André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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Die „taz“ und die Piraten, reloaded : Geht doch!

von André F. Lichtschlag

Am Ende schreiben auch in der Kochstraße doch besser gestandene Männer

Vermutlich wurde es denn Machern, pardon: MacherInnen, der „taz“ nun doch zu peinlich mit ihrer Journalisten-Karikatur Julia Seeliger. Heute durfte der gestandene Buch-Autor Albrecht von Lucke zur Sache kommentieren. Und wenn wir mal die üblichen politischen Korrektheiten gelangweilt überlesen ist dem Kern seiner Analyse zuzustimmen: Der Piratenpartei wird eine Debatte über ihr Freiheitsverständnis nicht erspart bleiben. Geht es auch ihr wie den etablierten sozialdemokratischen Parteien nur vorgeblich um Freiheit, tatsächlich aber um Gleichmacherei? Führen Sie das Wort „Freiheit“ wie allzu gerne stets auch Kommunisten und Nazis in deren vielen „Freiheits“-Liedern nur lautstark vor? Oder begreifen sie am Ende doch den Gehalt der Freiheit in der grundlegenden Meinungsfreiheit und dann im werteschaffenden Eigentumsrecht eines jeden Menschen an sich selbst und den Früchten seiner Arbeit? Mann kann es bei aller Problematik der Gesäßgeographie auch wie Lucke ausdrücken: Steht die Piratenpartei letztlich doch eher links (in der Tradition der zuletzt auch mit dem Mittel der Guillotine gleichmacherischen Französischen Revolution zusammen mit deren Ausgeburten Kommunismus und Nationalsozialismus sowie im Hintern des heutigen Ja-Sager- und Gleichschritts-Establishments und des zu ihren Gunsten umverteilenden dosenpfandverordnenden, mülltrennenden, internetzensierenden und glühbirnenverbietenden Nanny-Staates) oder doch eher rechts (auf der Seite der Inkorrekten, der kantigen Selbstversorger und -denker sowie der ausgebeuteten Nettosteuerzahler und Werteproduzenten)? Oder anders gefragt, Piraten: Seid Ihr „taz“-Tanten-gerechte Spießer und letztes Aufgebot unserer politischen Klasse? Oder ef-verdienende Querköpfe?

Internet

Lucke in der „taz“: Die Untiefen der Freiheit

Die Vorgeschichte

18. September 2009

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Kommentare

Reaktionaer, am 18. September 2009 um 16:06 ( Link )

Werter Herr Lichtschlag,

nach Lektüre des Artikels, auf den Sie sich beziehen, bin ich doch einigermaßen erstaunt. Wie können Sie in diesem dummen linken Gewäsch auch nur einen Hoffnungsschimmer sehen?

rechtsvorlinks , am 18. September 2009 um 16:19 ( Link )

Ich finde Handreichungen dieser Art gut.

"Dabei handelt es sich bei der "taz" nicht um ein neues Blatt, sondern um eine Zeitschrift, die seit nun schon über 25 Jahren ihr linkslastiges Unwesen im Sinne ihrer Vordenker Marx,Adorno,Dutschke,Gollwitzer uva, treibt."
----------------------------------------------
Zweitstimme nicht versenken
http://plebiszit.blogspot.com/
----------------------------------------------
Pedido,-Red. EF,
bitte thematisiert einmal die Chance einer Zweitstimmen Empfehlung.

kfa, am 18. September 2009 um 16:41 ( Link )

Sehr geehrter Herr Lichtschlag,

wie stehen die Chancen noch rechtzeitig vor der Wahl ein Interview Ihrer Höchstselbst mit einem führenden Kopf der Piraten hinzukriegen und an dieser Stelle zu präsentieren? Eine Beantwortung der abschließenden Frage dieses Artikels fänden bestimmt viele ratlose Leser sehr aufschlußreich.

chrisv, am 18. September 2009 um 16:52 ( Link )

hier noch ein paar interessante Informationen zur "Vorzeigejournalistin" Julia Seeliger: http://schwarze-pest.org/2250

Lion Edler, am 18. September 2009 um 17:16 ( Link )

Zitat Herr Lichtschlag:
,,Oder anders gefragt, Piraten: Seid Ihr „taz“-Tanten-gerechte Spießer und letztes Aufgebot unserer politischen Klasse? Oder ef-verdienende Querköpfe?"

Es wundert mich, dass diese Frage für Sie noch nicht beantwortet ist. Dass das eine linke Waschlappen-Partei ist, war mir schon lange vor dem JUNGE-FREIHEIT-Interview klar. Kein Mensch braucht diesen Saftladen.

rechtsvorlinks , am 18. September 2009 um 17:22 ( Link )

kfa
Frage,soll jetzt der Vater von A.Popp EF ein Interview geben ?

