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![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Die Piratenpartei, die „taz“ und die „Junge Freiheit“: Jehova, Jehova!Zeichen der Dekadenz Kurze Zeit schien es, als sei sie das einzige zunehmend spannende Element der Bundestagswahl: die Piratenpartei. Bei ihrem ersten Antritt zur Landtagswahl in Hessen hatten die Piraten 2008 noch 0,3 Prozent erreicht, ein Jahr später bei der Wahlwiederholung waren es dort bereits 0,5 Prozent, bei der Europawahl dann bundesweit 0,9 Prozent und zur jüngsten Landtagswahl im August in Sachsen waren es 1,9 Prozent. Vor zwei Wochen lag die junge Partei mit der orangen Farbe und den Anhängern aus der jungen Generation, die mit und im Internet aufwuchs, in Umfragen bundesweit bei drei Prozent. Tendenz steigend. Sollte sich da eine Sensation anbahnen? Nie zuvor war ein Bundestagswahlkampf so unspannend und für viele Beobachter so abstoßend. Nie zuvor hatten etablierte Parteien und Politiker ein dermaßen schlechtes Ansehen im Volk. Reihenweise wurden ganze Wählergruppen vergrault, denken wir alleine an Ursula von der Leyen, die mit ihrer Politik, familiäre Fürsorge flächendeckend durch bürokratische zu ersetzen, Christen wie Liberale und Konservative gleichermaßen gegen die CDU aufbrachte. Danach spielte sie sich zur „Zensursula“ gegen das freie Wort im Internet auf – und verprellte damit schließlich auch noch Linksliberale, Bürgerrechtler und Libertäre. Ein Kind des Protestes gegen die Freiheitsbeschneidungen im Internet ist die Piratenpartei. In ihr sammelten sich die Verprellten. Mangels ernsthafter Alternative begannen sich mit den steigenden Umfragewerten auch immer mehr potenzielle liberale, konservative und christliche Wähler für die Piratenpartei zu interessieren. Auch ihnen geht es in ihrem jeweiligen Zusammenhang um Freiheit. Als dann vor drei Wochen gleich mehrere Autoren der erzliberalen Zeitschrift „eigentümlich frei“ bekundeten, am 27. September orange zu wählen, als eine Woche später der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piraten, Andreas Popp, der konservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ ein Interview gab und die „JF“ kaum verholen Sympathie für die Piratenpartei zeigte und verbreitete, und als schließlich die große Bürgerrechtsdemonstration „Freiheit statt Angst“ mit 30.000 Teilnehmern letzte Woche in Berlin von Piratenflaggen dominiert wurde, da fehlte eigentlich nur noch das Bekenntnis des Papstes zum Piratentum. Jedenfalls mehrten sich die Zeichen und nichts schien mehr am Wahltag gänzlich unmöglich – selbst für eine Partei, die zu den meisten Fragen weder Antworten noch überhaupt ein Programm hat. Doch dann geschah, was seit 30 Jahren immer geschieht, wenn eine neue Formation an die Pforten des Parlaments klopft: Auch die Piraten wurden verdächtigt, „rechts“ zu sein. Im Frühjahr hatte die „Kultur des Verdachts“ schon einmal gegriffen, als die Freien Wähler sich im Hinblick auf die Europawahl der fünf Prozent näherten, ebenfalls zwar ohne Programm, getragen aber von derselben potenziellen großen Wählerkoalition aller freiheitlich Verprellten. Flugs wurden Mitglieder bei den Freien Wählern „entdeckt“, die zuvor der Schill-Partei angehört hatten. Presse und Konkurrenzparteien witterten eine „rechte Unterwanderung“ der Freien Wähler. Dass die Schill-Partei mit der CDU in Hamburg koaliert hatte und dass inzwischen viele ehemalige Schill-Parteiler ohne Aufsehen bei der CDU gelandet sind, schien keinen zu interessieren. Auch die Freien Wähler nicht, welche die entsprechenden Mitglieder, ohne dass diese angehört wurden und ohne, dass sie selbst irgend etwas „verdächtiges“ oder „falsches“ von sich gegeben hatten, aus der Partei schmiss. Gleichzeitig entschuldigte man sich kleinlaut in der Öffentlichkeit und gelobte Besserung. Damit war der Aufstieg der Freien Wähler in einen ebenso plötzlichen Abstieg verwandelt. Auch die Piraten wurden bereits angegangen. Aussagen ihres Mitglieds Bodo Thiesen wurden als „rechtsradikal“ beschrieben. Er hatte sich gegen die Verbote von Meinungen zur deutschen Geschichte ausgesprochen, ohne selbst inhaltlich Stellung zu beziehen. Ein absurder Vorwurf eigentlich, und offenbar ein Test, wie die Piraten reagieren würden. Sie blieben zwei Wochen standhaft, verbaten sich die Einmischung in innerparteiliche Angelegenheiten – und knickten, als der Druck größer wurde, doch ein und warfen Thiesen aus der Partei. Damit war klar, dass linke Medien auch das Interview von Andreas Popp in der „Jungen Freiheit“ bald „thematisieren“ würden. Es geschah vorgestern in der „taz“, die vermeintlich ent- und tatsächlich aufgesetzt meldete: „Der Vize-Chef der Piraten hat der rechtskonservativen ‚Jungen Freiheit’ ein Interview gegeben. Politisch war das instinktlos, ideologisch problematisch.“ Und so hebt die Autorin der „taz“ Julia Seeliger ihren Zeigefinger: „Abermals ist es der Piratenpartei passiert, unsensibel gegenüber rechtslastigen Argumentationen gewesen zu sein.“ Ein Interview mit der „JF“ sei deshalb so problematisch, weil dort schließlich auch schon NPD-Chef Udo Voigt im Interview „seine demokratiefeindlichen Aussagen zum besten“ gegeben habe. Was sie nicht schreibt: In der ARD wurde Voigt ebenso kritisch interviewt. Und andere Interviewpartner der „JF“ hießen Ephraim Kishon, Peter Glotz und Michel Friedmann. Alles „problematisch“? Eine „Weltverschwörung von rechts“? „JF“-Herausgeber Dieter Stein vermutet, Autorin Seeliger und ihre Zeitung gehe es offenbar um „politischen Einfluss und nackte politische Macht“, genauer „um den Kampf gegen einen politischen Konkurrenten bei der Bundestagswahl“ und „schlicht um Pfründe“. Julia Seeliger ist nämlich „Mitglied der Grünen und gehörte bis Ende letzten Jahres dem Parteirat auf Bundesebene an.“ Die „taz“, so Stein, habe „ein auch wirtschaftliches Interesse an einer starken grünen Partei“, was nun durch die auch im grünen Wählerreservoir wildernde „Piratenpartei“ bedroht wurde. Die „taz“, so Stein, „einst publizistische Vorkämpferin einer linken, außerparlamentarischen Jugendbewegung, ist heute zu einer in die Jahre gekommenen politisch-korrekten Gouvernante eines links-grünen Establishments geworden“. Und die Grünen, „einst basisdemokratisch und Sammlungsorganisation rebellischer, junger Bürgerinitiativen, ist zu einem saturierten, verbonzten Apparat im Dienst von Berufspolitikern geworden, die um ihre Diäten bangen.