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Zugelassene Parteien zur Bundestagswahl: Wer tritt wo an?von Redaktion eigentümlich frei Nur sechs Parteien stehen überall auf den Stimmzetteln Die Mainstream-Medien haben gestern über die Wahlzulassungen der Landeswahlleiter zur Bundestagswahl am 27. September berichtet. Wir konnten auf allen Kanälen erfahren, dass die „Pauli-Partei“ Freie Union „in vielen Bundesländern an der Wahlzulassung gescheitert“ sei. Potzblitz! Tatsächlich war diese Partei vielmehr in allen Ländern gescheitert. Dabei hatte niemanden diesseits der Redaktionsstuben die Freie Union wirklich interessiert, aber wir wissen nun auch wahlamtsbescheinigt, dass Gabriele Pauli tatsächlich die bayrische Version des irischen Aufschneiders Declan Ganley ist. Wer nun aber wo antritt und auf dem Stimmzettel zu finden sein wird – diese Information blieben die Medien meist schuldig. ef-online hat die Einzelnachrichten der Landeswahlleiter zusammengetragen. Durchschnittlich werben in den Bundesländern 13 Wahlvorschläge um die entscheidenden Zweitstimmen. Nur jeweils neun Listen sind es in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern treten auch die meisten Parteien an – jeweils 19, gefolgt von Baden-Württemberg (17) und Berlin (16). Bundesweit flächendeckend in allen 16 Ländern stehen nur sechs Parteien auf den Stimmzetteln. Es sind dies SPD, FDP, Grüne, Die Linke, die NPD und die altmaoistische MLPD. Fast überall, nämlich in 15 von 16 Ländern bewerben sich die CDU (außerhalb Bayerns) und die Piratenpartei (außerhalb Sachsens) um Wählerstimmen. Es folgen mit einigem Abstand hinter diesen acht offenbar bestens organisierten Parteien die westlastige DVU in zwölf Ländern (bundesweit außer Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen und Thüringen) und die im Süden stärkeren Republikaner in elf Ländern (bundesweit außer Hamburg, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein). In der Hälfte der Bundesländer tritt immerhin die ÖDP (BaWü, Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz und Thüringen) an, gefolgt von Helga Zepp-LaRouches legendärer Sekte Bürgerrechtsbewegung Solidarität BüSo (in sieben Ländern: BaWü, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, NRW und Sachsen) und die im Westen starke Partei Mensch Umwelt Tierschutz (kurz: Tierschutzpartei) in sechs Ländern (BaWü, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, NRW). Die Rentnerinnen- und Rentner-Partei stellt sich in fünf Ländern (Bayern, Bremen, Niedersachsen, NRW und Saarland) zur Wahl, die eher evangelikale Partei Bibeltreuer Christen PBC (BaWü, Bayern, Bremen, Rheinland-Pfalz) wie die Familienpartei (Bayern, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland) in vier Ländern und die Violetten (BaWü, Bayern, Berlin) sowie die Rentner Partei Deutschland (Hamburg, NRW, Schleswig-Holstein) jeweils in drei Bundesländern. Das nationalistische Bündnis Ab jetzt (BaWü und NRW) sowie die trotzkistische Partei für Soziale Gleichheit PSG (Berlin und NRW) stehen in zwei Ländern zur Wahl und sieben Parteien jeweils nur in einem einzigen Bundesland, nämlich die CSU, die Bayernpartei und die Christliche Mitte in Bayern, die Allianz der Mitte in Baden-Württemberg, die DKP in Berlin, die Freien Wähler in Brandenburg und die Zentrumspartei in Nordrhein-Westfalen. 01. August 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? 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August 2009 um 21:11 ( Link ) Wer sich einmal an die betrügerischen "Wahlen" gewöhnt hat, der hat auch größere Probleme, die Absurdität dieses Systems zu durchschauen. vonclausewitz, am 02. August 2009 um 1:03 ( Link ) Derzeit auf SPON zu bewundern: Das Steinmeier Schattenkabinett. Na dann, Prost! EEkat, am 02. August 2009 um 11:50 ( Link ) Danke für den Überblick. Diesmal ist die Entscheidung nicht schwer, wen man wählen sollte. Hilfestellung bietet auch die gerade erst abgehaltene EU-Wahl, die offengelegt hat, welche Parteien auch zukünftig im Bundestag vertreten sein werden. Wenn man hingegen seinen Protest gegen die etablierten Parteien formulieren will, und dabei Der einzig mögliche Effekt besteht in einer Bündelung des Protestes. Er besteht nicht mehr in einer politischen Richtungsaussage. Die Piratenpartei war die einzige Gruppierung, die bei der EU-Wahl in Deutschland einen nennenswerten Stimmenzuwachs hatte. Eine reine Protest-Regung. Wenn man den etablierten Parteien auf die Pelle rücken will, dann geht dies nur, indem man die ihnen vorenthaltrenen Stimmen bündelt, den Protest nicht auf dutzende Kleingruppen verplempert. Herauskommen kann ein Achtungserfolg für den Protest, sowie der damit verbundene Entzug der Wahlkampfkostenerstattung für die etablierten Parteien. Mehr ist nicht drin. Protest. Bündelung des Protestes. Und dabei keine Stimme unter die 1%- Grenze fallenzulassen, unter der dann keine Wahlkampfkostenerstattung mehr gewährt wird. Die PP wird die ein