Ich selbst habe keine Torschlusspanik um "Piraten" wählen zu müssen. Programmatisches und Aktionskünste findet einjeder auf ihrer Web.
Kampf gegen Rechts , Polizei mit Nummernschild und Kerzen für den Berufsprovokateur welcher einen Polizeigriff nicht verkraftete, u.s.w.

Wenn auch nur eine Splitterpartei soviel kostenlose Wahlwerbung erhält, gebe es 2% mehr.
saludas

Noack, am 18. September 2009 um 17:25 ( Link )

Mit ziemlich heißem Stift geschrieben, dieser Text.

Ein Interview mit einem von denen wäre sicher interessant. Aber allzu große Hoffnung würde ich als klassisch-liberal Denkender nicht in diesen Verein stecken.

joblack, am 18. September 2009 um 17:28 ( Link )

Nana, die Piratenpartei ist politisch nicht festgelegt und der Freiheit und den Bürgerrechten zugeschrieben.

Natürlich haben die einzelen Mitglieder ganz unterschiedliche politische Einstellungen aber immer gesinnt darauf die Freiheit und die Bürgerrechte zu achten und fördern.

Unter Libertären gibt es auch ganz andere Ausrichtungen aber wenn es darauf ankommt findet man auch immer auf einen befriedigenden Nenner.

Jens Danner, am 18. September 2009 um 19:03 ( Link )

Ich (bin Pirat) kann nur für mich sprechen, aber ich sehe mich schon als Querkopf mit starkem Sinn für Gerechtigkeit und Freiheit. Ohne die Piraten würden diese Sinne weiter kränkeln.
Ich hoffe aber, ich werde nie so verkopft wie einige Kommentatoren hier, denn die sind zu sehr beschäftigt ihr intellektuelles Ego zu pflegen, und verpassen so die aktuelle Umbruchphase komplett, statt an ihr teilzuhaben.

Reaktionaer, am 18. September 2009 um 19:29 ( Link )

@ Jens Danner

"aber ich sehe mich schon als Querkopf mit starkem Sinn für Gerechtigkeit und Freiheit."

Was ist denn für Sie Gerechtigkeit? Wahrscheinlich soziale, nicht?

"Ich hoffe aber, ich werde nie so verkopft wie einige Kommentatoren hier"

Da sehe ich jetzt nicht so die Gefahr :-)

"verpassen so die aktuelle Umbruchphase"

Welche genau?

balkanjunge, am 18. September 2009 um 21:36 ( Link )

Bei der hitzigen Diskussion um die Piratenpartei, fällt mir nur auf, wie weit wir mit unserem System schon in den Gewässern des Totalitarismus gekommen sind.
Wenn man schon als Liberaler/Libärtärer die Piraten als Retter für die Freiheit betrachtet,die alles andere als Liberal sind, eher sozialistisch unterwandert, dann gute Nacht Deutschland.

rechtsvorlinks , am 18. September 2009 um 22:02 ( Link )

balkanjunge
Stichwort :
Totalitarismus versus Freiheit
http://www.youtube.com/watch?v=ldo0Bu-St3o

Schönes Wochenende den EF Redakteuren, Kommentatoren und allen aufrechten Landsleuten.

Lion Edler, am 19. September 2009 um 1:27 ( Link )

An Reaktionärer:

Über die linke ,,Gerechtigkeit", wie sie in der Realität aussieht, finden Sie hier nähere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gulag

joblack, am 19. September 2009 um 6:17 ( Link )

Was für ein Unsinn. Konzentrationslager bzw. Gulags gabs in allen Diktaturen. Das hat nichts mit links oder rechts zu tun.

Reaktionaer, am 19. September 2009 um 11:43 ( Link )

@ Lion Edler

Das ist mir bewußt. Ich wollte nur mal unserem gerechten Piraten auf den Zahn fühlen. Wetten, daß dieser sich lieber nicht mehr äußert?

@ joblack

Tatsächlich? In welcher "rechten Diktatur" gab es denn solche Lager? Bitte klären Sie mich auf.

Tanja Krienen, am 19. September 2009 um 14:06 ( Link )

Mal schauen, wie die Piratten im Milieu des FC St.Pauli abschneiden - denn da kommen sie u.a. her und gehören auch dort hin. Siehe auch: "Die Piratte" http://www.campodecriptana.de/blog/2009/09/19/1339.html

Reaktionaer, am 19. September 2009 um 15:02 ( Link )

Krienen, ich kann Sie zwar nicht leiden, aber für die Wortschöpfung "Piratte" muß ich Sie trotzdem mal sehr loben. Das bringt das auf den Punkt, was ich lang und breit umschrieben hätte.

