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Kreditklemme: Oder Kapitalmangel?von Andreas Tögel Über die Kreditwürdigkeit Nachdem die Regierungen rund um Globus zu dem Schluss gekommen waren, dass das Anwerfen der Notenpressen schlichtweg die Königsidee zur Bekämpfung der aktuellen Weltwirtschaftskrise sei, wurden geradezu unverstellbare Mengen von (Papier- oder Buch-) Geld produziert und den Geschäftsbanken zur Verfügung gestellt. Dennoch klagen Politiker und Wirtschaftsfunktionäre über die, wie sie meinen, restriktive Haltung der Banken bei der Kreditvergabe. Das Geld werde von den Baken „gebunkert“ und nicht an die Wirtschaft weitergegeben. Die Betriebe hätten es in der Folge mit einer „Kreditklemme“ zu tun. „Kreditklemme“, so lesen wir im Internetlexikon „Wikipedia“, ist der „Attentismus [Mentalität der Risikovermeidung, Anm.] der Kreditinstitute, bei gegebener Kreditnachfrage den kreditwürdigen Nichtbankensektor mit ausreichendem Kreditvolumen zu versorgen.“ Dieser Satz enthält einige diskussionswürdige Details. Zum ersten die dem Zeitgeist geschuldete, unterschwellige Anklage gegen eine „konservative“ Kreditvergabestrategie der Banken. „Konservativ“ sein bedeutet, wir ahnen es längst, nichts Gutes. Wenn konservativ auch vorsichtig bedeutet, ist eben Vorsicht unerwünscht. Dass Risikominimierung aber keineswegs „unsoziales“ Verhalten bedeutet, sondern dem Schutz von Einlegerinteressen und dem Bestand der Banken dient, ist eine Erkenntnis, die man spätestens aus der Entstehungsgeschichte der gegenwärtigen Finanzkrise gezogen haben sollte. Es scheint, als ob bereits vergessen wäre, dass die generöse Kreditvergabe an Kreditunwürdige, die von der Politik gewollt und gefördert wurde, am Beginn des aktuellen Verhängnisses stand. Zum zweiten ist die Annahme bemerkenswert, es gäbe so etwas wie ein „Recht auf Kredit“. Kredit (abgeleitet vom lateinischen „credere“, glauben,) steht keineswegs jedermann zu. In einer Stammesgesellschaft, in der jeder jeden kennt, ist eine Ausleihung „auf Treu und Glauben“ für den Geber einigermaßen problemlos. Der Gruppendruck und die Gefahr, bei asozialem Verhalten dem Scherbengericht anheim zu fallen, reichen aus, um die Rückgabe des verliehenen Gutes zuverlässig sicherzustellen. In der modernen Massengesellschaft dagegen sind treuherzige Blicke und bloße, möglicherweise sogar ernst gemeinte Rückzahlungszusagen indessen nicht mehr genug, um kreditwürdig zu sein. Dazu bedarf es handfester Sicherheiten – etwa in Form belehnbaren (Betriebs-) Vermögens. Es ist daher nichts weniger als selbstverständlich, dass Kreditoren (gleich ob Bank oder Nichtbank) bei der Mittelvergabe an Unbekannte Vorsicht walten lassen, umso mehr, da die Position der Gläubiger durch gesetzliche Vorschriften (wie z. B. die Möglichkeit zum Privatkonkurs) erheblich geschwächt wurde. Zum dritten ist es mit dem „kreditwürdigen Nichtbankensektor“ so eine Sache. Wer, wenn nicht der Kreditor, sollte wohl bestimmen, nach welchen Kriterien die Kreditwürdigkeit eines Nachfragers zu ermitteln ist? Wer kann sich dazu aufschwingen, über die Vergabe fremder Mittel an unbekannte Dritte zu befinden, indem er denen ungeprüft kollektive Kreditwürdigkeit attestiert? Zum vierten ist das „ausreichende Kreditvolumen“ eine recht prekäre Denkfigur. Ausreichend für wen? Und nach welchen Gesichtspunkten? Für einen spielsüchtigen Hallodri wird – aus seiner Sicht – das verfügbare Kreditvolumen in jedem Fall zu gering sein. Offensichtlich handelt es sich bei der