“ Die linke oppositionelle Jugend, das war einmal. Heute engagieren sich in der „Grünen Jugend“, so Stein, „nicht mehr nonkonforme, radikale Linke, sondern angepasste, karrieregeile Spießer, brave Opportunisten – Julia Seeliger ist ein solches Paradeexemplar“. Es habe sich „in diesem angepassten Apparat Nervosität breit“ gemacht, „dass sich eine rebellische neue Jugendbewegung in und um die Piratenpartei zu organisieren scheint, die sich nicht an die kurze Leine der Gouvernante legen lassen will, die die Nase voll haben von den Direktiven aus der Kochstraße, daher das bierernste, oberlehrerhafte Vorgehen der ‚taz’ gegen die ungezogenen Kinder von der Piratenpartei“. Doch die Nervosität der „taz“ erwies sich als unbegründet. Denn noch am Dienstag, am selben Tag, als Seeliger ihre Denunziation veröffentlichte, ruderte der interviewte stellvertretende Bundesvorsitzende zurück: „Mir war die Zeitung überhaupt nicht bekannt, also dachte ich mir nichts dabei.“ Andreas Popp macht dann den erwünschten Kotau: „Ich für meinen Teil weiß, dass dies mein erstes und letztes Interview mit diesem Blatt war, ich entschuldige mich bei allen, dass ich hier nicht besser aufgepasst habe, wem ich da ein Interview gebe.“ Und aus ist es mit dem möglichen Wahlerfolg der Piratenpartei. Nicht aufgrund des Interviews, sondern wegen solch formvollendeter Selbstenthauptung vor dem Altar der Politischen Korrektheit. Alle, und es waren bereits viele, welche der Piratenpartei auch und gerade deshalb ihre Stimme geben wollten, weil sie das als Votum gegen die „political correctness“ ansahen, zuweilen auch mangels Alternative als liberales oder konservatives Statement gegen das linke Establishment, wurden von Popp nun eines besseren belehrt. Popp hält die eigene Argumentation womöglich für so schlecht, dass er unter den Lesern der „Jungen Freiheit“ keinen überzeugen kann. Er sieht die 20.000 Leser der Zeitschrift lieber als zu bekämpfenden politischen Feind denn als potenziellen Verbündeten. Und „dieser weichgespülte Schmittismus“ (O-Ton Seeliger) gilt nicht für Gespräche mit dem sozialistischen „Neuen Deutschland“ oder der kommunistischen „Jungen Welt“, sondern für Interviews in einer konservativen Wochenzeitung, in der die nationalistisch-sozialistische NPD nicht weniger scharf kritisiert wird als in der ARD. Aber selbst wenn Popp ein Interview in einer tatsächlich NPD-nahen Zeitung gegeben hätte – was soll überhaupt schlecht daran sein, aufrecht für seine Meinung selbst in einer Umgebung zu werben, die man nicht schätzt? Wie konnte es geschehen, dass Popp es im Nachhinein als selbstverständlich ansieht, nur mit denen sprechen zu dürfen, die das politisch korrekte Gütesiegel von den scheinheiligen Sittenwächtern der Nation verliehen bekommen haben? Und wen soll man am Ende eigentlich mehr bemitleiden, Seeliger und die „taz“ oder Popp und die Piratenpartei? Die Kommentare im Internet scheinen anzuzeigen, dass die Piratenpartei der größere Verlierer ist, denn von der „taz“ wird kaum noch anderes erwartet. Allerdings schreibt auch ein Leser der „taz“ in deren Kommentarbereich: „Wenn hier etwas kritisiert werden kann, so kann dies nur der Inhalt des Interviews sein, nicht die Tatsache allein, dass ein Interview gegeben wurde. Zum Inhalt des Interviews und den darin enthaltenen Aussagen des Herrn Popp schweigt sich die Autorin aber aus.“ Ein anderer bemerkt: „Wer das Interview liest – keine Sorge, man/frau wird nicht vom Blitz erschlagen und landet wahrscheinlich auch nicht in der Hölle – wird unschwer erkennen, dass sich Popp in keiner Weise extremistisch äußert.“ Ein Dritter empört: „Diese ganzen Denunziationsversuche sind absolut ekelerregend.“ Nummer Vier trocken: „Der Ruf der ‚taz’ ist dahin.“ Etwas ausführlicher „taz“-Leser Nummer Fünf: „Zwei Wochen zuvor gab der frischgewählte Münsteraner Piraten-Stadtrat Marco Langenfeld der ‚Jungen Welt’ ein Interview. Die ‚Junge Welt’ ist eine überregionale deutsche Tageszeitung mit linkem, marxistisch orientierten Selbstverständnis. Seit den neunziger Jahren führen die Verfassungsschutzbehörden des Bundes sowie zahlreicher Bundesländer die Zeitung in der Rubrik Linksextremismus. Keiner schrie auf, als Marco Langenfeld dieses Interview gab, keiner meinte, die Piraten wären jetzt alle Linksextreme und Marxisten geworden. Warum schreit denn nicht auch die ganze CDU auf, wenn ein CDU-Politiker der ‚taz’ ein Interview gibt, dass er ein Grüner oder gar Linker geworden ist? Nein, nur wenn ein Pirat einem liberalkonservativem bis rechtskonservativem Blatt ein Interview gibt, das sicher weniger weit rechts steht als die Junge Welt links, dann ist plötzlich nicht nur Popp, nein, die ganze Piratenpartei rechts.“ Welcher Eindruck bleibt? „Schmähjournalismus vom Übelsten.“ Oder doch lieber humorvoll: „Das alles erinnert mich irgendwie an einen bekannten und hervorragenden Film: Er hat der JF ein Interview gegeben! – Er hat Jehova gesagt! – Jehova, Jehova!!!“ Die jüngeren Leser werden es kaum glauben. Als die „taz“ vor dreißig Jahren startete, stand sie damals tatsächlich zunächst gegen das Establishment und nicht zuletzt auch explizit gegen Denunziantentum. Originell war sie darin, die feministische Groß-I-Schreibweise konsequent bis zur UnleserInnenlichkeit zu praktizieren oder dann, wenn sie RAF-Bekennerschreiben im Wortlaut abdruckte. Das mochte man als innovativ werten – heute wird der Niveau- und Substanzverlust nicht nur darin angezeigt, dass Autorin Julia Seeliger sich im eigenen Leserforum gleich mehrfach wie eine drittklassige Bloggerin selbst verteidigt. Was sie sagt ist eher noch erstaunlicher. Etwa auf den Einwand, auch der Bundesvorsitzende der Piraten habe sich schon in der „Jungen Freiheit“ geäußert, schreibt Seeliger in das „taz“-Kommentarforum: „Das wurde hier in der Redaktion eben auch schon erzählt. Unglaublich, wie dumm von denen. Ich kann diesen Artikel ja beizeiten um diese Information ergänzen. Jetzt muss ich aber erstmal meinen sonstigen Tätigkeiten hier nachgehen.