14. Juli 2017

Nach den Krawallen in Hamburg G20-Kriminelle beklagen „zu harte Matratzen“ in Polizeigewahrsam

Projekt „Mensch“ vorerst gescheitert

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Bildquelle: shutterstock Im Knast: Zu harte Matratzen?

Eine der Grundeigenschaften, die Menschen nach Ansicht mancher Philosophen auszeichnet, ist die Empathie für andere, zum Beispiel für die, denen G20-Kriminelle die Läden zerstört und geplündert haben, zum Beispiel für diejenigen, die von Zwillen-Geschossen getroffen im Krankenhaus genesen, zum Beispiel für diejenigen, die unter dem, was angeblich Protest gewesen sein soll, physisch, psychisch und finanziell zu leiden haben.

Abermals ist für manche Philosophen, Immanuel Kant ist hier an erster Stelle zu nennen, jeder Mensch ein Projekt. Das menschliche Projekt sieht es vor, eine entsprechende Würde und Haltung zu erreichen, an sich zu arbeiten und dabei vor allem die Fähigkeit zur Empathie, wie sie von Kant im kategorischen Imperativ verewigt wurde, zu entwickeln.

Wenn man die folgende Rede eines Mitglieds des G20-EA liest, dann muss man feststellen, dass es mit der Entwicklung zum Menschen und mit einem erfolgreichen Abschluss des Projekts „Mensch“ bei manchen der G20-Demonstranten nicht soweit her ist, dass sie sich – geht man von Kant aus – bislang nicht als Mensch qualifizieren.

„EA“ ist die Abkürzung für den Ermittlungsausschuss, in dem die G20-Protest-Veranstalter wie zum Beispiel Attac Anwälte unterhalten, die sich um die Demonstranten kümmern sollen, die im geringsten Fall wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und im schlimmsten Fall wegen versuchten Mordes inhaftiert sind.

Die folgende Rede eines Mitglieds dieses Ausschusses geben wir komplett wieder. Sie ist bei „Indymedia“ zu finden und zeigt in erschütternder Weise, dass man bei Linksextremisten nicht davon ausgehen kann, dass sie zu menschlichen Regungen in der Lage sind. Denn: Während Hamburg die Schäden beseitigt, die Linke angerichtet haben, während die Steuerzahler die Kosten schultern, die die Linken verursacht haben, sorgen sich die Linken um ihre Nachtruhe und klagen darüber, dass die Matratzen im Polizeigewahrsam zu hart sind. Hier die „Rede“:

„Heute fand eine kraftvolle Antirepressions-Demo zur ‚G20-GeSa‘ in Harburg statt. Viele Reden wurden gehalten. Die Rede des G20-EA ist im folgenden dokumentiert: Wir stehen hier vor der sogenannten ‚Gefangenensammelstelle‘ – extra eingerichtet für den G20-Gipfel. Mehrere Hundert Aktivistinnen und Aktivisten wurden in den letzten Tagen hier eingesperrt. Viele von ihnen sitzen immer noch hier ein. Schicken wir ihnen lautstark unsere solidarischen Grüße! Ihr seid nicht allein. Wir warten auf euch.

Die Bedingungen in dieser Container-Gesa sind unterirdisch! Was wurde im Vorfeld nicht alles versprochen? Wieviele Kommissionen haben die Zellen im Vorfeld begutachtet und für tauglich befunden? Die Realität sieht anders aus: In den Containerzellen ist es brütend heiß, Klimatisierung gibt es nur für die Polizei. Acht Gefangene statt fünf in einer Zelle, obwohl längst nicht alle Zellen belegt sind. Zu essen gibt es Knäckebrot – zwei Scheiben in 24 Stunden. Toilettengänge werden nur selten gewährt. Decken gibt es keine, und die Matratzen sind steinhart, wenn denn überhaupt welche vorhanden sind. Außerdem wurde uns berichtet, dass die Festgenommenen durch regelmäßige Tritte gegen die Zellentüren vom Schlafen abgehalten wurden. Schlafentzug ist Folter! Mit der Einhaltung der Menschenrechtskonventionen hat das nichts zu tun, obwohl ja genau darauf im Vorfeld so viel Wert gelegt wurde!

Neben diesen beschissenen Bedingungen in den Zellen wurde den Gefangenen in vielen Fällen das Gespräch mit den Anwältinnen und Anwälten des Anwaltlichen Notdienstes verweigert oder um viele Stunden verzögert. Einige wurden sogar ohne anwaltlichen Beistand dem Haftrichter vorgeführt. Gefangene mussten sich vor und nach dem Gespräch mit den Anwält_innen nackt ausziehen. Insgesamt wurde die Arbeit unserer Anwältinnen und Anwälte massiv behindert. Sie wurden von den Bullen belogen. Es kam sogar zu körperlichen Übergriffen auf Anwälte und Hausverbot! Das ist nicht zu akzeptieren! Mittlerweile wurden viele Gefangene in die JVAs Billwerder und Hahnöfersand überführt. Auch wenn uns diese Genossinnen und Genossen gerade nicht hören können, schicken wir ihnen von hier aus unsere Solidarität! Lasst uns die Gefangenen auch von dort gemeinsam abholen. Meldet Euch beim Prisoner Support für weitere Infos. Heute früh erreichte uns die Info, dass die Bullen heute keine Leute aus dieser GeSa in Harburg rauslassen wollen. Sie nutzen unsere Demo hier als Vorwand dafür, Gewahrsame zu verlängern und weitere Gefangene nach Billwerder zu verlegen. Damit wird unsere Demo zum Teil ihrer absurden Gefahrenprognose!

Unsere Genossinnen und Genossen wurden eingesperrt, weil sie gegen die menschenverachtende Politik der G20 und ihren unsinnigen Gipfel hier in Hamburg auf die Straße gegangen sind. Sie wollten sich nicht ihr Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit nehmen lassen, auch wenn die Hamburger Justiz sich vielfach das fragwürdige Rechtsverständnis der Polizei um ihren Einsatzleiter Dudde zu eigen machte. Auch wenn dieser Gipfel zu Ende ist, unser Kampf für eine bessere Welt ohne Krieg, Unterdrückung und Knäste ist es nicht. Und diesen werden wir gemeinsam mit unseren jetzt noch eingesperrten Genossinnen und Genossen führen!

Nichts und niemand wird vergessen!“

Die inhaftierten „Genossinnen und Genossen“, bei denen es sich natürlich, wie uns Genosse Stegner, Sankt Ralf aus dem Norden, gestern belehrt hat, nicht um Linke handelt, sind natürlich alle unschuldig inhaftiert. Keiner von ihnen hat je einen Stein gesehen, die meisten wissen nicht, was ein Molotow-Cocktail ist, alle wollten sie friedlich ihres Demonstrationsweges gehen, als eine Horde wilder Polizeibeamte über sie hergefallen ist und sie misshandelt hat.

Die Art und Weise, in der Linke versuchen, die Realität zu verdrehen, ist entweder dreist oder sie verdient unser Mitleid, denn wenn die glauben, was sie hier schreiben, dann muss man feststellen, dass es offensichtlich möglich ist, sich mit ideologischen Inhalten um den Verstand zu reden, immer vorausgesetzt, es war ein Verstand vorhanden.

Auch in dieser Hinsicht ist das Projekt „Mensch“ hier also gescheitert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Science Files“.


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Michael Klein

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