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![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Kommunalwahlkampf II.: Politische Gewalt gegen KinderÜber ein Plakat der FDP in Mönchengladbach Plakate bei dieser Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen sind zuweilen besonders skurril. Aber das sind eher die besseren von ihnen. Es geht auch anders, zeigt uns die FDP in Mönchengladbach und plakatiert ein etwa einjähriges Kind mit den beiden Zeilen: „Mama und Papa müssen lange arbeiten! Ich brauche flexible Betreuung!“ Ein solches Plakat hätte man noch vor wenigen Jahren allenfalls den Sozialdemokraten, Grünen oder Linken zugetraut. Die Ewiggestrigen unter ihnen trauerten lange dem Krippenwesen im real existiert habenden Sozialismus nach – inklusive der besonderen „Errungenschaft“ der „Wochenkrippe“, wo Papi oder Mami Sonntag abends oder Montag morgens ihre Kleinsten der staatsbürokratischen Kinderverwahranstalt in die Obhut gaben und Freitag abends oder Samstag morgen ganz flexibel wieder in Empfang nahmen. Die staatliche „Lufthoheit über den Kinderbetten“ ist seit den frühen Tagen von Jean-Jacques Rousseau und Karl Marx fester Bestandteil des linken Programms, das heute auch von der Mönchengladbacher FDP und von der Leyens CDU wie selbstverständlich exekutiert wird. Die persönliche Bilanz von Vordenker Karl Marx ist denn auch beeindruckend. Drei Kinder des dickleibigen Vollbarts starben an Unterernährung. Drei weitere Kinder der roten Ikone der politischen Weltverbesserung begingen Selbstmord. Rousseau war ein noch konsequenterer Sozialist und lieferte seine eigenen fünf Kinder gleich nach der Geburt gegen den Willen der Mutter in einem Heim für Findelkinder ab. Danach schrieb er pädagogische Lehrbücher. Heute ist solche Form der Kinderliebe in der linksrheinischen FDP angekommen. Und nicht einmal das örtliche Kommunalblatt „Rheinische Post“, ihres Zeichens „Zeitung für Politik und christliche Kultur“, wundert sich, wenn es heißt: „Mama und Papa müssen lange arbeiten!“ Warum „müssen“ sie denn? Und warum „mussten“ sie etwa in den Fünfzigern und noch Mitte der sechziger Jahre nicht? Bei damals wesentlich mehr eigenen Kindern und mit dem Ergebnis, dass die damalige alleinverdienende Elterngeneration der heutigen noch nebenbei Milliarden vererbte? Könnte das alles diesseits einer damals womöglich auch anderen Lebenseinstellung, geprägt von familiärer Selbständigkeit und Eigenverantwortung, an den heute mehr als doppelt so hohen Steuern und Abgaben liegen, die viele Eltern zu zwingen scheinen, nun beide arbeiten gehen zu „müssen“? Und wenn ja, sollte diese sozialistischen Auswüchse eine liberale Partei nicht recht eigentlich zu bekämpfen statt zu plakatieren suchen? Auch in der DDR gaben die Kommunisten durchaus zu, dass ihre „moderne“ Krippenpolitik mit dem Ziel „Mütter in die Produktion“ letztlich mehr noch von der drohenden Pleite ihres unwirtschaftlichen Systems denn ihrer roten Kinderschänder-Ideologie motiviert war. Die junge Mutter Ost musste damals bereits wie heute die Mama West arbeiten, um den Lebensstandard im Endstadium bankrotter Kommandowirtschaftssysteme so weit wie möglich noch zu halten. Dabei gab es immer schon auch vermögende Eltern, die ihre Kinder beispielsweise teuer und gut erziehen und betreuen ließen. Allerdings suchten sie diese Betreuung verantwortungsbewusst und liebevoll aus und bezahlten aus eigener Tasche, was wiederum im Normalfall eine besonders verantwortungsbewusste, liebevolle und im Sinne des Kindeswohls gestrenge „Nanni“ garantierte. Manche hoch gebildete oder besonders talentierte junge Frau fühlt sich auch alleine in der Mutterrolle unterfordert. Aber gilt das auch für die Mütter, die bei Aldi und Lidl an der Kasse sitzen? Ist es für sie tatsächlich eine Form der „Selbstverwirklichung“, ihre kleinsten Kinder in die Verwahranstalt zu tragen, um anschließend zum Wohle des Steuer- und Abgabenstaats acht Stunden Gegenstände im Akkord übers Laufband und den Scanner zu ziehen? Die FDP sollte es eigentlich wissen: In unserer neosozialistischen Wirklichkeit zwingen der Sozialstaat und die Enteignung der unteren Mittelschicht diese Verkäuferinnen zu solch brutaler Herzlosigkeit. Die politische Gewalt gegen die Nettosteuerzahler trifft am Ende deren Kinder mit voller Wucht. Ganz zu schweigen von den Kindern der Empfängerseite dieser Machart in den systematisch verwahrlosten und von jeder Verantwortlichkeit befreiten Hartz-IV-„Familien“. „Ich brauche flexible Betreuung!“, lässt zynisch die FDP in Mönchengladbach das einjährige kleine Kind schreien. Betreut soll es werden von diversen Dienstschichten ebenso flexibel arbeitender Bürokraten. Da lacht das Kinderherz, meinen Mönchengladbacher „Liberale“, und rufen nach dem Mamistaat. Hundewelpen dürfen laut Tierschutzgesetz in der Hundeverordnung, Paragraph 2, Absatz 4, erst ab der achten Woche von der Mutter getrennt werden. Hundezüchter sind sich darüberhinaus weitgehend einig, dass besser zehn, möglichst zwölf Wochen einzuhalten sind und dass sie danach in intakten Familien besser aufgehoben sind denn im städtischen Tierheim. Wenn sieben Hundejahre ein Menschenjahr sind, dann wären das zunächst gute anderthalb Jahre... Das von der Mönchengladbacher FDP zur Schau gestellte Kind wäre in solchen Zeiten vielleicht lieber ein Hund geworden. Internet 17. August 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareEEkat , am 17. August 2009 um 11:57 ( Link ) jaja, die FDP. Sie ist Teil des Problems, nicht Teil irgendeiner Lösung. Vor wenigen Tagen wurde - auch hier besprochen - die Vision vorgestellt, Solarstrom in Afrika erzeugen zu lassen. Für die staatliche Unterstützung dieses Ansatzes machte sich ein FDP-Abgeordneter stark. Staatlicher Subventionismus ist mittlerweile FDP-tauglich. Auch wenn ich die Frage nicht beantworten könnte, wen man überhaupt noch wählen