02. Juni 2016

Fußball Die Schlandschaft

Wie deutsch ist der Kader?

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Bildquelle: Michael Kranewitter, Wikimedia Commons, CC-by-sa 3.0 Manuel Neuer: Torwart vom anderen Stern

Der Kader steht. Nun gilt es herauszufinden, ob er die viel beschworenen „deutschen Tugenden“ zeigen kann. A propos „deutsch“: Ich habe mal nachgesehen, wie „deutsch“ die Mannschaft ist. Und für all jene, die klare Zuordnungen und homogene Gruppen lieben und Angst vor Unübersichtlichkeiten und Vermischungen haben, gibt es schlechte Nachrichten:

Manuel Neuer: Torwart vom anderen Stern.

Marc-André ter Stegen: französisch-niederländisch klingender Name, spielt in Spanien.

Bernd Leno: seine Eltern sind Russlanddeutsche.

Jérôme Boateng: Lieblingsnachbar mit ghanaischem Vater.

Jonas Hector: antikes Griechenland?

Mats Hummels: ein Bayer mit skandinavischem Vornamen.

Benedikt Höwedes: Vatikan? Aber: ein Abiturient!

Shkodran Mustafi: Sohn albanischer Einwanderer, spielt in Turin.

Emre Can: ein Frankfurter mit türkischer Abstammung, spielt in England.

Antonio Rüdiger: seine Mutter stammt aus Sierra Leone.

Sami Khedira: Deutsch-Tunesier, spielt in Italien.

Toni Kroos: Ostdeutscher, spielt in Spanien.

Mesut Özil: Deutsch-Türke, spielt in England und betet gen Mekka.

Julian Draxler: spielte zuletzt unterirdisch und in Wolfsburg.

Lukas Podolski: geboren in Polen, spielt in der Türkei.

Thomas Müller: witzig, locker, unkompliziert, oberbayrisch – undeutsch?

Bastian Schweinsteiger: ein Bayer in England.

Joshua Kimmich: ein irritierender Vorname, war früher beim VfB Stuttgart.

Julian Weigl: ein 60er beim BVB – how alien is that?!

Mario Gómez: ein Schwabe mit spanischen Wurzeln, der in der Türkei spielt.

Mario Götze: will in Bayern spielen, aber die wollen nicht.

Leroy Sané: sein Vater kommt aus dem Senegal.

André Schürrle: französischer Vorname, spielt in Wolfsburg.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Zeitgeisterjagd.


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