14. Mai 2017

Produkte von Afrikanern für Afrikaner Dossier der Hoffnung

Aufbau lokaler Industrien nicht durch den Staat, sondern die Privatwirtschaft

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Bildquelle: Sarine Arslanian / Shutterstock.com Statussymbol afrikanischer Frauen: Waxprints

„Noch produziert Afrika fast nichts, was die Welt braucht“, schrieb der Autor Wolfgang Drechsler unlängst im „Handelsblatt“. Das ist richtig, allerdings gibt es inzwischen zahlreiche Produkte von Afrikanern für Afrikaner. So gibt es neue Wege zur Entwicklung von klein- und mittelständischen Betriebsstrukturen, und es gibt einige eindrucksvolle Erfindungen beziehungsweise Beispiele von Wertschöpfung aus lokalen Ressourcen. Es sind hoffnungsvolle Ansätze und ermutigende Entwicklungen.

Bessere Perspektiven für breite Bevölkerungsschichten sind eng verknüpft mit dem Aufbau von lokalen Industrien. Jobs schafft auf Dauer und im erforderlichen Umfang nicht der Staat, sondern die private Wirtschaft. Die intelligenten, gewitzten, sprachbegabten und ehrgeizigen jungen Afrikaner haben zukunftsweisende Start-ups gegründet, die landesspezifische Probleme lösen und auch Arbeitsplätze schaffen. Hier einige Beispiele aus Kenia, Nigeria, Benin und Südafrika. Es ist alles eine Frage der Perspektive: Das mögen im Gesamtzusammenhang kleine Fortschritte sein, aber es sind Fortschritte, die bessere Zukunftsaussichten eröffnen. Deshalb dieses Dossier mit einer, wie ich finde, eindrucksvollen Liste von Beispielen, die es verdienen, einmal geschildert zu werden:

Transparenzplattform Ushahidi, Kenia

Juliane Rotich ist ein leuchtendes Vorbild der Start-up-Szene in Kenia. Sie hat das gemeinnützige Technologieunternehmen Ushahidi mitgegründet. Der Name bedeutet in Swahili, der Amtssprache Kenias, etwa „Zeugenaussage“. Es ist eine Transparenz-Plattform: 2008 wurden Gewaltausbrüche nach den Wahlen in Kenia mit interaktiven Karten und Zeugen vor Ort dokumentiert. Genutzt wurde Ushahidi bei Wahlbeobachtungen (Wahl in Afghanistan) und Naturkatastrophen (Erdbeben in Chile, Haiti, Neuseeland). Ushahidi entwickelt kostenlose Open-Source-Software und ein Internetmodem, das die Energieversorgung bei in Afrika häufigen Stromausfällen sichert und den Internetzugang aufrechterhält. BRCK, ein batteriebetriebenes Multiverbindungsgerät für sämtliche Netze der Welt, soll den reibungslosen Informationsfluss aus Krisengebieten sichern. Es sieht wie ein Backstein aus, kann über verschiedene Kanäle mit dem Internet verbinden und wählt jeweils automatisch den verfügbaren Zugang aus. Der „Backup Generator for the Internet“ kann für acht Stunden einen Zugang herstellen, wenn kein Strom verfügbar ist. BRCK wird mittlerweile in 150 Ländern verwendet und kann in 48 Sprachen benutzt werden. Ushahidi wird unter anderem von der Ford Foundation, Google, Mozilla und Cisco unterstützt.

Kenia ist in Afrika führend als Start-up-Standort. Bei Konza, etwa 60 Kilometer von Nairobi entfernt, entsteht Konza Technology City, mit Hochschulen, Rechenzentren und Forschungslabors.

