18. Oktober 2016

Nachrichten Gefühlte Unsicherheit in Merkel-Deutschland

Deswegen muss sie weg

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Bildquelle: shutterstock Unsicherheit: Nur gefühlt?

„Wir haben noch nicht die Probleme wie in Bautzen, wir haben keine Angriffe auf Polizeiwachen wie in Magdeburg, wir haben keine großen Drogendealerringe, wie in Baden-Württemberg gestern ausgehoben wurden, wir haben sicherlich ein Problem auch mit dem Sicherheitsempfinden der Leute.“ Das sagte am Donnerstagabend im NDR Andreas Ruhl, SPD, anlässlich einer Sondersitzung des Schweriner Ausschusses für Gefahrenabwehr und Ordnung am Dienstag.

Wenn alles nur problematisch gefühlt ist, warum dann dieser Ausschuss? Empfindet die Schweriner Kommunalpolitik das Sicherheitsempfinden ihrer Bürger als Gefahr, oder gibt es ein tatsächliches Problem? Seit dem Sommer kommt es auf dem Marienplatz immer wieder zu Auseinandersetzungen mit unbegleiteten jugendlichen Migranten. Ähnlich wie in Bautzen gab es auch hier am Ende Zusammenstöße mit einheimischen Jugendlichen. Seit Monaten sichert die Polizei deshalb die Schweriner Innenstadt. Bei 100 Durchsuchungen in zehn Tagen in den Unterkünften der unbegleiteten Jugendlichen fand die Polizei elfmal Drogen und 16 Messer. Aber, so versichert der Mann vom NDR aus dem Off: „Die Unsicherheit der Leute, sie ist eher gefühlt. Die meisten Flüchtlinge sind ganz unauffällig.“ Problematisch seien, laut dem Leiter der Schweriner Polizeiinspektion, Ingo Renk, nur 24 Jugendliche.

Weil die Politiker die falschen Unsicherheitsgefühle ihrer Wähler aber ernst nehmen, soll der Marienplatz irgendwann videoüberwacht werden. Na, dann ist ja alles in Ordnung, der Zuschauer kann sich mit dem guten Gefühl, behütet und beschützt zu werden, vor allem vor schlechten Nachrichten, zurücklehnen. Schwerin liegt im Osten, wie Bautzen, Chemnitz, Leipzig, Dresden, wo, so wird uns in den Medien immer wieder versichert, es doch kaum Migranten gibt! Wenn es dennoch zu problematischen Sicherheitsempfindungen kommt, kann das nur an der rechten Denke der Ossis liegen. Ein Zuschauer, der sich mit diesen Überlegungen wieder auf die politisch korrekte Linie gebracht hat, durfte am 13. Oktober allerdings nicht den Fehler machen, sich durch die Kanäle zu zappen oder gar ins Internet zu schauen.

Im rbb wurde kurz darauf berichtet, dass Berlin nun energisch gegen Taschendiebe vorgehen will. Sie sollen gar dazu gebracht werden, die Stadt künftig zu meiden. Wo bleibt denn da die Willkommenskultur? Ist es nicht wieder ein eher problematisches Gefühl, dass die Berliner und ihre Besucher den Eindruck haben, an bestimmten Stellen der Stadt, wie dem Alexanderplatz, dem Hauptbahnhof oder dem Bahnhof Friedrichstraße, ihrer Geldbörsen, Kameras oder Taschen leicht verlustig gehen zu können? Auch bestimmte U-Bahnlinien sind berüchtigt dafür, dass man entweder bedrängt wird, dem armen Dealer seinen Stoff abzunehmen, oder messerschwingenden Jugendlichen begegnet. Parks, wo das auch der Fall ist, kann man weiträumig meiden. Auf Verkehrsmittel sind aber viele Menschen alternativlos angewiesen. Da hilft nur das richtige Bewusstsein, in einem Land zu leben, um das uns die meisten Bewohner dieser Erde beneiden.

Im MDR zeigten die Macher, wie es richtig geht. Dort warnte gestern Abend ein junger Mann davor, Dresden am Montag zu besuchen. Jeder Gutgesinnte weiß sofort, was gemeint ist: Am Montag marschiert die berüchtigte Pegida. Man läuft da zwar nicht in Gefahr, seine Tasche zu verlieren, und Gewalt droht nur von der Antifa, die aber gerechte Schläge austeilt. Dafür kann man sich leicht mit gefährlichen Gedanken kontaminieren, die falsche Gefühle, die wir nicht brauchen, wecken oder verstärken könnten.

Sollte der Zuschauer nach dieser unterschwelligen Botschaft irritiert den Fernseher aus- und das Internet eingeschaltet haben, drohte neues Ungemach. Linke Vermummte, war da zu lesen, haben in Nienburg (Niedersachsen) einen Diskussionsabend mit einem AfD-Politiker gestürmt! An die zehn Personen haben am Mittwochabend im Veranstaltungsraum der örtlichen Volkshochschule lautstark linksorientierte Parolen skandiert, ließ die Polizei verlauten. Zwischen den Diskussionsteilnehmern und den Linksradikalen kam es danach zu „Rangeleien“. Es gehört inzwischen zum Alltag in Merkel-Deutschland, dass die Antifa und ihre willigen Helfer die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit außer Kraft setzen, indem sie Veranstaltungen, die ihnen nicht passen, lautstark, manchmal auch mit schlagkräftigen Argumenten, stören oder gar verhindern. In Nienburg wurde niemand verletzt, nur die Augen und Schleimhäute der Versammlungsteilnehmer waren gereizt, dank des von der Antifa großzügig verteilten Pfeffersprays.

Eine andere „tätliche Auseinandersetzung zweier junger Männer“, wie es am letzten Montag noch im Polizeireport von Schlüchtern hieß, wurde am Donnerstag dann endgültig als eine Tat wie aus dem Horrorfilm bekannt. Wie der eritreische Schutzsuchende einen jungen Somalier zurichtete, muss hier nicht wiederholt werden, denn es wurde inzwischen zur Genüge berichtet. Wie es dagegen in den Massenunterkünften der Einwanderer zugeht, bleibt der breiten Öffentlichkeit bislang verborgen. Es wird kein allzu großer journalistischer Aufwand betrieben, um Licht in dieses dunkle Kapitel in Deutschland zu bringen. Es könnte zu weiteren gefühlten Unsicherheiten führen.

Das waren die Nachrichten einer halben Stunde am 13. Oktober 2016 zwischen 21:30 Uhr und 22:00 Uhr in Merkel-Deutschland.

Deshalb bin ich der Meinung, dass Merkel weg muss.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.


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