03. Januar 2017

Berichterstattung über Innere Sicherheit Wirklich eine ruhige Silvesternacht?

Die Deutschen fühlen sich nicht mehr sicher

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Bildquelle: shutterstock Keine öffentliche Silvesterfeier mehr ohne: Massive Polizeipräsenz

Wir lasen: Ruhig sei das Silvesterfest in Köln diesmal verlaufen. Wie bitte? Ruhig? Wirklich ruhig? Was für eine Beschönigung. Von „ruhig“ hätte die Rede sein können, wenn in Köln nicht 1.500 Polizisten hätten aufgeboten werden müssen und wenn nicht Hunderte junger Afrikaner, die für die Silvesternacht nach Köln reisten, von der Polizei hätten eingekesselt werden müssen. Was für ein absonderlicher Begriff von Ruhe, wenn die nur mit einem Massenpolizeieinsatz überhaupt erst einigermaßen hergestellt werden kann. Soll das die Normalität werden, um ein „ruhiges“ Silvesterfest feiern zu können? Wird aus dem Gedächtnis verbannt, dass es in Deutschland in den Jahren vor Merkels selbstherrlicher, unbegrenzter, gesetzeswidriger Wir-schaffen-das-Einladung von Hunderttausenden von Ausländern jeglicher Couleur nach Deutschland wirklich ruhige Silvesternächte einstmals gegeben hat?

Die Deutschen fühlen sich nicht mehr sicher

Wir lasen: „Bevor die Gruppe Nordafrikaner am Bahnhof ankommt, ist die Stimmung fast feierlich – und zwangsberuhigt. Die gesamte Domplatte ist mit hüfthohen Gittern abgesperrt, Besucher müssen durch eine der Kontrollen. Freundliche, aber bestimmte Männer und Frauen tasten jeden ab und schauen in die Taschen. Feuerwerkskörper sind dieses Jahr auf der Domplatte verboten.“ („FAZ“ vom 2. Januar, Seite 3.) Soll das jetzt immer so gehen? Sollen die Deutschen auch diesen Preis zahlen, damit sich die Kanzlerin feiern lassen kann: von den Invasoren aus den nicht kompatiblen Kulturen, von der grün-linken Multi-Kulti-Bewegung und von den anderen, den erklärten Deutschland-Vernichtern? Die Deutschen fühlen sich nicht mehr sicher, von ihrem Staat nicht mehr genügend geschützt. Immer mehr von ihnen bewaffnen sich mit Pfeffersprühdosen und Gaspistolen, beantragen den „kleinen“ Waffenschein. „Wenn die Menschen den Eindruck haben, dass ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, dann stimmt etwas nicht“, hat Angela Merkel einmal gesagt. Recht hat sie, es ist aber schon ein bisschen her.

Kann man eine Silvesterfeier unter großem Polizeischutz „unbeschwert“ nennen?

Wir lasen als Bilanz von der jüngsten Kölner Silvesternacht und zur Beruhigung verabreicht: „Zwei Sexualdelikte, bei denen Frauen begrapscht wurden, seien bei der Polizei angezeigt worden. In einem Fall konnte der Täter festgenommen werden, im zweiten Fall konnten die drei Täter fliehen. Aus den Stadtteilen wurden zwei Schießereien gemeldet, eine Person wurde an der Wade verletzt. Etwa 650 Migranten wurden den Samstagabend über kontrolliert. Sechs Menschen seien festgenommen worden, 28 kamen in Gewahrsam, und 30 erhielten einen Platzverweis. Das ist keine ungewöhnliche Bilanz für eine ansonsten unbeschwerte Silvesterfeier in einer Millionenstadt.“ („FAZ“ vom 2. Januar, Seite 3.) Nun ja, aber mit was für einem gewaltigen Aufwand. Und dafür nur zwei Sexualdelikte, nur zwei Schießereien, nur sechs Menschen festgenommen, nur 28 in Gewahrsam genommen, nur 30 des Platzes verwiesen, aber 650 Migranten kontrolliert. Ein toller Erfolg. Und eine „ansonsten unbeschwerte Silvesterfeier“. Kann man eine Feier unter gewaltigem Polizeischutz wirklich „unbeschwert“ nennen?