“ Grundschulniveau? Sie kann es besser: Auf den Einwand, dass sie fairerweise hätte zum Interview in der „JF“ verlinken sollen, damit sich der Leser selbst ein Bild hätte machen können, antwortet Julia Seeliger offenherzig: „Ich linke bewusst nicht auf die ‚Junge Freiheit’. Genauso, wie ich mit ihr nicht sprechen würde.“ Was für ein Menschenbild! Was für ein Berufsbild vom Journalismus, nicht mit denen zu sprechen, über die man schreibt! Und was für ein Bild von den eigenen Lesern! Als wenn diese im Internetzeitalter nicht selbst das Interview finden würden. Doch Pirat Andreas Popp toppt mit seiner – wie ein Kommentar böse bemerkt –„winselnden“ Entschuldigung selbst diese Form von „taz“-Journalismus. Und wird entsprechend im Kommentarbereich zu seiner Womblog-„Stellungnahme“ gewürdigt. Etwa von Leser Alexander: „Nun heul hier mal nicht so herum. Nur weil nun Druck von außen kommt, knickst Du ein?! Lächerlich!“ Oder Torben: „Mal ehrlich, wenn ihr Piraten solche Weicheier seid, dann solltet ihr echt nicht im Bundestag sitzen. Die Pflaumen, die sich da bisher die Ärsche breitdrücken, reichen. Setzt ihr euch für Freiheit, Offenheit und Toleranz denn nur dann ein, wenn es populär und ungefährlich ist? Das kann jeder. Ihr Piraten seid echt wie alle anderen.“ Und Salim: „Traurig, wie schon bei solchen Kleinigkeiten die eigenen Ideale aufgegeben werden.“ Selbst die SPD-nahe und antifaschistische Internetseite „Endstation rechts“ ist ob des Politpiraten Popp irritiert: „Eine Partei, die von sich selbst sagt, sie setze sich für Informations- und Meinungsfreiheit ein, kann eine Interviewanfrage eines Blattes, das der Politikwissenschaftler Wolfgang Gessenharter explizit nicht zum Rechtsextremismus zählt, gar nicht ablehnen, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Es ist daher schon paradox, dass die Piraten einerseits ein umfassendes Recht auf Freiheit propagieren, sich nun aber selbst nicht daran halten.“ Kommen wir am Ende zurück zum Grundsätzlichen, denn weder die Denunziation der „Jungen Freiheit“ noch das Einknicken eines Politikers nach einem Interview mit ihr sind Premieren. Auffällig ist, dass für das ritualisierte „JF“-Jehova immer wieder zielsicher gerade solche Interviewpartner und Autoren ausgewählt werden, die anschließend ziemlich sicher kleinlaut einknicken. Als der CDU-Politiker Peter Krause Bildungsminister in Thüringen werden sollte, wurden ihm seine Artikel in der „JF“ vorgehalten. Kein einziger seiner Sätze wurde inhaltlich beanstandet, alleine der Ort der Publikation sollte auch bei ihm genügen, seinen Antritt als Minister zu verhindern. Krauses Schicksal war in dem Moment besiegelt, als er mit den ersten Ausreden und Entschuldigungen begann, und dann immer tiefer in die Knie gehen musste, bis er endlich auf das Amt verzichtete. Politiker wie Krause oder Popp haben immer das Problem, dass über kurz oder lang die ersten „lieben Parteifreunde“ in die Kritik mit einstimmen. Ganz anders die Parteifreien und vor allem die Alten: Alte Männer haben nichts zu verlieren, sagt man. Und so schreiben in der und für die „Jungen Freiheit“ heute ganz selbstbewusst prominente Autoren und herausragende Journalisten wie Hans-Olaf Henkel, Peter Scholl-Latour, Eckhard Henscheid, Franz Alt, Peter Kuntze, Karl Feldmeyer, Günter Zehm und Konrad Adam. Auch ausgewiesene Liberale und Libertäre wie Roland Baader, Gerard Radnitzky, Guido Hülsmann oder Gerd Habermann schrieben oder schreiben für die „JF“ oder gaben ihr Interviews ohne Wenn und Aber. Der SPD-Altvordere Egon Bahr ließ sich erst im eigenen Hause von der „JF“ befragen und nahm sie dann gegen Anschuldigungen öffentlich und offensiv in Schutz. Wer alt und entsprechend ungebunden ist oder wer einen selbstbewussten Chef hinter sich weiß wie der „Focus“-Journalist, Buch-Autor und „JF“-Interviewpartner Michael Klonovsky, der wird auch kein Opfer der regelmäßigen Kampagnen. Ein solcher Schuss, das wissen die Seeligers, kann bei Zielen mit Rückgrat nach hinten losgehen. Die jüngsten freien Fälle der Freien Wähler und nun der Piratenpartei zeigen, dass trotz aller aufgestauten und geradezu spürbar weit verbreiteten Wut gegenüber den etablierten, allesamt mehr oder weniger sozialdemokratischen Parteien erst dann eine neue Gruppierung in den Bundestag einziehen wird, wenn diese von Beginn an offensiv auf die Zumutungen der politisch korrekten Sittenwächter pfeift. Denn eins ist sicher: Hätte Pirat Popp der „JF“ erst gar kein Interview gegeben, wäre eine andere Kampagne gefunden worden. Irgendein „rechter Verdacht“ lässt sich immer konstruieren. Auch Eva Herman hat es nichts genutzt, der „JF“ ein Interview bis heute zu verweigern. Noch vor den von Natur aus nicht sonderlich mutigen und von Kameradenschweinen umgebenen Politikern werden vermutlich immer mehr jüngere Schriftsteller, Schauspieler und Musiker in nicht ferner Zukunft die zunehmend fragwürdigen und charakterlich allzu muffigen PC-Denunziationsspiele unterlaufen und – wie einst im linken Frühling vor mehr als vierzig Jahren – aufrecht bekennen, dass sie gerne in „umstrittenen“ Zeitschriften erscheinen. Dann ist ein Interview in der „JF“ plötzlich eine Chiffre dafür, wirklich „hip“ und „in“ zu sein. Der konservative Bekenntnisbestseller des „Spiegel“-Autoren Jan Fleischhauer war ein Signal dafür, dass der Pendelrückschlag des Zeitgeistes bereits begonnen hat. Insofern zeigen Popp und Seeliger sowie die vielen freien Kommentare im Internet zum Thema, dass die linke kulturelle Hegemonie bereits heute eigentlich nur noch von gestern ist: Wenn die Nacht am tiefsten ist der Tag am nächsten! Internet 17. September 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareterzett , am 17. September 2009 um 13:25 ( Link ) Och, Lichtschlag. Als Chefredakteur schreiben sie die lächerlichsten Artikel bei ef, was an und für sich schon eine Leistung ist. a)Niemand hat die Piraten verdächtigt, dass sie rechts seien. Es gab zwei Vorfälle, die den Piraten angekreidet wurden. Dass jemand, der den Markt für ein tranzedentes Abstraktum hält, sich auch leicht in konspirationistisches Geschwurbel verläuft, wundert mich nicht. Für die einen sind DIE vom Mossad, für die anderen sind DIE linksextremstalinistischfaschistische Meinungsmonopolisten. Sowas ist guter Kitt für die eigene Weltanschauung. b)"Als