sollte, so kommt mittlerweile auch der bisher übliche Ansatz, das kleinere Übel zu wählen deutlich an seine Grenzen. Möllemann war, man glaubt es kaum, bereits der Kulminationspunkt. Der eindrucksvoll der Gravitation unterlag. Naturgesetze behalten also ihre Gültigkeit. Auch wenn die Gravitation mit uns bisher noch gnädig war. EEkat moderne21 , am 17. August 2009 um 12:23 ( Link ) Einer der deprimierendsten aber dennoch wichtigsten Artikel, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Sollte man der FDP schicken ... Oceans911 , am 17. August 2009 um 12:24 ( Link ) In anderen europäischen Ländern ist es durchaus üblich und keine Ausnahme, dass Kinder bereits mit fünf bis sechs Monaten in private oder staatliche Kinderkrippen "abgeschoben" werden, weil die Mütter wieder arbeiten müssen (oder wollen). In der Regel ist es der Arbeitgeber, der den Müttern eine maximal sechsmonatige Pause gewährt, sodass deren einzige Alternative darin besteht, ihren Beruf nach der Geburt ganz aufzugeben. Solchen Müttern sollte der Autor dann konsequenterweise auch eine "brutale Herzlosigkeit" attestieren. Ich stelle die Aussage in Frage, dass sich nur hochgebildete und hochtalentierte Frauen in der Mutterrolle unterfordert fühlen. Die pauschale Unterstellung, eine ALDI-Kassiererin sei grundsätzlich restlos zufrieden in der Mutterrolle, sodass sie sich nicht mehr durch Arbeit selbst verwirklichen müsse, könnte man übrigens auch als herzlos (die Vokabel stammt vom Autor) bezeichnen. Schließlich erlaube ich mir noch die persönliche Bemerkung, dass ich (im Ausland lebend) meine Tochter ebenso brutal herzlos in eine staatsbürokratische Verwahranstalt abgeschoben habe, deren Angestellte mir einen kompetenten und liebevollen Eindruck machen. Dies wahrscheinlich nur, weil ich es nicht besser weiß. Reiner Vogels Was das Abschieben von Kindern betrifft, so ist es ein großer Irrtum zu glauben, es komme vor allem darauf an, dass die Betreuungspersonen kompetent und liebevoll sind. Die Liebe, die die Eltern ihren Kindern mitgeben können - und sollen! - ist durch nichts zu ersetzen. Und: Wenn eine Mutter ihre Kinder ohne Not abschiebt und sich irgendwo selbst verwirklicht, handelt sie im Rahmen ihres Elternrechts. Sie muss wissen, was sie tut. Ich halte es nicht für notwendig, sie zu kritisieren. Es dürfte genügen, dass ihre Kinder ihr früher oder später die Rechnung präsentieren werden. karen meiser , am 17. August 2009 um 14:01 ( Link ) @Oceans911 Eher noch überfordert, denn in der Ära des Gendermainstreamings - einem Arm der Gleichschaltung des zu errichtenden Kollektivs - kommen kollektivierte "Wesen weiblicher Herkunft" schon dermaßen gut in der Männerwelt zurecht, daß sie als SoldatInnen auch morden und als RichterInnen ihrer Laune freien Lauf lassen können, aber vor dem nicht rechtzeitig abgetriebenen und somit geworfenen Ergebnis einer verflossenen Sexparty genauso angeekelt stehen, wie verantwortungsscheue Weicheier-Männchen. Wo die von ihrer Weiblichkeit emanzipierte Frau nur noch damit beschäftigt ist, sich Männerdomänen geistig zu unterwerfen (so wie Eingeborene ihren Kolonialherren), indem sie sich kleidet und benimmt wie diese, bleibt auch kein Willen mehr für eine Mutterrolle. terzett , am 17. August 2009 um 14:29 ( Link ) "Und nicht einmal das örtliche Kommunalblatt „Rheinische Post“, ihres Zeichens „Zeitung für Politik und christliche Kultur“, wundert sich, wenn es heißt: „Mama und Papa müssen lange arbeiten!“ Warum „müssen“ sie denn?" Aber vermutlich lebt Herr Lichtschlag hier wieder ein frühkindliches Trauma - womöglich gar einen ödipalen Komplex - aus. Herr Lichtschlag, war ihre Mutter zufällig in ihrer Kindheit arbeitstätig? Und hat sie das so stark geschädigt, dass sie jetzt einen Kreuzzug gegen die kommunistische FDP führen? Ich bin kein Freund von Lachsmilies, aber hier wären sie angebracht. Naja, immerhin haben sie nicht wieder - ganz der provokante, tabulose aufrechte Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit - auf den böösen, bösen Kampf gegen Rechts aufmerksam gemacht, in dem sie einfach kreuz und quer Linke mit Rechten, Rechte mit Linken, Linksrechte mit Rechtslinken verglichen haben. Scrutograph , am 17. August 2009 um 15:28 ( Link ) Das ist noch gar nichts. In Thüringen fordert die FDP ein Pflicht-Kita-Jahr. Damit überholt sie noch Forderungen von SPD-Kommunalpolitikern in Westdeutschland. Alles in allem: Die FDP ist eine gemäßigt sozialdemokratische Partei unter vielen weiteren sozialdemokratischen Wahlvereinen. Sie duldet auch Liberale in ihren Reihen. Tobias , am 17. August 2009 um 15:54 ( Link ) @terzett: Leider bleiben mir von diesem Einkommen weniger als die Hälfte nach sozialer Einkommenssteuer, sozialem Soli, sozialer Zwangsversicherung und sozialer Rentnerspende. Von diesem Rest kaufe ich dreifach besteuerte Energie, Konsumgüter und Nahrung, Zwangsfernsehen, allerlei Gebühren und Sonderabgaben auf Eigentum etc. Ich finde die Marktwirtschaft echt fair, logisch und alternativlos toll! Würde ich schweizerische Steuern und Abgaben bezahlen, führe meine Frau im Cabrio zum Golfen, (wenn Sie das wollen würde) oder erzöge einen Stall voll glücklicher Kinder und wir würden sicherlich doppelt so viel spenden können. Und was mich aber richtig nervt ist, dass dieser A-Sozialstaat meine Nächstenliebe minimiert, weil ich nach dem Raubzug an meinem Eigentum bei vielen Bedürftigen denke: Euch wird ja schon vom großen Bruder geholfen! Nach dem Motto: Ich habe ja schon Zwangs-gespendet! Der Sozialstaat ist so sozial, dass ich deutlich weniger Netto verdiene, als der Fliesenleger, der letztlich unbedingt scharz bei mir arbeiten wollte. Letztlich habe ich dann (mit Rechnung) 1000 Euro mehr bezahlt, der sozialen Gerechtigkeit wegen!Wer ist dann der Vollidiot? Wahrschinlich ich! Als rechtschaffender, fleißiger, engegierter und ehrlicher Bürger ist man in Ihrer "sozialen" Marktwirtschaft der Büttel und wird noch als Bonze und Schlimmeres beschimpft, wenn man mal ne Firma gründet, Gold kauft oder recht = links sagt. Zum Glück erkennen bald auch die weniger Hellen, was uns der Solzialstaat gebracht hat; Ein gutes Gewissen, eine zerstörte Währung, katastrophales Gemeinwesen und den Startschuß zum nächsten Bürgerkrieg. Auf ein Neues! Tobias , am 17. August 2009 um 16:03 ( Link ) Verzeihen Sie bitte diesen schlechtgelaunten Kommentar: Thema verfehlt. Frank Martin , am 17. August 2009 um 16:13 ( Link ) Das ist noch gar nichts. In Thüringen fordert die FDP ein Pflicht-Kita-Jahr. Einfach widerlich. Die Nationale Front der DDR lebt wieder auf. Zettelfalten die Zweite. Goldelse , am 17. August 2009 um 16:14 ( Link ) "Ein gutes Gewissen, eine zerstörte Währung, katastrophales Gemeinwesen und den Startschuß zum nächsten Bürgerkrieg. Auf ein Neues!" Brilliant! FritzLiberal , am 17. August 2009 um 17:18 ( Link ) @Tobias: Verzeihen Sie bitte diesen schlechtgelaunten Kommentar: Thema verfehlt. Warum? Erstklassiger Kommentar! Tobias , am 17. August 2009 um 17:45 ( Link ) @FritzLiberal: Wenn es Ihnen trotzdem gefallen hat, freut mich das natürlich. @jedermann: EEkat , am 17. August 2009 um 17:47 ( Link ) Ich merke gerade, daß ich einen Unterton in dem Lichterschlag-Artikel glatt übersehen hatte. Es ging garnicht um die FDP, um die es eigentlich auch nicht mehr gehen sollte. Daß es sich hier vielmehr um eine wirklich raffiniert angezettelte Diskussion über Geschlechterrollen handelt. Da reagiere ich, wie ich immer, und viele andere besonders dann reagieren, wenn Frauen zugegen sind: Es gibt Grenzen, die durch Sprache nicht überwunden werden können. Laßt uns lieber über Fußball reden. Oder über Autos. Immerhin, Danke, Herr Lichtschlag, diese beiden Anmerkungen zu Marx und Rousseau bez. derer Kinder: dies kannte ich noch nicht. Wieder was hinzugelernt. Übrigens: in diesem nunmehr konkreten Zusammenhang garnicht uninteressant. EEkat Tanja Krienen , am 17. August 2009 um 18:05 ( Link ) August 2007 (!) - Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt (gekürzt) „Was ist eigentlich ein Kind?“ könnte man abgewandelt mit Brecht fragen, und: „Weiß ich was ein Kind ist? Weiß ich wer das weiß? Ich weiß nicht was ein Kind ist, ich kenne nur seinen Preis!“ Nicht zufällig stammt dieser Dialog aus dem Song von Angebot und Nachfrage. Die Debatte kennt nur eine Richtung (mit ein paar Unterpunkten): `Wie können Frauen erfolgreich in den ökonomisch wertvollen Verwertungsprozess eingegliedert werden und: Was kostet das?` Nur rudimentär werden Fragen nach dem Wie und Warum gestellt? Wer dies wagt, wird gemobbt. Schließlich geht es nicht wirklich um die Kinder ….Der geschlechtslose Staat hilft von nun an. Er übernimmt die Folgekosten, auch für jene Fälle, wo das Kind den „Status eines Vorzeigeobjektes zur Abrundung des Weiblichkeitsbildes“ einnimmt. So scheint also alles gut geregelt. Übersehen wird, dass eben jener Verwertungsquantensprung, also ihre Bereitstellung als mehr oder weniger qualifizierte Bruttosozialproduktsteigerin, direkt mit einem erhöhten Aufwendungsbedarf korrespondiert, der wiederum durch dieselbe Arbeit finanziert wird. Beinahe ein Nullsummenspiel. Letztlich also nur eine Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme um der Beschäftigung willen. Und welche Frau verwirklicht sich schon als Verpackungshilfe, Verkäuferin oder Fußpflegerin? Ein Auto weist den Status aus. Ein lächelndes Gesicht imitiert das Glück. Ein Kind rundet die Biographie ab. Euphemistisch zu behaupten, es sei in die Welt gesetzt, um „für das Volk“ Nachkommen zu gebären. Zucht ist in der Natur egoistisch motiviert oder ein Zufallsprodukt (Schopenhauer sagt: „Bloß aus reiner Überlegung und kaltblütiger Absicht einen Menschen in die Welt zu setzen, damit er darin sei, dies wäre eine sehr bedenkliche moralische Haltung, die wohl nur Wenige auf sich nehmen würden, ja, der vielleicht gar Einer nachsagen könnte, dass sie zur Zeugung aus bloßem Geschlechtstrieb sich verhielte, wie der kaltblütig überlegte Mord zum Todtschlag im Zorn“). Um trotzdem psychologische Anreize zu schaffen und die emotionellen oder spirituellen Schranken zu überwinden, preist der Staat den höheren Sinn. Und er behauptet, er garantiere den Schutz der Brut. Dass diese Zusage wenig Wert hat und nur dann gegeben wird, wenn die Familie ihre Produktivität massiv erhöht, sagt er nicht. Aber auch die Arbeiterbewegung sagt es ihnen nicht. Ihre frei gewählten Anführer treiben an und fordern. Niemand schert aus. Arbeitsplatz-Timesharing wird nicht mal angedacht. Da hätte man ja viel zu viel Zeit: Soviel hämmern, schrauben und saufen kann man doch gar nicht. Was heute „soziale Kompetenz“, „Teamfähigkeit“, „Leistungsbereitschaft“ und „lebenslanges Lernen“ heißt, hieß früher Kollektiv und Plansollerfüllung Der Lebensstandard wächst. Ein Verdienst reicht nicht, auch nicht 1 ½. Es reicht nicht, weil das Mehr ein Muss ist. So wird die weibliche außerhäusliche Erwerbsarbeit forciert – das System würde sonst kollabieren. Geopfert wird das Kind. Wer um 4.30 Uhr sein Kind abliefert, muss es zwischen 3.30 und 3.45 Uhr aus dem Schlaf reißen, notversorgen. Zeit zum sanften, spielerischen Wecken? Ja wie denn? Windeln wechseln? Machen die doch! Frühstücken? Erst „auf Arbeit“ oder in der Krippe. Eine deutsche Kinderpflegerin mit Hauptschulabschluss für ein halbes Dutzend. Eisbärenbetreuungsschlüssel gibt es nur im Zoo. Jedes Gorillababy wird mit einfühlender Ansprache gefüttert. Wie leicht entsteht ein Missverständnis, wenn man nachfragt, ob es für Kinder gut ist, wenn sie vor dem dritten Lebensjahr fremd oder kollektiv betreut werden. Als sei das Ideal jene ewige Mutter, die ihr erlerntes Wissen für ihr kleines Glück und ein bisschen Absicherung verhökert. Doch der existierende Arbeitszwang und die scheinbare