vom Internetlexikon gebrauchten Definition um einen klassischen Fall der Anmaßung von Wissen, wenn vermutet wird, man könne das für eine gesamte Volkswirtschaft „ausreichende Kreditvolumen“ vom Elfenbeinturm aus feststellen. Ferner bleibt (nicht nur bei der zitierten Erläuterung des Stichworts „Kreditklemme“ auf „Wikipedia“) gewöhnlich unberücksichtigt, dass nur kreditiert – also verliehen – werden kann, was zuvor, von wem auch immer, erspart wurde. Diese unübersehbare Tatsache entzieht sich nur deshalb der Wahrnehmung der Öffentlichkeit, weil die jahrzehntelange Gewöhnung an das herrschende Fiat-Money-System dazu geführt hat, dass auf Geheiß der Regierungen frisch aus der Notenpresse laufende Geldscheine oder von den Geschäftsbanken aus dem Nichts geschaffenes Buchgeld fälschlich für Kapital (das Ergebnis von Konsumverzicht) gehalten werden. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich somit die „Kreditklemme“ als veritabler Kapitalmangel, der, zumindest in den USA, dadurch bedingt ist, dass die gesamte Nation jahrelang weit über ihre Verhältnisse gelebt und die Tugend des Sparens völlig vergessen hat. Politiker, beamtete Nationalökonomen und Wirtschaftskommentatoren kritisieren die restriktive Haltung der Banken bei der Kreditvergabe, da diese einer Erholung der vom Nachfragerückgang getroffenen Betriebe angeblich im Wege stünde. Wie aber nicht nur die „österreichische“ Wirtschaftstheorie, sondern auch die empirische Erfahrung eindringlich lehrt, führt die nun als Allheilmittel gepriesene Aufblähung der Geld- und Kreditmenge im günstigeren Fall lediglich zum Beginn eines neuen Konjunkturzyklus (mit notwendigerweise nachfolgender Rezession), im ungünstigsten Fall aber, vor dem inzwischen erstaunlicherweise sogar eine wachsende Zahl von dem neoklassischen Mainstream verhafteter Fachleute warnt – zu einer Hyperinflation wie sie derzeit bereits in Zimbabwe „live“ zu bewundern ist. Der nun auftretende Nachfragerückgang hat den vorangegangenen, mit künstlich geschaffenem Geld angestoßenen Boom zur Voraussetzung. In der Rezession geschieht mithin nichts weiter als eine notwenige Korrektur, die Redimensionierung von Überkapazitäten, eine Marktbereinigung und die Eliminierung von Betrieben, in welchen die Konsumentenpräferenzen falsch eingeschätzt wurden. Was könnten Kredite in einer solchen Lage (an Positivem) bewirken? Das Phänomen der Kreditwürdigkeit dagegen brachte Luis Pazos in seinem hervorragenden Beitrag vom 9. September hier auf ef-online präzise auf den Punkt: Humanität bei der Kreditvergabe, so schreibt er, „ist unsozial“. Begründung: „Als es noch den Schuldenturm gab, war der Handwerker und Kleingewerbler ein verhältnismäßig sicherer Debitor, dem Kredit ohne weiteres zur Verfügung stand. Die drohende Gefängnisstrafe machte ihn zu einem verlässlichen Verwalter fremden Geldes. Heute droht ihm der Schuldenturm nicht mehr, aber er selbst trägt den Schaden, denn er ist nun nicht mehr kreditwürdig.“ Der Gesetzgeber erschlage „diejenigen, die er schützen will, und ist daher im höchsten Grade unsozial.