02. August 2016

RezensionAndreas Wolfsteiner / Günter Wittmann: Nur Egoismus kann das Klima retten

Warum ökologisches und ökonomisches Handeln kein Widerspruch sein muss

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Der Klimawandel ist für Leute, die gegen den Strich denken, ein Problem. Zweifel am Ausmaß sind sehr berechtigt, jedoch kommt der Laie gegen die Argumente des „wissenschaftlichen Konsenses“ schwer an. Dabei müsste die Idee der Freiheit nicht an diesem Problem scheitern. Sie wäre sogar die einzige Lösung. Die Autoren gehen von einer drohenden Katastrophe aus, machen jedoch deutlich, dass planwirtschaftliche Maßnahmen und Regulierungen nichts weiter sind als „Wohlfühlklimaschutz“. Der nämlich kann niemals Erfolg haben und bringt Missbrauchspotential mit sich. Die Welt stecke in einem „sozialen Dilemma“. Isoliertes Handeln ließe den Verbrauch von fossilen Brennstoffen nur ins Ausland abwandern. Es bräuchte die richtige Rahmenordnung, um eine Wende herbeizuführen. Was fehlt, ist ein Preis für CO2 – nur wenn jede Handlung mit ihren vollen Kosten verbunden ist, kann der Einzelne individuell planen. Wissen über Richtig oder Falsch kann nur durch Preise entstehen. Rechnen sich Solaranlagen? Wie viele sollten gebaut werden? Auf welche Art? Wo? Welche Alternativen sind besser? Niemand kann es wissen. Gäbe es einen Preis für Emissionen, könnte für jede Produktionsmöglichkeit ein Preis errechnet werden, der auch die ökologischen Kosten mit einbezieht. Man müsste sich dann nur für die günstigste Variante entscheiden. Eine Lösung wäre damit eine Emissionsobergrenze und ein weltweiter Handel mit Treibhauszertifikaten, die zur Emission berechtigen. Wer mit hohem Ausstoß produziert, dessen Waren werden teuer, weil er viele Zertifikate kaufen muss. Die Menschen wären versucht, möglichst kostengünstig und damit CO2-arm zu produzieren. Es entstünden Anreize zur Entwicklung emissionssparender Technologie, weil sich dadurch Geld verdienen ließe. Nur so sei ein höchstmöglicher Lebensstandard zu halten. Ein weiterer Vorteil wäre, dass ein solcher Markt den Regierungen die Rechtfertigung für freiheitsraubende Willkür nimmt.


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