Rollenänderung im Korsett einer Arbeitsgesellschaft, deren Mitglieder auch außerhalb der Betriebstore und Büromonstren kein „Pardon“ kennen, stehen nicht zur Disposition. Dass weibliche gewerbliche Arbeit einen halben Tag lang dauern und anders als gewöhnlich in vielerlei Gestalt stattfinden könnte, wird mangels Vorschläge, fehlenden Willens und nicht vorhandener Klientel, nicht diskutiert. Eine Chance wird gern verspielt. Auch die, Männer zu entlasten oder andere Wege aufzuzeigen, ohne sie ihres Kerndaseins und ihrer natürlichen Anlagen zu berauben. Der Feminismus als Projekt zur Verschaffung der besseren gesellschaftlichen Tätigkeiten (denn eine Quote für schlechte gibt es nicht – diese Arbeiten werden den schon in der Schule vernachlässigten Männern überlassen), im Verbund mit der Diskreditierung heterosexueller Lebensformen (inklusive der mehr und mehr kriminalisierten Jugendsexualität), sorgt sukzessiv für immer neue Tiefsstände des kulturellen, geistigen und politischen öffentlichen Lebens. Des menschlichen Miteinanders sowieso. Und war nicht das putzigste an der sowjetischen Gesellschaft, dass sie die Kinder in den Verwahrungsstätten so niedlich dressiert im Einheitsdress ausstaffierten? Am Anfang steht also jetzt die Krippe, dann folgt der Kindergarten, die Einschulung im Alter von 5 Jahren, die Sechs-Tagesschulwoche (wird soeben in NRW durch die CDU eingeführt), die Ganztagesschule folgt, dann geht ins Hamsterrad des Berufslebens, kurz wird in das hippe vergnügliche Rentnerdasein eingetaucht – bis der Schlag trifft. In der Folge wird wieder vegetiert wie zu Beginn in der Krippe, im Anschluss daran gestorben, dann reinkarniert - und so beginnt das ganze wieder von vorn. Eine lebenslange Heimkarriere. Wer weiß also noch was ein Kind ist? Pädagogische Theorie? Verhaltensforschung? Psychologie? Wer braucht das? Freud ist doch auch schon lange tot. Wir glauben fest daran, dass wir uns neu schaffen, weil die Hoffnung doch zuletzt stirbt. Ohne Verstand geht es doch prima und da wir ihn nicht vermissen, rufen wir im Chor: “Et hätt noch imma jot jejannge.“ Zumindest meistens. Wenn nicht, knallt es halt wieder. Tanja Krienen Michael_V , am 17. August 2009 um 18:12 ( Link ) @Tobias In der Tat - es gibt genug gutgelaunte aber schlechte Kommentare, Ihrer war jedoch nötig, um terzett den Unterschied zwischen "brutto" und "netto" zu erklären und dass die Marktwirtschaft uns "brutto" verdienen lässt und uns der liebe "sozial"-Staat bis auf "netto" (also quasi die Unterhose) ausplündert. Da die Preise jedoch zusätzlich dank hoher Steuern und Abgaben zudem künstlich deutlich höher gehalten werden als es in einem reinen Marktgleichgewicht der Fall wäre und uns daher nur ein kleiner Schluck von unserem Marktlohn als Realkaufkraft bleibt, sollte auch ein weltanschaulich stramm durchgeformter Sozialist und Marktfeind sich darüber im Klaren sein, wer die wirkliche Schuld daran hat, dass man trotz Doppelverdienst als Familie am Monatsende so wenig übrig hat. Daher finde ich Ihren Kommentar auch gar nicht so weit weg vom Thema: Eine liberale Partei würde in der Tat dafür eintreten, dass genügend Netto bleibt und dass die Kindern nicht von Profis lieb gehabt werden müssen. Als meine große Tochter in dem selben Alter war wie das Plakatkind, sagte sie übrigens nichts von "flexibler Betreuung" sondern politisch unkorrekter Weise meistens nur ein Wort: "Mama"! Kurt_G , am 17. August 2009 um 18:50 ( Link ) Die Krippenwelle in Weste(n)r? Ich weiß warum ich seit Jahren nicht mehr wählen gehe. Nicht einmal liberal steht zur Wahl. Stattdessen nur unsozial und scheißegal. Lemurer , am 17. August 2009 um 21:32 ( Link ) @Tobias Jetzt hab ich mich doch extra registriert, nur damit ich Ihnen sagen kann, was ich von Ihrem Kommentar halte: Toll, toll, toll!!! Stefan Domachowski , am 18. August 2009 um 3:51 ( Link ) Ich kenne zwei Typen von alleinerziehenden von Müttern: - sie geben gerne ca. 1000€ für eine private, auf den Arbeitsplatz optimierte (ggfs. Betreuung von 7 - 21 h) - hier wird von der Kommune der Kita- Platz soweit heruntersubventioniert, daß es sich selbst dann lohnt einen solchen zu beanspruchen, wenn der Verdienst (Netto - Kita) geringer ist als im Fall 1. Welcher dieser Fälle ist für die Ausgabensiguation des Staates günstiger? Ich persönlich plädiere für eine Versteigerung von Kita-Plätzen! Nur dann wird sich Wirtschaftlichkeit durchsetzen. Lösungen können nicht etatistisch gefunden werden! Stefan Domachowski , am 18. August 2009 um 4:08 ( Link ) Jetzt wird sicherlich der Kosteneiwand kommen. Dazu dies aus der FAZ: 400 Euro müssen die Eltern für den Kita-Platz zahlen, 650 Euro legt die Commerzbank dazu, die restlichen 400 Euro, die der Platz für die Kinder bis drei Jahre kostet, übernimmt die Stadt Frankfurt. Viertelstaatliche Lösungen sind noch teurer. karen meiser , am 18. August 2009 um 9:41 ( Link ) @Stefan Domachowski FritzLiberal , am 18. August 2009 um 11:16 ( Link ) @karen meiser: ich denke eher, dass das Geld dem Steuerzahler gar nicht erst abgepresst werden sollte. Tobias , am 18. August 2009 um 12:31 ( Link ) @karen meiser: Das Problem mit dem "zugewiesenen Geld" ist nicht nur, dass man es vorher unter Zwang jemanden abnehmen muss, sondern auch, dass auf dem Weg zu "Mutter" ein großer Anteil in den Behörden und Ministerien "verdunstet". Falls eine Gesellschaft Kinder schon subventionieren will, dann könnte es Nachlässe auf die Gemeinschafstkosten (z.B. Steuern) geben. So bleibt das Geld gleich bei Mama und Papa, ohne 18 Formulare in dreifacher Ausfertigung und 12 Sachbearbeiter in 7 verschiedenen Behörden. Einfache Rechnung: Gesamtetat für Kindergeld dividiert durch die Anzahl der Kinder; und anschließend der Vergleich mit dem real-existierenden Kindergeld. beccon , am 18. August 2009 um 14:08 ( Link ) Frauen an den Herd - das konnte gut gehen, solange dort noch ein Feuer