Urintest für Malaria, Nigeria

Der Biomediziner Dr. Eddy Agbo aus Nigeria hat einen einfachen Urintest (Urine Malaria Test/UMT) entwickelt, mit dem eine Malaria-Infektion in weniger als 25 Minuten nachgewiesen werden kann. Oftmals werden Patienten direkt mit Anti-Malaria-Mitteln behandelt, auch wenn sie nur Fieber haben, was schwere Nebenwirkungen haben kann. Malaria ist neben HIV und Tuberkulose die tödlichste Krankheit in Afrika. Dr. Agbo ist seit 20 Jahren Biomediziner und gründete 2008 „Fyodor Biotechnologies“, wo der Test entwickelt wurde. Dr. Agbo arbeitete viele Jahre als Forschungsmitarbeiter an der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore/USA, ehe er nach Nigeria zurückkehrte.

Malariamedikament, Benin

Dr. Valentin Agon aus Benin entwickelte das auf pflanzlicher Basis basierende Malariamedikament Api-Palu. Es ist weitaus günstiger als andere Medikamente und mittlerweile in Benin, Burkina Faso, dem Tschad und der Zentralafrikanischen Republik auf dem Markt. Malaria gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten der Erde. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass sie jährlich eine Million Menschen tötet, die meisten in Afrika. Am häufigsten sterben Kinder unter fünf Jahren.

Erste Bio-Raffinerie, Benin

Mit ihren hellvioletten Blüten wurde die Wasserhyazinthe um 1880 als Zierpflanze nach Afrika importiert. Sie wurde in Seen und vielen anderen Gewässern eingesetzt. Dabei wurde nicht bedacht, dass die Pflanze sich drastisch vermehrt. Zehn Pflanzen produzieren 800.000 andere in weniger als acht Monaten. Inzwischen sind in vielen Staaten in ganz Afrika riesige Flächen von den Wasserhyazinthen regelrecht befallen. Wasserhyazinthen haben keine natürlichen Feinde. In den dicken Pflanzenteppichen siedeln sich Insekten an, die Malaria und andere Krankheiten übertragen. Außerdem reduzieren Wasserhyazinthen den Sauerstoffgehalt im Wasser, den Fischen wird die Lebensgrundlage genommen. Anlegestellen zum Beispiel am Viktoriasee in Ostafrika und am Kongo in der Demokratischen Republik Kongo können aufgrund der Pflanzendichte nicht angefahren werden. Bootsmotoren nehmen Schaden.

In Benin wird zur Abhilfe versucht, Nutzen aus der Pflanze zu ziehen. Der Ingenieur David Gnonlonfoun und der Kinderarzt Fohla Mouftaou gründeten 2014 „Green Keeper Africa (GKA)“. Seit März 2015 werden Stamm, Blätter und Wurzeln der Wasserhyazinthen getrocknet und zu Bio-Düngemitteln, Bio-Brennstoffen und Tiernahrung verarbeitet. Aber vor allem wird ein Lösungsmittel zur Reinigung durch industrielle Öle und Chemikalien kontaminierter Böden hergestellt. Die Fabrik beschäftigt heute 700 Menschen (85 Prozent Frauen), um die Pflanzen zu sammeln. 14 Beschäftigte arbeiten in der ersten Bio-Raffinerie des Kontinents. Exporte nach Nigeria, die Elfenbeinküste und Kamerun werden angepeilt. Die Schweizer Firma Oryx Energies, die an Tankstellen in Westafrika beteiligt ist, hat mit GKA einen Vertrag zur Reinigung verschmutzter Böden geschlossen.

Software für HIV-Test, Südafrika

Die Software „Exatype“ wurde von der Südafrikanerin Dr. Imogen Wright von der University of Western Cape entwickelt. Mit Exatype kann getestet werden, ob HIV-positive Patienten Resistenzen gegen antiretrovirale Medikamente besitzen, mit denen eine HIV-Infektion oft behandelt wird.

Lernplattform Tuteria, Nigeria

Der Nigerianer Godwin Benson hat eine Lernplattform entwickelt, auf der sich Studenten austauschen und zusammen lernen können. Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit Tutoren zu kommunizieren. Über die Tuteria sind auch Coaching und Nachhilfestunden möglich. Im Oktober 2016 traf Benson den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Er erhielt mehrere Preise unter anderem von Microsoft und Facebook.

