10. Juni 2016

Zuwanderung und Kriminalität Neueste Nachrichten aus der Spätzeit der DDR light

Eine Regierung kann man abwählen, eine Zeitung ignorieren

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Bildquelle: shutterstock Gefährliches Paarungsverhalten: Gleichrassige Beziehung

Eins

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnt eine Abriegelung Europas gegen Einwanderer, was immer damit gemeint sein mag, ab. „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe“, sagte er einer rassisch nur ungenügend durchmischten Hamburger Wochenzeitung, dieselbe wohl durchaus mitrügend. Seine These wird endlich auch gestützt durch die Fußball-Nationalmannschaft, die nach Jahrhunderten deutscher Inzucht, die nicht nur im Zusammenspiel von Beckenbauer, Netzer und Müller, sondern bereits bei Goethe, Beethoven, Max Planck und A. Hitler irritierend monotone Formen annahm, sich endlich in edler Vielfalt auf Europas „No to racism!“-Stätten tummelt. Nebenbei und für unsereinen nicht ganz unerheblich dürfte in diesem Kontext sein, dass der Gevatter Minister genuin europäische Schöpfungen wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Individualität, Aufklärung und dergleichen Umstrittenheiten mehr offenkundig als Werke degenerierter Inzestuöser versteht. Wen sich Schäuble vor allem als antidegenerativen Katalysator und ethnische Backzutat wünscht, sagte er auch: „Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt.“ Das zeige die dritte Generation der Türken in Deutschland, vor allem die Frauen. „Das ist doch ein enormes innovatorisches Potential!“ Eine „Bereicherung unserer Offenheit“ – der jahrelange Kontakt zur Kanzlerin schlägt endlich auch sprachbildnerisch voll durch.

Schäuble, der stiefmütterlicherseits oder zumindest wahlverwandtschaftlich in dritter Generation von Kalahari-Buschmitbürgerinnen und -mitbürgern abstammt (weshalb er den ethnisch abgeschotteten und in Inzucht degenerierten DDR-Unterhändler Günther Krause anno 1990 bei den Beitrittsverhandlungen intellektuell mühelos über den Tisch ziehen konnte), kritisierte damit unter anderem auch die mangelhafte Bereitschaft indigener Frauen, sich beim multiethnischen Geschlechterverkehr auf Domplatten oder an den Rändern von Stadtparks bis zum schönen Ende verräumen zu lassen, denn, wie der Vierfachvater gelegentlich gegenüber seinen Parteifreunden Jens Spahn und Peter Altmaier zu bemerken pflegt: „Keine Fertilisation ohne Ejakulation dort hinein, wo‘s hingehört!“ Welches Potential gerade diesbezüglich in Türkinnen und vor allem Muslimas stecke, so Schäuble später verschmitzt off the records, sei eben eine Bereicherung, auch wenn sie deutsche Männer meist ihrer Brüder wegen nicht ranließen. Deswegen habe er zur Beschreibung der Damen den nach allen Seiten hin offenen Diversity-Terminus „Potential“ gewählt. Denn wie Leser ***, die Schäubleschen Intentionen meines Erachtens vollständig erhaschend, schreibt: „Potential ist in der Sprache der Bundesrepublik nicht mit Talent gleichzusetzen. Wenn Sie ein Buch verfasst haben und meine Wenigkeit noch wenig zu Papier gebracht hat, bin ich voll von Potential und nicht Sie. Die Unfähigkeit ist Potential. In der Bundesrepublik ist der Begriff in der Regel positiv besetzt. Mir fällt auf Anhieb nur eine Ausnahme ein. Wenn sich die Bundesrepublik dem Potential eines kongolesischen Kindersoldaten öffnen würde, wäre es ein Geschenk der Götter. Er würde lediglich kein Gewaltpotential mitbringen. Der durchschnittliche Deutsche ist dagegen voll davon. Was selbstverständlich gefährlich ist. Wer kein Dorf niedergebrannt hat, könnte es noch theoretisch tun.“Womit übrigens auch beschrieben wäre, weshalb der Finanzminister zwar kaum mehr Potential besitzt, es aber für ihn als Ersatzkanzlerin immer noch reichen würde.Ob Wolfgang Sch. überdies und zur weiteren Implementierung von Potential in gewagter, wiedergutmachender Analogie an so etwas wie Nürnberger Rassenmischungsgesetze denkt? Auf dass die desaströse germanoide Binnenvögelei dauerhaft unterbunden werde und sich speziell der Mohr und der Orientale vielfaltsverschärfend in den inzestuösen deutschen Volkskörper, ihm fürderhin Unkaputtheit und Heil verschaffend, hineinmauseln? Und auf dass unsere Vielfaltsfatzkes, deren intellektuelle Degeneriertheit auf Inzucht zurückzuführen wir schlau vermeiden, endlich am Ziel wären?