dann vor drei Wochen gleich mehrere Autoren der erzliberalen Zeitschrift „eigentümlich frei“ bekundeten, am 27. September orange zu wählen, als eine Woche später der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piraten, Andreas Popp, der konservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ ein Interview gab und die „JF“ kaum verholen Sympathie für die Piratenpartei zeigte und verbreitete, und als schließlich die große Bürgerrechtsdemonstration „Freiheit statt Angst“ mit 30.000 Teilnehmern letzte Woche in Berlin von Piratenflaggen dominiert wurde, da schien für den Wahltag nichts mehr gänzlich unmöglich" "Danach spielte sie sich zur „Zensursula“ gegen das freie Wort im Internet auf – und verprellte damit schließlich auch noch Linksliberale, Bürgerrechtler und LIBERTÄRE." Tanja Krienen , am 17. September 2009 um 13:37 ( Link ) Ich kann keinen "Pendelrückschlag" des Zeitgeistes erkennen, allzumal, da das reale Leben entscheidend sein sollte und nicht die "virtuelle Welt". Wie man als jemand, der sich abseits des Mainstreams definiert, die ultralinken Piratten als eine Alternative sehen kann, nur weil sie "antiautoritär" erscheinen (sie sind es so, wie es die 68er Grünen einst waren), der muss über sehr schwammige Vorstellungen von Freiheit, Recht und Gesellschaft verfügen. Die Piratten als positive Kraft zu werten, bleibt mir komplett unverständlich. Es sind ultralinke Nerds, Spinner und gefährliche Typen, die sich nicht zufällig auf die verbrecherische Seebeuterei beziehen, welche sie tatsächlich auf den sieben unterirdischen Meeren des Internets ausüben. Weg damit! P.S. Es wäre wichtiger die im relen Leben stattfinden Einschränkungen der Freiheit zu bekämpfen, aber nicht den kommunistischen und infantilen Aufschrei einiger Studenten nach "Freiheit und Datenbesitz" unterstützen. Auf kaum einem sonstigem Gebiet sehe ich einen positiven Ansatz, wenn es um konkrete Sachverhalte geht. Die Richtung stimmt - zurückhaltend gesprochen - in keiner Weise. ratloser , am 17. September 2009 um 13:38 ( Link ) @terzett Problematisch in unserer Gesellschaft ist weniger, dass ein Großteil der Absolventen deutscher geisteswissenschaftlicher Fakultäten Taxi fährt, sondern vielmehr, dass ein Großteil der Medien von Es bedarf schon eines hohen Maßes von Realitätsverleugnung, um nicht die perfide Manipulation wahrzunehmen, mit der jeder, der das "Milieu" nachhaltig zu irritieren droht, mittels öffentlicher Kampagnen als "rechts" = "rechtsextrem" = "kleinekinderfressend" = "nicht gesellschaftsfähig" diffamiert wird. Wo kein Diskurs ertragen werden kann, diffamiert man den Gegenüber bis zum Mundtod. "Rechts" ist jeder, der sich weigert, in der warmen Blase linker Realitätsverleugnung und gegenseitigen Selbstvergewisserung mitzuschwimmen. Alleine, die eiferische Häme verrät die Unsicherheit, die noch den letzten Wohlstandsberija im Innersten umtreibt... terzett , am 17. September 2009 um 13:40 ( Link ) "Dann ist ein Interview in der „JF“ plötzlich eine Chiffre dafür, wirklich „hip“ und „in“ zu sein. " ratloser , am 17. September 2009 um 13:51 ( Link ) @ terzett Ich werde den Eindruck nicht los, dass Ihr Zerrbild der "JF" nicht eigener Erfahrung entspringt...andererseits ist die Kunst der selektiven und kreativen Rezeption ja heutzutage weit vorangeschritten... man erkennt, was man erkennen "muß" (wohlgemerkt, nicht: "will")...also, womöglich haben Sie doch mal eine "JF" gelesen...reingelesen...quergelesen... *fg* Ich habe die "JF" aboniert, auch wenn ich durchaus nicht mit allem übereinstimme, was ich darin zu lesen bekomme...alles andere wäre aber auch befremdend...wenn man Zeitungen wie die JF liest, fällt einem überhaupt erst auf, wie gleichgeschaltet sämtliche großen deutschen Medien mittlerweile sind...es ist beängstigend... LePenseur , am 17. September 2009 um 13:58 ( Link ) @terzett: Ach, von den fünf Leuten wurden welche verschreckt? Wenn sich jemand schon "terzett" nennt, sollte er besser seine spaltpersönlichen Spannungen erst mit sich selbst austragen, bevor er angeblich bloß "fünf Leuten" ans Bein zu pinkeln versucht ... LePenseur , am 17. September 2009 um 14:01 ( Link ) @ratloser: LePenseur , am 17. September 2009 um 14:03 ( Link ) @Tanja Krienen: ratloser , am 17. September 2009 um 14:14 ( Link ) LePenseur Erkennen ermöglicht es mir leider noch nicht automatisch, auch konstruktive Optionen für Einstellungen...Handlungen usw. zu entwickeln...deshalb "ratloser"... LePenseur , am 17. September 2009 um 14:16 ( Link ) @ratloser: Carl , am 17. September 2009 um 14:51 ( Link ) Ach, ich mag die Piraten nicht. Alleine ihr Wahlprogramm erscheint mir die in Form gegossene Sinnlosigkeit der heutigen Gesellschaft wie wenig sonst zu verkörpern. Aber sei's drum: Wenn Grüne und TAZ sich an ihnen reiben, dann müssen sie irgendetwas richtig machen. Die Rückgratlosigkeit des Herrn Popp ist dagegen... Naja. EEkat , am 17. September 2009 um 14:51 ( Link ) was interessiert mich die TAZ? Klar weiß ich, daß die "Qualitätsmedien" Gehinwäsche machen. Was ist daran neu? Erstaunt es uns immer wieder so sehr, wenn wir weitere Beleg für das geistige Kesseltreiben finden, dem die BRD ausgesetzt ist? Wer ist Popp? Wieso ist wichtig, was der sagt? Oder für was der politisch steht? Irgendein Fuzzi der Piratenpartei, die doch nicht gewählt wird, weil die irgendwelche politischen Inhalte haben, oder diese zu haben vorgeben? Piratenpartei zu wählen ist ausschließlich interessant deswegen, weil man durch diese Wahl seiner Stimme ein kleines Fitzelchen Protest beifügen kann. In einem Land, das aus leidenschaftlichen Mülltrennern besteht, also aus Leuten, die nichts als nutzlos deklarieren und wegwerfen können, fällt es mir eben schwer, meine Wählerstimme wegwerfen zu wollen. Was also kann man bei der Mülltrennung am Wahltage machen? Will jemand meine Stimme kaufen? So bleibt mir nur der Hauch von vergeblichem Protest, der nur deswegen womöglich nicht völlig verpufft, weil sich auf dieser Piratenpartei nun - aus welchen Gründen auch immer - auch einige andere Protest-Stimmen anzuhäufen scheinen. Mehr ist nicht drin. Einen Haufen bilden dort, wo sich bereits ein Haufen abzuzeichnen scheint. Wir sind ganz unten angekommen in den evolutionären Mechanismen von