30. Juni 2016

RezensionBernhard Lassahn: Frau ohne Welt

Der Krieg gegen den Mann

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Wildgewordene Akademikerinnen führen einen Krieg gegen den Mann. „Der Sprachfeminismus ist inzwischen so allgegenwärtig, als hätte man ein Medikament ins Grundwasser gegeben“, schreibt Bernhard Lassahn. In Deutschland sind weibliche Pluralbildungen von negativ besetzten Begriffen tabu. So gibt es zwar die Professorinnen, die zugleich auch männlich sein können (zumindest laut dem Leipziger Allerlei), aber es gibt zum Beispiel keinen Warnhinweis auf Zigarettenschachteln, der da hieße: „Raucherinnen und Raucher sterben früher“. Alexander Kissler hat darauf aufmerksam gemacht, dass man Taschendiebinnen, Vergewaltigerinnen, Einbrecherinnen und Serienmörderinnen ebenso wenig finden wird wie Nationalsozialistinnen, Stalinistinnen und Faschistinnen. Haben Sie’s gemerkt? Das Böse ist für den Mann reserviert. Die radikalen Emanzen ziehen in die Schlacht gegen Männer und Kinder. Statt Vater und Mutter soll es nur noch „Elter 1“ und „Elter 2“ geben. Akademikerinnen mit viel Tagesfreizeit und Kohle vom Staat schreiben Manifeste zur Vernichtung der Männer und halten diese für „unvollständige Frauen“. Während immer mehr Rentner in Armut leben und wir genügend Probleme haben (Integration, Sozialstaat, Verschuldung), leisten wir uns cirka 250 Lehrstühle im Bereich „Gender Studies“. Lassahns Buch ist eine wichtige Streitschrift gegen den Gutmenschen-Jetset und gegen die lebensfeindliche Utopie der Geschlechterrassisten, die sich gegen Männer und Kinder richtet und daher letztlich den Todestrieb in sich trägt. Die Politik gibt Flankenschutz, werden wir doch von der SEP, also der „Sexistischen Einheitspartei“ regiert. Eine Lösung könnte sein, der Orchideen-Wissenschaft der Gender-Forschung den Geldhahn abzudrehen. Aber das ist wohl nur ein schöner Wunschtraum. „Männer und Frauen sind verschieden. Sie sind komplementär. Auch wenn es Feministinnen gibt, die das abstreiten. Frauen und Männer brauchen einander, wie Yin und Yang“, schreibt Lassahn.


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