18. September 2009

Die „taz“ und die Piraten, reloaded Geht doch!

Am Ende schreiben auch in der Kochstraße doch besser gestandene Männer

Vermutlich wurde es denn Machern, pardon: MacherInnen, der „taz“ nun doch zu peinlich mit ihrer Journalisten-Karikatur Julia Seeliger. Heute durfte der gestandene Buch-Autor Albrecht von Lucke zur Sache kommentieren. Und wenn wir mal die üblichen politischen Korrektheiten gelangweilt überlesen ist dem Kern seiner Analyse zuzustimmen: Der Piratenpartei wird eine Debatte über ihr Freiheitsverständnis nicht erspart bleiben. Geht es auch ihr wie den etablierten sozialdemokratischen Parteien nur vorgeblich um Freiheit, tatsächlich aber um Gleichmacherei? Führen Sie das Wort „Freiheit“ wie allzu gerne stets auch Kommunisten und Nazis in deren vielen „Freiheits“-Liedern nur lautstark vor? Oder begreifen sie am Ende doch den Gehalt der Freiheit in der grundlegenden Meinungsfreiheit und dann im werteschaffenden Eigentumsrecht eines jeden Menschen an sich selbst und den Früchten seiner Arbeit? Mann kann es bei aller Problematik der Gesäßgeographie auch wie Lucke ausdrücken: Steht die Piratenpartei letztlich doch eher links (in der Tradition der zuletzt auch mit dem Mittel der Guillotine gleichmacherischen Französischen Revolution zusammen mit deren Ausgeburten Kommunismus und Nationalsozialismus sowie im Hintern des heutigen Ja-Sager- und Gleichschritts-Establishments und des zu ihren Gunsten umverteilenden dosenpfandverordnenden, mülltrennenden, internetzensierenden und glühbirnenverbietenden Nanny-Staates) oder doch eher rechts (auf der Seite der Inkorrekten, der kantigen Selbstversorger und -denker sowie der ausgebeuteten Nettosteuerzahler und Werteproduzenten)? Oder anders gefragt, Piraten: Seid Ihr „taz“-Tanten-gerechte Spießer und letztes Aufgebot unserer politischen Klasse? Oder ef-verdienende Querköpfe?

Internet

Lucke in der „taz“: Die Untiefen der Freiheit

Die Vorgeschichte


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