Politik. Der Haufen als letzte, verbliebene Attraktion Irgendein Piratenpartei-Komiker poppte gestern in Euronews hervor durch die Ankündigung, mit den Grünen zusammenarbeiten zuu wollen. Mir kommt das Kotzen. Dennoch werde ich die Piratenpartei wählen, meine Müll-Stimme auf diesen Müllberg legen. Inhaltlich gibt es keine Partei, die wegen ihres politischen Inhalts wählbar wäre. Ist das neu? Kann nicht sein, jedenfalls dann nicht, wenn Freiheitswerte im Vordergrund stehen sollten: die Entfaltung des Individuums zugunsten eines sich entwickelnden, und damit lebenslohnenden Gemeinwesens. Absage an Zentralismus und Staatsplanung. An staatliche Bevormundung und Gängelung. E.Ekat josch , am 17. September 2009 um 14:52 ( Link ) Man sollte noch anmerken, dass Jens Seipenbusch, der Bundesvorsitzende der Piraten, sich vor Andreas Popp gestellt hat und die ganze Aufregung kopfschüttelnd kommentiert hat: http://bit.ly/121hZo. order_by_rand , am 17. September 2009 um 14:53 ( Link ) Kleine Korrektur: Thiessen wurde nicht "aus der Partei geworfen", aber seiner Ämter enthoben. Dr. Spiele , am 17. September 2009 um 15:15 ( Link ) Wenn es egal ist, wen oder was wir wählen, warum überhaupt wählen? Nur, um unsere Stimme "abzugeben"? Ich, für meinen Teil, möchte meine Stimme lieber behalten. Abschließend noch eine kleine Anmerkung: Die Bundesrepublik hat sich in denen letzten Jahrzehnten - gegen die Absichten der Verfassung - drastisch geändert. Parteienherrschaft und Medienmacht sind Phänomene, die erheblich zur Krise des Parlamentarismus beigetragen haben und weiterhin beitragen. Die Nichtwählerpartei protestiert durch ihre Stimmenthaltung daher durchaus legitim. Außerdem: Es ist mittlerweile anerkannt, dass Parteien ihre Absichten je nach Lage radikal ändern. Auch welcher Grundlage soll man sich dann für ein Parteiprogramm entscheiden? http://islamische-zeitung.de/?id=12390 Maddin , am 17. September 2009 um 16:10 ( Link ) Tanja Krienen, am 17. September 2009 um 13:37 ( Link ) Erst rechte Schweinehunde, jetzt ultralinke Nerds... Hilfe! An praktischen Beispielen für Deutschlands schlechtes Bildungsniveau scheint es in letzter Zeit nicht zu mangeln! Kaum droht den Bonzen jemand im Buddelkasten den Platz streitig zu machen, fangen die an, zu hauen, zu treten, und Mami und Papi lauter böse Sachen über den neuen Erzfeind zu erzählen! Urs Bleiker , am 17. September 2009 um 16:22 ( Link ) Brandaktuell hat sich die Piratenpartei auch für feministischen Mief entschieden und blockt Antifeministen in ihrem Parteiforum gnadenlos ab. Damit haben die Lesbofemanzen das Piratenschiff locker im Handstreich geentert. Der moderne Pirat trägt eine lila Augenbinde und macht sich vor der erst besten Kampflesbe in die Hose - und hat wohl offensichtlich auch zwischen seinen Beinen bloss eine Holzprothese! Das "Schlappmachen" der Piraten, bevor sie überhaupt erst "gekommen" sind, dürfte sich wohl nicht nur aufs Politische beschränken! Noack , am 17. September 2009 um 16:36 ( Link ) Ich habe die Diskussion in JF und taz über diese Geschichte mitverfolgt und fand den Artikel dazu sehr treffend. Das Einknicken von Parteien (neuen oder alten) gegenüber den Wächtern der politischen Korrektheit sehe ich als ausreichendes Argument, niemals einem solchen Verein meine Wahlstimme zu geben. Was auch der Grund für mein bisheriges Fernbleiben jeglicher Wahl in diesem Lande ist. LePenseur , am 17. September 2009 um 17:05 ( Link ) @Urs Bleiker: Der moderne Pirat trägt eine lila Augenbinde und macht sich vor der erst besten Kampflesbe in die Hose - und hat wohl offensichtlich auch zwischen seinen Beinen bloss eine Holzprothese! Treffliche Beschreibung! Ich würde sogar mutmaßen: er hat wohl statt des Kopfs eine Holzprothese und zwischen den Beinen eine Windel — und zwar eine gestrichen volle ... Maddin , am 17. September 2009 um 17:36 ( Link ) Ui, das Niveau hier ist ja kaum noch zu unterbieten! Bin ich schon im Heise-Forum? Ok ich spiel mal mit: "LePenseur klingt für mich viel eher nach Windel!" (Sie sind doch Rentner, oder wie soll ich den Nick verstehen?)... ;) LePenseur , am 17. September 2009 um 18:03 ( Link ) @Maddin: Ui, das Niveau hier ist ja kaum noch zu unterbieten! Keine Bange — Sie schaffen das ganz locker! Urs Bleiker , am 17. September 2009 um 18:08 ( Link ) @Maddin "Ui, das Niveau hier ist ja kaum noch zu unterbieten!" Da haben Sie vollkommen recht. Das sind genau die Dinge, die seit ein paar Jahrzehnten die Frauenpolitik bestimmen! Angst vor und Minderwertigkeitskomplexe gegenüber Frauen sind die Hauptantreiber ödipaler Fifis in der Politik! In der Tat erbärmlich! Wenn Ihre Intention aber die ist, denen Vorwürfe zu machen, die dieses Problem und die Motive der Frauenversteher beim Namen nennen, und nicht denen, die auf dieser Basis tatsächlich Politik betreiben, dann sollten Sie mit dem Wort "Niveau" vorsichtiger hantieren! freiheitistunteilbar , am 17. September 2009 um 18:11 ( Link ) @Maddin: Nicht nur das, es fehlt sogar der Themenbezug. :-D Urs Bleiker , am 17. September 2009 um 18:19 ( Link ) Das beste wurde noch gar nicht erwähnt: "Sie sind doch Rentner, oder wie soll ich den Nick verstehen?" Sie glauben nicht, wie lustig ich das fand, und das will was heissen. In Französisch war ich immer eine Niete! Dieser unfreiwillige Humor ist einfach magnifique! :-) Reaktionaer , am 17. September 2009 um 18:34 ( Link ) Hallo Herr Lichtschlag, "Als die „taz“ vor dreißig Jahren startete, stand sie damals tatsächlich zunächst gegen das Establishment und nicht zuletzt auch explizit gegen Denunziantentum." Linke gegen Denunziantentum? Das ist ein Widerspruch in sich. "Originell war sie darin, die feministische Groß-I-Schreibweise konsequent bis zur UnleserInnenlichkeit zu praktizieren oder dann, wenn sie RAF-Bekennerschreiben im Wortlaut abdruckte." Sehr originell. Das ist es, was wir brauchen. Links zu sein ist keine Meinung, sondern eine psychische Störung. Daher bin ich auch nicht so optimistisch wie Sie. Dumme und Kranke geht es immer noch mehr als genug, wie auch dieses Forum zeigt. Also wird es auch immer noch genug Linke geben. Da Sie selbst mit Linkslibertären paktieren, dürfte Sie das ja auch nicht so sonderlich stören. EEkat , am 17. September 2009 um 19:53 ( Link ) ich darf hier auch mal eine Gemeinsamkeit hervorheben: Einigkeit scheint erkennbar darin, daß bei dieser Wahl absolut nichts zur Wahl steht. Streitig zu sein scheint allenfalls, wie man damit umgeht: nicht hingehen, oder seine Stimme anderweitig entwerten. Nicht hingehen: da ist zunächst alles klar. Anderweitig entwerten heißt, eine derjenigen Gruppen wählen, von denen man erst garnichts erwartet außer, daß in diesem Falle die Stimme auch nicht indirekt den etablierten Parteiein zugutekommen kann. Meine Idealvorstellung wäre ohnehin: 20 Parteien, jede bekäme 4,9% die 21. dann den Rest. Nicht zur Wahl zu gehen heißt, den Etablierten in die Hände zu spielen. Natürlich wird denen diese Abwesenheit keineswegs als Protest ausgelegt werden, sondern als Uninteressiertheit. Sowas jedoch sollte man sich nicht auch noch nachsagen lassen, es also der Dressurelite nicht zu einfach machen. Dann wäre "ungültig" wählen die bessere Alternative. EEkat E.Ekat A. Lehmann , am 17. September 2009 um 20:03 ( Link ) @ Dr. Spiele "Wenn es egal ist, wen oder was wir wählen, warum überhaupt wählen? Nur, um unsere Stimme "abzugeben"? Ich, für meinen Teil, möchte meine Stimme lieber behalten." Und wieder mal wurden die Hoffnungen auf einen echten Wandel im demokratischen Gewande durch die maßgebenden Akteuere bereits im Keim erstickt. Das ganze Wahltheater ist eben eine einzige große Lüge. Ein Spiel für Kindsköpfe und "Kriegsgewinnler". Was den "Rückschlag des Pendels" angeht: Dafür mag es ja erste Anzeichen geben, aber ob das reicht? Nein, nein meine Damen und Herren, vorher muß erst tabula rasa gemacht werden. Getreu dem Ausspruch des alten Nietzsche "Was fällt das soll man auch noch stoßen", sollten doch alle Jünger der Demokratie ab jetzt konsequent die Linke wählen. Umso schneller nämlich ist alles vorbei. Was danach kommt kann auch nicht viel schlimmer sein, als das was in den Schaltzentralen in Berlin und Brüssel seit Jahren angestrebt wird. Im Gegenteil wäre es sogar im Bereich des Möglichen das wenigstens einige Teile der jetzigen BRD den Ernst der Lage erkennen. Jetzt die Bürgerlichen zu wählen bedeutet jedenfalls nur eine zwingend notwendige Entwicklung aufzuhalten. Oceans911 , am 17. September 2009 um 20:11 ( Link ) Ungültig wählen ist zwar ein Statement, wird aber vermutlich nicht als solches wahrgenommen werden, es sei denn, dass hinreichend viele dasselbe tun. Es bleibt dabei nämlich offen, ob die Stimme ungültig war, weil der Wähler zu doof war, richtig zu wählen oder weil er damit etwas zum Ausdruck bringen wollte. In der Ukraine kann man übrigens "gegen alle" stimmen und bei einer der letzten Wahlen sollen immerhin 2,3% von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht haben. Tanja Krienen , am 17. September 2009 um 21:10 ( Link ) Es ist schon kurios, da, in dem historischen Moment, da alles auf eine Partei rechts der abgewrackten Mitte wartete, eine weitere links davon entsteht. Und untergeht, denn: so dumm sind die Deutschen nun auch wieder nicht, nicht? Das Grundsproblem der "Libertären" ist ihre schwankende Existenz jenseits allerorten. Sie plädieren für die Verantwortung des Einzelnen ebenso rigoros, wie sie im selben Moment, diese von sich weisen, wenn ihr persönlicher Einsatz gefordert ist. Sie streiten für eine Zuspitzung des individuellster Besitzdefinitionen, aber duellieren möchten sie sich nicht. Für das eigenen Eigentum tritt man gern, aber doch nicht soviel ein, um es zu verteidigen, wenn auch andere partizipieren. Mehr Akkrobatik kann ich jetzt nicht, denn: Fußball will geschaut werden. Frank Martin , am 17. September 2009 um 21:48 ( Link ) Nicolás Gómez Dávila schrieb zum Thema: "Die Linke nennt jene Leute Rechtsparteiler, die bloß rechts von ihnen sitzen. Beobachter , am 17. September 2009 um 21:52 ( Link ) Mein Mitleid, dass die Piraten als Rechte denunziert werden, hält sich in Grenzen. Schließlich hat sich die Piratenpartei auch am Protest gegen pro Köln beteiligt, gemeinsam mit Linken und Antifa. Jetzt ernten sie halt die Früchte, die sie selbst gesät hat. Beobachter , am 17. September 2009 um 21:56 ( Link ) "Der konservative Bekenntnisbestseller des „Spiegel“-Autoren Jan Fleischhauer war ein Signal dafür, dass der Pendelrückschlag des Zeitgeistes bereits begonnen hat." Einen Pendelrückschlag kann ich nicht erkennen. Jedenfalls nicht in Deutschland. Im Gegenteil. Die Linken und Antifa werden immer gewalttätiger. Offenbar wittern sie Morgenluft. EmilS , am 17. September 2009 um 22:00 ( Link ) Die Piraten sind gute Demokraten. Wenn ich ein politisch unkorrektes Kreuzchen male, dann sicherlich nicht bei der Piratenpartei. Constanze , am 17. September 2009 um 22:22 ( Link ) @Beobachter In eben dieser zunehmenden Gewalttätigkeit zeigt sich, dass die Linke ihre Felle davonschwimmen sieht! SSchmitz , am 17. September 2009 um 22:27 ( Link ) Mir ist Herrn Lichtschlags Lust die Freiheit zu verteidigen auch zu einseitig und zu polemisch. Verteidigt werden in erster Linie Rechtspopulisten, der "Papst" und Frau Herrmann. Angegriffen werden die zugegebenermassen nicht gerade ausgewogene Presse, linke Parteien und Gruppierungen. Allesamt sind aus seiner Sicht natürlich Sozialisten. Beobachter , am 17. September 2009 um 22:55 ( Link ) @Constanze "In eben dieser zunehmenden Gewalttätigkeit zeigt sich, dass die Linke ihre Felle davonschwimmen sieht!" Das würde ich aber bezweifeln. Die SA hat auch noch kurz vor der Machtergreifung die Straßen terrorisiert. Und in Berlin, wo der linke Terror am schlimmsten wütet, sind die Linken an der Regierung. Konservativer , am 18. September 2009 um 0:20 ( Link ) Je mehr ich über das politische Elend der BRD und über das Abhandensein einer bürgerlichen Oppositionsgruppierung nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss: Es ist ein Personalproblem. Es gebricht an einer oder natürlich besser an mehreren Persönlichkeiten, die einerseits das Rückgrat haben, die Hetzkampagnen der MSM lächelnd- lässig zu ertragen und andererseits integrativ und netzwerkfähig sind. D.h. die sich nicht in ihrer spezifischen, libertären, wertkonservativen, evangelikalen, islamkritischen oder nationalpatriotischen Esoterik verkriechen, sondern all diesen Strömungen eine hinreichend große gemeinsame