brannte - zum Kochen und für das warme Wasser- und bei all den anderen Mühen, die ein traditioneller Haushalt mit sich brachte. In unserer heutigen Welt von Mikrowellen und Geschirrspülern wird das über kurz oder lang zur Unterforderung auch schlichterer Gemüter führen- mitsamt den dann zu erwartenden Folgen von Langerweile, Ausgeschlossensein- schließlich Alkohol oder (versteckter) Tablettenabhängigkeit. Nun kann man eine Kultur der Rückentwicklung propagieren - wieder beim Tante Emma- Laden statt im Einkaufszentrum kaufen, Verzicht auf Fertiggerichte, Handwäsche statt Waschmaschine - nur das können sich nur Luxusgrüne leisten. Die anderen werden einfach auf eigene Kinder verzichten. So eine wirkliche Alternative zur Berufstätigkeit gibt es nicht. Ob das allerdings bei unter einem Jahr alten Kindern auch der Fall sein sollte, kann man diskutieren. Selbst die DDR hatte das "Babyjahr" - eine 12 monatige Erziehungspause. PS: Wochenkrippen gab es zwar, sie waren aber die absolute Ausnahme und wurden fast nur von am Rande der Gesellschaft stehenden Frauen wahrgenommen. Michael_V , am 18. August 2009 um 14:36 ( Link ) @beccon
Klar, wenn meine Frau mit Putzen, Aufräumen, Waschen, Bügeln, Einkaufen, Kinder Trösten, Kochen und nicht zuletzt der ganzen Familienbürokratie fertig ist, weiß sie auch vor lauter Langeweile nicht, ob sie zuerst Tabletten nehmen oder sich betrinken soll. Sagen Sie mal - haben sie schon mal für eine Familie mit kleinen Kindern gesorgt? Bodycheck , am 18. August 2009 um 17:16 ( Link ) @Michael_V Noch was zum angesprochenen Prinzip. Das ist recht einfach und hat System. man nehme den Leuten das Geld weg, so dass die Mütter arbeiten müssen und nach Feierabend auch Erholung benötigen. Damit setzt man das Kind einem Mangel an elterlicher Liebe, Aufmerksamkeit, Bestätigung, etc. aus. Reiner Vogels @beccon @Michael_V Es stimmt einfach nicht, dass das Wichtigste in der häuslichen Betreuung von Kindern das Bereitstellen von Nahrung (Mikrowelle, Geschirrspüler) und sonstiger Versorgung ist. Das ist nur die Voraussetzung für das Wichtigste: Die liebevolle Erziehung und das liebevolle Heranwachsenlassen von Kindern. Es erfordert, wenn man mehrere Kinder hat, eine unglaubliche Rundumleistung (7-Tage-Woche, 24-Stunden-Tag). Gefragt sich psychologisches Einfühlungsvermögen, Gerechtigkeitssinn, Geduld, geringe Frustrationstoleranz, eine positive Lebenseinstellung und Lebensfröhlichkeit, Mut zur Grenzssetzung und Mut, auch einmal durch die Finger zu sehen, die Fähigkeit zum Trösten (wenn ein Kind krank ist, eine Fünf mit nach Hause bringt, Liebeskummer hat, beim Fußball verloren hat ...), klare Wertvorstellungen, verbunden mit dem eigenen Vorbild und noch unendlich vieles mehr. Eine solche Tätigkeit kann auch für eine akademisch ausgebildete Mutter niemals eine Unterforderung bedeuten. Solche Mütter haben immer auch ihre Energie darauf verwandt, ihre Kinder an Bildung, Literatur und Kunst heranzuführen, auch durch Reisen und Museumsbesuche und dergleichen (was staatliche Schulen oft nur noch in subobtimaler Weise leisten). Wenn eine Frau es geschafft hat, nach 20 Jahren derartigen Einsatzes ihre Kinder als lebensfrohe, leistungsfähige, verantwortungsbereite, bindungsfähige (!) und zuversichtliche Menschen in das Leben freizugeben, hat sie unendlich viel mehr geleistet als ein Vorstandsvorsitzender eines DAX-Konzerns oder ein Ingenieur, der eine elegante Brücke über den Rhein konstruiert hat. Ich kann allen jungen Menschen, gerade auch den akademisch gebildeten, nur Mut machen, sich dieser Aufgabe zu stellen. Nichts lohnt sich mehr im Leben. Tobias , am 18. August 2009 um 17:37 ( Link ) @ Bodycheck: Eine teils zutreffende Analyse, nur die m. E. willkürliche Verwendung des Wortes Kapitalismus stört mich ein wenig: Ich halte es mit dem Kapitalismus wie mit der Wissenschaft! Das passende hat hierzu Wernher von Braun gesagt: "Die Wissenschaft (hier Kapitalismus) hat keine moralische Dimension. Sie ist wie ein Messer. Wenn man sie einem Chirurgen und einem Mörder gibt, gebraucht es jeder auf seine Weise." Wie kann das existierende System Kapitalismus genannt werden, wenn Kapital willkürlich vermehrt und Eigentumsrechte ständig und zunehmend verletzt werden? Es ist die mörderische Verwendung eines Systems, nicht systemimmanent. Michael_V , am 18. August 2009 um 17:45 ( Link ) @Bodycheck
Tja, in Familien, wo man nicht von Staatsknete lebt, verlässt in der Regel mindestens einer der beiden Partner für viele Stunden das Haus. Zur Info: er geht dann ARBEITEN und verdient GELD weil er Dinge produziert, welche nachgefragt (also gebraucht) werden. Das gleichzeitig der allein gelassene Partner nicht faul rum sitzt, sondern Zuhause arbeitet, ist keine patriarchalisch-menschenunwürdige Ausbeuterei sondern nennt man in Familien der Leistungsträger „Arbeitsteilung“. Funktioniert übrigens auch prima im kapitalistischen Erwerbsleben. Zu Ihrer Behauptung, dass man Kinder einem Mangel von Liebe oder Aufmerksamkeit aussetze, da Mütter (bzw. Väter!) nach Feierabend Erholung nötig hätten zeigt, dass Sie jedenfalls niemals in der Kombination „Berufstätig“ ^ „Kinder“ gelebt haben können, denn sonst wüssten Sie, dass für einen richtigen Vater und eine richtige Mutter nach der Arbeit der Umgang mit den Kindern nicht nur Erholung ist, sondern etwas, worauf man sich den ganzen Tage freut. Zu Ihrer merkwürdigen Theorie: Was nutzen der bösen kapitalistischen Gesellschaft die von Ihnen beschriebenen willenlosen Konsumentenzombies, wenn man ihnen vorher das Geld weg nahm? Mit was sollen Sie konsumieren? Haben Sie übrigens Ihre Theorie zur Funktionsweise des Kapitalismus vom DDR-Sandmännchen? Tobias , am 18. August 2009 um 17:51 ( Link ) @ Reiner Vogels: Vielen Dank, ich habe Muttertagsgefühle mitten im August! Natürlich teile ich Ihre Ansichten: glückliche Kinderaugen geben auch mir viel mehr als