Prozent-Grenze schaffen. Die Piratenpartei ist eine politisch völlig unstrukturierte Truppe, die aber immerhin einen Freiheitsimpuls in sich trägt. Nämlich den, nicht auch noch das Internet der Zensur unserer Dressurelite - hier der Zensursula - zu überlassen. Die von der Leyen macht gerade erneut von sich reden, das Internet zensieren zu müssen. Wer also nicht den Anspruch hat, mit seiner Stimmen-Abgabe auch noch ein politisches Richtungs-Signal abgeben zu wollen, und lediglich Protest ausdrücken will, der sollte womöglich Piratenpartei wählen. Alle anderen werden Ihre Stimme verteilen auf die diversen Merkel-Derivate. E.Ekat Thoringi , am 02. August 2009 um 14:04 ( Link ) www.wahlrecht.de/lexikon/wahlkampfkostenerstattung Das ist die wichtigste Information für den Wähler, der seine Stimme aus Protest ungültig abgibt. Es nutzt nichts. Es kommen weder weniger Sitze zur Verteilung, noch ändert sich was an der Höhe der Wahlkampfkostenerstattung und genau dieser finanzielle Aspekt ist den meisten nicht bewußt. Demzufolge hat EEkat vollkommen recht. Protest bündeln. Kurt_G wählst du noch oder denkst du schon .. Bündelt den Protest unterstützt die Piratenpartei Martin Möller, am 02. August 2009 um 17:27 ( Link ) Schlimm, daß es Libertäre gibt, die schamlos öffentlich zugeben, an Wahlen teilnehmen zu wollen. Schande! Tanja Krienen, am 02. August 2009 um 19:43 ( Link ) MM: "Schlimm, daß es Libertäre gibt, die schamlos öffentlich zugeben, an Wahlen teilnehmen zu wollen. Schande!" Noch schlimmer, dass sie ultralinke Anarchisten wählen wollen, die, sofern sie die Möglichkeit haben, mit Rot-Rot-Grün koalieren werden. So also wird die "strukturelle Mehrheit" links der Vernunft erweitert, indem naive "Freiheitliche" dem strukturellen konservativen Lager entzogen und hinterücks überführt werden. Weniger Logik war nie... Die Piraten tragen nicht nur die A-Sozialität im Namen, sondern sind eine extreme Brut eines grenzwertigen Internets: enteignend, entrechtend, entgeistig. Jürgen Hodler, am 02. August 2009 um 20:52 ( Link ) "Noch schlimmer, dass sie ultralinke Anarchisten wählen wollen, die, sofern sie die Möglichkeit haben, mit Rot-Rot-Grün koalieren werden." Das, werte Tanja Krienen, wäre im Hinblick auf das zurückliegende Wirken der libertären Zunft wohl noch die harmlosere Variante. Aber egal, die würden sich hinterher eh nur wieder gegenseitig die Schädel einschlagen. "Die Piraten tragen nicht nur die A-Sozialität im Namen, sondern sind eine extreme Brut eines grenzwertigen Internets: enteignend, entrechtend, entgeistig." "Eine extreme Brut eines grenzwetigen Internets", das muß ich mir dann doch merken.:)) Chapeau! Da wird das hiesige "Protestwählerpotential" wohl doch einer altbekannten Redewendung gerecht: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Aber Martin Möller hat freilich recht: Wer sich auf feige Art und Weise in ein Wahllokal stiehlt, der gehört auf seinen Geisteszustand hin überprüft. Da kann nur ein Schaltfehler vermutet werden. Und dies ist insbesondere dann der Fall, wenn man in jedem zweiten Satz die heutzutage eh sinnentleerten Größen "Freiheit" und "Verantwortung" bemüht. Als ob man mit einem im Schutze der Anonymität dahingerotzten Kreuzchen irgendeiner "Verantwortung" gerecht würde. In der demokratischen Zahlenzauberkünstlerei offenbart sich doch eh nur die Gewaltherrschaft der Verantwortungslosen. Ja dem nicht genug, diese geistig verwahrlosten Scherenschleifer, denen der moralische Kompaß bereits beim erstmaligen Betreten eines Wahllokals abhanden kam, bezeichnen sich bisweilen gar noch hochtrabend als "Denker". Was will man da noch sagen? Nix! Konservativer, am 02. August 2009 um 22:44 ( Link ) Zur hier vielstimmig gelobten "Piratenpartei": Ich selber bin ja nicht wirklich ein Libertärer. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht verstehe, was eine Partei so anziehend macht, die den Diebstahlt - nämlich des geistigen Eigentums - quasi zur Staatsdoktrin erheben will. Oder ist die Wahl einer solchen Truppe (halt wie ihre Mitglieder auch) einfach so schon pubertär? EEkat, am 02. August 2009 um 23:12 ( Link ) ich kenne nur diese von mir aufgezeigten Möglichkeiten, mit denen ich diesen Thread der Redaktion von ef ergänzen wollte. 