05. Juli 2017

Ausländische Pressestimmen zur Ehe für alle Verrat an christlichen Werten durch Merkel und CDU/CSU

Zeit für Catholic-Pride-Paraden?

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Bildquelle: shutterstock Nicht christlich: Homo-Ehe

Wieder einmal sind es ausländische Zeitungen, die den richtigen Ton zur vielleicht folgenreichsten Entscheidung des Deutschen Bundestages in der jüngeren Geschichte treffen. Dass Kanzlerin Angela Merkel den Weg für die Abstimmung über die Homo-Ehe („Ehe für alle“) im Bundestag freigemacht hat, kritisiert die polnische Zeitung „Rzeczpospolita“: „Das ist eine schlechte Entscheidung aus der Perspektive der christlichen Identität Europas. Denn die Mehrheit der Kirchen spricht sich gegen gleichgeschlechtliche Ehen aus.“ – „Die Entscheidung ist auch schlecht aus der Perspektive Polens. Denn durch sie wird Polen sich noch stärker von den Ländern des ‚alten Europas‘ unterscheiden. Sowohl in der Abtreibungsfrage als auch in der Frage der Homo-Ehe ist unser Land den christlichen Wurzeln Europas deutlich treuer als die westlichen Staaten. Wir sollten keine Zweifel daran haben, dass das gegen uns verwendet werden wird. Aber wir sollten uns auch nicht einreden lassen, dass wir deshalb schlechter sind. Ganz im Gegenteil, vielleicht ist es an der Zeit, den Stolz auf das Christentum zu zeigen und Paraden mit dem Titel ‚Catholic Pride‘ zu organisieren?“

Zynisch beginnt der Kommentar der ungarischen Zeitung „Mozgástér“: „In Deutschland gibt es zur Zeit kein wichtigeres Thema als die Homo-Ehe. Das Thema bereitet selbst dem deutschen Durchschnittsbürger schlaflose Nächte. Schließlich fordern die Massen ihre Einführung. Gibt es keine Homo-Ehe, gibt es auch keine deutsche, ja keine europäische Zukunft!“ – „Wegen des Koalitionszwangs in Deutschland mussten die ‚Christdemokraten‘ bei dem Thema nun klein beigeben und sich der gewohnten Erpressung durch die Linke beugen. Freilich, in solchen Fällen wird stets auf die ‚gesellschaftlichen Ansprüche‘ verwiesen. Doch sind das Ansprüche, die von der Homo-Lobby selbst geschaffen wurden, und zwar ebenfalls durch Erpressung, Drohung und Verleumdung. Schließlich hat sie es in der westlichen Welt erreicht, dass Gegner der Homo-Ehe sogleich als homophob abgestempelt werden.“

Dieser Artikel erschien zuerst bei „Die Kieker (Die Spoekenkiekerei)“.


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