“ Wie wahr! 11. September 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareTrebMelsa Lieber dickbrettbohrer, volle Zustimmung zu dem Geschriebenen! Die Aushöhlung der Verfügungsrechte über das persönliche Eigentum geht rasant voran. Ob Mieterschutz (von den asozialen Nazis eingeleitet), ob Privat-Insolvenz, ob Coase-Theorem der sozialen Kosten, alles gegen den eigenverantwortlichen Menschen gerichtet. Der "Wohlfahrtsstaat", diese perfideste Form des Etatismus', fährt - hoffe ich so wie Sie - bald gegen die Wand! ISBN3451322005, am 14. September 2009 um 10:33 ( Link ) @dickbrettbohrer Ihr Pragmatismus in allen Ehren. Ich frage mich aber trotzdem immer, woher in diesen Fragen die Selbstsicherheit des Urteils rührt. Entspringt sie vielleicht der eigenen Oberflächlichkeit? Ich durfte z.B. erfahren, dass die Geldschöpfung der Geschäftsbanken aus dem Nichts ein falsches unzureichendes Bild zeichnet. Die Geschäftsbanken schaffen Geld per Kreditvergabe und wo kein belastbarer Kreditnehmer auftritt kann auch kein Geld geschaffen werden. Die doppelte Buchführung beruht auf diesem Grundprinzip. Andernfalls wunder ich mich, warum die Geschäftsbanken ihre Bilanzen nicht per Geld aus dem Nichts wieder in Ordnung bringen. Auch die Rolle des Staates scheint mir in dem Spielchen nicht am richtigen Fleck eingeordnet zu sein. Noch verschafft sich der Staat Geld, in dem er am Markt Anleihen begibt für die er Abnehmer findet (noch). Erst wenn der Staat, am Kapitalmarkt vorbei, direkt selber Hand an die Notenpresse legt und sich Geld beschafft, das dann als Kreditkontrakt mit den zukünftigen Generationen sofort zu Geld mutiert, dann geht der Spaß erst richtig los. So weit ist es aber noch nicht. Gläubiger werden systematisch ihrer Rechte beraubt, während Schuldner juristisch und psychologisch gestützt werden. Zwischen Gläubiger und Schuldner besteht eine Symbiose. Stütze ich den einen, so Stütze ich automatisch den anderen. Zumal ich Ihre Aussage sowieso nicht kapiere. Banken-Rettungsschirm und Bail-out zielen doch Oberflächlich betrachtet direkt auf den Gläubiger ab. @Andreas Tögel Bei näherer Betrachtung entpuppt sich somit die „Kreditklemme“ als veritabler Kapitalmangel, Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie liegt bei 68%. 32% stehen rum, wo fehlt es da also an Kapital? Fehlt es nicht an Kredit für die Vorfinanzierung der Produktion oder wie oder was?! Tugend des Sparens Um die Tugend des Sparens kann sich jeder gerne bemühen. Nur bleibt Geld, auch wenn es gespart wird, eine Schuld, die auf zukünftige Leistungen ruht. Irgendjemand muss diese Schuld durch seine Leistung früher oder später begleichen, braucht aber selber noch was zum Leben und dann soll er, laut Ihres Beitrages, auch noch sparen?? Da stelle ich Ihren tugendhaften monetären Sparer doch ganz keck als Sklaventreiber zukünftiger Generationen zur Debatte. usw. usw. usw. Ich habe auch keine Ahnung und Blicke nicht richtig durch. Ich bemühe mich zwar, stoße aber immer schnell an die Grenzen meiner Auffassungsgabe. Nur eines ist mir klar. Alle die mit erhobenem Haupt und geschwelgter Brust sich hinstellen und mit aufgeplusterter Selbstsicherheit im vermeintlichen mehr Wissen die Wahrheit predigen haben vermutlich am wenigsten kapiert. Andreas Tögel, am 15. September 2009 um 7:21 ( Link ) Verehrter ISBN... Nur bleibt Geld, auch wenn es gespart wird, eine Schuld, die auf zukünftige Leistungen ruht.Diese Beurteilung ruht auf der vollkommenen Verinnerlichung des Konzepts von Fiat-Money. Stellen Sie sich vor, unverderbliche Lebensmittel würden als Zahlungsmittel verwendet werden. Sie erhielten für Ihre Arbeit also etwa Dauerwürste, die Sie auf der Stelle verspeisen oder aber aufbewahren könnten. Inwieweit wäre die aufbewahrte Wurst eine "Schuld", und gegenüber wem, in aller Welt? Ebenso funktioniert das natürlich, wenn irgendeine andere Ware (etwa Goldmünzen) als Zahlungsmittel fungierten. Da das nach purer