10. Oktober 2016

Anschlag auf Moschee Antifa jagt Attentäter

Sie kann nicht mehr aus dem Dunkel heraus agieren

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Bildquelle: shutterstock Auf der Bühne rosarote Lieblichkeit: Dahinter entlarven sich die Antifanten selbst

Wer geglaubt hat, das absurde Theater, das uns von Politik und Medien um den 3. Oktober herum geboten wurde, sei kaum noch zu toppen, der wird jetzt eines Besseren belehrt. Nachdem die Polizei bei der Suche nach den „Sprengstoffattentätern“ der Fatih-Moschee in Dresden erfolglos zu bleiben scheint, nimmt jetzt die Antifa die Sache in die Hand. Sie hat auf ihrer Hetzplattform „linksunten.indymedia“ eine Belohnung ausgesetzt für, auch anonyme, Hinweise, die zu dem oder den Tätern führen könnten. Wörtlich: „Hinweise können eingereicht werden per E-Mail (leipzig at inventati.org) oder über ein Kontaktformular. Eine Verschlüsselung mittels PGP wird empfohlen. Soweit HinweisgeberInnen anonym bleiben möchten, sollte im Hinblick auf eine mögliche spätere Beanspruchung der Belohnung gemeinsam mit dem Hinweis ein frei gewähltes Stichwort übermittelt werden. Hinweise nimmt auch jede örtliche Antifagruppe entgegen.“

Ob sie auf der Suche nach den Attentätern auch die eigenen Reihen beleuchten? Zum Beispiel die Apoistische Jugendinitiative, die sich jüngst zu Brandanschlägen auf Autos „türkischer Faschisten“ in München, Kassel und Köln bekannte? Für unseren Fall ist folgendes Bekenntnis interessant: „Solange die BRD diese Politik des Krieges unterstützt, werden wir als Apoistische Jugend unseren Widerstand auch auf den Straßen Deutschlands fortsetzen. Alle FaschistInnen, alle Institutionen des türkischen Staates (UETD, DITIB, ADD, AYTK) sowie ihre deutschen/europäischen UnterstützerInnen stellen für uns Angriffsziele dar. Niemand soll uns dazu aufrufen, diese Aktionen zu beenden. Wir rufen hiermit alle revolutionären Jugendlichen, allen voran die revolutionäre kurdische Jugend, zu Aktionen auf.“ Die DİTİB-Fatih-Moschee in Dresden ist hier als Anschlagsziel eingeschlossen.

Hat man Kanzlerin Merkel, als sie zu einem Besuch in die Moschee eilte, nicht auf diesen Fallstrick hingewiesen? Was, wenn sich herausstellt, dass der oder die Täter apoistische Antifanten waren? Dann wird es ihr ergehen wie einst Kanzler Schröder, der die Mutter des angeblich von rechtsradikalen Sachsen in Sebnitz in aller Öffentlichkeit ertränkten Jungen noch zu einer persönlichen Audienz empfing, bevor bekannt wurde, dass der Junge an seinem Herzfehler gestorben war.

Wird die Antifa ihre Suche auch auf das dubiose Foto ausdehnen, das von den Medien verschwiegen wurde? Es war einige Tage auf der Facebook-Seite der Fatih-Moschee zu sehen, bevor die Seite vom Netz ging. Nun muss man tief in den Cache tauchen, um es noch zu finden. Das Foto zeigt den Moment der Explosion des „Sprengsatzes“, der nach Meinung der Spezialisten von Wikipedia eher ein Molotow-Cocktail war, wie er von Linksextremen gern eingesetzt wird. Hat die Polizei jemals nachgeforscht, wer dieses Foto zur Verfügung gestellt hat? Und was hat es mit der Tür auf sich, die von der Wucht der Explosion eingedrückt worden sein soll, deren Glasscheiben aber unversehrt blieben? Es gibt viele Fragen, denen die Antifa nachgehen kann.

Ob die Antifanten sich dafür Zeit nehmen, ist allerdings ungewiss. Sie sind sehr beschäftigt mit Farbattacken auf Büros und Wohnhäuser von AfD-Abgeordneten, mit dem „Durchprügeln“ von AfD-Veranstaltungen. Damit der „Kampf gegen rechts“ nicht erlahmt, veröffentlicht „linksunten.indymedia“ Adressen von AfD-Mitgliedern, auf die man noch Anschläge verüben kann. Das alles im Namen der Toleranz, Vielfalt und des Antifaschismus. Die Antifa kann sich der klammheimlichen Freude und der Zustimmung von Politik und Medien sicher sein, wie des ungebremsten Geldflusses aus der Staatskasse.

Außer mit Anschlägen ist die Antifa zur Zeit sehr mit sich selbst beschäftigt. Seit das dubiose linksradikale Bekennerschreiben zum Anschlag auf die Fatih-Moschee auf „Indymedia“ aufgetaucht ist, geht es dort zu, als wäre der Fuchs im Hühnerstall eingebrochen. Obwohl das Corpus delicti schnell von der Seite entfernt und zur Fälschung erklärt wurde, scheint es für tiefgehende Verwirrung bei den Antifanten gesorgt zu haben. Es erschien ein langer, verwirrter Text, aus dem nicht hervorging, ob das Bekennerschreiben nicht doch von der Antifa stammt und als Satire gemeint war.

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Satz, der erhellt, wie sehr die Antifa unter einer Einbuße der Diskurshoheit zu leiden scheint: „Gegen 10 Uhr hatten die Ratten (sic!) der medialen Reproduktionsmaschine die Meldung (über das Bekennerschreiben) aufgegriffen, bei Gmx, web.de, yahoo, und vielen mehr wurde die ‚Sensation‘ unter den Top 3 Meldungen geführt…“ Das allein sei „besorgniserregend“, weil es zeige, „wie sehr sich der gesellschaftliche Rollback bereits im politischen Diskurs manifestiert hat und wie wenig progressive Gruppen, Gruppierungen und Einzelpersonen zur Zeit in der Lage sind, auf den Diskurs Einfluss zu nehmen und ihn selbst mit zu gestalten.“ Nicht nur der sinkende Einfluss auf den Diskurs wird beklagt, sondern auch, dass „linksunten.indymedia“ nun in aller Munde ist: „In unserem Fall kam aber noch etwas anderes erschwerend hinzu, was eine neue Qualität dargestellt hat: Bei jeder (!) Meldung, egal wo und in welchem hinterletzten Drecksmedium (sic!) sie verbreitet wurde, bei jeder einzelnen Meldung wurde linksunten voll ausgeschrieben als Quelle direkt benannt! Uns ist kein einziger Fall bekannt, in welchem eine Meldung mit auch nur ansatzweise vergleichbarer Reichweite und politischer Relevanz linksunten auch nur erwähnt hat! Bürgerliche Medien berichten zwar ganz gerne, was hier so veröffentlicht wird, aber in mindestens 99 Prozent der Fälle bleibt die Quelle ungenannt und es wird nur schwammig auf eine ‚linke Plattform‘ verwiesen.“

Bei den Antifanten ist also großes Wundenlecken angesagt. Jetzt können sie nicht mehr aus dem Dunkel heraus agieren, sondern eine breite Öffentlichkeit kann sich informieren, wes Geistes Kind sie sind! Es sollten möglichst viele Menschen davon Gebrauch machen. Es gibt keine bessere Entlarvung der Antifa als ihre eigenen Texte!

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.


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