05. August 2017

Einwanderung von Muslimen „Geht!“

Leider wurde diese Rede nicht gehalten

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Bildquelle: shutterstock Wollen sich den Einwanderern nicht anpassen: Australier

Die angebliche Rede, auf der der Folgetext basiert, hat sich als Hoax herausgestellt. Leider. Wäre die Ansprache gehalten worden – egal von wem – hätte die Person in zwei Minuten mehr über das Wesen der Freiheit gesagt als all jene, die sich, verbal in freiheitlichen Werten herumstochernd, zur eventabhängigen Rede berufen fühlen. Kurz: Freiheit ist Verantwortung. Freiheit ist nicht das Recht, irgendwas zu fordern. Nie, nirgends und von niemandem – es sei denn, in Ruhe und Frieden sein Leben leben zu dürfen.

Was jeder reguläre Auswanderer nebst der Aufforderung zur finanziellen Total-Entblößung und mit der Ergänzung „Und bring verdammt noch mal deine eigene Kohle mit!“ vom Zielland zu hören bekommt und als selbstverständlich akzeptiert, gilt nicht, wenn es um „geflüchtete“ und/oder „gerettete“ Menschen muslimischen Glaubens geht. Auch die Tatsache, dass unsereiner ohne aufzumucken Gesundheitsdaten offenzulegen und Gesundheitschecks zu absolvieren hat, während im Fall der „Bereicherer“ bereits ein simpler Aids-Test als diskriminierend und menschenverachtend gilt und (zumindest in der Schweiz) abgelehnt wird, findet in der Migrationsdebatte nicht statt.

In einer so unvernünftigen und verkehrten Welt, die alles daran setzt, sich nicht nur nicht zu schützen, sondern – bitte! – auch preiszugeben, auszuverkaufen und (von innen heraus ebenso wie von außen) zu zerstören, ist es mir mittlerweile herzlich einerlei, ob einer, der solches an- und ausspricht, Wahlkampf betreibt und bloß gute PR liefert: Es ist eine Wohltat, Worte wie die folgenden der australischen Ministerin Julia Gillard zu hören. Worte, die in ihrer schlichten Selbstverständlichkeit zusammenfassen, was bisher als eine der Grundlagen freiheitlichen Zusammenlebens galt: die Freiheit, das Leben so zu leben, wie man es sich wünscht, verbunden mit der Pflicht, die ideellen und finanziellen Kosten dafür nicht anderen aufzuhalsen.

Wenn dies heute sofort und reflexartig mit dem großen „R“ von „rechts“ und „rassistisch“ versehen wird, zeigt das nicht nur auf, wie krank, unfrei, unvernünftig und unaufgeklärt eine Gesellschaft ist, sondern vielmehr auch, wie unwiderruflich, unerbittlich und gnadenlos sie sich selbst bachab schickt.

Hier die freihändig übersetzte und zusammengefasste Gillard-Rede:

„Einwanderer, nicht Australier, müssen sich anpassen. Akzeptieren Sie es, oder verlassen Sie das Land!

Ich habe es satt, dass Australien sich ständig Sorgen machen soll, ob es eure Religion beleidigt. Schluss damit! Ich spüre einen zunehmenden Patriotismus bei den Australiern. Wir sprechen Englisch, nicht Libanesisch, Chinesisch oder Deutsch. Lernt die Sprache, wenn ihr Teil unserer Gesellschaft werden wollt!

Die meisten Australier sind Christen. Wenn euch das beleidigt, sucht euch einen anderen Teil der Welt als neue Heimat aus. Denn der Gott der Christen ist Teil unserer Kultur. Basta. Wir verlangen, dass ihr unseren Glauben akzeptiert und in Frieden mit uns lebt.

Wir geben euch jede Möglichkeit, die westlichen Errungenschaften zu genießen. Wenn ihr euch ständig beschwert, wenn ihr Mitleid sucht, unsere Fahne verbrennt, unsere Werte verachtet, wenn ihr unseren Glauben und Lebensstil verurteilt, dann ermutige ich euch, einen weiteren Vorteil unserer Gesellschaft zu nutzen: das Recht, das Land zu verlassen. Wenn ihr hier nicht glücklich seid: Geht!“

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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