Regierungswillkür bedruckte, beliebig vermehrbare und als angebliches Geld ausgegebenes Papier aber eine wesentliche Qualität richtigen Geldes nicht besitzt (nämlich die der Wertaufbewahrungsfunktion!) ist auch jedem Betrugsmanöver Tür und Tor geöffnet. Leider wird dieser Umstand von Krethi und Plethi völlig übersehen, da sie nie ein anderes System gekannt haben und daher meinen, es mit einem "natürlichen" Phänomen zu zun zu haben. Staatsfreie Sicherheitsproduktion oder Bildung sind ja heutzutage ebenfalls so unverstellbar wie Geldschöpfung...:-(! ISBN3451322005, am 16. September 2009 um 9:26 ( Link ) @Andreas Tögel Stellen Sie sich vor, unverderbliche Lebensmittel würden als Zahlungsmittel verwendet werden. Kann ich mir vorstellen, nur wird jede Wahre auch wieder verbrieft werden und virtuell in der Gegend rumgeschoben. Derjenige, der dabei mehr verbrieft als er hat, besitzt einen klaren Wettbewerbsvorteil und in „Ihrer Welt“ gibt es ja niemanden, der Wahrenvolldeckung per Dekret durchsetzt. So würde sich, aus der von Ihnen vollkommen unpraktikablen und zerfledderten freien Währungslandschaft, in der niemand niemanden Trauen kann, vermutlich RatzFatz wieder ein Monopolist herauskristallisieren. Unter anderem hat uns auch das Fiat-Money System in kürzester Zeit zu unvorstellbaren Wohlstand geführt. Die Wertaufbewahrungsfunktion spielt bei tendenziell steigenden Zeitpräferenz sowieso nur eine untergeordnete Rolle. Zumindest solange der Wohlstandsmehrungsmotor, als Hauptantrieb des Menschen, mit Fiat-Money hervorragend befeuert werden kann. Insofern entspricht Fiat-Money und die damit verbundene Befreiung von den Fesseln einer warengedeckten Währung dem Zeitgeist. TrebMelsa @ ISBN3451322005 ########Unter anderem hat uns auch das Fiat-Money System in kürzester Zeit zu unvorstellbaren Wohlstand geführt######### Entschuldigen Sie die – für Sie sicherlich dumme und blöde Frage – aber könnten Sie die Aussage bitte belegen: argumentativ untermauern, vielleicht auch mit empirischen Daten belastbar gestalten? ISBN3451322005, am 16. September 2009 um 12:57 ( Link ) @TrebMelsa Entschuldigen Sie die – für Sie sicherlich dumme und blöde Frage – aber könnten Sie die Aussage bitte belegen: argumentativ untermauern, vielleicht auch mit empirischen Daten belastbar gestalten? Einfach die Augen auf machen. FIAT-Money ist vollkommen genial. Mit FIAT-Money richte ich mir die Welt so ein, dass ich mir für Scheingeld Häuser bauen lassen kann, dicke Autos fahre und Weiber aufreiße, nicht morgen mittels dämlichen rumgespare sonder hier und jetzt, sofort, der Fachmann spricht von „Just in Time“. Wer dabei mit seiner 5 Jahresplan-Rechenfunktion nicht klar kommt hat Pech gehabt. Die Zukunft birgt bekanntlich immer unkalkulierbare Risiken und Mittelfristig sind wir sowieso alle tot. Sie halten es für ungerecht und betrügerisch? Na und? Wer bin ich? Jesus? Von wo soll mich den bitte der Strahl der redlichen Gerechtigkeit treffen? Bevor Sie sich darüber Gedanken machen, sehen Sie lieber zu, dass Sie sich auch ein fettes Stück vom Kuchen sichern. Ich erwarte Ihr Bekehrungskonzept und optimiere derweil noch ein wenig meinen oben umrissenen, hochmodernen individuellen Lebensentwurf. Wohlstandszuwachs im 19. Jahrhundert? Alles relativ! Maserati MC12 ist Wohlstand, alles andere ist bittere Armut. dickbrettbohrer, am 17. September 2009 um 8:00 ( Link ) A. Tögel: Gestern hatte ich ein Gespräch, das alle Merkmale des Nichtverstehenkönnens seitens meines Gesprächspartners aufwies. Es