiner Fragen an, die ich hier eins ums andere mal gestellt habe. Aber nein…., weil hier keiner in der Lage ist, mal zwei drei belastbare Sätze zu formulieren muss man alles selber machen und so habe ich im Urlaub z.B. Hans Hermann Hoppe und Karl Polanyi lesen müssen. Da kann man dann viele Erkenntnisse raus ziehen und den gelegten Spuren folgen. Neben den Erkenntnissen ergeben sich ebenso viele weitrer Hinterfragungen die ergründet werden wollen und so gibt es eigentlich keinen Grund sich auf vermeintlichem Wissen aus zu ruhen, wie es hier im Stuhlkreis einiger Warmduscher an der Tagesordnung ist, die sinnlos einhellig ihren Weltschmerz vortragen. ISBN3451322005, am 04. November 2009 um 9:07 ( Link ) @Molot Der Markt muß nicht auf den "Plan treten" und es gibt ihn auch nicht erst "seit der Mensch angefangen hat zu tauschen (Miller)" Der Markt ist ein Naturgesetz, geauso wie die Gravitation. Er ist immer vorhanden, ob Ihnen das passt oder nicht. Und genausowenig wie Sie mit einem Kran die Gravitation beseitigen, werden sie mit Sozialismus den Markt beseitigen. Ich lasse mich auf Ihr bildhaftes Gerede ein und auf den „Markt als Naturgesetz“ und knipse Sie trotzdem mit einem Satz aus. Ist der Markt ein Naturgesetzt wie die Gravitation, so wissen wir auch um das Naturgesetz, dass das Gravitationsfeld von großen Massen verzerrt bzw. "verbogen" wird. Bei diesem erweiterten Bild stampft der liberale Naturliebhaber dann aber plötzlich wie ein Kleinkind mit dem Fuß auf und will von vermeintlichen Naturgesetzen nichts mehr wissen. ISBN3451322005, am 04. November 2009 um 9:12 ( Link ) @Oceans911 Weitere Fragen: gibt es eine freie Marktwirtschaft mit sozialistischen Elementen? Oder schließt sich das begrifflich aus? Ohne jetzt die hier Versammelten mit meinem Trollkrempel aus ihren liberalen Fieberträumen zu reißen. Aber wenn ich den von mir oben angesprochenen Karl Polanyi recht verstanden habe, so ist der Sozialismus ein tragisches und historisch logisch konsequentes Abfallprodukt der Marktwirtschaft, so wie auch die „Klassendenke“ ein Abfallprodukt der Marktwirtschaft ist. Gewichtige Interessen streben dazu, das Gravitationsfeld zu verzerren…, Naturgesetz… Mir eröffnet sich der furchtbare Verdacht, dass der Liberale unversehens vor der eigenen Haustür landet, wenn er sich an die Wurzeln des Sozialismus vorgräbt. Wobei diese Gefahr mangels redlichen Aushubarbeiten bei den meisten Mitdiskutanten eigentlich nur von rein theoretischer Natur ist. Stefan Miller, am 04. November 2009 um 9:13 ( Link ) don't feed the trolls!!! ISBN3451322005, am 04. November 2009 um 9:17 ( Link ) @TrebMelsa Denn m. E. ergänzen sich Ökonomie und Ökologie, denn das gemeinsame Ziel ist letztendlich der rationelle und damit sparsame Umgang mit sämtlichen vorhandenen Ressourcen Welcher rationale ökonomische Grundsatz sollte mich in drei Teufelsname daran hindern, sämtliche ökologischen Ressourcen innerhalb meines Daseins zu verpulfern? Auch für die letzten knappen Ressourcen wird es potente Käufer geben die, wie für Van Gogh Bilder, den Preis für die Markträumung zahlen. ISBN3451322005, am 04. November 2009 um 9:21 ( Link ) So…, habe vorerst fertig... Für euer eigenes geistiges Wohlgefallen und meinen Seelenfrieden empfehle ich dringend dem Rat des Doktors zu folgen und mich allumfassend zu ignorieren!! TrebMelsa @ ISBN3451322005 Wenn Sie