Schnittmenge bieten. An dem Tag, an dem so jemand auftritt, idealerweise noch mediengewandt ist, zittern bei den Altparteien die morschen Knochen. Bis dahin: The same procedure as every year. p.s. Wer jetzt meint, mich gelüste nach einem neuen Führer, das hat nichts verstanden. Konservativer , am 18. September 2009 um 0:21 ( Link ) Tausche das letzte "das" gegen ein "der". EEkat , am 18. September 2009 um 1:27 ( Link ) Konservativer, ja, ist ein Personalproblem. Die Frage ist, wo soll der seine Prägung erhalten haben? meine Unterstützung hätte er. Die Schnittmenge müßte noch ein wenig größer sein, aber ich glaube, daß Problem sind garnicht die viele verschiedenen Schnittmengen, die unter einen Hut gebracht werden müßten. Vielmehr fehlt bei uns die Abdeckung einer ganzen Fläche, zu der diese Schnittmengen allesamt zugehörig sind. Bei uns klafft eine riesige Lücke, und die Linken nutzen unsere Geschichte, indem sie das Füllen dieser Lücke als Nazi bezeichnen. Das funktioniert einwandfrei, um den Pöbel, also uns, vor sich herzutreiben. Auch ich denke gewiß nicht an sowas wie den Führer, wenn ich sage, daß dies nur durch eine charismatische Führungspersönlichkeit durchbrochen werden kann. Die eine genaue Vorstellung mitbringen muß, welche Felder bei uns zum Schaden unseres Landes unbesetzt sind. Auf der anderen Seite sage ich mir: das Land ist bereits so weit geschädigt, kulturell, gesellschaftlich, soziologisch, durch Alterspyramide, Zuzug fremder, integrationsfeundlicher Kulturen, Bildungskollaps, Überregulierung, Einseitigkeit der politischen Willensbildung, Versagen der Presse, Arbeitslosigkeit, Gesundheitswesen, EU-Bürokratie, Klimaregulierungswahnsinn und die daraus erst entstandene Wirschaftskrise, die politische Dressurelite hat das Land dennoch fest im Griff. Wir werden völlig widerstandslos niedersinken. Wir sind bereits mitten drin. Jetzt hat der Staat seinen Kopf in die Opel-Schlinge gesteckt, nachdem er Milliarden hat aufwenden müssen, um sein Versagen als bisheriger Aufseher des Bankenwesens auffangen zu können. Die Landesbanken, sowie die Bad Bank der Beyerischen Vereinsbank und der Hypobank, also die Hypo Real Estate, die Probleme waren lange vorher bekannt bereits bei der Fusion der beiden bayerischen Banken war klar, daß dort Riesen-Verluste aus dem Immobilien-Hype der wiedervereinigten DDR ausgegliedert wurden. Ein Skandal, der in der Größenordnung der Berliner Bank liegen dürfte, 32 Milliarden, allerdings im Jahre 2001! Nichts draus gelernt, unter den Teppich eines Deutschlands gekehrt, das es geradezu liebt, wegzuschauen. Man kann sagen: überall, wo unsere Politik mitmischt kollabiert das System. Anschließend lässen die hauptverantwortlichen Politiker irgendwen hängen, um sich aus der Schußlinie zu nehmen. Das Volk ist dumm. Strohdumm. Das aber ist nicht neu. Das Fatale ist, daß in einer Demokratie das Volk aufgeteilt werden muß, mindestens zwei Werte-Orientierungen müssen gegeneinanderstehen, udn um die Vorherrschaft streiten. Das jedoch liegt den Deutschen nicht. Genau das ist ein teil des bitteren Geheimnisses, welches der Herrschaft des Nationalsozialismus unterlag. Ich habe in den letzten Jahren viel dazugelernt, warum es in Deutschladn zur Nazi-Diktatur hat kommen müssen. Dass Volk wurde nicht verführt. Es mußte nur ein Politiker kommen, der dem Volk die Straße pflasterte, nach der es sich sehnte. Es existiert in diesem Volke eine gelegentlich sigar agressive Konsens-Sucht: die Sehnsucht sich in Übereinstimmung mit der Mehrheit zu befinden. Wenn man das darstellt, ist man Führer. Auch die freiwillige Gleichschaltung unserer Presse ist letzte Konsequenz nichts anderes, als sich dieser Sehnsucht stellen zu müssen. Wer das nicht macht, ist weg vom Fenster. Deswegen blasen die alle ins gleiche Horn. Deswegen ist dieses Land mittlerweile eine intellektuelle Wüste. Keiner kann gegen diesen Strom schwimmen. Man sieht dies sogar hier, in diesem Außenseiter.- Forum: wie aggressiv andere Meinungen verfolgt werden. Das ist den Deutschen im Blute. Sowas kann auch eine charismatische Persönlichkeit nicht auflösen, ohne daß dies erneut in Totalitarismus enden müßte. E.Ekat karen meiser , am 18. September 2009 um 9:29 ( Link ) Wer den taz-Artikel liest, kann die Intention sofort erschnuppern: Hier werden Pfründe verteidigt. Die Grünen, mittlerweile in die Jahre gekommen, zehren beim Wählerpotential immer von einer sich selbst als „aufgeklärt und weltoffen“ verstehenden Klientel, die jung und großstädtisch ist. Genau hier wildert die Piratenpartei. Während das Durchschnittsalter der Grünen-Mitglieder mittlerweile bei 47 Jahren liegt, hat die Piratenpartei (29) sogar die NPD (34) als „jüngste Partei“ überrundet. Das muß den etablierten „Jünglingen“, den Grünen, Sorge bereiten. Und auch für die anderen, deren Mitglieder im Schnitt zwischen 51 (FDP) und 63 (Linke) sind, dürfte es angesichts der in den Startlöchern hockenden jungen Konkurrenz schwerer fallen, dynamisch und aktivistisch und damit kraftvoll sympathisch zu erscheinen. Charlotte Stumm , am 18. September 2009 um 10:03 ( Link ) Es wird gejubelt wenn eine Partei aus sehr jungen Menschen besteht,wie die NPD oder die Piraten. EEkat , am 18. September 2009 um 11:19 ( Link ) @Charlotte Stumm, was ist denn das Gedankengut der NPD? Ich habe eher den Eindruck, daß junge Menschen angewiedert sind von der sich bietenden sozialistischen Indoktrination, dessen Gedankengut über uns ausgekübelt wird, und die eine Entbehrlichkeit, ja geradezu eine Verachtung jeder Individualität und persönlichen Entfaltung ausdrückt. Das ist allerdings nicht neu. Eine eingemauerte DDR war ja auch kein Hort persönlicher Entfaltung. Ein Gedanklengut mit all den bereits sichtbar werdenden, verheerenden Konsequenzen für Gesellschaft und Wirtschaft. Wer da nach Alternativen sucht, der wird doch zwangsläufig bei anderen Parteien landen müssen. Oder nicht? Daß es dabei den jungen Menschen nicht um eine ganz bestimmte Programmatik - Du hattest dazu den Begriff Gedankengut eingeführt - gehen kann, das zeigt sich doch gerade darin, daß nicht eine, sondern verschiedene Gruppierungen ins Fadenkreuz des Interesses der jungen rücken, und nicht etwa deren Programme, oder Gedankengut. Aber wenn Du mehr