ist beinahe unmöglich, einem Gläubigen das Wesen unseres Papierscheingelds zu erklären. Erwähnt man Gold, so wächst das Unverständnis ins Grenzenlose. ISBN3451322005, am 17. September 2009 um 8:41 ( Link ) @dickbrettbohrer Gestern hatte ich ein Gespräch, das alle Merkmale des Nichtverstehenkönnens seitens meines Gesprächspartners aufwies. Es ist beinahe unmöglich, einem Gläubigen das Wesen unseres Papierscheingelds zu erklären. Erwähnt man Gold, so wächst das Unverständnis ins Grenzenlose. Als potentieller nicht Nichtverstehenkönnener möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ich in meinem letzten Beitrag nur das aufgezeigen wollte, was der Eisberg unseres Papierscheingelds unter der Oberfläche zu bieten hat und wenn es darauf keine Antwort gibt, ist die ganze Goldversteherei leider total nutzlos!! TrebMelsa @ ISBN3451322005 Also, ich habe gestern die Augen weit offen gemacht!!!! Ich bleibe als bei meiner Meinung: „Fiat-Money“ ist Vernichtung von Ersparnissen und Wohlstand. Drei meiner Volkswirtschaftsprofessoren war >Monetaristen (also Keynesianer von rechts)<, die vier anderen Volkswirtschaftsprofessoren waren >Keynesianer von links<. Darunter war der Vertreter für „Geld – Kredit – Währung“ ein Keynesianer reinsten Wassers. Keiner dieser Herren hat es geschafft mich davon abzubringen unter Fiat-Money“ etwas anders als Betrug zu sehen und keiner hat es geschafft mir die – m. E. – naive Modellwelt der – auf Keynes basierenden – Makroökonomie näherzubringen. Aber selbstverständlich wurde ergebnisorientiert für Prüfungen gepaukt, damit mit diesen naiven Modellen ganz gut zu jonglieren war, um trotz Gegnerschaft auch gute Noten zu ergattern. Wissen Sie, so flotte Sprüche, wie Sie diese oftmals in die Kommentaren einfließen lassen, suggerieren bei mir eher den Verdacht, dass Sie nur poltern, provozieren und zanken und nicht sachlich miteinander über Dinge reden wollen. Daraus leiten Sie bitte nicht ab, dass ich Sie überzeugen will. Ich lasse Sie gerne im Wolkenkuckuckswohlstandsland „Fiat-Money“ träumen, falls Sie wirklich dort schlafen?! Aber vielleicht träumen Sie aber gar nicht, sondern gehören zu den Gruppen, die Vorteile aus der staatlichen Falschgeldproduktion/-verbreitung ziehen? Also z. B. zu denen gehört, die bei der ersten Gruppe der Empfänger des Inflationsgeldes zu verorten sind und sich damit auf Kosten aller anderen Bevölkerungsgruppen bereichern. Abschließende: ISBN3451322005, am 17. September 2009 um 11:02 ( Link ) @TrebMelsa Daraus leiten Sie bitte nicht ab, dass ich Sie überzeugen will. Ich bin bereits überzeugt. Bei meiner Überzeugung spielt aber weder Gold noch FIAT-Money eine wesentliche Rolle, deshalb kann ich mich auch in dieser Sache so schön gehen lassen. Unser entfesseltes Wesen wird sich mit Gold wohl kaum bändigen lassen. suggerieren bei mir eher den Verdacht, dass Sie nur poltern, provozieren und zanken und nicht sachlich miteinander über Dinge reden wollen. Bingo..., über dauernde Sachlichkeit geht der Blick für das Wesentliche schnell verloren. Ich bleibe als bei meiner Meinung: „Fiat-Money“ ist Vernichtung von Ersparnissen und Wohlstand. Zu Risiken und Nebenwirkungen Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker…. Sie haben ja vollkommen recht, aber die Freiheit der Wohlstandsvernichtung per FIAT nehme ich mir einfach! In der jetzigen Welt ist es legal und in der libertären Welt kann es keiner verbieten und wenn die Leute so doof sind... Wen soll es auch warum interessieren, wenn Morgen