1. man wählt die herkömmlichen Parteien. Zu Letzterem habe ich versucht, einige Gedanken beizusteuern. Mein Leitgedanke war also: falls man (wenigstens) Protest zum Ausdruck bringen will, dann sollte man diesen zu bündeln versuchen. Nur dazu ist diese Piratenpartei in meinen Augen geeignet. Denn sie hatte bei der EU-Wahl als Gruppierung einen Zuwachs zu verzeichnen. Ich bin aber auch damit vollständig einverstanden, daß es Menschen gibt, die über eine Nichtbeteiligung an einer Wahl hinaus auch noch Wert darauf legen, daß sie ihre Nichtbeteiligungen an Wahlen aus Prinzip, also quasi doppelt verfolgen. Der Genuß dieser Konsequenz - wann hat man dazu schon einmal Gelegenheit - ist immerhin auf der Höhe dessen, den sich beispielsweise auch ein Merkel-Wähler mit seiner Stimmabgabe zuführen kann. Auch der wählt ja mit 2 Stimmen. Günstiger kann man der Schizophrenie nicht entkommen. EEkat Molot, am 03. August 2009 um 8:51 ( Link ) die den Diebstahlt - nämlich des geistigen Eigentums - quasi zur Staatsdoktrin erheben will. Würden Sie mir den Begriff "geistiges Eigentum" bzw. was Sie darunter verstehen, definieren? B.Ullmann karen meiser, am 03. August 2009 um 10:00 ( Link ) @Molot Wenn Sie eine amtlich zertifizierte Definition benötigen, fragen Sie am besten beim Patentamt nach. Die Anschrift oder Rufnummer finden Sie ebenfalls über den Link. EEkat, am 03. August 2009 um 14:24 ( Link ) wir sind uns also einig: Piratenpartei. EEkat EEkat, am 03. August 2009 um 14:34 ( Link ) Achso, natürlich. Noch der dazugehörige Link. Zensursula. Internet. Geistiges Eigentum. Piratenpartei Libertäre. Pubertierende. http://www.abendblatt.de/politik/article1120772/Kampf-gegen-Schmutz-im-Internet-wird-verschaerft.html EEkat Tanja Krienen, am 03. August 2009 um 17:28 ( Link ) Ich hätte einen ganz anderen Vorschlag: Das gesamte Internet abschalten! Das wird (fast) ALLES besser!!! Kunst, Kultur, Musik, Literatur, Politik!!! Sofort! Molot, am 03. August 2009 um 19:14 ( Link ) @EEkat, am 03. August 2009 um 14:24 Al_Bore, am 04. August 2009 um 0:26 ( Link ) "bayrisch"? Gibt's nicht. Ich kaufe ein E. Konservativer, am 04. August 2009 um 0:32 ( Link ) Würden Sie mir den Begriff "geistiges Eigentum" bzw. was Sie darunter verstehen, definieren? Alles was auf eine schöpferische geistige Leistung zurückgeht und worüber man die Verwertungs- und Vervielfältigungsrechte hat: Musik, Bilder, Texte, Software, ferner auch Patente, Designs, Markenrechte. Für den Zusammenhang mit der Piratenpartei gilt geistiges Eigentum insofern als relevant, als man davon eine RAUBkopie anfertigen kann; sprich Video- und Audiodateien, Ebooks, digitalisierte Fotos usw.usf. Alles Freeware oder was? Aber muss man zu so einem Verein und ihrem "Programm" wirklich erst soviel Erklärungen machen? Mit vergleichbaren Argumenten könnte man doch auch eine Schwarzfahrer- oder Zechprellerpartei unterstützen. Radiergummi, am 04. August 2009 um 3:14 ( Link ) @Konservativer Aber muss man zu so einem Verein und ihrem "Programm" wirklich erst soviel Erklärungen machen? Mit vergleichbaren Argumenten könnte man doch auch eine Schwarzfahrer- oder Zechprellerpartei unterstützen. Unabhängig von diesem Programmpunkt ist die Piratenpartei eine Gruppe (wenn nicht sogar die einzige), die sich mit Händen und Füssen gegen ein staatlich reguliertes Internet wehren will. Nachdem der Gesetzgeber schon relativ frei herausgeplaudert hat, wie die Zielstellung ihrer Kontrolle aussieht ("Auch Meinungsfreiheit hat ihre Grenzen"), kann man sich leicht ausmalen wohin die staatliche Kontrolle des Internets führen wird. Praktischerweise lassen sich diese Grenzen der Meinungsfreiheit willkürlich setzen und werden schlicht vom Zeitgeist definiert. Wie weit ist eigentümlich frei wohl von einer rechtsradikalen bzw. Grenzen der Meinungsfreiheit überschreitenden Einstufung des Gesetzgebers entfernt? Man mag zu den Ideen der Piratenpartei, was Eigentumsrechte anbelangt, stehen wie man will, aber ihre Existenz ist eindeutig berechtigt. PS: Eine andere Frage im Zusammenhang zu dieser Partei und der liberalen Abneigung gegenüber staatlichen Wirken. Molot, am 04. August 2009 um 8:46 ( Link ) Mit vergleichbaren Argumenten könnte man doch auch eine Schwarzfahrer- oder Zechprellerpartei unterstützen. Ein Zechpreller hat z.B. ein Steak verdrückt ohne zu bezahlen und dieses Steak ist jetzt weg und fehlt dem Wirt. Ähnlich verhält es sich mit einem Schwarzfahrer, der Energie in Anspruch genommen hat welche das Verkehrsunternehmen bezahlen muß. Jemand, welcher z.B. ein Buch oder ein Gedicht abschreibt, hat aber die jeweilige Vorlage nicht beschädigt und der ursprüngliche Eigentümer kann sie weiterverwenden. Das ist wohl ein grundsätzlicher Unterschied. "Geistiges Eigentum" kann nur solange "Eigentum" bleiben, wie der jeweilige Eigentümer es für sich behält und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. B.Ullmann EEkat, am 04. August 2009 um 10:32 ( Link ) Piratenpartei, und geistiges Eigentum. Es ist abwegig, was hier diskutiert wird. Mir kommt dies so vor, als ob ein aufs Schafott zu führender sich mokiert darüber, daß jemand, der für ihn noch eintreten könnte schmutzige Fingernägel haben könnte. Nirgendwo wurde hier die Piratenpartei programmatisch beworben. Es geht darum, dass man sich bei den kommenden Wahlen auf dreierlei Weise verhalten kann: 1. die etablierten Parteien wählen. Nun hat sich bei der gerade zurückliegenden EU-Wahl gezeigt, dass keine der Kleinst-Parteien das Potential hat, einen Stimmen-Zuwachs zu generieren, dies selbst in Zeiten wirtschaftlicher bzw. gesellschaftlicher Krisen, in der wir uns m.M. nach befinden. Es gibt da eine Ausnahme. Die Piratenpartei. Die