17. Januar 2017

Der amerikanische Präsident und die CIA Britischer Politiker behauptet, Trump sei Ziel eines Attentatsversuchs

Die höchsten Ränge wollen Profite durch Krieg

Artikelbild
Bildquelle: Martin Hoscik / Shutterstock, Inc. Enfant terrible der britischen Politik: George Galloway

„Ein britischer Politiker warnt Trump vor einem ‚durch die CIA geplanten Attentat‘ – der britische Politiker George Galloway hat Donald Trump davor gewarnt, der amerikanische Tiefenstaat arbeite an einem ‚weichen Coup d’État‘ und die CIA plane einen Anschlag auf ihn. ‚Es besteht ernste Gefahr für sein Leben.‘“ „Your News Wire“

George Galloway ist ein wenig bekannter, aber wilder linker Politiker Englands, der Dinge ausspricht, die andere Politiker meiden. Deshalb ist es keine Überraschung, dass er hinter der Attentatsgeschichte steckt.

Galloway war, neben zahlreichen anderen umstrittenen Vorfällen, involviert in die irakische Öl-gegen-Nahrungsmittel-Kontroverse und wurde vor Jahren aus der Labour-Partei geworfen, weil er sich gegen den Irakkrieg aussprach.

Seine Aussagen bezüglich eines möglichen Anschlags auf Trump sind ähnlich „aufrührerisch“, werden aber, zusammen mit einigen anderen Behauptungen, von einigen britischen Politikern und Mainstream-Wählern nichtsdestoweniger unterstützt.

„‚An seiner Stelle würde ich mich lieber keinen Grashügeln nähern. Auch in keiner Wagenkolonne in Dallas sitzen. Ich würde in keinem Auto mit offenem Verdeck reisen. Wäre ich Donald Trump, würde ich mir um meine persönliche Sicherheit Sorgen machen. Ich glaube, ich würde zum Schutz der Bodyguards Wachleute einstellen.‘

Galloway, der 31 Jahre lang als gewähltes Mitglied des britischen Parlaments gedient hat, wies außerdem Behauptungen über russische Einmischungen in die US-Politik zurück – und wies mit dem Finger stattdessen auf englische Geheimdienste.

‚Es stellte sich heraus, dass England sich in den US-Wahlkampf eingemischt hat – nicht Russland. Zumindest habe ich keine Beweise dafür gesehen, dass es Russen waren, aber es gibt mehr als genug davon, die hinsichtlich der Rolle Englands in dieser Sache auftauchen.‘“

Galloways Anmerkungen bezüglich einer möglichen englischen Rolle bei allen möglichen Attentaten ist Teil einer umfassenderen Position, die er in der Vergangenheit gegenüber England einnahm. Er macht kein Geheimnis aus seiner Auffassung, England habe eine lange Geschichte, wenn es darum geht, andere Regierungen anzuschmieren.

„1925 half der sogenannte ‚Sinowjew-Brief‘ dabei, die erste Labour-Regierung überhaupt zu Fall zu bringen. Es soll sich um einen Brief des Chefs der Komintern, Grigori Sinowjew, an seine Leutnants in der englischen Politik gehandelt haben.“ – „Er wurde, sie erraten es sicher schon, von englischen Nachrichtendiensten produziert. Dies beendete Ramsey MacDonalds Tage als Premierminister – und was jetzt geschieht, zielt auf einen anderen Donald. Donald Trump.“

Galloway sagte außerdem, die enorme Größe der Koalition, die sich in Washington gegen Trump formt, sei unüblich. Zusätzlich zu den üblichen verdeckten militärisch-industriellen Mitgliedern schlösse sie auch die demokratische Opposition ein.

Galloway sagt, die neuerlich vergrößerte Koalition vermische Demokraten mit Republikanern, die vormals keinen Kontakt mit Individuen wie zum Beispiel John McCain gehabt hätten. Sie hätten sich auch an die CIA gewandt, obwohl sie wissen, dass deren Kommuniqués oftmals Propaganda und für Krieg sind.

Über die Pro-Kriegs-Elemente regt Galloway sich am meisten auf. Er behauptet, die gesamte Koalition sei für Krieg, weil die involvierten Gruppen auf diese Weise Geld verdienen.

Galloway sagte, Trump möchte Geld auf anderen Wegen machen, die keinen Krieg mit einschließen, aber die höchsten Ränge Amerikas hätten nunmal festgestellt, dass Krieg die einfachste Art ist, massive Profite einzufahren. Deshalb, so sagt er, sei Trump ins Visier gerückt.

Trump selbst ist sich des bösen Blutes zwischen ihm und der CIA bewusst, glaubt aber möglicherweise nicht, dass es so tief fließt, wie Galloway meint. Allerdings legt er nun nahe, die CIA sei direkt involviert in die Veröffentlichung verschiedener Tweets.

Fazit: Möglicherweise hofft er darauf, seine Auswahl für den Chefposten der CIA, der voraussichtlich nächste Woche besetzt wird, mache einen Unterschied und brächte die CIA unter Kontrolle. Aber viele Elemente des Dienstes unterstehen nicht der Aufsicht des neuen Leiters. Trump könnte sich verrechnen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Daily Bell“ und wurde von Axel B.C. Krauss exklusiv für eigentümlich frei ins Deutsche übersetzt.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: USA

Mehr von Redaktion Daily Bell

Autor

Redaktion Daily Bell

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige