17. September 2016

Gewalt gegen AfD-Politiker eskaliert Der verschwiegene Terror

Täglich Brandanschläge, Ziegelsteine, Schläge ins Gesicht – und die Hetz-Medien schämen sich immer noch nicht

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Bildquelle: shutterstock „Antifaschistische Aktion“: Nicht so wichtig wie Bautzener, die sich wehren

Heute Nacht haben sogenannte Unbekannte einen Brandanschlag auf das Auto von Frauke Petry verübt. (Es handelt sich übrigens um eine Familienkutsche für sechs Personen, mit  Kindersitzen darin, nur um der Symbolik hier Raum zu geben.)  / Schnitt. / Die sogenannte Satire-Redaktion der NDR-Sendung „extra 3“, lese ich heute, „hat erneut ein kritisches Musikvideo veröffentlicht“. Es heißt kritisch „Hetzilein“, und Frauke Petry wird darin kritisch als „Brandstifter-Biederfrau“ tituliert. Der SPD-Generalsekretär Ralf Stegner, ein kritischer geistiger Brandstifter sui generis, erklärte im Januar, „anständige Deutsche“ – er meint wahrscheinlich „mit wenigen Ausnahmen anständig gebliebene Deutsche“ – dürften niemals die „rechtsextreme AfD-Bande“ wählen, denn diese sei „verantwortlich für rechte Gewalt“. Im Mai forderte er kritisch, man müsse „Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren“.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 2016 warfen Unbekannte einen Ziegelstein in das Wohnhaus des Landessprechers der AfD-Mecklenburg-Vorpommern Matthias Manthei. Die im Haus schlafende Familie, darunter zwei kleine Kinder, blieb unverletzt, weil sie sich in einem gewissermaßen falschen Raum aufhielt. In einem am Tatort hinterlegten Schreiben bekannte sich eine Gruppe namens „Antifaschistische Aktion“ zu dem kritisch gemeinten Anschlag. Der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionschef Uwe Junge, 59, muss nach einem Angriff am Gesicht operiert werden. Junge war am 30. August in Mainz von vier bisher unbekannten jungen kritischen Männern geschlagen worden. Insgesamt wurden vier AfD-Landesvorsitzende im vergangenen Monat kritisch tätlich angegriffen.

Die gewalttätige Kritik an AfD-Politikern nimmt schwunghaft zu. Die Saat der brandstiftenden Biedermänner geht auf.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Acta diurna.


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