hatte einen Zuwachs. Das ist alles, was sie für diese Betrachtung einer Protestäußerung auszeichnet. Deren Programmatik ist dabei völlig uninteressant. Um Protest zu wählen, ist man bei uns zurückgeworfen, allenfalls erreichen zu können, dass die abgegebene Stimme sich auf die Wahlkampfkostenerstattung auswirkt. Warum ist das so? Weil diese Parteien allesamt ohnehin nicht über die 5 % kommen. Es geht also nur darum, das Instrument der Wahlkampfkostenerstattung durch eine Protestwahl für die etablierten Parteien s p ü r b a r zu gestalten. Schwerer Stoff. Ich weiß. Das ist ja absichtlich so gehalten, dass viele Gerne-Mitredner – die sich gerne um die Detailkenntnis drücken - dies nicht durchschauen. Bleibt die Kleinst-Partei auch noch unter einer bestimmten Prozentzahl, dann bekommt sie nicht einmal eine Wahlkampfkostenerstattung. Die auf sie angegebenen Stimmen verpuffen ganz einfach, der gesamte Topf wird letztendlich auf die etablierten Parteien umgelegt. (Es ist tatsächlich komplizierter, aber in der Auswirkung verhält es sich so). Das bedeutet: man sollte, wenn man Protest wählen möchte, wenigstens dafür sorgen, dass man dann nicht seine Stimme an eine Kleinst-Partei vergibt, die nicht nur nichts davon hat, deren durch sie generierter Mittelfluß dennoch letztendlich ebenfalls im Kropf der Großparteien landet. Ist das denn so schwer? Die einzige Kleinst-Partei, die im Moment soviel Momentum zeigt, dass sie sicher über die Wahlkampkostenerstattungs-Hürde kommt, das ist die Piratenpartei. Weil sie bereits bei der EU-Wahl den notwendigen Stimmenzuwachs, die Zustimmung von Wählern hat erkennen lassen. Das ist, was hier interessiert. Es ist eine Stimme, die nicht den etablierten Parteien zukommt, es ist eine Stimme - wenn man eine Bündelung erreicht - die wenigstens nicht völlig dem System am Arsch vorbeigehen wird. Ob die diesen „Pickel“ des freien Zugangs zu geistigen Eigentums haben, das ist doch vollkommen schnurzpiepegal. Die Piratenpartei wird nicht die 5% - Hürde überspringen. Falls sie diese dennoch reißen sollte, so wird das geistige Eigentum deswegen nicht fallen. Wer so was glaubt … na ja. Sowas glaubt selbst hier wohl niemand. Die haben darüber hinaus so viele Pickel in ihrer Programmatik, dass man sie niemals wählen könnte, müsste man befürchten, dass tatsächlich Programmatik damit transportiert würde. Bei welcher Partei, bitteschön, spielt Programmatik eine Rolle? Also bitte. Es geht hier nur um Protest, und es geht hier nur um Bündelung des Protestes, damit nicht selbst dieser noch wirkunsglos verpuffen muß. Darüber hinaus wäre dieser Pickel der Abschaffung des geistigen Eigentums noch nicht einmal das Hauptanliegen der Piratenpartei, mit dem sie bei uns ans Tageslicht gekrochen sind. Es war die widerwärtige Masche dieses Staates, Menschen gegeneinander auszuspielen, um sein krakenhaftes Gebaren über alles und jedes ausstrecken zu können. Konkret: mit der staatlichen Mobilisierung der Massen gegen Kinderficker sich ein Instrument zu schaffen, um damit das Internet an die Kette zu legen. Diese Verlogenheit war es, was die Piratenpartei zu einer relevanten Bewegung hat werden lassen. Eine Verlogenheit dieses Staates, welche die meisten Anhänger der Piratenpartei nicht einmal ausformulieren könnten, die diese Verlogenheit aber dennoch verspüren und sich dagegen zu wehren beginnen. Sowas verdient allemal Unterstützung. Daß hier die geistig längst Enteigneten dieses Landes sich über die dreckigen Fingernägel von denen mokieren, die eine Abschaffung von geistigem Eigentum fordern, das hat durchaus Komik. Es ist demnach entbehrlich, über die Programmatik dieser Piratenpartei sinnvoll diskutieren zu können. Eher wäre eine Ausleuchtung notwendig, was alles an inneren Friktionen sich dem jeweiligen Angehörigen dieses Volkes entgegenstellt, um selbst einfachste Zusammenhänge nicht zur Kenntnis nehmen, ihnen nicht irgendein eigenes, ausweichendes Verhalten glaubt entgegensetzen zu müssen. EEkat TrebMelsa @ EEkat Genau richtig, so kann man den etablierten Bundestagsfurzern wenigstens etwas vom Mastfutter der Wahlkampfkostenerstattung wegnehmen. Tanja Krienen, am 04. August 2009 um 13:18 ( Link ) "Es geht hier nur um Protest" Dann gründe doch eine Partei gegen das allgemeine Unwohlsein! Hauptsache: gesund! Meine Güte... Radiergummi, am 04. August 2009 um 13:21 ( Link ) Wenn die Programmatik einer Partei bedeutungslos für die Protestwahl ist, dann könnte man auch ohne Probleme gleich die NPD/DVU oder DKP aus Protest wählen. EEkat, am 04. August 2009 um 14:27 ( Link ) @Radiergummi, es ging darum, wie man Protest wenigstens etwas wirksam werden lassen könnte. Das richtete sich erkennbar nur an diejenigen, die in der Wahl Protest ausdrücken wollen. Also beispielsweise nicht an Dich. Für alle anderen besteht doch die Möglichkeit, entweder die etablierten Parteien zu wählen, oder der Wahl fernzubleiben. Habe ich das wirklich so undeutlich ausgedrückt? Nicht Kontent. Wenn