absolut irrational handeln möchten oder unverantwortlich, z. B. gegenüber der Zukunft Ihrer Tochter, die Sie schon ab und an in Kommentaren erwähnten, zu handeln gewillt sind – NICHTS. Aber dies hätte nichts mit dem zu tun, was ich als ‚rationales Handeln’ angedeutet und umschrieben habe. bernd_lessing, am 04. November 2009 um 9:38 ( Link ) @Stefan Miller: "wenn Sie wissen wollen was Sozialismus ist lesen Sie Marx und Engels. (...) Im Kern leigt aber stets die vollständige Verstaatlichung der Produktionsmittel und die Erschaffung des neuen kollektiven Menschen als Ziel." Damit haben Sie natürlich Recht. Problematisch wird es nur, wenn sich ein Gedankenmodell wie der Sozialismus weiterentwickelt: Meine These ist, dass die Sozialisten sehr früh gemerkt haben, dass eine offene Verstaatlichung nicht durchsetzbar oder zumindest kontraproduktiv ist. Analog zu den plündernden Horden früherer Zeiten, die die eroberten Gebiete zunächst brandschatzten und plünderten, dann aber feststellten, dass es ja viel effektiver ist, die dortige Bevölkerung zu unterjochen und ihr Tribut abzuverlangen, haben auch die Kollektivisten des 20. Jahrhunderts erkannt, dass das dauerhafte Melken der Kuh viel mehr Spaß macht, aber erfordert, dass man diese (um im Bild zu bleiben) Grasen lässt. Dass der so entstandene "Neosozialismus" (oder wie man das Monster nennen mag) strukturelle Gemeinsamkeiten mit dem Faschismus (Stichwort: Produktion bleibt in privater Hand, wird aber staatlich gesteuert) hat, ist kein Zufall. Stefan Miller, am 04. November 2009 um 10:01 ( Link ) @TrebMelsa @bernd_lessing bernd_lessing, am 04. November 2009 um 10:36 ( Link ) @Stefan Miller: "Meine These ist, daß die anonymen Großkonzerne, die den relevanten Teil der Produktion kontrollieren, sowas wie Staatsfirmen sind. Die Politik ist mit den Konzernen eng verzahnt, Gesetze werden für Konzerne gemacht (aber auf alle angewandt). Es ist also bereits fast alles verstaatlicht ohne daß es jemand merkt." Das sehe ich sehr, sehr ähnlich. Eine zentrale Rolle spielen damit die (US-)Großbanken. Bezeichnend ist auch, wie die Kontrolle über diese Konzerne abläuft, sprich: Struktur von Aufsichtsräten, Stimmenpooling auf Hauptversammlungen durch Fonds etc. Die "freie Marktwirtschaft" ist nur noch eine Illusion. Das, was im Rahmen der Globalisierung als "Neoliberalismus" deklariert wurde, ist alles andere als liberal - der Begriff "Neofeudalismus" würde da schon viel eher passen. Stefan Miller, am 04. November 2009 um 11:15 ( Link ) den freien Markt wird es immer geben, zumindest solange noch bis der neue Mensch etabliert wird, was ich aber nicht glaube. Notgedrungen wird der freie Markt ins verbotene ausweichen, als Schwarzarbeit, Schmuggel, etc. An potentielle Widersprecher: der freie Markt wird natürlich stets vom Staat bekämpft werden, daher kann er nicht frei praktiziert werden. dickbrettbohrer, am 04. November 2009 um 12:11 ( Link ) @Stefan Miller Der Sozialismus ist so alt wie die Menschheit. Sie meinen den sogenannten "wissenschaftlichen" Sozialismus bzw. Kommunismus, als dessen Vater Marx gilt. dickbrettbohrer, am 04. November 2009 um 12:22 ( Link ) @TrebMelsa Schizophrenie ist in jedem Menschen verankert, und nur der Gebildete ist sich dessen bewußt und kann immer wieder dagegen angehen. Gefühl geht vor Gehirn. Gewohnheiten sind stärker als Einsichten. Anpassungsdrang