26. April 2016

RezensionBirgit Kelle: Gendergaga

Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will

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Birgit Kelle beschreitet mit ihrem „Gendergaga“ einen anderen Weg als bisherige, bisweilen anstrengende Literatur zu dem Thema. Anhand vieler Beispiele zeigt sie zwei Dinge auf: Auf welche Themenbereiche sich das Gender Mainstreaming bezieht und welch skurrile Blüten diese unwissenschaftliche Ideologie der Geschlechtergleichheit treibt. Das ist auf den ersten Blick amüsant zu lesen, wenn es zum Beispiel um Unisextoiletten geht oder um ein/e/n Professor/in/x, der/die/das nicht mit geschlechtsspezifischen Worten angesprochen werden möchte. All das könnte man einfach unter Unsinn abhaken, wenn es den Vertretern dieser Zunft nicht so ernst wäre. Es geht nicht nur um Gleichberechtigung, sondern um die ideologische Feststellung der Gleichheit aller Geschlechter. Kelle stellt diesen Irrsinn dar, und ihre Kritiker müssten eigentlich erst mal nachweisen, wie man dazu kommt, sexuelle Orientierungen zu einem eigenen Geschlecht umzudefinieren. Nicht, dass es solche Abweichungen nicht gäbe, Gender Mainstreaming versucht aber, sie als Normalfälle darzustellen, für die die Gesellschaft Toleranz und Akzeptanz zu zeigen habe. Dass das alles, vom Ampelmädchen bis hin zur Durchdringung aller öffentlichen und privaten Lebensbereiche und gendergerechter Sprache, viel Geld kostet, ist dabei nur der kleinste Aspekt der Gender-Politik. Denn diese beinhaltet in einem Kerngebiet vor allem die Reduzierung des Einflusses und der Bedeutung der Familie. Die Gender-Ideologen scheuen das Licht der Öffentlichkeit, weil dann sehr schnell klar werden würde, dass sie ohne demokratische Legitimation und ohne wissenschaftliche Fundierung dastehen. Sie scheuen das Licht, weil sie unsere Kinder indoktrinieren wollen. Sie scheuen das Licht, weil der Kaiser nackt ist – und nebenbei ganz eindeutig ein Mann oder eine Frau. Birgit Kelle hält den Scheinwerfer drauf.


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