Tryctor (Traktor), Nigeria

Mit einer Mischung aus einem Fahrrad und einem Traktor hat der Nigerianer Olufemi Odeleye in zehn Jahren Arbeit den sogenannten Tryctor entwickelt. Bis 70 Prozent der Bauelemente werden in Nigeria hergestellt und sollen Kleinbauern ermöglichen, ohne große Kosten modernere Anbaumethoden umzusetzen. 80 Prozent der Nahrungsmittel in Nigeria werden von Kleinbauern produziert. Odeleye hat mehrere Jahre in der Automobilindustrie in Großbritannien gearbeitet, ehe er nach Nigeria zurückkehrte.

Produkte aus Afrika für Afrika

Seit langem wird der Mangel an Produkten, die in Afrika südlich der Sahara hergestellt werden, beklagt. Während im Maghreb französische Autos gebaut werden und Lebensmittel für den französischen Markt produziert werden, gibt es jetzt auch im südlichen Afrika Fortschritte bei der Wertschöpfung. Es gibt nicht nur Kaffee aus Äthiopien, Wein aus Südafrika, Kakao von der Elfenbeinküste und aus Ghana, Blumen aus Kenia, Sheabutter aus Nigeria, Korbwaren aus dem Senegal, Silberblechschmuck der Tuaregs, Airport-Art aus Speckstein aus Simbabwe oder Ethnokunst aller Art vom Souvenirmarkt: Masken, Batikbilder oder Malachitschmuck. Mit der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie kann zum Beispiel ein eigener Entwicklungsweg gefunden werden.

Schokolade

Der Ivorer Axel Emmanuel war Banker und ist heute Chocolatier. Er produziert mit seiner Firma Instant Chocolat Schokolade und Pralinen in der Elfenbeinküste. Die Wertschöpfung findet vollständig in der Heimat des Kakaos statt. Kakao ist das wichtigste Exportgut der Elfenbeinküste. Das westafrikanische Land ist mit seinen 23 Millionen Einwohnern der weltgrößte Anbauer von Kakao. Obwohl die Kakaoproduktion seit Jahrzehnten der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist, wurde Schokolade bislang kaum konsumiert. Sie ist Luxus, weil sie immer importiert werden musste. Erstmals 2015 hat die französische Firma Cémoi mit der Produktion von Schokolade in der Elfenbeinküste begonnen. Die Jahreskapazität wird mit 5.000 Tonnen angegeben. In der Wirtschaftsmetropole Abidjan wird in den Supermärkten immer häufiger Schokolade „Made in Ivory Coast“ angeboten. Nach Angaben der Weltbank sorgt das Kakaogeschäft für zwei Drittel aller Arbeitsplätze und Einkommen.

Stoffe von afrikanischen Designern

Meist werden Stoffe mit afrikanischen Mustern in den Niederlanden (Vlisco) und Asien hergestellt. In letzter Zeit werden diese Stoffe, die „afrikanische Kultur“ (die Stoffe wurden über Handelsgeschäfte der Europäer aus Indonesien im 19. Jahrhundert dort eingeführt) repräsentieren, auch in kleineren Mengen vor allem in Westafrika gefertigt. Es sind Baumwollstoffe, die in einem Batik-Verfahren maschinell hergestellt werden. In den Fabriken werden, wegen der großen Nachfrage, jede Woche von afrikanischen Designern neue Unikate entworfen und auf den Markt gebracht. Manche Firmen wie Sobetex in Benin, Uniwax in der Elfenbeinküste, Sotiba-Simpafric im Senegal, ABC Wax in Ghana und Enitex im Niger haben bis zu 500 verschiedene Designs im Angebot. Sie gehören zum festen Bestandteil des alltäglichen Lebens und zeremonieller Aktivitäten. Oft wird der Status einer Frau am Besitz ihrer Waxprints bemessen.