und Furcht vor Isolierung tun ein übriges. Warten Sie’s ab: bald sitzen wir frierend im Sommer vor dem Wohnzimmerkamin, weil’s draußen schneit. Derweil rotzt der Fernseher was von Klimaerwärmung, und das frierende Volk nickt. In Österreich freut man sich derzeit rundfunk- und pressegestützt über den außerordentlich frühen Beginn der Wintersaison – schon soooo viele Skikarten verkauft! Meinen Sie, der Klimakirche gehen dadurch die Gläubigen verloren? Die kritisch über Kirche reden, sind die eifrigsten Kirchgänger überhaupt! dickbrettbohrer, am 04. November 2009 um 12:32 ( Link ) Der freie Markt ist wie Unkraut, nicht auszurotten. Unkraut gedeiht überall, sprießt selbst nach exzessivem Giftspritzen und sprengt, wenn man es nicht übersieht, sogar Beton. TrebMelsa @ dickbrettbohrer Klar, dies sehen völlig richtig - kein Widerspruch. Aber noch eine andere Anmerkung. Neulich habe ich gelesen, dass Sie EKL's Demokratie - eine Analyse noch bekommen und gelesen haben. Dies freut mich, dass Ihnen das Buch gefallen hat! Goldelse, am 04. November 2009 um 12:52 ( Link ) @ Stefan Miller "Die Politik ist mit den Konzernen eng verzahnt, Gesetze werden für Konzerne gemacht (aber auf alle angewandt). Es ist also bereits fast alles verstaatlicht ohne daß es jemand merkt." Genauso sehe ich das auch. Das hat zur Folge, dass eine Vielfalt von Produkten nicht mehr hergestellt wird. Man sieht das an den eintönigen Schaufensterauslagen in den Großstädten der immer wiederkehrenden großen Ladenketten. Sozialismus schafft immer Mangel, Einfalt, daher kann er keine Zukunft haben. Stefan Miller, am 04. November 2009 um 12:58 ( Link ) dickbrettbohrer Schizophrenie ist eine Erfindung von Psychologen und Romanautoren, die damit viel Geld verdienen. TrebMelsa dagegen scheint voll schizo zu sein. Oder er versucht es zumindest. Stefan Miller, am 04. November 2009 um 13:04 ( Link ) Goldelse TrebMelsa @ Stefan Miller Danke für die Blumen! Aber, wenn Sie meine Bechreibung gelesen haben würden, dann hätten Sie wahrgenommen, dass ich über das Gespaltensein, den Widerspruch in der Meinungsäußerung eines Bekannten geschrieben hatte. Molot, am 04. November 2009 um 13:12 ( Link ) @ Stefan Miller .....der erste Mensch es gewagt, ein Gut an der Reviergrenze zu hinterlassen und dafür ein anderes Gut aus dem Nachbarrevier bekommen. Das war der Beginn vom Markt. Der Markt war da, Jahrmillionen bevor sich der erste Affe auf die Hinterbeine erhoben hat und er wird noch da sein, wenn vom Homo sapiens nur noch Fossilien übrig sind. B.Ullmann Stefan Miller, am 04. November 2009 um 13:40 ( Link ) Molot, Wir meinen hier den Markt als eine Möglichkeit mit fremden Menschen zu tauschen. Tiere, die sie vielleicht meinen, verwenden keinen Markt sondern bestenfalls einfache tit for tat Strategien. Das ist noch kein Markt. Stefan Miller, am 04. November 2009 um 13:48 ( Link ) TrebMelsa, TrebMelsa @ Stefan Miller gut, nicht klar ausgedrückt, vielleicht hätte ich besser nur geschrieben >eine in sich widersprüchliche Meinung<, geht in Ordnung. dickbrettbohrer, am 04. November 2009 um 14:00 ( Link ) TrebMelsa: Mir ist dieses Demokratie-Bändchen wie eine Bibel. Ich habe es zum Nochmallesen in die Reihe gelegt. Radiergummi, am 05. November 2009 um 0:16 ( Link ) @ISBN Ich lasse mich auf Ihr bildhaftes Gerede ein und auf den „Markt als Naturgesetz“ und knipse Sie