ein ausgefülltes Formular, eine endlose Besprechung oder ein funktionierendes Bauteil. Ganz abgesehen von der Verantwortung. Bodycheck , am 18. August 2009 um 18:06 ( Link ) @Michael_V @Tobias EEkat , am 18. August 2009 um 18:22 ( Link ) @Bodycheck, was Sie beschrieben haben wäre womöglich der Kapitalismus, aus der Sicht eines Sozialisten. Nicht daß ich damit sagen wollte, Sie wären Sozialist. Das ist nicht der Punkt. Sie nehmen vielmehr die Deutung von Kapitalismus auf in der Lesart, wie sie von unserer Dressurelite - allesamt Sozialisten - geprägt wird. Funktioniert auch mit der politischen Rechten, Nazis usw. eben der ganze Strauß von Begriffen, welche der Deutungshoheit unseres sozialistischen Systems unterworfen werden. Um damit eigene Machtansprüche zu tarnen, und durchzusetzen. Ich hoffe jedenfalls nicht, daß aus Ihrer Schilderung hervorgehen sollte, die nun bei uns offenbar unmittelbar bevorstehende Einleitung der Überwindung des Kapitalismus werde zu irgendeiner Verbesserung führen können. Heute auf Spon: die Menschen der BRD verlieren den Spaß am Autokauf. Was sagt uns das? Ich verkeife es mir, näher auf die Ursachen eingehen zu wollen. Es hat jedenfalls nichts mit der Finanzkrise zu tun, sondern ist bereits Ergebnis der von Sozialisten eingeleiteten, bereits vorher sichtbar gewordenen Weltwirtschaftskrise. Lesen tun Sie dazu in Europa nichts. Zu der z.B. das Konsumgut "Auto" problematisiert wurde, als klimaschädlich. Offenbar, wie wir sehen, ein Eingriff in das Konsumverhalten des Menschen. Der kam von wem noch gleich? Vom Kapitalismus? Wohl eher nicht. Mir fällt, im weltweiten Maßstab, da eher eine Frau Merkel ein, die sich gerade anschickt, als das kleinere sozialistische Übel ihre Kanzlerschaft zu erneuern. Nun wundern sich alle, daß die Leute sich daran auch orientieren, udn Enthaltsamkeit üben. Das wird ein interessantes Erwachen geben, von was man einen globalen Klimaschutz - ein Schwachsinn sondersgleichen - bezahlen will, nachdem man die Kuh, die man dazu melken müßte, also die Wirtschaft, vorher geschlachtet hat. Solche Vorgehen, das sollten Sie, das sollten wir alle eigentlich kennen. So etwas fällt nur Sozialisten ein. Soviel zu Anspitzung der These, Menschen würden in ihrem Verhalten gesteuert. Vom Kapitalismus - zumindestens in diesem Falle - ging dazu gewiß keine Initiative aus. Die Politiker haben momentan nichts anderes zu tun, als der Finanzkrise un den dort beschäftigten Managern den schwarzen Peter zuweisen zu wollen. Was ja große Zustimmung erzeugt in der Bevölkerung. Sind wir uns einig? Wenn alle Bankenmanager auf das ihnen staatlich zugewiesene Gehalt zurückgeworfen worden sein werden, an der Wirtschaftskrise und deren Ursachen ist damit noch nichts beseitigt worden. Es ist in Wirklichkeit noch viel schlimmer. Wir haben noch den ganzen Erkenntnisweg vor uns, der notwendig ist, um die Welt wieder auf jene Füße stellen zu können, die uns wieder nach vorwärts bringen müssen. Das wird nicht ohne große Not und dann wohl auch Gewalt abgehen, so beratungsresistent Sozialisten nun mal sind. EEkat EEkat , am 18. August 2009 um 18:25 ( Link ) @Bodycheck, ich sehe gerade: das hat sich wohl erledigt. Ich hatte offline geschrieben und dann eingestellt, da war ihre einsichtige Stellungname bereits online. Sorry. Eekat Tobias , am 18. August 2009 um 18:45 ( Link ) @EEkat: Jepp und scheinbar lernen "die Deutschen" immer wieder gern auf die harte Tour. Aber laut SPON und Tagesschau ist die Krise ja jetzt vorbei! Weil der KIW dank der KfW mit dem DAX und dem BIP wieder prozentual zum Vorjahresmonat nicht in die M3 übergeht und das Verkaufsklima laut DIW, natürlich dank des BMF dies in einer sehr repräsentativen Umfrage unter 11 weiblichen Führungskräften einer in FFM ansässigen Beratergruppe der BCG dies sicher bestätigt hat. Wie Sie sagen, das dicke Ende kommt noch und dann brennen nicht nur Autos - und keiner hat es ahnen können von all den Wirtschaftsweisen. Der Michel sowieso nicht, vor lauter sinnfreien Abkürzungen und systematischer Volksverdummung. Schleusener , am 18. August 2009 um 20:28 ( Link ) Auch skurril: In Brandenburg will die FDP Innovationsgutscheine in Höhe von bis zu 7500 Euro an Firmen verschenken. Mit staatlicher Hilfe sollen so "Innovationsvorhaben angeschoben" werden. Es lebe die Subvention aus Steuergeldern. EEkat , am 18. August 2009 um 22:44 ( Link ) @Tobias >>>>das dicke Ende kommt noch und dann brennen nicht nur Autos - und keiner hat es ahnen können von all den Wirtschaftsweisen.< Irgendwie verstehe auch ich das alles nicht. Die Dressurelite wollte, und sie wollen erklärtermaßen das Verbraucherverhalten ändern. Das ist ihnen nun gelungen. Genauso sollten wir uns verhalten, hieß es, um den Globus vor einem Klimakollaps zu retten. Daher reduziert die Welt ihre wirtschaftlichen Aktivitäten, indem die Konsumenten schon mal ein paar problematisierte Autos auslassen. Ich frage mich, wieso man sich wundern kann darüber, daß dies dann Folgen nach sich zieht. Genau dies hatte die Merkel beispielsweise in Ihrer Neujahresansprache thematisiert. Niemand hat ihr wohl zugehört. In der ganzen westlichen Gesellschaft wird dies nach und nach Konsequenzen haben, wie eine Spirale zieht das eine das andere nach sich. Dassehen wir bereits, das kann doch garnicht anders sein. Wir, die Exportnation Deutschaland, sollen den Gürtel enger schnallen, sagte Merkel. Und dafür wird sie nun geliebt. Ich habe kein Mitleid mit diesen Deutschen. Die eine Generation stürmt in Sommerklamotten vor bis ins winterliche Stalingrad, die andere rettet gleich den Globus. Gut, wir haben Sozialsysteme, die unseren bisherigen Erkennnisgewinn verlangsamen. Aber irgendwann müssen die Menschen wieder Arbeit haben. Der Wirtschaftstätigkeit in den Arm zu fallen, indem man reduzierend auf das Verbrauchervehalten einwirkt endet in einer gesellschaftlichen Todespirale. Da