Zwei

„Zuwanderer sind nicht krimineller als Deutsche“, meldet unter anderen die „FAZ“. „Kriminelle Zuwanderer gibt es nicht häufiger als Deutsche“, präzisiert das Weltblatt in der Unterzeile. Wie: 70, 80 Millionen? Doch so wenige? Oder handelt es sich vielleicht um eines jener Exempel, wo sinistre Absichten eine sinistre Sprache hervorbringen? Oder doch nur um ein weiteres Beispiel für die journalistische Unfähigkeit, sich auszudrücken, als Folge der von Schäuble sieben Generationen zu spät angeprangerten Inzucht?

Jedenfalls „geht aus den ersten flächendeckenden Zahlen einer BKA-Analyse hervor“, dass Zuwanderer „nicht mehr Straftaten begehen als Deutsche“. Da das BKA quasi eine NGO ist, fasste eine offizielle Sprecherin des Bundesinnenministeriums gestern in Berlin noch einmal alles zusammen in den Worten: „Zuwanderer sind nicht krimineller als Deutsche.“ Nun steht er baff da, der degenerierte Deutsche. Sein Wahrnehmungsrassismus hat ihm wieder mal einen Streich gespielt. Eben meinte er noch, all diese Bandenkriminellen, Einbrecher, Diebe, An- und Schwerttänzer, Drogendealer, Vergewaltiger, Kopftreter, den Begriff Spaßbad beim-Wort-Nehmer und Asylheimverwüster habe der längst zum Humankapital-Importweltmeister aufgestiegene Exportweltmeister kühlen Kopfes eingeführt, um ein bisschen Stimmung in die monotone deutsche Degeneriertenbude zu bringen, und nun stellt sich heraus, dass der Effekt gleich null ist. Nicht mal krimineller sind sie! Mafiotische muslimische Großclans wie in Berlin und Bremen etwa haben ihr biodeutsches Pendant in Pegida und Klaus Zumwinkel. Unfreiwilligen Gruppensex wie zu Köln und Darmstadt gibt es auf jedem bayerischen Bevölkerungsfest zuhauf und weit weniger vielfältig. Und so weiter.

„Die Ministeriumssprecherin sagte, es gebe in der aktuellen Statistik kaum sexuelle Übergriffe oder Mord- und Totschlagsdelikte, die von Zuwanderern begangen worden seien.“ Na – gottseidank und gepriesen sei Allah –, lauter Einzelfälle nur! Man beziehungsweise frau fühlt sich doch gleich ganz anders, wenn sie erfährt, dass ihr etwas absolut Untypisches widerfahren sei. Am Rande: Ich besuchte gerade einen Verwandten im Sächsischen; dessen Sohn wurde in der Dresdner Innenstadt von „Südländern“ angegriffen (ihre Nationalität stellten sie nicht vor), der Freund seiner Tochter in Tübingen von zwei Türken (hier brachte das Gericht später die Nationalität zu Protokoll) ins Krankenhaus geprügelt; wo man hinhört, gibt es gefühlte Kriminalität, doch „wenn ihr‘s nicht fühlt, ihr werdet‘s nicht erjagen“ (so Faust zu Wagner, diesem Journalisten in spe). Nun heißt es freilich noch geduldig auszuharren, bis das Unheil auch in die besseren Wohngegenden gewisser Medienschaffender und Beamter spürbar dringt.

„Eine Vergleichszahl mit Straftaten von Deutschen gibt es nach Angaben einer BKA-Sprecherin für das erste Quartal 2016 derzeit nicht. Diese finde sich in der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Gesamtjahr, die im Mai 2017 veröffentlicht werde. Im Falle der Zuwanderer habe es sich um eine Sonderauswertung gehandelt. Für das Gesamtjahr 2015 waren in der Polizeilichen Kriminalstatistik deutschlandweit laut BKA etwa 6,3 Millionen Straftaten gezählt worden. Zudem wurden dort rund 1,46 Millionen deutsche Tatverdächtige aufgelistet sowie knapp 912.000 nichtdeutsche – ihnen wurde aber jeweils keine Zahl der Taten zugeordnet.“ Uups. Sollten unsere Bundeskriminalisten interessengeleitet etwas übersehen haben? Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) verhält sich der Tatverdächtigenanteil Einheimische-Einwanderer also ungefähr 1,5 zu eins, was der von autochthonen Rassisten gefühlten Kriminalität wohl eher entspräche. Bei circa 75 Millionen Indigenen müssten folglich, um die BKA-Aussage, Zuwanderer seien nicht krimineller, zu verifizieren, etwa 50 Millionen Wandernde im Lande sein. Kein Wunder, dass die PKS so in der Kritik steht. Ihre Zahlen schüren Vorurteile und verbreiten Ressentiments!