Jochen Trebmann, am 19. September 2009 um 15:33 ( Link )

Das Problem ist doch, daß eine ganze Menge Leute mit grün-ökologistischer Weltanschauung derzeit das Piratenschiff entern. Grüne und Linke sind weltanschaulich hochgradig konditionierte Leute, Etatisten und Kollektivisten, die eben gerade NICHT Piraten sein können. Denn bei diesen Leuten steht nicht etwa Freiheitsliebe, Selbstverantworung und Vernunft im Vordergrund, sondern Staatsdenken (Etatismus), Weltanschauung und Obrigkeitshörigkeit.

Die Masse der Ökologisten ist im Staatsdienst tätig, es sind die modernen Spießer, welche gestern ganz hervorragende Nazis gewesen wären. So wie der Gründer des Bund Naturschutz, Alwin Seifert, der als Nazi Karriere machte und die Ergebnisse des "ökologisch-dynamischen" Anbaus von Gemüse im SS-Kräutergarten in Dachau zur Vorlage seiner Bücher machte.

Heute sind die Bücher von Seifert die Bibeln der Ökologisten. Trittin erteilte der Nazi-Ökologie im Jahr 2003 anläßlich seines Vorworts zum Kongreß "Naturschutz und Nationalsozialismus" förmlich die Absolution, als er schrieb: "Es ist nicht Aufgabe der Politik, geschichtswissenschaftliche Streitfragen zu beantworten". Die Nazi-Umweltpolitik ist also bei den Grünen sakrosankt.

Das ist auch gar nicht verwunderlich, denn wesentliche Ideologen der frühen Grünen waren altgediente Nazis wie der Mitbegründer der Grünen 1979, August Haußleitner.

Die heute in der Politik immer noch verbreitete Nazi-Weltanschauung, die im Kern etatistisch, sozialistisch und ökologistisch ist, wird durch ehemalige Grüne in die Piratenpartei getragen. Dieses Gift kann für die Piraten tödlich werden, denn die Glaubwürdigkeit der Piraten ist ihr derzeit einziges Kapital. Wie soll diese Glaubwürdigkeit verteidigt werden, wenn Etatisten und Ökologisten (als U-Boote?) die Partei entern?

Freiheit und Menschenwürde sind die natürlichen Feinde grüner Politik. Die Ökologisten brauchen den übermächtigen, bürgerfeindlichen Staat zur Durchsetzung ihrer totalitären Weltanschauung.

Wer grün ist, kann kein Pirat sein. So einfach ist das.

Schöne Grüße
Jochen Trebmann

Lion Edler, am 19. September 2009 um 20:17 ( Link )

An Reaktionärer:

War mir schon klar, wir verstehen uns... Zwischen den Zeilen quasi. ;-)

balkanjunge, am 20. September 2009 um 1:06 ( Link )

@ Jochen Trebmann
Besser kann man die aktuelle Entwicklung der Piraten nicht beschreiben!!!

joblack, am 20. September 2009 um 6:35 ( Link )

"In welcher rechten Diktatur"

Beispielsweise die George Bush Diktatur... jaja die war offiziell eine Demokratie (eine Republik fast nicht mehr) und natürlich im Nationalsozialismus.

Da kann man natürlich auch streiten ob das nun rechts ist aber man sieht schon das Sozialismus ob links oder rechts verwendet werden kann.

Besser Du passt Dein politisches Spektrum an.

Im übrigen ist die Piratenpartei weder links noch rechts. Das sieht man schon an den Themen die sie vertritt. Weder eine Zentralbank (in dem Kommunistischen Manifest gefordert) noch eine Zentralisierung.

Aussagen wie:

"Grüne und Linke sind weltanschaulich hochgradig konditionierte Leute, Etatisten und Kollektivisten, die eben gerade NICHT Piraten sein können. Denn bei diesen Leuten steht nicht etwa Freiheitsliebe, Selbstverantworung und Vernunft im Vordergrund, sondern Staatsdenken (Etatismus), Weltanschauung und Obrigkeitshörigkeit."

finde ich mehr als bedauerlich. Ein echter Libertärer würde einen solchen Mist nicht von sich geben.

Liberalismus heisst nicht grundsätzlich auf alles andere zu schlagen was nicht der gleichen Meinung ist.

Im übrigen kann jeder Pirat sein der die Ziele der Piraten unterstützt. Was die Person privat macht hat keinen zu interessieren.

Reaktionaer, am 20. September 2009 um 15:11 ( Link )

@ joblack

"Beispielsweise die George Bush Diktatur... jaja die war offiziell eine Demokratie (eine Republik fast nicht mehr) und natürlich im Nationalsozialismus."

Nazis und Bush sind beide links.

"Besser Du passt Dein politisches Spektrum an."

Wieso? Sehe ich keinen Sinn drin.

"Im übrigen ist die Piratenpartei weder links noch rechts."

*lach* *lach* *lach*

"Liberalismus heisst nicht grundsätzlich auf alles andere zu schlagen was nicht der gleichen Meinung ist."

Es ist mir völlig schnupp, ob das liberal ist. Etatismus ist Verbrechertum. Daher muß man auf diese Ideen "einschlagen" und ihre Vertreter erbarmungslos bloßstellen. Das 20. Jahrhundert hat gezeigt, was passiert, wenn man gegenüber Sozialisten duldsam ist. 100 Millionen Ermordete reichen mir.

Tanja Krienen, am 20. September 2009 um 16:55 ( Link )

Das Lumpenproletariat, „das in allen großen Städten eine vom industriellen Proletariat genau unterschiedene Masse bildet, ist ein Rekrutierplatz für Diebe und Verbrecher aller Art, von den Abfällen der Gesellschaft lebend, Leute ohne bestimmten Arbeitszweig, Herumtreiber, dunkle Existenzen, verschieden nach dem Bildungsgrade der Nation, der sie angehören, nie den Tagediebcharakter verleugnend; ...“. K. Marx,

Am Ende landen sie dort, wo sie hingehören, wie schon Bertolt Brecht in der "Ballade von den Seeräubern" wusste:

Sie häufen Seide, schöne Steine
Und Gold in ihr verfaultes Holz
Sie sind auf die geraubten Weine
In ihren wüsten Mägen stolz.
Um dürren Leib riecht toter Dschunken
Seide glühbunt nach Prozession
Doch sie zerstechen sich betrunken
Im Zank um einen Lampion.

Sie morden kalt und ohne Hassen
Was ihnen in die Zähne springt
Sie würgen Gurgeln so gelassen
Wie man ein Tau ins Mastwerk schlingt.
Sie trinken Sprit bei Leichenwachen
Nachts torkeln trunken sie in See
Und die, die übrig bleiben, lachen
Und winken mit der kleinen Zeh

Vor violetten Horizonten
Still unter bleichem Mond im Eis
Bei schwarzer Nacht in Frühjahrsmonden
Wo keiner von dem andern weiß
Sie lauern wolfgleich in den Sparren
Und treiben funkeläugig Mord
Und singen um nicht zu erstarren
Wie Kinder, trommelnd im Abort:

Sie tragen ihren Bauch zum Fressen
Auf fremde Schiffe wie nach Haus
Und strecken selig im Vergessen
Ihn auf die fremden Frauen aus.
Sie leben schön wie noble Tiere
Im weichen Wind, im trunknen Blau!
Und oft besteigen sieben Stiere
Eine geraubte fremde Frau

Sie fühlen noch, wie voll Erbarmen
Das Meer mit ihnen heute wacht
Dann nimmt der Wind sie in die Arme
Und tötet sie vor Mitternacht.
Noch einmal schmeißt die letzte Welle
Zum Himmel das verfluchte Schiff
Und da, in ihrer letzten Helle
Erkennen sie das große Riff.
Und ganz zuletzt in höchsten Masten
War es, weil Sturm so gar laut schrie
Als ob sie, die zur Hölle rasten
Noch einmal sangen, laut wie nie

Urs Bleiker, am 21. September 2009 um 13:22 ( Link )

"Es wundert mich, dass diese Frage für Sie noch nicht beantwortet ist. Dass das eine linke Waschlappen-Partei ist, war mir schon lange vor dem JUNGE-FREIHEIT-Interview klar. Kein Mensch braucht diesen Saftladen."

Richtig so! Kommt hinzu, dass im Rahmen des maroden Systems sowieso nichts verändert werden kann und dies, nachdem das System kurz vor dem Ende steht, auch gar nicht (mehr) nötig ist. Libertäre sollten vielmehr sich fragen, was sie für die Beschleunigung des Zusammenbruchs des Systems tun und wie sie aus den Trümmern des alten Systems eine erfolgreiche libertäre Gesellschaft aufbauen könnten!

Wer braucht schon schlappe politisch korrekte Piratten?!

chrisv, am 21. September 2009 um 13:46 ( Link )

Tatsächlich? In welcher "rechten Diktatur" gab es denn solche Lager? Bitte klären Sie mich auf.

zum Beispiel in Chile unter Pinochet

Nazis und Bush sind beide links.

Jetzt würde mich aber doch einmal interessieren, welche existierende oder frühere Regierung denn in Ihrem Sinne als "rechts" zu bezeichen ist...

Freiheit und Menschenwürde sind die natürlichen Feinde grüner Politik. Die Ökologisten brauchen den übermächtigen, bürgerfeindlichen Staat zur Durchsetzung ihrer totalitären Weltanschauung.

Wer grün ist, kann kein Pirat sein. So einfach ist das.

Volle Zustimmung, so sehe ich das auch.

karen meiser, am 21. September 2009 um 14:10 ( Link )

@Albrecht von Lucke: „Die Gretchenfrage lautet nicht schlicht: Wie hältst Du‘s mit der Freiheit?, sondern komplexer: Was verbirgt sich konkret hinter Deinem Freiheitbegriff?“

Natürlich geht es der Psychomacht um die Definitionshoheit: die Deutung des Freiheitsbegriffes durch die Herrschenden soll der Beherrschte rezipieren und rezitieren. Da nähern wir uns wieder dem Kirchenstaat: Erlösungsreligion und Ketzerverfolgung.

@Lion Edler
Über die linke ,,Gerechtigkeit", wie sie in der Realität aussieht, finden Sie hier nähere Informationen: ... Gulag

Gehen Sie mal hoch und runter, links und rechts durch die Geschichte, und Sie finden überall Schreckliches, Empörendes, Übelriechendes. Ob die Gulags leckerer oder widerlicher waren als etwa die Indianerausrottung, entscheidet der jeweilige Geschmack.

@joblack
Was für ein Unsinn. Konzentrationslager bzw. Gulags gabs in allen Diktaturen. Das hat nichts mit links oder rechts zu tun.

Wenn Sie nur die Begriffe „Konzentrationslager“ und „Gulag“ zur Hand nehmen, landen Sie tatsächlich bei zwei Herrschaftssystemen des 20. Jahrhunderts. Sicherlich sind solche Masseninternierungen besondere Erscheinungen des Zeitalters von Volks- und Ideologiemassen, vorher gab es eben die Ausschaltung der Führer, die von der Antike bis zum Mittelalter allenthalben erdolcht oder günstigstenfalls auf Inseln oder in Klöster verbannt (interniert) wurden. Mit den Mitteln der Medienmacht und der psychischen Formung der Masse sind KZ und Gulag mittlerweile obsolet, und kein modernes Herrschaftssystem, selbst wenn es NS oder Kommunismus oder Islamismus hieße oder ähnelte, würde sich heute (oder morgen) noch eines KZ oder Gulag bedienen.

Kurt_G Fördermitglied, am 21. September 2009 um 19:39 ( Link )

was ist den Liberalen den lieber?

... Die Verflechtung mit dem DDR-Regime von Angela Dorothea Kasner, die mit ihrer ersten Ehe den Namen Merkel annahm und ihn nach Eingehung der zweiten Ehe behielt, hängt eng mit ihrem familiären Umfeld und ihren persönlichen und politischen Freunden zusammen, die fast ohne Ausnahme mit der Stasi verbandelt waren. Dabei spielen herausragende Rollen ihr Vater Horst Kasner, ihr mehrjähriger Lebensgefährte Michael Schindhelm, Clemence de Maizière sowie dessen Nachkommen Lothar de Maizière und Thomas de Maizière, Wolfgang Schnur, Manfred Stolpe, Klaus Gysi und Günther Krause – mit Ausnahme von Thomas de Maizière sämtlich Vollblutstasis, wenn nicht streng bewiesen, dann aber verdächtig …

Wer Guido und Merkel will will Kitas, hohe Bürgerbelastungen und unfreien Markt. Niemand hat vor die Freiheit abzuschaffen ..

Kurt_G Fördermitglied, am 21. September 2009 um 19:46 ( Link )

und es geht noch doller ... Quelle: http://www.readers-edition.de/2008/06/05/merkels-stasi-umfeld/ Von Rolf Ehlers.

... Wenn wir beurteilen wollen, was wir von einem Menschen erwarten können, fragen wir immer erst danach, wo er denn herkommt. Wir suchen uns ein Bild von ihm zu machen, indem wir ergründen, in welchem Umfeld jemand in der Vergangenheit gelebt hat. Wir deutschen Wähler werden aber seit Jahren darüber im Dunkeln gelassen, aus welchem Umfeld denn unsere Kanzlerin kommt.

Keine der maßgebenden Zeitungen hat darüber mehr als oberflächlich berichtet, bis jetzt das Schweizmagazin am 29.5.2008 titelte:

“Deutsche Kanzlerin Merkel ein Stasi-Spitzel?”

In der Talk-Show von Anne Will wies Oskar Lafontaine, der sich heftigen Angriffen wegen seiner Zusammenarbeit mit Gegor Gysi als angeblichem Zuträger der Stasi ausgesetzt sah, darauf hin, dass es die Kanzlerin Merkel selbst sei, die eine Aktivistin des DDR-Systems gewesen sei.

Informationen, die in den Archiven vergraben waren und die nach der Wende in der großen Vernichtungsaktion nicht untergegangen waren, sind Vielen schon seit Jahren bekannt. Ihre Veröffentlichung ist aber nicht opportun. Offenbar gefällt es maßgebenden Leuten in den Redaktionen und Verlagen oder denen, die Macht über sie haben, Frau Merkel vor allen Angriffen zu schützen. Ob diese Leute selbst wissen, über wen sie da die Hand halten?

Merkels Vater, Horst Kasner, war nicht ein bescheidener Pfarrer, sonden ein bedeutender Mann in der DDR-Kirchenpolitik, in der er zusammen mit dem einflussreichen Clemence de Maizière,einem registriertem Informanten der Stasi, die DDR-Pläne mit den Kirchen vorantrieb, vor allem die Abspaltung der evangelischen Kirche in der DDR von der Evangelischen Kirche des ganzen Deutschlands. Er war Mitglied der von Moskau gsteuerten Christlichen Friedenskonferenz (CFK) und im von der Staatssicherheit gelenkten Weißenseer Arbeitskreis. Er hatte alle Freiheiten, die nur die Bonzen hatten: zwei Autos und das Recht in den Westen zu fahren. Im staatlichen Auftrag fuhr er mit der “nationalen Front” nach Italien, wo er öffentlich erklärte, dass allein die KPI dieses Land retten könne. Ihr selbst gewählter Biographie-Schreiber, der CDU-Politologe Gerd Langguth, dem man auch nachsagt, dass er ein seriöser Analytiker sei, teilt mit, dass der dominante Pfarrer Horst Kasner seine Tochter Angela “entscheidend geprägt” habe. Langguth beschreibt den Geistlichen, der 1954 auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges von West nach Ost übergewechselt war und später im brandenburgischen Templin eine wichtige Einrichtung für die Ausbildung von Vikaren leitete, als Sympathisanten des SED-Staates. Seine politischen Anschauungen hätten ihm dort den Spitznamen “roter Kasner” eingebracht. Erst in der späten Wendezeit begann sich Angela Merkel zusehends – so Langguth – von ihrem “tief in das DDR-System verstrickten” Vater zu emanzipieren.

Über die Schülerin Angela Kasner berichtete der “IM Bachmann”, der u.a. auf Havemann angesetzt war, dass ihre “positive Grundhaltung bezüglich des Marxismus-Leninismus” bedeutend sei. Sie organisierte noch an der EOS Hermann Matern als führendes FDJ Leitungskader die Abschlussveranstaltung für ihren Abiturjahrgang. Vom Podium in der Aula rief sie auf zu Geldspenden für den Kauf von Waffen für die Frelimo-Rebellen in Mosambik und andere aktive kommunistische Gruppen in Südafrika. (Vgl. geisteswelt.blogsome.com)

Da sie die russische Sprache hervorragend beherrschte, durfte sie zum internationalen Schülerwettbewerb “Russische Olympiade” nach Moskau reisen.

Der Geliebte und der Arbeitskollege: Stasi-IM

Auf einem Studentenaustausch in Moskau lernte sie den gleichfalls dorthin entsandten Physikstudenten Ulrich Merkel kennen. Ihr eigener Vater traute die beiden im Jahre 1977. Vier Jahre später war sie mit der Ehe nicht mehr zufrieden. Nach ihrem Examen arbeitete sie am Zentralinstitut für Physikalische Chemie, einer Abteilung der DDR-Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof. In dieser Zeit wurden ihr ein längerer Aufenthalt in Prag und eine ausgedehnte Privatreise durch die Sowjetunion gestattet.