gibt es nichts dran zu deuteln. Wenn ich die Merkel nun höre, daß die Deutschen bisher besonnen reagiert haben, da frage ich: aufgrund welcher Informationslage kommt diese Reaktion überhaupt zustande? Und bisher wird ja alles noch finanziell abgefedert. Will Merkel uns sagen, daß wir demnächst wieder in unsere eigentlich doch überkommene Normalität zurückkehren werden ? Oder gar, das alles von ihr nicht so gemeint war? Verbraucherverhalten zu ändern, das kann eine äußerst riskante Sache sein, denn einmal geändertes Verbraucherverhalten ist nicht einfach zurückschraubbar. Die müßten sich jetzt etwas ausdenken, das diese Klimaklamotte toppt, aber auf das Verbraucherverhalten in die entgegengesetzte Richtung wirksam werden müßte. Weltweit. Diese Abwrackprämie, das ist die rätselhafteste Bankrotterklärung, von der ich je Kenntnis erhalten habe. Das wird also nicht einfach. Oder sagen wir besser so: Wir haben nicht der Hauch einer Chance. E.Ekat Tobias , am 19. August 2009 um 1:57 ( Link ) Nutzen wir sie! Zu meiner großen Freude und teils tiefer inhaltlicher Bestürzung lese ich "Ich nicht" von Joachim Fest. Ein hochaktuelles Buch, wie ich finde: Ist das noch heute, oder schon wieder das Berlin von 1931? Ich kann mich nur sehr schwer damit abfinden, dass all mein Wehklagen, Streiten, Argumentieren und Zetern für die Katz zu sein scheint. Verstehe ich Sie richtig, dass Sie den "Klimawandel" als Aufruf und Rechtfertigung zum Konsumverzicht der "Dressurelite" deuten? Das (die Zerstörungsprämie) war doch eine Erhöhung der Nachfrage und damit des Konsums. Für mich schnallt man den Gürtel nicht enger, wenn man seit gestern im neuen Prius statt Golf II unterwegs ist. Klar kommt die Depression, aber momentan wird doch noch eifrig konsumiert, verschuldet und subventioniert. Ihr Hinweis auf "die Deutschen" und ihre Kleidung im Unternehmen Barbarossa ist köstlich. Tobias , am 19. August 2009 um 2:07 ( Link ) Der kleine Korse hatte die Magenprobleme, um genau zu sein. karen meiser , am 19. August 2009 um 10:08 ( Link ) @FritzLiberal & Tobias Natürlich, man könnte Kinderfreibeträge einrichten. Der Verwaltungsaufwand wäre allerdings ähnlich. Man könnte allerdings auch das Kindergeld ganz streichen, wenn man die Zwangsrenteneinzahlung endlich unterbinden würde. Ein Problem der nomadisierenden, anonymen Massengesellschaft ist allerdings auch, daß sich in ihr Kinder den Eltern zu nichts mehr verpflichtet fühlen müssen und diese nach der Aufzucht für immer (schuldenfrei) verlassen können, anstatt den Großvater später an der Herdstätte des Bauernhofes durchfüttern zu müssen. Diese „Freiheit des Individuums“ ist in der funktionierenden Massengesellschaft demnach zwangsläufig damit gekoppelt, daß das leistungsfähige Individuum vom Kollektiv der Masse bzw. ihren Administratoren nicht mehr mit dem „Zehnten“, sondern mit dem „Halben“ ausgeplündert wird, um die größer werdenden alimentierungsbedürftigen Teile des Kollektivs durchzufüttern. Zumindest solange, bis dieses zwangsläufig sich selbst bolschewisierende Zivilisationkollektiv implodiert / sich auflöst. @beccon Die Rauschgiftabhängigkeit ist eine Erscheinung der Zivilisation, in welcher der gendermaingestreamte Mensch zum FachidiotIn und VerwaltungsbeamtIn degradiert wird und eine Menge an psychischen Problemen vor sich herschleppt, so wie Spenglers Ibsenweib. Natürlich, die Massengesellschaft findet keine Antwort auf den Fortschrittswahn, dieser ist sogar ihr Motor. Und die dreimal geschiedene arbeitslose Elke aus Berlin-Marzahn wird ihre 5 zusammengewürfelten Kinder immer noch vor die Glotze setzen, um in Ruhe Schnaps saufen zu können. Ob das aber der Maßstab ist... Nun kann man eine Kultur der Rückentwicklung propagieren Nein, man muß sie nicht propagieren, es gibt sie nicht, bestenfalls verzweifelte Überlebensstrategien der Ahnenden. Nach dem Zerfall des westlichen World-Empires wird es analoge Entwicklungen in bislang archaischen Gemeinschaften geben: neue Kulturgruppen werden sich zu mächtigen Zivilisationen entwickeln und als solche ebenso degenerieren. Wenn in ihr die hosenanzugtragenden, maskulierten Weiber kreischen „Bloß nie wieder an den Herd“ und die in Pantoffeln steckenden feminierten Männer dazu Männchen machen, weiß man, daß auch dort die Frucht für den Nächsten reif sein wird. Man muß eine archaische Lebenswelt nicht bequem finden, bei Weitem nicht. Schließlich müssen / dürfen in ihr Männer noch Männer sein und Frauen Frauen. EEkat , am 19. August 2009 um 10:53 ( Link ) @Tobias >>>>Verstehe ich Sie richtig, dass Sie den "Klimawandel" als Aufruf und Rechtfertigung zum Konsumverzicht der "Dressurelite" deuten? <<< Es gibt keinen durch den Menschen verursachten Klimawandel. Das war gemeint. Was es gibt ist die forcierte Behauptung, daß wir sowohl Verursacher als auch Zeuge eines durch CO2- Ausstoß verursachten Klimwandels seien. Erklärtes Motiv einer der Initiatoren, Maurice Strong: um damit den Energie-Verbrauch de Welt unter die Fuchtel der Staatsplaner zwingen. Vehikel dazu: Emissionshandel. Um auf diese Weise endlich ein Mittel zur Hand zu haben, dem alten Erzfeind Kapitalismus den Strick um den Hals zu legen. Hören Sie sich doch bitte um, was zu Kapitalismus gesagt wird. Energie: das ist das Blut in den Adern des Kapitalismus. Insziniert wird dies über die dazu angefachte Angst, Hysterie der Menscheit: Sonst ruinieren wir die ganze Welt! Es ist damit - weltweit - gelungen, die Menschen in ihren Vorlieben zu verunsichern. Ihre emotionale Bindungen an das Auto aufzuweichen. Sichtbar beim Absatz von Automobilen. Hauptbetroffener. Das Herstellerland der sogenannten Premium-Klasse. Premium-Klasse, das ist Audi, BMW, Mercedes, Porsche. Weltweit hat Deutschland auf diesem Markt ein Einzelstellungsmerkmal. Igendwie genial, sich dies wegzuschießen. Mal abgesehen von den daran hängenden anderen Industrie-Sparten. Offenbar