irgendwelcher Wohlstand und Ersparnisse vernichtet werden? Wegen den paar Rotzgören die von irgendwelchen Schnorrern in die Welt gesetzt werden und mir nur auf der Tasche liegen? sondern gehören zu den Gruppen, die Vorteile aus der staatlichen Falschgeldproduktion/-verbreitung ziehen Wer frei von Schuld ist schmeiße den ersten Stein. Sie hantieren doch auch mit diesem Betrugsmittel und haben möglicherweise sogar ein Guthaben von diesem Teufelszeug auf dem Konto. Welchen Aufwand und Umstände nehmen Sie auf sich, um sich dieser Massenvernichtungswaffe, so weit möglich zu entziehen? Sie habe sich doch sicherlich noch nicht mal die Mühe gemacht, ihren Bäcker davon zu überzeugen, eine Silberunze zu akzeptieren. Es ist ja auch einfach zu praktisch und effizient mit dem Papiergeldstrom zu schwimmen. Ich setze sogar noch einen drauf: Das Papiergeldsystem reicht haarscharf an das libertäre Legitimationsprinzip von Bernd Lessing heran „freiwilliger Konsens aller Betroffenen“. Die Ahnungslosigkeit der Betroffenen fällt unter die Rubrik Eigenverantwortung. Die Stromschnelle werden zwar zunehmen reißender, aber alles was hinter der Abrisskante folgt übersteigt sowieso unsere Vorstellungskraft. TrebMelsa @ ISBN3451322005 "Wer frei von Schuld ..." Mit Verlaub ich hatte eine Frage gestellt, keinen Stein geworfen. Aber zur Information, ich gehöre zu den Bevölkerungsteilen, die zu den letzten gehören, die staatliches Inflationsgeld erhalten. D. h. zu denen, die die Zeche zahlen sollen. Da Sie selber zugegeben haben, kein Interesse an sachlichen Diskussionen zu haben, sondern nur Poltern, Provozieren und Zanken wollen, verzichte ich nunmehr auf weitere Unterhaltungen mit Ihnen und wünsche eine gute Reise ins Land der Schreihälse! ISBN3451322005, am 17. September 2009 um 20:23 ( Link ) @TrebMelsa Ich hatte Sie nur gefragt, ob Sie zu den bevorzugten Kreisen zählen, welche sich durch früh zugeteiltes Inflationsgeld auf Kosten aller übrigen Menschen ungerechtfertig und skrupellos bereichern? Ist dies ein Steinwurf? Tschuldigung…, Nein, so wie Sie es verstehen profitiere ich nicht. Aber meine Eltern haben profitiert, als der FIAT-Motor noch rund lief und der kleine Angestellte in den 60ziger bis 80ziger Jahren noch Mehrwert schaffen konnte. Plötzlich konnte man sich ein Auto leisten und ein Häuschen im Grünen finanzieren, es ging Bergauf, das Wirtschaftwunder im Rücken. Über FIAT-Money hat sich komischerweise keine Sau beklagt. Von meinen Elter habe ich das Häuschen geerbt und dann verhökert. Den größten Teil davon habe ich dann in den vergangenen Jahr verprasst. Jetzt lebe ich mehr oder weniger von der Hand in den Mund. So habe ich aber für meine Begriff sehr wohl profitiert, hätte schlimmer kommen können. Wie sieht es bei Ihnen aus? Waren Ihre Vorfahren auch schon FIAT-Rebellen? Da Sie selber zugegeben haben, kein Interesse an sachlichen Diskussionen zu haben, sondern nur Poltern, Provozieren und Zanken wollen, verzichte ich nunmehr auf weitere Unterhaltungen mit Ihnen und wünsche eine gute Reise ins Land der Schreihälse! Verstehen sie es als Hilfeschrei eines Therapiebedürftigen. Aber offensichtlich können Sie auch nicht helfen. FIAT-Money ist nur die Spitze des Eisberges, darüber sachlich zu Diskutieren ist mir mittlerweile zu öde… Ja wir haben uns mit FIAT Angeschissen und nu…?! Goldstandard? Zum Goldstandart gibt es dann in etwa genauso viele Szenarien wie Ökonomen. Inflation, Deflation, Geldmenge, Warenmenge, Steuerung, Wachstum, Wechselkurse, Leistungsbilanzen