Du, radiergummi, Anzeichen dafür erkennst, daß sich Protest über eine Wahl von NPD oder DKP oder sonstwem erreichen ließe, weil diese Gruppierungen in der jüngsten Vergangenheit einen Zuwachs zu verzeichnen haben - das war eines der Kriterien, um Protest wirksam werden zu lassen - dann könnte man auch darüber nachdenken. Mir ist das völlig egal, für was die jeweiligen Gruppierungen zu stehen vorgeben. Wenn Du Dich da bei irgendeiner Gruppierung widerfindest, so hast Du doch die Gelegenheit, dies ausleben zu können, indem Du selbstverständlich auch bei solchen Gruppierungen Dein Kreuzchen machen kannst. @Tanja, ich komme zwar selber vom Baldeneysee, aber ich werde mit Dir nicht warm werden. Nicht überall möchte ich auf Kontent verzichten. EEkat Tanja Krienen, am 04. August 2009 um 14:46 ( Link ) Was habe ich mit dem Baldeneysee zu tun, weiß nicht einmal, wo der liegt? Mir ist das Kern-Ruhrgebiet übrigens im Wesentlichen wurscht. Dann nochmal Klartext: 1. Auch das Internet muss sich an das geltende Recht halten! Wer da widerspricht, soll zur Linken oder zu den Piraten vor Afrika - und gehört auch dorthin! 2. Selbstverständlich ist die heutige Praxis des Co oft kleinlich. Kopien inklusive des Hinweises auf den Autor, sollten deshalb durchgehen. Nicht aber kann es ok sein, wenn Kopien sämtlicher Art, noch dazu zur eigenen ökonomischen Verwertbarkeit, "einfach so" zu haben sind. Es geht nicht an, dass Bücher oder Musik ohne Entgelt und frei verfügbar auf den dann obsoleten Markt gelangen. Das wäre das Ende der Kultur. Manchmal habe ich den Eindruck, es gibt nur noch Menschen, die bar jeder Schranken sind. Zöglinge der 68er allemal. Verwöhnt, infantil. Der Libertin als ewiger Pubertin. Ich wiederhole mich, wiel ich dazu noch nichts las: Die PP ist ein weiterer Ablenkungsversuch den wirklich relevanten und begründeten Protest zu kanalisieren. Sie gehört längst zum System - deshalb wird sie auch gepuscht! Sie wird NICHTS gegen die Schuldenpolitik, nichts gegen die Migrationspolitik, nichts gegen die Genderpolitik und nichts gegen den kulturellen Mainstream unternehmen. Ihre Themen sind von der etwa 25. Art jener Wichtigkeit, die man eher Nichtigkeit nennen sollte. Wenn man das mehrheitlich hier gut finden solllte, macht die sonstige Empörung (die ich oft ohnehin wenig fundiert und logisch finde) keinen Sinn mehr. Konservativer, am 04. August 2009 um 15:27 ( Link ) Jemand, welcher z.B. ein Buch oder ein Gedicht abschreibt, hat aber die jeweilige Vorlage nicht beschädigt und der ursprüngliche Eigentümer kann sie weiterverwenden. Das ist wohl ein grundsätzlicher Unterschied. Und wenn sie ihr Auto vor dem Haus parken, kann es auch jeder andere wegfahren. Sie haben es ja abgestellt, nicht wahr?! Mann o Mann, haben Sie eigentlich auch nur den blassesten Schimmer davon, wieviel Forschung, Arbeit, Schweiß und Zeit vonnöten ist, um z.B. ein gescheites Fachbuch zu schreiben? Wenn die Programmatik einer Partei bedeutungslos für die Protestwahl ist, dann könnte man auch ohne Probleme gleich die NPD/DVU oder DKP aus Protest wählen. Sehr richtig! Die PP ist ein weiterer Ablenkungsversuch den wirklich relevanten und begründeten Protest zu kanalisieren. Sie gehört längst zum System - deshalb wird sie auch gepuscht! Genau so ist es. Man denke doch einmal darüber nach, warum gerade die PP oder auch diese unsägliche Pauli-Partei eine nennenswerte Mediendarstellung kriegen, während andere Gruppierungen nicht die kleinste Randnotiz wert scheinen. Wer da glaubt, das liege an der um 0,xx % differierenden Prozentzahl Wählerstimmen, der scheint trotz anders lautender Bekundungen unsere MSM noch nicht zu kennen. Molot, am 04. August 2009 um 20:32 ( Link ) Konservativer, am 04. August 2009 um 15:27 EEkat, am 04. August 2009 um 21:04 ( Link ) Konservativer, sie haben also einen eigenen Vorschlag, Protest zu bündeln? Teilen sie diesen Vorschlag noch mit uns ? EEkat Konservativer, am 05. August 2009 um 0:02 ( Link ) Wenn jemand mit meinem Auto wegfährt, dann kann ich nicht mehr damit fahren. Somit habe ich einen Schaden erlitten. Sicherlich würden Ihre Einwände verstummen, wenn der freundliche Dieb nach vollbrachter Spritztour die Kiste wieder vor der Türe abstellte. Vielleicht noch ein wenig nachgetankt, und ihr Glück wäre vollkommen. @ EEkat Nein, es gibt keine allgemein empfehlenswerte Wahlalternative. Ich persönlich verspüre zwar einen gewissen Hang, Republikaner zu wählen, bin aber weit davon entfernt, für die missionieren zu gehen. Im Übrigen gibt es Wahlkampfkostenerstattung bereits ab 0,5 %. EEkat, am 05. August 2009 um 0:35 ( Link ) @Konservatier, Sie sind voller guter Ideen. Sich aus der Diskussion verabschieden zu wollen ist beispielsweise eine gute Idee. Oder die Idee, hier nicht für eine Bündelung bei den Reps missionieren zu wollen. Die beste Idee jedoch war, daß es hier um lediglich 85000 Euro ginge. EEkat Tanja Krienen, am 05. August 2009 um 8:12 ( Link ) Manche hier könnten wohl auch