trotzdem mit einem Satz aus. Und die natürliche(n) Gesetzmäßigkeit(en), welche die Gesetze des Marktes krümmt (krümmen), ist (sind) welche? Nebenbei: Wer behauptet denn, dass die vorhandenen ökonomischen Gesetzmäßigkeiten und eventuell verzerrende Gesetze nicht Teil einer noch nicht erarbeiteten, übergeordneten Gesetzmäßigkeit sind bzw. die Bedingungen, unter denen eventuelle, gesetzmäßige Verzerrungen zustande kommen, nicht definierbar seien? Molot, am 05. November 2009 um 8:40 ( Link ) @Stefan Miller dann definieren Sie vielleicht mal was Sie unter dem Markt verstehen, Unter Markt verstehe ich das Prinzip Angebot-Nachfrage und deren geenseitiges austarieren. Dieses Prinzip gilt überall und immmer, vollkommen unabhängig von menschlichem Handeln. B.Ullmann Stefan Miller, am 05. November 2009 um 9:22 ( Link ) wer, wenn nicht ein Mensch, soll denn ein Angebot machen und wer, wenn nicht ein Mensch, soll die Nachfrage realisieren? Urs Bleiker, am 05. November 2009 um 9:52 ( Link ) Die nicht zu korrumpierenden Gesetze der Ökonomie werden es auch diesmal wieder richten. Dass gilt für die EUdSSR genauso wie es für die UdSSR und die DDR gegolten hat! ISBN3451322005, am 05. November 2009 um 14:32 ( Link ) @TrebMelsa Wie meinte Levi Strauss?… - "Den Menschen gibt es nicht" Sie hacken zwar ständig auf den „Theorien des menschlichen Handelns“ herum und setzen der abstrusen Kunstfigur des „homo oeconomicus“ (eine Figur, die ich ablehne – wie Sie vielleicht noch aus meinen älteren Kommentaren wissen?) ein anderes Menschenbild entgegen – übrigens ein ähnliches Bild, wie dies z. B. auch Wilhelm Röpke und Alexander Rüstow entwickelten –, aber anscheinend werfen Sie die eigenen Vorstellungen oder Einwände dann – wenn dies denn passt – über Bord! Ist dies System bei Ihnen - oder? Richtig…., unabhängig von der eigenen Position bediene ich mich zweckgebunden, flexibel und bedarfsorientiert auf dem freien Markt der Welt- und Menschenbilder. Von A wie „Arbeitsloser Schnorrer“ bis Z wie „Zentralbanker“. Das ist nicht mein System sondern unser System, in dem es sich auch der Liberale gemütlich macht. Wenn er die Karte beim Diskussionsschaulauf nicht zu spielen versteht kann ich auch nichts dafür. Wenn ich mich als lernfähig anbiedern will und den freien Markt als oberste gesellschaftskonstituierendes Element akzeptiere, bleibt mir gar nichts anderes übrig als mein Menschenbild über Bord zu werfen. Die meisten haben das schon längst hinter sich, oder hatten sowieso nie eins. Ich bin da leider Spätzünder. Wenn Sie absolut irrational handeln möchten oder unverantwortlich, z. B. gegenüber der Zukunft Ihrer Tochter, die Sie schon ab und an in Kommentaren erwähnten, zu handeln gewillt sind – NICHTS. Aber dies hätte nichts mit dem zu tun, was ich als ‚rationales Handeln’ angedeutet und umschrieben habe. Genau…, NICHTS. Was auch immer rationales Handeln sein soll. Gestern erfuhr ich am Rande, dass nach Freud aus jeder Handlung eine rationale Motivation heraus gepopelt werden kann. Als vollkommen irrational erscheint es mir, dass ich zwei Kinder in die Welt gesetzt habe. Die fressen mir die Haare vom Kopf und schwächen meine Position auf allen möglichen Märkten wie Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Das ich für die beiden Pappnasen mein Leben lassen würde kann in dem hier diskutierten Zusammenhang eigentlich kaum eine