In dieser Zeit stieg sie innerhalb der FDJ auf zur FDJ-Freundschafts-ratsvorsitzenden und als Mitgleid der FDJ-Kreisleitung zur FDJ-Leitungssekretärin und war damit Vorsitzende dieser kommunistischen Jugendorganisation an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Ihr Büro teilte sie mit einem Sohn Havemanns, dessen Familie mit der Trennung und Scheidung der Eltern heillos zerrissen war. Zu ihrer damaligen Arbeit erklärte sie später, sie habe den Einkauf von Theaterkarten organisiert. Ihre Funktion und gewiss auch ihre Arbeit war aber die einer Sekretärin für Agitation und Propaganda. (Vgl. politik.de/forum/)

In der Arbeit an ihrer Dissertation lernte sie im Nachbarbüro im Institut ihren neuen Geliebten kennen, den Michael Schindhelm. Er und Merkel waren von 1984 – 1986 tätig an der Akademie der Wissenschaften der DDR im Elitezentrum in Berlin-Adlershof. Schindhelm hatte 1978 im Studium in Woronesh in der Sowjetunion, die Verpflichtungserklärung als IM abgegeben. Auch Angela Merkel hatte 1978 eine verpflichtungserklärung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR als Vorbedingung für die Arbeit am DDR-Eliteinstitut erhalten. Sie behauptet, dass sie abgelehnt gehabt hätte.

Die politischen Trittbretthalter: registrierte IMs und und Stasiverdacht

Mit Ausnahme von Helmut Kohl, dem ganz offensichtlich völlig gleich war, woher jemand kam, sowie mit Ausnahme des unsäglichen Günther Krause, begann mit der Wende
Merkels Aufstieg mit Unterstützung durchweg von Leuten, die mit der Stasi zusammengearbeitet hatten oder immer in Verdacht blieben. Das sind Wolfgang Schnur, der als Stasi enttarnte Vorsitzende des Demokratischen Aufbruchs (DA), Lothar Maiziere, der im Ruch steht, der IM Czerny zu sein und Manfred Stolpe, angenommener IM “Sekretär”, der im steten Kontakt mit dem Vater von Gregor Gysi, Klaus Gysi, dem Minister für Kultur und Staatssekretär für Kirchenfragen der DDR stand.

Ausgerechnet Klaus Schnur musste sie als Sprecherin in den Vorstand der DA holen, ausgerechnet Schnur und Lothar de Maizière, der Vater des Horst Kasner-Spezis Clemence de Maizière und Günther Krause fanden Anlass, Helmut Kohl für Angela Merkel zu erwärmen. Der weitere Weg ist bekannt. Interessant ist, dass Merkel sich gerade mit Thomas de Maiziere den Enkel von Clemence de Maizière (Spezi ihres Vaters) und Sohn ihres eigenen Förderers Lothar de Maizière als Kanzleramtsminister in die Regierung holte. Geben und Nehmen über Generationen hinweg!

Der Sonderfall: Merkels Bespitzelung des Dissidenten Robert Havemann

Seit 1976 wurde das Haus des bedeutendsten internen DDR-Kritikers Robert Havemann von der Stasi mit massiver Unterstützung von Hunderten FDJ-Aktivisten observiert. Ganz offensichtlich war an einem Tage im Jahre 1980 auch Angela Merkel, damals schon verheiratete Merkel und führender FDJ-Kader, dabei. Denn sie ist auf einem Foto zu sehen, wie sie auf das streng bewachte Haus Havemanns zugeht. Dieses Haus liegt in einem Viertel von Berlin, in dem Merkel wohl nie etwas zu tun hatte. Durch ihre Bekanntschaft mit dem außer Hause lebenden Sohn Havemanns wird sie die Zusammenhänge gekannt haben und sich nicht ohne besondere Absicht dort bewegt haben. Aber sie kann ja den dringenden Verdacht ausräumen. Sie steht aber nicht zu ihrer Vergangenheit. Vielmehr hat sie die Ihr treu ergebene Birthler-Behörde veranlasst, das Foto, auf dem jeder sie erkannte, zu rastern. (Vgl. schweizmagazin.ch/news/ – am 29.5.2008; spiegel.de/spiegel/ und de.indymedia.org/)

Interessant ist, dass gerade Gregor Gysi, der Havemann rechtlich gegen die Behörden der DDR – und natürlich auch gegen die Stasi – vertreten hat, von der Merkel-CDU und ihrer Birthler-Behörde als Stasizuträger hingestellt wird. Dabei dienten seine Gespräche mit der Stasi der Verfolgung der Interessen seines Mandanten – und Erfolg hatte er auch, indem er Lockerungen durchsetzte.