Horst Schlämmer wählen - er ist ja schön neu, so "ganz anders" und zischer "liberal". Es wäre doch schön, wenn einmal jemand zu meinen vier Kriterien (und den damit verbundenen Themen in der Klammer) etwas sagen würde: Schuldenpolitik (Wirtschaft & Soziales) Was sagen die bis jetzt mit den Grünen und Roten liierten Piraten dazu? Dreimal darf man wohl raten, beim vierten Mal kennt man die Antwort! EEkat, am 05. August 2009 um 11:55 ( Link ) Tatsächlich. Horst Schlämmer wählen wäre, wenn der zur Wahl stehen würde, die richtige Reaktion. ISBN3451322005, am 05. August 2009 um 13:46 ( Link ) @Tanja Krienen Die Frage nach dem geistigen Eigentum zeigt nur das hoffnungslose Auseinaderdriften von Rechtsansprüchen und technokratischer Wirklichkeit. Die Frage nach dem geistigen Eigentum tut sich sowieso erst auf, seitdem unser kreatives Schaffen in erster Linie als individueller Broterwerb verstanden wird. Ein J.S. Bach hatte sicherlich noch eine andere Auffassung davon, wer oberster und uneingeschränkter Eigentümer seiner geistigen Ergüsse ist und er hätte es vermutlich niemals gewagt, diesbezüglich Rechtsansprüche zu formulieren. Es geht nicht an, dass Bücher oder Musik ohne Entgelt und frei verfügbar auf den dann obsoleten Markt gelangen. Das wäre das Ende der Kultur. Quatsch…., seien Sie gewiss, all diejenigen, die, dank Gottes Gnaden, der Welt etwas mit zu teilen haben, werden dies auch weiterhin tun, auch wenn nur karge Kost und Logis dabei raus springen! Auf den ganzen Milliardendreck aus den Konzertstadien, den berstenden Bücherregalen und Kinosälen kann ich sowieso getrost verzichten. Es werden sich, wie im Mäzenatentum üblich, immer Leuten finden, die dem begnadeten Kulturschaffenden durch Förderung ein Stückchen seiner Unsterblichkeit abkaufen. Für alle dahergelaufenen selbsternannten Hampelmänner, Künstler und Schriftsteller muss das "Kulturschaffen" dann eben Hobby bleiben. Wolfern würde sich, bei unserer alles diktierenden Sorge um das Entgelt und geistige Eigentum, morgens vorm Spiegel fragend am Beutel kratzen und sich einfach an die Arbeit machen. So wie auch Uwe Seeler seine Fußballstiefel geschnürt hat, lange bevor er die Frage nach dem „gerechten“ Lohn gestellt hat. Tanja Krienen, am 05. August 2009 um 17:17 ( Link ) ISBN - ich rede nicht von subventionierten Künstler UND: Sie glauben doch wohl, dass alle "Mäzene" auseinanderspritzen würden, könnte man nicht dabei etwas verdienen, und sei es: an Ruhm! EEkat-Horst Schlämmer wählen - au ja, "Grevenbroich rules", nicht wahr? ISBN3451322005, am 05. August 2009 um 18:42 ( Link ) @Tanja Krienen..., wenn ich eine Scheibe von ABBA kaufe subventioniere ich sie auch und was ist gegen Ruhm ein zuwenden? ich reiß mich aber zusammen und führe das hier nicht weiter! nun ausnahmsweise mal was zum Thema… @Piratenpartei und alle hoffnungsfrohen Protestwähler Zufälligerweise sitzt der Vorsitzende eines Landesverbandes der Piratenpartei bei mir „uf Arbeet“ zwei Zimmer weiter und ich habe die Ehre, die basisdemokratische Selbstzerstörung der Piratenpartei in aller Pracht zu erleben. Ich bin ja kein Politwissenschaftler, aber sollte es den Piraten gelingen, wie z.B. seinerzeit den Grünen, den basisdemokratische Selbstzerstörungsprozess zu überwinden, so haben wir es bei den Piraten mit einer Partei zu tun, die, wie alle anderen „erfolgreichen" Parteien auch, streng vertikal in Ständen geordnet ist und einen Parteivorsitzenden an der Spitze hat, der zufälligerweise mit round about 90% der Delegiertenstimmen gewählt wurde. Hat sich die Partei dann in der natürlichen Ständeordnung formiert, kann der Hebel der basisdemokratischen Selbstzerstörung am Bürger angesetzt werden. Zu dem total verlotterten „Parteiprogramm“ der Piraten kann ich nicht viel sagen, da ich Parteiprogramme in der Regel ignoriere, weil meine Haltung aus Gründen unzureichender Bildung als verfassungsfeindlich ein zu stufen ist und verfassungsfeindliche Parteien bekanntlich keine Zulassung bekommen. In diesem Zusammenhang ist mir vor kurzem die Aussage von irgend so einem Heini im Radio aufgefallen, der verkündete, dass die Wahlen im Iran nicht demokratisch sind, weil regimefeindliche Parteien nicht zugelassen sind. Ich fand's lustig... Tanja Krienen, am 05. August 2009 um 19:16 ( Link ) Sie subventionieren beim Kauf einer ABBA-Platte - Gott bewahre Sie davor und von allem weiteren Übel - keinen Menschen, sondern bezahlen eine Leistung (sicher sehr über dem Marktwert (nicht nur in diesem speziellen Fall), aber die Gründe dafür sind vielschichtig). Wenn alles kostenlos zu haben wäre - das war es nicht einmal im Sozialismus - stünde die Kultur noch tiefer als dort. Ihnen fehlt jede Kenntnis über die Entwicklung der Menschheit durch die Entwicklung der Produktionensmittel. Lesen Sie mal Marx und andere! Ziehen Sie nur andere Konsequenzen als jene - derzeit sind Sie verdächtig nahe bei ihnen. "Ruhm" ist in der Tat eine vielschichtige Sache, und das Mäzenatentum