Rolle spielen, weil die Liebe und der freier Markt eigentlich nur auf der Reeperbahn in Sankt Pauli zusammen finden. Selbstverständlich wird mir jetzt das liberale Dilemma vorgehalten, dass der Wohlfahrtsstaat meine Kinder von ihrer rationalen Rolle meiner Alterssicherung entbunden hat. Bleibt dies aber das einzige Argument, so kann ich daraus nur schließen, dass sich der aufgeklärte Liberale nicht mal mehr dem kantschen Grundsatz der Menschenwürde verpflichtet fühlt, nach dem ich meinen Nächsten nicht als Mittel zum eigenen Zweck gebrauchen darf. Und wo die liberale Verantwortung hinzielt hat Herr Grözinger ja vorgetragen – auf das eigene Selbst. Diese liberale Selbstverantwortung soll dann mit irgendwelchen magischen Kräften auf unsere gesellschaftliche Gesundung einwirken? Na ja …, ich habe da zumindest meine Zweifel. das gemeinsame Ziel ist letztendlich der rationelle und damit sparsame Umgang mit sämtlichen vorhandenen Ressourcen Das sich aus Rationalität zwingend ein sparsamer Umgang mit Ressourcen ergibt ist für mich nicht nachvollziehbar. Es kann ja wohl nicht bestritten werden, dass wir im sparsamen Umgang mit Ressourcen vor der industriellen Revolution und der Entfaltung des Marktgeschehens erheblich besser Positioniert waren. Natürlich gezwungener maßen, weil unsre Rationalität noch nicht weit genug vorgedrungen war, um wirtschaftlich rational die Meere mit Schleppnetzen zu durchpflügen. Das Ziel aller dieser sozialistischen Gruppen ist es eben an die Macht zu gelangenNa und? Dieses Ziel ist kein sozialistisches Alleinstellungsmerkmal. Es ist doch eine moderne Errungenschaft, jedem den Weg beim Wettlauf um die Macht offen zu halten oder etwa nicht? Dabei sind alle Mittel erlaubt und ein Schiedsrichter wird von liberaler Seite nicht erwünscht. Es werden lieber Bauklötze gestaunt wenn man beim Rennen um die Macht von den Sozis neuerdings nur noch die Rücklichter sieht. Kommt dann der, nach österreichischer Schule geprägte Liberale mit seinen Lehrbüchern angetrottet, ist der Drop längst gelutscht. EKL's Demokratie - eine Analyse Den alten Haudegen habe ich mir nun gestern auch mal geordert…, der scheint ja auch zur strategisch taktischen Grundausrüstung zu gehören. ISBN3451322005, am 05. November 2009 um 15:00 ( Link ) @Radiergummi Und die natürliche(n) Gesetzmäßigkeit(en), welche die Gesetze des Marktes krümmt (krümmen), ist (sind) welche? Da frag mal besser die Sozis. Das mit der natürliche(n) Gesetzmäßigkeit(en), war hier ja nicht meine Idee. Ich will nur darauf hinweisen, dass derjenige der A sagt auch B sagen muss. Den Menschen auf das Tauschparadigma zu reduzieren und darüber dann die Welt erklären ist einfach lächerlich. Statt sinnlose Dogmen wie „der freie Markt existierte bereits vor dem Urknall“, in den Raum zu stellen, orientiere ich mich lieber an dem, was ich über die Geschehnisse in Erfahrung bringen kann. Diese Orientierung ist natürlich mühevoll, lückenhaft und auch anfällig für Irrtümer aber zumindest redlicher, als auf irgendwelchen unhaltbaren Ideen rum zu reiten. Erst nachdem sich der internationale Warenaustausch mittels mannigfaltiger Zwangsmaßnahmen etablierte, konstituierten sich die modernen regionalen Märkte, die dann im Zuge der Industriellen Revolution auch den „kleinen Mann“ erfassten. Selbstredend standen auch diese regionalen Märkte von Anfang an unter dem Einfluss