Das Resümee

Wir haben eine Kanzlerin, die mit ihrem gesamten persönlichen Umfeld und bis in ihren merkwürdigen Aufstieg bis zur Kanzlerin voll von Menschen umgeben und getragen wurde, die fest mit dem System der DDR verankert waren, die wichtigsten darunter im Dienste der Staatssicherheit. Erst mit der Wende hat sie sich selbst zur Gegnerin der DDR-Diktatur gemacht. Bis dahin war sie linientreue Dienerin des Systems, in dem sie weiter aufsteigen wollte. Und solch eine Frau spielt sich zum Richter über schwache Naturen wie Filbinger auf, der sich ohne Murren für das Naziregime einsetzen ließ, aber immerhin heimlich dagegen intrigierte!? So viel kann man sagen, dass sie keine schwache Natur ist. Denn was immer sie als ihr Credo angibt, verfolgt sie auch mit starken Worten – jedenfalls so lange, bis sich der Wind dreht.

Würden Sie Ihrem Sohne eine solche Frau wünschen, von der sie wissen, dass sie ihr Leben lang das Gegenteil von dem gelernt und getan hat, worauf es jetzt ankommt? Es geht nicht darum, dass jeder seine Anschauungen ändern kann. Aber ob es ihm wirklich gelingt und ob nicht die eingefahrenen Geleise ihn später wieder auf gewohnte Wege bringen, ist offen.

Bei Frau Merkel gibt es viele Anlässe anzunehmen, dass die DDR für sie noch lange nicht gestorben ist. Bests Beispiel ist ihre Rede im letzten Bundestagswhlkampf, in der sie ausführt, dass man nicht diskutieren dürfe, ob man wirklich öffentliche Plätze sämtlich mit Kameras überwachen soll. Sie meint, so was müsse man “einfach machen”. So wie die Stasi auch nie gefragt hat, bevor sie handelte. Wenn wir eine Kanzlerin haben mit der nicht aufgearbeiteten Mentalität eines Stasi-Unterstützers, kann es nicht verwundern, dass die staatliche Überwachung bald nicht anders aussieht als in der DDR.

Also nicht so sehr auf die Linke schimpfen sondern ob Guidos Absichten die Nase rümpfen ..

karen meiser, am 22. September 2009 um 9:50 ( Link )

@Kurt_G
Bei Frau Merkel gibt es viele Anlässe anzunehmen, dass die DDR für sie noch lange nicht gestorben ist. Bests Beispiel ist ihre Rede im letzten Bundestagswhlkampf, in der sie ausführt, dass man nicht diskutieren dürfe, ob man wirklich öffentliche Plätze sämtlich mit Kameras überwachen soll. Sie meint, so was müsse man “einfach machen”.

Prima, dazu paßt die Aufforderung der AdministratorIn an die Massen zum Zeigen von 361° Toleranz.

Reaktionaer, am 22. September 2009 um 22:47 ( Link )

@ chrisv

"Jetzt würde mich aber doch einmal interessieren, welche existierende oder frühere Regierung denn in Ihrem Sinne als "rechts" zu bezeichen ist..."

Im historischen Sinne rechts bzw. reaktionär sind alle Kräfte, die in Ablehnung der Aufklärung und des Ungeistes von 1789 die alte Ordnung bewahren woll(t)en. Beispielsweise gehört das Bekenntnis zur Monarchie unabdingbar zu einer authentisch rechten bzw. reaktionären Position.

Rechts waren also z.B. die mittelalterlichen Monarchien.

Natürlich gibt es heute und gab es auch im 20. Jahrhundert wohl keine einzige Regierung oder nennenswert einflußreiche politische Richtung, die in diesem Sinne REIN rechts war. Ein wenig Aufklärungsgift war überall drin. Aber in der Not freut sich der geneigte Reaktionär ja sogar schon über einen guten Ansatz.

Wenn Sie eine politische Kraft kennen, die wenigstens ansatzweise für die Reaktion im obenstehendem Sinne steht, dann würde ich mich über einen Hinweis freuen. Ich sehe allerdings keine.

Sie kennen doch sicher die EKL-Definition für "links"? Wenn nicht, schauen Sie mal ins Archiv. Rechts ist jede Regierung, auf die zumindest überwiegend das Gegenteil zutrifft.

Kurt_G Fördermitglied, am 23. September 2009 um 11:11 ( Link )

@Karen Meiser

hier das wesentlich besser aufklärende Video.

http://www.youtube.com/watch?v=5hK-7zLvc2k&feature=player_embedded

... Frau Merkel: Es wird Zeit für Sie zu gehen.


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