hat man die Konsequenzen nicht bedacht. Den Sozialisten scheint generell eine Vernetzung in jene Gehirn-Region zu fehlen, die sich mit der Nachkalkulation, der Folgeanalyse befaßt. Die Welt ist bedroht durch den Zuwachs an Menschen. Sämtliche Sparbemühungen, egal auf welchem Gebiet, werden irgendwann ad absurdum geführt. Energie-Einsparung mag wünschenswert erscheinen, die Welt ist dadurch nicht zu retten, wenn gleichzeitig die Anzahl der Verbraucher immer weiter ansteigt. Im Gegenteil, das Ansteigen der Menschheit wird, wenn die freie Wirtschaft gegängelt wird, durch humanitäre Katastrophen gekennzeichnet sein. Die sich bereits ankündigen. Denn: fehlt die Kohle, geht die Unterstützung zurück. Die Leute glauben wohl alle, das faktum unseres Wohlstands sei Gottgewollt, udn damit unabänderlich. Die können sich nicht vorstellen, wie schnell auch wir hier unsere Kartoffeln dann wieder selber anbauen müßten. Das (durch den Menschen zusätzlich freigesetzte) CO2 als Klimarelevant darzustellen und zu instrumentalisieren, das ist so anmaßend wie alles, was von Sozialisten der Menschheit übergestülpt wurde. Übrigens: erst vor wenigen Jahren wurde in Deutschland die Katalysator-Pflicht für Fahrzeuge eingeführt, steuerlich forciert, um Autoabgase in "ungiftiges CO2" umwandeln zu können. So unbeständig sind Erkenntnisse der Dressureliten. Und wir machen alles mit. Es gibt keine durch das CO2 verursachte Klimaerwärmung. Eine durch was auch immer verursachter Anstieg der globalen Durschnittstemperatur ist seit dem Jahre 1998 gestoppt. Die Behauptung eines gleichsinnigen Anstieges von CO2 und Temperatur ist nicht haltbar. Die allesamt ineinander wirken, miteinander verwoben sind. Viele Unbekannte, die sich gegenseitig bedingen und beeinflussen. Gewiß ist offenbar nur, so Merkel, daß im Promillebereich vorhandenes Spurengas CO2 die globalen Temperaturen unabwendbar ansteigen lasse. So ein Quatsch. Was es gibt ist, daß ein paar Wissenschaftler im Auftrage der Politik - aus Deutschland allen voran Töpfer, und seine Nachfolgerin im Umweltministerium, Merkel, die Welt glaubten hysterisieren zu müssen, um diese zügeln zu können. >>>>Das (die Zerstörungsprämie) war doch eine Erhöhung der Nachfrage und damit des Konsums. Für mich schnallt man den Gürtel nicht enger, wenn man seit gestern im neuen Prius statt Golf II unterwegs ist<< Ja, ganz genau. Das war eine Ankurbelung, eine Notbremse ala Merkel. Oder Gabriel, oder wen immer Sie wollen. Damit wollte ich andeuten, wie konfus die Politik dieser "Dressur-Elite" ist. Auf der einen Seite wollen Sie die Wirtschaft zügeln und bändigen, und auf der anderen Seite prämieren sie, wenn sich Ergebnisse ihrer gesellschaftlichen Vorgaben dann tatsächlich einstellen, ein genau gegenteiliges Konsumverhalten, verschenken also Kaufanreize aus Steuermitteln, Bargeld, wenn sich die Erfolge ihres Handelns zeigen. Nebenbei, Prius: auch der ist ja bereits Ausfluß einer politisch in Gang gesetzten Einflußnahme auf das Käuferverhalten. Mal abgesehen davon, es wird auch nicht berücksichtigt, wieviel CO2 bereits bei der Herstellung eines Autos freigesetzt wird. Alles Augenwischerei. Wenn man kommuniziert, daß eine Gesellschaft moralisch besser ist, wenn sie weniger konsumiert, also weniger CO2 ausstößt, und diese Politik greift dann tatsächlich irgendwann, dann stehen all jene, die Konsumgüter herstellen, irgendwann mit leeren Händen da. Damit meine ich nicht die verachteten Unternehmer, (die sind ja ohnehin das allerletzte), sondern ich meine deren Arbeitnehmer. Wenn man in einer Gesellschaft den Verzicht als Staatsziel hochkocht, dann wird diese Gesellschaft irgendwann auch mit dem Verzicht leben müssen. In der DDR hat man den Verzicht nicht hochgekocht, er war Folge des Systems. Was wir nun machen ist, den Verzicht staatlich zu organisierten. Dank Merkel, (und der CDU, die dabei ja auch genannt werden darf). So ist das halt, wenn man eine im Sozialismus geprägte, protestantische Pfarrestocher an die Spitze des Staates setzt. Was genau dies bedeutet, was damit in Gang gesetzt wurde, das ist den allermeisten noch nicht aufgegangen. Was mich wirklich erstaunt. Als hätte es eine DDR nie gegeben. Als hätte nie eine Gelegenheit bestanden, sich Gedanken zu machen darüber, warum die DDR - trotz Subvention durch den Interzonenhandel mit der damaligen BRD - nie funktionieren konnte. Offenbar ist Hunger wirklich die Voraussetzung dafür, daß sich der Realitätssinn verschärft. Meinetwegen. 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Reiner Vogels
, am 17. August 2009 um 10:29 ( Link )
Der amerikanische Kulturanthropologe und Psychiater Melford Elliot Spiro hat eine Langzeitstudie über die Erfahrungen mit Kinderfrembetreuung in israelischen Kibbuzim, die von der Gründerzeit der Kibbuzzim zu Beginn des 20. Jhds. bis in die Gegenwart reicht, veröffentlicht. Name: "Gender und Culture", 1996. Ich habe eine ausführliche Zusammenfassung der Studie aus der Feder des Autors gelesen.
Das Ergebnis ist eindeutig: Die Generation der Gründer hat aus radikal feministischer und sozialistischer Gesinnung heraus die Trennung von Eltern und Kinder konsequent vollzogen. Das ging so weit, dass die Kinder in der Regel noch nicht einmal mehr bei ihren Eltern die Nächte verbrachten.
In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg jedoch hat die Töchtergeneration der radikal-feministischen Mütter Schritt für Schritt einen konsequenten Wandel vollzogen. Es wurden wieder Wohnungen für ganze Familien gebaut, und die Mütter verlangten, dass sie sich in den ersten Jahren überwiegend um ihre eigenen Kinder kümmerten.
- Wie es des Natürlichste von der Welt ist !!! -
Die gegenwärtige von allen etablierten Parteien und sogar von der angeblich bürgerlichen CDU betriebene Sozialisierung der Kindererziehung hinkt also etwa 100 Jahre hinterher. Es ist der helle Wahnsinn zu Lasten der Kinder!