25. Juni 2016

Aktion des Gorki-Theaters „Flüchtlinge dürfen sich nicht fressen lassen!“

Kunst oder Politik?

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Bildquelle: shutterstock Für politische Zwecke missbraucht: Tiger

Diese Überschrift der „Hamburger Morgenpost“ zeigt, dass unsere Meinungsmacher endgültig nicht mehr ernst zu nehmen sind. Die „Morgenpost“ stellt tatsächlich die Frage, wie sehr Kunst provozieren darf. Was sich wirklich abspielen soll, ein Selbstmordattentat zur Erpressung des Rechtsstaates, wird mit keinem Wort erwähnt. Nur durch solche Berichterstattung, die einer Gehirnwäsche gleichkommt, ist es den linksterroristischen Gesinnungstätern vom Zentrum für fanatische Blödheit möglich, ihre Aktionen öffentlich zu inszenieren.

Wer den Artikel aufmerksam liest, kann, wenn er einem angebotenen Link folgt, feststellen, dass sowohl die Initiatoren als auch das Gorki-Theater als Gastgeber von Anfang an mit gezinkten Karten gespielt haben. Angemeldet wurde das geplante blutige Spektakel offenbar vom Gorki-Theater als „Informationsveranstaltung“ – beim Grünflächenamt. In einem „Ergänzungsantrag“ soll mitgeteilt worden sein, dass es sich um ein Projekt handele, das sich mit „den Möglichkeiten politischen Handelns beschäftigt“. Dabei sollten auch „extreme Formen verschiedener vergangener Gesellschaftsformen bis hin zum Römischen Reich diskutiert und in Zusammenhang mit unserem Grundgesetz gesetzt werden“, ist in einer Pressemitteilung des Theaters vom Dienstag zu lesen.

Es sei keine politische Aktion, versucht die Pressesprecherin des Gorki-Theaters die Öffentlichkeit weiterhin für blöd zu verkaufen. „Ich weiß nicht, wie man mit Tiger-Konterfeis politische Statements äußern kann“, sagt sie tatsächlich, nachdem bereits auf einer Pressekonferenz in ihrem Haus aller Welt mitgeteilt wurde, dass mit dem geplanten Selbstmordattentat die Bundesregierung erpresst werden soll.

Im Kern geht es dabei um den Paragraphen 63 des Aufenthaltsgesetzes, der die Beförderung von Ausländern ohne Papiere verbietet. Dieser Paragraph sei ein „tödlicher Paragraph“, hatte eine der Initiatorinnen vom Zentrum für fanatische Blödheit bereits am Montag mitgeteilt. Er sei „dafür verantwortlich, dass tagtäglich Menschen auf dem Weg zu uns sterben, nachdem sie vor Krieg und Hunger geflohen sind“.

Nun fühlt sich der Bezirk über den Charakter der Veranstaltung getäuscht. Das Grünflächenamt hat seine Sondergenehmigung zurückgezogen und fordert den sofortigen Abbau der Tigerkäfige. Die Aktion befinde sich nun im „rechtsfreien Raum“. Damit müsste der Abbau beginnen. Aber natürlich wollen sich weder das Gorki-Theater noch das Zentrum für fanatische Blödheit das Spektakel entgehen lassen. Das Gorki-Theater würde es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen, heißt es. Die Bühne werde mit den gebotenen rechtlichen Mitteln gegen eine mögliche Verfügung vorgehen. Ein Anwalt sei bereits eingeschaltet. Es handle sich lediglich um ein Kunstprojekt, das „vielfältige Implikationen aufruft“.

Allerdings steht das im Widerspruch zu einer Einlassung von Cesy Leonard, der „Leiterin des ZPS-Planungsstabs“ (sic!), die gegenüber rbb einräumte, dass das Geld für die Aktion vor allem von Menschen gekommen sei, „denen der normale Protest zu wenig ist und die möchten, dass man bisschen radikaler vorgeht“.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.


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