13. April 2017

Staatliche Konditionierung Wie man Elefanten dressiert

Das Individuum fühlt sich als Teil einer Phantomgemeinschaft

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Bildquelle: shutterstock Richtung Sozialismus: Dressierter Elefant

Aus der Reihe „Kowalsky zitiert sich selbst“:

Solange den Individuen nicht bewusst wird, dass ihre sogenannte Volkszugehörigkeit – sowohl in der territorialen wie auch in der kulturellen Verortung – größtenteils Produkt gewaltsamer, administrativer Willkür ist und die von ihnen empfundenen identitätsstiftenden Merkmale nur zu einem geringen Teil selbstbestimmt sind, ist es für jeden einmal etablierten Machthaber möglich, seine Nutzenkalküle manipulativ auf die Beherrschten zu überwälzen. Im Wechselspiel von Dazugehören und Abgrenzen, in dem sich Personalität entwickelt, degeneriert diese zugunsten einer abstrakten und entfremdeten Sozialität.

Das Individuum selbst verortet sich in einer Phantomgemeinschaft, einer administrativen Floskel, in der es beschönigend „Mitbürger“ genannt wird, wobei lediglich seine Funktion als Steuerzahler, Wahlberechtigter oder eben Rekrut gemeint ist.

Liegt die Produktivität eines solchen Mitbürgers über einem administrativ verordneten Mittelmaß, führt dies nicht zu Dank und Anerkennung dieser gespenstischen Sippschaft, sondern zu Neid und Missgunst. Während die Steuer- und Abgabenbelastung überproportional steigen, beschäftigt sich ein übermächtiger – von dem Opfer zu finanzierender – Kontroll- und Regulierungsapparat mit seinem Dasein, seinen Lebensverhältnissen sowie seiner Produktivität.

Die soziale Orientierung ist vom Staat sowohl dem Grunde als dem Grade nach verordnet. Den so den Bürgern abgepressten Sozialleistungen mangelt es an jedweder positiven Eigenschaft. Sie werden weder mitmenschlich empfunden, noch sind sie Tugend. Sie sind weder Bestandteil der Kultur, noch theologisch geboten, geschweige denn verstandesmäßig fassbar. Der zur Sozialleistung erpresste Leistungsträger gleicht einem in Ketten gelegten Elefanten, der mit spitzen Metallhaken und Elektroschocks in die Manege getrieben wird, ohne jemals wenigstens Applaus zu bekommen. Was er leistet, ist selbstverständlich, nie genug, keines Dankes wert.

Die Logik des Demokratismus führt zwangsläufig zu einer Art Sozialismus, der mit einer zunehmenden Entrechtung und dem moralischen Zerfall seiner sogenannten Mitbürger einhergeht. Bettler werden misstrauisch beäugt, bekommen sie doch „schon genug“ Sozialhilfe. Unternehmer werden der Ausbeutung bezichtigt. Reiche werden aus dem Land geekelt und trotzdem noch vom Staat verfolgt. Konzerne werden erpresst. Bürgerbewegungen diffamiert. Selbsthilfegruppen in die Illegalität getrieben. Nur die geheimdienstliche Überwachung ist flächendeckend. Was Erich Mielke (Minister für Staatssicherheit der DDR) nie zu träumen gewagt hätte, ist heute hingenommene Realität. Doch die Mauer und der Stacheldraht an der damaligen Grenze zwischen der BRD und der DDR waren Ausdruck dieses Misstrauens, das durch die fortgesetzt erpresste soziale Orientierung entstehen musste.

Unter dem Vorwand des Umwelt-, Tier-, Natur-, Verbraucher-, Arbeits- und Gesundheits- und Minderheitenschutzes sowie dem Postulat von sogenannten Menschenrechten verwirklicht eine kryptofaschistische Meinungselite heute ihre Gewaltphantasien. Wenn die eigenen Kinder nach Hause kommen, einen Joghurt essen und den Becher – bevor sie ihn in den Müll schmeißen – auswaschen, bekommen die Eltern bereits einen Vorgeschmack von dem, was Indoktrination bedeutet.

Wie in allen indoktrinierenden Systemen sinken Leistung und Kreativität. Diesem Phänomen wurde mit einer flächendeckenden Senkung der schulischen Leistungsanforderungen begegnet. Da Universitäten in der Vergangenheit stets Keimzellen diverser politischer Proteste waren, wurden sie systematisch verschult. Lehre und Forschung wurden zugunsten von Auswendiglernen und Repetieren zurückgestellt.

Nach einer über 20-jährigen Dressur und begleitender medialer Indoktrination sind sich nahezu alle darin einig, dass es legitim ist, seinen Mitmenschen in die persönliche Lebensgestaltung hineinzureden. Was er essen und trinken darf, bestimmt nicht er, sondern die politisch korrekte Vorgabe. Rauchen ist selbstverständlich verboten, Fleisch essen ebenso. Abweichende Meinungen gelten als dümmlich. Wer Zweifel an den Klimaerwärmungsvorgaben der Umweltschützer äußert, gilt als Verschwörungstheoretiker und potentieller Weltzerstörer. Wer militärische Einsätze im Ausland kritisiert, unterstützt ein neues Auschwitz.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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