Die etwas andere Schilderung

Schildern kann man den Silvesterabend in Köln auch anders, wie es zum Beispiel die Bürgerbewegung pro Deutschland getan hat. Ich gebe deren Bericht vom 1. Januar hier in voller Länge wieder (die Zwischenüberschriften sind von mir eingefügt):

„Auch dieses Jahr rotteten sich in der Silvesternacht wieder Tausende junge Männer aus Nordafrika zusammen, um deutsche Großstädte unsicher zu machen. Die Massenmedien versuchen, das Problem herunterzuspielen. Aber die Zahlen in den Polizeiberichten vor allem aus Nordrhein-Westfalen und aus Hessen lassen die ungeheure Dimension eines Problems erkennen, das der Politikbetrieb ganz offensichtlich immer noch nicht im Griff hat. Demnach kesselte die Polizei im linksrheinischen Köln am Dom etwa 1.000 junge nordafrikanische Männer ein, um ihnen die Begehung von Straftaten unmöglich zu machen. Im rechtsrheinischen Deutz waren es weitere 300. Die Kölner Polizei verhängte 900 Platzverweise und meldet zwei Sexualdelikte. Im westfälischen Hagen machten mehrere Hundert Nordafrikaner einen ähnlichen Polizeieinsatz nötig, und in Frankfurt am Main waren es sogar 1.200 einschlägige Personen, die die Polizei in Atem hielten.“

Eine skandalöse Situation von Medien als Normalzustand dargestellt

„In Merkels Deutschland scheint nun also jedes Jahr zu Silvester der flächendeckende Einsatz zigtausender Polizisten erforderlich zu sein, um sexuell unausgelastete junge Männer mit Zuwanderungshintergrund in Schach zu halten. Und die Massenmedien verkaufen der Öffentlichkeit eine solche skandalöse Situation als Normalzustand und berichten von der Festnahme von Rechtsextremisten am Kölner Dom – ganz offenbar, um von den wirklichen Problemen im Lande abzulenken. Die Bürgerbewegung pro Deutschland fordert ein Ende der multi-kulturellen Politik der Bundesregierung und ein Ende des Asylirrsinns. Die Grenzen müssen geschlossen werden für Zuwanderer, die sich nicht ausweisen können. Asyl darf es nur für Menschen geben, deren Identität und deren politisches Engagement eindeutig geklärt sind.“

Sozialleistungen und Kindergeld auf deutsche Staatsbürger beschränken

„Kein Deutscher hat einen Anspruch auf Sozialleistungen und auf Kindergeld im Ausland. Es stellt selbstverständlich keinen Verstoß gegen die Menschenrechte dar, die wir ausdrücklich achten, wenn wir fordern, die Verhältnisse in Deutschland internationalen Standards anzupassen und Sozialleistungen sowie Kindergeld nur an deutsche Staatsbürger zu zahlen. Die Folge eines solchen Einschnitts in der deutschen Zuwanderungspolitik wäre die Selbstauflösung der meisten Zuwanderer-Ghettos in den deutschen Großstädten innerhalb weniger Monate. Denn diese Ghettos speisen sich ökonomisch weitgehend aus sozialen Transferleistungen des deutschen Staates. Sie haben sich längst zu Rückzugsräumen für ausländische Kriminelle entwickelt. Ihr Fortbestand schadet Deutschland und ist durch nichts zu rechtfertigen.“

In Dortmund ging es ganz anders zu als diesmal in Köln

Soweit die Bürgerbewegung pro Deutschland, in der natürlich nur grässliche Populisten, Nationalisten und Rechtsextreme ihr Unwesen treiben. Doch während die Medien mehr auf das Geschehen in Köln ausgerichtet waren, ging es Silvester in Dortmund ganz anders zu. Hier der Auszug aus einem Bericht:

„Mit dem Zünden von Feuerwerk entlädt sich um 0:00 Uhr die eigenartige Stimmung, die bis dahin über der Innenstadt lag: Etwa 1.000 Personen hatten sich zu diesem Zeitpunkt am ‚Platz von Leeds‘ zwischen Brückstraße und Reinoldikirche versammelt, fast ausnahmslos junge Männer mit Migrationshintergrund aus dem arabischen beziehungsweise nordafrikanischen Raum, wie eine Fotostrecke der ‚Ruhr-Nachrichten‘ belegt. Raketen fliegen, die Menge ist aggressiv, immer wieder muss die Polizei gegen Randalierer vorgehen. Einzelne Täter werden herausgegriffen und abgeführt, es gibt Festnahmen. Bilder zeigen, wie behelmte Polizeihundertschaften einer hektischen Situation gegenüberstehen, zahlenmäßig deutlich unterlegen. Mittendrin: Zahlreiche Syrer, die die Fahne der Terrororganisation ‚Freie Syrische Armee (FSA)‘ zeigen.“

Das Buch „Polizei am Limit“ und ein deutscher Werbefilm für Flüchtlinge

Der Ex-Polizist und Kampfsportler Nick Hein hat anhand der Gewalttaten in der Kölner Silvesternacht das Buch „Polizei am Limit“ geschrieben. Hein schreibt unter anderem: „Einer der größten Frustrationspunkte ist, dass man als Polizist immer wieder die gleichen Straftäter antrifft und dass unser Rechtssystem einfach nicht sicherstellt, dass diese Personen endlich mal hinter Gittern landen.“ 2014 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Film drehen lassen, der das Asylverfahren in Deutschland bewirbt. Der Film wurde auch in alle Sprachen potentieller Kunden übersetzt, darunter Albanisch, Arabisch, Russisch, Dari, Farsi, Paschtu und Serbisch.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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