des machtpolitischen Ringens der Interessensgruppen. So…, bla bla bla…, und wenn ich falsch liege so bitte ich um sachgerechte Berichtigung – z.B. für den Fall, das sich irgendwo zufälligerweise Quellen auftun die außerhalb von theoretischen Abhandlungen von einem längerfristig freien Markt berichten. Aus meiner bescheidenen Perspektive kann ich zumindest erstmal nur schließen, dass eine moderne arbeitsteilige Wirtschaft, die über die Familie oder die Rotte hinausgeht, ohne handfeste Machtausübung und Herrschaft nicht vorstellbar ist und die Sozis und „Marktstörer“ sich mit der intellektuellen Knallerbsenpistole, mit der hier einige rumfuchteln, nicht am Sack packen lassen. Nebenbei: Wer behauptet denn, dass die vorhandenen ökonomischen Gesetzmäßigkeiten und eventuell verzerrende Gesetze nicht Teil einer noch nicht erarbeiteten, übergeordneten Gesetzmäßigkeit sind bzw. die Bedingungen, unter denen eventuelle, gesetzmäßige Verzerrungen zustande kommen, nicht definierbar seien? Keine Ahnung, ich nich... Stefan Miller, am 05. November 2009 um 15:04 ( Link ) ich hab's doch gesagt: don't feed the trolls.!!! vonclausewitz, am 05. November 2009 um 16:11 ( Link ) @ Urs Bleiker Fraglos erst nachdem die Funktionärskaste im Verbotenen Palast Brüssel einen Schaden von schicksalhaften Dimensionen angerichtet hat und Millionen von Menschen ihrer wirtschaftlichen Zukunft beraubt hat. TrebMelsa @ ISBN3451322005 >>>>weil die Liebe und der freier Markt eigentlich nur auf der Reeperbahn in Sankt Pauli zusammen finden.<<<< Sie meinten wohl Sex und freier Markt? Liebe ist für mich etwas anderes und dies möchte ich an dieser Stelle nicht näher erklären -liegt auch im Bereich "Jenseits von Angebot und Nachfrage", um ein Röpke-Wort zu gebrauchen. >>>>Es kann ja wohl nicht bestritten werden, dass wir im sparsamen Umgang mit Ressourcen vor der industriellen Revolution und der Entfaltung des Marktgeschehens erheblich besser Positioniert waren<<<< Ich bestreite diese Aussage und hätte gerne eine Begründung Ihrer Ansicht, was ist die Grundlage Ihrer Meinung? Ein Freund von Statistiken bin ich zwar nicht unbedingt, weil ich selbst in diesem Bereich schon über 20 Jahre tätig bin! Trotzdem, aufgrund einer historischen statistischen Reihe: im Jahre 1700 war der Lohn-Index des landwirtschaftlichen Tagelöhners 100% = 1700 ist Basisjahr; trotz etlicher Kriege und verheerender Krankheiten wuchs die Bevölkerung bis 1800 (wenn wir einmal der Einfachheit halber dieses Jahresdatum als Wende zur Industrialisierung ansetzen) so stark, dass der Lohn-Index auf 50% sank. em , am 06. November 2009 um 1:16 ( Link ) Überspitzt gesagt, stimmen Sie Marie Antoinette zu, die abgehoben arrogant gesagt haben soll,... Das angesprochene Zitat stammt übrigens von Rousseau und aus einer Zeit, als Marie Antoinette gerade einmal 10 Jahre alt war. Ansonsten stimme ich Ihnen aber zu: Es ist einfach unerträglich, was dieser Herz-Jesu-Sozialist hier von sich gibt. So…, bla bla bla…, und wenn ich falsch liege so bitte ich um sachgerechte Berichtigung ... So interessant ist das Geschwurbel auch nicht. TrebMelsa @ em Danke für die Richtigstellung der Herkunft des Zitats. Manchmal bin ich eben verlassen, wenn ich mich auf mein Gedächtnis verlasse, d. h. ohne Nachprüfung aus der Erinnerung heraus zitiere. ISBN3451322005, am 06. November 2009 um 7:47 ( Link ) @em Es ist einfach unerträglich Schon klar, das ideologisch liberale Windei ist auch nicht belastbar und verträgt auch nix @TrebMelsa Ich bestreite diese Aussage und hätte gerne eine Begründung Ihrer Ansicht, was ist die Grundlage Ihrer Meinung? Ein Freund von Statistiken bin ich zwar nicht unbedingt, weil ich selbst in diesem Bereich schon über 20 Jahre tätig bin! Trotzdem, aufgrund einer historischen statistischen Reihe: im Jahre 1700 war der Lohn-Index des landwirtschaftlichen Tagelöhners 100% = 1700 ist Basisjahr; trotz etlicher Kriege und verheerender Krankheiten wuchs die Bevölkerung bis 1800 (wenn wir einmal der Einfachheit halber dieses Jahresdatum als Wende zur Industrialisierung ansetzen) so stark, dass der Lohn-Index auf 50% sank. Ok, sorry, mein Blick scheint getrübt. Ressourcenverbrauch ist in den letzten 200 Jahren deutlich zurückgegangen. Aus Ihrer Bemerkung folgere ich, dass es für Sie also ein Vergnügen oder zumindest das Richtigere gewesen wäre, die Menschen auf diesem Niveau (oder noch darunter?) vegetieren zu lassen - zu wenig zum Leben und zuviel um zu Sterben! Überspitzt gesagt, stimmen Sie Marie Antoinette zu, die abgehoben arrogant gesagt haben soll, als man ihr mitteilte, dass das Volk kein Brot habe und hungere, "Dann sollen Sie doch Kuchen essen!". Das ich hier vor allem deskriptiv unterwegs bin und nichts will und auch keine Ansprüche erhebe, wird hier sowie nie begriffen. Wer ist wo wann genau verhungert? Wer vegetierte wann wo genau in der Gegend rum? Kurz: Sie dokumentieren mit Ihrem obigen Ausspruch, dass Sie es besser finden würden, wenn unsere Vorfahren in der Landwirtschaft verhungert wären und vielleicht Sie und auch ich nicht existieren würden, weil ohne Industrialisierung unsere Vorfahren überhaupt keine Chance gehabt haben würden die Familien, aus denen wir stammen, zu gründen? und was soll der Müll? Soll ich hier jetzt auch eine Statistik liefern die aufzeigt, dass auch vor der Industrialisierung mit erfolg Familien gegründet wurden? Aber egal, ich habe sowieso jetzt keinen Bock mehr…. Zeitverschwendung. TrebMelsa @ ISBN3451322005 Nö, dies ist nicht nötig. Ihre Auswürfe sprechen für sich. Stinkenden Müll liefern Sie! >>>>Aber egal, ich habe sowieso jetzt keinen Bock mehr….<<<< Dann ein schönes Null-Bock-Wochenende! Molot, am 06. November 2009 um 9:08 ( Link ) @Stefan Miller Es ist ein menschliches Prinzip und das kann nicht ohne Menschen funktionieren. Ja, sicher, genau wie das Wetter, auch ein menschliches Prinzip oder haben Sie schon mal einen Esel mit einem Regenschirm gesehen? Oder wie die Schwerkraft, auch ein menschliches Prinzip, denn nur Menschen können Wasserkraftwerke bauen und nutzen. Oder das Klima auf der Erde, auch ein menschliches Prinzip..... B.Ullmann Stefan Miller, am 06. November 2009 um 13:24 ( Link ) da es wieder mal sonst keine interessanten Beiträge gibt, antworte ich hier noch mal auf Molot, was nicht heißen soll, daß Molot es unbedingt verdient, ihm zu antworten. "haben Sie schon mal einen Esel mit einem Regenschirm gesehen?" Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Tobias , am 03. November 2009 um 11:54 ( Link )
Sehr gelungener Artikel, der Ross und Reiter benennt.
Ludwig Erhards Wirtschaftspolitik als "Putsch" zu bezeichnen finde ich (aufgrund meiner Unwissenheit) gewagt, welche Hintergründe haben Sie dazu bewogen?
Herzlichen Dank.