weißt, und damit rechnest, daß dieses Gedankengut vor einer Entfaltung stehen könnte, dann würde ich gerne mehr dazu wissen. E.Ekat Konservativer , am 18. September 2009 um 13:03 ( Link ) Nicht nur das, sondern sie verteilen sich in unterschiedlichen Gruppen wie NPD und DVU oder REP und jetzt unterwandern sie die Piratenpartei. Ich lach mich schlapp. Rechte an allen Orten. Drei Parteien haben sie sich schon gekrallt und nun greifen sie nach der vierten. Mann, müssen die eine Personaldecke haben! Aber Sie, Frau Stumm, wissen bestimmt auch dagegen Rat: Flugs ein weiteres Projekt gegen Rchts aus Steuermitteln finanziert (haben wir ja noch nicht genug) und ein paar Pöstechen für edle Ritter geschaffen, die Deutschland vor dem 4. Reich bewahren. Rot Front! Reaktionaer , am 18. September 2009 um 14:21 ( Link ) @ SSchmitz Na, wenn Sie bei dem SS im Namen nicht hochverdächtig sind... Doch zu ernsteren Dingen: "Wenn er mal die sogenannten Linken o.ä. verteidigt, dann nur in einem Nebensatz." Schlimm genug. Es gibt gar nichts, was an den linken Verbrechern auch nur ansatzweise zu verteidigen wäre. A. Lehmann , am 18. September 2009 um 15:42 ( Link ) "Ach hätte doch, ach könnte doch, ach wäre doch..." Stoßgebete zum Demos. Es ist mitnichten ein reines Personalproblem. Das System gebiert sein Personal. Und mögen sich alle Demokraten noch so sehr gegen die Idee eines neuen Führers verwahren. Aus dem System heraus, um wenigstens eine andere Form der Volksherrschaft zu erhalten (big brothers sind die momentanen Reichstagler sowieso auch), wäre dieser Schritt zwingend notwendig. Hier greift die gleiche Logik wie in der Weimarer Republik. Weil der Demokrat sein 1000-jähriges demokratisches Reich auf Teufel komm raus verwirklicht sehen will, wird das demokratische Chaos nur ein Volkstribun modernen Zuschnitts bekämpfen können. Ob das dann besser sein wird? Wahrscheinlich nicht. Und ja, NPD, DVU, REP in einem Boot. Gott bewahre! Erstens passt das in keinster Weise zusammen, zweitens wäre es auch nicht viel besser. Die wären genauso schnell korrupt wie der Rest des Clubs. @ SSchmitz Das linke Parteiengedöns ist nur ein bißchen sozialistischer als das "rechte". Kein Sozialist verdient auch nur die leiseste Form der Verteidigung. Sozialismus ist dauer- und massenhafte Anstachelung zu Dummheit, Raub und Mord. Er muß mit den Mitteln bekämpft werden die zur Verfügung stehen. Seine späteren Kerkermeister mit Respekt zu behandeln war von Anfang an ein schwerer Fehler der europäischen Staaten. Und auch 100 Millionen Tote haben wir offensichtlich nichts daraus gelernt. Reaktionaer , am 18. September 2009 um 15:56 ( Link ) @ A. Lehmann Ich stimme Ihrem Beitrag von 15:42h nicht nur zu, sondern ich bin nachgerade begeistert von demselben. Muß doch auch mal gesagt werden. A. Lehmann , am 18. September 2009 um 17:15 ( Link ) Ich meinte natürlich "...100 Millionen Tote später...". @ Reaktionaer Vergelt's Gott. Ich zähle mich ja durchaus auch zu dieser kleinen re-aktionären Gruppe hier... Der Geist von 1789 ist einfach eine solch große und massenhaft wirkende Gefahr, das man ihn wirklich mit allen Mitteln bekämpfen muss. Denn letztlich sind das ja keine Meinungen mehr, sondern Aufrufe zum Bösen. Ich bin kürzlich auf Baron Robert Nikolai Maximilian Ungern von Sternberg gestossen. Seine Geschichte und sein Handeln sind faszinierend. Nicht nur als österrisch-baltischer Deutscher in Diensten des Zaren (eine "Gemengenlage" die nach heutigen nationalistischen Vorstellungen ja schon beinahe unmöglich ist), sondern gerade auch als Mensch, der den Wirren seiner Zeit, der Revolution, mit äußerster Entschlossenheit trotzte, und am Ende sein Leben dafür gab. http://www.youtube.com/watch?v=cBdJNSqAeAc Einen Absatz (zum Vorgehen gegen die Bolschewisten) möchte ich zitieren: Hier haben wir nicht nur die wahrliche Re-Aktion, wir haben auch eine schonungslose Einschätzung der Lage. Ein Verständnis für den totalen Anspruch der linken "Befreier". Die liberale bürgerliche Regierung wird ja aus gutem Grunde nur am Rande erwähnt. Sie ist da schon nicht mehr als ein Opfer der eigenen Liberalität. Die Revolution frisst also offensichtlich nicht nur ihre Kinder, nein auch nahe Verwandte sind gerne gesehen. Wir sehen wieder das bürgerliche Regierungen zwar verwalten, aber niemals herrschen können. Über ihnen muß eine Schicht stehen, die nicht nur eine Vorstellung, sondern auch dauerhaften und realen Kontakt zur Monstrosität der menschlichen Seele hat. Reaktionaer , am 18. September 2009 um 18:11 ( Link ) "Der Geist von 1789 ist einfach eine solch große und massenhaft wirkende Gefahr, das man ihn wirklich mit allen Mitteln bekämpfen muss. Denn letztlich sind das ja keine Meinungen mehr, sondern Aufrufe zum Bösen." Treffender kann man es nicht mehr sagen. Oliver Janich , am 18. September 2009 um 18:13 ( Link ) Ein Blick ins Forum der Piratenpartei hätte gezeigt, dass sich da viele Linke tummeln. Dann hätte man sich von Anfang an eine Wahlempfehlung sparen können. Die Partei hat ja leider kein Wirtschaftsprogramm, aber wenn es eines hätte wäre es so sozialdemokratisch wie das der anderen sechs sozialdemokratischen Parteien im Bundestag. Molot , am 18. September 2009 um 19:18 ( Link ) Die Partei hat ja leider kein Wirtschaftsprogramm, aber wenn es eines hätte wäre es so sozialdemokratisch wie das der anderen sechs sozialdemokratischen Parteien im Bundestag. Und wie das Ihre. Habe ich mir gerade zu Gemüte geführt. "Pisa" ist die Wahrheit. Der Verstand ist nicht mehr zuhause in Deutschland. B.Ullmann Molot , am 18. September 2009 um 20:20 ( Link ) @Oliver Janich Wenn jemand noch Neid empfindet wenn er selber gar nichts zahlt muss er charakterlich schon ganz schön deformiert sein. Auf solche Wähler verzichten wir gerne. Ja, wirklich? Dann dürfen Sie aber auch sicher sein, in Deutschland niemals eine Stimmenmehrheit zu erreichen. Alle anderen verzichten nämlich, aus gutem Grund, auf "solche" Wähler nicht, ganz im Gegenteil. B. Ullmann Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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ratloser , am 17. September 2009 um 13:14 ( Link )
Guter Kommentar...Popp tut mir ob seiner Selbstentblößung und dem, was dabei zum Vorschein kam, etwas leid....