usw. usw. bla bla. Mein „Poltern, Provozieren und Zanken“ soll nur aufzeigen, wie der FIAT-Eisberg unter der Wasseroberfläche aussieht, auf welchem geistigen Fundament FIAT-Money steht. Machen Sie sich dazu mal ein paar warme Gedanken. Mit Kapitulation werden wir gegen das Land der Schreihälse nicht bestehen. Am Ende werden es sowieso wie immer die Ereignisse sein die uns belehren, oder, wie meine schwer gläubige und geschätzte katholische Kollegin ganz gelassen zu sagen pflegt „lassen sie es gut sein Herr Schneider, Gott hat einen Plan“ TrebMelsa @ SBN3451322005 ohne Fiat-Money hätten Ihre und auch meine Eltern dies noch schneller finanzieren können. Anfang des 20. Jahrhunderts konnte sich ein Handwerksmeister, der unselbständig beschäftigt war, eine 120 m² große, neue, damals supermoderne Wohnung leisten, und brauchte für die Kosten (Miete + Nebenkosten) nur knapp 1/6 seines Jahresverdienstes aufzubringen (natürlich in echtem Geld). 1/6 draufgelegt für die Finanzierung von Wohnungseigetum und er hätte noch immer mit 2/3 mehr von seinem Lohn gehabt wie z. B. mein Vater während der Bauphase. TrebMelsa @ SBN3451322005 Noch ein Nachtrag zu den ersten beiden Jahrzehnten des Nachkriegsdeutschland. Damals galt doch das Währungssystem von Bretton-Woods und der US-Dollar war mit 34$ je Feinunze ans Gold gekoppelt. Die ins System eingebundenen Zentralbanken, z. B. die Bundesbank, konnten ihre Dollarreserven bei den US-Währungsreserven in Gold tauschen. Von daher war eine DM-Banknote zumindest noch indirekt ein Depositenschein für Gold, wenn die Bundesbank DM gegen Dollar tauschte und die Dollars gegen Gold. Aber vielleicht gab diese indirekte Golddeckung den Menschen damals doch so etwas wie Sicherheit? Auch, wenn diese Sicherheit - mit Blick auf das Handeln der politischen Kleptokraten - sicherlich nur Einbildung war. heathman, am 23. August 2010 um 23:09 ( Link ) Nein, so wie Sie es verstehen profitiere ich nicht. Aber meine power lifting forum Eltern haben profitiert, als der FIAT-Motor noch rund lief power lifting forum und der kleine Angestellte in den 60ziger bis 80ziger Jahren noch Mehrwert schaffen konnte. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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dickbrettbohrer, am 11. September 2009 um 18:39 ( Link )
Im Zuge der schleichenden Enteignung und des damit einhergehenden Abbaus der Eigenverantwortlichkeit pervertieren sich die Beziehungsgeflechte. Gläubiger werden systematisch ihrer Rechte beraubt, während Schuldner juristisch und psychologisch gestützt werden. Im Zweifel für den Schuldner, der Gläubiger solle sehen, wo er bleibt. Die weitverbreitete Einstellung stellt Kausalitäten völlig auf den Kopf, parteiische und dümmliche Definitionen wie in Wikipedia gedeihen prächtig auf dem Mist der Unkenntnis.
Der ökonomische Unverstand erreicht ein noch nie dagewesenes Ausmaß. Da helfen auch die klügsten Bücher nicht! Ursache ist die fehlende praktische Lebens- und Arbeitserfahrung der in völlige Abhängigkeit gebrachten Menschen. Immer weniger erhalten sich selbst, gehen einer selbständigen Tätigkeit nach, tragen das Risiko eigener Entscheidungen, sind "Macher". Das verengt den Horizont.
Alles in allem bin ich recht pessimistisch, was die Reformfähigkeit unseres Systems betrifft. Es sind schließlich alle mit allem verbandelt. Und niemand will anfangen, denn er müßte es (auch) bei sich selbst tun. Der Karren wird wohl an die Wand fahren müssen. Hoffentlich ohne Kriegsgeschrei!