funktioniert nur, wenn Geld fließt. Wie soll Geld fließen, wenn Sie alle Waren vergesellschaften (das tun Sie mit dem Zugriff der Plebejer auf alle Güter)? EEkat, am 05. August 2009 um 19:55 ( Link ) ISBN3451322005 Noch nicht aufgefallen ? Hier ist bisher noch niemand auf die Idee gekommen, die Piratenpartei aus inhaltlichen Gründen zu empfehlen. Insoweit ist es völlig egal, ob und wie die sich zerlegen. Es ging darum, einen denkbaren Protest-Impuls, der bei all jenen vorhanden sein mag, die nicht entweder eine der etablierten Parteien wählen, oder aber garnicht zur Wahl gehen werden, nach Möglichkeit zu bündeln. Das war alles. Die Piratenpartei zeichnet der größte Zuwachs aus, so jedenfalls war es bei der EU- Wahl. Das alleine prädestinierte diese, zur Protestwahl zur taugen. Alles andere interessierte hier bisher nicht. Ich erwarte von denen sicher nicht, irgendwann einen Abgeordneten stellen zu müssen. Von denen haben wir ohnehin zu viele, auf jeden Fall jedoch mehrheitlich die falschen. E.Ekat ISBN3451322005, am 05. August 2009 um 20:10 ( Link ) Shit…. @Tanja Krienen Häää? Entwicklung der Produktionsmittel? Alles kostenlos? Alle Waren vergesellschaften? Ich? Ich wollte mit meinem Beitrag eigentlich nur andeuten, dass sich der Kulturschaffende tendenziell nicht in erster Linie ökonomischen Interessen unterwirft. Tut er es, so kommt in 99% der Fälle nur Scheiß bei raus und man hört, sieht, liest und fühlt es auf der Stelle. Sie, Frau Tanja Krienen machen sich halt ins Hemd, weil die Endprodukte des geistigen Schaffens, die in der Entstehung selbstverständlich immer einer, für den Kulturscheffenden profitablen Finanzierung bedürfen, nicht zur Weiterverwertung kostenpflichtig durch alle medialen Kanäle gepresst werden können. Nur erklären Sie mir mal, wie Sie den Spagat zwischen der hochgelobten Informationsfreiheit, die uns der ebenso hoch gelobte technische Fortschritt beschert hat, und den Schutz des geistigen Eigentums erzwingen wollen? Ganz davon abgesehen, dass sich z.B. viele „Künstler“ des Internets bedienen und ihre „Kunst“ frei zur Verfügung stellen, um überhaupt Publikum zu erreichen. Der Musiker muss seinen Lebensunterhalt dann eben, wie früher auch, durch Konzertauftritte finanzieren, so what…? ISBN3451322005, am 05. August 2009 um 20:28 ( Link ) @EEkat in der Frage der Protestwahl kann ich mich nur Jürgen anschließen…. „Wer sich auf feige Art und Weise in ein Wahllokal stiehlt…“ Sie geben im stillen Wahlkämmerchen jemanden ein Mandat, das als Protest zur verstehen ist, um sich anschleißend in die Anonymität zu verkrümeln. So steht es also um demokratische Redlichkeit und Verantwortung! Aber machen Sie sich nichts draus, is ja nicht mehr lange.... EEkat, am 05. August 2009 um 21:07 ( Link ) @ISBN3451322005, Oh, habe ich hier einen tätigen Revolutionär vor mir? Tagsüber mit geballter Faust im Büro, abends dann im 2-Finger-Suchsystem sich etwas Bedeutung ergattern ? Naja, wenn es für Sie funktioniert, mir kann es recht sein. EEkat Jürgen Hodler, am 06. August 2009 um 1:01 ( Link ) @EEkat Momentan bin ich zugegebenermaßen recht schreibfaul, aber die folgenden Einfältigkeiten sind dann doch einige Worte wert. "Oh, habe ich hier einen tätigen Revolutionär vor mir?" Eigentlich hat sich der Gute zwischenzeitlich zum Gegenrevolutionär gemausert.:) Aber egal ob Hü oder Hott, mit dieser Verlegenheit werden Sie garantiert nie konfrontiert. "Tagsüber mit geballter Faust im Büro, abends dann im 2-Finger-Suchsystem sich etwas Bedeutung ergattern ?" Wie schnell diese Liberaldemokraten - oder besser: die Träumer von der idealen Demokratie - doch dünnhäutig werden. Hier findet sich anscheinend ein wahrhaftiges "Denkernest". Die Midlife Crisis der demokratischen Selbstverwirklicher scheint wohl ihren Tribut zu fordern. Dem autonomen „Individuum“, welches sich ja mit aller Selbstverständlichkeit als Nabel der Welt betrachtet, ist - wie Ihren Worten im Strang "Die Bosheit der Regierenden..." zu entnehmen ist - die liebgewonnene Rolle des Souveräns wohl doch nicht vergönnt. Es ist ja auch eine schmerzhafte Erkenntnis, wenn die demokratische Mikrobe auf drastische Art und Weise mit ihrem bisher negierten Mikrobenstatus konfrontiert wird. Aber warum reagieren'S dem M. S. gegenüber so barsch? Dabei wäre in diesem Falle – wie man heute so verräterisch zu sagen pflegt – doch eine gehörige Portion „Aufklärung“ vonnöten. Sie können ja darlegen, warum man mit einer anonymen Protestwahl ins Blaue hinein eben doch Verantwortung für das Gemeinwesen übernimmt. Damit wäre dem Wissensdurst des werten M. S. wohl eher gedient als mit der obigen Unflätigkeit. Oder haben Sie damit gar ein Problem? Es läßt sich wohl unschwer erahnen, daß dieses Vorhaben in den menschenwürdigen Sphären des geschätzten Denkers im wahrsten Sinne des Wortes versanden wird. Und diese Leute wollen dann in der Tat die Welt aus den Angeln heben. Prost Mahlzeit! ISBN3451322005, am 06. August 2009 um 8:31 ( Link ) @ EEkat Aus inhaltlicher Sicht erscheint mir Ihr Kommentar auch etwas hilflos und beschämend - aber was soll’s, ich habe ein großes Herz und nehme jeden Faden auf. Oh, habe ich hier einen tätigen Revolutionär vor mir? Natürlich nicht, ich bin bekennender Hosenscheißer. Tagsüber mit geballter Faust im Büro, abends dann… Unter meinen Kollegen pflege ich den Ausspruch „wer länger als 5 Jahre in diesem Laden hängt ist entweder ein Idiot oder ein Weichei und ich bin letzteres.“ Das mit der Faust können Sie aber total vergessen. In gottgefälliger Gelassenheit stehe ich mit breitem Grinsen über Karriere, Opportunismus, Arschkriecherei, „Bedeutung“ und 50% Abgabenquote, der mein Lohnzettel auch unterliegt. Der Mensch, der sich im rechten Glauben übt ruht in sich selbst und sieht halt weder für pubertäre noch für libertäre Proteste eine Veranlassung. Man redet halt ein bisschen mit, solange es der Gegenüber aushält. Hin und wieder habe ich das Gefühl, der Herr hat mich ausdrücklich zur persönlichen Besinnung in dem Laden abgestellt. Keinen blassen Schimmer womit ich das verdient habe, aber ich find’s herrlich! im 2-Finger-Suchsystem sich etwas Bedeutung ergattern? Unabhängig vom Inhalt, kann die Frage nach dem Sinn und Unsinn der hier getätigten Schreiberei natürlich gestellt werden. Dies gilt aber auch für Sie und „Bedeutung ergattern“ ist bei der Antwort natürlich auch mit im Boot, wie sollte es anders sein. So wie der Mensch nicht nur von Luft und Liebe leben kann, so kommt er mit Brot und Wasser allen auch nicht über die Runden. EEkat, am 06. August 2009 um 9:35 ( Link ) @ISBN3451322005 Las ich um 05. August 2009 um 18:42 noch von Ihnen: Zu dem total verlotterten „Parteiprogramm“ der Piraten kann ich nicht viel sagen, da ich Parteiprogramme in der Regel ignoriere, weil meine Haltung aus Gründen unzureichender Bildung als verfassungsfeindlich ein zu stufen ist und verfassungsfeindliche Parteien bekanntlich keine Zulassung bekommen so fiel Ihnen am 06. August 2009 um 8:31 dazu ein: Sie geben im stillen Wahlkämmerchen jemanden ein Mandat, das als Protest zur verstehen ist, um sich anschleißend in die Anonymität zu verkrümeln. So steht es also um demokratische Redlichkeit und Verantwortung! Da ist eine Kritik enthalten, die von einem sich hier selbst als Verfassungsfeind Deklarierenden zumindest unerwartet kommt. Ich glaube, meine Reaktion darauf war nicht dünn, wie Sie schreiben. Sie war angemessen. Aber sie steigerten sich dann ja im Zuge Ihrer weiteren Ausführungen. Zur Sache: ich bin zwar noch immer weit davon entfernt behaupten zu wollen, daß Sie inziwschen verstanden hätten, um was es mir bei meinen Überlegungen zur Piratenpartei tatsächlich ging. Es wird aber zunehmend schwieriger, das inzwischen immerhin erreichte Niveau noch steigern zu wollen, wenn man mit Leuten zu tun hat, die nicht einmal ihre eigenen Beiträge lesen, geschweige denn verstehen wollen. EEkat ISBN3451322005, am 06. August 2009 um 12:23 ( Link ) @EEkat… los…. hol Stöckchen… Sie wollen also im Kern den Protest bündeln um den etablierten Parteien auf die Pelle zu rücken und den Protest s p ü r b a r gestalten, um dadurch die Verlogenheit des Staates auf zu zeigen. Das ist ein ganz feiner Plan…, hast du brav gemacht! Schlägt mir nachhaltige Gegenwehr entgegen, pflege ich in der Regel meine Haltung stillschweigend einer Überprüfung zu unterziehen. Korrigieren Sie mich also bitte, auch wenn ich zu doof bin, falls weiterer Tiefgang in Ihren Aussagen verborgen ist. die nicht einmal ihre eigenen Beiträge lesen, geschweige denn verstehen wollen. Mit dem Verstehen ist das natürlich so eine Sache, da strotzen Sie ja offensichtlich, mit vielen anderen, vor Selbstvertrauen. Irrtümer einräumen, nicht Verstehen oder nicht Wissen ist immerhin eine Todsünde der Moderne, in der ja bekanntlich alles nur noch eine Frage der Auslegung und Interpretation ist. Ich hoffe also, dass beim Ausheben des verlogenen Staates nicht plötzlich Ihre eigene Verlogenheit zu Tage tritt. EEkat, am 06. August 2009 um 13:04 ( Link ) @ISBN3451322005 Häufig so, daß schnell die Gabelung kommt, lieber uninteressant werden zu müssen, beispielsweise durch dümmliche Unterstellungen. Beispielsweise, daß Sie irgendwo von mir lesen könnten, ich würde Portest bündeln wollen um die Verlogenheit des Staates aufzuzeigen. Wo haben Sie dies nun wieder her? Die Verlogenheit des Staates, die unterstelle ich. Die muß ich nicht mehr aufzeigen. Sie phantasieren mir was unter die Weste, weil Sie zu ihrem verlogenen Schluß kommen wollen: Ich hoffe also, dass beim Ausheben des verlogenen Staates nicht plötzlich Ihre eigene Verlogenheit zu Tage tritt. Geschenkt. Stehlen Sie mal besser nicht Ihrem Arbeitgeber die Zeit. EEkat Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Bolkonskij, am 01. August 2009 um 17:42 ( Link )
Herzlichen Dank für diesen Überblick. Was hat es denn mit der "legendären Sekte" BüSo auf sich? Hab ich was verpasst? Wer kann mich kurz aufklären? :-)