Hochwertige Waxprints stellen bleibende Werte dar. Die Muster werden mit Bedacht gewählt. Sie transportieren Botschaften über sozialen Status, Zugehörigkeit und Wohlstand. Ein mit Rechtecken strukturierter Stoff in Ultramarin, Bordeaux und Weiß bedeutet: „Wenn du heiraten willst, frage.“ Mit einem anderen Muster weist eine Frau auf die finanziellen Möglichkeiten ihres Ehemannes hin. Es gibt auch Waxprints, die zur Beleidigung einer Rivalin genutzt werden. Die Stoffe werden in allen Bevölkerungsschichten häufig als Wickelkleider getragen. Andere werden zu Kleidung in westlichem Stil verarbeitet. In frankophonen Ländern werden sie deshalb „pagne“ und in anglophonen Ländern „wrapper“ oder „lapa“ genannt. Bei Feiern von Firmen und Familien oder auch Beerdigungszeremonien wird ein bestimmtes Muster in Auftrag gegeben, damit sich Mitglieder der Gruppe damit einkleiden. Das veranschaulicht die Einheit einer Gruppe. „Reiche Frauen in Nigeria ziehen sich bei einer Abendveranstaltung in ihrem Hause bis zu zehnmal um, um ihren Wohlstand vorzuführen und das Ego des Hausherren zu heben“, so die im Januar 2017 verstorbene nigerianische Schriftstellerin Buchi Emecheta in ihrem Roman „Kehinde“. Sie lieben es, sich teuer zu kleiden.

Wenig bekannt: (Industrielle) Fertigung von Automodellen – und Automobilen

Modellautos aus Blech und Draht sind in Afrika zum beliebten Exportartikel geworden. Seit Jahrzehnten schon bauen Jugendliche in Burundi Modellautos – und das ist weit mehr als ein Spiel. Die Rally du Burundi, ein Autorennen, das seit 1965 in Bujumbura, der Hauptstadt Burundis, gestartet wurde, gab den Anlass: Der Traum von Luxus, Freiheit, Geschwindigkeit, Abenteuer brachte die Jugendlichen dazu, Miniaturfahrzeuge aus Abfallmaterial zu bauen. Gustave Poko Mulunga war einer der Vorreiter, die Modellfahrzeuge getreu nach dem Original – Citroën DS, VW Käfer, Peugeot, Vespa – bauten. Mulunga machte den Modellbau zu seinem Beruf. (Bis Februar 2018 zeigt das Völkerkundemuseum Zürich eine Sammlung von Modellautos des Schweizer Architekten Edmond Remondino.) Die heutige Massenherstellung in vielen Ländern Afrikas hat nicht die Qualität der Modellautos à la Mulunga. (Quelle: Thomas Ribi, „Ein Blick ins Wesen der Dinge“, in: „NZZ“, 18.04.2017.)

Mobius-Geländewagen, Kenia

Allerdings gibt es auch eine industrielle Fertigung von Automobilen. Der Informatiker Joel Jackson (28) kam 2009 nach Kenia. Er entwarf einen Prototyp für ein billiges Fahrzeug. Konzipiert wurde es für die Bedürfnisse afrikanischer Verbraucher. Seit 2011 baut er in seiner Firma Mobius Motors in Mombasa mit einem Team aus lokalen Mechanikern und Schweißern einen simplen, robusten Billig-Geländewagen in einer Kleinserie von 50 Exemplaren. Als Antrieb dient ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 86 PS von Toyota. Der Motor ist auf dem Stand der 90er Jahre. Etwa 35 Prozent aller verwendeten Teile werden in Kenia hergestellt, der Rest (Getriebe, Lenkung, Bremsen) wird zugeliefert. Auf kostspielige Technik wie Klimaanlage, Innenausstattung oder Seitenfenster wird verzichtet. Verbaut werden Stahlrohre mit hoher Festigkeit und geringem Gewicht. Höchstgeschwindigkeit ist 120 Stundenkilometer. Das in Handarbeit produzierte Fahrzeug kostet 9.300 Euro. Das Projekt, 100 Prozent „Made in Africa“, wird von dem amerikanischen Geschäftsmann Ronald Lauder unterstützt.