„Eine Grundgesamtheit (sic!) der Zuwanderer in Deutschland lässt sich nur schwer benennen, weil sich deren Zahl wegen Neuankömmlingen und Ausreisenden (inzwischen sogar: Ausreißenden – M.K.) ständig ändert“, heißt es weiter. Nanu? Wir reden also über die Kriminalitätsbelastung einer Großgruppe, deren genaue Zahl nicht bekannt ist? Wie misst man sie dann aber? Wie ermittelt man den prozentualen Vergleichsrahmen zum Beispiel für die Behauptung, Afghanen seien in der Statistik unterrepräsentiert? Und vor allem: Wem schreibt man die zahllosen unaufgeklärten Delikte zu?

Das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge verzeichnet aktuell 460.000 unerledigte Asylanträge. Etwa 80 Prozent der in diesem Jahr nach Deutschland eingereisten Migranten besaßen nach Auskunft des Ministeriums keine Papiere – im Zeitraum Januar bis April waren dies 91.000 Migranten von 114.255. Wie viele Ausländer sich illegal – kein Mensch ist illegal! also unregistriert – in Deutschland aufhalten, weiß kein Mensch und nichtmal eine Merkel, und desgleichen weiß niemand, welche der Delikte ohne ermittelte Tatverdächtige welcher Gruppe statistisch weniger anzulasten denn zuzurechnen beziehungsweise zu verschweigen sind. Nimmt man ferner die Aufklärungsquote bei den explodierenden Einbruchszahlen hinzu – 2015 lag sie um die 15 Prozent, Tendenz sinkend (also bei der Aufklärung, nicht bei den Einbrüchen) –, wird wohl klar, dass die BKA-Zahlen nichts als eine ins Honeckerhafte spielende Propaganda-Gaunerei im abwiegelnden Auftrag der Bundesregierung sind.
In der „Welt“ kommentiert gleichwohl Ulf Poschardt, Seriensieger der Olympiade „Journalismus forscht“ und auch sonst dort die hellste Kerze auf der Torte, „gerade die ostverliebten, selbst erklärten Alternativen für Deutschland müssen bei den aktuellen Zahlen erkennen, dass es die putinnahen Serben und die ebenfalls seit knapp 2.000 Jahren christlich geprägten Georgier sind, die den Kriminalbeamten Sorgen bereiten“. Wie viele der serbischen Kriminellen gewissen nicht erst neuerdings, sondern seit jeher fahrenden Völkerschaften in bunten Kleidern angehören, die so vielfältig (und so wenig „putinnah“) sind, dass es keinen zusammenfassenden Namen für sie geben darf, sei dahin- beziehungsweise den Ermittlern anheimgestellt. Was die Georgier angeht, so haben sich ein paar Tausend davon als Asylbewerber eingeschlichen, um gezielt Straftaten zu begehen; es handelt sich also um eine untypische und unrepäsentative Gruppe, etwa so wie nach einem von Assassinen ausgeführten und von der Polizei aufgeklärten Auftragsmord Assassinen in Deutschland plötzlich zu hundert Prozent Kriminelle und also das gefährlichste Verbrechenskollektiv wären. Bei einer halben Million Syrern beziehungsweise Einwanderern, die sich als Syrer ausgegeben haben, fallen ein paar Zehntausend Straftäter im statistischen Vergleich eben weniger auf. Tatsache ist aber, dass, erstens, die meisten unaufgeklärten Straftaten von Ausländern verübt werden, und, zweitens, keine davon begangen werden könnte, wenn sie nicht dermaßen ungehindert ihr Potential unter die degenerierten Deutschen tragen dürften.

Weiter der Narr von (der) „Welt“: „Auch das in Deutschland stets bemühte ‚Es wird alles immer schlimmer‘ macht bei der Flüchtlingskriminalität keinen Sinn: Sie geht eindeutig und klar zurück.“ Jetzt muss man nur noch die PKS und die Polizeiberichte verbieten. Die gab‘s in der originalen DDR schließlich auch nicht.Fassen wir zusammen, liebe Kinder, was wir heute gelernt haben. Erstens: Deutsch respektive europäisch ist gleich Inzucht. (Was mag Schäuble in seinem verschwurbelten Schädel über die Türken denken? Oder über die Juden erst!) Zweitens: Wir wissen zwar weder, wie viele Ausländer im Lande sind, noch woher sie stammen, aber sie werden heute bereits so oft beziehungsweise selten straffällig wie Biodeutsche, sofern es sich nicht um gewisse Christen handelt, und morgen sogar noch seltener. Drittens: Eine Regierung kann man abwählen, eine Zeitung ignorieren. Viertens: Wir sind immer höflich und reden niemals öffentlich über den Unterschied zwischen Kretins und Lumpen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Acta diurna.


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