03. September 2009

EUdSSR nach dem Glühbirnenverbot Nun will die EU Regeln fürs Duschen festlegen

Eurokraten sind durchaus erfinderisch

Kein amokartig verspäteter Aprilscherz: Wie die Schweizer Zeitung „Blick“ meldet, soll per EU-Gesetz den Bürgern vorgeschrieben werden, wie sie zu duschen haben!

Normierte Sparduschen sollen bald Pflicht in jedem Badezimmer zwischen Stockholm und Neapel werden. Nach den Glühbirnen geht es nun den Duschköpfen an den Kragen. Der „Blick“ schreibt in Anlehnung an den österreichischen Journalisten Christian Ortner, der diesen Wahnsinn aufdeckte: „Einheitliche Duschköpfe, die das Wasser schneller aufheizen und so weniger Strom verbrauchen, sollen bald die Vielfalt der Duschbrausen ersetzen: Keine Wasserfalldusche mehr, die einen von oben berieselt. Oder gar mehrere Duschköpfe, die es von allen Seiten regnen lassen.“

Die Grundlage der neuen EU-Duschgesetze bietet die im Juli verabschiedete europäische Ökodesign-Richtlinie, die neue Energiesparnormen für Kühlschränke, Fernseher, Fenster und Warmwasserleitungen festlegt. In den kommenden Monaten und Jahren sollen laut Kommission „Standards für viele weitere Produkte festgelegt werden“ – darunter eben auch Duschköpfe.

Den Schweizer Leserkommentaren auf der Website des „Blick“ ist wenig hinzuzufügen. Werner Bieinisowitsch, derzeit noch Palma de Mallorca, kommentiert: „Die Herren in Brüssel sind noch mehr bekloppt als unsere Kasperlis in Bern. Wann kommt endlich die Einheitskleidung? Alle mit dem gleichen Vornamen in rot, die unter 20-jährigen in knallgelb, die Rentner in dunkelgrau, die schwangeren Frauen entweder in rosa oder hellblau. Arme EU-Länder, ich denke mit Grauen an die nähere Zukunft, ich werde aber nicht in die Schweiz zurückkehren, sondern Europa den Rücken kehren.“

Roman Hasler aus Gelterkinden schreibt: „Next step: Kameras, die überwachen, ob man sich auch dran hält.“

Hans Wurst aus Rote Mühle fügt hinzu: „Bald hat jeder nur noch einen Kübel mit Wasser in der Nasszelle hängen, und jedes mal, wenn es einem nach einer Dusche ist, leert man sich diesen über den Kopf. Vielleicht wird als nächstes das billige Klopapier eingeführt und man darf nur noch ein Blatt pro Sitzung verwenden.“

Und Herr Michel aus Zürich macht sich schließlich wie folgt Luft: „Die Unterhosen mit CO2-Filter sind sicher schon in Planung, damit beim Furzen nicht soviele Schadstoffe entweichen.“

Wir hatten festgestellt, dass Touristen aus Osteuropa oder China bald im abendlichen Landeanflug über Frankfurt am Main an den hässlichen Lichtern der Energiesparlampen erkennen können, dass sie sich innerhalb der Demarkationslinien der EUdSSR befinden. Wir müssen nun hinzufügen: Wenn sie aus dem Flugzeug steigen, werden sie die Europäer demnächst auch am Geruch erkennen…

Internet

Meldung aus dem „Blick“


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