06. November 2019

Das Wesen der Demokratie Idiotendreier

Gewaltherrschaft ist konstitutiver Bestandteil des Demokratismus

von Kurt Kowalsky

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Bildquelle: shutterstock Herrschaftsform: Demokratie

Ein guter Freund von mir erklärte einem dieser Lumpen, dass Demokratie eine Herrschaftsform wäre. Als müsse er dies beweisen, zitierte er noch die Bundeszentrale für Volksaufklärung. Tatsächlich schreibt diese im Zusammenhang mit dem Parlamentarismus, dass im Zentrum einer solchen Herrschaftsordnung ein vom Volk gewähltes Parlament (Volksvertretung) stehe, welches über wesentliche Zuständigkeiten im politischen Entscheidungsprozess verfüge.

Als ich die Angelegenheit mitbekam, hatte sich das Gesindel bereits verflüchtigt. Die spielen jetzt zu Hause den beliebten Idiotendreier. Der eine Sozialfaschist fickt den anderen, und der Dritte darf raten, wer als Nächster dran ist.

Genug der Polemik. Der Begriff der „Demokratie“ beinhaltet bereits Herrschaft. Man kann also die Anhänger des Demokratismus nicht damit schrecken, erklärt man ihnen, Herrschaft wäre etwas Übles, so wie man sich vielleicht darin einig sein könnte, dass Scheiße auf dem Frühstücksei verwerflich wäre.

Gewaltherrschaft (kratós) ist konstitutiver Bestandteil des Demokratismus. Das kann man nun gut oder nicht gut finden. Wir haben ja Meinungsfreiheit. Weshalb sich Sozialfaschisten darin einig sind, dass auch die gefickt werden, welche nicht mitmachen wollen.

Und als hätte der Teufel in den Ventilator geschissen, berichtete heute die Blödzeitung, dass irgendeine SPD-Tante jetzt eine Sonderabgabe auf Benzin und Heizöl fordert. Dabei muss man wissen, dass die sogenannte SPD eine Splitterpartei im parlamentarischen Spektrum ist. Und da man beobachtet haben wollte, dass Bruchteile des Wahlvolkes zu einer anderen Splitterpartei abwanderten, äfft man diese anderen jetzt nach.

Und das Nachäffen, verehrte Damen und Männer, ist natürlich gewaltfrei, wie der gesamte Zinnober der politischen Auseinandersetzung recht zivilisiert verläuft. Dagegen hatten sich die Sozialisten noch bis 1933 gegenseitig im Wahlkampf die dummen Schädel eingeschlagen. 1933 war dann erst mal Pause, mit dem Unterschied zu heute, dass keiner mehr raten durfte, wer als Nächster gefickt würde. Es waren alle dran.

Und genau über diese Einheitlichkeit machen sich die Gewaltherrscher jetzt wieder so ihre Gedanken, wenn die Leute unerwünschte Splitterparteien wählen oder Idioten zum Präsidenten gekürt werden. Aber nein, ich meine damit nicht Herrn Trump, ich meine damit auch Herrn Trump.


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