Kantanka-Geländewagen, Ghana

Pastor Kwadwo Safo Kantanka gehören 137 Kirchen und mehrere Firmen in Ghana. Damit finanziert er seine zahlreichen Erfindungen wie sprechende Roboter und den Prototypen eines Kampfhubschraubers. Seit 2015 werden in Gomoa Mpota westlich der Hauptstadt Accra verschiedene Geländewagen mit Benzin- und Diesel-Motoren gebaut. Das Holz der Innenausstattung kommt aus Ghanas Wäldern. Die Sitze aus Leder kommen aus Kumasi im Zentrum des Landes. Wichtige Teile wie Scheiben, Reifen und Bremsen werden importiert. Das Werk beschäftigt 250 Mitarbeiter. Der Preis für einen Wagen beträgt 16.500 Euro bis 32.000 Euro. Produziert werden bis zu sechs Fahrzeuge pro Tag. Dem Misstrauen afrikanischer Konsumenten gegenüber einheimischer Produktion begegnet die Firma mit dem Versprechen eines 24-Stunden-Kundenservice.

Hybrid-Kleinwagen Kiira EV Smack und Bus Kayoola mit Solarmodul, Uganda

Ugandische Wissenschaftler der Makerere University und Ingenieure der Kiira Motors Corporation (KMC) entwickeln in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, das umweltfreundliche E-Auto „Kiira“ (benannt nach dem Fluss Kiira, einem Abfluss des Nils aus dem Viktoriasee) und einen Bus mit 35 Sitzen. Staatspräsident Yoweri Museveni hat das Projekt mit 350 Millionen aus der Staatskasse unterstützt.

Das Unternehmen ist, anders als die Beispiele aus Nigeria, Kenia und Ghana, Eigentum des ugandischen Staates. Die Serienproduktion ist für 2018 vorgesehen. KMC will 14.000 Arbeitsplätze schaffen.

Bleibt zu hoffen, dass afrikanische Verbraucher des Mittelstandes ihr Misstrauen gegen Produkte „Made in Africa“ aufgeben und sie vermehrt nachfragen. Auf der Basis zuverlässiger Qualitätskontrolle und Kundenorientierung sollten diese Produkte zunehmend ernst genommen werden. Außerdem müssen die Hemmnisse im innerafrikanischen Handel, wie bürokratische Hürden, Importbarrieren auf dem Kontinent, abgebaut werden. Sie halten die afrikanische Wirtschaft am Boden und verteuern die Waren für die Konsumenten. 

Über 50 Prozent der durchschnittlichen Endpreise von Malawis Exportgütern ergibt sich aus den Transportkosten. Nach neueren Analysen der Weltbank kommt es immer wieder zu Mangelversorgung und Nahrungsmittelkrisen in Afrika, weil auch Lebensmittel wie Mais und Reis aufgrund politischer und bürokratischer Hindernisse nur eingeschränkt zwischen den Ländern transportiert werden können. In einer Untersuchung für die Staatschefs der Afrikanischen Union steht: „Innerafrikanische Grenzformalitäten sind bürokratisch, kostspielig und langsam. Die Transportkosten innerhalb Afrikas sind durchschnittlich 63 Mal höher als in den Industrienationen.“ Aufgrund der politischen Konflikte handeln viele afrikanische Länder heute mehr mit Europa oder den USA als mit ihren direkten Nachbarn. Ökonomische und politische Strukturen müssen stärker auf die benachbarten Regionen ausgerichtet werden und weniger auf den Weltmarkt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Achse des Guten.


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